Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Zusammenbruch der Lehrkaskade

Hadmut
18.7.2017 0:46

Normalerweise gilt, dass die erfahrenen Alten das Wissen an die Jungen weitergeben. Nicht mehr in Berlin.

Bildung wird ohnehin überbewertet.

Funktioniert in Berlin nicht mehr. Da werden bei Lehrern jetzt die Anfänger jetzt von Anfängern ausgebildet, weil nicht mehr genug alte, erfahrene Lehrer da sind.

Selbst Bachelor-Studenten werden als Lehrer eingesetzt.

Wie kommt sowas?

Besonders groß ist der Mangel bei den Grundschullehrern. Wie berichtet, wurden jahrelang zu wenig Studienplätze zur Verfügung gestellt, weil der Senat den Universitäten kaum Vorgaben gemacht und keine Zielgrößen genannt hatte. Eine Folge ist offenbar, dass es auch zu wenig Fachseminarleiter für Grundschulen gibt. Stoffers betonte allerdings, dass „Personen, die keinerlei Erfahrung im Grundschulbereich haben, auch nicht als Fachseminarleiter tätig werden können“.

Aber diese Vorgabe scheint nicht eingehalten zu werden. Nach Informationen des Tagesspiegels wurde eine junge Lehrerin als Fachseminarleiterin für Grundschulen verpflichtet, obwohl sie zuvor nur ein paar Monate lang als Aushilfslehrkraft an einer Grundschule gearbeitet und ihre Ausbildung dann an einer Sekundarschule absolviert hatte.

Zu wenig Studienplätze.

Aber Gender-Studies, die haben sie. Und genug Leute, die Kindern den Gebrauch von Dildos und das Gender-Geschwätz beibringen. Kommt davon, wenn man sich von rot-grün regieren lässt. Schule wird ohnehin überbewertet.

Daher wird zunehmend auf Lehramtsstudenten zurückgegriffen. Es komme vor, dass Studierende schon während des Bachelorstudiums von Schulen für eine Unterrichtstätigkeit und „sogar als Klassenleiter eingestellt werden“, kritisieren Matthias Raudat und Johannes Hinkelammert vom Projekt „Rechenpaten“. Aus finanziellem Druck würden die Studenten darauf eingehen. Dies stelle aus universitärer Sicht, insbesondere der Erziehungswissenschaften, der Pädagogik und der Didaktik, eine Überforderung dar.

„Das System ist kaputt“, sagt Raudat. Er warnt davor, dass die jungen unerfahrenen Kräfte verschlissen werden und dann möglicherweise für den Beruf verloren sind. Ganz zu schweigen von den Risiken für die Schulklassen, die unter Umständen monatelang von kaum ausgebildeten Kräften unterrichtet werden, die sich weder mit Klassenraummanagment noch mit Rahmenplänen oder Zensurenvergabe auskennen.

Wozu muss man sich noch mit Zensurenvergabe auskennen?

Die werden doch sowieso nur noch politisch vergeben. Die Mädchen bekommen gute, die Jungs bekommen schlechte Noten. Egal, was sie bringen. Wozu noch eine Lehrerausbildung?