Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gewaltsucht – Korruptionssucht?

Hadmut
19.7.2017 22:00

Langsam kommt dann doch auch die Presse mal an den Punkt.

Ich habe ja schon ein paar Mal erwähnt, dass ich diese rechts-links-Achse für Unsinn und den Versuch halte, uns das Gleiche einmal negativ und einmal positiv zu verkaufen. Dass ich persönlich das alles eher in Polarkoordinaten sehe und mich der Winkel nicht interessiert, nur die Entfernung von der neutralen Mitte. Und dass das alles nur dazu dient, der persönlichen Gewaltsucht einen moralischen Anstrich zu geben.

Die FAZ hatte nun einen Artikel, der in diese Richtung geht:

Ein kleiner, aber höchst gefährlicher Teil der Gesellschaft ist mit Frieden überfordert. Er greift zu Gewalt, die oftmals von politischen Ideologien gedeckt wird. Es gibt auffällige Ähnlichkeiten zwischen den drei geballt auftretenden Formen des Extremismus.

Sie beschreiben recht gut und aktuell, dass wir gerade von drei Arten extremistischer Ideologien unter Druck gesetzt werden: Linksextremismus, Rechtsextremismus und Islamismus.

Es gibt einige auffällige Ähnlichkeiten zwischen den drei derzeit geballt auftretenden Formen des Extremismus. Die jeweilige Anhängerschaft ist nach Einschätzung von Verfassungsschützern ähnlich groß: danach soll es 23.000 Rechtsextremisten, 28.000 Linksextremisten und 24.000 Islamisten geben. Ungefähr ein Viertel der Linksextremisten und jeweils die Hälfte der Rechtsextremisten und der Islamisten gelten als gewaltbereit. In allen drei Fällen steigt die Zahl derjenigen, die bereit sind, Gewalt anzuwenden.

Ich habe ja neulich schon geschrieben, dass das für mich alles unter einen Oberbegriff „Tribalismus“ fällt, denn ich sehe keinen Unterschied zwischen Links- und Rechtsradikalen, und Islamisten ticken eignetlich genauso. Alles das in seinem Funktionsprinzip gleiche.

Allerdings stellt sich eine Frage: Wenn das miteinander korreliert, wie herum liegt dann die Kausalität?

Oder anders gefragt: Wird man durch linke Ideologie gewalttätig, oder suchen sich Gewalttäter linke Ideologie als moralische Ausrede und Rechtfertigung?

Kann das vielleicht sein, dass wir hier einen Markt haben, der Gewaltkriminelle mit der entsprechenden Community, Groupthink und einer rechtfertigenden Ideologie bedient? Dass das alles nur Geschmacksrichtungen von Kriminalität sind?

Mir ist dabei noch ein anderer Gedanke gekommen.

Ich habe ja schon häufig die Einschätzung geäußert, dass der Gender-Haufen nur aus Wirtschaftskriminellen und Betrügern besteht, die sich da im Feminismus ebenfalls nur ihre moralische Rechtfertigung und ihr Groupthink und ihre Ideologie abholen.

Gleiches Prinzip, nur als Inhalt die kleine Schwester der offenen Gewalt, also Erpressung, Betrug, Untreue, Unterschlagung und so weiter?

Nicht Gender macht betrügerisch, sondern es zieht die Betrüger an wie ein Kuhfladen die Fliegen?

Bemerkenswert der letzte Absatz bei der FAZ:

Es ist paradox: Je länger Deutschland im Frieden lebt, je mehr sich die Demokratie verfestigt bis hinein in die kleinsten Verästelungen von Minderheitenrechten, desto stärker scheint das Aggressionspotential zu wachsen und desto mehr Menschen – in der Regel sind sie jung – suchen sich einen Vorwand für einen Ersatzkrieg. Vielleicht ist das eine Erklärung: Ein kleiner, aber höchst gefährlicher Teil der Gesellschaft ist auf Dauer mit dem Frieden überfordert.

Trifft genau meine Sichtweise. Es geht nicht darum, Minderheiten zu schützen. Es geht darum, Kriminelle mit Vorwänden und Rechtfertigungen zu beliefern.

Und dass Leute mit Frieden überfordert sind und nur in Kriegskategorien denken, könnte genau auf übersteigertem Tribalismus beruhen, weil die Leute sich permanent in der Auseinandersetzung mit einem feindlichen Stamm wähnen und sich dazu ständig künstliche Gegner schaffen – mal waren es Juden, mal weiße Männer, mal Ungläubige.