Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wann gehen die endlich pleite?

Hadmut
8.3.2019 11:33

War ja früher mal so ein Hoffnungsspruch, den ich unter medienkritische Blogartikel schrieb. Scheint nun, als würden meine Bitten an ganz anderer Stelle erhört.

Wisst Ihr, wer gerade nah an der Pleite ist?

Laut Tagesspiegel die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg der Grünen.

[Anmerkung: Ich hatte mich erst gewundert, warum die schreiben, dass die ihren Sitz in Potsdam habe, obwohl doch die Böll-Stiftung ihren Sitz in Berlin hat. Anscheinend haben die mehrere, deshalb heißt die, um die es hier geht, auch nicht Böll-Stiftung, sondern wohl Böll-Stiftung Brandenburg. Alles etwas undurchsichtig.]

Was schon deshalb erstaunlich ist, weil Stiftungen im Normalbetrieb eigentlich nicht pleite gehen können, weil sie das Stiftungsvermögen eigentlich nicht aufzehren dürfen. Aber anscheinend gab es da Misswirtschaft (was für ein schöner doppeldeutiger Begriff) und sie haben jetzt erst mal die Geschäftsführerin gefeuert. Die klagt dagegen und deshalb kämpft die Böll-Stiftung jetzt laut Tagesspiegel „ums Überleben”.

Genaue Zahlen, wie groß die finanzielle Misere tatsächlich ist, nannte die Stiftung auf PNN-Anfrage nicht. Derzeit werde die genaue Summe noch erfasst, erklärte Stiftungssprecherin Janny Armbruster auf Nachfrage.

Buchhaltung scheint nicht ihre Stärke zu sein.

Wie kam’s?

Der finanzielle Engpass wird mit einem „mit Drittmitteln stark erweiterten Projektportfolio“ begründet. Gemeint ist etwa das Bildungsprogramm, das in den vergangenen Jahren stark erweitert worden sei, so Armbruster. So habe die Ex-Chefin „umfangreiche Drittmittelprojekte mit Fördermitteln von der EU, des Bundes und von Landesministerien eingeworben“ – und sei für einige größere Projekte in finanzielle Vorleistung gegangen, was laut Armbruster zu einem ernsten strukturellen Defizit geführt habe.

Ah, ja.

Man hat da jede Menge linker Projekte und Leute gefördert und finanziert, und das, bevor das Geld von EU, Bund und Ländern reingekommen war.

Im Prinzip sind die ja eine Geldwaschanlage, mit der parteinahe oder parteizugehörige Linke für politischen Aktivismus bezahlt werden, also letzlich kriminelle illegale Parteienfinanzierung. So wie die Genderprofessuren, die vom BMFSFJ bezahlt werden und bei denen sich dann rausstellt, dass die „Professorin” in Wirklichkeit für die Partei arbeitet.

Wenn man sich anschaut, in wieviel aggressivem Schwachsinn die (Bundes-) Böll-Stiftung oder deren Gunda-Werner-Institut drinstecken, kann man sich kaum vorstellen, dass das auf Landesebene irgendwie besser sein soll. Erstaunlich viele Durchgeknallte, Verstrahlte und Bekloppte geben an, dass sie mit einem Stipendium der Böll-Stiftung promoviert haben.

Doch klar sei schon jetzt: Nicht nur die finanziellen Vorleistungen hätten die Stiftung belastet – sondern auch allgemein der Umfang der Eigenanteile bei Förderprojekten und allgemein hohe Kosten bei der Verwaltung des Programms.

Linke eben. Die haben das Geld rausgehauen und die Leute haben sich gegriffen, was zu kriegen war.

Sonst noch was?

Armbruster deutete an, dass es noch weitere Probleme bei der „finanzadministrativen Abwicklung von Fördermitteln für abgeschlossene oder noch laufende Bildungsprojekte“ gebe – „soweit dabei Unklarheiten aufgetreten sind, werden sie im Kontakt mit den Förderern ausgeräumt.“ Nach PNN-Informationen soll es auch um die mögliche Rückzahlung von Fördermitteln gehen, was den Verein zusätzlich in die Bredouille bringen würde, wie man intern fürchtet.

Klingt vielversprechend. Riecht so schön kriminell, verströmt Aromen von Untreue und Schlamperei.

Mal sehen. Ich hatte mich zu früh gefreut, weil ich im ersten Augenblick dachte, die Bundes-Böll-Stiftung ginge hops, das wäre eine Wohltat für die Menschheit, aber auch so wäre es ein Anfang.

Aber, ach:

„Ein Drittmittelgeber hat inzwischen die Auszahlung eines erheblichen Betrags für die kommenden Wochen in Aussicht gestellt“, erklärte Armbruster ohne Details zu nennen. Ziel sei es jedenfalls, die Stiftung wieder auf finanziell solide Beine zu stellen.

Tät’ mich interessieren, wer das ist.