Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Nächster Schritt der Verdummung der Hochschulen

Hadmut
27.6.2013 22:29

Gender war nur eine Etappe auf dem Weg zur Absenkung des Niveaus der Wissenschaft auf Null. Die nächste Masche ist da.

Wir haben da ja erlebt, dass linke Politik über die Gender-Masche eine tiefgreifende und weitgehende Verdummung der Universitäten betrieben hat, indem man jegliches Wissen, jegliche Qualitätsanforderung als willkürlich, maskulin und frauenunterdrückend erklärt und abgelehnt hat. Gleichstellung und Frauenquote beziehen sich in Wirklichkeit nicht auf das Geschlecht, sondern in Wirklichkeit auf Wissen und Qualität: Das Schlechte soll mit dem Guten, das Dumme mit dem Gebildeten, das Faule mit dem Fleißigen gleichgestellt werden. Ziel ist die völlige Gleichmacherei, aber nicht bei der Leistung, sondern bei der Bewertung. Mittlerweile nutzt sich Gender ab. Was anderes muss wohl her.

Mehrere Artikel berichten nun darüber, dass man an der FU Berlin (und Gender nahm in Deutschland seinen Anfang ja auch schon an den Berliner Unis, die sind für jede Verdummung gut) nun die Arbeiterschicht als neue Profiopfer entdeckt hat: Webseite der FU, Telepolis, Süddeutsche. Es geht darum, dass in Deutschland statistisch betrachtet der erzielte Ausbildungsstand mit dem Bildungsstand der Eltern korreliert. Je gebildeter die Eltern (oder besser gesagt: Je höher deren akademischer Abschluss, denn mit Bildung hat das heute nicht mehr viel zu tun), desto weiter kommt der Nachwuchs.

Woran das freilich liegt, weiß man nicht so genau. Das Elternhaus dürfte natürlich schon eine große Vorbildrolle spielen. Geld ist auch wichtig. Und für Akademiker ist es eher selbstverständlich und alternativlos, dass die Kinder Abitur machen und studieren, als für Eltern mit Hauptschulabschluss, die sich nicht mal so richtig vorstellen können, was man da eigentlich so macht.

Aus irgendwelchen Gründen will man partout und mit aller Gewalt die Zahl der Studenten erhöhen, egal auf welchem Niveau. Erst hat man die Frauen mit Gewalt in die Universitäten gequetscht, für sie alle Qualitätsanforderungen und Lernzwänge abgeschafft, und sogar eigene spezielle Dummenstudiengänge und Deppenprofessuren für sie angelegt. Egal was sie können und machen, Hauptsache die Quote stimmt, Juhu, raus mit dem Geld. Und weil’s anscheinend noch nicht reicht, knöpft man sich die nächste Bevölkerungsschicht vor.

Nun bin ich ja durchaus begeistert von dem Unterfangen, jedem unabhängig vom Bildungsstand der Eltern und deren Geldbeutel ein Studium und den Aufstieg zu ermöglichen. Da bin ich voll dafür. Eine tolle Sache. Aber nur solange es unabhängig vom Bildungsstand der Eltern und nicht unabhängig vom eigenen erfolgt.

Denn bei allem Verständnis, nach 12 oder 13 Jahren Schule zum Abitur sollten Leute dann eben auch auf Abitursniveau sein, sonst ist das Abitur kein Abitur mehr. Wenn jemand Bildungsrückstände hat, dann sollten die in der Schule behandelt und aufgeholt werden, besonders in den Altersstufen, in denen Kinder besonders auf den Bildungsstand der Eltern angewiesen sind. Aber Abitur bedeutet Hochschulreife. Entweder man hat sie oder man hat sie nicht. Es kann nicht angehen, dass man jetzt auch noch so ein Fairness-Gratis-Abitur für Unterschichtenkinder einführt, dass die auch ohne die Kenntnis zu Gleichstellungszwecken bekommen so wie Gender-Professuren in MINT-Fächern. Man sollte Kinder, deren Elternhaus sie nicht unterstützt, entsprechend anders unterstützen, aber wer zum Abi die Hochschulreife nicht erreicht hat, sorry, der hat eben nicht die Hochschulreife. Und wer das in 12 oder 13 Jahren nicht geschafft hat, der wird auch auf der Uni wenig Erfolg haben, gerade weil man an der Uni auf sich selbst gestellt ist. Wer in der Schule an fehlender Unterstützung der Eltern leidet, dem wird’s nicht besser gehen, wenn er plötzlich ganz auf sich alleine gestellt ist. Wer bis zum Abi nichts in der Birne hat, sorry, unabhängig von der Schuldfrage und der Fairness, der wird sie auch später nicht füllen.

Auf der Webseite der FU Berlin finden sich aber folgende „Empfehlungen” (die sich nach meinem Empfinden schon geradezu herablassend rassistisch anhören):

Besser fördern und integrieren können Sie diese Studentinnen und Studenten, indem Sie

  • versuchen, Studentinnen und Studenten die Angst vor Redebeiträgen zu nehmen, sie zu Diskussionen ermutigen und jeden Redebeitrag – unabhängig von der Qualität – wertschätzen.
  • in Ihrem Kurs eine Atmosphäre schaffen, in der es keine „dummen“ Fragen gibt.
  • Gruppenarbeiten fördern, da dort die Hemmschwelle für Redebeiträge geringer ist.
  • akademische Fach- und Fremdwörter unaufgefordert definieren.
  • eindeutige und transparente Anleitungen zur Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen geben, ggf. in schriftlicher Form.
  • diese Studentinnen und Studenten an der Strukturierung der Stunde beteiligen.
  • Studentinnen und Studenten eine eventuelle Ehrfurcht vor der akademischen Welt nehmen.
  • sie zu Auslandsaufenthalten und weiterführenden Studien motivieren.
  • eine Beratung bei der Planung des Studiums (bspw. für die nächsten zwei Semester) anbieten.
  • die Studentinnen und Studenten bestärken, dass sie in der Hochschule genau am richtigen Ort sind, sich für das richtige Studienfach entschieden haben und über genügend Leistungsfähigkeit verfügen.
  • auf interne Angebote der Freien Universität zur Studienunterstützung verweisen (siehe Beratungsangebote).

Viele der Punkte sind praktisch identisch mit den Gender- und Gleichstellungsaktivitäten, beispielsweise die Aufforderung, Redebeiträge unabhängig von der Qualität wertzuschätzen. Das ist genau die gleiche Forderung wie die Gender- und Gleichstellungsforderung, Frauen unabhängig von ihrer Leistung als gleich gut zu bewerten und alle Qualitätskriterien abzuschaffen.

Auch das „keine dummen Fragen” entspricht genau der Gender-Mentalität. Denn es gibt – entgegen eines in der Bevölkerung verbreiteten dummen Spruches – durchaus ziemlich dumme Fragen. An der Frage erkennt man den Dummen. Und um studientauglich zu sein muss man durchaus in der Lage sein, zielführende Fragen zu stellen. Das Studium ist kein Kindergarten.

Und Gruppenarbeiten kennen wir auch aus der feministischen Didaktik. Sie bringen aber keine Bildung und keine Fortschritte, sondern erleichtern nur die Tarnung der Ungebildeten.

Dass man akademische Fach- und Fremdwörter unaufgefordert definieren soll, erstaunt. Denn das setzt wissenschaftliches Arbeiten und Lehren sowieso voraus. Insofern muss man fragen, wieviel die FU Berlin überhaupt mit wissenschaftlichem Arbeiten zu tun haben kann, und was deren Dozenten taugen können, wenn sie sowas als Neuerung vorschlagen. Dann geht’s doch hier nicht um Arbeiterkinder, sondern um das Problem, dass die Dozenten nichts können und keine Ahnung von Wissenschaft haben, denn sonst wäre das ja schon selbstverständlich.

Falls das allerdings so gemeint sein soll, dass man Begriffe bei jeder Erwähnung unaufgefordert definieren soll, dann wäre das auch wieder falsch. Denn eine Definition ist nur brauchbar, wenn sie einheitlich und verbindlich ist, und damit nur, wenn sie einmal erfolgt. Und man dann auch erwartet, dass die, die die Lehrveranstaltung besucht haben, diese auch kennen. Denn ist hat nichts mehr mit Definition zu tun, wenn ein Begriff jeden Tag neu und jedesmal nach Tagesform irgendwie etwas anders definiert wird. Dann ist es nämlich keine Definition mehr, sondern Gelaber.

Dementsprechend schüttelt sich auf Telepolis schon ein Dozent der FU. Und rügt zu Recht, dass man hier die »Geburt einer Minderheit« live miterlebt, weil Leuten ein Problem angeschwätzt wird, die das Problem nicht haben, um wieder mal eine neue unterdrückte Minderheit zu schaffen. Das Stichwort dazu ist »Diversität«.

Und das Stichwort Diversität bringt einen neuen Verdacht. Denn im Buch über die Frauenquote habe ich schon dargelegt, dass der Feminismus ursprünglich nur auf Rechte, dann auf Benachteilung durch Gender gebaut hat, aber selbst von Frauen abgelehnt wurde, weil von Lesben betrieben. Also versuchte man, immer mehr »Opfergruppen« zu finden, sich einzuverleiben und sich als deren Beschützer aufzuspielen. Erst kam so Queer dazu, dann alle möglichen Minderheiten, wie Farbige, Kranke, Behinderte, Religiöse, Alte, Transsexuelle, Schwule usw. Und so entstand das so häufig zitierte Feindbild vom weißen, mitteleuropäischen, gesunden, reichen, religionsfreien heterosexuellen Mann, der an allem Schuld ist, und gegen den man den Rest der Welt verteidigen will. Man spielte sich zum Rächer von allen auf, die nicht diesem Feindbild entsprachen. Und exakt so liest sich das jetzt mit den Unterschichten. Als käme der Feminismus nicht richtig in Schwung und als würde man sich wieder mal eine neue Schicht von Unterdrückten suchen (oder machen), um sich wieder mal als Anwalt der Unterdrückten aufzuspielen und den Genderoffizierinnen wieder mal ein paar neue Mandate zuzuleiern. Wir werden zu einer ganzen Gesellschaft aus Benachteiligten, Unterdrückten und Diskriminierten, weil wir das mittlerweile opferindustriell betreiben. Mittlerweile werden genau die benachteiligt, unterdrückt und diskriminiert, die sich keiner Gruppe aus Benachteiligten, Unterdrückten und Diskriminierten zurechnen können. Ich fordere, endlich einen Diskriminierungsschutz für die Undiskriminierten zu schaffen. Einen Beauftragten für die, die noch keinen Beauftragten haben.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Berliner Universitäten nicht nur immer dümmer werden, sondern geradezu mit Wonne in Dummheit baden. Immer wenn ich glaube, ich hätte die dümmste der drei Berliner Unis ausgemacht, kommt eine andere um die Ecke und setzt noch einen drauf. Deshalb sind die auch so scharf drauf, dass man sie qualitätsunabhängig wertschätzt. Selbstverständlich ist die FU eine Exzellenzuniversität. Exzellent nach deutscher Lesart. Qualitätsunabhängig.


45 Kommentare (RSS-Feed)

Georg
27.6.2013 22:56
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Im Westen nichts Neues ….

Gleichartiges gab es in der DDR, allerdings ohne spezifische Anweisungsliste zu besonderer Samtbehandschuhung. Damals hat man die Problemstellung einfach durch Diskriminierung von “Akademikerkindern” gelöst, die haben dann eben auch schon mal keinen der quotierten Abiturplätze abbekommen.


mindph
27.6.2013 22:58
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Der Grund für solche Empfehlungen ist, dass die Tanten da was zu tun haben müssen. Man kann ja nicht immer nur über die benachteiligte Frau schreiben, wie du schon anmerkst. Und da die Tanten nichts anderes können, als darüber nachzudenken, wer denn noch von der Normativität benachteiligt sein könnte, kommt jetzt der nächste dran, “Arbeiterkinder”. Irgendwas zusammen getippelt, Sinnhaftigkeit ignorieren und dann raus damit, wichtig sein, sich einsetzen. Könnte ja sonst jemand auf die Idee kommen, die würden den ganzen Tag nichts tun…


Josh@_[°|°]_
27.6.2013 23:04
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Immer wenn ich glaube, ich hätte die dümmste der drei Berliner Unis ausgemacht, kommt eine andere um die Ecke und setzt noch einen drauf.

Danke Hadmut, dieser Satz alleine hat mir den heutigen Tag versüßt.
😉


Alex
28.6.2013 1:17
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> und jeden Redebeitrag – unabhängig von der Qualität – wertschätzen.

Das kann man auch als ein simples: “Danke für Deine Meinung/Frage” deuten, und dann wäre es durchaus positiv.

Achja- Verdummung an Universitäten und gleichstellung von einigen ist eindeutig rechts.
Hat mit linker politik nix zu tun.


kokko
28.6.2013 3:22
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das niveau des abiturs wird ja schon langsam aber sicher heruntergeregelt – und die unis MÜSSEN jetzt folgen. denn in 10-20jahren müssen doch schließlich die ganzen kinder der alleinerziehenden mütter (die selbst einen bachelor of arts in XYZ haben*) ebenfalls studieren (bei problemen kommt die mama dann in die sprechstunde des dozenten)! und wer lässt sich da besser für instrumentalisieren als die arbeiterkinder. ist das niveau erstmal niedrig genug, dann muss man nur noch die plätze schaffen.

und wenn dann diese plätze mit “alleinerziehende-mutter-mit-hochschulabschluss”-kindern besetzt werden, dann haben hoffentlich alle die arbeiterkinder -um die es angeblich mal ging- wieder vergessen. schließlich studieren dann mehr kinder aus haushalten von alleinerziehenden – und das sind ja schließlich die prekärsten der prekären. das problem “echt prekären” alleinerzieher-familien kann man dann auch erstmal wieder abhaken – schließlich tut sich ja schon was.

*im schriftverkehr mit firmen kommt sowas ja schon hin und wieder in die signatur

dachte ich seh nicht recht als letztens unter einem schriebs einer personalerin:

_U_n_t_e_r_s_c_h_r_i_f_t_

Frau XXXX
B.A. Kommunikationswissenschaften


Peter
28.6.2013 5:51
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Ist doch nichts neues.
Das ganze ging schon in den 70ern los. Aber eben nur sehr langsam.
Mal wurde hier etwas gekürzt, mal da.

Der Genderismus setzt nur noch einen drauf. Die Wurzeln sind bei den 68ern zu suchen. Dort begann die langsame Erosion unseres Bildungswesens.


zuvielnachdenker
28.6.2013 8:53
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“Achja- Verdummung an Universitäten und gleichstellung von einigen ist eindeutig rechts.
Hat mit linker politik nix zu tun.”

Dieses ewige rechts-links-rechts-links Gefasel wird langsam langweilig.

Georg
Genau so war es,Ulbricht wollte damals mit aller Macht “Arbeiterkinder” fördern und bilden.Das an sich ist lobenswert,aber wie Hadmut schon in seinem Beitrag schrieb,entweder man hat die Voraussetzungen oder nicht,unabhängig von der Herkunft.

Hadmut
Sehr schöner Artikel,liest sich hervorragend,danke.Erinnert einen auch immer mal an die Zugangskriterien für Studenten und Abiturienten in der DDR,wo man bei einigen Sachen schon damals den Kopf schütteln konnte.Aber das was im Gegensatz dazu heute in dem Land abläuft,lässt einen zu dem Schluss kommen,dass die sogenannten Eliten mehr und mehr verblöden,beängsigend.Dass das offensichtlich gewollt ist,macht die Sache nur noch schlimmer.Früher gehörten Studenten zur kritischen Masse,das will man systematisch verhindern,mit Erfolg.


Immanuel
28.6.2013 9:03
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Ein sehr lesenswerte Analyse zur “Opferkultur” gibt es auch hier:
http://www.dijg.de/kritik-zeitgeist/fleischhauer-erfindung-opfers/


Immanuel
28.6.2013 9:57
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Sogar die “sueddeutsche” kommt da nicht mehr mit:
http://www.sueddeutsche.de/bildung/fu-berlin-nicht-akademiker-kinder-die-unbekannten-wesen-1.1707041

money quote: “…mit einem Leitfaden für Dozenten, der von Klischees und Diskriminierung nur so strotzt.”


Hustenstorch
28.6.2013 9:57
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Irgendwie kommt hier so rüber, daß Arbeiterkinder grundsätzlich für nur unterdurchschnittlich intelligent gehalten werden und nicht würdig sind zu studieren.
Ich hab schon mehr als genügend Akademikernachwuchs getroffen, der so doof war, daß sie einen Eimer Wasser, den sie leeren sollten, ausgesoffen haben.
Und wiederum “Arbeiterkinder”, die mit Leichtigkeit durch Abi und Studium sind.


yasar
28.6.2013 10:27
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Wieder mal wird das Problem von hinten aufgezäumt. Statt an der Ursache etwas zu ändern – an das kKind angepasste Förderung in Kindergarten und Grundschule – wird an den Symptomen “korrigiert”.

Die Korrelation ist nicht weiter verwunderlich, weil eben Geld und Vorbildfunktion und Förderung durch das Elternhaus sich meist positiv auf das Bildungsniveau auswirken. Diese problem kann man eigentlich nur dadurch lösen, indem man das bei den Kindern, denen das Geld und die Förderugn fehlt, schon im Kindergarten kompensier. Aber ein paar Banken sind wichtiger als die Bildung von Kindern (man vergleiche nur die entsprechenden Dimensionen der Budgets).


Andreas
28.6.2013 10:50
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Der Admin der FU Berlin hat zugeschlagen, die deutsche Seite meldet 404.
Aber wir sind ja international:
http://www.fu-berlin.de/en/sites/diversitaet-und-lehre/didactic_recommendations/academic_background/index.html


“Formal education isn’t for everyone–Thomas Sowell”

http://www.youtube.com/watch?v=NbOqxQUB10A

Kurzer schöner Youtube Clip


@Danisch (((“Woran das freilich liegt, weiß man nicht so genau. Das Elternhaus dürfte natürlich schon eine große Vorbildrolle spielen.”)))

Das weiß man mittlerweile ziemlich genau. Die biologische Abstammung (= Gene) ist der wichtigste Faktor. Dumme Adoptivkinder von dummen Bioeltern bleiben dumm, selbst bei klugen Adoptiveltern

Die Adoptivkinder nehmen die Leistungsfähigkeit und Intelligenz ihrer Adoptiveltern genauso wenig an, wie deren Hautfarbe.


anonKlaus
28.6.2013 11:20
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Inklusionspedagogik wird seit einigen Jahren in die Kindergärten, Kitas und Schulen gepresst, ohne vorher eine sinnvolle Infrastruktur aufzubauen. Das Bildungsniveau der ‘Opfer’, die aus diesen Anstalten kommen, nimmt somit seit Jahren rapide ab. Das haben mir bisher alle Kindergärtner, Logopäden und Grundschullehrer bestätigt, die ich pers. kenne.
D.h. wir züchten einen Einheitsbrei von Kindern, in dem die ‘Klugen’ frustriert und unterfordert und die ‘Dummen’ überfordert und frustriert aber gemeinsam ‘auffällig’ sind.
Diese Auffälligkeiten werden oft medikamentös behandelt.
An meiner Uni im Ruhrgebiet landen dann diese Opfer. Mit Ansprüchen, Evaluationen und Netzwerkerskills bewaffnet schaffen sie ein Biotop, in dem ‘gesunder Menschenverstand’ und Kompetenz zur Belanglosigkeit verkommen.

Das Ganze suppt seit Jahren in alle Lebensbereiche hinein, und wir sehen die Ergebnisse an der Politikerkaste, die das Land ruinieren werden, weil sie nicht mehr erfassen können, wieso der souveräne Nationalstaat eine der besten Erfindungen der Mennscheit war.


lehrkraft
28.6.2013 11:27
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Es gab schon einmal eine Zeit, als die Universitäten überschwemmt wurden mit studienunfähigen Semester-Teilnehmern.
Ergebnis:
1834 wurde das Abitur in Preussen Voraussetzung für nahezu alle Studiengänge. Die Abiturprüfungen konnten nur noch an Gymnasien oder Schulen mit gymnasialen Zweigen abgelegt werden.


Duschbrauser
28.6.2013 11:30
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Hm, irgendwie ist die Seite der FU nicht mehr erreichbar, also der Link zu deren Empfehlungen. Haben die etwa ein Feedback erhalten?


zuvielnachdenker
28.6.2013 11:34
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http://www.lvz-online.de/leipzig/bildung/universitaet-leipzig-startet-online-datenbank-zur-geschlechterforschung/r-bildung-a-195074.html

“Dabei sollen stets wissenschaftliche Kriterien eingehalten werden”
oh ja,welche denn sonst ?


michael
28.6.2013 11:35
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“Wer bis zum Abi nichts in der Birne hat, sorry, unabhängig von der Schuldfrage und der Fairness, der wird sie auch später nicht füllen.”

Sorry, aber so kann man das nicht sagen. Es gibt durchaus “Spätzünder” und Leute die einfach auf der falschen Schule waren. Ein Bekannter hat es nach einem mittelmäßigen Hauptschulabschluss bis zur Promotion (MINT, übrigens) geschafft – allerdings, ohne daß für ihn die Standards gesenkt wurden.

Die Frage, ob jemand direkt per Gymnasium zur Hochschulreife kommt, oder erst verzögert über weiterführende Schulen, hat mit dem Thema “gleiche Standards für alle” nichts zu tun.


Alexander Roslin
28.6.2013 11:56
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@ Frauenhaus

*Das weiß man mittlerweile ziemlich genau. Die biologische Abstammung (= Gene) ist der wichtigste Faktor. Dumme Adoptivkinder von dummen Bioeltern bleiben dumm, selbst bei klugen Adoptiveltern

Die Adoptivkinder nehmen die Leistungsfähigkeit und Intelligenz ihrer Adoptiveltern genauso wenig an, wie deren Hautfarbe.*

Das ist richtig.

Aber da nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf, nicht wahr sein darf, damit die den Zeitgeist dominierenden Alt-68’er und ihre Jünger nicht ein weiteres Mal katastrophaler Irrtümer überführt werden, sind wir halt überrascht, überrascht, überrascht und können uns einfach nicht erklären, wie diese rätselhaften Phänomene zustandekommen, die uns so arg, ganz arg überraschen.

An diesen Phänomenen mit garantiert unwirksamen Methoden herumzudoktern schafft außerdem jede Menge steuerfinanzierte Arbeitsplätze für genau jene sozialistischen Ideolog.I.nnen, die immer wieder überrascht werden und zuverlässig dafür sorgen werden, dass sich die Probleme verschlimmern, die Überraschung größer und größer wird.

Was dann wiederum die Notwendigkeit begründet von noch mehr Arbeitsplätzen für linke Ideolog.I.nnen, die die Probleme verschlimmern mit Immer-noch-mehr-vom-Falschen, bis, ja bis die, die die ganze Sause finanzieren müssen, endlich die Schnauze voll haben oder das System mangels zu verteilender Penunze bankerotto geht.


Immanuel
28.6.2013 12:10
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FU-Berlin, O-Ton: “Teaching in the Light of Diversity”

Was für ein gruseliger Sekten-Slang…


Bernd Kraut
28.6.2013 12:14
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Ich hab einen Screenshot der deutschen Seite der FU Berlin gemacht (die vom Google Cache stammt):

http://abload.de/image.php?img=bildungshintergrunddid1ava.png

Alternativ kann man auch den Link zur FU Berlin im Suchfeld von Google eingeben und dann ueber den Cache darauf zugreifen.


Joe
28.6.2013 12:35
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1834 wurde das Abitur in Preussen Voraussetzung für nahezu alle Studiengänge. Die Abiturprüfungen konnten nur noch an Gymnasien oder Schulen mit gymnasialen Zweigen abgelegt werden.

Und wieviele Mädchen haben in Preußen das Abitur abgelegt?

Man erwirbt an der erweiterten 13jährigen Volkshauptschule schon lange keine Hochschulreife mehr, sondern verschwendet Lebenszeit mit Gendergelaber. Danach geht’s dann an der Hochberufsschule genauso weiter und mit dem fertigen Gender-Doktor darf sich dann dauerhaft im öffentlichen Dienst eingenistet werden. Da ist außer in kleinen Nischen schon lange nichts mehr, was da noch verdummt werden könnte.

Bei der konkreten Initiative vermute ich, daß es da gar nicht um Andreas Kempers Arbeiterkinder geht, sondern um Kopftuchmädchen, die nicht mal die erweiterte Hauptschule schaffen, aber trotzdem gern akademisch herumgendern würden…


Andreas
28.6.2013 13:55
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Hier ist ein – NOCH – funktionierender Link zum deutschen Text:
http://www.polsoz.fu-berlin.de/studium/lehre/diversitaet_und_lehre/didaktische_empfehlungen/bildungshintergrund/index.html

Das Feedback war wohl erfolgreich, die Originalseite meldet 404 🙂


sven
28.6.2013 16:40
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Mal ganz abgesehen davon, dass es in unserer immer mehr in Richtung Dienstleistung und Handel tendierenden Gesellschaft das klassische Arbeitermilieu heute kaum noch gibt, ist das mal wieder genau so eine schwachsinnige ABM Massnahme wie diese ganzen bescheuerten Girls-Days und andere Aktionen um Mädchen mit aller Gewalt in MINT Fächer zu prügeln.

Manchmal habe ich den Eindruck das einige Grüne und SPDler bei Arbeiterkindern immer noch an Oliver Twist denken. Irgend jemand sollte denen mal stecken, dass die Zeiten der malochenden Kohle- und Stahlkumpel so ziemlich vorbei ist.

Meine Eltern haben beide nur einen Volksschulabschluss. Mein Vater hat sich später zum Techniker und Meister weiter gebildet und sich schließlich selbständig gemacht. Meine Mutter konnte als Hausfrau mir nach meiner Grundschulzeit nicht mehr viel helfen – mal ganz davon abgesehen dass sie auch nicht die Zeit dafür gehabt hätte. Nachhilfe oder ähnliches gab es grundsätzlich nicht! Entweder sich selber entsprechend anstrengen oder sitzen bleiben lautete die Devise. Trotzdem habe ich nach meiner Realschulzeit Abitur gemacht, Informatik studiert und schließlich promoviert.

Warum war mir dies als Kind aus einer Arbeiterfamilie möglich? Ganz einfach – weil ich es KONNTE und weil ich WOLLTE! Angst vor neuen Herausforderungen hatte ich dabei ebenso wenig wie so etwas wie “Ehrfurcht” vor dem akademischen Umfeld.

Aus meiner Sicht sind daher diese “Empfehlungen” der FU nichts weiter als eine Manifestation akademischen Standesdünkels die an Peinlichkeit und Weltfremdheit kaum noch zu unterbieten ist.

Wer mehr Arbeiterkinder in die Hochschulen bringen will, der sollte sich zu allererst mit den Eltern und insbesondere den Grundschullehrerinnen beschäftigen! Denn dort werden die ersten Weichen gestellt. Insbesondere in Köpfen der Grundschullehrerinnen besteht die offenbar unausrottbare Vorstellung weiter, dass Arbeiterkind nun mal Arbeiterkind bleibt – komme was da wolle.


yasar
28.6.2013 17:28
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@Grauenhaus

Auch wenn viel über die Biologie bestimmt wird:

Tatsache ist, daß ein gut geförderter “Dummer” oft weiter kommt, als ein nicht geförderter “Schlauer”. Und ich bezweifle, daß alle Akademiker klug sind. Insbesondere dann, wenn man Klugheit mit Faktenwissen verwechselt.


sven
28.6.2013 18:06
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@yasar
“Und ich bezweifle, daß alle Akademiker klug sind.”

Das kann ich aus meinem Umfeld bestätigen. Toll waren auch die Söhne und Töchter einiger Professoren die man mir aufs Auge drückte. Die waren zum Teil so strunzdumm, dass man sich wunderte wie die morgens überhaupt aus der Wohnung gefunden haben.


@yasar (((“Auch wenn viel über die Biologie bestimmt wird:

Tatsache ist, daß ein gut geförderter “Dummer” oft weiter kommt, als ein nicht geförderter “Schlauer”.”)))

Und Tatsache ist, dass ein genotypisch Intelligenter mit Förderung sogar noch weiter kommt.

Genau deine Begründung (“Die angeblich Benachteiligten fördern”) hat uns ja Gender, Milliardentransferleistungen an Frauen, immer höhere Steuern, massive Staatsverschuldung und eine eingebrochene Geburtenrate eingebrockt.

Du kannst fördern, wen du willst. Aber nicht von meinem Geld. Irgendwann muss Schluss sein mit den Utopien der Linksextremen. Irgendwann sollte man auch bitteschön wieder zur Mitte zurückkehren.


Heinz
28.6.2013 20:21
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> Die Wurzeln sind bei den 68ern zu suchen.

Es waren nicht alles die 68er – vorher und nachher wurde auch vieles verrissen.


anonym
28.6.2013 21:03
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@zuvielnachdenker

Aber das was im Gegensatz dazu heute in dem Land abläuft,lässt einen zu dem Schluss kommen,dass die sogenannten Eliten mehr und mehr verblöden,beängsigend.

———–

ist es nicht, genau das ist denke ich gewollt, je blöder die Masse, je leichter ist sie beherrschbar.

Menschen die Denken, könnten merken, dass sie beherrscht werden.


Emil
28.6.2013 21:07
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Die hier propagierte Diversity ist doch nur die andere Seite der Affirmative Action, d.h. der Bevorzugung von Minderheiten, nur weil sie Minderheten sind. Der Dumme ist mal wieder der weiße, autochthone, heterosexuelle Mann aus der Mittelschicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Affirmative_Action


rb
28.6.2013 21:11
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Ja, Alex, vielen Dank für Deine Meinung von 1:17 28.6.2013. Ob das nun “durchaus positiv” zu verstehen ist oder als Höflichkeitsform von “kannst wieder unter Deinen Stein kriechen” ist eine Frage, die ich nicht beantworte, für die ich aber gerne Dank entgegennehme. Mit anderen Worten, Sprachregelungen funktionieren nicht,weil sich die Bedeutungen der sprachgeregelten Formulierungen eben durch die Sprachregelung verschieben. Das ist ein gewissermaßen logischer Sachverhalt.
Eine daran anknüpfende empirische Beobachtung ist, daß diese Bedeutungsverschiebung regelmäßig die Intentionen der Sprachregulierer, Reguliererinnen und sonstwie genderzugehörigen Reguliererasten konterkariert.


Leonard
28.6.2013 21:26
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@sven
Ich kann dem nur zustimmen: in sozialer und biographischer Hinsicht habe ich sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Soziale Ausgrenzungen zu überwinden ist politisch zwar wichtig, und deswegen sollte das Bildungssystem durchlässig sein, aber ohne individuelle Entschlossenheit, etwas aus sich selbst zu machen, ohne Ehrgeiz, ohne tatsächliche energische und andauernde Anstrengung im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Fach ist nichts zu erreichen. Das Sprichwort sagt: ohne Fleiß kein Preis – und das gilt eben für alle, denn auch diejenigen, die über eine überdurch-schnittliche Auffassungsgabe verfügen, kommen darum nicht herum. Es geht bei ihnen nur alles etwas schneller, und wahrscheinlich kommen sie weiter. Aber zu glauben, hier könne irgend etwas geschenkt werden, ist lediglich eine Illusion, die von Dummheit zeugt. Und gegen Dummheit kämpfen bekanntlich Götter selbst vergebens.
Es kommen bloß wertlose Papierqualifikationen heraus, wenn das Gelernte nicht durchdrungen, verstanden, in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht und verinnerlicht worden ist, und wenn es an der Fähigkeit fehlt, dies alles produktiv und kreativ in der Praxis anzuwenden. Das ist ohne persönliches Engagement und intensive Bemühung (Studium plus Praxiserfahrung) nicht zu haben. Spätestens die Praxis zeigt das schonungslos auf. Das ist dann die Stunde der Wahrheit. Sicher ist: sie kommt, und sie kommt auch für die Gender Studies.


Alexander Roslin
28.6.2013 22:54
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@ Yasar

*Und ich bezweifle, daß alle Akademiker klug sind. Insbesondere dann, wenn man Klugheit mit Faktenwissen verwechselt.*

Das behauptet ja auch niemand.

Aussagen über Menschengruppen sind immer nur statistische Aussagen.

IM SCHNITT gilt jedoch, dass die Kinder kluger Eltern selbst überdurchschnittlich klug sind, die Kinder weniger kluger Eltern weniger klug.

Dabei kommt es von Extremwerten aus zur Regression zum Mittelwert der Gruppe, d.h. die Kinder sehr dummer Eltern sind klüger als ihre Eltern, die Kinder sehr kluger Eltern dümmer als ihre sehr klugen Eltern.

Die Varianz in einer Population (alles andere in etwa gleich) wird zu 80 % (!) von Erbfaktoren bestimmt (bei Erwachsenen!!).

Bei vielen anderen Persönlichkeitesmerkmalen ist die Erblichkeit “nur” 0,4 – 0,5.


Joe
29.6.2013 5:33
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Die Varianz in einer Population (alles andere in etwa gleich) wird zu 80 % (!) von Erbfaktoren bestimmt (bei Erwachsenen!!).

Vorsicht, das hat auch der böse Herr Sarrazin behauptet und ist darauf hin vom linken Mainstream abgesägt worden.


Andreas
29.6.2013 10:11
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Die Seite ist wieder online:
http://www.fu-berlin.de/sites/diversitaet-und-lehre/didaktische_empfehlungen/bildungshintergrund/index.html

Frau Urbatsch ist jetzt richtig geschrieben!

Aber die herablassende Scheisse ist unverändert!


yasar
29.6.2013 10:19
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@frauenhaus:
zitat: “Genau deine Begründung (“Die angeblich Benachteiligten fördern”) hat uns ja Gender, Milliardentransferleistungen an Frauen, immer höhere Steuern, massive Staatsverschuldung und eine eingebrochene Geburtenrate eingebrockt.”

Das ist nicht meine Begründung. Ich habe gesagt, daß den Kindern schon im Kindergarten und in der Grundschule die Möglichkeit gegeben werden muß, Ihren Anlagen entsprechend gefördert zu werden, unabhängig vom Geldbeutel des Elternhauses. Und in der Bildungspoltik, zumindest für das Schulwesen, werden die wenigsten Steuern versenkt. das passiert eher in den Hochschulen und anderen staatlichen Einrichtungen.

Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe mehrere Kinder bei denen ich es mir nicht leisten kann, 1500€ und mehr pro für eine Privatschule abzudrücken, weil die eigentlich “zu schlau” für die staatlichen Schulen waren und daher Probleme mit “normalen Schülern” bekamen. inzwischen hat sich das mit nach der Pubertät weitgehend gelegt (das mit den Problemen), nachdem die meisten “nicht so schlauen” zurück auf die Realschule oder andere Schulen sind.

Auch diese freie “Wahl der Schule durch die Eltern”, nachdem die grundschulempfehlung in BW abgeschafft wurde ist ein großer Murks. Statt in die hauptschule und die Realschulen zu investieren, werden jetzt einfach die Gymnasien überfüllt.


yasar
29.6.2013 10:23
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Nachtrag: Ich bin übrigens auch ein “Arbeiter- und Bauernkind”. Meine großeleten waren Bauern, mein Vater Arbeiter, (in den 60ern hierher angeworben) und meine Mutter einfache Hausfrau. ich bin froh, daß mein Vater sich damals durchgesetzt und mich ins Gymnasium gesteckt hat, sonst wäre ich vermutlich damals wie viele “Türkenkinder” in der Hauptschule gelandet, trotz meiner schulischen Leistungen in der Grundschule.


@yasar (((“Das ist nicht meine Begründung. Ich habe gesagt, daß den Kindern schon im Kindergarten und in der Grundschule die Möglichkeit gegeben werden muß, Ihren Anlagen entsprechend gefördert zu werden, unabhängig vom Geldbeutel des Elternhauses. “)))

Da fängt ja der linksextreme Unsinn bereits an.

Weder müssen durch meine Steuern irgendwelche Kindergartenkinder gefördert werden, noch muss es überhaupt irgendwelche Kindergärten geben.

Ich sehe überhaupt nicht ein, dass sozialistische Strukturen für frühkindliche Ideologisierungen installiert werden müssen, von meinem Geld.


yasar
29.6.2013 12:03
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@frauenhaus:

dann hast Du andere prioritäten als ich. Ob und wie Steuergelder verschwendet werden, sieht jeder anders. Aber ich glaube nicht, daß ene Rückkehr zu einem Staat, in dem ejder nur “seins” hat. und anderen nichts abgibt wird kein Staat sein, in dem außer einigen wenigen, die genug haben, leben wollen. Oder man muß Einsiedler im Australischen Busch oder in der Antarktis werden, wenn man kein Infrastruktur haben will und benötigt.


yasar
29.6.2013 12:05
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Ach ja: man kann kinder auch fördern, ohne sie zu indoktrinieren. Man muß halt eben in die Erzieher- und Lehrerausbildung mehr investieren.


Alexander Roslin
29.6.2013 14:03
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@ Joe

*Vorsicht, das hat auch der böse Herr Sarrazin behauptet und ist darauf hin vom linken Mainstream abgesägt worden.*

Gegen wen spricht das?

Gegen Sarrazin oder gegen unsere Desinformationsindustrie mit ihren “Qualitätsjournalist.I.nnen”?

An die Masse wird ein ideologisch verzerrtes Weltbild verfüttert.

Der Stand der Wissenschaft in politisch heiklen, weil für die linke Ideologie wichtigen Feldern, systematisch nicht kommuniziert oder verzerrt dargestellt.

Zur Not zerrt man dann Außenseiter vor die Kamera oder’s Mikrophon, die das Gewünschte mit dem Adel ihrer wissenschaftlichen Exotenmeinung versehen.

Aber das normale Publikum kann das nicht beurteilen, liest keine Fachzeitschriften/Studien.


Alexander Roslin
29.6.2013 14:11
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@ Yasar

*Nachtrag: Ich bin übrigens auch ein “Arbeiter- und Bauernkind”. Meine Großeleten waren Bauern, mein Vater Arbeiter, (in den 60ern hierher angeworben) und meine Mutter einfache Hausfrau.*

Meine Großeltern väterlicherseits waren auch (Klein-) Bauern, die mütterlicherseits Stahlarbeiter.

Auch Bauern/Stahlarbeiter haben kluge Kinder.

Wenn Du also im Bildungssystem und/oder Beruf reüssiert hast, dann höchstwahrscheinlich weil Du inhärent klug bist, weniger weil Du gefördert wurdest.

Förderung bringt nämlich bei inhärent Klugen viel, bei inhärent Dummen nicht viel.

Ich kann einen Menschen nicht klug erziehen, ich kann nur einen inhärent klugen Menschen so dramatisch vernachlässigen, dass er weit unter seinem Potential bleibt. Dazu gehört aber schon sehr viel Vernachlässigung und Misshandlung, denn Kinder sind erstaunlich resilient.

Wenn nur ein gar nicht so hoher Schwellenwert überschritten wird, können sie den Großteil ihres Potentials ausschöpfen.


quarc
30.6.2013 3:03
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Der Katalog mit den Empfehlungen scheint eine wenig durchdachte Mischung aus Gemeinplätzen und Unsinn zu sein. Ich kann nicht ersehen, wo dort irgendetwas spezifisch auf diejenigen ausgerichtet ist, die als erste in ihrer Famile ein Universitätsstudium beginnen. Naja, zumindest bin ich mir sicher, bei Veranstaltungen vor Studenten durch mein Auftreten immer jegliche Ehrfurcht vor der akademischen Welt zerstreut zu haben. Dumme Fragen will ich aber nicht verhindern, denn irgendwann müssen die Studenten ja mal lernen, dumme Fragen zu stellen. In der Schule lernen sie es nicht, weil im dortigen Unterricht Lern- und Prüfungssituation nicht voneinander getrennt sind. Ich wäre auch nie auf den Gedanken gekommen, die Studenten nach dem akademischen Grad ihres Familienhintergrundes zu befragen.

Das ärgerliche bei diesem Unfug ist unter anderem, dass es dem eigentlichen Anliegen der sogenannten Arbeiterkinder genau zuwiderläuft, zumindest wenn ich nach dem gehe, was ich bisher über z.B. arbeiterkind.de gehört habe. Denn bei dieser Initiative geht es in erster Linie um Selbsthilfe und Selbstorganisation, und nicht darum, eine Art “Studium light” einzufordern, nur weil man nicht aus einem Akademikerhaushalt kommt. Die Studienanfänger aus nichtakademischen Haushalten haben, verglichen mit ihren Kollegen aus akademischen Haushalten, nicht in erster Linie fachliche Defizite, sondern sie sind lediglich unerfahren in den Bereichen, die nicht Schulstoff sind, sondern durch Familie und Bekanntenkreis vermittelt werden, aber anscheinend dennoch in Universität und akademischer Arbeitswelt zunehmend von Bedeutung sind. Kurz, es mangelt ihnen am oberschichtspezifischen Habitus. Das ist nicht automatisch ein; ich stamme auch nicht aus einem Akademikerhaushalt und hatte dennoch damit an der Uni (vor ca 30 Jahren) keine Probleme. Aber ich hatte auch den Vorteil, dass sich meine akademische Erstkontakte aus Geografen, Informatikern, Physikern und Mathematikern zusammensetzten, bei denen Standesdünkel sowieso kein Thema war, auch weil sie damals häufig selbst der ersten Akademikergeneration ihrer Familien angehörten. Vertreter von Juristen- oder Medizinerdynastien hätten mich vielleicht eher vom Studium abgeschreckt. Hinzu kommt, dass dieser Habitus — getarnt durch das Gerede über alle möglichen “soft skills” — mittlerweile für die selbsternannten Eliten diejenige Abgrenzungsfunktion übernimmt, welche der bloße Hochschulabschluss nicht mehr leisten kann.

Was nun die Versuche der Genderisten angeht, sich als Anwälte jeder eventuell noch benachteiligten gesellschaftlichen Gruppe zu präsentieren, so wird damit meiner Ansicht nach auch versucht, sich gegen Kritik an eigener Diskriminierung solcher Gruppen zu immunisieren. Denn in der Realität verläuft Diskriminierung und Benachteiligung ja nicht linear geordnet: eine deutsche Frau kann gegen Migranten hetzen, ein heterosexueller Migrant gegen Schwule, ein reicher Schwuler gegen Arme, ein Unterschichtsmann gegen Frauen. Alles ist möglich, weil jeder Mensch mehrere diskriminierungsfähige Eigenschaften hat. Genau dies wird verdeckt, wenn es Feministinnen und Genderisten gelingt, unter dem Begriff “Gleichstellung” alles zu monopolisieren.

Ich hoffe jedenfalls, dass die “Arbeiterkinder” sich gegen derlei Einverleibungsversuche zur Wehr setzen können.


anonym123
5.7.2013 20:42
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nächster schritt: dreiseitige dissertationen, vorletzter absatz: http://www.heise.de/tp/artikel/39/39436/1.html

nicht als kommentar, sondern als hinweis zu deinen hochschulmafiauntersuchungen gedacht.