Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Keime, die mehr als nur multiresisent sind

Hadmut
25.5.2018 18:57

Bereuet! Das Ende ist nah!

Dass wir enorme Probleme mit sogenannten „multiresistenten Keimen” haben, gegen die kein bekanntes Antibiotikum mehr wirkt, sollte bekannt sein.

Heise berichtet, dass es inzwischen immer mehr Erreger gibt, die sich so anpassen, dass Impfungen nicht mehr wirken. Quasi eine evolutionäre Anpassung an Impfungen.

Bisher war ich der Meinung, dass Impfung gut und wichtig ist, und habe Impfgegner verachtet. Mit dieser Art der Anpassung habe ich nicht gerechnet.

Könnte es am Ende sein, dass flächendeckende Impfungen genauso verheerend sind wie flächendeckender Einsatz von Antibiotika in Ställen?

Anders gefragt: Müsste man einfach einen Teil seiner Population den Krankheiten opfern, damit sich da keine herausbildet, die sich an die Gegenmittel anpasst?

Mein Eindruck ist aber ein anderer. Ich glaube, wir erleben gerade die Katastrophe der Überbevölkerung. Nicht nur die Aggressivität steigt wie in den schon beschriebenen Mäuse- und Rattenexperimenten. Und auch die Vermüllung (die Woche habe ich irgendwo einen Film gesehen, in dem ein Fischer in seinem Netz einen sehr kranken und aufgedunsenen Hai gefunden und beschlossen hat, ihn zu töten und aufzuschneiden, um die Ursache zu finden. Obwohl in einer noch relativ sehr sauberen Gegend vor Australien gefangen, hatte der Hai vier große Plastiktüten im Magen, die er wohl mit Quallen verwechselt und gefressen hat, aber nicht verdauen kann). Und dann die Krankheiten und Seuchen. Tuberkulose kommt wieder. Vor ein paar Tagen hatten sie zum ersten Mal Ebola in einer Großstadt.

Möglicherweise sind wir längst tot und wissen es nur noch nicht. Es spricht einiges dafür, dass der Bevölkerungsanstieg, den wir in den letzten 50 Jahren produziert haben, fatal war und nicht mehr zu beheben ist – oder sich selbst behebt.

Mir ist aufgefallen, dass ich viel häufiger krank bin, seit ich nach Berlin umgezogen bin. In Karlsruhe bin ich mit dem Fahrrad in die Firma gefahren. In Dresden und Ulm mit dem Auto (täglich genau an der Weltkriegsbombe vorbei, die gestern bei der Entschärfung hochgegangen ist). Bei München zu Fuß zur Arbeit. Nur hier in Berlin fahre ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und nehme praktisch jede Erkältung, jeden grippalen Infekt mit. Und durch den sehr hohen Anteil an Reisenden hat man auch alles sofort hier.

Wenn hier sowas wie Grippe oder Ebola oder Tuberkulose oder irgendeine angepasste Mutation mal so richtig zuschlägt, mit vielleicht einer Million Erkrankten, dann ist hier Schicht. Dann dürfte nur noch helfen, alle Brücken zu sprengen und das Wasser abzustellen.

Vermutlich war alles oberhalb von 2 Milliarden ein schwerer Fehler.

Um jetzt mal zynisch zu werden: Wieviele der inzwischen fast 8 Milliarden Menschen tragen eigentlich zur Zivilisation, zur Wissenschaft, zur Infrastruktur, zum allgemeinen Leben etwas bei und bringen anderen außer sich selbst einen Vorteile, und wieviele der 8 Milliarden sind nur damit befasst, vor sich hinzuexistieren oder zu -vegetieren und Ressourcen zu verbrauchen, würden aber von niemandem vermisst, wenn sie nicht existierten?

Sind all die Slums und Ghettos und Armenviertel und sozialwissenschaftlichen Fakultäten der Welt nicht Ausdruck eines absurden Überschusses von Menschen, die wir wegen der Begrenztheit von Platz, Ressourcen, Wirtschaft, Energie nicht unterhalten können? Haben wir uns selbst überzüchtet? Und uns deshalb zum Inkubator für Krankheiten gemacht?

Befinden wir uns gerade in einem Schweinezyklus? Wenn eine Tierart, oder besser gesagt, der Bewohner einer ökologischen Nische, zu überguten Lebensbedingungen kommt, vermehrt er sich zunächst mal explosionsartig und nimmt überhand, bis ihm das Futter (in der Nahrungskette unter ihm) ausgeht und/oder sein Räuber (in der Nahrungskette über ihm) phasenverschoben zunimmt, und ihn frisst.

Wir dachten immer, wir wären die Krone der Schöpfung, der unangefochtene König der Nahrungskette. Vielleicht aber sind das die Mikroben.

Vielleicht haben wir uns durch Überbevölkerung unseren übergeordneten Fressfeind selbst gezüchtet.

Brot für die Welt! Mahlzeit!