Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

18:00 – 19:00: Preise für die Herren, Schnittchen von den Damen?

Hadmut
30.6.2018 0:43

Noch ein Verzweiflungsakt.

[Anmerkung: Seht’s mir nach, wenn die Fehlerquote hochgeht, ich merke gerade, wie ich richtig müde werde.]

Dann war ich doch noch bei einer feministischen Veranstaltung mit Annette Ramelsberger (keine Ahnung, wer das ist) , Anja Reschke, Jupp Legrand (kenn ich auch nicht) und Silke Burmester.

Sehr dünn besucht, gerade mal ein Drittel, obwohl sonst alles immer überfüllt war. Fast nur Frauen, zwei Männer im Publikum (ich eingeschlossen).

Eieieiei.

Die große feministische Klappe der letzten Jahre haben die auch nicht mehr.

Die fördern und fördern und fördern und fordern und fordern und fordern, und was ist dabei rausgekommen? Eigentlich nichts.

Die Preise räumen die Männer ab. Auch bei Blindbewertung. [Anmerkung: In den USA fand man heraus, dass man Frauen bei Blindbewertung als noch schlechter einstuft, es also keine Frauenbenachteiligung, sondern eine -bevorzugung gibt.] Was man noch machen könnte.

Morgens hatten sie das noch angekündigt und gemeint, Frauen gäbe es schon, man müsse sie eben finden. Da hatte ich mir vorgenommen, darüber als „Dornröschen-Syndrom” zu schreiben. Die machen nichts, sondern legen sich irgendwo hin und warten drauf, dass der Märchenprinz kommt und sie wachküsst.

Annette Ramelsberger hat mir dann aber die Wurst vom Brot genommen und selbst den gleichen Begriff gewählt, beklagt, das sich Frauen nicht bewerben, nicht aktiv werden, sich benehmen wie Dornröschen und darauf warten, von der Super-Redaktion entdeckt und abgeholt zu werden.

Letztlich war es aber Resignation und Frustration, die deutlich zu merken war.

Eigentlich sagten sie dann sogar selbst, warum’s nicht klappt, sie haben es nur nicht gemerkt. Der ganze investigative Kram wird von Männern geschrieben. Sie schreiben lieber über schöne Sozialthemen oder über Frauen. Ich konnte dann nicht an mich halten und haben spontan mal derb gerufen, dass sie sich dann auch nicht zu wundern brauchten, wenn’s nicht klappt. „So’n Scheiß will doch kein Mann lesen, und damit haben Sie schon 50% der Leser verloren!”

Und dann passierte etwas, was es auf feministischen Veranstaltungen noch nie gab: Ich wurde nicht beschimpft, beworfen, des Mainsplaining für schuldig befunden, sondern ich hatte die Lacher im Damenpublikum.

Als Burmester beklagte, dass in den Preisjurys zuwenig Frauen säßen, weil man mehr als 3 Frauen „da nicht möchte”, merkte ich an, dass man die Schuld wie immer bei anderen Suche. Immer sei irgendwer anderes Schuld, immer liegt die Schuld bei anderen. Reschek meinte dann zu mir, dass Frauen sich schließlich ja nicht selbst in die Jury wählen könnten, sie würden immer von anderen da reingewählt.

Meine Antwort war, dass Frauen aber sehr wohl selbst dafür sorgen und es verschulden können, nicht gewählt zu werden. Mmh.

Mmmh.

Feministisch pfeifen die auch nur noch auf dem letzten Loch.

Seit Jahren werden Frauen gequotet und bevorzugt, bekommen Geld und Zucker in den Arsch geblasen, und es wird und wird einfach nichts.

Man wird sich mal die Frage stellen müssen, ob Frauen überhaupt förderfähig, förderbar sind, oder ob der ganze Förder- und Quoten- und Gleichstellungsquatsch nicht einfach nur Rechtsbruch, Schaden und rausgeworfenes Geld in Milliardenhöhe war. Eine Schnapsidee von SPD und Merkel.

Draußen im Freien hatte Pro Quote noch einen Stand und keinen interessierte es. Vorletztes Mal machten die noch den großen Zampano.

Das Thema ist auch tot.

Und sonst haben sie keines mehr.