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Holzkeule 2.0: Berlin auf dem Weg zurück in die Steinzeit

Hadmut
2.2.2016 23:23

In der Bundeshauptstadt merkt man gerade so richtig, wie die Zivilisation zerfällt und sich archaische Gesellschaftsmodelle auf Steinzeitniveau wieder ausbreiten.

Gerade gab es wieder einmal Tote, einen davon, weil er unschuldig und zufällig zwei Rasern in die Quere kam, die Ku’damm/Tauentzien mit Monstertempo entlang und über rote Ampeln rasten, um Wettrennen zu fahren. Beide polizeibekannt. Es wird ihnen nicht viel passieren, Berlins Justiz ist da so gnädig. Einer der beiden wurde heute schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen, denen ist nicht viel passiert. Dem Vater einers der Idioten fiel dazu nur ein, dass der Sohn dann halt mit der Schuld leben müsste. Es gibt Gerüchte, dass mindestens einer einer kriminellen Großfamilie angehöre.

Der Tagesspiegel beschreibt (vollständig nur gegen Geld), dass ein zentraler Platz in Berlin mit einer der Haupt-Umsteigestellen der U-Bahn gerade völlig den Barbaren zum Opfer fällt, weil sie da in Horden stehlen, rauben, prügeln, und es gar nichts mehr gibt, was sich ihnen noch in den Weg stellen oder sie irgendwie einschüchtern würde. Rauben, Stehlen, Prügeln ist mancherorts zum Normalzustand geworden, der Staat unternimmt da nichts mehr. Ist jetzt so.

Kennt Ihr den Roman “Herr der Fliegen” oder die Filme dazu?

Ein paar Jungen stranden auf einer Insel, ohne Erwachsene, und verrohen in kurzer Zeit zu brutalen Wilden.

Je nachdem, welche Zeitung man liest, hört sich die Story mal mehr, mal weniger danach an: BZ beschreibt, wie eine Horde wilder Kinder einen Imbiss und dessen Eigentümer belagerte, mit Steinen bewarf und auf ihn einprügelte. Die Morgenpost dagegen beschreibt etwas weniger politisch korrekt, dass die Jugendlichen da eine Strafaktion durchführen wollten (Prinzip Steinigung), weil da Alkohol verkauft würde. (Im bisherigen Zeitraum meiner Lebenserfahrung haben Jugendliche höchstens deshalb angegriffen, weil sie keinen Alkohol bekommen haben. Das sie Leute dafür bestrafen, welchen zu verkaufen, ist mir neu. Ich spekuliere ja drauf, dass sie auch mal Raucher mit Steinen bewerfen.)

Und sogar die ZEIT fragt, was da in Berlin los sei: Die Verwaltung versagt, die Kriminalität wird nur noch verwaltet.

Und das merkt man auch so, wenn man nur mal U-Bahn fährt. Sogar innerhalb der letzten 2 Jahre ist da in vielen U-Bahnhöfen zu bemerken, wie da die Sitten und Umgangsformen förmlich verrohen, das Gesindel die Oberhand gewinnt.

Berlin war schon immer heruntergekommen und soziale Müllhalde, aber momentan verwahrlost es sogar noch diesem Zustand gegenüber rapide.

Und das scheint irreparabel zu sein, denn wenn das erst mal einreißt, braucht es einen viel größeren Aufwand, um das wieder zurückzudrehen, als wenn man es gleich verhindert hätte. Selbst dazu war man aber nicht in der Lage.

Die Verwaltung ist zunehmend dysfunktional, das Staatssystem bricht gerade zusammen.

Zwar steigen die Steuern und Abgaben immer höher, immer mehr muss man dem Staat geben, aber man bekommt dafür immer weniger Staat geboten: Es ist alles verdreckt, es ist inzwischen kriminell, an immer mehr Stellen riecht es nach Urin, Kot, Erbrochenem, die Stadt vermüllt, fast überall liegt der Müll herum, Ratten laufen offen herum. Die Einbrüche mehren sich (ich hatte auch schon einen), immer öfter hört man von Überfällen, Leute werden einfach von hinten angesprungen, niedergetreten, verprügelt, ausgeraubt. Wer sich gegen Taschendiebe wiedersetzt, wird zusammengeschlagen oder niedergestochen. Der Drogenhandel regiert die Straße. Handy-Diebstahl ist Tagesgeschäft. Warum auch nicht? Den Tätern passiert ja nicht viel, wenn überhaupt.

Wir erleben hier gerade, wie eine Zivilisation erodiert, verfault, zusammenstürzt. Auf einmal haben wir wieder Zustände wie in der Steinzeit: Jeder gegen jeden mit Speer und Holzkeule.

Eine Regierung, die nicht nur fachlich-politisch unfähig ist, dem etwas entgegenzusetzen, sondern schon charakterlich nicht imstande ist, das Problem überhaupt zu erfassen. Eine Polizei, die dem hoffnungslos unterlegen ist und resigniert. Ein linkes Experiment, das katastrophal gescheitert ist.

Berlin ist auf einem steilen Absturz. Meines Erachtens so weit fortgeschritten, dass es das – zumindest aus eigener Kraft – nicht mehr schaffen kann, das ist wie eine Lawine. Wir werden in der nächsten Zeit noch einiges an Nachrichten erfahren – vorausgesetzt, die Presse lässt sie dann noch durch.