Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

ARD im Diversitätskrampf

Hadmut
29.11.2017 18:38

Öffentlich-rechtlich auf politischer Linie.

Pressemeldung: ARD stellt Weichen für mehr Diversität

Die ARD wird in den kommenden Jahren verstärkt die Diversität im Programm fördern. Das haben die Intendantinnen und Intendanten des Senderverbunds bei ihrer Sitzung in Leipzig beschlossen.

Zuvor hatte bereits die Fernsehprogrammkonferenz der ARD die Ergebnisse der Studie “Audiovisuelle Diversität – Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland” der Universität Rostock und der MaLisa-Stiftung, die von allen großen Sendern unterstützt wurde, diskutiert und Handlungsoptionen für alle Programmbereich geprüft.

Das ist das Ding von der Furtwängler.

Wir haben uns jetzt die Ergebnisse der Studie in Bezug auf die ARD genau angesehen”, so die ARD-Vorsitzende und Film-Intendantin der ARD, Karola Wille. “Dabei ist festzustellen: In vielen Bereichen – beispielsweise bei den Serien am Vorabend – spiegeln wir die gesellschaftliche Realität gut wider.

Ah, unser aller Liebling, die Karola Wille. Die saß ja auch bei der Furtwängler-Veranstaltung mit dabei. Und sie sagt:

“Dabei ist festzustellen: In vielen Bereichen – beispielsweise bei den Serien am Vorabend – spiegeln wir die gesellschaftliche Realität gut wider.

Auch nur dann, wenn’s politisch passt. Die Furtwängler sagte ja, dass man mehr Tatort-Kommissarinnen haben will, obwohl der Frauenanteil in Fernsehkrimis und speziell beim Tatort schon deutlich höher als in der Realität sei. Die richten sich genau dann nach der Realität, wenn es ihnen nutzt. Ansonsten pfeifen die drauf.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: “Unsere Programmverantwortlichen aller Genres – egal ob Nachrichten, Fiktion, Sport oder auch im Kinderprogramm – sind für das wichtige Thema Diversität sensibilisiert.

Deshalb kommt da auch so viel Müll und verbogene Nachrichten. Geistiger Widerstand ist aus den Redaktionen dann auch nicht zu erwarten.

Generell will die ARD in ihren Fernsehfilmen den Anteil von Frauen als Protagonistin – auch im mittleren und höheren Alter – steigern und verstärkt darauf achten, dass bei den dargestellten Berufsfeldern von Protagonistinnen die Realität besser abgebildet wird.

Ein Satz, der sich selbst widerspricht: Mehr Frauen als Protagonistinnen, um die Realität besser abzubilden.

In der Vorabend-Sendestrecke wird eine ausgewogene Besetzung in der fiktionalen Leiste um 18.50 Uhr (in der Regel Krimi- oder Arztserien) angestrebt. Die Redaktion achtet bei der Entwicklung der einzelnen Fallgeschichten und Episodenfiguren stark auf Glaubwürdigkeit und Authentizität.

Sie wollen Ideologie-Fiktion machen und dabei gleichzeitig auf „Glaubwürdigkeit” achten. Tischen uns den letzten Mist auf. (Zu ARD-Vorabendsendungen fällt mir gerade einfach gar nichts ein, im ZDF bringen sie Schrott-Phantasien wie „Dr. Klein”, in der es vor Randgruppenmonstren schlimmer wimmelt als in Jurassic Park, und reden dann von „Glaubwürdigkeit” und „Authentizität”.)

Was saufen die?

Bei den Quizshows und Unterhaltungsmoderationen soll der der Anteil an Frauen ausgebaut werden. Auch in anderen unterhaltenden Programmbereichen wird bei der Neubesetzung von Moderatoren und Rateteams in der Regel großer Wert auf Ausgeglichenheit zwischen den Geschlechtern gelegt. Hier gilt es, in Zukunft einem “historisch bedingten Männerüberhang” bei altgedienten und gleichzeitig bewährten Formaten sensibel entgegenzuwirken.

Jo. Quizshows und Unterhaltungsmoderation. Passt wie Arsch auf Eimer.

“Wir wollen insbesondere bei Formaten der Wissensvermittlung und bei Informationssendungen die Präsenz von Frauen auf dem Bildschirm erhöhen”, so Wille […]

Wissensvermittlung.

Was die beim Fernsehen so darunter verstehen. Während ich das hier schreibe, läuft in der ARD „Wer weiß denn sowas?” mit Kai Pflaume, der zufällig genau in diesem Moment behauptet, sie betrieben „Wissensvermittlung” – völlig nutzloses und zusammenhangloses Zufallswissen in einer Show auf Kindergeburtstagsniveau mit Bernhard Hoecker und Elton. So’n Scheiß verstehen die unter „Wissensvermittlung”: Quizshows und Unterhaltungsmoderationen. Aktuelle Frage: In welcher Stadt gibt es ein Rotes Schloss, ein Gelbes Schloss und ein Grünes Schloss? (Die Antwort musste ich nicht ertragen und wurde von der Werbung erlöst.)

Wenn sie nun wenigstens von sowas wie den Sendungen von Andreas Kieling, Dirk Steffens, oder sowas wie Leschs Kosmos reden würden, dann würde ich mir das ja noch gefallen lassen, aber Quizshows und Unterhaltungsmoderationen als Mittel der Diversität und Frauenförderung.

Geht’s noch dämlicher?

Und dann wundern die sich, wenn denen immer weniger Leute zusehen.

Wer glaubt denen noch was?