Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Oh mein Gott, es ist … es ist … es ist eine Kamera…

Hadmut
23.7.2018 20:44

Nikon schwer im Finstern.

Gerade im Kamera-Bereich ist das seit Jahren schwer in Mode (und Apple machte das teilweise ja auch), dass auf finstersten Wegen winzigste Informationsfetzchen an die Öffentlich sickern, natürlich total konspirativ und heimlich, als hätte man geheimste Informationen rausgeschmuggelt.

Gut, manchmal sind sie auch geschmuggelt, aber meist ist das bewusst rausgelassen. Das gehört zum Spiel, eine Kameravorstellung nicht *bumm* an einem Tag und das war’s dann schon wieder und ist am nächsten Tag schon wieder Schnee von gestern (und im Kosten-Nutzen-Verhältnis dünn), sondern man fängt frühzeitig an, durch lancierte Indiskretionen Spannung aufzubauen und die Nummer über Tage, Wochen, Monate auszukosten.

Immer wieder gern genommen sind auch Webseitenfehler, so ganz dumme, in denen höchst ärgerlich Webseiten vorzeitig kurz auftauchen. Sowas aber auch. Auch Großhändler mit guten Beziehungen lassen gar zu gerne vorher mal rein versehentlich und unbeabsichtigt das Produkt im Onlineshop kurz auftauchen. Genau so lange, bis es die Szene entdeckt hat und von selbst weiterverteilt.

Nikon spielt das Spiel gerade mal wieder, obwohl die Informationen diesmal nicht geleakt sondern ganz offiziell inoffiziell sind.

Da wird gerade über die Social Media ein Video verbreitet, das exakt gar nichts sagt. Und enorm dunkel und unterbelichtet ist. Und das mit schwülstigsten Sprüchen. Hier auf Youtube.

Und dazu noch Fotos der neuen nicht angekündigten Kamera, die so im Finsteren fotografiert und so stark unterbelichtet sind, dass man von der Kamera gerade mal ungefähr die Silhouette erkennen kann.

Und so rein zufällig, ohne irgendeinen Zusammenhang, tauchen auf Instagram Fotos einer Frau mit einer bisher unbekannten Kamera auf, die zur Silhouette passt (die Kamera, nicht die Frau).

Also viel Gedöns, und was man erfährt, ist genau gar nichts.

Man sieht ein Kameragehäuse mit einem Objektiv dran. Als ob man sowas noch nie gesehen hätte.

Bis auf ein kleines Detail.

Entweder ist das Dunkelvideo damit marketingmäßig weit neben der Schiene – oder es ist aus Fotografensicht genau die zentrale Information.

Denn man würde eine Kamera nicht bei Nachtfotografie (und damit der Herstellung vermurkster Bilder) zeigen, wenn man nicht genau das betonen wollte, und damit andeuten, dass die neue Kamera überaus lichtempfindlich sein solle, zur Nachtfotografie geignet. Irgendwo stand auch mal was davon, dass sie Sternenhimmel fotografieren wollen.

Tja.

Mal sehen…