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Handball-Fans sind Rassisten

Hadmut
10.2.2016 21:37

meinen die da von der ZEIT.

Warum?

Weil die deutsche Handball-Nationalmannschaft so weiß sei, als wäre sie Persil gewaschen, und dann die Vornamen:

Bereits ein erster Blick auf das Mannschaftsfoto erhellt: Das frische Erfolgsteam hat keinen einzigen Spieler mit dunkler Hautfarbe oder auch nur südländischem Teint. Es handelt sich, mehr noch, um eine Mannschaft ohne jeglichen Migrationshintergrund. 100 Prozent kartoffeldeutsche Leistungsbereitschaft. Wir listen die Vornamen der Spieler vollständig: Hendrik, Finn, Erik, Christian, Steffen, Jannik, Niclas, Steffen, Fabian, Simon, Tobias, Johannes, Carsten, Andreas, Rune, Martin. Alle Achtung! Das muss man 2016 in diesem Land erst einmal hinbekommen. {…]

Wenn Fußball Merkel ist, ist Handball Petry.

Und damit, nach Maßstäben der ZEIT, sind eben nicht nur die Spieler, sondern auch alle, die die deutsche Handballnationalmannschaft mögen, Erz-Rassisten.

Auch ein Standpunkt.

Ein Lacher gefällig? Der Autor des Artikels hört auf den Vornamen Wolfram. Kommt (wie Hadmut) aus dem Althochdeutschen. Und wenn man sich mal die Redaktionsliste der ZEIT durchsieht, gibt’s da zwar auch vier internationale Vornamen, aber insgesamt mehr urdeutsche Namen als in der Handballmanschaft, die er so anprangert.

Wobei man sich da schon schon wieder fragen kann, wer eigentlich die Leserschaft der ZEIT ist. Denn im allgemeinen Niedergang der Presse (nicht nur in der Qualität, sondern auch in der Auflage) wird immer wieder berichtet, dass die ZEIT eine der wenigen halbwegs stabilen sei, mitunter noch zulegen könnte. Da fragt man sich, wer kauft und liest sowas?

Nun, die Frage beantworten die kurioserweise gleich selbst. Am Ende des Artikels heißt es

Liebe Leserinnen und Leser, uns erreicht nicht nur hier in den Kommentaren, sondern auch auf einigen anderen Kanälen zum Teil sehr harsche Kritik an diesem Kolumnen-Beitrag von Wolfram Eilenberger. Wir nehmen das zum Anlass, in den kommenden Tagen einen weiteren Beitrag zum Thema Handball und Diversität folgen zu lassen.

scheinen also auch nicht alles so große Fans der ZEIT zu sein, die das lesen.

Na, mal sehen, was da noch kommt.

Nachtrag: Was erwarten die eigentlich? Dass man guten Spielern sagt, Du darfst nicht in der Nationalmannschaft spielen, weil Du den falschen Vornamen hast?