Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Globalisierung und Betrug

Hadmut
14.9.2018 21:09

So sieht’s aus.

Es gab mal vor einiger Zeit einen Fall, der in den USA aufgeflogen ist. Irgendein Programmierer bekam dort ein Jahresgehalt um die 3 oder 400.000 Dollar (*seufz*), aber irgendwie kam ans Licht, dass der selbst gar nichts arbeitete, sondern die Arbeiten für 100.000 Dollar im Jahr von einer Firma in Indien machen ließ und die Differenz einfach behielt.

Kurios daran: Die Juristen meinten, man könne ihm nichts tun, weil er nicht gegen den Vertrag verstoßen hatte, das sei legal. Und sein Arbeitgeber meinte nach der ersten Empörung, dass die abgelieferte Arbeit sehr gut war und sie sich schon gewundert hatten, wie ein einzelner Mann soviel arbeiten kann.

Ein Leser wies mich nun darauf hin, dass es auf Youtube ein Video gäbe, wonach es in der Ukraine jetzt sehr billige Ghostwriter gäbe, und eine ziemliche Menge deutscher Studenten sich von denen ihre Arbeiten schreiben lassen.

Dazu fällt mir zweierlei ein:

Das ist vno STRG_F. Da machen ARD und ZDF auf Youtuber.

In den MINT-Fächern gibt es solche Hausarbeiten nicht und Bachelor- und Masterarbeiten kann man (an seriösen Läden) auch nicht einfach so abgeben. Das dürfte im wesentlichen ein Problem der Geisteswissenschaften sein, dass die sich ihre Prüfungsleistungen einfach einkaufen wie ein Buch bei Amazon. Den Effekt kennt man aus manchen Ländern Asiens, wo inzwischen eine Mehrheit keine echten Abschlüsse mehr hat, sondern frei erfundene Phantasieabschlüsse (nicht mal Fälschungen, sondern reine Phantasiedinger) haben, so nach dem Motto „Die Urkunde ist sehr schön und auf sehr wertvolles Papier gedruckt, die war teuer!”

Das ist ein Punkt, den ich bisher bei der Untersuchung der Gender Studies und angrenzender Wahnsinne nicht berücksichtigt habe: Viele haben da nur Schrott-Arbeiten, die teils auch erst zwei oder drei Jahre nach der Promotionsprüfung (!) veröffentlicht werden, also zum Zeitpunkt der Prüfung praktisch nicht existiert haben können, dafür dann erst mal mit einem Dr. des. unterwegs sind – oft unter Beteiligung der Prüfer.

Gerade weil da so massiv gefördert und betrogen wird, wäre das durchaus mal eine interessante Frage, wieviele Abschlussarbeiten in diesen Förderkrämpfen mit Kenntnis der Prüfer eingekauft wurden und nur pro Forma veröffentlicht werden. Und ob in diesen Förderstipendien, besonders der politischen Stiftungen, vielleicht der Preis für das Einkaufen der Pseudoarbeiten mit drin ist.

Es würde auch erklären, warum in den Gender-Veröffentlichungen immer das Gleiche drinsteht. Vielleicht haben wir 1000 Genderforscherinnen, aber nur 10 Ghostwriter. Verwenden die deshalb immer dieselben Phrasen, Begriffe, Denkfehler?