Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

SAP schafft Arbeitsplätze

Hadmut
25.4.2014 19:42

Muss man ja auch mal anerkennen…


16 Kommentare (RSS-Feed)

Emil
25.4.2014 20:19
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Da gibt es doch den alten Witz über den Unterschied zwischen Optimist und Pessimist: der Optimist glaubt, SAP sei die bestmögliche ERP-Software; der Pessimist befürchtet das auch.


Ich bin auch da
25.4.2014 20:21
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Ich darf gelegentlich mit SAP R3 HR arbeiten.:-(
Wenn ich den Entwickler der Oberfläche in die Finger bekomme, ziehe ich Ihm das Jojo lang. Alles, was ich mal über Software-Ergonomie gelernt habe ist das genaue Gegenteil von dem, was SAP dort bietet.


Beryllaffe
25.4.2014 21:13
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Am Besten gefällt mir immer noch die SAP-Zeit

(aus Wikipedia über Sommerzeit)
Komplexe Softwaresysteme können auch eine vom Betriebssystem abweichende „Zeitverwaltung“ haben. So gibt es z. B. in neueren SAP-Systemen eine „Zeitdehnung“, bei der von 02:00 MESZ bis 03:00 MEZ die „SAP-Zeit“ langsamer läuft und dadurch der Zeitsprung ganz vermieden wird. Offen bleibt bei solchen Lösungen jedoch die Koordination mit anderen Systemen, deren Zeit anders verläuft.


Heinz
25.4.2014 21:44
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Aber wieso ist das dann so weit verbreitet?


Manfred P.
25.4.2014 21:48
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Tja… ich habe gehört, dass SAP-Berater wohl ganz gut verdienen.

Jetzt lernen wir, warum 🙂


jan
25.4.2014 23:23
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Sap,

Abkürzung für Schreibs Auf Papier


Kurt Pfeifle
25.4.2014 23:24
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@Heinz:

> Aber wieso ist das dann so weit verbreitet?

Wahrscheinlich, weil Emil’s Pessimist Recht hat 🙂


rleo
26.4.2014 4:30
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> Aber wieso ist das dann so weit verbreitet?
Golfplatzsoftware

Die Anschaffung wird durch das Prestige der Manager bestimmt
und nicht durch Notwendigkeiten, und da gewinnt Hochglanz vor
Usability.


Dominik Trefzer
26.4.2014 9:19
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Es ist immer wieder toll zu sehen, wenn irgendwelche SAP-bezogenen Artikel bei heise.de oder golem.de auftauchen, wie die IT “Experten” drauf losledern – auch wenn wahrscheinlich 99% der Gestalten dort noch nicht einmal ein SAP-System gesehen haben.
Ein ERP-System bietet Lohnsteuerabrechnungen für aller Herren Länder, Zeitabrechnungen, Finanzbuchhaltung, Personal-Stammdatenpflege um nur ein paar, wenige Funktionen zu nennen. Da steckt ein klein wenig mehr Anspruch und Hirnschmalz dahinter als bei der üblichen MySQL-, PHP- oder Python-Frickelei.
Ja, im Backend sind die Oberflächen (nicht alle!) veraltet. Das ist aber aufgrund des Bestehens von R/3 seit ca. 1992 nun wirklich kein Wunder. Aber gerade die Endbenutzer-Oberflächen wurden in den letzten Jahren schon deutlich aufgebohrt, sind Web-basiert und überwiegend gut zu bedienen. Dass die Oberflächen im Backend(!) jetzt nicht super-intuitiv zu bedienen sind, finde ich aber auch nicht wirklich schlimm – von einem Systemadmin wird auch erwartet, dass er mit einer Text-Konsole zurecht kommt.
Hübsche Oberflächen sind nicht alles – mir ist lieber, dass auf meinem Konto am Ende des Monats der richtige Betrag landet 🙂


Andreas
26.4.2014 10:18
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Joe
26.4.2014 10:51
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Komplexe Softwaresysteme können auch eine vom Betriebssystem abweichende „Zeitverwaltung“ haben. So gibt es z. B. in neueren SAP-Systemen eine „Zeitdehnung“, bei der von 02:00 MESZ bis 03:00 MEZ die „SAP-Zeit“ langsamer läuft und dadurch der Zeitsprung ganz vermieden wird.

Alle Software verwendet intern die UTC, nur SAP läuft natürlich mit der Walldorf Mean Time. Zeigt recht schön, wie provinziell deutsche Software-Entwicklung ist…


joachim
26.4.2014 16:51
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Mein Reden seit Jahren:

Kauft die Aktien, nicht die software!

Obwohl, so schlecht soll es gar nicht sein, wenn man nach 3 Jahren fertig ist mit Frickeln.


euchrid eucrow
26.4.2014 23:26
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gab es nicht gar schon fälle, wo unternehmen die einführung von sap nicht überlebt haben?


bla123
27.4.2014 18:39
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>gab es nicht gar schon fälle, wo unternehmen die einführung von sap nicht überlebt haben?

ja sicher. Dort wo die IT Leute glauben, die Einführung von SAP ist sowie eine Windows Installation…


Jan
28.4.2014 8:46
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@Dominik Trefzer

> Dass die Oberflächen im Backend(!) jetzt nicht super-intuitiv zu
> bedienen sind, finde ich aber auch nicht wirklich schlimm – von einem > Systemadmin wird auch erwartet, dass er mit einer Text-Konsole
> zurecht kommt.

Eigentlich sind per Definition alle(!) Benutzeroberflächen Frontend und nicht Backend und das wird auch in der SAP-Beratung so vermittelt. (Backend wäre z.B. Zugriff auf Server-interne Dateisysteme durch die Software selber).

Können Sie mal ein SAP-Beispiel geben, was Sie mit “Backend-Oberflächen” meinen?

Oder meinen Sie jetzt mit Frontend spezielle zuätzliche Funktionen, die im SAP-GUI selbst verankert sind? Da gibt es aber auch einige grauenhaft veraltete Grafik-Funktionen, die heutzutage kein Entwickler mehr verwendet.


Dominik Trefzer
29.4.2014 18:17
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@Jan
Das ist korrekt, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
Mit “Backend” meinte ich eigentlich sämtliche SAP GUI-Oberflächen, “Frontend” sind für mich (in meinem Tätigkeitsbereich) hauptsächlich alle Web-Frontends, Web Dynpro oder SAP UI5.
Generell ist das Bestreben, dass der “normale” Anwender (also nicht: Administrator, Entwickler etc.) möglichst nur noch über moderne Web-Frontends arbeiten muss. Das ist natürlich nicht von heute auf morgen möglich aufgrund der langen Entwicklungsgeschichte.
Inzwischen müssen aber z.B. Mitarbeiter für ihre Reiseerfassung, Arbeitszeiterfassung oder Urlaubsantrag usw. schon lange nicht mehr auf SAP GUI-Oberflächen zurückgreifen.
Bei (Personal)Sachbearbeitern dauert es noch ein wenig, aber auch hier werden Stück für Stück die Oberflächen auf Web-Oberflächen umgestellt.
Sachen wie die Personalabrechnung selbst, das Customizing (also die Konfiguration) oder Job-Steuerung werden aber wohl auch weiterhin im SAP GUI bleiben – das sind aber sehr spezielle Tätigkeiten und das meinte ich damit, dass man hier durchaus erwarten kann, dass man sich hier vielleicht etwas länger in diese Software einarbeiten muss. Wie gesagt, eine Textkonsole ist auch nicht wirklich intuitiv 🙂

P.S.: als Entwickler im SAP-Umfeld bin ich übrigens extrem zufrieden mit den Entwicklungstools, die SAP hier im SAP GUI bietet. Die müssen sich sicherlich nicht hinter Eclipse oder Visual Studio verstecken. Aber das hat auch nichts mehr mit Endandwender zu tun.