Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Über Wohnungsnot, Zahlenblindheit und selbstmordende Rentnerinnen

Hadmut
25.9.2018 0:28

Noch so ein Gedanke.

Die Linke feuert auch gerade auf allen Kanälen zum Thema Miethöhen, aktuell etwa

Schon nach kurzem Nachdenken muss Riexingers Standpunkt eigentlich als dumm gelten. (Mal abgesehen von der Frage, worüber sie sich eigentlich beschweren, sie sind doch immer so scharf auf den Klassenkampf.)

Denn gerade der Kapitalismus geht mit dem Markt, mit Angebot und Nachfrage einher. Bisher war ja der Stand der Dinge, dass die Bevölkerung schrumpft, während Wohnungen ja normalerweise ein längerfristiges Wirtschaftsgut sind und normalerweise so ungefähr 50 bis 100 Jahre, ab und zu auch mal 150 oder 200 Jahre halten. In vielen Gegenden Berlins, Dresdens Außenbezirken und in ähnlichen Städten steht noch viel Bausubstanz aus dem Bauboom der 1920er Jahre herum. Nicht selten fällt einem der Bauhaus-Stil stark auf. Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg.

Anderenorts findet man den eher drögen Stil der 50er und frühen 60er Jahre. Wiederaufbau, Wirtschaftswunder.

Heißt: Wohnungen sind kein so dynamisches Gut, da kann sich der Markt nur schwer an eine sinkende Nachfrage anpassen.

Hätte sich Deutschland weiter so entwickelt, wie es das bis vor ungefähr 7-10 Jahren der Fall war, bekäme man die Wohnungen inzwischen nachgeworfen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich 2006/2007 schon mal nach Berlin gesehen, aber damals keinen Job gefunden habe, weil Berlin IT-mäßig noch tot war (und deshalb nach München gegangen bin), da hat man in den Wohnungssuchdatenbanken noch hunderte von Mietwohnungsangeboten bekommen. Standard: Die ersten 3 Monate mietfrei, und einen der damals brandneuen LCD-Großbildfernseher noch dazugeschenkt. Ein Taxifahrer sagte mir damals mal, dass man ziemlich neue oder sogar nagelneue 3ZKB-Wohnungen ab 70.000 Euro kaufen konnte. (Hätt ich nur…) Bei einer Führung auf einem historischen Gebäude sagte mir einer, dass er seine große 3-Zimmer-Wohnung schon zu DDR-Zeiten hatte und lange Zeit 70 Euro, dann irgendwann 200 Euro Miete gezahlt hätte, inzwischen 300. Neuvermietungen nun bei 1.400.

Wie können also fiese Investoren die Mieten so hochtreiben?

Nur, indem die Nachfrage das Angebot überschreitet.

Schon also ich 2013 hier nach einer Wohnung gesucht habe, habe ich ganze Häuser, Straßen, Stadtviertel gesehen und besucht, die ausschließlich von Migranten bewohnt waren. Ich kann mich noch erinnern, einen Wohnblock besichtigt zu haben, der zwar Massenwohnung war, aber grundsätzlich nicht schlecht. Zwar nicht neu und nicht luxusmäßig, eher einfach, aber ordentlich renoviert, jede Wohnung sauber, frisch gestrichen, in Ordnung. Günstiger Preis. Hätte ich im Prinzip sogar genommen. Aber: Als ich dahin kam, sprachen mich mehrere arabische Leute da an und stellten mir Fragen, bei denen ich erst nicht verstand, was die von mir wollten. Die hatten mich für jemand von der Hausverwaltung gehalten, und mir Fragen zu ihrer Mietwohnung vorgetragen oder irgendwelche Defekte mitteilen wollen. Als sich das aufklärte und ich sagte, dass ich nicht von der Hausverwaltung käme, sondern eine Wohnung suchte, reagierten sie zwar freundlich, aber ungläubig und meinten, das fänden sie seltsam, hier gäb’s keine Deutschen. Sie würden mir davon auch abraten, da würde ich nicht reinpassen. Als dann der von der Hausverwaltung kam, zeigte er mir zwei Wohnungen, die eigentlich in Ordnung und auch zu haben gewesen wären, sogar günstig, und da sprach ich den drauf an, und der bestätigte mir das. Probleme hätten sie in diesem Wohnblock nicht, hier liefe das alles friedlich und gesittet ab, deshalb renovieren sie auch jede Wohnung bei Neuvermietung (also neu streichen, Küche reparieren usw.), weil es da nur wenig Vandalismus gäbe, in den Wohnungen praktisch gar nicht, aber ja. Das Konglomerat aus mehreren Gebäuden mit Hunderten Wohnungen sei ausschließlich an Ausländer vermietet.

Ähnlich ging’s mir an anderen Stellen auch. In manchen Gegenden war ich dann der einzige Deutsche, der eine Wohnung besichtigte. Mich fragte auch mal ein 15- oder 16-jähriges Mädchen, das als Dolmetscherin ihrer Eltern dabei war, warum ich da hinziehen wolle. Das sei doch arabisch hier.

Der in Berlin eigentlich mehr als üppige Wohnungsmarkt wurde durch Migration massiv in einen Mangelmarkt getrieben.

Ein anderer Leser schreibt mir, dass die offiziellen Migrationszahlen nicht stimmten. Oft heißt es, dass es offiziell 1,5 Millionen sein, halboffiziell, dass man nicht alle kenne und es wohl eher um die 3 Millionen wären. Konkrete, überprüfbare Zahlen seien nicht zu bekommen. Also will er selbst welche schlussfolgern.

Er verweist auf den Königssteiner Schlüssel, der etwa auf Seite 3 der Asylzahlen von Fulda zu finden sei. Dazu holt er sich noch die Flüchtlingszahlen zu Fulda. Und schreibt dazu:

Amtlich festgestellt leben derzeit also in Cottbus 3.320 Flüchtlinge. Cottbus hat 100.000 Einwohner, also sind 3,3 Prozent davon Flüchtlinge. Dieser Prozentsatz entspricht in etwa der Aufnahmequote vom Königssteiner Schlüssel für Brandenburg. Und wenn diese Entsprechung kein Zufall ist, dann kann man die Flüchtlingszahlen für Deutschland hochrechnen:

Und rechnet das dann auf die Bundesländer hoch. Und kommt im Ergebnis auf 9,5 Millionen Flüchtlinge in Deutschland. Also etwa das Sechsfache der offiziellen Zahlen. Nachgerechnet habe ich es jetzt nicht.

Ob’s nun 3 oder 10 Millionen sind: Soviel leerstehende Wohnungen gibt’s nicht.

Während die Linke seit Wochen im Dauerfeuer auf die bösen Kapitalisten schimpft, die an den Mietpreisen schuld seien, weil sie sie einfach böswillig-willkürlich hochsetzten, ist es offenbar die Migration (nicht nur die Flüchtlinge seit 2015), die den Markt verknappt und etwa in Berlin ganze Stadtviertel belegt und aus dem regulären Markt nimmt.

Gleichzeitig trommelt die Linke, es müsse unbegrenzte Migration geben. Aber wo die alle wohnen sollen, sagen die nicht.

In Berlin hat man neulich herausgefunden, dass ausgerechnet unter dem linken Senat so wenig Häuser gebaut würden wie nie, weil der Wohnungsbereich fest in der Hand von Leuten der LINKEN sei, und die für eine Genehmigung nicht nur Jahre brauchen, sondern jeden Investor marxistisch so totschikanieren, dass viele einfach aufgeben und es bleiben lassen. Weil sie beispielsweise nicht kapieren, dass man keine Häuser baut, wenn sie Mieten erzwingen, die unter den Herstellungskosten liegen, und dass sie sich schaden, wenn sie Luxusbauten verhindern, weil sogar Luxusmietwohnungen den Markt nach oben entlasten würden. Wenn Reiche sich eine neue Luxuswohnung nehmen, nehmen sie dabei schon anderen keine günstigere weg.

Ebenfalls wurde ich heute auf dieses Video hingewiesen, in dem ein AfD-Politiker in Münster zu einer Ratssitzung über weitere Flüchtlingsaufnahme geht und quasi einen Spießrutenlauf durch eine Menge schreiender linker Demonstranten gehen muss, und dabei mit einigen spricht. Die Demonstranten wollen immer mehr Flüchtlinge haben. Junge Leute, und ich muss leider sagen, dass sie auf mich einen ziemlich dummen Eindruck machen.

Er fragt sie nämlich, wieviele Flüchtlinge aufzunehmen ihre Wunsch wäre. Bietet Zahlen an. Zu Zahlen kommt immer nur „weiß nich…”, aber die generelle Forderung, Flüchtlinge aufzunehmen, „solange es geht”.

Eine Abbruchbedingung, ein Kriterium für „geht noch” oder „geht nicht mehr” können sie dabei nicht nennen. Analog dazu, dass sonst stimmen muss, was sich reimt, meinen sie hier, dass sie Recht haben müssen, weil sie (miserabel und grausig unrhythmisch) klatschen, oder einer mit dem Kopf dazu wackelt. Immer mehr, immer immer mehr.

Wie dämlich das ist, und dass die Jungen heute überhaupt kein Zahlengefühl, keine mathematische Denkweise mehr haben, merkt man da sehr deutlich. Mit einer Frage wie „Sollen wir 1.000, 3.000 oder 10.000 aufnehmen? Oder 1.000.000?” können sie überhaupt nichts mehr anfangen, das verstehen sie nicht. Nur so emotional wie „So viel wie möglich” ohne eine Zielvorstellung davon zu haben. Einer kommt mit Kant daher. Begründen kann er nichts, aber wenn Kant es gesagt hat, dann müsse das so sein. Man könnte sie mal über Kants kategorischen Imperativ nachdenken lassen.

Genau diese „Zahlenblindheit” (den Begriff gibt es tatsächlich, da gab es vor Jahren mal ein sehr gutes Buch über diese Unfähigkeit, mit Zahlen umgehen zu können oder sie überhaupt zu begreifen) wurde neulich mal von einem Journalisten zum Thema Migration anhand von Kaugummis erläutert (Tolles Video, gekürzte Version mit deutschen Untertiteln), der da erklärt, dass es überhaupt keinen positiven Effekt habe, Migranten zu retten, weil der Anteil an der Weltbevölkerung winzig wäre und die sofort wieder nachwachsen.

Diese ganze Political Correctness, das Gutmenschentum und die Rettungsidealisten können zahlenmäßig nicht unterscheiden, ob da 20 oder 20.000 kommen. Einfach nur retten und gut fühlen.

Und deshalb verstehen die dann auch nicht, welche Auswirkungen das hat. Oder welche Abbruchbedingung ein „so viel es geht” haben würde. Sie können nicht sagen, wo „geht” dann mal aufhört. Kleine, dumme Kinder.

Ich will nochmal den Tweet des Linken-Dauerschwätzers Riexinger bringen:

Wäre nicht genau das eine der Notfallabbruchbedingungen, die sagt „Kein Stück weiter”?

Denn Migranten garantieren wir Wohnungen, während Renterinnen Selbstmord begehen, weil sie raus müssen. Während dumme Kinder für grenzenlose Migration schreien und von Kant schwätzen.

Sollte die Zahl der Migranten wirklich bei 10 und nicht bei 1,5 oder 3 Millionen liegen, wäre die Migrationsrate weit höher, als bisher angegeben. Deren Vermehrungsrate ist auch drastisch höher. Wenn 10 Millionen paarweise je 5 Kinder bekommen, sind aus 10 Millionen in 20 Jahren 35 Millionen geworden, die eine Wohnung brauchen.

Gerade las ich irgendwo eine Meldung, dass die Gefahr besteht, dass Firmen ins Ausland abwandern, weil sie hier kein Bauland und keine Gewerbefläche mehr bekommen, alles weg.

Es werden sich noch viele Rentnerinnen umbringen müssen.