Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Zivilisation aufgekündigt?

Hadmut
2.10.2017 18:09

Ich habe gerade mal Lust, haltlos und unseriös draufloszuspekulieren.

In den USA, genauer in Las Vegas, gab es heute einen Massenmord. Nach bisherigen Pressemeldungen hat ein einzelner Mann aus der 32. Etage eines Hotels in die dicht gedrängten Besucher einer Musikfestivals gefeuert. Auf Amateurvideoaufnahmen hört man, dass das keine einzelnen Schüsse sind, sondern dass der da mit automatischen Waffen und Dauerfeuer in die Menge gehalten hat.

Neueste Meldungen gehen von über 50 Toten und über 400 Verletzten aus. Einige davon in kritischem Zustand.

Zuerst denkt man natürlich wieder an islamistischen Terror, Allahu akbar und so weiter, der IS hat sich ja gerade zum Messerangriff in Marseille bekannt.

Aber nein: Der Täter ist – soweit man weiß – ein Einheimischer, ein alter, weißer, heterosexueller Mann. Stephen Paddock.

Erstaunlich: Der IS reklamiert die Tat für sich. Obwohl die Polizei dies gerade ausgeschlossen hat. (Naja, der IS reklamiert inzwischen alles für sich.) Es gebe keine Verbindung vom Täter zu ideologischen Gruppen. Newsweek schreibt dazu:

Authorities say Stephen Paddock, a 62-year-old resident of Las Vegas, is the shooter who killed 50 people in the mass shooting at the Route 91 Festival late Sunday night on the historic Vegas Strip — but have not revealed a motive or whether the alleged shooter was following any “belief system.”

He is reported to be from Mesquite, Nevada, NBC News reported. The Las Vegas Metropolitan Police Department was not immediately available for comment.

Police said they believe the shooting was a “lone wolf” attack, one not linked to a militant group and not carried out by multiple shooters. Further details about Paddock remain unclear.

„Belief system“ ist schön gesagt.

Das erste, was mir da durch den Kopf ging, war „das gibt richtig Ärger“, denn der gehört zum politischen Feindbild schlechthin: Mann, weiß, alt, heterosexuell. Normalerweise töbern Linke ja immer gegen Stereotype und Verallgemeinerung, aber hier in Berlin musste man sich auf vielen politischen Veranstaltungen jahrelang mit Anders Breivik auf eine Stufe stellen lassen – gleiche Hautfarbe, gleiches Geschlecht, reicht schon. Sagt man dann noch was gegen Feminismus, ist man gleich der Bruder von Breivik.

Damit dürfte der Krieg aller anderen gegen weiße Männer gerade massiv angefeuert werden.

Der zweite Gedanke aber war: Was ist, wenn der Krieg schon ausgebrochen ist, wenn das schon eine Art Bürgerkriegshandlung ist? Kann das vielleicht sein, dass man da zuviel auf weißen Männern herumetrampelt hat? Und da sich jetzt welche sagen, „jetzt reicht’s“?

Denn was mir ja schon immer auffällt, ist, dass dieser linke Gender-Queer-Immigrations-Frauenquotenkomplex meint, für sich alle Zivilisationsregeln aufkündigen zu können, von den Gegnern aber verlangt, sich weiter und doppelt daran zu halten. Weiße Männer darf, muss man nicht nur beschimpfen, sie haben das auch noch wortlos hinzunehmen und zu dulden. Und gerade in der Gegend um Kalifornien wird linke Ideologie ja immer gewalttätiger durchgesetzt, man denke nur an die Universitäten. Oder was sonst so bei Demonstrationen stattfindet. Und neulich gab es ja in Charlottesville, Virginia, eine Tote, durch einen Autofahrer, der den Rechten zugeordnet wird, wobei aber nicht erwähnt wird, dass linke Gegendemonstranten dort aufmarschiert sind, um die gewaltsame Konfrontation zu suchen.

Könnte es am Ende sein, dass da der eine oder andere die Kündigung der Zivilisation einfach mal angenommen hat und sich sagte, wenn jetzt der Politikstil „Ultimate Fighting“ angesagt ist, man da eben mitspielt.

Man wird sehen, was die als Grund angeben und ob sich was besseres findet.

Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das erst ein Auftakt ist. Da kommt noch mehr. Und vielleicht ist das der Anfang jenes Bürgerkrieges, der meines Erachtens dort bevorsteht.