Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Rangordnungen

Hadmut
21.2.2018 19:46

Neues aus Schweden zur Position der Frau. [Link vergessen und nachgetragen]

Ich habe das ja schon anhand hiesiger Verhältnisse dargelegt, jetzt kommt es auch mehr oder weniger offiziell aus Schweden. Das Gatestone Institut beschreibt die neueste Entwicklung des Feminismus:

Natürlich gibt es verschiedene Arten von Feminismus. Schwedens bevorzugter Typ ist nicht die universelle Schwesternschaft und die Verbreitung der Gleichberechtigung der Geschlechter auf der ganzen Welt. Nein, es ist “intersektioneller” Feminismus. Was ist “intersektioneller” Feminismus? Es ist eine Art Feminismus, der gemäß dem relativ neuen akademischen Konzept der “Intersektionalität” eine Hierarchie akzeptiert, in der andere “Opfergruppen” – wie “Farbige” und Muslime – auf der Kummerskala höher stehen als Frauen, und in der Frauen, die zu diesen anderen Gruppen gehören, einen noch höheren Opferstatus genießen als weiße Christinnen oder Juden.

Das bedeutet, dass “intersektionelle” Feministinnen kulturell sensibel und kulturell relativ sein müssen, indem sie andere kulturell begründete Werte als die Gleichheit der Geschlechter anerkennen und privilegieren. Sie müssen Feministinnen sein, die verstehen, dass kein Ausdruck von Verachtung für die angebliche Tyrannei westlicher Männer zu laut, übertrieben oder vulgär sein kann, aber sie müssen in ihren Begegnungen mit weniger feministisch gesinnten Kulturen ihre Hingabe an die Gleichberechtigung der Frauen aus Respekt vor den unterschiedlichen Prioritäten dieser Kulturen mildern.

Heißt: Feministinnen müssen sich den Feminismus schleunigst wieder abtrainieren, weil es Rassismus wäre, Migranten mit Feminismus zu kommen. Feminismus darf nur noch in Weißen-Ghettos stattfinden, außerhalb dessen ist die Frau wieder rechtlos und für den Herd zuständig. Oder so.

Diese Art von Feminismus beschränkt sich natürlich nicht nur auf Schweden. Letztes Jahr, am Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump, war sie in den Vereinigten Staaten auf dem Frauenmarsch zu sehen, wo der neue Präsident allgemein als Personifizierung des Patriarchats denunziert wurde, während Linda Sarsour, eine Frau in Hijab und Verfechterin des islamischen Rechts (Scharia), über Nacht zur feministischen Heldin wurde.

Was genau promotet Sarsour? Nach der Scharia wird von einer Frau erwartet, dass sie unterwürfig und gehorsam ist. Ihre Aussage vor Gericht ist nur halb so viel wert wie die eines Mannes, denn ihr “mangelt es an Intelligenz”. Das Erbe einer Tochter ist nur halb so groß ist wie das eines Sohnes. Einem Mann ist es nicht nur erlaubt – sondern er wird auch dazu ermutigt – seine Frau zu schlagen, wenn sie nicht gehorsam genug ist.

Oder der:

Ein Mann hat das Recht, mit seiner Frau gegen ihren Willen und unter bestimmten Umständen auch mit anderen Frauen Sex zu haben. Und das ist erst der Anfang.

Tja. Das wäre mal ein Richtungswechsel.

Dennoch wurden in keinem Land die Gebote des “intersektionellen” Feminismus vom politischen und kulturellen Establishment eindeutiger gebilligt und von der Bürgerschaft eifriger verinnerlicht als in Schweden. Ein Beispiel: Eine der Folgen des “intersektionellen” Feminismus ist die starke Zurückhaltung, muslimische Männer dafür zu bestrafen, dass sie sich an die moralischen Gebote ihrer eigenen Kultur halten; und gerade wegen dieser Zurückhaltung ist Schweden mit seiner “feministischen Regierung” nach Ansicht einiger Beobachter zur “Vergewaltigungskapitale des Westens” geworden.

Ein feministisches Vergewaltigungsland.

Wenn das kein Brüller ist.

Sie sind, wie sie gerne verkünden, durch und durch stolze Feministen. Es ist nur so, dass ihr glühender Glaube an die Schwesternschaft aus Respekt vor den Erlassen der “Intersektionalität” dort endet, wo brutales islamisches Patriarchat, systematische Geschlechterunterdrückung und primitive “Ehrenkultur” beginnen. Das ist Feminismus im schwedischen Stil.

Nee. Nicht schwedischer Stil. Der Feminismus war noch nie etwas anderes als eine verlogene Attrappe. Morgen oder übermorgen werde ich etwas dazu schreiben, warum das so ist.