Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Bullshit-Druckbetankung durch die „Politische Bildung”

Hadmut
2.10.2018 0:51

Ich war wieder mal auf einer feministischen Veranstaltung.

Dass ich mit der Bundeszentrale für Politische Bildung schlechte Erfahrungen gemacht habe, weil ich da auf Veranstaltungen erlebt habe, dass die die Leute mit linker Ideologie druckbetanken, und die sich anhören wie eine getarnte Propaganda-Außenstelle der SPD, habe ich schon beschrieben. Und dass die hinterher mit der Videokamera Gäste interviewt haben, ich denen ziemlich deftig gesagt habe, dass ich was für Unfug halte, was sie da verzapfen, und die es für ihre Zusammenfassung so geschnitten haben, als würde ich ihnen zustimmen, habe ich auch beschrieben.

Es gibt in Berlin noch eine andere Organisation, die man dem Namen nach fast verwechseln könnte: Die Berliner Landeszentrale für Politische Bildung. Scheint sehr ähnlich, aber auf Landesebene. Nähe Bahnhof Zoo.

Auf die bin ich neulich aufmerksam geworden, weil im Tagesspiegel auf deren Veranstaltungsreihe „Rückfall in eine autoritäre Zukunft” hingewiesen wurde (Webseite mit Flyer) Schon den Titeln merkt man an, dass das völlig nach links abdriftet.

Tatsächlich geht die Reihe darum, darüber zu jammern, dass die feministisch-linken Utopien weder funktionieren noch bei der breiten Bevölkerung auf Gefallen stoßen, und die Rechten und die Populisten dran schuld und alle so gemein sind. Das linke Projekt stottert, und sie wollen darüber jammern, dass es eben so ist und alles nur daran liegt, dass inzwischen alles voller Rechter sei, Wiedergeburten und Auferstehungen der alten Nazis. Deshalb natürlich auch gleich Frakturschrift im Logo, denn natürlich halten sie sich für die Moderne, den Fortschritt, und alle, die anderer Meinung als sie sind, für den Rückschritt direkt zu 1939. Und wie immer halten sie sich für die Demokratie und allen anderen für undemokratisch, ungefähr so wie Honecker und seine Deutsche Demokratische.

Neulich war ich bei der ersten Veranstaltung, Kritik der Demokratie, mit der Professorin Claudia Ritzi. Die faselte was davon, dass wir in einer „Postdemokratie” lebten.

Das ist so typisch hohles Geisteswissenschaftlergeschwätz, Rhetorik für Sprechbehinderte und Verständnisbenachteiligte, es muss alles Post- oder Anti- sein, wenn’s vorne dran kommt, und *-ismus oder *-ernde, wenn’s hinten dran soll. Schrumpfsprache durch intellektuelle Verkümmerung. So herkömmliche Sprache wie „undemokratisch” oder „demokratiefeindlich” oder gar eine positive statt negativer Beschreibung (ich meine damit nicht gut/schlecht, sondern sie als das zu beschreiben, was sie sind und nicht, was sie nicht sind) wie totalitär, absolutistisch, diktatorisch, autokratisch, propagandistisch, und so weiter, kommt da nicht. Kennen die nicht, verstehen die nicht, wissen die nicht, denn sie kennen nur sich selbst und die Freund-Feind-Kennung gehört-zu-uns oder gehört-nicht-zu-uns-also-Anti-oder-Post.

Auch inhaltlich hatte die eigentlich nichts zu sagen außer „Die Rechten sind an allem schuld und populistisch und so postdemokratisch”. Es ging nach meinem Eindruck mehr darum, sich über die halbe Stunde Vortragszeit zu retten und zum Podiumsblabla zu kommen, denn die 90 Minuten sind da offenbar ungefähr dreigeteilt in je 30 Minuten Vortrag, Diskussion, Publikumsfragen. Nachdem sie da völlig inhaltlos direkt in die Gegnerbeschimpfung einstieg und den Untergang des Demokratischen schlechthin beschwor, unterbrach ich die mal und fragte, ob sie nicht erst mal Grundverständnis herstellen und einfach mal sagen könnte, welche Bedeutung des Begriffs „Demokratie” sie zugrundelegt, wie sie Demokratie und Postdemokratie definiert. Sie widersprechen sich nämlich ständig selbst, sie reden von Demokratie, wollen aber nie, dass das Volk irgendwas entscheidet, sondern sind immer der Meinung, dass sie als die Elite vorgibt, was zu tun ist, und alle andere stillschweigend zuzustimmen haben. Demokratie irgendwo zwischen Honecker und Lenin. Das genaue Gegenteil. Wehe, das Volk käme auf die Idee, einen eigenen Willen und Gedanken zu entwickeln, das wäre dann total Un-… oh, pardon, natürlich postdemokratisch. Sie halten sich für die erlesene Elite, die Avantgarde, die für das Volk entscheidet und erkennt, was richtig ist.

Nun, sie konnte es nicht erklären. Eine aus Steuergeldern bezahlte Professorin, die nicht mal die Begriffe, auf die sie sich stützt, von selbst erklärt oder auf Nachfrage erklären kann. Zu meiner Zeit wäre man bei den Informatikern für sowas aus dem Proseminar im Vordiplom geflogen. Und die werden mit sowas Professorin.

Sie sagte damals sowas in der Art, dass sie das im Folgenden „implizit erarbeiten” wolle und fragte mich so rhetorisch von oben herab wie Kindergartentante zum Vierjährigen „Gut so?”, worauf ich natürlich „Nein!” sagte und sie dann irgendwas von „Volk wählt…” brabbelte und verschluckte, weil ihr das nicht passte, weil es nämlich ihrem Standpunkt genau zuwiderlief, dass nämlich das Volk gar nichts zu melden und nur links zuzustimmen habe.

Nun war ich heute wieder da, und heute trat eine gewise „Juliane Lang” von der Uni Marburg, und da ging’s um „Antifeminismus”.

Flyer-Text:

Unter dem Kampfbegriff des „Gender-Wahns“ wird versucht, erreichte Standards zurück zu drehen: Von der Anerkennung der Vielfalt geschlechtlicher Lebensweisen, über Familienpolitik und Kindererziehung bis hin zu Studiengängen wie „Gender Studies“ und Quotenregelungen z.B. in den Vorständen von Großunternehmen. Welche gesellschaftspolitischen Ziele verfolgen die Akteure*innen des neuen Antifeminismus?

Dem überwiegend feministisch-absurden Publikum hat’s gefallen, aber nach meiner Einschätzung kommt man sich da als normaler Mensch verarscht vor, denn die redete zwar viel, sagte aber überhaupt nichts, sondern spulte nur – wie im Sozialismus – eintrainierte Rhetorikversatzstücke ab, totales Gendersprech, und sagte dann unentwegt solche Dinge wie „Ringen um Deutungsmacht in den Diskursen”. (Und selbst das war, wie sich später auf einer Folie zeigte, von einem Mann abgeschrieben, nämlich einem Thomas Schührer.)

Und natürlich den üblichen Käse, dass Geschlecht nicht biologisch, sondern nur ansozialisiert sei (also das, wovon im Fernsehen immer geleugnet wird, dass Feministinnen sowas behaupteten, da geht es dann immer nur um Knieprothesen und Herzinfarkte.)

Die Leute sind gedanklich und sprachlich überhaupt nicht mehr (oder waren es noch nie) in der Lage, einen Standpunkt einzunehmen und verständlich auszudrücken, die blubbern nur noch in einer Endlosschleife die immer selben Versatzstücke.

Dementsprechend war sie auch nicht in der Lage, ihren Standpunkt darzustellen und den gegnerischen Standpunkt sachlich zu kritisieren. Sie brachte eingangs ein Zitat (das fällt mir auch auf, sie sind nie in der Lage, irgendwas selbst zu artikulieren, sondern leben nur in Zitaten. Erinnert mich an eine Star Trek NG Folge, in der Captain Picard auf einem einsamen Planten notlandet und dort mit einem Außerirdischen einer fremden Zivilisation aushalten muss, der nur unverständliches Zeug brabbelt, bis Picard endlich dahinterkommt, dass die nur in Situationsbezügen durch Zitierstellen ihrer Legenden reden können und man diese Legenden kennen muss, um den Kontext des Zitates einer Legendenstelle verstehen zu können.)

Sie listete dann Volker Zastrow von der FAZ als den Erfinder und Diskurseröffner des Antifeminismus auf, also den, der an allem Schuld ist, dann Birgit Kelle (habe mit „Mach doch die Bluse zu” die Schuld wieder auf Frauen verlagert), Harald Martenstein, Jan Fleischauer, sciencefiles als die Inbegriffe des Bösen des Antifeminismus. Und natürlich Ulrich Kutschera, der es gewagt habe, gegen das Gendermodell durch Bezug auf das Paarungsverhalten der Goldfische anzugehen. (Ich muss mir offenbar mehr Mühe geben, ich wurde nicht erwähnt.), dazu zwei genderkritische Videos, einen der Jungen Freiheit von 2015 und eines von Björn Höcke in irgendeinem Landtag von 2014, die da alle so eine patriarchalisch, reaktionäre, antifeministische Suppe bilden.

Irgendeine konkrete Kritik oder Gegenmeinung?

Nichts.

Das wurde einfach so als selbstverständlich hingstellt und vom Publikum auch so angesehen, dass Gender die Wahrheit und alles andere einfach per se patriarchalisch und lächerlich ist. Man lachte über den Goldfisch, aber immerhin hat Kutschera einen. Selbst hat man gar keine Argumente.

Auch absurd daran war, dass die Frau immer wieder davon redete, dass Männer es nicht ertragen könnten, wenn Frauen „selbständig” seien.

Ihr macht Euch keine Vorstellung, wie grotesk lächerlich das auf mich wirkte. Da stand in dieser Reihe schon die zweite Frau auf dieser Bühne, die ihren Standpunkt nicht artikulieren und sich nicht selbständig ausdrücken kann, die in ihrer schieren Existenz und ihrem Auftreten davon abhängt, andere zu zitieren und deren Filme zu zeigen, und seien es ihre Gegner, und die halten sich alle für selbständige Frauen.

Das ist umso lächerlicher, als sie ja alle reine Bullshit-Jobber sind, die eigentlich gar nichts können, aber vom Steuerzahler durchgefüttert werden. Ich habe schon vor 6 Jahren geschrieben, dass da die Versorgung durch die Ehe nur durch abstrahierte und anonymisierte Beamtenstellen ersetzt wurde, die die Alimentierung auf den Steuerzahler umlegt, sie also reine Alimente-Empfängerinnen auf Lebenszeit sind, die dafür überhaupt nichts leisten, und die halten sich für „selbständig”.

Der Brüller war aber, dass der Beamer zwischendrin anfing, sehr unangenehm zu flackern. Und diese „selbständige Frau” stand hilflos vor diesem (anscheinend ihrem eigenen) Rechner, konnte nur hilflos mit den Armen rudern, und sich von einem Mann retten lassen, der dann kam, die Einstellungen durchging, und mal prüfte, ob die Stecker alle richtig fest drin sind. Letztlich mussten sie den Beamer neu starten, aber die Frau stand da völlig hilflos herum, war auf den Mann angewiesen, und hält sich für „selbständig”.

Für die Sorte „selbständiger Frau”, vor der die Männer solche Angst hätten.

Steht vor dem Rechner und rudert hilflos mit den Armen.

Diese Leute sind von einer Lächerlichkeit, die mit Worten nur noch schwer zu beschreiben ist. Völliger Realitätsverlust.

Immerhin (Oh, Jubel!) brachte sie dann wenigstens mal eine Begriffsdefinition, ich gebe hier einfach mal einen „Screenshot” wieder:

Wobei sie allerdings auch nur sich selbst in Zusammenarbeit mit einem Ulrich Peters von 2015/2018 zitiert (ich habe nur das gefunden, und da sprechen die „Rezensionen” schon Bände 😀 )

Was dann vielleicht auch erklärt, warum ich da nicht erwähnt wurde. Ich halte Feminismus nämlich nicht für omnipotent, sondern einfach nur für kriminell und bezüglich der Sicht des großen Fußvolkes und des Publikums für strunzdumm am untersten Ende. Wenn ich auf solchen Veranstaltungen bin, spüre ich oft diese schiere Dummheit der Leute, die man förmlich auf der Haut kribbeln fühlt, so dass man sich nach dem Rausgehen gerne mit Seife dekontaminieren würde, wie bei der ABC-Ausbildung der Bundeswehr, auf dass man nicht auch blöde werde.

Die sind überhaupt nicht mehr in der Lage, irgendetwas zu begründen oder auf Richtigkeit zu prüfen. Die suchen sich irgendeinen frei erfunden Blödsinn aus und schimpfen dann jeden rechtsradikal und Nazi, der nicht mitspielt. Und wenn’s nicht funktioniert, sind immer die anderen schuld. Wie im Kindergarten. Und halten sich dann für selbständig.

Wie Dunning-Kruger auf Speed.

In der Fragestunde habe ich dann mal eine Frage gestellt. Ich würde ihre Herangehensweise nicht verstehen. Sie könnten den ganzen Streit doch ganz einfach mit einem Handstreich für sich entscheiden und beenden, indem sie einfach mal auf den Tisch legten, wie man auf die Gendersichtweise käme und wie sie es wissenschaftlich beweisen. Dann wäre die Sache ein für alle Mal erledigt. Wenn man sie aber fragt, gar auf Auskunft verklagt, kommt da gar nichts. Man könnte Gender-Professorinnen unter der Folter befragen, die sagten nicht, woher die Auffassung käme. Das verstünde ich nicht. Zumal einige wenige Gender-Professorinnen schon zugäben, dass es sich dabei nur um eine Annahme oder Arbeitshypothese handele, man also nicht wisse, dass es stimmt. Warum würden sie das nicht einfach mal sagen, worauf das beruht?

Man sammelte Fragen und antwortete später.

Die Antwort:

„Das was Sie gerade anbringen ist eine klassische antifeministische Argumentationsstrategie, nämlich den Geschlechterstudien die Relevanz [ich verstehe nicht genau, ob sie Relevanz, Substanz oder Brisanz sagte, die eine Silbe wurde verschluckt] abzusprechen, [Einwurf von mir: Das habe ich überhaupt nicht getan!], den Geschlechterstudien die Wissenschaftlichkeit abzusprechen. In dem Moment, wo es darum geht, von der eigenen ideologischen Verhaftung und Weltanschauung abzulenken, wird dem Gegenüber der Ideologievorwurf gemacht. Die Geschlechterstudien gibt es seit den frühen 1990er Jahren, sie sind entstanden aus den Frauengeschlechts- und Frauenstudien. Es ist tatsächlich eine Weiterentwicklung, wie ich anfangs auch geschrieben habe, für die feministische Rechtsextremismusforschung, die sich ursprünglich mit Frauenthemen beschäftigt hat, und dann dazu gedrungen ist, dass wenn ich über Geschlecht rede, ich ja nicht nur über Frauen rede, sondern über Frauen und Männer, über Geschlechterverhältnisse. Und den Geschlechterstudien tatsächlich die Relevanz beziehungsweise die Wissenschaftlichkeit abzusprechen ist ein Vorwurf, der von den sogenannten Wissenschaftlichkeitswächtern erhoben wird, aber eben auch einem anderen Spektrum von antifeministischen Akteuren.

Frage von mir: Ist es zuviel verlangt, eine Antwort auf die Frage zu bekommen?

Grobfeministin neben mir: Das war ne Antwort!

Ich hatte ihnen (hier) die Wissenschaftlichkeit nicht abgesprochen, sondern die Frage gestellt, warum sie Wissenschaftlichkeit nicht einfach als Trumpfkarte ziehen und den Diskurs, über den sie so jammern, schlicht und einfach für sich gewinnen. Als Antwort bekomme ich so einen im Kampfrhetorikseminar (dessen Besuch sie vorher noch erwähnte) auswendig gelernten Abwimmeldummspruch.

Das Problem daran ist halt, dass es ein wissenschaftlich völlig legitimer Weg ist, jemandem, der nichts vorträgt, Unwissenschaftlichkeit bzw. Fehlen von Wissenschaftlichkeit vorzuhalten, denn die Beweislast liegt (anders als sich die Clowns namens Geisteswissenschaftler einbilden) immer bei dem, der behauptet und in Anspruch nimmt. Wenn ich also frage, warum sie nicht einfach wissenschaftlich auftrumpfen, dann lasse ich es in der Fragestellung ja gerade offen, ob sie haben oder nicht.

Wer dann über den „Diskurs” jammer und nicht einfach hinlegt, der hat nicht, der kann nicht, der ist nicht.

Die sind wirklich so doof. Die haben nichts.

Und im Prinzip haben sie das vorher sogar zweimal zugegeben.

Denn Lang selbst bezog sich vorher mal zum Vergleich auf die Teilchenphysik, die könnten ihre Modelle normalen Menschen ja auch nicht erklären. (Boah, dabei hat die Physik seit hunderten von Jahren wirklich alle ihre Inhalte genau untersucht und experimentell nachgewiesen, ich habe im Physikunterricht noch die Jahre von der 7. bis zur 13. Klasse durchweg mit Experimenten und Nachweisen verbracht, und danach an der Uni zwei Praktika. Und dann kommt diese Gender-Tante von Politikschwätzerns Gnaden und vergleicht sich mit Teilchenphysik… das ist schon ziemlich derb, da reicht Dunning-Kruger bei weitem nicht mehr.) Und die Moderatorin sprach einmal davon, dass Männer das „Konzept” nicht verstünden. Dass Gender also keine Tatsache oder wissenschaftliche Erkenntnis, sondern eine Art Plan ist. Man will die Leute einfach poststrukturalistisch-diskursiv zu Gender-Zombies machen, indem man unentwegt davon redet und alle umnietet, die was anderes sagen, weil man an diesen Diskurs-Schwachsinn glaubt, wonach der Diskurs die Wirklichkeit schafft.

Später meldete sich ein Türke oder Türkischstämmiger, der einen sich mäandernden völlig verwurschelten themenspringenden Kurzvortrag hielt und am Schluss sogar selbst nicht wusste, was er eigentlich gefragt hatte (ich auch nicht), in dessen Rede ich aber einen interessanten Aspekt entdeckte.

Die Sprecherin versuchte nämlich ständig, jeden, der nicht mitgendert, in die Nazi-Ecke zu stellen und des Antisemitismus zu beschimpfen. Also irgendein gesellschaftlich hinreichend abgelehntes Hasswort dranzukleben. Weil nur Nazis und Antisemiten etwas gegen Feminismus haben könnten, also sei jeder Antifeminist natürlich auch Antisemit. Das fand der Türke unlogisch. Er verwies (als Moslem!) dazu auf den Thalmud, und das Frauenbild darin, in dem Frauen in einer festen Rolle ganz unten und nichts wert wären, und wenn er ihnen einen Aschkenasen hier hinstellen würde, dann würde der sie als Feministen schallend auslachen. Das Judentum hätte für Feminismus also gar nichts übrig. Deshalb sei es unsinnig, Feminismuskritik mit Antisemitismus gleichzusetzen, weil die Juden ja auch feminismusfeindlich wären.

Das haben sie aber nicht kapiert. Sie faselte was, dass man in vielen religiösen Texten was über die Rolle der Frau fände. Das Publikum hat dazu nichts gedacht.

Es ist einfach unglaublich, was für einen Bullshit die da mit unseren Steuergeldern treiben.

Nachtrag: Interessant fand ich, dass sie sagte, dass sich viele nicht mehr trauten, das Wort „Gender” auszusprechen, weil damit sofort Widerstand verbunden wäre, und sich viele eben auf Vielfalt oder Diversität hinausredeten. Der Begriff sei inzwischen so negativ besetzt, dass man ihn meide. Das läge daran, dass die bösen Patriarchaten in den Begriff alles böse und dumme reingepackt hätten und niemand mehr die erlauchte Reinheit des Begriffes sähe. (Als ob sich das Gender-Volk jemals über irgendwas einig war, die spielten ja immer laufender Keiler.) Aussage aus dem Publikum: „Das Patriarchat schlägt zurück.”

Generell war rauszuhören, dass sie inzwischen ziemlich Gegenwind bekommen und nicht wissen, was sie damit machen sollen. Und jetzt eben verstärkt darauf schwenken, jeden als Nazi zu beschimpfen.

Nachtrag 2: Wie doof muss man eigentlich sein um zu glauben, dass man einen wie mich mit so einer Dummspruchantwort abwimmeln und abkanzeln könnte?