Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wer hinter den Freitags-Demonstrationen steckt

Hadmut
10.4.2019 22:21

Die Leser waren schon fleißig.

Ich habe inzwischen mal in Berlin nachgehakt, warum die mir keine Auskunft darüber geben, wer die Greta-Nummer am Brandenburger Tor steckt.

Und Impressumsbeschwerde habe ich erhoben, weil da schon wieder mal kein brauchbares Impressum besteht, denn unter https://fridaysforfuture.de/impressum/ findet man

Ronja Thein
Lorentzendamm 6-8
24103 Kiel

ohne Rechtsform, und die Frage ist, ob die überhaupt existiert und das eine zustellfähige Adresse sein kann.

Eine Leserin vor Ort schreibt mir:

im Gebäude Lorentzendamm 6-8 war bis vor wenigen Jahren die Muthesius
Kunsthochschule ansässig.

https://muthesius-kunsthochschule.de/

Das Gebäude wird heute für Projekte und Veranstaltungen genutzt.
Wohnen kann man da nicht.

https://altemu.de/

Alte Mu. Gut merken.

Denn ein anderer Leser schreibt mir:

hier ist ein wenig erklärt, was es mit der Adresse “Alte MU” auf sich hat:

http://www.kn-online.de/Kiel/Alte-Mu-in-Kiel-Ein-Ort-der-Inspiration
Dort ist (war?) auch die Antifa zuhause:

Eintrag von 2015:

https://twitter.com/antifa_kiel/status/644172018049503232

https://www.antifa-kiel.org/2015/09/14/fluchthilfe-organisieren-auch-in-kiel/

https://www.antifa-kiel.org/events/kiel-antikapitalistischer-antirassistischer-block-bei-kielweltoffen-30-405/

Und unter https://www.antifa-kiel.org/2015/09/14/fluchthilfe-organisieren-auch-in-kiel/

Bereits in den vergangenen Tagen haben sich deshalb täglich Refugee-Unterstützer_innen am Terminal und am Bahnhof aufgehalten, um den Betroffenen bei ihrer Weiterreise solidarisch zur Seite zu stehen und benötigte Unterstützung aller Art zu organisieren. Um die improvisierte Soforthilfe zu stärken und noch viele weitere helfende Hände einzubinden, hat das nara – netzwerk antirassistische arbeit kiel nun damit begonnen, eine entsprechende Unterstützungsstruktur, z.B. einen Infopoint für Flüchtende am Schwedenkai, aufzubauen. Um diese zu koordinieren und zu betreuen, findet deshalb bis auf weiteres täglich um 19 Uhr ein Treffen für alle, die sich beteiligen wollen, in der Alten Mu statt.

Desweiteren ruft der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein zu Spenden auf, um mittellosen Flüchtenden auf dem Weg nach Skandinavien Tickets für die Überfahrt zur Verfügung stellen zu können. Auch in der Alten Mu können morgen von 16 – 20 Uhr Sachspenden in Form von Schlafsachen (Schlafsäcke, Isomatten, Decken, Kissen), Getränken und Essen abgegeben werden, die derzeit dringend benötigt werden.

Wir rufen alle Kieler Antirassist_innen dazu auf, Refugees nach Kräften bei ihrer Durchreise an die Zielorte ihrer Wahl zu unterstützen. Kommt zu den Koordinierungstreffen, spendet und werdet anderweitig aktiv.

Und unter https://www.antifa-kiel.org/events/kiel-antikapitalistischer-antirassistischer-block-bei-kielweltoffen-30-405/

[Kiel] „Revolution Welcome“ Antikapitalistischer & antirassistischer Block bei #kielweltoffen 3.0, Alte Mu
Datum/Zeit
04.10.15
15:00

Zigtausende Menschen, auf der Flucht vor Krieg, Armut, Hunger, Verfolgung und Unterdrückung in ihren Heimatländern, stehen auf der Suche nach Perspektive nicht mehr nur an der syrischen Grenze, auf Lesbos, Lampedusa oder in Gibraltar, sondern auch vor unseren Haustüren. Menschen, ihren verbliebenen Besitz auf den Rücken geschnallt, die sich unter Aufgabe ihrer gesamten materiellen Existenz und dem Einsatz enormer Anstrengungen in unsere Wohlstandsmetropolen durchgekämpft haben. Menschen, die nicht selten erschöpft und gezeichnet von Erlebnissen der Angst, der Gewalt und des Todes sind, mit denen der_die gemeine eingeborene Mitteleuropäer_in wahrscheinlich sein_ihr Leben lang nicht konfrontiert sein wird.

Der mörderische Aufwand, mit dem sich die EU-Staaten von den Verdammten dieser Erde aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, dem Kosovo und vielen anderen Schauplätzen des Elends der Welt mit aller Gewalt abzuschotten versuchten und der Hunderttausenden das Leben kostet: Grenzzäune, militärische Bekämpfung von Boatpeople im Mittelmeer, Einpferchung in Lagern, Registrierung und Abschiebung, konnte die Ankunft derjenigen, die in Europa hoffen ihren Überlebenskampf gewinnen zu können, nur vertagen. Die Hamburger Lampedusa-Gruppe, die seit nunmehr zweieinhalb Jahren einen erbitterten Kampf um Anerkennung in Deutschland führt, war eine Vorhut dessen, was gerade massenhaft geschieht: Das unkontrollierte Überrennen der Grenzen um und in Europa und die Durchsetzung der freien Fahrt von Süd nach Nord. Das System Dublin 3, mit dem Kerneuropa bis zuletzt jede Verantwortung in die süd- und osteuropäische Peripherie auslagerte und die dortige Ballung von Flüchtenden erst verursachte, die nun die Grenzen gesprengt hat und schlagartig auch gen Norden drängt, hat mittlerweile de Facto kapituliert. Zumindest für einige Wochen.

Willkommen in Deutschland

Seitdem sich dies seit Anfang des Jahres auch in Deutschland zunehmend bemerkbar machte und sich die Kapazitäten der Aufnahmeeinrichtungen zusehends erschöpften, weil jahrelang lieber in die militärische Überwachung der Außengrenzen, statt in Wohnraum investiert wurde, wurden auch hier kurzerhand öffentliche und leerstehende Gebäude zu Notunterkünften für Geflüchtete umfunktioniert und Zeltstädte errichtet.

Ach, guck.

Der Freitags-Klima-Kram wird von der gleichen Adresse aus organisiert, von der die Antifa die Migration vorantreibt und sich über fehlenden Wohnraum beklagt.

Was die Frage aufwirft: Sind

  • Migration
  • Klimadiskussion
  • Wohnungsenteignungsdiskussion

ein und dasselbe Ding?

Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, dass die öffentliche Hand verpflichtet ist, Migranten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, Deutschen jedoch nicht, ein Wohnraum im Eigentum der öffentlichen Hand also zwangsläufig an Flüchtlinge gehen muss.

Ist das nicht nur Folge, sondern sogar Motivation dieser Enteignungskriege? Wohnraum für Migranten beschaffen?

Enteignung als Schlüsselwort um Einheimische rauszuwerfen? Wohnraum entdeutschen?

Jetzt überlege ich noch, was das mit dem Klima zu tun hat. Geht es da am Ende nur darum, neue Steuern zu produzieren?