Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Paarungs-Präferenzen

Hadmut
8.7.2009 17:44

Im WDR kam eben gerade ein Bericht über die neuesten Forschungsergebnisse zu den Paarungs-Präferenzen der Gattung Homo Sapiens.

Dummerweise habe ich den Namen des Wissenschaftlers, der da auftrat, nicht mitbekommen. Eigentlich bestätigen sie dabei die alten Klischees:

Es geht wirklich (und in stärkerem Maß als gedacht) nur um die biologische Funktion der Fortpflanzung. Allein danach haben sich die Präferenzen entwickelt.

Frauen sind anspruchsvoll und suchen erfolgreiche Männer mit viel Verstand und Inteligenz, weil sie einen langfristigen und gesunden Ernährer suchen. Sie suchen sich den besten raus, es gibt also Wettbewerb.

Männer hingegen sind völlig anspruchslos. Ihnen geht es nur darum, in kurzer Zeit möglichst viele Nachfahren zu zeugen, und deshalb suchen sie sich die aus, die ihnen die größten Fortpflanzungserfolge versprechen: Jung und gesund. Alles andere interessiert nicht. Selbst Schönheit ist demgegenüber nachrangig. Und Intelligenz ist nicht nur unwichtig (weil es sich auf die Gebärfähigkeit nicht förderlich auswirkt) sondern sogar unerwünscht, weil intelligente Frauen für Männer gefährlich sind, wegen der höhren Sozialkompetenz. Intelligente Frauen können den Männern das Fortpflanzungskonzept vermasseln. Sagt die Wissenschaft.

Nachdem die Männer bei diesen Forschungsergebnissen so schlecht wegkommen, will ich da nun auch mal meinen Senf dazugeben:

Offenbar ist es ja nun so, daß die Männer – folgt man diesen Forschungsergebnissen – einem Evolutionsdruck in Richtung Intelligenz und Erfolg haben. Je intelligenter und erfolgreicher, desto mehr Fortpflanzung, also Evolutionsvorteil für die schlauen.

Und bei Frauen scheint es eben – laut diesen Studien – so zu sein, daß es keinen Evolutionsvorteil für Intelligenz und damit auch keinen Evolutionsdruck gibt.

Und was folgt daraus? Ätsch! 🙂


4 Kommentare (RSS-Feed)

yasar
8.7.2009 20:14
Kommentarlink

Daß Männer vorwiegend intelligent wirken ohne es zu sein und Frauen Ihre Intelligenz verstecken, damit diese sich nicht nachteilig auf die Partnerwahl auswirkt?

Wenn man sich anschaut, was für Vollidioten manchmal in Vorstandetagen sitzen und solche intelligenten Frauen wie Verona Feldbusch, mit dem Image einer doofen Schönheit kokettieren, wären das Bestätigungen meiner Schlußfolgerungen.

SCNR

yasar


quarc
8.7.2009 21:05
Kommentarlink

Es gibt auch bei Frauen den Evolutionsdruck in Richtung Intelligenz,
weil sie die wirklich intelligenten Männer ja irgendwie unter den
ganzen Deppen heraussuchen müssen.


Stefan
9.7.2009 3:56
Kommentarlink

Und wo sollen dann die ganzen alten Frauen herkommen? 🙂

Die Fortpflanzung strebt unwiderruflicher einer Funktion entgegen, die vom Sex abgelöst ist, während der Sex sich längst von der Fortpflanzung emanzipiert hat.

Die Frage ist ja auch, ob beispielsweise Intelligenz nicht sehr viele Folgen hat – nicht bloß Vorteile im Ernährungswettkampf. Erwartet ein intelligenter Mann nicht eine Frau, die auf einem Empfang eine gute Figur zu machen versteht, soziale Kontakte zu den richtigen Leuten knüpft, und ein feines Gespür dafür hat, wie weit ein Flirt gehen darf?
Die vielleicht auch die gleichen Bücher im Urlaub liest, und lernt man nicht oft Frauen bei der Arbeit kennen, wo sie einen ähnlichen Job haben?

Wozu soll eine Frau gesund sein – wieviel Prozent der Frauen sterben denn vor dem 45. Lebensjahr, so daß das evolutionär wirksam werden kann?

Wieso suchen Frauen einen Ernährer, und ernähren sich nicht selbst, und wieso interessiert es einen Mann seine Gene zu verbreiten, zumal einen intelligenten Mann?

Als Genschleuder die Bot-Apparatur von irgendwelchen unausgegorenen Aminosäuren zu sein – ich kann mir wahrlich intelligenteres denken. 🙂


quarc
27.7.2009 16:19
Kommentarlink

Ach ja, auch att
raktive Frauen
haben es nicht leicht.