Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

SPD – SED – RAF ?

Hadmut
30.7.2017 0:04

Mir geht da was durch den Kopf.

SPD und SED waren zusammen im Bett. Das ist nicht nur bekannt und beschrieben, ich habe auch Zuschriften von Lesern bekommen, die auf die engen Querverbindungen von SPD und SED hinweisen. Darunter etwa, dass die Opposition der DDR die SPD gebeten hatte, die Kredite für die DDR einzustellen, die SPD das aber nicht wollte, weil sie die DDR stabilisieren und erhalten wollte.

Angeblich gab es auch Verbindungen zwischen der Bundes- und Landespolitik und Bordellen und Strichern, womit viele Politiker erpresst und gefügig gemacht wurden, nicht selten auch mit pädophilen Komponenten. Über den Verdacht der Verbindungen der Politik zur Drogen- und Pädophilenszene habe ich ja schon geschrieben und zur Vermutung, dass es damals bei der Kinderpornosperre nicht darum ging, Kinder vor Päderasten, sondern Politiker vor Geheimdiensten zu schützen.

Was mir nun durch den Kopf geht:

Es ist ja nun auch bekannt, dass die SED und die Stasi die RAF gestützt haben. Die haben da gelebt, haben dort Unterschlupf gefunden, wurden ausgebildet. Irgendwo stand, dass die einen Anschlag (war das nicht der auf den US-General?) vorher auf einem DDR-Truppenübungsplatz mit einem PKW und russischen Panzerfäusten geübt haben.

Kann die SED einerseits die Brüderschaft mit der SPD und andererseits Terrorismus gegen die SPD-Regierung betrieben haben, ohne dass die SPD davon wusste?

Das würde zwar taktisch generell in das Schema der Stasi passen, Feind zu sein und sich gleichzeitig als Freund auszugeben, zumal wenn sie meinten, dass sie damit ja der sozialistischen Sache dienlich wären. Zumal die SED und Stasi ja auch die West-SPD unterwandert haben sollen (Brandt und die Guillaume-Affäre nur als Beispiel), es also mit der brüderlichen Freundschaft auch nicht so wahnsinnig weit her gewesen sein kann. Aber jemandem zu misstrauen und ihn auszuspionieren ist eines. Terroristische Anschläge zu verüben, die eine Regierung unter Druck setzen und in Handlungszwang bringen, ist eine ganz andere Sache.

Warum eigentlich sollte die DDR Terroranschläge gegen eine SPD-Regierung, gegen einen SPD-Kanzler fördern? Was könnte sie damit erreichen, was sie nicht auf direktem Weg besser und einfacher erreicht? Was hat sie davon? Sah die DDR die SPD als Klassenfeind an?

Und wenn das so ist: Warum hat die SPD dann nicht ablehnend reagiert, als das nach der Wende ans Licht kam?

Eigentlich hätte die SPD doch stinksauer sein müssen, als da ans Licht kam, dass der liebe Genosse Erich ihr in die Beine gegrätscht habe. Ich könnte mich jetzt aber nicht erinnern, dass ich davon etwas gehört hätte. Im Gegenteil hat die SPD auch nach der Wende intensiv mit SED- und Stasi-Leuten gekuschelt.

Irgendwie drängt sich mir die Frage auf:

War die SPD in den RAF-Terror verstrickt?

Haben da alle drei, SPD, SED und RAF kooperiert?

Warum sollten sie das tun?

Weil es ein gemeinsames Feindbild gegeben hatte. Die RAF entstand Ende der Sechziger Jahre. Ex-Nazis überall. Kurt-Georg Kiesinger war Bundeskanzer, Filbinger war Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Und andere mehr. Oft über die CDU. Besonders in Justiz und Politik waren unzählige Nazis untergekommen. Es musste sich bei der linken Studentenschaft – in gewissem Umfang sogar gut nachvollziehbar – das Gefühl breit gemacht haben, dass die Entnazifizierung völlig fehlgeschlagen war und die Bundesrepublik nach wie vor von Nazis regiert und gesteuert wurde. Die meisten Studenten dürften so Mitte 20 bis Anfang 30 gewesen sein, was bedeutet, dass da einige das Dritte Reich noch bewusst mitbekommen haben. Ulrike Meinhof ist im Oktober 1934 geboren, war also bei Kriegsende schon 10 Jahre alt und stand fraglos noch unter dem Eindruck der Zeit. Mein Vater ist 1936 geboren, und der konnte mir noch vieles über die Zeit erzählen, hat die Bombardierung von Dresden aus der Entfernung gesehen. Ich bin 1966 geboren und kann mich erinnern, als Kind noch allerlei Kriegsfolgen und Aufbauarbeit gesehen zu haben, und habe die frühen Lebensjahre sogar noch in einem Haus gewohnt, dessen oberstes Stockwerk von einer Fliegerbombe schwer beschädigt und nur behelfsmäßig repariert worden war, was man an Material damals halt hatte. Ich kann mich noch daran erinnern, die grob nachgemauerten Stellen im Dachgeschoss gesehen zu haben, obwohl ich damals gerade mal drei, vier Jahre alt war. Ich kann mich erinnern, noch den zerbombten Hauptbahnhof gesehen zu haben, wo kurz danach ein Einkaufszentrum hingestellt wurde.

Ich habe keinerlei Zweifel, dass die Studenten der 1968er sehr stark unter den Eindruck des Dritten Reiches und des Krieges standen, Deutschland war damals noch sehr, sehr kaputt. Baulich wie personell.

Es drängt sich geradezu auf, dass die 1968er Studenten überall Nazis gesehen und diese zu ihrem Feindbild gemacht haben. Dazu noch die Soziologensoße aus Gebrabbel und Pseudowissenschaft aus der Fankfurter Schule zusammen mit dne Sex-Spinnereien von Freud, die die in den Klassenkampf eingebaut haben, und den Marxismus als Zielideologie, fertig sind die linksextremen 68er mit ihrem albernen Rumgebumse. Drogen, Sex, Marxismus und Nazi-Jagd.

Damit passt man einigermaßen gut in das Schema der DDR, denn schon weil die das russische Besatzungsgebiet waren und die Russen bekanntlich von den Nazis schwer angegriffen wurden, waren die natürlich auch an einer Entnazifierung interessiert, und vermutlich nicht so begeistert von den Nürnberger Prozessen und der Erfolgsquote der Amis. Die werden sich durchaus dafür interessiert haben, auch im amerikanischen, französischen und britischen Sektor noch Einfluss zu nehmen.

Und auch die SPD hat Wurzeln in diesem Bereich, immerhin gehörten Leute wie Willy Brandt der SAPD, dem Untergrund und dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus an, haben das alles voll miterlebt, mussten ins Exil – und hatten historisch einige Querverbindungen zu und gemeinsame oder zumindest eng verwandte Vergangenheiten mit Größen der DDR.

SPD, SED und RAF waren in ihren Zielen, Gegnern und Ansichten durchaus ähnlich.

Es ist aber gut möglich, dass Helmut Schmidt nicht zu diesen Kreisen gehört hat, denn wie man spätestens seit Ursula von der Leyens Hausputz weiß, war Schmidt auch Leutnant der Wehrmacht. Ob er da freiwillig war und was man ihm da vorwerfen kann, ist eine andere Frage. Sympathie bei 68ern wird er damit nicht erworben haben. Tatsächlich hat er sich auch negativ über die 68er geäußert, sie später als arrogant und das als jugendliche Massenpsychose bezeichnet. Siehe auch hier, hier und im Video hier.

Schmidt war kein 68er. Und Schmidt und Brandt waren sich auch nicht grün, Schmidt war Wehrmachtssoldat, Brandt und Co. waren Regimegegner.

Und genau das könnte den Widerspruch erklären, dass SPD-Leute den Terror gegen den eigenen Kanzler unterstützt haben.

Zwar wurde die RAF schon Ende der Sechziger gegründet und auch gleich gewalttätig, aber erst mal in der sogenannten „ersten Generation“, die sich gegen Amerikaner, Justiz, andere Staaten richtete. Richtig los ging das erst mit der nächsten Generation ab 1977. Und Schmidt löste Brandt 1974 ab. Siehe zu den RAF-Anschlägen hier und hier. Das Verhältnis zwischen den 68ern und Brandt war zwar auch nicht gut, renkte sich aber ein, zumal 68er dann auch erst Eingang in die SPD fanden.

Kann es also sein, dass der linkere Flügel der SPD, der aus den 68ern entstand, gemeinsam mit der SED hinter der RAF stand? War das eine Gemeinschaftsoperation?

Dass daraus dieser irrwitzige Wahn, auf ewig gegen die Nazis kämpfen zu müssen, entstanden ist?

Und waren die 68er selbst von der DDR aus gesteuert?

Ich kann mich erinnern, dass zu meiner Studentenzeit (ab 1986) linke Gruppen an der Uni sehr aktiv waren, dass aber auch der Staatsschutz hinter ihnen her war, weil es hieß, dass diese Gruppen von der DDR aus gesteuert würden. Wenn sie das 1986 waren, dann waren sie es vermutlich auch 1968.

Haben also 68er, Teile der SPD und die DDR zusammen die RAF veranstaltet? Und nach deren Selbstauflösung 1998 als eine Art Nachfolgeorganisation die Antifa?

Läuft das gleiche Prinzip weiter, SED, Stasi und Terroristen (jetzt in der unfälligeren Softi-Version) gegen „Nazis“ und Kapitalismus und für Marxismus kämpfen zu lassen?

Die RAF hat mal mit Gewalt nur gegen Sachen angefangen. Zieht man daraus seine Rechtfertigung? Es wurde ja nach Hamburg oft betont, dass Rechte sich gegen Menschen und Linke sich nur gegen Sachen wenden würden (was ja nicht stimmt, behaupten sie nur gerne). Rechtfertigt man so Brandanschläge? Und vielleicht die Brandanschläge auf Flüchtlingsheime, die dann brennen, bevor jemand eingezogen ist?

Wurden wir 1977 massiv hinters Licht geführt?