Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Rolle der SPD in der Ver-DDR-isierung

Hadmut
29.7.2017 16:07

Weitere Informationen. Und Fragen. [Nachtrag]

Ich habe ziemlich viel (fast durchweg zustimmendes, mal bestätigendes oder ergänzendes, auch etwas skeptisches) Feedback zur Sache mit der DDR-isierung bekommen, auch des Inhalts, dass das ja eigentlich nicht nur lange bekannt, sondern sogar geplant war, und das nur aus dem Ruder gelaufen sei, weil man weder mit Gorbatschow, noch mit Putin gerechnet habe, und die nicht in den Plan passten. Der Osten habe seine wirtschaftliche Unterlegenheit aber schon früh bemerkt (Kunststück…) und das Unausweichliche geradezu inszeniert, um sich selbst quasi neu zu erfinden.

Kann man für richtig oder falsch halten, kann sein, dass es stimmt oder auch nicht, aber zumindest lohnt es sich, mal darüber nachzudenken und zu schauen, ob es stimmt oder nicht. Immerhin haben wir bisher auch keine bessere Erklärung für die Zerstörungs- und Verblödungswelle, die uns gerade heimsucht. Die beste Vermutung, die man hat, zu untersuchen, ist jetzt nicht so abwegig.

Viele Leser teilten mir mit, dass sie die SPD nicht wiederkennen könnten. Die SPD von heute habe mit der SPD von vor 30 oder 40 Jahren außer den drei Buchstaben und der roten Farbe gar nichts mehr zu tun, sei eine völlig andere Partei, die unter dem Namen (und mit dem finanziellen Vermögen) der alten SPD auftritt, als sei sie übernommen worden.

Ein Leser hat mich dazu auf das Buch „Volksverräter SPD“ hingewiesen, in dem Aufschlussreiches stünde, und das von einem Ex-SPD-Mitglied geschrieben worden sei.

Das brachte mich nun in einen Zwiespalt. Denn der Leser schickt mir dazu gleich den Link zum Download als PDF. Da war mir doppelt unwohl, weil das Buch vom Amadeus-Verlag stammt, aber auf der Webseite „Die Unbestechlichen“ verbreitet wird. Raubkopie? Bekanntlich wird man schon für den Link vom Landgericht Hamburg ohne Anhörung und Rechtsweg gekreuzigt. Da die Webseite „Die Unbestechlichen“ aber laut Impressum dem Amadeus-Verlag selbst gehört, und die ja mit ihren Werken tun und lassen können, was sie wollen, eben auch als PDF frei raushauen, erscheint mir das legal. Dafür erscheint mir das sonstige Verlagsprogram etwas … naja … schräg. Deshalb empfehle ich dem werten Leser, die nötige Vorsicht und Distanz zu wahren und – was sich immer bewährt hat – das Hirn zu gebrauchen.

Der Leser verweist dabei auf verschiedene Abschnitte, etwa die Seiten 48 bis 65. Darin heißt es (mit Bezug auf diesen WELT-Artikel, laut dem SPD und Linke versuchen, die Stasi nachträglich möglichst gut und unauffällig darzustellen – welches Interesse könnte eine SPD haben, die Stasi zu verharmlosen?), dass SPD und SED lange gemeinsame Sache gemacht hätten. (Irgendwer hat mir auch mal geschrieben, dass Führungskreise von Jusos und FDJ in Ost- und Westberlin häufig miteinander gesoffen hätten, ich finde jetzt aber nicht mehr, wo ich das aufgeschnappt habe.) Hintergrund der Kooperation zwischen SPD und SED sei nicht nur das gemeinsame sozialistische Gedankengut, sondern der der SPD inheränte Wunsch, die BRD zu vernichten. Was mir jetzt nicht abwegig, sondern plausibel erscheint, wenn man sich beispielsweise den Lebenslauf von Willy Brandt anschaut, der als Untergrundkämpfer gegen den Nationalsozialismus dargestellt wird, oder Herbert Wehner, der den kommunistischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten organisieren sollte, was der SPD ja heute noch im Blut liegt, wenn sie alles und jeden als Nazi beschimpft um ein Feindbild zu haben. Ich habe ja schon früher geschrieben, dass ich oft den Eindruck habe, dass die überall Papp-Nazis aufstellen müssen, um ihr Feindbild zu erhalten, weil sie nur daraus ihre Existenz schöpfen. Insbesondere die Kontakte etwa Wehners zur KPD könnte – auch wenn er ja angeblich mit Russen und Kommunismus gebrochen hat – durchaus in die Richtung SED laufen, denn die erklärte sich ja nicht für kommunistisch, sondern für sozialistisch.

Und einiges, so das Buch, auch mit Belegen, zeige, dass die SPD damals die DDR als beispielhaft und als Ideal angesehen und entsprechend unterstützt habe. Die SPD sei von Stasi-Spionen durchsetzt gewesen, habe das aber geduldet. Es wird auch die Frage gestellt, ob die Barschel-Affäre und dessen Ableben (1987) von Stasi-Leuten zugunsten der SPD inszeniert worden war.

Dass die DDR dann zusammengebrochen ist, sei der SPD gänzlich unpassend gekommen, weil damit ihr Ideal weggebrochen sei.

Interessant ist dabei auch der „Deutsche Herbst“, der Terror der RAF vor 40 Jahren. Bekannt ist, dass manche der RAF-Terroristen von der DDR aus operierten oder da Unterschlupf fanden. Die Frage wäre, inwieweit die SPD da involviert und an dem Terror beteiligt war. Die Frage ist freilich bizarr, denn bekanntlich war die SPD damals Regierungspartei und Helmut Schmidt Bundeskanzler. Was, wenn es eine Verbindung zwischen der damaligen SPD-Regierung und der RAF gegeben hat? Wenn der Kampf des starken Bundeskanzlers Schmidt gegen den Terror zu einem Teil nur Theater war, weil die SPD auf beiden Seiten spielte? Eine ähnliche Frage stellt man sich ja heute auch, nämlich was und wieviel die SPD mit der Terror-light-Organisation Antifa und den wissenschaftsvernichtenden Studentengruppen zu tun hat, die sich inzwischen einen RAF-ähnlichen roten Stern als Logo geben? Und wieviel Geld der hunderte von Millionen, die Manuela Schwesig zum „Kampf gegen Rechts“ verteilte, landeten bei linkskriminellen Gruppen?

Waren SPD, DDR und RAF ein großer Brei?

Hat man den „antifaschistischen Schutzwall“ einfach virtualisiert, indem man die Betonmauern durch Betonköpfe ersetzt hat, die unter fast gleichem Namen (Antifa) weiterlaufen?

Ich habe das Buch nicht ganz gelesen, nur die Stellen überflogen, die mir der Leser empfahl. Beispielsweise die Seiten 91/92:

Es war im Januar 2017, als mich eine Email mit unbekanntem Absender erreichte. „Ihre Adresse habe ich aus ihrem Buch ‚NSU – Was die Öffentlichkeit nicht wissen soll’ und wende mich heute mit einigen Erkenntnissen an Sie. Wir sollten uns einmal treffen, am besten in Zürich. Ein Freund.“ Meine Antwort gab ich gleich: „Vielen Dank für Ihr Interesse, aber wer sind Sie und was können Sie mir bieten?“ Er: „Ich kann ihnen einiges über die SPD bieten, die sich in letzter Zeit
nicht mit Ruhm bekleckert hat, auch im Fall NSU nicht.“ „Wann können wir uns treffen und wo?“, fragte ich. „Am 11. Februar, am Hauptbahnhof Zürich“, lautete die Antwort.

Am 11. Februar war ich in Zürich, aber wie sollte ich den Mann erkennen und er mich? Als ich noch überlegte, stand plötzlich ein etwa fünfzigjähriger Mann vor mir und sprach mich höflich mit meinem Namen an. Wie hatte er mich erkannt? Wahrscheinlich hatte er mein Bild irgendwo im Internet gefunden. Doch ich sollte bald
eines Besseren belehrt werden. Plaudernd bewegten wir uns Richtung Limmat auf ein Café zu. Als wir saßen, begann er: „Ich habe Ihr Foto von der Bildstelle und will gleich mit offenen Karten spielen, weil Sie eh gleich merken werden, woher der Wind weht. Ich bin Angehöriger des Schweizer Geheimdienstes und wie Sie wissen, spielt in Sachen NSU und Waffen die Schweiz eine Rolle. Aber auch der derzeitige Zustand der SPD, die sich nach Meinung vieler zur linksradikalen Gruppe entwickelt hat, macht uns Sorgen. Sie waren ja mal Mitglied dieser Partei.“ Ich hörte gespannt zu und der Mann berichtete: „Es scheint, als unterstütze die SPD linksradikale Gruppen auf Demonstrationen und bezahle sie sogar dafür. Wir haben einige Demonstrationen begleitet und wissen genau, was wir sagen. Außerdem steht innerhalb der Partei die alte Garde der linken Kämpfer wieder auf, die schon so viel Unheil gebracht hat.“

Ich blicke den Mann ungläubig an. Er nickt bestätigend und fügt hinzu: „Es gibt sogar Gruppen innerhalb der SPD, die eine neue DDR auf dem Boden der Bundesrepublik errichten wollen, indem sie ein Gespenst des Rechtsradikalismus aufbauen. Das ist alles geplant. Die SPD will eine Art Diktatur unter die Demokratie mischen und diese Staatsform dann kippen. Übrigens wussten wir auch schon, dass Gabriel im Januar das Handtuch schmeißen würde, unsere Leute in der SPD-Zentrale hatten so etwas angedeutet. Es hieß, der Dicke habe sich verkalkuliert und wisse weder ein noch aus. Er brach sich selber das Genick.“

Das hätten Analysen in der Schweiz ganz klar ergeben. Außerdem hätte die SPD weitaus mehr Skandale zu bieten als irgendeine andere deutsche Partei. Es sei sogar so, dass die Partei Demonstranten für deren Protest bezahlen würde. Das sei in Berlin vor der jüngsten Wahl zum Abgeordnetenhaus so gewesen. Besonders gegen die AfD seien diese Aggressionen gerichtet, angeordnet von der Parteispitze. „Wir sind zwar ein kleines Land“, so der Mann, „aber wir wissen genau, was um uns herum geschieht. Es soll sich da keiner täuschen.“ Dann verabschieden wir uns. „Auf bald“, winkt er. „Beim nächsten Treffen erzähle ich mehr.“

Den Verdacht, dass die SPD in Verbindung mit den Antifa-Randalen steht, gab es ja schon öfters. Und dass man seltsamerweise jede x-beliebige unaufgeklärte Straftat als rechtsradikal einstufen und dann als solche bekämpfen will, fand ich auch schon immer merkwürdig. Ein noch unbewohntes Flüchtlingsheim anzuzünden und einfach ein paar Hakenkreuze irgendwohin zu sprühen wäre als Propaganda-Operation nicht nur extrem einfach, sondern würde auch in das Brandstiftungsschema der Antifa passen.

Man muss sich also durchaus fragen, was da seit dem Zusammenbruch der DDR gelaufen ist.

War das vielleicht so, dass SPD und SED zu DDR-Zeiten fest zusammengearbeitet haben, die SPD sich immer noch in einem von Leuten wie Brand und Wehner geprägtem Krieg gegen die Nazis wähnte und daraus ihre Energie und gemeinsame politische Denkrichtung bezog? Dass man sich der RAF bediente, um zur idealisierten sozialistischen Gesellschaft zu kommen und die DDR als Blaupause verstand? Und das irgendwie schief ging?

Und dann etwas passierte, womit man rechnen musste, aber was man nicht haben wollte, nämlich die Pleite der DDR in Verbindung mit einem unpassenden russischen Präsidenten Gorbatschow?

Hat man dann auf die Schnelle oder mit Vorbereitung (vielleicht für etwas anderes gedacht) die DDR absorbiert und die Leute in der SPD untergebracht, vielleicht dann aber die in die Linke abgespalten und mit der SED verschmolzen, mit denen man partout nicht auskam?

Um sich dann ein paar Jahre ideologisch etwas zu erneuern und – der Frankfurter Schule folgend – den Klassenkampf neu anzufachen und dazu regelrecht zu inszenieren? Rechte produzieren um gegen sie zu kämpfen? Um ein Alibi zu haben, um die Antifa und ähnliches mit Aufwand von hunderten von Millionen Euro aufzubauen und sich dabei der „Expertise“ von Stasi-Leuten zu bedienen?

Ist das mehr als nur ein grotesker Einzelfall, dass der Linksaußen-Spieler Maas die Stasi-Mitarbeiterin Kahane beauftragt und Schwesig noch Geld einwirft?

Ist das mehr als nur ein grotesker Einzelfall, dass man die Genderistin Susanne Baer auf dubiosestem in das Bundesverfassungsgericht einschleuste, die dort dann sowas wie das Leistungsprinzip sabotiert, damit die schleichende Revolution vor sich gehen kann, die wesentlich auf Übernahme der Universitäten beruht? Dass unsere Universitäten wie die in vielen westlichen Ländern nur noch spinnen, vor allem in den USA, und die dort schier durchdrehten, als nicht Clinton, sondern Trump gewählt wurde? Die USA also nicht sofort in den genderistischen Sozialismus sprang?

Und läuft es nicht alles darauf hinaus, uns alle zu komplett meinungs- und widerstandslosen Einheitsindividuen abzurichten, wie üblich durch Angst, Überwachung, Anprangerung, Indoktrinierung der Kinder?

Sind wir nicht längst wieder in einem Einheits- und Angststaat? Mit Unterdrückung der Meinungs- und Redefreiheit aus Berlin und Hamburg?

Nachtrag: Geht mir gerade noch so durch den Kopf: Diese Woche wurde doch in der Presse breit berichtet, dass sie plötzlich in Brasilien das Wrack der Landshut ausfindig gemacht haben, die da seit fast 10 Jahren am Rand eines Flughafens vor sich hinvergammelt und nur noch ein verdreckter Haufen Schrott ist. Anlass ist jetzt wohl, dass der Eigentümer die Standmiete nicht mehr zahlen kann und der Eigentümer des Flughafens wechselt, der ganze Schrott deshalb verschrottet werden soll.

Nun hat man zwar schon mehrere spannende Filme über die Entführung der Landshut gedreht, und ich bin alt genug, dass ich das damals noch selbst im Fernsehen mitbekommen haben und total spannend fand, und absolut begeistert von der GSG-9 war.

Aber: Warum hat man Filme usw. gedreht, aber sich nie um das Wrack gekümmert? Oder die überhaupt weiterverhökert? Warum steht das Ding seit fast 10 Jahren flugunfähig und kaputt da herum und keinen hat es bisher interessiert?

Will man da jetzt der RAF ein Denkmal errichten?

An bessere Zeiten erinnern, als der rote Terror noch die Hauptnachricht war und das ganze Leben bestimmte, und nicht nur ein widerlicher Haufen rotziger, steineschmeißender, brandstiftender, verzogener Kinder?