Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Causa Münkler: Studenten gegen Professoren

Hadmut
19.5.2015 21:00

Ich bin gerührt. Viele Leser hatten sich schon nach meinem Wohlbefinden erkundigt und besorgt gefragt, warum ich noch nichts zum Studentenkrieg gegen Professor Münkler an der Humboldt-Universität geschrieben habe. [Update]

Da ging vor ein paar Tagen was durch die Presse, etwa SPIEGEL, FAZ, nochmal FAZ, ZEIT, Tagesspiegel.

Worum geht’s?

Da gibt’s einen Professor der Politologie, Herfried Münkler, und der hält, wie das heute zumindest manche Professoren noch so machen, Vorlesungen. Über die Qualität will ich jetzt mal mangels eigener Kenntnis oder hinreichend verlässlicher Quelle nichts sagen, aber Politologen gehören im Allgemeinen für mich in dieselbe Schublade wie Soziologen, Literaturwissenschaftler und sowas, nämlich in die allerunterste, die der unwissenschaftlichen Schwafler. Noch schlechter als meine Meinung über die Professoren dieser Fächer ist meine Meinung über die Studenten dieser Fächer. Alles so unsagbar dämlich und hirnlos. Aber gut, da kommen die Richtigen zusammen, die haben sich dann gegenseitig verdient. Immerhin jedoch hat so ein Professor den Vorteil, dass, egal wie dummes Zeug er daherredet, seine Versorgung auf Lebenszeit bis ins Grab gesichert ist, und der nie mehr ernstlich arbeiten muss. Studenten dieser Fächer werden oft auch nie mehr arbeiten, aber eher, weil sie keinen Job finden.

Aber lassen wir das, ich muss eigentlich gar nicht auf die draufhauen, denn das tun die schon selbst. Die erklären sich da gerade gegenseitig für blöde.

Da gibt es Studenten, die Rede ist von mehreren männlichen und weiblichen, die alle unter einem gemeinsamen Pseudonym auftreten, und im Blog Münklerwatch über diesen Professor herziehen, und sich öffentlich – aber anonym – darüber beschweren, dass die Vorlesung nicht in ihr Weltbild passt.

Ich habe mal ein bisschen drin gelesen. Und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Autoren – wer auch immer sie sind – wirklich superstrunzdumm sind. Offenbar feministisch-links-zeitgeistmäßig gesteuert, doof wie Katzenstreu, aber völlig überheblich. Die meinen echt, sie müssten an der Uni nichts lernen, sondern kämen da hin, würden sich so ein bisschen auf Gegenseitigkeit und gleichberechtigt austauschen, und dafür einen Berufsabschluss bekommen. Nur mal so ein paar herausgegriffene Zitatfetzen:

Es gehört schon einiges an Manipulationswillen dazu, die Privilegierung einer privilegierten Perspektive wie der weiß-männlich-europäischen als Beitrag zu einer angeblichen Pflege von Diversity zu verklären.

Da weiß man eigentlich schon, was für Typen da schreiben. So voll Gender-Bekloppte.

Auffallend häufig entscheidet sich Münkler für sarkastische bis zynische Bemerkungen über das „Gendern“. Bereits zu Beginn gab Münkler einige auffällig holprige Gender-Versuche von sich. Zu Anfang konnte man dies noch als gutgemeinte Versuche eines zu einer anderen Zeit aufgewachsenen Professors kurz vor der Pensionierung betrachten, doch noch den Anschluss an mittlerweile gängige Standarts zu finden. Spätestens, als er ironisch betonte, dass er auch „gendere“ hätte man misstrauisch werden müssen. […]

Und mit dem Statement „Die Philosophen sind die Jungs … und Frauen… bei Platon ja tatsächlich Frauen…“ zeigt Münkler unbewusst auf, wie wichtig es hier wäre, von Philosophinnen zu sprechen. In Münklers Statement zeigt sich deutlich, wie die männliche Bezeichung die Assoziation einer männlichen Person weckt. Münkler ergänzt dieses Bild mit dem Hinweis, dass es bei Platon und der bereits im Auditorium aufgerufenen männliche Vorstellung entgegenstehend tatsächlich weibliche Philosoph_innen gegeben habe.

Dann aber auch sowas:

Darüber griff Münkler ein großes Versäumnis der Methodenmodule auf. Münkler machte sein Auditorium explizit darauf aufmerksam, dass Statistik Wissen mit Macht verbinde. So sei Statistik ein gewichtiges Werkzeug bei der Durchdringung der Gesellschaft durch die staatlichen Organe. Eine derartige klare Sichtweise, auf das, was Studierende lernen, fehlt in den Methodenmodulen leider völlig.

Und zum Streit selbst

Statt eines thematischen Einstieges teilte Münkler seinem Auditorium mit, dass seine Mitarbeiter_innen ihn über Unbekannte informiert hätten, welche Flugblätter verteilt hatten. Diese Flugblätter waren entfernt worden. Laut Münkler würden sie jedoch auf ein „Münkler-Watch“ auf hu.blogsport.de hinweisen. Dort werde die Vorlesung beobachtet. Münkler bedankte sich ironisch für die Ehre, die im zu Teil werde und merkte an, dass eine derartige „antagonistische Methode“ anonymer Beobachtung in der heutigen Zeit doch eher Methode der NSA sei. Vorgeblich jovial bekannte er: „Doch keine Sorge, ich halte das aus“. Dem widerspricht er jedoch im selben Atemzug, indem er die Anonymität der Verfasser_innen im Vergleich zu seiner eigenen Öffentlichkeit als „asymmetrisches Machtverhältnis“ charakterisiert.

Und auch auf das Einkommen stellen sie ab:

Die Situation ist absolut asymmetrisch. Auf der einen Seite steht der Prof mit X-tausend Euro Monatsgehalt, der in der Vorlesung uneingeschränktes Rederecht hat und sich kritische Nachfragen explizit verbietet. Zudem hat Münkler wortwörtlich die Macht. Dozierende haben tausendundeine Möglichkeit, Studierenden ohne Beweise und informell das Leben zur Hölle zu machen. Sei es bei all den kleinen Ausnahmen (Reading Journal zu spät abgeben, Unpässlichkeit bei Terminen) die es dann „leider, leider“ nicht mehr gibt, oder miese Behandlung in Veranstaltungen, Auslegungssachen in Klausuren, bis hin zur sprichwörtlichen Ausgeliefertheit in mündlichen Prüfungen – gibt es jede Menge Möglichkeiten, die asymmetrische Machtverteilung in gesellschaftlichen Feld „Universität“ für Subalterne spürbar werden zu lassen. Darüber hinaus hat Münkler super Kontakte zu Medien und Politik und verfügt über die erfolgreiche Inszenierung als Universalgelehrtem, dem sehr viel Glaubwürdigkeit und soziales Prestige entgegen gebracht wird. Auf der anderen Seite stehen eine handvoll Studierenden, mit bestenfalls BaföG, denen als gesellschaftliche und mediale Gestaltungsmittel Blog und Flugblätter zur Verfügung stehen (zumal Münkler sich bereits jegliche Rückfragen verbat).

Tja.

Ich halte das, was diese Studenten da schreiben, für Schwachsinn. Bezüglich dessen, was sie da zitieren, kommt mir der Professor allerdings auch nicht viel besser vor, wobei man aber berücksichtigen muss, dass die Zitate nicht vertrauenswürdig sind und der behauptet, dort völlig falsch zitiert zu werden.

So gesehen wäre mir das eigentlich wurscht, wer gewinnt, Hauptsache sie prügeln sich überhaupt.

Aber, ach. Meine Verfassungsdrüse beschwert sich. Freiheit von Forschung und Lehre.

Denn dieses Gender-Gesindel ist ja politisch, wird von Parteien gesteuert. Vielleicht sind das auch gar keine Studenten, sondern vielleicht eine Medienagentur. Bisschen zu auffällig, dass so viele Zeitungen über ein eigentlich belangloses und nicht erwähnenswürdiges Dummblog schreiben. Vielleicht eine inszenierte Demonstration? Wenn Ihr nicht das lest, was wir politisch wollen, stellen wir Euch öffentlich an die Wand?

Ein weiterer Versuch der Politik, die Inhalte von Forschung und Lehre (naja, mit Forschung hat Politologie ja nichts zu tun…) zu diktieren und andersmeinende einzuschüchtern?

Vor allem die Anonymität halte ich für kritisch, ich mag solche Heckenschützen nicht, vor allem, wenn sie nicht sachlich, sondern polimisch agieren. Über sich selbst sagen sie

Wir studieren mit Euch. Wir sind Unbekannte und möchten das bleiben, denn unsere Identität ist irrelevant und jede Meinung nur ein Fraktal. Wir möchten Euch keinen Stempel aufdrücken. Wir möchten den Raum zu einem Prozess eröffnen, dessen Ziel absolut offen ist. Wir stehen zusammen mit Euch allen am untersten Ende der akademischen Hierarchie. Von hier möchten wir alle einen Abschluss, einen Job und uns den Zugang zu Einkommen wahren. Wir möchten eine Zukunft mit unseren Kindern und Wohnraum und so weiter, um das hier entworfene Gedankenkonstrukt zu reproduzieren, damit unsere Nachkommen dies weiter kultivieren können. Ihr kennt das ja…

Leider zeigen jüngste Entwicklungen im online- und offline-Datenschutz, dass das nicht mehr so einfach sein wird. Potentielle Arbeitgeber_innen würden unsere Namen recherchieren können und dabei feststellen, dass wir in unserer Studienzeit kritische Diskurse organisiert haben – Heutzutage ist das Verteten einer Meinung leider nicht sehr karrierefördernd. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, wenn wir unser kleines bequemes bürgerliches Glück nicht mit postadoleszenter Revoluzzerei verspielen wollen.

Trotzdem sehen auch wir uns innerlich konfrontiert: Sind wir feige, weil wir nicht zu unserem kritischen Standpunkt stehen?

Ach, gar. Sie prügeln selbst die Political Correctness durch, aber möchten keinesfalls selbst in den Zwang geraten, mit dem Strom schwimmen zu müssen.

Was soll eigentlich aus Leuten mal werden, die keine Meinung vertreten wollen? Akademiker? Prüfungsrechtlich gesehen ist ein Prüfling, der keine Meinung vertritt, durchgefallen.

Kommen wir zu dem Punkt, warum ich mit diesem Blog-Artikel gewartet haben.

Ganz einfach: Ich vertrete die Ansicht, dass gleiches Recht für alle gelten soll. Und wie ich ja kürzlich bei der SPD gelernt habe: Für jedes Geschlecht. Ich lebe das, gleiches Recht für alle Geschlechter.

Und damit fange ich bei der Impressumspflicht an. Wenn ich als Mann ein Impressum führen muss, dann sollen die das auch müssen. Also habe ich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Beschwerde eingereicht und heute folgende behördliche Antwort bekommen:

Sehr geehrter Herr Danisch,

Ihre Beschwerde ist bei uns eingegangen. Der Domaininhaber wurde von uns informiert. Für die Anpassung der Anbieterkennzeichnung an die Vorgaben des § 55 RStV haben wir eine Frist bis zum 05. Juni 2015 gesetzt.

Mit freundlichen Grüßen

So sieht’s aus, wenn gleiches Recht für alle Geschlechter gilt.

Man nehme sich nun also Popcorn, Chips oder irgendsowas, lehne sich zurück und beobachte, wie sich Münkler-Watch bis zum 5. Juni so weiterentwickelt.

Update: Die ZEIT hat heute einen Artikel darüber. Zitat:

Der Politikwissenschaftler Herfried Mu?nkler wehrt sich gegen die Vorwürfe des anonymen Studentenblogs Mu?nkler-Watch. Darin wurde ihm unter anderem unterstellt, Rassismus, Sexismus und Militarismus zu verbreiten. “Das ist das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe”, sagte der Professor der Berliner Humboldt-Universität der ZEIT.

Er wisse, dass sich die Blogger “für ausgesprochen links halten”. Allerdings würde ihn der Ressentimentdiskurs dieser Personen eher an “hochschulpolitische Vorgänge des Jahres 1933” erinnern. “Der hat viel Geld, wir sind arm. Der hat Einfluss, wir nicht”, sagte Münkler. “Das ist ein Muster, das auch antisemitisch eingesetzt worden ist.”

Die Anonymität seiner Kritiker sei für ihn ein Problem: “Ich würde gern mit meinen Kritikern sprechen, aber sie sind unsichtbar. Das ist asymmetrische Kriegsführung”, sagte Münkler. Von der Humboldt-Universität fühlt er sich in der Auseinandersetzung im Stich gelassen: “Sie hat keine Fähigkeit zur Empathie. Die Administration der Universität ist von den Hochschullehrern sehr weit entfernt.”

Hört sich gruselig an, scheint aber zutreffend. Ich hab ja mal nachgeforscht (vgl. Anhang dazu in Adele und die Fledermaus), wie es eigentlich zum Entzug der Promotion wegen Unwürdigkeit kam. Die gab es zwar schon vorher, in der Weimarer Republik, aber damals nur für Ärzte, die Abtreibungen vornahmen. Zum politischen Kampfmittel wurde das erst im Dritten Reich – und es ging bemerkenswerterweise nicht von den Professoren und auch nicht von irgendwelchen Polit-Funktionären aus, sondern von der Studentenschaft. Und es richtete sich auch nicht, wie gelegentlich fälschlich kolportiert, gegen jüdische Wissenschaftler (da machte man sich gar nicht mehr die Mühe, noch irgendwelche Rechtsgrundlagen oder formalen Prozesse zu schaffen, die jagte man direkt raus), sondern gegen solche Wissenschaftler, die Nazis kritisierten oder sich ins Ausland absetzten. Die wurden dann über Druck aus der Studentenschaft kaltgestellt.

Insofern sollte man das schon mal feststellen, dass sich ausgerechnet die, die immer vorgeben, »antirassistisch«, »antifaschistisch« und sowas zu sein, genau so verhalten wie damals die Nazis.

69 Kommentare (RSS-Feed)

Jan Lul
19.5.2015 21:07
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“Aber, ach. Meine Verfassungsdrüse beschwert sich.”
made my day! 🙂

“Also habe ich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Beschwerde eingereicht”
Ein dickes Dankeschön hierfür!


Rox
19.5.2015 21:12
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Wieso ist keiner von uns auf die Impressumspflicht gekommen?
Und wieso gkein anderer vor uns?
Danke 😉


Hadmut
19.5.2015 21:20
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@Rox:

Die Frage ist viel schärfer, als Du glaubst. Denn in der Presse jammert das Rektorat der HU ja darüber, dass man da nichts machen könnte. Die müssen das aber wissen, denn die habe ich auch schon mal drangekriegt, weil die Professorin Susanne Baer auf politischen Webseiten ohne Impressum agitierte, die von der HU gehostet wurden, aber kein Impressum hatten.

Es scheint, als würden die Gender-Spinner immer gerne ohne Impressum arbeiten (machen viele Feministinnen so) und als ob das Rektorat das sogar goutieren würde, dass man Professoren politisch unter Druck setzt.


pjüsel
19.5.2015 21:51
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Studenten dieser Fächer werden oft auch nie mehr arbeiten, aber eher, weil sie keinen Job finden.

Da hatte neulich sogar die Welt was drüber (Achtung Link geht zur Springerpresse):

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article140977655/Wer-das-Falsche-studiert-wird-keinen-Job-finden.html


Gedöns
19.5.2015 22:02
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“und jede Meinung nur ein Fraktal”//
Ja, genau das ist das Ziel: die totale Selbstähnlichkeit aller Meinungen.


steffen
19.5.2015 22:14
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Es scheint, als würden die Gender-Spinner immer gerne ohne Impressum arbeiten (machen viele Feministinnen so)

Ja, exakt so. Meine Erinnerungen dazu: In der Fachschaft an der ich während meiner Studentenzeit mitgearbeitet hatte lief es genau so ab. Da gab es einen Fachschaftsbeschluss (der mittels sehr kreativer Abstimmungstricks von den Feministen so durchgeprügelt wurde) daß Artikel im Fachschaftsmagazin mit keiner Autorenkennzeichnung veröffentlicht werden, weil das ganze Fachschaftskollektiv geschlossen dahinter stehe.

Und diese kleine aber radikale Gruppe hat dann angefangen feministische Hetzartikel der untersten Schublade zu veröffentlichen, und hat sich danach hinter der Anonymität des Fachschaftsmagazines versteckt. Damit natürlich die anderen Fachschaftsmitglieder in ihrer Reputation mit heruntergezogen und die ganze Fachschaft in Schwierigkeiten gebracht. Die Fachschaft an sich war natürlich greifbar, und musste den Kopf hinhalten. Es gab des öfteren richtig Ärger, ein Mal sogar bis hin zum Unipräsidium.

Einmal hatten sie Gesinnungsterror angefangen, weil einer unserer Physikprofessoren die Verdienste der feministischen Ikone Emmy Noether relativiert hatte, und im Fallout danach ist die Hälfte der Fachschaft von dem Verhalten unserer Feministen angewidert gegangen. Ein anderes mal ging es um eine flapsige Bemerkung eines Profs der sich über Feminismus lustig gemacht hatte, und sie als Antwort eine strunzdumme “Satire” veröffentlicht hatten, die man auch als Morddrohung hatte auffassen können. Gerade letzteres wäre fast in eine Strafanzeige gemündet.


Wolfgang T
19.5.2015 22:39
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>naja, mit Forschung hat Politologie ja nichts zu tun…

das stimmt so nicht. Münkler hat für sein Buch “Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918” http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gro%C3%9Fe_Krieg._Die_Welt_1914_bis_1918

umfangreiche Quellenstudien durchgeführt und daraus seine Schlussfolgerungen gezogen.

Hab Ihn bei einer Lesung erlebt, er kam mir sehr vernünftig vor (kein Gutmensch!)

Bei den Profs gibt es solche und solche, wie bei den Ingenieuren (bin selbst einer)

Ansonsten, so gut wie immer.


Teardown
19.5.2015 22:43
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Natürlich hält jeder zu seiner eigenen Profession, aber das hier:

>>”Über die Qualität will ich jetzt mal mangels eigener Kenntnis oder hinreichend verlässlicher Quelle nichts sagen, aber Politologen gehören im Allgemeinen für mich in dieselbe Schublade wie Soziologen, Literaturwissenschaftler und sowas, nämlich in die allerunterste, die der unwissenschaftlichen Schwafler.”

Ist dann ein bisschen zu harter Tobak. Ich zähle Münkler problemlos zu den Top500 Intellektuellen in diesem Land. Seine Werke zur Macht und Machtausübung in Herrschaftsgebilden sind auch für kritische Informatiker lesenswert….


maddes8cht
19.5.2015 22:52
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Jaja, die Impressumspflicht.
Wieder mal so ein typisches patriarchales hegemoniales unterdrückungswerkzeug, das allein zur Unterdrückung der armen Frauen erfunden wurde.
Wieder mal der alte “rechtsstaatlche Rotz”.

🙂 🙂
. 🙂

Danke Hadmut.
Sind wir mal gespannt auf 5.6.
Ich nehme an,Münkler-Watch wird an diesem Tag verschwinden, denn de sind sicher zu feige, tatsächlich ihre Identität preiszugeben.
Zuvor werden sie nochmal einen tränenreichen Artikel über die unterdrückerische Allmacht des Professors schreiben, der sie zum verstummen zwingt.
Die armen.


peter
19.5.2015 22:52
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argh, “Standart”! Überall Unterstriche im Wort und Xe als Wortendung, aber dafür noch nicht mal Standard richtig schreiben können.
Man bringe mir einen Eimer, ich möchte kotzen.
Ach, hier noch ein wenig Gender-Gaudi:
[url]http://www.focus.de/panorama/welt/gleichstellungszwang-beim-gaudi-wettkampf-studenten-verzweifeln-am-gender-wahn-kein-fensterlkoenig-an-der-uni-passau_id_4690592.html[/url]


Cryingman
19.5.2015 23:05
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@Hadmut

Formell magst du mit deinem Verweis auf Impressumspflicht Recht haben (in der Tat fand auch ich auf http://hu.blogsport.de/muenkler-watch/ keinen Link auf ein Impressum). Dennoch ist es nicht schwer ein Impressum von blogsport zu finden:

http://blogsport.de/impressum/


Hadmut
19.5.2015 23:11
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@Cryingman: Hab ich natürlich gesehen und vorher geprüft, denn ich musste ja erst mal rausfinden, welches Bundesland zuständig ist.

Hilft aber nicht, weil das ja nur der Hoster ist. Bei dem schlägt zwar die Beschwerde auf, aber im Impressum muss stehen, wer inhaltlich verantwortlich ist. Und diese UG passt nicht zur Selbstbeschreibung auf diesem Blog.

Davon abgesehen würde das selbst dann, wenn es inhaltlich stimmte, nicht der Impressumspflicht genügen, denn es reicht nicht, wenn man das irgendwo auf einer anderen Domain findet (und vermutet, dass es das richtige sein könnte), sondern das muss klar und direkt angegeben werden. Somit ist das, was Du verlinkst, kein Impressum im Rechtssinne.


N. Laus
20.5.2015 0:41
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@Hadmut: Nur aus Interesse – warum besteht für die Impressumspflicht (nach welchem Gesetz)? Und was ist die “zuständigen Aufsichtsbehörde” und wie findet man die heraus? Vielen Dank schon mal.


Masochist
20.5.2015 3:39
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Das mit der Anonymität sehe ich anders und mich wundert diese Einschätzung, wo ein genereller Grund doch im Vorgehen von Gruppen, wie etwa Teilen des Feminismus’, liegt und das hier doch regelmäßig thematisiert wird.

Kritik an Anonymität wird vor allem dann laut, wenn die anonymen Ansichten nicht geteilt werden. Damit wird die Anonymität an sich ungerechtfertigt mit kritisiert. Wer sich zwischen Anonymität und offenem Visier entscheiden muss, geht natürlich von der Richtigkeit seiner Ansichten aus, oder eben seiner Vorwürfe. Daran ist die Entscheidung zu messen; also muss die Richtigkeit bzw. Legitimität des Ansinnens für diese Beurteilung erst mal unterstellt werden. Auch wer aber objektiv richtige Vorwürfe formuliert, dem kann heute eine radikale Minderheit erheblichen persönlichen Schaden zufügen (im Zweifel dann ihrerseits anonym). Ob die Medien dabei als Korrektiv auftreten oder sich als Verstärker instrumentalisieren lassen, ist eher zufällig. Dagegen muss man sich, abhängig von der persönlichen Situation, schon selbst schützen.
Allgemein wird Anonymität umso wichtiger, je weniger einer Gesellschaft an der intersubjektiven Wahrheit gelegen ist, also einem sachlichen Diskurs um die (in sozialen Fragen oft nicht bestimmbare) objektive Wahrheit, und je mehr Handlungsraum sie Ideologien, also subjektiven Wahrheiten, lässt.


buchstabensalat
20.5.2015 3:47
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@Gedöns: Deine Anmerkung ist der Hammer. Treffer, versenkt. 😀


Mann, Hadmut, Du bist vielleicht ein Held, das ist Satire, das zeigt doch schon die Überschrift, GEGEN DEN EXTREMISMUS DER MITTE.

Carsten

http://thumulla.com/home/der_tabutroll.html


MGTOW
20.5.2015 7:38
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@Hadmut

Wo genau hast du Deine Beschwerde eingereicht?


Hadmut
20.5.2015 8:29
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@MGTOW:

Das ist in jedem Bundesland anders.

In Berlin ist es die MABB ( http://www.mabb.de )


Zäld
20.5.2015 7:39
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Nicht jede Webseite/site benötigt ein Impressum…


Hadmut
20.5.2015 8:28
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@Zäld:

> Nicht jede Webseite/site benötigt ein Impressum…

Stimmt.

Diese Webseite benötigt aber eines. Denn sie ist an die Öffentlichkeit gerichtet und auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Lediglich solche Seiten, die sofort wieder verschwinden oder solche, die sich ausschließlich an einem privaten, abgeschlossenen Personenkreis richten (für die Familie und sowas) brauchen keine. Bereits die Tatsache, dass die Presse darüber berichtet, belegt, dass es sich nicht um eine solche Webseite handeln kann, die von der Impressumspflicht befreit ist.


Monika
20.5.2015 7:46
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@Masochist
Und dann kommt noch hinzu, daß das was man heute im Internet äussert auch noch in 5 Jahren im Internet zu finden sein wird. Was ich aber heute auf einer Bürgerversammlung, im Wirtshaus, beim Elternsprechtag oder auch zu einem Zeitungsreporter sage, ist in 5 Jahren wenn auch nicht in jedem Fall vergessen, nicht mehr so präsent und auffindbar wie am Tag der Meinungsäußerung.

Im direkten sozialen Umfeld hat Meinung ein Verfallsdatum. Ich muß sie immer wieder auffrischen, wenn mir daran gelegen ist, daß sie bei anderen präsent bleibt.


Hadmut
20.5.2015 8:20
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@Masochist:

Das sehe ich gänzlich anders.

> Kritik an Anonymität wird vor allem dann laut, wenn die anonymen Ansichten nicht geteilt werden.

Genau das ist der Punkt. Das würde nämlich dazu führen, dass die, die Mainstream durchprügeln, anonym sein können, während Kritiker es nicht können. Ich als Kritiker kann mein Blog nicht (technisch vielleicht, aber nicht rechtmäßig) anonym führen.

Es darf aber nicht angehen, dass diese Polit-SA anonym auftreten kann, während Kritiker und Andersdenkende ihre Identität preisgeben müssen.

Da erscheint mir gleiches Recht für alle als eindeutig besser und wichtiger.


Hadmut
20.5.2015 8:25
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@Carsten Thumulla:

Nach meinem Wissensstand bist Du der erste, der das als Satire erkennt.

Aber selbst wenn: Was ändert das an meinem Blog-Artikel?

Etwas dämliches wird nicht besser, indem man „Satire!” schreit (auch wenn das inzwischen gängige Praxis ist). Es ist auch nicht gegen Kritik gefeit. Es heißt zwar, dass Satire alles dürfe, das heißt aber nicht, dass das Publikum Hirn und Kritik ausschalten müsse. Auch Satire muss sich kritisieren und sich gefallen lassen, dass Leute es anders sehen. Es gibt keine Zustimmungszwang zu Satire.

Und auch für Satire gilt eine Impressumspflicht. Es gibt keine rechtliche Ausnahme für „Satire”. Auch Satire hat sich an Recht zu halten.

Davon abgesehen geht es hier um Vorlesungen, also dem Prinzip nach um Freiheit von Forschung und Lehre. Da hat sich die Politik herauszuhalten und kann das geschützte Grundrecht nicht dadurch anbohren, dass sie sich als Satire tarnt. Auch wenn es satirisch daherkommt, ist es ein politisch gesteuerter Angriff auf die Forschungs- und Lehrfreiheit, durch den sich eine Menge Leute da eingeschüchtert und unter Druck gesetzt fühlen.

Und der Druck und die Meinungsdiktatur an der HU sind schon viel zu schlimm.


Coyote38
20.5.2015 8:43
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Ich (selbst Politikwissenschaftler) “rumpele” seit 20 Jahren immer wieder mit Münkler zusammen, wenn wir uns irgendwo treffen. Ich kann aus eigener Erfahrung also wirklich nicht behaupten, dass er diskussions- oder konfliktscheu wäre.

Man muss seine Meinungen ganz sicherlich nicht teilen, zumal er bereits seit Jahren nur noch “die gleiche Bonbon-Masse in unterschiedliche Formen gießt” … aber – im Gegensatz zu diesen “vergenderten, vermeintlich dauerunterdrückten StudX” – hat er wenigstens fachlich “seinen Scheiss beieinander”.

@ Hadmut:
Nota bene eine SPITZEN-Idee mit der Impressumspflicht. Ich bin schon wieder fast vor Lachen vom Stuhl gefallen 😀


der eine Andreas
20.5.2015 8:45
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Hier ein Artikel über ein “konspiratives Treffen” mit zwei Betreibern des Blogs:
http://www.welt.de/kultur/article141097786/Wie-ruiniere-ich-den-Ruf-meines-Professors.html


Hadmut
20.5.2015 9:10
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> Hier ein Artikel über ein “konspiratives Treffen” mit zwei Betreibern des Blogs:

Na, anscheinend bin ich nicht der Einzige, der das nicht unter Satire subsumiert.


Keine Satire? Ooooooooooooch, jetzt bin ich aber enttäuscht.


Rainer
20.5.2015 9:20
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Potentielle Arbeitgeber_innen würden unsere Namen recherchieren können und dabei feststellen, dass wir in unserer Studienzeit kritische Diskurse organisiert haben … Deshalb müssen wir vorsichtig sein, wenn wir unser kleines bequemes bürgerliches Glück nicht mit postadoleszenter Revoluzzerei verspielen wollen.

Das Bedeutet, dass sie nicht zu ihrem Protest stehen. Beim Einfahren der Ernte wollen sie mit ihrer Zänkerei bei der Aussaat nichts mehr zu tun haben.


Emil
20.5.2015 9:21
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@Carsten Thumulla
> … das ist Satire, das zeigt doch schon die Überschrift, GEGEN DEN EXTREMISMUS DER MITTE.

Hier gilt natürlich Poe’s Law:

“Without a clear indication of the author’s intent, it is difficult or impossible to tell the difference between an expression of sincere extremism and a parody of extremism.”

http://rationalwiki.org/wiki/Poe%27s_Law

Andererseits wird bei Münkler-Watch der Begriff “Extremismus der Mitte” im typischen Szene-Jargon eingehend erklärt (Was ist „Extremismus der Mitte“ und was hat das mit uns zu tun?):

http://hu.blogsport.de/2015/01/26/warum-gegen-den-extremismus-der-mitte/

Im Prinzip geht es darum, dass hier die linken Extremisten kurzerhand ihren Gegner, die (bürgerliche) Mitte, zu Extremisten erklären.

Für mich ist das jedenfalls keine Satire. Und wenn es Satire sein sollte – was ich wie gesagt bezweifle – ist sie extrem schlecht gemacht. Das meiste linke Geschreibsel zu solchen Themen (Rassismus, Kritisches Weißsein, Klassismus, HisStory, …) kommt nämlich noch viel bekloppter daher.


peter
20.5.2015 10:09
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> “Diese Webseite benötigt aber eines …”
… zumindest nach DE-Gesetzen. Wer anonym bleiben will (ohne sich der Gefahren der DE-Exekutive aussetzen zu wollen), hat da natürlich die entsprechenden Möglichkeiten.


Der große böse Wolf
20.5.2015 10:39
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Der Gedanke mit dem Impressum ist mir auch schon gekommen. Hatte an eine Abmahnung oder sowas gedacht, weiß aber nicht, inwiefern das im konkreten Fall möglich ist.

@Hadmut: Wer oder was ist denn die zuständige Aufsichtsbehörde?


Der große böse Wolf
20.5.2015 10:42
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Nur so ein Gedanke:

[quote]Auf der einen Seite steht der Prof mit X-tausend Euro Monatsgehalt, der in der Vorlesung uneingeschränktes Rederecht hat und sich kritische Nachfragen explizit verbietet. Zudem hat Münkler wortwörtlich die Macht. Dozierende haben tausendundeine Möglichkeit, Studierenden ohne Beweise und informell das Leben zur Hölle zu machen. Sei es bei all den kleinen Ausnahmen (Reading Journal zu spät abgeben, Unpässlichkeit bei Terminen) die es dann „leider, leider“ nicht mehr gibt, oder miese Behandlung in Veranstaltungen, Auslegungssachen in Klausuren, bis hin zur sprichwörtlichen Ausgeliefertheit in mündlichen Prüfungen – gibt es jede Menge Möglichkeiten, die asymmetrische Machtverteilung in gesellschaftlichen Feld „Universität“ für Subalterne spürbar werden zu lassen. Darüber hinaus hat Münkler super Kontakte zu Medien und Politik und verfügt über die erfolgreiche Inszenierung als Universalgelehrtem, dem sehr viel Glaubwürdigkeit und soziales Prestige entgegen gebracht wird.[/quote]

Das klingt für mich sehr nach Gender Studies. Wenn ich das ohne Kontext lesen würde, dann würde ich denken, z.B. Hadmut bloggt über Professix Hornscheidt.


Der große böse Wolf
20.5.2015 10:45
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Ziehe meine Frage zurück, ist oben schon beantwortet.


baumbaron
20.5.2015 11:32
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Sehr vieles was Hadmut Danisch hier aufzeigt ist von guter Qualität. Sehr vieles ist genau und akkurat herausgearbeitet und sehr vieles bedurfte eines großen Arbeitspensums, um es derartig herausarbeiten zu können. Dafür ist ihm Dank auszusprechen, denn damit steht immer wieder neues Material bereit, auf dass man zurückgreifen kann, wenn es darum geht, tagtäglich gegen die Segnungen des Genderfeminismus anzugehen.
Was aber auch einmal deutlich gemacht werden muss: das fortgesetzte Heruntermachen der Geisteswissenschaften ist unangemessen. Der hier gemachte Versuch, die Attacken gegen Münkler und deren Charakter richtig darzustellen und gleichzeitig Münkler als Wissenschaftler zu diskreditieren, weil er Politologe ist, geht nicht zusammen.
Wir hatten in allen Zeiten, in allen akademischen Fächern hervorragende Wissenschaftler, die ihren Fachrichtungen, welche auch immer es waren und sind, zur Ehre gereichten. Wenn eine Fachrichtung wie “Gender” hinzugefügt wird, ist allerdings höchste Achtsamkeit angesagt; ist sie durch und durch nicht wissenschaftlich, wie dies Gender ist, ist sie rasch zu entfernen wie der Adler Kot aus dem Nest wirft. Sie ist deshalb zu entfernen, weil dieser unwissenschaftliche Unsinn Fächer infizieren kann (plötzlich braucht ein Historiker und ein Maschinenbauer “gender-credit-Points?!). Die Infektion ist das Problem, nicht eine angebliche wissenschaftliche Minderwertigkeit der Geisteswissenschaften. Um die Infektion abzuwehren braucht es im Gegenteil gerade die hervorragenden Wissenschaftler, die diese Fächer sauber halten! Nur ein richtig guter Sprachwissenschaftler wie Daniel Scholten zum Beispiel ist in der Lage, dem infizierten Stefanowitsch seine Unwissenschaftlichkeit vorzuhalten! Und wenn er ein richtig Guter ist, dann kann er diesen Nachweis in einer Sprache führen, die über seinen Fachbereich hinaus verstanden werden kann! Es geht um die Frage woher wir kommen und wohin wir gehen und wenn Wissenschaftler wie Münkler und Clark tolle Beiträge zu WK1 liefern, dann ist das Wissenschaft im besten Sinne. Also hört auf die Wissenschaft zu spalten! Erst dies nämlich liefert Teile von ihr dem wissenschafstfreien Genderismus aus und lässt Figuren wie Baer zu staatstragenden werden! Um so wichtiger bleibt es, infizierten Fakultäten ihre Infektion nachzuweisen und den Arzt zu rufen um sie zu heilen. Sie herabzuwürdigen ist kein Weg!


[…] Hadmut Danisch sei Dank, denn Hadmut Danisch vertritt die Ansicht, “dass gleiches Recht für alle gelten soll. Und wie ich ja kürzlich bei der SPD gelernt habe: Für jedes Geschlecht. Ich lebe das, gleiches Recht für alle Geschlechter. […]


LeserX
20.5.2015 13:03
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Verstehe ich nicht. Meiner Meinung nach kann man froh sein das wenn die Studies überhaupt noch eine Meinung haben. Das diese dann aus irgendwelchen irrationalem Genderrassismus besteht ist sicher unschön, speichelleckerisch, Maintreamkompatibel und dem Zeitgeist hinterherhechelnd.

Aber wenigstens ist es eine Meinung.

Dann verstecken Sie sich feige hinter anonymen Flugblättern, anonymen Webseiten und anonymen Zeitungsberichten.

Aber wenigstens ist es eine Meinung.

Dann ist ihre Argumentation ad hominem, neidisch und unsachlich.

Aber wenigstens ist es eine Meinung.

/Satire

Das die Drecksmedien da anspringen wundert mich nicht. Es entspricht genau ihrem Niveau und versucht es -erfolglos- zu unterbieten.


Hadmut
20.5.2015 19:45
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@LeserX:

> Aber wenigstens ist es eine Meinung.

Welche Meinung genau vertreten die da?


Mirco
20.5.2015 13:36
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Potentielle Arbeitgeber_innen würden unsere Namen recherchieren können und dabei feststellen, dass wir in unserer Studienzeit kritische Diskurse organisiert haben – Heutzutage ist das Verteten einer Meinung leider nicht sehr karrierefördernd.

Entschuldige, aber was für ein verkommendes Pack ist die deutsche Studentenschaft nur wieder!? Beziehungsweise sie hat sich nie geändert. Das ist der entscheidende Punkt warum in einer Gesellschaft Verbrechen geschähen: Diese werden von der Mehrheit einfach zugelassen, weil sie ein angenehmes Leben weiter führen möchten, weil sie Karriere im System machen wollen. Daher das Wegsehen bei den Untaten eines politischen Systems und das Schneiden jener Menschen, die auf die Untaten aufmerksam machen, jene die im Widerstand gegen die Verbrecher sind, die wie ich niemals eine “Karriere” in einem erkannt verbrecherischen Regime anstreben. Wenn alle streiken würden, wären Neoliberalismus und Neoimperalimus sofort beendet.

Es ist immer das Selbe! Zu jeder Zeit! Ein Regime, wie das der Nazis war nicht in erster Linie durch Repressionen gegen die Bevölkerung gestützt, es sondern war vor allem ein Gefälligkeitssystem. Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen, sagte Albert Einstein. Die große Mehrheit der Bevölkerung profitiere von Hitlers Volksstaat (vgl. Götz Aly). Sie machten Karriere in dem System, sie freuten sich, dass die Juden als Konkurrenz ausgeschaltet wurden, als sie das deren Posten und Vermögen, wie ihre Immobilien für sich einkassierten. Die Alliierten wunderten sich, dass es nach dem Krieg keine bekennenden Nazis fanden, weil sich die Deutschen nun den Siegermächten anbiederten, wie sie ich zuvor ihren früheren Herrschen zum Untertan machten.

So Obrigkeitstreu blieben die Deutschen. Helmut Schmidt meint noch heute, er ei als mordender Wehrmachtoffizier kein Nazis gewesen, was seiner Zeit von seinen Vorgesetzten auch nicht anders verzeichnet wurde. Günter Grass verschwieg bis kurz vor seinem Tode, dass er ein SS-Scherge war. So reichte es für Grass Karriere bis zum Literatur-Nobelpreis. Sigmar Gabriel meint noch heute, die Griechen sein “dumm”, weil sie Reparationen für die Verbrechen der Nazis fordern. Widerwärtig. Als “Charakterschwein” mag der schon lange seinen Leuten bekannt sein, doch diese Aussage stellt alles in den Schatten. Wenn nicht die Griechen, haben immerhin Juden heute so viel Macht, dass die Deutschen vor ihnen kuschen müssen. Der einzige führende Sozi, welcher moralisch Integrität besaß, war sowieso Willy Brandt. Alle Anderen sind Heuchler und Verräter. Wobei ein derartige schlechtes Verhalten selbstverständlich überparteilich festzustellen ist. Erinnert ein bisschen an einen vermeintlich subversiven Blogger, der sich darüber echauffiert, dass ein führender Pirat nun leitender Lobbyist des Verlages der Bild-Zeitung ist, wobei sich der Blogger ebenfalls seine Brötchen von der Bild-Zeitung bezahlen lässt.

Übrigens hatten die Widerständler um den 20. Juli 1944 mit ihren Ansinnen keine Mehrheit in der deutschen Bevölkerung. Wobei sie das Attentat nur planten, weil sie genau wussten, dass Hitler kein Erfolge an der Front mehr vorweisen würde. Wohlgemerkt planten die das alles nicht aus moralischen Gründen! An den Verbrechen des Regimes waren sie schließlich beteiligt. Auch für sie bestimmte das Fressen erst die Moral. Obwohl nicht direkt in die Attentatspläne involviert, nahm sich der “Wüstenfuchs” Rommel bereitwillig das Leben, um so noch seine Pfründe aus NS-Herrschaft seinen Nachkommen mitzugeben. Hauptsache für des Spießers bürgerliche Fassade läuft alles unauffällig, ruhig und bieder ab – so wie unter Merkel gegenwärtig. Die Überlebenden der Widerstandsgruppe Weiße Rose – wahrlich keine Spießer, sondern Hippies – wurden dagegen noch nach dem Krieg von der Bevölkerung geschnitten. Solange dieses Land bestehen wird, ist dass das ewige Erbe der Schuld des deutschen Untertans. Da kann sich der biedere deutsche Michel noch so heuchlerisch moralisch mit ausgestreckten Finger hinstellen und aufplustern, womit sich die Schänder der Grünen auf jedem ihnen sich gebenden Podium durch besonders scheinheiliges hyperventilieren hervortun. Das Erbe der Nazis tragen wir alle in uns.


Masochist
20.5.2015 13:51
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> Genau das ist der Punkt. Das würde nämlich dazu führen, dass die, die Mainstream durchprügeln, anonym sein können, während Kritiker es nicht können. Ich als Kritiker kann mein Blog nicht (technisch vielleicht, aber nicht rechtmäßig) anonym führen.

Vom Standpunkt einer Gleichheitsdebatte in Bezug auf Bloggen unter dem herrschenden Recht kann ich das gut nachvollziehen. Mich hat eher beschäftigt, warum Anonymität grundsätzlich möglich sein sollte. Und das wird hier anschaulich begründet – durch das Phänomen “Münkler-Watch”, nicht den Rechtfertigungstext dort. Die differenzieren zwar richtig zwischen öffentlichen Vorlesungen und anderen Äußerungen, aber darin möchte ich kein Vertrauen legen.

Beim Thema anonyme Texte von Soziologen (?) kommt mir Andrej Holm, aka Mr. Gentrifizierung, in den Sinn. Womöglich scheitern selbst die ausgefuchstesten Linguisten beim Versuch der Autorenzuschreibung an soziologischen Texten, weil es sich dabei eigentlich nur um subversiv-emanzipatorische Textbausteine gegen den heteronormativen Eurozentrismus… mein Gott, es ist ansteckend!


Heinz
20.5.2015 14:01
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@Hadmut
“bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Beschwerde”
Wer ist bei der Impressumspflicht eigentlich zuständig?

Typo: “eignetlich”; “die richtigen” –> Richtigen


Hadmut
20.5.2015 19:43
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> Typo: “eignetlich”; “die richtigen” –> Richtigen

Danke


derdiebuchstabenzaehlt
20.5.2015 14:14
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@ baumbaron

Soso, Geisteswissenschaften?

“Die Fakultät für Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaften erklärt dazu: „Wir verurteilen diese Angriffe aufs Schärfste und erklären unsere ausdrückliche Solidarität sowohl mit den betroffenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch mit den Geschlechterstudien, die einen integralen Bestandteil der universitären Lehre und Forschung an der Humboldt-Universität darstellen.“

http://www.danisch.de/blog/2014/12/24/die-humboldt-universitat-der-hass-und-die-dummheit/

Welche Geisteswissenschaftler haben denn bisher was dagegen gesagt?

Ist fast so als behauptete die Pyhsik Fäkultät es gebe keine Schwerkraft und KEIN nennenswerter Wiederspruch wäre hörbar … Da erwartest Du wirklich, man solle diese Wissenschaft ernst nehmen? Pfft …

Wenn die statt der Lockführer und Kitatanten streikten, es würde in 10 Jahren niemanden sonst jucken! Braucht keiner sowas, kostet nur Geld.


Axel (AE)
20.5.2015 16:14
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Hallo Herr Danisch,
daß Soziologen, Politologen usw. meist so viel mit Wissenschaft zu tun haben wie mein Goldhamster mit Quantenphysik, ist Legion. Von Genderstudierern ganz zu schweigen.
Allerdings gibt es gerade bei den älteren Soziologen durchaus einige Konservative, die ihr Metier noch ernst nehmen. Patzelt aus Dresden ist da ein hervorragendes Beispiel. Auf die Nazikeulenschwingerei seiner Kritiker im eigenen Hause hin machte er ein Gesprächsangebot an die politischen Korrektheitspolizisten, was bislang feige ignoriert wurde.

Der Münkler ist mir zwar nicht so sympathisch wie der Patzelt, aber im Gegensatz zu den Stasi-Politolog_*#Innen an seiner “Universität” hat er noch alle Latten am Zaun. Laut FAZ-Artikel vertritt er in Sicherheitsfragen alles andere als rote radikalpazifistische Ansichten.

In diesem Fall würde ich also dem Münkler unbedingt die Daumen drücken. Und hoffen, daß sich vielleicht einmal systemkritische Studenten in Antje Hornscheidts Seminar setzen, und anschließend ein “Lann-Watch” aufmachen. Mit Impressum natürlich. 🙂


peter
20.5.2015 16:14
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Ich bin mir nicht sicher, ob der Welt Politologen fehlen würden. Auch bei Juristen habe ich Zweifel, wenn man sich die alternierenden Ergebnisse bei gleichem Sachverhalt so anschaut (ein Würfel kann das Gleiche, ohne studiert zu haben). Aber was soll’s, so eine Diskussion dürfte eh zu keinem Ergebnis kommen.


Axel (AE)
20.5.2015 16:20
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ät Baumbaron:
Die Genderpünktchen für Ingenieure sind mittlerweile das harmloseste.

Noch problematischer ist meines Erachtens, daß sich genderologische Ansichten auch inhaltlich in harten Wissenschaften breitmachen.
So hat die weltweit angesehene Zeitschrift NATURE vor kurzem allen Ernstes einen Artikel veröffentlicht, indem zur Neudefinition von Geschlecht aufgerufen wird: http://www.spektrum.de/news/die-neudefinition-des-geschlechts/1335086 (deutsch).

Versucht man, den deutschen Nachdruck bei Spektrum kritisch zu kommentieren, wird fleißig gelöscht. Warum wohl?


vortex
20.5.2015 16:36
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“Deshalb müssen wir vorsichtig sein, wenn wir unser kleines bequemes bürgerliches Glück nicht mit postadoleszenter Revoluzzerei verspielen wollen.”

Hat mich sofort an Dennis Miller und seinem Volltreffer gegen Bill Ayers ( Gesinnungsprof. ) erinnert:

“There’s nothing more tedious than a revolutionary on a pension.”

Recht hat der Mann.


Claus Thaler
20.5.2015 17:58
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@Carsten Thumulla
“Extremismus der Mitte” scheint ein neuer Kampfbegriff der Linken gegen alles, was normal ist, zu sein. Er ist mir gerade in ganz anderem Kontext hier begegnet:

Er sei ein “radikaler Gegner alles Radikalen”, sagt Dieter Nuhr im Galore-Interview und erzählt von unzivilisierten Arabern und dem europäischen Wert des Lebens. Ein schönes Beispiel für den Wohlfühl-Extremismus der Mitte.

http://www.schantall-und-scharia.de/fremdenfeindlichkeit-zum-wohlfuehlen/


C.K.
20.5.2015 19:05
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Ich habe bei beiden studiert, also Münkler und Barbarowski, vor Münkler hatten Sie ja Barby auf dem Kieker. Die beiden sind top und gerade nicht die Schwafler, über die Du dich sonst so – zu Recht – lustig machst. Barbarwoski ist Historiker und Münkler eigentlich Ideengeschichtler. Das merkt man. Soziologen und Politologen haben viel mehr Möglichkeiten die Welt der Methode unterzuordnen und sich von der Realität zu emanzipieren als Historiker. Auch wenn sich in den Geschichtswissenschaften mittlerweile viel Mumpitz abspielt, es geht am Ende des Tages immer noch darum was ist passiert und was haben Akteure gedacht. Argumentiert anhand von Quellen. Das bindet an die Wirklichkeit zurück…zumindest ein bisschen.
Wenn Du mal in einer Vorlesung der beiden gewesen wärst, glaub mir, Du hättest deine helle Freude gehabt. Gerade Münkler ist ein einziger Anschlag auf das gute Gewissen der heilen Welt. Der hat ein Standardwerk zu Machiavelli geschrieben und das merkt man.

Was ich sagen will: Die werden nicht zum Ziel dieser Schmierfinken, weil Sie rumlabern, sondern gerade weil es Vertreter einer No-Bullshit Auffassung von Geisteswissenschaft und Wirklichkeit sind.Die sind konfliktbereit und meinungsstark und erwarten dass von ihren Stundeten auch. Die kämen beide nie auf die Idee einen Studenten für eine abweichende Position zu sanktionieren. Selbst wenn sie dumm und schlecht begründet ist. Da kenn ich ganz andere Pappnasen, gerade bei den Gender-Leuten in Berlin. Stell da mal die Prämissen in Frage.


EinInformatiker
20.5.2015 19:07
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Es ist natürlich eine praktische, mutige Idee das Impressum anzumahnen. Diese Idee hatte ich bisher bei niemandem (mich eingeschlossen) gefunden, der sich über die “Causa” aufgeregt hatte.
Aber es greift zu kurz die “Causa” auf das Problem der Anonymität der Denunzianten zu reduzieren. Nach dem Motto: Es ist wurscht wer gewinnt. Hier steht viel mehr auf dem Spiel.

Nicht Mathematik, Technik und Naturwissenschaften bestimmen (primär) die geistige Atmosphäre in einer Gesellschaft der wir ausgeliefert sind (die Unvollständigkeitssätze wären möglicherweise unentdeckt geblieben, denn Gödel wäre mal fast der Attacke einer Nazi-Horde zum Opfer gefallen). Diese wird vielmehr von den im Umlauf befindlichen Ideen und Ideologien zur Gesellschaft (den gesellschaftlichen Verhältnissen) bestimmt (oder wie auch immer man das besser ausdrücken könnte). Dazu hat jeder eine eigenen Vorstellungen, aber diese werden auch (individuell unterschiedlich) geprägt durch echte oder vermeintliche Vordenker. Durch Politik, Schriftsteller, Intellektuelle oder eben auch durch Leute aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich der Universitäten. Dabei ist es auch unerheblich ob man das was aus den Universitäten kommt alles als Wissenschaft bezeichnen kann oder will. Die Gedanken werden halt (egal in welcher Gesellschaftsform man lebt) produziert. Daran führt kein Weg vorbei. Abschaffen kann man das nicht, dann findet die Meinungsbildung (oder der Meinungsterror) halt vollkommen außer-universitär statt.
Es ist aber nicht beliebig welche Gedanken und unter welchen Umständen sie entwickelt werden. Deshalb muß man die “Causa Münkler” vor allen auch unter dem Aspekt sehen, dass hier die letzten noch verbliebenen seriösen Vertreter ihrer Fächer ausgeschaltet werden sollen.
Insofern kann es nicht wurscht sein (und auch Münkler als seriöser Wissenschaftler kann einem nicht wurscht sein) wer dort gewinnt. Das hat enorme Auswirkungen auf das Leben in der Gesellschaft. Bei einem Sieg der Denunzianten (sie haben ja schon weitgehend gewonnen und sind vielleicht auch keineswegs harmlos) werden sich die Verhältnisse noch weiter verschlechtern.
Das sollte man schon bedenken, neben den praktischen Möglichkeiten die man hat, gegen die Denunzianten vorzugehen.


@baumbaron

das fortgesetzte Heruntermachen der Geisteswissenschaften ist unangemessen

Nein, denn der Unterschied zwischen Geisteswissenschaften und Geisterwissenschaften ist nur ein Bit.
Es wird in den Geisteswissenschaften so viel Mist angestellt, daß das nicht mehr toleriert werden kann. Ich kann nicht ausschließen, daß es ernsthafte Bereiche gibt, aber die müssen sich im eigenen Interesse von den Schaumschlägern abgrenzen!

Carsten

http://thumulla.com/home/der_dritte_weg_ein_solidarpakt.html


St. Elmo
20.5.2015 20:12
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Oh mein Gott, ich hab mir das mal angeschaut. Die sind ja wirklich Strunz dumm. Wenn man deren Argumentation ernst nimmt, dürfte man nicht über die DDR oder das dritte Reich sprechen weil man dann ja die Verbrechen die da passiert sind reproduziert.


Collin
20.5.2015 20:28
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@Hadmut:
Wie beschwert man sich am besten bei den Lehrbeauftragten ohne in die asymmetrischen Konsequenzen zu laufen?
Oder soll man das Studieren lassen, wenn man nicht genug Mumm hat sich namentlich zu beschweren?


Hadmut
20.5.2015 20:43
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@Collin:

Gute Frage.

Es gibt da mehrere Strategien:

  • Wenn’s einem nicht passt, studiert man’s halt nicht.
  • Man kann sich’s erst mal anhören und sich nach der Prüfung beschweren oder meckern. Es hilft beim Meckern, wenn man den Gegner erst mal verstanden hat.
  • Man schreibt ein Buch und gibt es raus.

Und ein anderer Punkt ist, wie Du schon richtig sagst: Wenn man nicht genug Eier in der Hose hat, sollte man das Studieren lassen und was Einfaches werden, Gärtner oder so.

Und wenn man sich wirklich nicht traut, was zu sagen, dann könnte man auch ganz einfach das Maul halten. Reden oder Schweigen. Aber nicht auf die Tour.


DrMichi
20.5.2015 21:16
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Nur weil der Verwaltungsstaat in Deutschland normal ist, heisst das nicht, dass er nicht extrem ist. So als Denkanregung für heute abend.

Die Impressumspflicht finde ich aber trotzdem in Ordnung. Politik ohne Gesicht läuft auf Gezeter ohne Inhalte hinaus.


Emil
20.5.2015 22:20
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@Hadmut
> … und es ging bemerkenswerterweise nicht von den Professoren und auch nicht
> von irgendwelchen Polit-Funktionären aus, sondern von der Studentenschaft.

Es war doch schon immer so, dass die Jungen mangels Lebenserfahrung noch viel radikaler und totalitärer sind als die Alten. Bestes Beispiel ist die chinesische Kulturevolution, aber auch die derzeitige Entwicklung an westlichen Universitäten, wo restriktive Maßnahmen vor allem von den Studenten ausgehen, während ihre vergleichsweise liberalen Professoren darüber nur noch den Kopf schütteln können.

Dieser Artikel wurde ja schon mal hier im Blog erwähnt:

Free speech is so last century. Today’s students want the ‘right to be comfortable’
Student unions’ ‘no platform’ policy is expanding to cover pretty much anyone whose views don’t fit prevailing groupthink

http://www.spectator.co.uk/features/9376232/free-speech-is-so-last-century-todays-students-want-the-right-to-be-comfortable/


EinInformatiker
20.5.2015 23:22
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Das ungeheuerlichste an der Sache ist m. E. dass (wie es im FAZ-Artikel steht) Jorunalisten diesen anonymen Denunziationen nachgehen. Was könnte in einem anständigen Staat einen anständigen Journalisten dazu veranlassen x-beliebigen anonymen Anschuldigungen wegen bestimmter politischer Ansichten nachzugehen?. In einem anständigen Staat würde ein seriöser Journalist umgekehrt gegen die Denunziation vorgehen. Man sollte die Affäre übrigens nicht ideologisch auf Gender einengen. Das ist ganz allgemein Linkstotalitarismus, auch wenn Gender und Feminismus heutzutage dazu gehören und wenn die Denunzianten für sich genommen lediglich Pinscher sein sollten die aus der sicheren Deckung heraus operieren.


Emil
21.5.2015 0:10
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@EinInformatiker
> Was könnte in einem anständigen Staat einen anständigen Journalisten dazu veranlassen
> x-beliebigen anonymen Anschuldigungen wegen bestimmter politischer Ansichten nachzugehen?.

Mehrere Studien haben doch gezeigt, dass die meisten Journalisten heutzutage im links-grünen Milieu zu verorten sind und folglich mit den politischen Ansichten der Denunzianten konform gehen. Der Professor ist also der gemeinsame Feind, den es zu bekämpfen gilt.


Manfred P.
21.5.2015 11:45
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Jedenfalls fallen die Autoren der Schmähseite für die spätere Verwendung als Schreibkraft heraus, wenn man die Rechtschreibung und Grammatik betrachtet (“Standart”).

Lektor bei einem Verlag ist auch mau.

jede Meinung nur ein Fraktal.

Alter, wie peinlich ist denn die falsche Verwendung von Fremdwörtern, vor allem, wenn man damit glänzen will…

Lachhaft.


albjaga
21.5.2015 14:44
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@Baumbaron: Ich vermisse den Widerspruch der Geisteswissenschaften!
Aber nicht nur von denen!

Wo sind sie all die unkündbaren Professoren die aufstehen und mal laut sagen was für ein Unsinn Gender “Wissenschaften” sind.
Wo sind die Gemanistikprofessoren die mal laut sagen, daß “gerechte Sprache” ein himmelschreiender Unfug ist der einem die Zehennägel aufbiegt wenn man es liest.
Wo sind die Biologen die sagen, daß “Geschlecht” eben nicht konstruiert ist und es in der Natur üblich und erfolgreich ist, daß sich zwei Geschlechter Fortpflanzung und Aufzucht teilen!
Wo sind die Ingenieure die mal laut anzweifeln was Genderaspekte im Maschinenbau sollen!

Sie nehmen es alle hin unsere Geistesgrößen weil sie Angst um ihre Karriere haben.


albjaga
21.5.2015 14:54
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Was mich immer aufregt wenn solche Typen noch rumjammern sie stehen ja am untersten Ende der akademischen Hierarchie.
Studieren für umsonst, bekommen Bafög, haben Zeit für anonymes Denunzieren und wenn sie in dem gewählten Fach nix verdienen sorgt der verhasste Staat für sie mit Hartz IV.

Solche Menschen haben die Mentalität von Sklaventreibern. LKLW Fahrer und Bauarbeiter und viele andere m,üssen schwitzen und buckeln um sowas durchzufüttern.


Simon
21.5.2015 17:38
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Also alle Politologen als Schwafler herabzuwürdigen ist ungefähr so sinnvoll wie jeden Informatiker als Eierkopf zu beschimpfen. Nicht immer auf alles einschlagen was man nicht versteht…

Du hast ja selber am Anfang gesagt, dass du keine Ahnung von Münkler hast nur um ihn einen Satz später in eine Schublade zu stecken. Am Ende hörst du dich noch an wie die Feministinnen, die ja auch nur Ideologie verbreiten! Ein bisschen vorsichtige Distanz würde sicher nicht schaden.


Hadmut
21.5.2015 18:38
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@Simon:

> Du hast ja selber am Anfang gesagt, dass du keine Ahnung von Münkler hast nur um ihn einen Satz später in eine Schublade zu stecken.

Denk mal drüber nach. In Ermangelung subsidiären Wissens das allgemeinere anzuwenden, ist korrekt.


derdiebuchstabenzaehlt
21.5.2015 20:23
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@ Simon

>Also alle Politologen als Schwafler herabzuwürdigen ist ungefähr so sinnvoll wie jeden Informatiker als Eierkopf zu beschimpfen. Nicht immer auf alles einschlagen was man nicht versteht…

Warum, Informatiker haben alle so schöne runde Köppe und Soziologen haben kein Problem damit, wenn im Namen ihres Fachs behauptet wird, es gebe keine Geschlechter.


vortex
21.5.2015 21:41
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@albjaga

” LKW Fahrer und Bauarbeiter und viele andere müssen schwitzen und buckeln um sowas durchzufüttern.”

Das hab’ ich auch irgendwann gemerkt. The only winning move is not to play!


Collin
22.5.2015 0:36
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@Hadmut:
Was wäre der beste Weg Kritik zu äußern, ohne dass sich der Lehrbeauftragte auf den Schlipps getreten fühlt?

Indirekt persönlich 1:1 nachfragen unter leichter Betonung, dass man etwas nicht verstanden hat oder Schwierigkeiten hat die Einteilung des Prüfungsrelevanten Stoffes unter einem bestimmten Aspekt (z.B. verwendete Algorithmen und nötiger Detailgrad) zu verstehen?

(Hmm, wo ist jetzt die Grenze zwischen suboptimaler Didaktik und meiner Blödheit?)

Anderer Punkt: Wie finde ich heraus, ob meine subjektive Kritik berechtigt und sinnvoll ist? (Nebenpunkt: Und Sie gefahrlos äußerbar ist? (Das würde wohl wieder in Richtung Mumm gehen. Auf der anderen Seite: “Reden ist silber, Schweigen ist Gold.”))

[P.S.: Schlimmstenfalls muss man sich halt selbstständig durch entsprechende Fachliteratur / andere Quellen durcharbeiten? Quasi die Reife als Student auch mit unzulänglichen Lehrbeauftragten umzugehen. Das hat einen Hauch von Resignation, aber es geht wohl nicht anders.]


[…] Die Tatsache, dass dies anonym zu geschehen hat, entschuldigt man mit dem Umstand, man wolle sich ja auch später am Arbeitsmarkt bewerben und dort wirkten solche Aktionen u. U. nicht bei allen Arbeitgebern förderlich. Der ganze Unfug wird in diesem Blogbeitrag schön zerpflückt. http://www.danisch.de/blog/2015/05/19/die-causa-munkler-studenten-gegen-professoren/ […]


wally
26.5.2015 19:32
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Ich weiß nicht ob es vorher schon da stand oder nicht, aber als Verantwortlicher ist dort nun unter Kontakt ein gewisser

Jakow Cahill
Dole Street 98
7822 N Gakawau (New Zealand)

verzeichnet. Gleicher Name ist noch bei weiteren Antifa-Blogs eingetragen.


Emil
31.5.2015 17:24
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Der Ort in Neuseeland schreibt sich “Ngakawau” und in der Dole Street gibt es laut Google Maps keine Hausnummer 98. Das ganze Kaff hat offenbar insgesamt nur ca. 50 Häuser. Das riecht stark nach Fake.


Jan Lul
15.7.2015 20:14
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