Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Frauentag

Hadmut
25.1.2019 0:09

Berlin hat heute beschlossen,

sich trotz miserabel-negativer Leistungsbilanz einen neuen Feiertag zu leisten. Künftig ist der 8. März hier ein Feiertag: „Frauentag”

Am Frauentag wird nicht gearbeitet. Wie passend. Wie am Tag der Arbeit.

Was waren aber nicht alle davon so begeistert wie ich. Einer von der CDU hielt gleich ein KPD-Plakat hoch, „Heraus zum internationalen Frauentag am 8. März – Gegen den imperialistischen Krieg! – Her zur roten Einheitsfront! – Wählt Ernst Thälmann!”

Passt zu Berlin wie Arsch auf Eimer. Die re-DDR-isierung steht bevor, und meine einzige Hoffnung ist, dass die Mauer von denselben Leuten gebaut werden wird, wie der BER. Ulbricht hat noch gesagt „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!” Und dann war sie da.

Die heutige SPD würde verkünden „Die Mauer wird nächstes Jahr eröffnet!” und dann zieht sich das so 10 Jahre hin, mal aus Brandschutzgründen, mal weil sie nicht gut genug wärmeisoliert ist, irgendwer wird vorschlagen, sie wieder abzureißen und irgendwo im Wald von Brandenburg aufzubauen. Selbst mit Streik und der maroden BVG sollte man es da noch rechtzeitig rausschaffen.

Aber zurück zum Artikel, der CDU-Mensch sagte:

Evers schrieb dazu auf Facebook im Rekordtempo habe die Koalition den 8. März als Feiertag durch das Parlament gepeitscht: „Als hätte Berlin keine anderen Sorgen, steht unser kleines, feines Bundesland jetzt in einer Reihe und guter Gesellschaft mit Nordkorea, Kuba, Vietnam und der Volksrepublik China. Chapeau!“

Nee. Dort kriegen sie die Flughäfen nämlich überall hin, und die chinesische Mauer steht noch.

Aber dass Frauen zum 8. März raus auf die Straßen gehen, um dort mit Roten Fahnen und Hammer und Sichel … ja, was eigentlich?

Was genau machen Frauen denn dann am Frauentag?

Endlich mal wieder die Küche richtig sauber machen? Sofa-Polster reinigen? Gardinen waschen?

Oder doch mit roter Fahne, Hammer und Sichel kühnen Blickes durch die Straßen zu schreiten?

Wir werden sehen. Ich werde berichten.