Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Preise und Größen

Hadmut
4.11.2018 11:10

Über den Einkauf in Neuseeland.

Ich musste ja hier in Neuseeland ein paar Sachen nachkaufen, weil ich manches in Deutschland lassen musste, Gepäckgewichtsgrenze überschritten. Oder nicht hatte. Ich wollte im Universalladen um die Ecke ein Stromkabel mit australisch/neuseeländischem Stecker kaufen, das hatten sie nicht. Sie schickten mich in einen Laden, der sowas habe, und ich habe als Namen „Nohttp://www.danisch.de/blog/wp-admin/post-new.php Limit” verstanden. Ich dachte noch, komischer Name für einen Elektronikladen. Einen Outdoor-Laden würde ich so nennen, aber keinen Computerladen.

Weil sie mir nur die ungefähre Richtung sagten, musste ich mich da durchfragen, und auf meine Frage, wo der der Laden „No Limit” sei, wusste jeder sofort, da und da lang. Als ich vor dem Laden stand, war ich sehr verblüfft, dass die Leute meine Frage a) verstanden und b) nicht beanstandet haben. Der Laden heißt Noel Leeming.

Die hatten das Kabel, aber zum Mondpreis. Wert ist das Ding vielleicht einen Euro, die wollten da – weiß nicht mehr genau – sowas um die 25$ für ein lumpiges Kabel haben. Eigentlich wollte ich zwei kaufen, habe dann aber nur eines gekauft. Ich konnte mir ein „Ist das teuer…” nicht verkneifen und wurde vom Verkäufer mit „In Neuseeland ist alles teuer” belehrt. Stimmt. Fast. Geht man in den Supermarkt, bekommt man bei den Preisen erst mal einen Schlag. Deo, Duschmittel, Zahnpasta, alles zwei bis dreimal so teuer wie bei uns, manchmal bis zu zehnmal des Billigstpreises von Aldi/Lidl. Nur wenn man genauer schaut, und sich auch mal bückt, findet man, meist versteckt, die Eigenmarken-Produkte zu günstigeren Preise. Ich brauchte noch einen Vielfachsteckdosenleiste. Kostenpunkt normalerweise ab 39$. In einem Laden habe ich an versteckter Stelle dann welche für 2,50$ das Stück bei gleicher Qualität bekommen.

Der Taxifahrer hatte mich schon darauf eingeschworen, unbedingt bei Pak’n’Save und nicht bei Countdown zu kaufen. Erstere seien nicht nur besser sortiert und billiger, sondern vor allem in Neuseeländischem Eigentum, während Countdown australisch sei. Nun gibt es hier eine Warenhauskette, eher so im Billigkram-Bereich, Qualität naja, bei denen man aber Klamotten und anderes viel günstiger bekommt.Etwa ein T-Shirt aus Synthetik (normalerweise trage ich nur Baumwolle, im Urlaub aber nur Synthetik, weil leichter, schneller trocknend, verzieht sich nicht so eklig) habe ich ab 5$ (ca. 3 Euro) bekommen. Unterhosen und Socken ergänzt. Zwar laufe ich jetzt teils in weißen Socken rum, weil sie die Billig-Socken in meiner Größe nur noch in weiß hatten, aber dafür habe ich neulich mit den Sandalen auch teure schwarze Socken gekauft, und ich habe einen hinreichenden Sockenvorrat.

Man kommt also schon halbwegs günstig an wichtige Sachen, wenn man zu den großen Kaufhäusern bestimmter Marken vor die Stadt fährt (wo ich ohnehin vorbeikam), aber die Zielgruppe, an die es sich richtet, ist klar. In allem Klamotten, die ich mir gekauft habe (z. B. noch einen warm gefütterten Kapuzenpulli und so richtig proletenhafte Jogginghosen, prima für kalte Morgen) hing ein Zettel, der politisch korrekt und nicht-diskriminierend versicherte, dass alle diese Stücke bis zur Größe 6XL erhältlich seien.

6XL.

Das ist mal was.