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Opferkrieg USA: Genderistische Holocaust-Verharmlosung

Hadmut
9.2.2016 21:53

Ach Herrje. Was läuft denn da gerade ab in den USA?

Irgendwie bekomme ich gerade Angst vor meiner eigenen Prognose.

Ich hatte ja gerade gebloggt, dass einige Vorgänge in den USA bei mir den Eindruck hinterlassen, als würde sich dort gerade so eine Art Bürgerkrieg »farbig gegen weiß« zusammenbrauen, veranstaltet und getrieben von der Sorte Leute, die man als »Social Justice Warrior« bezeichnet.

Dazu hat mich ein Leser auf einen aktuellen (Blog-)Artikel von David Bernstein der Washington Post hin, der sich mit einem Facebook-Posting einer Oberlin-Absolventin (Unter dem Namen bzw. Ort Oberlin gibt es eine ganze Menge Schulen, gemeint ist aber das Oberlin College) auseinandersetzt, die da wüste Dinge berichtet. Leider habe ich in diesem Riesen-Wust von Querverweisen und Hinweisen auf andere Webseiten nicht entdeckt, wo denn der ursprüngliche Facebook-Post eigentlich sein soll. Scheint nicht mehr online zu sein, aber der untere Teil des WP-Artikels gibt den Text wieder.

Dort nämlich mache sich gerade eine aggressive Auffassung des Begriffes Rassismus breit, der sich strikt an Hautfarben orientiert und daraus folgert, dass der Holocaust keine rassistisische Angelegenheit, sondern eine unbeachtliche innerfamiliäre Sache gewesen wäre, nämlich ein „white on white crime”. Da herrscht die Sichtweise, dass das nicht wichtig und nicht relevant ist, was die »Weißen« da untereinander treiben. Rassismus sei’s nicht, und nur Rassismus ist noch relevant.

I noted that I found most remarkable her assertion that multiple students had dismissively referred to the Holocaust as “white on white crime,” as if the “progressive” students there found it impossible to conceive of horrific racist violence outside the parameters of paradigmatic examples of racist violence in the United States.

Wenn man den Text so liest, dann hört sich das wie eine Art Konkurrenzkampf um einen Opfer-Status, um ein Opfer-Monopol.

I found the entire Facebook post of great interest, not just as a troubling sign of emerging hostility to Jews and Jewish concerns among self-proclaimed social justice advocates on left-wing campuses, but as an equally troubling sign of the degradation of intellectual discourse at such campuses more generally, as reason, compassion and just plain old decent manners are replaced with shrill sloganeering based on which group can most successfully proclaim itself to be a victim.

Und aus dem Text des Facebook-Artikels:

Because at oberlin, and indeed in the US overall, Jews are viewed as white and privileged (sometimes even above the avg white privilege, since yaknow, were all superrich and stuff) therefore our struggle does not intersect with other forms of racism and bigotry and ignorance that are so tenaciously fought against on campus. […]

The multiple times the Holocaust was referred to as “white on white crime” by my POC peers and hip white Jewish peers, […]

That time a Jewish person made a comment on fb saying “the only reason people care about the Holocaust is because it happened to white people” and got tons of likes from white and POC friends alike […]

That time Kosher Halal Co Op was told it couldnt serve “ethnic” food because Jews are white not “ethnic” (erasing identities of Mexican Jews, Asian Jews, etc)[…]

Und noch einiges zum Konflikt Israel/Palästina. Ich habe lange überlegt, was die Abkürzung SFP bedeutet, die da immer wieder auftaucht. Steht für Oberlin College Students for a Free Palestine. Da wird gerade die politische Macht über diese Hochschule (und zweifellos andere) übernommen.

Da findet ein hochaggressiver Übernahme-, Konkurrenz-, Verdrängungskampf um die Position des höchsten Opferstatus in der Gesellschaft statt. Ein regelrechter Opfer-Putsch.

Es gibt auch diverse andere Webseiten dazu, etwa diese hier. Oder diese hier. Ausgerechnet die, die vorgeben, gegen Rassismus zu kämpfen, bauen da erst mal einen derben Antisemitismus auf.

Food violation: General Tso’s Chicken

Wie sehr die da durchdrehen, sieht man schon an deren Küchenstreit. Die Universität bemüht sich, den Leuten Essen im Stil verschiedener Länder anzubieten, und das führt zu Campus-Terror, weil das Essen irgendwem nicht ganz heimisch vorkommt und sie das für eine »weiße« Kulturübernahme halten. Die New York Times berichtete.

Another article, published by The Review in November, detailed what students said were instances of cultural appropriation carried out by Bon Appétit. The culinary culprits included a soggy, pulled-pork-and-coleslaw sandwich that tried to pass itself off as a traditional Vietnamese banh mi sandwich; a Chinese General Tso’s chicken dish made with steamed instead of fried poultry; and some poorly prepared Japanese sushi.

“When you’re cooking a country’s dish for other people, including ones who have never tried the original dish before, you’re also representing the meaning of the dish as well as its culture,” Tomoyo Joshi, a student from Japan, told the paper. “So if people not from that heritage take food, modify it and serve it as ‘authentic,’ it is appropriative.”

Als ich an der Uni war, gab’s Stammessen 1, Stammessen 2 und Kleingericht. Fertig. Gegessen wurde, was die einem auf’s Tablett klatschten. Für Fragen, ob das irgendwie echt oder authentisch ist, wär man rausgeflogen.

Das wird da noch richtig aus der Spur laufen. Und dann sind da ja auch Waffen auf dem Campus erlaubt.

Mal gespannt, wann das Außenministerium vor dem Besuch amerikanischer Universitäten warnt.