Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Mehr zum Ideologisierungs-Krieg bei Wikipedia

Hadmut
9.8.2012 10:37

Ui, da fliegen ja ganz schön die Fetzen…

Sciencefiles hat eine schöne Zusammenstellung von Kommentaren zum neulich veröffentlichten offenen Brief gegen Wikipedia bezüglich der immer heftiger werdenden Ideologisierung.

Sogar in Wikipedia selbst soll angeblich Kritik geübt worden sein, die ich da aber nicht mehr gefunden habe. Scheint wohl wegzensiert worden zu sein. Dafür findet sich da erhellendes, weil man (derzeit aktuell) dort versucht, das auf eine Anti-feministische Kampagne zu reduzieren:

Die in den letzten Monaten durch Blogs und Foren der antifeministischen Männerrechtsbewegung gehende Kampagne gegen einige Wikipediaautorinnen hat damit leider einen Höhepunkt erreicht. Der Blogeintrag von Arne Hoffmann gehört zur zivilisierteren Art der Diffamierung. Die in diesen Kreisen liebevoll Wikiprawda genannte Wikipedia sei demnach feministisch unterwandert und (dadurch) dem Untergang verurteilt.

Das zeigt aber das Problem. Denn das die Wikipedia massiv von Lobbyismus, Desinformation und Ideologie durchseucht ist, ist ja nicht auf den Feminismus beschränkt, das zieht sich ja durch alle Themen. Feminismus ist ja nur eines von vielen Beispielen.

Wikipedia ist ja längst zu einem Propagandaorgan der verordneten Einheitsmeinung verkommen. „Wikiprawda” kannte ich noch nicht, erscheint mir aber als passend.

5 Kommentare (RSS-Feed)

Hallo Hadmut,

die Kritik ist derzeit/jetzt gerade/bis auf weiteres/vielleicht auch später noch/eventuell dauerhaft im Wikipedia Kurier nachzulesen:
Titel: Wer ist der Nächste

Gruß
Michael


weils ständig kommt und geht, hier ist die Kritik noch zu finden:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Kurier&diff=106561971&oldid=106561248


Thomas
10.8.2012 13:07
Kommentarlink

Wikiprawda ist ja mal ein sehr guter Wortwitz! Könnte mein diesjähriger Favorit werden! 🙂


Bernd
10.8.2012 14:00
Kommentarlink

Hadmut sollte sich mal mit Arne Hoffmann zusammenschließen. Dieser hat auch das Problem als Sexist gebrandmarkt zu werden, weil man ihn argumentativ nicht widerlegen kann. Lesetipp: “Sind Frauen bessere Menschen?”


Thomas
10.8.2012 21:04
Kommentarlink

Arne Hoffmann hat seine Männerrechtskarriere auch bei der Frauenbib Mainz begonnen (ist, wenn ich es recht verstanden habe, aber vorm Kultuminsterium RLP gescheitert). An der arbeite ich mich auch gerade ab. Scheint aber heute weit mehr Unterstützung dabei zu geben, auch durch Frauen. War zu seiner Zeit wohl völlig utopisch! Bei der Gruppe, die ich gerade “mobilisiere”, müsste man nicht mal eine Frauenquote einführen, weil da Verhältnis fast 50/50 ist. 🙂