Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gendersprech futsch: Gewalttäter, aber keine -täterinnen

Hadmut
13.7.2017 22:52

Ist Euch mal was aufgefallen? [Nachtrag!]

Nach der Gewaltorgie von Hamburg gab es unzählige Nachrichtensendungen, Talkshows und so weiter und so weiter.

Obwohl irgendwo berichtet wurde, dass unter den Brandstiftern und Plünderern auch ziemlich viele Frauen waren und man sie sogar auf einigen Fernsehbildern sah (ich glaube, ich habe sogar in einem Videoschnipsel von den Leuten auf dem Haus mit dem Gerüst, die von oben Gehwegplatten und Molotows geworfen haben, Frauen gesehen), ist in den Talkshows durchgängig nur von „Gewalttätern“ und ähnlichem die Rede, immer nur in der männlichen Form (bzw. generisches Maskulinum). Und zwar sogar dann, wenn SPD, Linke, Grüne reden, die sonst ständig fordern, dass immer beides erwähnt wird und gnadenlos alle Texte gendern und jeden als Sexist und Nazi beschimpfen, der irgendwo mal nicht beide Formen nennt.

So ganz plötzlich aber ist die ganze Gendersprache einfach weg. Auf einmal heißt es nur noch „Gewalttäter“, womit ja nach Gender-Doktrin und SPD-Ideologie nur Männer gemeint sein können. Also ob Frauen keine Straftaten begehen oder Drogerien ausplündern würden.

Ist das nicht total sexistisch und männerdiskriminierend, dass bei Straftaten und Gewalt automatisch unterstellt wird, dass das alles Männer seien, obwohl man auf den Videos etwas anderes sieht?

Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass da immer nur von „Polizisten“ die Rede ist, obwohl man auch da eine ganze Menge Frauen gesehen hat, wenn man mal genauer hinschaut.

Auch da ist plötzlich die gesamte Redeweise so, wie vor der Genderzeit. Keine Rede von Polizistinnen.

Und was mir da gestern auch aufgefallen ist: Ich war doch bei dieser unsäglichen Furtwängler-Aufführung. Ein ganzer Saal voller Feministinnen und eine Professorin, die Geschlechterstatistiken vorstellt. Und es war immer nur von zwei (In Zahlen: 2) Geschlechtern die Rede, die auch zusammen immer genau 100% ergeben habe.

Von den anderen 4094 der mindestens 4096 Geschlechtern, dem ganzen Queer-Quatsch, Geschlechtern wie Trans-Schwan nach Mitternacht mit Schokosoße, war nicht im Geringsten die Rede.

Auch da plötzlich wieder normales Sprechen ganz ohne Gender. Denn hätte man 4096 Geschlechter zugrundegelegt, wären Frauen ja extrem überrepräsentiert und könnten nichts verlangen. Dann müssten die nächsten Tatort-Komissare mit den Geschlechtern kopfstehende Kaffeekannee und Hibiskus bei Nordwind besetzt werden.

In solchen besonderen Situationen sieht man dann, dass der ganze ideologische Schwachsinn, den uns Parteien, Presse, Fernsehen ständig einhämmern, nur erstunken, erlogen und vorgetäuscht ist.

Und man sollte sie immer daran erinnern, wenn sie wieder mit Gender-Sprech daherkommen.

Nachtrag: Ein Leser weist gerade auf einen anderen wichtigen Aspekt hin: Warum heißt es überhaupt „Gewalttäter“?

Nachdem man StVO usw. alles auf Gender- und Partizipiensprache umgestellt hat, müsste es doch auch hier „Gewalttuende“ heißen.