Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

change.org: Beeinflussen die USA politische Petitionen in Deutschland?

Hadmut
29.4.2014 19:22

Wieder so ein höchst seltsamer Vorgang.

Mich wiesen verschiedene Leser auf eine Petition auf change.org hin, nämlich die Petition, Genderismus an Schulen und Hochschulen nicht mehr öffentlich zu finanzieren. Obwohl das ja ein zentraler Bestandteil aktuellen politischen Geschehens und politischer Meinungsbildung ist, war das sofort wieder von der Startseite von change.org verschwunden.

Auf der Startseite von change.org kommen stattdessen so hoch wichtige Petitionen wie

  • Über 200 Mädchen werden in Nigeria vermisst – warum sucht sie keiner? (Mag ja wichtig sein, aber was hat das mit Deutshcland zu tun?)
  • Bitte löschen Sie den Namen meiner Tochter im Buch von Frau Sarrazin!
  • München: Bitte erlauben Sie Freilauf für Hunde im Denninger Anger!
  • #Henri will mit seinen Freunden aufs Gymnasium gehen
  • Sonder-Amnestie für alle politischen Gefangenen in Weißrussland
  • ARD & ZDF: Zeigt das europäische TV-Duell im Hauptprogramm!

Kam mir seltsam vor. Eine sonderbare Mischung aus Lock-Petitionen für einen ganz bestimmten Publikumskreis und Euro-/Russland-Politik. Hunde, ein Junge und der Name eines Mädchens sind wichtig, aber die Abrichtung unserer Kinder auf Genderismus darf nicht erwähnt werden?

Wer führt diese Webseite eigentlich redaktionell?

Seltsam. Kein Impressum. Gehostet in den USA. Domaininhaber in den USA. Erst auf der Presse- und der Über-Uns-Seite findet man so ein paar kleine Informationen:

Change.org wurde 2007 von Ben Rattray und Marc Dimas als Social Business gegründet. Die beiden Stanford-Kommilitonen wollten Menschen die Möglichkeit geben, ihr direktes Umfeld zu verändern. In den ersten zwei Jahren versuchten sie dieses Ziel über verschiedene Wege zu erreichen: über soziales Fundraising, ein Freiwilligen-Netzwerk oder die Organisation von Bloggergruppen. Keine Variante setzte sich wirklich durch.

Deshalb begannen Rattray und Dimas 2010 damit, die Seite neu aufzubauen und den Fokus auf kollektive Aktionen und Bürgerbeteiligung zu legen. Menschen sollten mithilfe von Change.org Petitionen starten, sich gegenseitig unterstützen und so erfolgreich sozialen Wandel herbeiführen.

Change.org hat mittlerweile 180 Mitarbeiter in 18 Ländern. Die Plattform existiert in über 20 Sprachen und wird in 196 Ländern der Welt genutzt.

[…]

Die Webseiten unter www.change.org/de werden Ihnen angeboten von:
Change.org Inc. USA
Change.org, 216 W 104th St., #130,
New York, NY 10025

Vorstand: Ben Rattray, Mark Dimas

Change.org, Inc. ist eine nach dem Recht des States Delaware gegründete und registrierte Gesellschaft. Secretary of State, State of Delaware.

Ach, gar?

Was ist eigentlich deren Geschäftsmodell? Womit machen die ihr Geld? Werbung habe ich dort jetzt nicht gesehen. Zwar gibt es einen Link „Werben”, aber das sieht eher nach Kampagnen-Unterstützung als nach kommerzieller Werbung aus. Aber in ganz vielen Ländern sind sie. Wer zum Kuckuck zahlt dieses „Social Business” ? Und welches Interesse hat eine Firma aus Delaware daran, dass in München die Hunde in einen Park kacken können?

Gab es da nicht in letzter Zeit so eine ganze Reihe von Berichten, wonach die Social Media generell von den USA aus gesteuert werden, um die Politik zu beeinflussen? Lancieren die da nicht ganz viele Twitter-Klone in diversen Ländern? Und kam nicht raus, dass die die ganzen Social Media anzapfen um Informationen zu sammeln?

Kommt mir gerade so vor, als wäre auch change.org aus den USA gesteuert, um die Meinung zu manipulieren und Information zu sammeln, wer ist wofür und wogegen. Hunde im Stadtpark sind sicherlich uninteressant, dienen dann aber der Tarnung und der Publizität.

Irgendwie komme ich mir gerade vor wie unter Leuten, die sich völlig kritiklos darüber freuen, dass es Geschenke vom Himmel regnet, und keiner drüber nachdenken will, warum und wer ein Interesse daran hat. (Irgendwie gab’s da mal eine Karrikatur mit Mastfutter im Schweinestall oder so ähnlich.)

Mein Argwohn gegenüber kostenlosen Diensten wächst immer mehr.


36 Kommentare (RSS-Feed)

Emilia
29.4.2014 19:53
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Danke Hadmut. Nichts ist kostenlos, auch nicht die Entwicklung eines CMS und das betreiben von Servern.

Die USA will ihre Position als Weltregierung nicht mehr verlieren.


jan
29.4.2014 19:57
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Noch dazu ist zu erwähnen das nichts so sinnlos ist wie diese diversen petitionsplattformen.

Selbst die die Petitionsplattform des Bundestages ist meiner Meinung nach nur eine Art Valium für die aufgeregten Bürger.

Es ist Cliktivism, ich habs angeklickt, damit hab ich mein Teil getan!

Das sind eben keine Wege sich zu beteiligen oder etwas zu beeinflussen.

(Die ganzen Mittel und Wege eine Petition für oder gegen etwas wie auch immer zu beeinflussen/ manipulieren mal extra ausser acht gelassen)


Alexander
29.4.2014 20:19
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Aber auf change.org werden die Petitionen gegen Genderismus wenigstens nicht gesperrt. Gesperrt werden Petitionen gegen den Genderismus auf der deutschen Seite http://www.openpetition.de:
http://frankfurter-erklaerung.de/2014/04/petition-zur-gender-ideologie/


Emil
29.4.2014 21:01
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> Und welches Interesse hat eine Firma aus Delaware daran, …

Delaware ist ein Steuerparadies, wo man obendrein Firmen anonym registrieren kann, ohne die Hintermänner zu nennen.

http://www.americandream.de/auswandern-usa/bundesstaaten-abc/delaware/


Hadmut
29.4.2014 21:02
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> wo man obendrein Firmen anonym registrieren kann, ohne die Hintermänner zu nennen.

Toll.


Phil
29.4.2014 21:03
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Ich glaube du meinst den legendären Geek&Poke http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2010/12/the-free-model.html 🙂

Wenn man das nur mehr Leuten näher bringen könnte :`(


Claus
29.4.2014 21:08
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Ich find deren eigene Erklärung nicht komplett unglaubwürdig.

Sie profitieren vom Non-Profit-Business – da ist ja auch genug zu holen:

https://www.change.org/de/%C3%9Cber-uns/Finanzierungsmodell


Jau, mir kam das auch verdächtig vor! Die werben für Entwicklung in PHP. Ich habe natürlich sofort geantwortet:

Gibt es auch eine Petition gegen PHP? Da würde ich gern unterschreiben.

Gruß
Carsten Thumulla

Und?

NICHTS, KEINE ANTWORT!

Spenden und Daten wollen sie, Adressen und politische Gesinnung. Den Teil bei Orwell hielt ich mal für übertrieben. Zwickmühle nannte man das früher.

Übrigens passieren noch andere Sachen im Hintergrund. Seiten werden als potentiell gefährlich markiert, um Benutzer abzuschrecken. Wer hat da die Fingerchen drin? Was sind die Kriterien?

Carsten

Der Zeitgeist lügt


Emil
29.4.2014 21:47
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Die “Zentrale” in New York sieht nach einer Briefkastenadresse aus, wofür auch die #130 spricht (Briefkastennummer).

Man beachte bei Street View den Laden im Kellergeschoss mit den vielen Schildern (u.a. Directory of Services):

http://maps.google.com/maps?q=NY+216+W+104th+St

Da ist was faul im Staate Delaware!


Caless
29.4.2014 21:51
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Kannst ja ein Campaign Manager in Germany werden: http://www.change.org/careers/65f6febe-efb0-418f-bf01-cd0b404258bd


Horsti
29.4.2014 22:19
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>wo man obendrein Firmen anonym
registrieren kann, ohne die
Hintermänner zu nennen.

Das ist auch in der EU legal möglich. Hierzu gibt es die “verdeckte Treuhand Ltd.” in GB. (Nicht zu verwechseln mit einer simplen Ltd.)
Wird z.B. von abgezockten Trennungsvätern genutzt:
http://www.trennungsfaq.de/finanzprobleme.html


Emil
29.4.2014 22:21
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Schlecht bezahlen tun die offenbar auch nicht, sonst hätten die sicher nicht diesen smarten jungen Mann abwerben können:

http://prreport.de/home/aktuell/news-public/article/6234-sergius-seebohm-wechselt-von-one-zu-changeorg/

Zur Finanzierung:

“Zu Beginn gab es eine eine Anschubfinanzierung von zwei werteorientierten Investoren in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen US-Dollar. Diese Investoren sind weder öffentlich bekannte Persönlichkeiten noch suchen sie die Medienöffentlichkeit. Aber wir können sagen, dass es sich um einen Internet- und um einen Filmproduzenten handelt.

Wir bauen soziale Bewegungen auf und unterstützen Nonprofits dabei, ihre Mitgliederbasis zu erweitern, indem wir sie mit engagierten und leidenschaftlichen Menschen zusammenbringen. Im Wesentlichen geschieht dies durch den Verkauf von Anzeigenplätzen, auf denen Organisationen ihre kostenlosen Newsletter bewerben können. Change.org arbeitet dabei mit hunderten von Organisationen zusammen; zum Beispiel mit Amnesty International, ONE oder Oxfam.”

http://www.gulli.com/news/21341-die-petitionsplattform-changeorg-im-gulliinterview-2013-04-22

In Berlin haben die übrigens ein Büro:

“Ein Team von drei Personen arbeitet in Berlin Mitte. In Deutschland fing alles mit der Mitarbeiterin Paula Hannemann im Juni 2012 an. Neben Frau Hannemann sind im gleichen Büro Jeannette Gusko und Sergius Seebohm tätig.”

Und suchen noch einen “Director of Business Development”:

http://www.change.org/careers/ff391222-9d2c-46d9-be62-dcafef5aa966

Du kannst ja mal vorbeischauen, Hadmut.


Oliver K
29.4.2014 22:37
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@Alexander: Na, das ist doch wichtige Information, dass die Petition zur Frankfurter Erklaerung gesperrt wurde. Da muss man ja unbedingt diese “Open Petition”-Plattform (ha) boykottieren.


Klaus K.
29.4.2014 22:39
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Ich dachte erst, die Petition hat 1000 Stimmen noch zu wenig Unterstützer um auf der Startseite zu erscheinen, aber in der Liste drunter kommt es auch nicht, dafür aber Petitionen mit nur 100 Unterstützern. Ich noch diese hier gefunden: http://www.change.org/de/Petitionen/landtag-baden-württemberg-das-thema-gleichgeschlechtliche-liebe-soll-stärker-im-unterricht-thematisiert-werden
http://www.change.org/de/Petitionen/an-die-koalition-regenbogenfamilien-gleichstellen

🙂 http://www.change.org/de/Petitionen/alice-schwarzer-niederlegung-des-bundesverdienstkreuzes-von-alice-schwarzer

Ich glaubte, die finanzieren sich durch die Werbung für die Petitionen. Wenn man soundsoviele aus dem Netzwerk anmailen will, muss man zahlen. Ich finde das aber nicht mehr. War wohl eine andere Plattform. Kennt sich da jemand aus?


Ron
29.4.2014 22:47
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Krass, die Petition ist zwar noch erreichbar, aber nicht, auch wenn man ältere Petitionen lädt, auf der Startseite zu finden. Dabei findet man dort sogar Petitionen mit 57 Unterzeichnern – für Boris Becker.

Dafür gibts dann wenigstens diese hier:

http://www.change.org/de/Petitionen/alice-schwarzer-niederlegung-des-bundesverdienstkreuzes-von-alice-schwarzer


Alexander
29.4.2014 22:57
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@Oliver K.
Es wurde keine Petition zur Frankfurter Erklärung gesperrt. Auf der Web-Seite der Frankfurter Erklärung wurde über die Sperrung einer Petition informiert. Bitte genau lesen:
http://frankfurter-erklaerung.de/2014/04/petition-zur-gender-ideologie/


Emil
29.4.2014 23:01
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Ich weiß jetzt, wie die ihre Kohle machen:

“Die vielen Klicks zahlen sich aber auch für Rattray aus, Change.org ist nämlich keineswegs gemeinnützig. Rund 15 Millionen Dollar im Jahr zahlen Kunden wie Greenpeace oder Amnesty International, um etwa für Spendenaufrufe Zugang zu der riesigen E-Mail-Datenbank des Unternehmens zu erhalten.”

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88137193.html

Die Verscherbeln die Adressen der naiven Gutmenschen, die sich bei ihnen registrieren, für teures Geld an die professionellen Spendensammler, wahrscheinlich noch mit genauem Profil wer welche Interessen hat. So können die Opfer dann gezielt angeschrieben und um Spenden angegangen werden.


Hadmut
29.4.2014 23:04
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@Emil:

Das wäre eine Erklärung dafür, dass sie Anti-Gender-Petitionen wegschalten. Damit vergrault man nämlich das typische Greenpeace/Amnesty-Publikum und reduziert damit die verkaufbaren Adressen.

Boah.


[…] Auch weiterhin viel spaß mit euren nutzlosen klicki-klicki-petizjonen auf irgendwelchen mit feenstaub und wundern finanzierten “freien” petizjons-webseits aus den vereinigten staaten eines teils von nordamerika, auf denen als besonderer beitrag zur p’litischen willensbildung auch noch sehr selektiv bestim…. […]


Unglaublich
30.4.2014 8:30
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Die Petition ist über den direkten Link auf “critical science” erreichbar..

https://www.change.org/de/Petitionen/deutsche-bundesregierung-keine-%C3%B6ffentliche-finanzierung-von-genderismus-an-hochschulen-und-schulen

1118 haben bereits unterschrieben


Hallo Hadmut,

vielen Dank für den Hinweis auf die Petition. Ich habe bislang keinen Anlass zu denken, dass bei Change.org an der Startseite herummanipuliert wird, zumal man sich auf der Startseite einkaufen kann:

Michael,

Ihre Petition “Deutsche Bundesregierung: Keine öffentliche Finanzierung von Genderismus an Hochschulen und Schulen)” auf Change.org wächst immer weiter!

Viele Menschen, die auf Change.org Petitionen gestartet haben, wollten gerne wissen, wie sie für ihre Kampagnen noch mehr Unterstützer aktivieren können. Deswegen haben wir kürzlich eine neue Funktion gelauncht: Ab sofort können Sie Ihre Petition mit Hilfe von Nutzer-Anzeigen auf Change.org bewerben.

Nutzer-Anzeigen funktionieren so ähnlich wie Anzeigen auf Facebook: Mit kleinen Beträgen können Sie dafür sorgen, dass Ihre Petition potentiell interessierten Nutzerinnen und Nutzern angezeigt wird.

Dieses Angebot ist natürlich optional und Ihre Petition kann auch ohne Nutzer-Anzeigen schon bald erfolgreich sein.

Aber vielleicht möchten Sie es ja versuchen. Hier klicken!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Kampagne,

Das Change.org-Team

Wer die Petition unterstützen will, der kann dies einerseits also dadurch tun, dass er sie unterschreibt und sie verbreitet, andererseits kann man die Publizität bei Change.org erkaufen…

Beste Grüße
Michael


peter
30.4.2014 12:32
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Stratfor kommentiert, wie gefährlich das Bundesverfassungsgericht für die Regierung Merkel ist:
http://www.stratfor.com/weekly/berlin-fears-high-court-ruling-could-threaten-european-union


Martin
30.4.2014 13:24
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“Ich weiß jetzt, wie die ihre Kohle machen: … Die vielen Klicks zahlen sich aber auch für Rattray aus, ”

Natürlich. There’s no such thing as a free lunch.
Kann man sich aber auch einfach denken und auf sowas selber kommen, statt hinter jeder popligen Adressabstauberplattform immer gleich die ganz, ganz grosse antideutsche “Der Ami kommt!” Verschwörung zu wittern.
Weia, nimmt das hier schwerst bekloppte Züge an. Eine Rolle in der nächsten “Mondverschwörung” ist euch sicher.


Hadmut
30.4.2014 18:14
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@Martin:

> Kann man sich aber auch einfach denken und auf sowas selber kommen, statt hinter jeder popligen Adressabstauberplattform
> Weia, nimmt das hier schwerst bekloppte Züge an. Eine Rolle in der nächsten “Mondverschwörung” ist euch sicher.

Dann solltest Du vielleicht mehr aktuelle Nachrichten lesen. Natürlich gilt immer die einfachste und nächstliegende Erklärung – sofern sie möglich ist.

Du übersiehst aber zwei wichtige Aspekte. Nämlich den, dass jedes amerikanische Unternehmen seine Kundendaten abliefern muss. Siehe etwa http://www.heise.de/ix/meldung/US-Internetunternehmen-muessen-im-Ausland-gespeicherte-Daten-herausgeben-2178454.html

Und den Umstand, dass hinter vielen Firmen tatsächlich amerikanische Geheimdienste stecken, siehe http://www.heise.de/tp/artikel/41/41623/1.html

Gibt natürlich immer Leute, die sich die Welt gutreden, indem sie alles wegwischen. Kategorie Gutmenschen.


Mein Argwohn gegenüber kostenlosen Seiten wächst auch immer mehr. Zum beispiel danisch.de. Sehr merkwürdig. Kostenlos, werbefrei und kritisch gegenüber einer Seite zur außerparlamentarischen politischen Willensbildung. Gucken wir mal ein wenig zurück, finden wir noch etwas Gepolter gegen das Bundesverfassungsgericht im Allgemeinen, die Gleichstellung und gegen die eine Verfassungsrichterin im Speziellen, nämlich die, die als einzige von einer Partei nominiert wurde, die derzeit in der Opposition sitzt. Also irgendwie alles was derzeit nicht den derzeit Herrschenden nerven könnte.


Hadmut
30.4.2014 18:11
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> Zum beispiel danisch.de. Sehr merkwürdig. Kostenlos, werbefrei und kritisch gegenüber einer Seite zur außerparlamentarischen politischen Willensbildung.

Freut mich, dass mein Blog bei den Lesern das kritische Denken fördert.


brak
30.4.2014 16:44
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Diese 3 Sätze sagen, was ich sagen wollte:

Nichts ist kostenlos, auch nicht die Entwicklung eines CMS und das betreiben von Servern.

Die USA will ihre Position als Weltregierung nicht mehr verlieren.

Selbst die die Petitionsplattform des Bundestages ist meiner Meinung nach nur eine Art Valium für die aufgeregten Bürger.”


Michael
30.4.2014 18:06
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… (Irgendwie gab’s da mal eine Karrikatur mit Mastfutter im Schweinestall oder so ähnlich.)

du meinst das hier, oder? Facebook and you

http://www.ethannonsequitur.com/facebook-you-customer-product-pigs.html


Joe
30.4.2014 18:20
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Total merkwürdig. Haut man irgendwo einen Link auf den Kopp-Verlag dazwischen, der ein richtiges Impressum mit ladungsfähiger Anschrift, Telefon- und Faxnummer hat, dann geht sofort das Geschrei los, von wegen “voll unseriöse Internetseite!”. Aber ominöse Delaware-Incs mit unbekannten Hintermännern sind natürlich voll in Ordnung!

Was spricht eigentlich gegen die Theorie, daß die ganzen komischen “Petitionen” auf der Seite dort mitsamt ihrer “Unterstützer” einfach komplette Fakes sind?


Hadmut
30.4.2014 18:21
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@Joe: Guter Punkt!


Heinz
30.4.2014 21:12
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> Was spricht eigentlich gegen die Theorie, daß die ganzen komischen “Petitionen” auf der Seite dort mitsamt ihrer “Unterstützer” einfach komplette Fakes sind?

Ich halte die Theorie, dass die Petitionen reiner Slacktivismus* sind für wahrscheinlicher, Zahlenmanipulation will ich nicht ausschließen.

*http://en.wikipedia.org/wiki/Slacktivism


Heinz
30.4.2014 21:13
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Korrektur:
“die Petitionen” –> “Petitionen allgemein”


Emil
1.5.2014 2:28
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@Martin
Kann ja trotzdem sein, dass sie hauptamtlich für die NSA/CIA arbeiten (weltweite Ermittlung von potentiellen Unruhestiftern) und nebenbei mit den Adressen ordentlich Kohle verdienen. Sowas heißt auf Neudeutsch “Profitcenter”.


Was spricht eigentlich gegen die Theorie, daß die ganzen komischen “Petitionen” auf der Seite dort mitsamt ihrer “Unterstützer” einfach komplette Fakes sind?

und nur eingerichtet, um Joe zu täuschen!

Was spricht eigentlich dagegen, dass Joe ein Fake ist, hinter dem sich ein agent provocateur der NSA verbirgt?

Das dumme an negativen Beweisen ist, dass man sie nicht führen kann (oder wie wollte man beweisen, dass es keine grünen Rinder gibt?). Deshalb sind plumpe Verschwörungstheorien bei manchen so beliebt.


Joe
1.5.2014 16:38
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und nur eingerichtet, um Joe zu täuschen!

Ich denke da an ganz normale Geschäftsmethoden der “Social-Media-Branche”. Wenn man ein Webangebot hochfährt, welches “User Generated Content” zum Ziel hat, dann stellt man das nicht komplett leer online, sondern füllt es mit reichlich fingierten Inhalten. Egal ob Business-Netzwerk oder Partnerbörse: “Zehntausende Nutzer haben sich schon registriert, jetzt mitmachen!”

Change.org ist trotz völliger Unbekanntheit in allen möglichen Landessprache mit oberflächlich plausiblem Zeug gefüllt. Das riecht komisch und das werde ich äußern.

Das dumme an negativen Beweisen ist, dass man sie nicht führen kann

Das Gute ist, daß man keine gerichtsfeste Beweisführung braucht, um ein Blog kommentieren zu dürfen.


Markus
4.5.2014 18:11
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