Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Hybride Kriegführung aus China

Hadmut
20.9.2020 14:27

Ich hatte doch neulich in Zusammenhang mit Corona mal die die rein hypothetische was-wäre-wenn-Frage nach einer hybriden Kriegführung gestellt.

Und ich hatte ja auch schon öfters erwähnt, dass sich China gerade mit Australien und mit Indien fetzt und die da Wirtschaftskrieg spielen. Momentan kracht’s gerade fürchterlich, weil die Australier sauer darüber sind, dass die Chinesen massiv Daten über Personen der Öffentlichkeit sammeln und Dossiers über sie anlegen.

Die allerdings linksextreme und kaum glaubwürdige, deshalb mit Vorsicht zu lesende TAZ schreibt dazu einen Artikel über hybride Kriegsführung

Der Enthüllung zufolge soll die Privatfirma Zhenhua Data in der „Overseas Key Information Database“ Informationen über mehr als 2,4 Millionen einflussreiche Personen aus den USA, Indien, Kanada, Australien, Neuseeland, den Arabischen Emiraten und einigen europäischen Staaten, darunter auch Deutschland, gespeichert haben. Die entschiedensten Reaktionen kamen aus in Indien und Australien, deren Beziehungen zu Peking gerade besonders angespannt sind.

So gibt es an der indisch-chinesischen Grenze seit Monaten militärische Spannungen. Wegen Canberras Fragen zur anfänglichen chinesischen Vertuschung der Corona-Pandemie boykottiert Peking australische Exportprodukte. Kürzlich flohen die letzten beiden australischen Korrespondenten aus China.
Instrument „hybride Kriegsführung“?

In Indien wird die Datenbank mit Profilen von 10.000 Indern als potenzielles Instrument „hybrider Kriegsführung“ gesehen. Diese nutzt Desinformation und Cyberangriffe und zielt darauf, wirtschaftliche und politische Aktivitäten zu stören und die Glaubwürdigkeit von Institutionen und der Regierung untergraben.

Indische Medien sehen diese Gefahr, weil Zhenhua sich auf seiner inzwischen deaktivierten Webseite der Fähigkeit zur Manipulation sozialer Medien rühmt. Das könne militärische und wirtschaftliche Kräfte eines Landes schwächen und „zu internen Konflikten, sozialer Polarisierung und Radikalisierung“ führen.

In Stellenanzeigen brüste sich Zhenhua zur „großen Verjüngung des chinesischen Volkes“ beizutragen und wirbt gezielt um Ex-Militärs. Australiens Financial Review spricht von einer „Datenbank zur Kriegsführung in sozialen Medien“.

Interessanter Aspekt.

Kriegsführung in sozialen Medien.

(Heißt es eigentlich Kriegführung oder Kriegsführung? Ich glaube eher ohne s. Ein alter Kumpel sagte in solchen Fällen immer, es heiße ja auch nicht Bratskartoffel.)