Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die fiese Rabulistik der Claudia Roth

Hadmut
20.1.2014 22:16

Ich halte Claudia Roth für unerträglich. Hier ist einer der Gründe, warum.

In der ZEIT ist ein Artikel von ihr erschienen. Zunächst das zu Erwartende, nämlich das übliche Bashing auf alle, die andere als der von den Grünen zugelassenen Meinungen sind.

Sie regt sich darüber auf, dass da Leute eine Petition gegen die neulich schon betrachtete geplante Umerziehung in Richtung „sexuelle Vielfalt” unterschreiben, und gleichzeitig weltoffen sein wollen. Offenbar haben die Leute inzwischen schon gemerkt, wie das die Sache läuft, denn es läuft ja immer so, dass man zuerst eine allgemein, wohlklingende und kaum verfängliche, aber eben auch nichtssagend-unkonkrete Formulierung in die Normen einbringt, einen formalen Konsens erzeugt, auf den man sich später beruft, und dann im Nachhinein die Sache umdefiniert. Genau so hat man es ja auch bei Art. 3 GG gemacht, bei man damals vorgab, dass man Chancengleichheit für alle erreichen wolle (Gleichberechtigung), und das dann im Nachhinein in eine Ergebnisgleichheit (Gleichstellung) und Ausrede für Ungleichbehandlung und Abschaffung der anderen Grundrechte auslegte.

Der Feminismus hat die Leute jahrelang belogen und betrogen, und jetzt stellt man entsetzt fest, dass die Leute das gemerkt haben und die Masche nicht mehr läuft. Dass man auch wohlfeile Formulierungen von der Toleranz und der Gleichheit nicht mehr glaubt, weil dahinter eben immer nur Betrug und Korruption lauern. Beruhigend zu sehen, dass immer weniger der Doktrin glauben.

Wenn man schon Widersprüche und Phänomene, die sich gegenseitig ausschließen, aufzeigen wollte, könnte man fragen, warum man etwa Wladimir Putin voller Empörung dafür anprangert, dass er neulich die Homosexuellen aufforderte, die Finger von den Kindern zu lassen, man hier aber in die Schulen drängt. Bei Kindern Toleranz gegenüber Homosexualität zu schaffen kann man nämlich auch ganz anders verstehen. Hatten die Grünen nicht neulich noch behauptet, sich zum Schutze der Kinder einzusetzen? Wer weiß, worauf Putin seine Einschätzung da schützte. Naja, vielleicht hat ihm Snowden ja NSA-Unterlagen über deren Abhöraktion im Vatikan vorgelegt und Putin wusste, was da in der Kirche so läuft. Und wie die Grünen zur Pädophilie stehen, kam ja neulich auch schon ans Licht. Naja, und wenn sie schon so heftig für „sexuelle Vielfalt” und weitestgehende Toleranz eintreten, wie könnte man dann da Altersunterschiede und Pädophilie davon ausnehmen? Zählte die dann nicht unter „sexuelle Vielfalt”? Geht’s da vielleicht drum, junges Gemüse zu rekrutieren und alles, was geht, frühzeitig abzuernten?

Was mich jedenfalls so »beeindruckt« ist die Rabulistik der Claudia Roth. War das nicht so, dass die und die Grünen sich immer für Minderheiten eingesetzt haben? Dass es immer darum ging, auch Minderheiten ihre Rechte, Anerkennung, Repräsentanz, Beteiligung zuzusichern? War das nach deren Doktrin nicht so, dass schon »Minderheit« nur zu sein alle Rechte und Gelder eröffnete? »Minderheit« als mehrheitsrechtebeschaffendes Magic Word? War doch immer so.

Geht es aber darum, Andersdenkende niederzutrampeln, dann argumentiert sie damit, dass die nur eine Minderheit seien:

Eine reaktionäre Minderheit warnt vor der Gleichstellung von Homosexuellen. Dagegen muss man sich wehren.

Auf einmal soll »Minderheit« gleichbedeutend mit verblendet, unbeachtlich, einsame Spinner sein. »Minderheit« als Schimpfwort.

Sind Schwule eine »Minderheit«, muss man Minderheiten unbedingt gleichstellen und repräsentieren. Sind Schwulengegner eine »Minderheit«, dann ist das der Grund, sie völlig zu ignorieren, auszusperren, zu entrechten, zu übergehen. Gute Minderheiten – Schlechte Minderheiten. Grüne Doppelmoral. Immer so, wie es gerade in die Rhetorik passt.

Wie hätten die Grünen wohl reagiert, wenn einer der Gegner des Lehrplans, gar der Petitionsautor, darin geschrieben hätte, dass Homosexuelle ja nur eine Minderheit wären, gegen die man sich wehren muss? Die wären an die Decke gegangen, wenn andere ihre eigene Rhetorik verwendet hätten.

Im Tagesspiegel erschien heute ein lesenswerter Artikel: „Geben Sie Gedankenfreiheit!” Darin fordert einer ein Ende der „inquisitorischen Jagd” auf jene, die die Gleichwertigkeit von Hetero- und Homosexualität in Frage stellen.

Und genau das ist der Punkt. All die Homo-Aktivisten beschränken sich darauf, Andersdenkende zu verfolgen und anzuprangern. Man hat – wie im Artikel dargestellt – im Prinzip die Hatz, die man früher auf Schwule veranstaltet hat, nun umgedreht und hetzt nun auf alle, die nicht homophil sind. Das Ergebnis ist, dass die Meinungsfreiheit abgeschafft wird. Wer nicht unserer Meinung ist, kriegt in die Fresse.

Viele Wortmeldungen vermitteln den Eindruck, dass nur dumme oder verstockte Menschen die Gleichwertigkeit von Hetero- und Homosexualität in Frage stellen können. Gingen die Sittenwärter früher mit gnadenloser Härte gegen die Homosexuellen vor, haben sie sich heute deren Kritiker vorgenommen. Wieder die gleiche Verbindung von absolutem, intolerantem Wahrheitsbesitz und die gleiche Bekämpfungswut! Nur ja kein Widerstandsnest der gefährlichen Verirrung nicht ausräuchern! Diese moralpädagogische Attitüde, das unaufgeklärte Volk auf eine neue Stufe der Humanität zu heben! Diese inquisitorische Jagd auf jeden, der sich auch nur traut, die Frage aufzuwerfen, ob Homosexualität gegenüber der gegengeschlechtlichen Sexualität vielleicht defizitär ist. Geächtet ist, wer meint, die Ausübung von Homosexualität sei unethisch oder gar sündhaft.

Eine offene Diskussion, über die Gleichwertigkeit von Homo- und Heterosexualität, die bereit ist, die Ergebnisse der Humanwissenschaften gleichmütig hinzunehmen und sich von ihnen im Urteil korrigieren zu lassen, ist kaum noch möglich.

Man muss es nicht mal für unethisch oder sündhaft halten. Es reicht schon, wenn man es selbst nicht mag oder es eben nicht für natürlich hält. Oder wenn man sich – wie ich – nicht mal an der Homosexualität an sich stört, aber an der Korruption, der organisierten Verdummung und der massiven Desinformatino, die inzwischen als Begleiterscheinung veranstaltet wird. Ich war zufrieden, als Schwule noch einfach nur schwul waren, gute Musik gemacht haben und fertig.

Das Kuriose an dieser Haltung ist ja, dass sie behaupten, die einzige Wahrheit gepachtet zu haben, aber selbst nie erklären konnten, wie Homosexualität zustandekommt. Ich gehe ja gerade an der HU Berlin dem Gender und Queer Zeugs nach. Und da ist nichts. Da ist gar nichts. Die haben jahrelang „geforscht”, Millionen verbraten, und das ist einfach nichts. Gar nichts. Ich hätte ja noch gewisses Verständnis, wenn sie da ordnetliche Forschungsergebnisse vorzuweisen hätten. Das haben sie aber nicht. Sie haben nur willkürliche, aus der Luft gegriffene Behauptungen, die nicht mal konsistent sind. Einerseits behaupten sie, dass nichts angeboren und alles nur kulturell anerzogen sei. Kommt nun aber einer von der katholischen Kirche um die Ecke und meint, man könne Homosexualität durch Umerziehung »heilen«, dann ist plötzlich keine Rede mehr von an- und umerzogen, dann ist es plötzlich eine angeborene, unabänderliche Eigenschaft. Wer sich selbst schon so widerspricht, und wirklich gar nichts belegen oder herleiten kann, hat keinen Anspruch auf Wahrheit.

Mag sein, dass man mit dieser kritischen Sichtweise eine Minderheit ist.

Aber war das nicht so, dass Minderheiten Schutz, Repräsentanz und Gleichstellung beanspruchen können? Oder war das nur billige Rhetorik?

Es gilt das Wort von Rosa Luxemburg: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden!

41 Kommentare (RSS-Feed)

Fx
20.1.2014 22:41
Kommentarlink

Dass ich das noch erleben darf: Hadmut zitiert Rosa Luxemburg! 😉


WikiMANNia
20.1.2014 22:50
Kommentarlink

Vergiss das Wort von Rosa Luxemburg:
Auch Rosa Luxemburg ging es nur um die Freiheit des Wortes im linken Ideenhimmel.
Außerhalb des linken Utopie-Univerums war noch zu keiner Zeit die Meinung der Andersdenkenden geduldet, auch von Rosa Luxemburg nicht.
Der Satz “Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden!” könnte von Claudia Roth stammen, für die Freiheit nur (links)grün sein kann.


Leonard
20.1.2014 22:53
Kommentarlink

Bravo! Ich hoffe sehr, dass die Grünen, die, und ich habe das erlebt, einst basisdemokratisch, pazifistisch und öklogisch orientiert waren, die aber heute, wie die Äußerungen von Claudia Roth belegen, tendenziell totalitär – und außerdem bellizistisch – sind, während die ökologische Orientierung nur noch am Rande eine Restrolle spielt, dass diese Grünen, die sich überdies zur Christopher-Street-Day – Partei entwickelt haben, dass also diese Grünen bei den nächsten Wahl- gelegenheit noch einmal halbiert werden mögen. Denn dann wären sie unter 5%. Dafür mache ich dann eine Flasche Sekt auf, extra dafür.


Bill
20.1.2014 22:53
Kommentarlink

Full ACK
‘Nuff said

oder doch nicht? Wenn ich Bilder sehe wie zwei Männer knutschen dann geht es bei mir: Yuck! und Ew!
Ich will ihnen das Knutschen definitiv nicht verbieten (auch in der Öffentlichkeit, muss ich halt weggucken, so what) und sie müssen selbstredend alle Rechte haben die das Grundgesetz bietet.
Werde ich gerne auch eine entsprechende Petition unterschreiben.
Aber das ändert nichts daran, dass meine Spiegelneuronen bei dem Bild losfeuern. Ich bin hetero, Männer zu knutschen ist Yuck! und Ew! für mich. Bin ich wohl homophob, oder?
Wie ist das bei anderen heterosexuellen Männernbei dem Bild knutschender Schwuler?
Und vice versa bei homosexuellen Männern. Was empfinden die bei Bildern von Männern die mit Frauen knutschen?
Und wenn andere Männer/Jungen ähnlich empfinden wie ich und das homophob ist. Dann ließe sich das nur durch Hetero -> Homo switchen ändern, oder?
Blöde Fragen, aber nach 12 h Bürowahnsinn muß das mal raus.


El-X
20.1.2014 23:01
Kommentarlink

Herrje, diese Petition & die tollen neuen Bildungsleitlinien, ich kann sie beide irgendwie nicht mehr sehen…

Letztere sind, mit deinen Worten “allgemein, wohlklingende und kaum verfängliche, aber eben auch nichtssagend-unkonkrete Formulierung[en]” – wie immer halt bei “Bildungspolitik”. Den ersten Absatz habe ich noch gelesen (Berufsorientierung oder so), die Tabelle dazu war “spannend” – beteiligte Fächer: Ellenlange Liste (Tipp: das sind alle Fächer die es so an der Schule gibt). Jahrgangsstufen, in denen die einzelnen Unterpunkte umgesetzt werden sollen: Überall “5-9/10/12/13” (Also immer).

Der von der Petition kritisierte Aspekt kommt dann als Zwischenabsatz, dass das alles ja unter diesen GBTetc Gesichtspunkt betrachtet werden solle – also alles schön nett und tolerant formuliert (darauf legen wir ja Wert), aber konkret steht da null, was genau der Lehrer denn nun tun soll.

Die Petition… ist in dieser Version ja recht zahm geschrieben, ich hörte davor gab es eine, die von den Betreibern der Petetionsplattform gelöscht wurde, weil hetzerisch o.ä. Wenn man schaut, von welchen Websites die meisten Leute kommen kann man zumindest Vermutungen anstellen.

Prinzipiell finde ich ja, wenn sich grüne Weltverbesserer und religiöse Eiferer bekriegen, kann es nur Gewinner geben.

“Auf einmal soll »Minderheit« gleichbedeutend mit verblendet, unbeachtlich, einsame Spinner sein. »Minderheit« als Schimpfwort.”

Ist das nicht bei allen Politikern/Parteien so? Die grüne Regierung in BW hat sich z.B. auch nicht so überragend bei der Aufklärung der Polizeikrawalle bzgl. S21 hervorgetan.


Herrmann
20.1.2014 23:12
Kommentarlink

Richtig ist:

Eine reaktionäre Mehrheit will nicht, dass die institutionalisierte revolutionäre Politelite auf jedermannes Kosten den homosexuellen Lebensentwurf im staatlichen Schulsystem zwangspropagiert.

Dagegen wehrt man sich.


Heinz
21.1.2014 0:44
Kommentarlink

> dass man zuerst eine allgemein, wohlklingende und kaum verfängliche, aber eben auch nichtssagend-unkonkrete Formulierung in die Normen einbringt, einen formalen Konsens erzeugt

In einem Wort: Konsensgequatsche


Alex
21.1.2014 1:01
Kommentarlink

@El-X
> Prinzipiell finde ich ja, wenn sich grüne Weltverbesserer und religiöse Eiferer bekriegen, kann es nur Gewinner geben.

Das Gegenteil ist der Fall. Je mehr Verrückte sich fetzen, desto weniger Platz bekommen vernünftige Gedanken und Argumente.
Extreme Meinungen sind leider anziehender als ausgewogene. Denkfaulheit halt.


[…] Die fiese Rabulistik der Claudia Roth – http://www.danisch.de […]


petpanther
21.1.2014 1:10
Kommentarlink

Wenn die so weiter machen entstehen tatsächlich stsrke Ressentiments. Um sich gesellschaftlichen Respekt zu verdienen müssen auch sie sich als Kollektiv und individuell anderen gegenüber verantwortlich verhalten. Das tun sie nicht. Und mit den feministischen Ideologiekreisen ist es das Gleiche. Trolling, Scaming, Guilting, …, Koruption, Erschleichen, …., Inquisition gegen Andersdenkende, Geschlechtsrassismus und offenbar noch mehr …

Das kommt nicht gut an. Zurecht. Niemand kann und sollte das Respektieren. Die Leute waren offen, zugänglich und wurden und werden offenbar verarscht.


Bärle
21.1.2014 1:38
Kommentarlink

Hier noch eine Minderheit, die sich nicht von der Minderheit grüner Doppelmoralaposteln vertreten lassen will: Parteien haben kein Mandat von Opfern sexuellen Missbrauchs in der Kindheit


Joe
21.1.2014 7:20
Kommentarlink

Den Rosa Luxemburg zugeschriebenen Satz muß man natürlich im historischen Kontext sehen:

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden Kommunisten

Denn Kollektivisten aller Art sind untereinander heftig zerstritten. Das liegt der in der Natur der Sache. Eine kollektivistische Heilslehre kann keine andere neben sich haben, während so etwas mit der Maxime der individuellen Handlungsfreiheit problemlos realisierbar ist.

So kann zum Beispiel von der EU-Sowjetunion keine Abweichung von der gleichgeschalteten Einheitsmeinung akzeptiert werden, während eine unabhängige Nation A etwas so halten kann und eine Nation B genau andersrum. Innerhalb seiner territorialen Grenzen tut eben jeder, was er für richtig hält.


Caless
21.1.2014 8:34
Kommentarlink

Dieses reindeklarieren von homosexuellen Lebensweisen in den Bildungsplan hat ja gleiche Ausrichtung, wie die Kirche ihre Ideen über Leben in den Bildungsplan einbringen will/tut.

Soweit eigentlich nichts neues.

Interessant, dass von der linken/grünen das eine gefordert, das andere verachtet wird.


Frauenhaus - Von Frauen. Für Frauen.
21.1.2014 9:34
Kommentarlink

@Danisch (((“und dann im Nachhinein die Sache umdefiniert. Genau so hat man es ja auch bei Art. 3 GG gemacht, bei man damals vorgab, dass man Chancengleichheit für alle erreichen wolle (Gleichberechtigung), und das dann im Nachhinein in eine Ergebnisgleichheit (Gleichstellung) und Ausrede für Ungleichbehandlung und Abschaffung der anderen Grundrechte auslegte.”)))

http://bloganddiscussion.com/argumentevonfemastasen/4501/redefinitionen-fuer-frauen/


maSu
21.1.2014 9:41
Kommentarlink

Ich muss da in Teilen zustimmen:
Ja es ist eine Schande, dass Menschen keine Kritik am Lehrplan (bzw. am Plan für den Plan) äußern dürfen, ohne in eine zweifelhafte Ecke gestellt zu werden bzw. eher mit Augenbinde an die Wand. Man muss hier einfach mal einigermaßen reif und besonnen reagieren und stellt fest: Menschen haben unterschiedliche Meinung. Man kann Menschen dafür kritisieren, dass sie ihre Meinung schlecht/gar nicht/idiotisch/… begründen, aber man kann und darf sie nicht wegen ihrer bloßen Meinung verurteilen. Daher finde ich die “Jagd”, die da medial auf die Gegner des Lehrplans gemacht wird, absolut scheußlich.

Aber auf der anderen Seite verstehe ich auch die Empörung von Roth und Co. Auch wenn die Empörung von Roth und Co noch schlechter argumentativ untermauert wird als es das tobende Kind in der Spielzeugabteilung schaffen könnte, dass sich schreiend auf den Boden wirft damit die Mutter Spielzeug XY kauft, so gibt es ganz verständliche Gründe für eine Änderung des Lehrplans:

Sexualkunde soll über Sexualität aufklären. Dazu gehört nicht nur “Peter, Ida und das Minimum” zu lesen und ein Kondom über eine Banane zu ziehen. Das passiert in den Klassen 4 und 6 bereits und ist lächerlicher Mist. Zusätzlich wird aktuell auch über Krankheiten aufgeklärt. Man lernt also in der Schule, dass man Aids bekommt, wenn man Sex ohne Kondom hat und da wird auch nicht gerade wenig Panik gemacht. Ich hatte damals das Gefühl, dass ich bloß Sex meiden sollte, weil man sich da ja zig Sachen einfangen kann. D.h, was habe ich bei Sexualkunde gelernt? Etwas Anatomie, aber auch nur rudimentär. Ich konnte Obst in Gummi hüllen und ich konnte bestimmt 20 Krankheiten aufzählen, die man beim Sex bekommen kann.
Aus heutiger Sicht ist das lächerlicher Dreck gewesen und keine Sexualkunde!
Sexualkunde bedeutet für mich heute viel mehr. Es sollte über Sexualität aufklären und nicht bloß über Anatomie und Krankheiten sowie den mechanischen Vorgang.
Zur Sexualität gehört auch, dass man den Jugendlichen/Kindern in der 6. Klasse durchaus auch Dinge über sexuelle Neigungen erzählen sollte. D.h. man sollte Möglichkeiten aufzeigen und den Kindern klar machen, dass sie sich nicht schämen müssen, wenn sie von der angeblichen Norm (heterosexuell, ausschließlich Missionarsstellung) abweichen, wenn sie ggf. andere Vorlieben und Interessen haben. Es gehört meiner Meinung nach eine Umfassende Aufklärung darüber in den Unterricht, was sexuell einfach Spaß machen kann. Dazu gehört die Missionarsstellung mit Mann und Frau genauso, wie jede andere variante, sexuelle Dinge zu erleben. Homosexualität gehört da genauso zu wie Fetischismus oder Sadismus bzw. Masochismus. Rollenspiele aber auch ggf. Dinge wie Transvestismus, der auch wieder viele verschiede Motive (u.a. Fetischismus) haben kann.
Elternhäuser klären über so etwas nicht auf. Ich will nicht, dass Jugendliche bei ihren ersten sexuellen Erfahrungen nur aufgrund von fehlender Aufklärung das Gefühl haben, anders oder gar krank zu sein. Das stört jedes Verhältnis zur Sexualität. Sex sollte Spaß machen und man sollte nicht durch gesellschaftlichen Druck Dinge verheimlichen, was dann dafür sorgt, dass sich die, die das “Verbotene” dann doch mögen, abartig fühlen. Mir ist vollkommen egal, was meine Kinder machen wollen oder anziehen. Und wenn der Sohn sich als Frau verkleidet auspeitschen lässt, hey, das ist seine Sache und Sexualkundeunterricht sollte auch über solche Dinge zumindest aufklären. Wissen über solch ggf. abstrus klingende Neigungen schafft immer auch teilweise Toleranz, weil man keine Angst mehr vor dem unbekannten haben muss, man kann dann auch andere Menschen leichter akzeptieren und sieht darin nicht zB die reine Freakshow, sondern das, was dahinter steht.
Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass “Schwul” an Schulen ein Schimpfwort ist und das sexuelle Abweichungen von der angeblichen Norm gesellschaftlich noch heute geächtet werden.
Es ist nicht hinnehmbar, dass jeder seine Sexualität so weit und gut versteckt wie nur möglich, da jedes noch so kleine Detail über mögliche Abweichungen von der angeblichen Norm im Berufsleben bei erwachsenen Menschen das Ende der Karriere oder gar des Jobs sein kann.

Das war mal so ein kleiner Exkurs, was Sexualkundeunterricht mMn leisten MUSS und WARUM. Wir leben aktuell in einer Gesellschaft die maximal in der Lage ist, Toleranz vorzugaukeln. Würde bekannt, dass der Chef ggf. 1x im Monat zu einer Domina geht, dann kann jeder Arbeitstag zu einem Spießrutenlauf werden. Genauso kann auch Homosexualität dazu führen, dass man privat und beruflich vernichtet werden kann.

und hier muss auch die Schule ansetzen.

Und darum finde ich es auch schade, dass Menschen Petitionen gegen eine Lehrplanänderung aufsetzen, die in die richtige Richtung gehen kann. Ich hätte mir hier weniger diese extreme Ablehnung gewünscht, sondern viel mehr eine konstruktive Kritik.

Es ist bei dieser Thematik irgendwie keine sachliche Diskussion möglich. beide Seiten sind nicht zu viel mehr in der Lage, als sich gegenseitig mit zu teilen, wie scheiße man den jeweils anderen doch findet. Dabei geht leider unter, wie qualitativ Minderwertig der gegenwärtige Sexualkundeunterricht ist und dass man da dringend(!) etwas dran ändern muss.

und wieder kommt von allen Seiten nur diese “Phantomtoleranz”: Nach außen stellt man sich tolerant dar, aber kaum hat das ggf. reale Folgen wie den Lehrplan, geht man auf die Barrikaden. Genauso wie auch Roth und Co nur diese “Phantomtoleranz” vorweisen können und genauso auf die Barrikaden gehen, wenn sie eigentlich beweisen könnten (und sollten), dass sie wissen, was echte Toleranz bedeutet.

Ich gehe noch weiter und sage:
Wenn jene, die Homosexualität(und weitere sexuelle Neigungen) ablehnen, nicht derartig angefeindet würden, dann könnte man mit diesen Menschen auch deutlich besser reden, ein gesellschaftlicher Diskurs wäre dann deutlich einfacher.

So wird aber jeder Gesellschaftliche Diskurs im Namen der Toleranz mit maximal gelebter Intoleranz vernichtet…

Und das ist mMn der eigentliche Punkt. Nicht Gender-Studien oder sonst ein Mist, der genau so eine Geldverschwendung ist, wie viele andere Studien. Dass die Sexualität -teilweise- angeboren sein muss, dass kann sich jeder alleine schon deswegen denken, weil sonst die Umerziehung klappen müsste. Es geht auch weniger um das “Warum”, das “Warum” interessiert nicht die Bohne. Fakt ist: Wir haben verschiedenste sexuelle Neigungen und alle, die diese ausleben erfahren nicht gerade das, was man “Toleranz” nennen könnte.

Daran muss definitiv gearbeitet werden – aber bitte nicht mit einer Hetzjagd oder einer derartigen Aggressivität, wie sie in den Medien bei dem Thema immer aufkommt…


Martin
21.1.2014 9:45
Kommentarlink

@EI-X: “Prinzipiell finde ich ja, wenn sich grüne Weltverbesserer und religiöse Eiferer bekriegen, kann es nur Gewinner geben.”

Ja schon. Aber das wäre nur der Fall, wenn sie sich beim bekriegen gegenseitig töten würden. DAS wäre dann ein echter Gewinn für die Menschheit.


Frauenhaus - Von Frauen. Für Frauen.
21.1.2014 9:54
Kommentarlink

@Danisch (((“Sind Schwule eine »Minderheit«, muss man Minderheiten unbedingt gleichstellen und repräsentieren. Sind Schwulengegner eine »Minderheit«, dann ist das der Grund, sie völlig zu ignorieren, auszusperren, zu entrechten, zu übergehen. Gute Minderheiten – Schlechte Minderheiten. Grüne Doppelmoral. Immer so, wie es gerade in die Rhetorik passt. “)))

So etwas gibt es auch beim Thema Beschneidung. Bei den Frauen sind die Tausenden von beschnittenen Frauen ein Beweis dafür, um was für ein großes Verbrechen es sich handelt.

Dagegen sind die Millionen von beschnittenen männlichen Kinder ein Beweis dafür, um was für eine alltägliche Normalität es sich handelt.


Hadmut
21.1.2014 23:13
Kommentarlink

@Frauenhaus:

Das ist völliger Unfug. Du kannst die männliche mit der weiblichen Beschneidung überhaupt nicht vergleichen. Bei der männlichen Beschneidung wird nur ein überflüssiger Hautfetzen entfernt, der sogar massiv stören, behindern und Krankheiten verursachen kann. Danach kann es einem wesentlich besser gehen als vorher.

Das ist bei der weiblichen nicht möglich, da werden elementare Körperfunktionen weggeschnitten, und das kann auch niemand freiwillig oder zum Nutzen machen.

Deshalb lass bitte solche unsinnigen Vergleiche bleiben. Nur weil beides „Beschneidung” genannt wird, kann es trotzdem nicht vergleichen.


Hadmut
22.1.2014 13:44
Kommentarlink

Ich werde hier gerade mit Kommentaren zur Beschneidung zugeworfen.

Ich folge diesen Kommentaren so nicht, davon ganz abgesehen mag ich dieses Blog-Hijacking aber gar nicht, denn es hat mit dem Thema des Artikels nichts mehr zu tun. Deshalb lasse ich die Kommentare hier auch nicht zu. Ich habe nicht vor, das hier zu diskutieren und werde mir die Diskussion auch nicht aufzwingen lassen. Führt die Diskussion bitte unter Euch.

Ich mag es auch nicht, wenn man sofort mit political correctness überrannt wird, um die vorgegebene Standardmeinung aufgezwungen zu bekommen.


Mein Senf
21.1.2014 10:11
Kommentarlink

[…] Hadmud verlinkte gestern einen Zeit-Artikel von Claudia Roth. Nick kommentierte vor ner Weile Das politische Signal halte ich für fatal: Nun stehen die Genderisten als heldenhafte Verteidiger der Grundwerte der Aufklärung da, während ihre Gegner sich nun sehr leicht als intolerante Ewiggestrige framen lassen. Ich habe je meine Meinung zur Petition schon geschrieben. Trotzdem ist mir bei dem Bildungsplan auch unwohl. Warum? Weil ich gegen Toleranz bin? Natürlich nicht. Stünden da Dinge wie: In der Sexualpädagogik werden auch andere Sexualitäten behandelt, in Geschichte, Ethik und Gemeinschaftskunde wird Toleranz gegenüber anderen thematisiert, auch gegenüber anderen Sexualitäten, alles kein Problem. Auch in Deutsch, Englisch wo auch immer… andere Sexualitäten sind kein Tabu-Thema. Woher kommt also mein Unwohlsein? Doch latent *phob? Nein. Naja, etwas grünphob bin ich schon, zugegeben. Gleiche Rechte für alle, inklusive Heirats- und Adoptionsrecht? Gerne. Ich hätte auch nichts gegen anonyme Samenspenden, dass lesbische Paare ein Kind bekommen können. Ich habe aber durchaus Sorge, dass es, eben nicht bei gleichen Rechten bleibt. Dass da auch, im Namen der “Diversity” dann Quoten für alles und jeden etabliert werden. Keine Sexualität, kein Gender ist ein Qualifikationsmerkmal. Ebenso betrachte ich die Grün-Rote Bildungspolitik insgesamt mehr als kritisch. Die verbindliche Schulempfehlung der Grundschule wurde abgeschafft. Die Folge? Mehr Kinder gehen auf die Gymnasien. Klingt ja gut. Aber es kommen Kinder auf das Gymnasium, die da überfordert sind. Das Hauptschulniveau sinkt dagegen immer weiter, die Realschule stirbt gänzlich. Kein Problem, führen wir Gesamtschulen ein. Machen wir aber mit den Lehrern, die wir haben. Also unterrichten Grund- und Hauptschullehrer fachfremd Physik in der 9 (in BW kann jeder Grundundhauptschullehrer jedes Fach unterrichten), klar, da werden auch Gymnasiallehrer hinversetzt, die Freuen sich da richtig drauf. Auch begabtere Kinder brauchen Förderung, man kann sich ja durchaus darüber unterhalten, ob man die gemeinsame Zeit von 4 auf 6 Jahre ausdehnt und erst danach trennt, aber die Trennung macht durchaus Sinn. “Ganztagesschulen” werden eingeführt. Das sieht dann so aus, das gänzlich unqualifizierte Kräfte die Kinder “beaufsichtigen”. Macht auch Sinn, sind beide Eltern berufstätig, dann ist man froh, dass es das gibt. Wenn aber ein Fleischfachverkäufer die Kinder beaufsichtigt, dann hat das nix mit Schule zu tun. Das Label ist falsch. Ganztagsschulen, Inklusion, Gesamtschulen große Pläne. Was war nochmal das erste, was unser grüner Ministerpräsident bildungspolitisch gemacht hat? Richtig, er kündigte an 11000 Lehrerstellen zu streichen Gleiche Bildungschancen für alle, da bin ich absolut dafür. Dagegen bin ich, wenn das bedeutet, man senkt es auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ebenso bin ich dagegen, dass man da, wo es relativ einfach wäre, die Chancen zu erhöhen (z.B. in der Grundschule) so an den Lehrkräften spart, dass es nicht ausreichend Förderstunden gibt. […]


Jede Religion und Ideologie will an die Kinder ran. Deshalb auch Schulpflicht.

Carsten

‘Der Bundestag mutiert immer mehr zu einer “Abnick-Volkskammer”. Nun hat Merkel den Euro-Kritiker Klaus-Peter Willsch als Vorsitzender des Haushaltsausschußes kurzerhand rausgeworfen. Willsch hatte in der Vergangenheit den Euro-Rettungskurs der Regierung offen kritisiert und bei den jeweiligen Abstimmungen (z. B. ESM) mit „nein“ gestimmt.’
mmnews.de


beeblebrox
21.1.2014 11:07
Kommentarlink

Ach ja die gute Frau Roth. Sobald es um ihre Lieblingsthemen (Feminismus/ Multikulti) geht, verfällt sie in totale Schnappathmung und plärrt jede sich bietende Talkshow mit ihrer strunzdämlichen Betroffenheitsrhetorik voll. Spätestens mit den ersten Meldungen zur Petition in BW konnte man doch schon die Uhr danach stellen wann auch Claudia Roth ihren erwartungsgemäßen intellektuellen Dünnpfiff unters Volk bringen wird. Ihre Fähigkeiten zur Argumentation und Diskussion erinnern dabei eher an die eines krakeelenden drei- bis vierjährigen Kindes in seiner Trotzphase. Für gewöhnlich entwickeln Menschen mit fort-schreitenden Alter die Fähigkeit zu sachlichen Auseinandersetzung. Dies scheint bei Frau Roth nicht der Fall zu sein.

Da es vor ungefähr einem Jahr ein ähnliches Theater unter der Rubrik #aufschrei gab (ebenfalls – wen wunderts – mit Claudia Roth ganz vorne dabei) nehme ich an, dass sich auch dieser Medienzirkus wieder ebenso verflüchtigen wird, sobald eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

Das Interessante daran ist, dass die ganzen linksgrünen Moral- und Sittenwächter jede noch so unbedeutende Kleinigkeit zum Anlass nehmen um sich regelmäßig in eine Scheinwelt hineinhyperventilieren, so als ob sie in Russland, dem Iran Nordkorea oder sonst wo lebten, wo die Menschenrechte mit Füßen getreten und Minderheiten verfolgt werden.

Ich denke, wenn die weniger Freizeitpharmazeutika zu sich nähmen, so müssten denen sogar auffallen, dass im demokratischen und aufgeklärten Deutschland selbst hetero Männer zu Jimmy Summerville oder George Michael abtanzen, sich von Hape Kerkeling oder Thomas Herrmann unterhalten lassen und mit Alfred Biolek kochen. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern wie z.B. den USA ist nämlich den meisten Menschen hierzulande das Privatleben sowohl von Show- als auch der Politprominenz ungefähr so wichtig wie der sprichwörtliche Sack Reis in China.


ein anderer Stefan
21.1.2014 11:45
Kommentarlink

Die sexuelle Ausrichtung eines Menschen ist mir erstmal herzlich schnuppe und ist eigentlich Privatsache.

Ich finde es im Ansatz richtig, Kindern zu erklären, dass es auch andere sexuelle Ausrichtungen gibt als das klassische heterosexuelle Muster, was aber die meisten eh schon wissen werden. Wenn man es schafft, den Kindern Toleranz beizubringen, ist schon viel gewonnen. Ob dazu der ganze Lehrplan mit diesem Thema belegt werden muss, oder ob das nicht zum einen in den Biologieunterricht und zum anderen in die Gesellschaftswissenschaften gehört, und da auch eher in die oberen Jahrgangsstufen, kann ich nicht einschätzen, glaube aber nicht, dass man dem Thema damit einen Gefallen tut. Kinder zwischen 12 und 18 haben genug damit zu tun, mit ihrer eigenen Sexualität klarzukommen, da muss man sie nicht ständig noch damit im Unterricht konfrontieren. Es sollte seinen Platz haben, aber eben auch nicht mehr.

Ich halte die sexuelle Ausrichtung im übrigen auch für angeboren – sonst gäbe es wohl keinen so großen Bedarf, Sexualstraftäter in Sicherungsverwahrung zu nehmen, weil sie eine dauernde Gefahr für die Allgemeinheit darstellen.


Horsti
21.1.2014 11:48
Kommentarlink

Im feministischen Tagesgeschäft läuft es immer nach Schema F ab:

Zuerst kommen die Gleichheitsfeministinnen und beklagen irgendeinen Gleichheitsmangel. Ist dieser dann behoben kommen die Differenzfeministinnen und fordern bei bestehender Gleichheit irgendwelche Sonderregelungen für Frauen.
Und am Ende ist dann das Ziel erreicht, die Besserstellung von Frauen, und die Männer gucken in die Röhre.


Kreuzweis
21.1.2014 12:24
Kommentarlink

“Das einzige, was mich an einer Minderheit interessiert, ist ihr mutmaßliches Verhalten im Bürgerkrieg.”

… meint der scharfsichtige Michael Klonovsky auf …

http://ef-magazin.de/2014/01/21/4862-lsbtti-propaganda–der-buergerkrieg-gegen-die-familien

Ist es nicht unendlich traurig und demütigend, daß intelligente Menschen gezwungen sind, statt sich mit positiven Dingen zu befassen, ihre Lebenszeit mit der Abwehr von Dummheit verschwenden zu müssen?


Zockerjoe
21.1.2014 13:19
Kommentarlink

Das sind ja schreckliche Zustände auf deinem Planeten. Moment, ich höre gerade, dass sich femministisch homosexuelle Freikorps zusammenrotten, bewaffnet mit Fackeln und Mistgabeln um Jagd auf hetero Männer zu machen, schlimm, schlimm.

Hier, auf der Erde haben wir alles im Griff: 6% Frauen in Vorständen 7.5% Frauen in Aufsichtsräten, Fraueneinkommen 22% niedriger, 12.8% Professorinnen Anteil. Ja wir Männer halten hier zusammen, und halten die Pussies unten. Gut, ab und zu macht dann auch mal ein Idiot Karriere, aber Hauptsache Eier in der Hose, so isses doch. Ich sach mal so: Wenn das Weibsvolk zu keck wird, dann muss schon mal die Hand ausrutschen, was 100.000 Jahre gut funktioniert hat, kann doch jetzt nicht falsch sein, da sind wir uns doch einig.


Hadmut
21.1.2014 23:13
Kommentarlink

@Zockerjoe:

> Fraueneinkommen 22% niedriger,

Du glaubst auch jeden Mist, den die behaupten…


Heinz
21.1.2014 15:57
Kommentarlink

@maSu
> dass sie sich nicht schämen müssen, wenn sie von der angeblichen Norm (heterosexuell, ausschließlich Missionarsstellung) abweichen

Das wird doch schon gesagt, bzw. wissen die Kinder das heute auch schon selbst.
Davon abgesehen gehört heute doch viel mehr als nur Missionarsstellung zur Norm.


euchrid eucrow
21.1.2014 20:50
Kommentarlink

heterosexuell, ausschließlich Missionarsstellung

währen meiner zeit bei einem sorgentelefon habe ich aus gründen die missionarsstellung für den ersten sex empfohlen. alles andere, was persönlich spass macht und machen könnte, sollten sie selber herausbekommen. das geht niemanden etwas an. 😉


Ron
21.1.2014 20:57
Kommentarlink

@maSu
In welchem Alter sollen die Kinder denn was von dem Ganzen Zeug lernen? Soll man 12jährige über Fetische aufklären?

Das “schwul” von Jugendlichen und sogar Kindern als Schimpfwort benutzt wird, BEVOR sie überhaupt wissen, was das denn meint, scheint ein globales Phänomen zu sein:

http://usaerklaert.wordpress.com/2014/01/17/uber-die-verwendung-von-gay-unter-angelsachsischen-jugendlichen/

Homophobie ist schwul!


Fry
21.1.2014 21:35
Kommentarlink

Man sollte nicht jedes gesellschaftliche Thema zum Schulstoff machen. Das überfordert die Lehrer, politisiert die Schule und führt zu ständigen Auseinandersetzungen zwischen Lehrern und Eltern.

Außerdem ist die Aufgabe der Schule nicht Meinungsbildung, sondern Erziehung zu selbständigem Denken. Meine ich zumindest. Die Meinung sollen sich die Schüler doch selbst bilden.

Das sind ganz ideologiefreie Argumente gegen “Genderunterricht”. Schließlich gibt es ja auch kein Pflichtschulfach “Schach”, “Esperanto”, “Drogenkunde” oder “Jura”.


maSu
21.1.2014 22:37
Kommentarlink

@Heinz:
Dem kann ich nicht zustimmen. Sexualkundeunterricht beschränkt sich heute immer noch auf mechanisch und biologische Vorgänge sowie Krankheiten.
Sexuelle “Abweichler” werden auch nur oberflächlich toleriert und zwar dann, wenn es politisch korrekt sein muss. Gerade in der Schule sind Kinder wirklich extrem “gute mobber” und sexuelle Andersartigkeit muss da gar nicht vorliegen, sie wird dennoch dauernd unterstellt (zu 99% “Schwuchtel” o.Ä.) und als Beleidigung benutzt. Das ist kein Umfeld, in dem ein Jugendlicher eine starke Persönlichkeit entwickeln kann, wenn eben Abweichungen von der angeblichen Norm vorliegen, die dann eher Hemmen.

Wenn man sich da im Bereich Jugendarbeit und Jugendgruppen etwas auskennt, dann merkt man ganz schnell, dass da massive Ängste im Spiel sind, vom eigenen Umfeld nicht akzeptiert zu werden. Die Ängste sind sogar so groß, dass div. Möglichkeiten, das real bei Treffen zu diskutieren (Gesprächsgruppen, Stammtische usw), nur wenig genutzt werden, denn: Es könnte einen ja jemand anderes sehen oder erkennen.

In der Masse (CSD) oder im Internet sieht das wieder anders aus. Aber wenn man wirklich von jungen Menschen hört, dass sie Angst haben, einem Partner (oder Partnerin, ich meide die “in”-Endung immer und meine dann beide Geschlechter) zu gestehen, was sie sexuell mögen, weil diese Menschen nie gelernt haben ihre Sexualität zu akzeptieren, mal darüber zu reden, ohne es als “krank” oder “eklig” zu finden und sich dafür zu schämen, dann weiß man: Es läuft etwas schief.

Die Atmosphäre in der Schule ist da ein großer Beitrag zum Problem. Wenn unterstellte Homosexualität als Beleidigung genutzt und so empfunden wird, dann sind weitere Neigungen nicht weiter erwähnenswert, da es dort nicht besser, sondern eher noch um ein vielfaches schlimmer werden kann.

Kinder müssen aber in die Schule. Und dann sind die Lehrer dort auch dazu verpflichtet, eine Atmosphäre zu schaffen, in der potentielle “Abweichler von der Norm” nicht derartigen Hass befürchten müssen. Ob das mit 20 Unterrichtsstunden in der 6. Klasse erledigt ist, das möchte ich bezweifeln.

Ich möchte da auch nicht ein spezielles Fach haben.

Aber: Ich wurde in meiner ganzen Schulzeit in jedem Fach jedes Jahr mit dem 2. Weltkrieg “bombardiert”, sodass man sich über Mathematik und Physik schon echt freuen konnte, weil da mal andere Themen an die Reihe kamen. Wenn ich mir vorstelle, dass man hin und wieder mal auf sexuelle Themen zu sprechen kommt… dann wäre das schon hilfreich.

Man kann sogar Themen verknüpfen, indem man die Verfolgung von Homosexuellen über mehrere hundert Jahre Geschichte beleuchtet. Man kann im Deutschunterricht auch mal Bücher lesen, in denen es evt. um Homosexualität oder BDSM geht – natürlich nicht als pornographische Geschichten, sondern als gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Da gibt es teils tolle Bücher – abseits von so einem Schrott wie Shades of Grey, das wirklich nicht wert ist gelesen zu werden.

Einfach hier und da mal das Thema einstreuen. Gar nicht so geballt. Es muss ein normales Thema werden. Genauso wie jedes andere gesellschaftliche Thema auch. Nur so schafft man die Barrieren ab, die da zweifelsohne existieren.


Heinz
22.1.2014 6:49
Kommentarlink

@Zockerjoe:
> Fraueneinkommen 22% niedriger

Dafür sind die Männereinkommen 45% niedriger, um auch mal mit ausgedachten Zahlen zu argumentieren.

> Sexuelle “Abweichler” werden auch nur oberflächlich toleriert

Mag sein, aber ich frage mich, weshalb es gleich ein ganzer Teil im Lehrplan sein muss – das kann doch nur Ideologisch werden.
Dass es auch andere Sexualitäten gibt hatte unser Biolehrer damals sogar schon einmal erwähnt und ich denke nicht, dass es die Toleranz fördert, wenn man die Kinder dazu zwingt, sich damit zu beschäftigen.

> Ich wurde in meiner ganzen Schulzeit in jedem Fach jedes Jahr mit dem 2. Weltkrieg “bombardiert”

Ganz so viel war es bei mir zum Glück nicht, aber es war schon viel, in Geschichte ist manch Anderes viel zu kurz gekommen.

@Hadmut
> Bei der männlichen Beschneidung wird nur ein überflüssiger Hautfetzen entfernt, der sogar massiv stören, behindern und Krankheiten verursachen kann.

Das ist völliger Unfug, der “Hautfetzen” ist alles andere als unnötig(sonst hätte sich die Evolution drum gekümmert).

Hätte nicht gedacht, dass du auf die pseudowissenschaftlichen Studien mit dem angeblichen Krankheitsrisiko(etc.) hereinfällst.
Im Gegenteil, die (Smegma-)Drüsen der Vorhaut sind Teil des Immunsystems.
Das Krankheitsrisiko ist sogar noch höher, nicht nur wegen der fehlenden Drüsen, sondern auch, weil Beschnittene aufgrund des geringeren Empfindens meist kein Kondom benutzen.

> Danach kann es einem wesentlich besser gehen als vorher.

Aber auch nur, wenn man eine sehr seltene und schwere Krankheit hatte, die sich anders nicht behandeln ließ.
Und auch danach sollte man Eichel und sofern noch vorhanden Frenellum, mit einem Vorhautersatz schützen.

> Du kannst die männliche mit der weiblichen Beschneidung überhaupt nicht vergleichen.
> Das ist bei der weiblichen nicht möglich, da werden elementare Körperfunktionen weggeschnitten, und das kann auch niemand freiwillig oder zum Nutzen machen.

Nein, das kann man so nicht sagen, das kommt auf die Form (gibt viele) der Beschneidung an.

Bei der männlichen Beschneidung wird man stark eingeschränkt, erst verliert man einen Großteil (etwa 60/70%) des sexuellen Empfindens (bei Verlust von 75% der Nervenzellen, von denen ein kleiner Teil kompensiert werden kann) und dann ist viel früher Schluss mit dem Sexualleben, weil das Restempfinden schlicht nicht mehr für einen Orgasmus reicht.

> Nur weil beides „Beschneidung” genannt wird, kann es trotzdem nicht vergleichen.

Jain man kann männliche und weibliche Beschneidung untereinander, wie miteinander schlecht vergleichen, weil es viele unterschiedliche Formen gibt.

Eine kleine Übersicht, wenn auch nicht ganz vollständig.
http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-beschneidung/maennliche-und-weibliche-beschneidung/zweierlei-mass-bei-jungen-und-maedchen.html


Heinz
22.1.2014 18:29
Kommentarlink

> Ich mag es auch nicht, wenn man sofort mit political correctness überrannt wird

Wer hat dich denn mit PC überrannt?


Hadmut
22.1.2014 19:54
Kommentarlink

@Heinz:

Ungefähr ein Dutzend Leute, die mir eine Diskussion über männliche Beschneidung aufdrängen wollen, die ich nicht führen will. Das ist nicht mein Thema hier.


Heinz
22.1.2014 20:47
Kommentarlink

@Hadmut
> Das ist nicht mein Thema hier.

Ok das verstehe ich nur ist es in solch einer Situation schlecht über ein solches Thema Falschaussagen zu verbreiten, dann ist doch klar(und richtig), dass viele kommen, um das richtig zu stellen.

Ohne den Post:
https://www.danisch.de/blog/2014/01/20/die-fiese-rabulistik-der-claudia-roth/comment-page-1/#comment-35373
wärs etwas Anderes gewesen.

Aber gut, war jetzt genug ot


Hadmut
22.1.2014 21:05
Kommentarlink

> über ein solches Thema Falschaussagen zu verbreiten

Und genau das war einer der tragenden Gründe, alle die Anwürfe in den Müll zu kicken. Ich kann’s nämlich überhaupt nicht ausstehen, wenn mir Leute an den Kopf werfen, ich würde falsche Aussagen treffen, keine Ahnung haben, nicht informiert sein, solange sie nicht wissen, wie ich zu meiner Ansicht komme. Wenn Leute dann auch noch in ziemlich aufdringlicher und teils beleidigender Weise so tun, als hätten sie die einzige Wahrheit, und müssten mir ein Thema ins Blog drücken, hab ich die Faxen dicke. Dann können sich solche Leute auch als Feministen bewerben, denn dann haben sie alle schlechten Voraussetzungen dafür. Es kann einfach nicht angehen, dass man etwas einfach als Falschaussage oder jemanden als ahnungslos hinstellt, nur weil einem die Meinung nicht in den Kram passt. Das sollte inzwischen jeder wissen, dass man damit hier in diesem Blog falsch ist. Der teils unverschämte Ton mancher Leute tat ein übriges. Wieso glauben eigentlich immer wieder Leute, dass ich mich nicht nur für blöd hinstellen lasse, sondern das auch noch selbst publiziere? Manche Leute müssten sich mal selbst hören, dann würden sie vielleicht merken, warum andere ihre Kommentare nicht für tageslichttauglich halten.


Heinz
16.2.2014 14:14
Kommentarlink

> solange sie nicht wissen, wie ich zu meiner Ansicht komme.

Wie kommst du denn zu deiner Ansicht?


Hadmut
16.2.2014 14:29
Kommentarlink

> Wie kommst du denn zu deiner Ansicht?

Steht größtenteils hier im Blog in tausenden Artikeln, und den Publikationen, z. B. meinem Buch. Da ist systematisch und Schritt für Schritt erläutert, wie ich dazu komme.


Heinz
16.2.2014 15:31
Kommentarlink

Ich hab dein Buch, aber ich kann mich nicht daran erinnern darin etwas über Beschneidung gelesen zu haben.


Hadmut
16.2.2014 15:33
Kommentarlink

> aber ich kann mich nicht daran erinnern darin etwas über Beschneidung gelesen zu haben.

Ach so, um Beschneidung gings. Es gibt Dinge, die ich nicht in der Öffentlichkeit diskutiere und nicht blogge. Wer das nicht kapiert, hat Pech gehabt.