Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Vulgärinformatik durch Fremdeinwanderung

Hadmut
12.3.2017 20:27

Es wird gerade eine Wanderung von Geisteswissenschaften zur Informationstechnik forciert. Und sie kommen nicht mit leeren Händen. Sie bringen ihre Inkompetenz mit. [Nachtrag: Neue Handy-Entwicklung]

Der Begriff Vulgärinformatik stammt nicht von mir, ich habe ihn neulich mal irgendwo aufgeschnappt, weiß nur leider nicht mehr wo. Aber er trifft die Entwicklung auf den Punkt.

Erinnert Ihr Euch noch an Gesche Joost und die Fell-beklebten Handys, weil Frauen sowas bräuchten?

(Mal so eine rein männliche Anmerkung dazu: Ich will den Frauen ja ihren Plüsch- und Fellspaß nicht nehmen, aber zu den Gegenständen, die in der IT-Umgebung am übelsten mit Keimen belastet sind, und damit meine ich echte und nicht Computerviren, gehören Tastaturen, Mäuse und Smartphones, weil man auf letzten ständig herumwischt, einen Fettfilm hinterlässt und sich da allerlei Unbill drin wohlfühlt. Weit schlimmer als Klobrillen. Ein Handy mit Fell zu bekleben ist hygienisch gesehen so mit das bekloppteste, was man machen kann, aber bitte, jeder wie er – oh je, sie – will.)

Im Heise Newsticker schreiben sie gerade, dass eine Professorin namens Sigrid Schmitz, die gerade an der HU gastlehrt – anscheinend ist das diese da, die Gender into Science bringen will – das Design von Handys anmeckert.

Handys seien für Männer gemacht, weil das Format als schwarzer glänzender Quader für die Brusttaschen von Männerjackets gemacht sei.

Man ist ja von Genderistinnen einiges gewohnt, aber das ist selbst für Genderistinnen schon ziemlich dämlich.

Das ist ja schon empirisch schwer zu ertragen. Guckt man man in eine Berliner U-Bahn, sitzen da kaum Männer in Jackets, aber praktisch alle Frauen mit Handy. Also kann es ja schon mal nicht so männerjacketspezifisch sein. Zumal Handys in den USA und in Asien designt werden, so Jackets nicht so üblich sind.

Abgesehen davon steckt man in die Brusttasche eines Jackets – sofern man ein Mindestmaß an Erziehung hat – gar nichts außer einem Einstecktuch oder vielleicht den Parkschein aus dem Parkhaus. Viele trennen nicht mal die Naht auf. Aber vielleicht meint sie ja die Innentasche.

Und dass Handys rechteckig sind, hat mehrere, völlig geschlechtsunabhängige Gründe. Beispielsweise:

  • Man steckt Handys in Taschen. Auch Frauen. Auch die stecken sie in Hand- oder Hosentaschen. Ich weiß, dass mancher Leser bei manchen Frauen Zweifel daran hat, dass sie das Handy überhaupt je aus der Hand legen, aber doch, viele stecken Handys in Taschen.

    Der Vorgang, ein Handy in eine Tasche zu stecken oder auch wieder herauszuholen, ist meistens so eine geradlinige lineare Bewegung. Freilich könnte man Handys auch in Schraubenform bauen um sie sich dann irgendwohin reinzudrehen, aber die bevorzugte Bewegung des Wegsteckens und Herausholens ist eben Ziehen und Schieben.

    Und das Ziehen und Schieben wird eben ungemein gefördert, wenn der Gegenstand parallel verlaufende Kanten hat.

  • Die Hände von Männern und Frauen sind jetzt nicht so wesentlich unterschiedlich. Man hat vier Finger und einen gegenüberliegenden Daumen. Und damit ist eine gewisse Form vorgegeben, die man gut greifen kann. Ein dreieckiges Handy könnte man nicht gut halten.
  • Handys sollen möglichst klein sein, werden also um die notwendigen Bauteile herum gebaut.

    Das am stärksten formgebende Bauteil ist heute der Bildschirm.

    Das war mal anders, nämlich als die Bildschirme noch klein und auf ein paar Text-Zeilen beschränkt waren, und gerade Nokia hatte damals allerlei Phantasiegebilde in den unterschiedlichsten und abstrusesten Formen, dabei aber stets die Formen über die Lage der Tasten gebildet. Da gab es rund und oval und lange und gebogene und sonst was alles.

    Nokia ging daran nahezu pleite.

    Abgeräumt hat Apple. Und zwar nicht mit einer Vielzahl von Formen und Farben und Gestalten, sondern mit einer einzigen Form, dem Rechteck. Und das iPhone ist besonders bei Frauen beliebt.

    Wenn man eine andere Form als ein Rechteck haben will, ist also die Frage: Lässt man das Display rechteckig und baut mehr außenherum, oder ändert man die Form des Displays?

    Etwas außenherum zu bauen ist möglich, aber doof, denn warum sollte man ein Handy größer als nötig machen? Wer das will, kann sich ja nachträglich etwas um das Handy herumkleben.

    Dem Display aber eine andere Form als eckig zu geben, ist auch schlecht, weil es erstens schwierig zu bauen ist (die beruhen nun einmal auf Matrizen) und zweitens weil die Inhalte rechteckig sind.

    Zwischenfrage: Lesen Frauen rechteckige oder runde Zeitschriften und Bücher? Ach, und warum?

    Wir haben seit einiger Zeit runde Displays, nämlich bei SmartWatches. Habt Ihr mal versucht, auf dem Ding etwas vernünftiges anzeigen zu lassen? (Und wer trägt die Dinger? Fast nur Männer.)

Also irgendwie ist da doch der Ansatz schon bescheuert. Irgendwie geht sowas doch schon wieder Richtung Barbie, das rosa plüsch-Handy.

Finde ich auch komisch. Macht man irgendwas unterschiedlich für Männer und Frauen (irgendein Discounter hatte mal Mädchen-Akkuschrauber in rosa mit Swarowski-Kristallen drauf, gab böse Shitstorm, und die rosa Überraschungseier für Mädchen werden auch beschimpft, weil man Mädchen nicht durch abweichendes stereotypisieren sollte, aber wenn die Handys einheitlich sind, ist es auch wieder nicht recht.)

Was wäre denn eine für Frauenverhältnisse besser geeignete Handy-Form? Ein Ei? Dildo-förmig?

Ich kann mich erinnern, dass ich in irgendeinem Gender-Buch (find’s leider nicht mehr) mal darüber gelesen habe, dass sie irgendwo feministische Informatik betreiben und für Frauen geeignete Benutzeroberflächen machen wollten, weil die doch alle rechteckig und geordnet seien und das männerorientiert wäre. Also haben sie als Alternative runde Benutzeroberflächen gebaut und alles rund beschriftet. Und um zu beweisen, dass das toll wäre, Leute dazu befragt ohne zu sagen, dass es um Feminismus ging. Ergebnis: Alle fanden die eckigen Oberflächen mit geraden Linien besser. Seither hat man von denen auch nichts mehr gehört. Das hat eben nichts mit dem Geschlecht zu tun, dass man Texte zeilenweise in geraden Zeilen liest und deshalb rechteckig darstellt.

Ich wäre ja für alternative Darstellungsweisen durchaus aufgeschlossen, nur: Es hat noch niemand etwas besseres oder auch nur brauchbares gezeigt. Außer Beschimpfungen und Vorwürfen kommt nichts. Komischerweise hat sich seit Gutenberg auch noch nie eine Frau darüber beschwert, dass Bücher rechteckig sind. Runde Bücher lassen sich auch so schwer umblättern.

Weiter bei Heise:

Zum Einen kommt so ein Hightech-Schmuckstück in der Anzugjacke ästhetisch einfach besser zur Geltung als im Kuddelmuddel einer Frauenhandtasche. Zum Anderen geht es in der feministischen Forschung und in Gender Studies ja gerade darum, die binären und häufig stereotypischen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit in Frage zu stellen und Ideen von Diversität und Vielfalt dagegen zu setzen. Ein Ziel dabei ist es, die soziale Konstruktion von Technologie zu verstehen, die „co-construction of gender and technology“, wie Schmitz unter Berufung auf Wendy Faulkner zitierte.

Liegt das am Handy oder am Kuddelmuddel der Frauenhandtasche?

Verwechselt man hier Ursache und Wirkung?

Müsste man nicht als logisch denkender Mensch aus dem Umstand, dass ein und dasselbe Handy in einem Herren-Jacket gut und in einer Frauenhandtasche schlecht aussehen soll (als ob man es von außen da überhaupt sehen könnte) zu dem Schluss kommen, dass nicht das Handy, sondern Jacket und Handtasche geschlechtsspezifisch sind und das Problem dadurch zu lösen wäre, dass Frauen mal ihren Krempel aufräumen und nicht immer alles in einen Sack werfen? Würde ich mein Handy einfach in meinen Seesack werfen, säh’s auch nicht gut aus.

Ich gebe mal aus meiner vorteilhaften Position als alter Knacker einen Denkanstoß zur Kausalität:

In Frauenhandtaschen herrschte das selbe Kuddelmuddel auch schon, bevor es Handys überhaupt gab.

Am Handy kann es also nicht liegen.

Ist es vielleicht eher so, dass die „Gleichstellung“ an der Humbug-Universität so weit geht, dass man sogar mit dem Gerede, dass männliche Handy-Designer am Durcheinander in Frauenhandtaschen schuld seien, jetzt Technik-Professorin wird?

Kann eine Universität noch tiefer sinken?

Ja.

Jennifer Müller, die in ihrer Dissertation Planungsprozesse im Stahlbau untersuchen will, wollte denn auch auf den Gender-Begriff lieber ganz verzichten und ihn gleich durch Diversität ersetzen. Schließlich sind bei großen Bauprojekten stets eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Akteure beteiligt, deren Kommunikation untereinander nicht leicht zu organisieren ist. Der Geschlechtsunterschied ist dabei nur eine, wenn auch zentrale, Verschiedenheit unter vielen.

Mit dem Werkstoff Stahl und seiner geschlechtlichen Konfiguration beschäftigt sich auch Jan Büssers. Die naheliegende Vermutung, dass dieses Material männlich besetzt sei, zog Büssers mit Verweisen auf Mythologie und Literatur in Zweifel: Hephaistos, der Gott der Schmiedekunst, habe dieses Handwerk von Nymphen erlernt, denen er im Austausch dafür Schmuckstücke herstellen sollte.

Sie fragen, ob Stahl geschlechtlich ist und greifen zur Untersuchung auf die griechische Mythologie zurück.

Das ist Wissenschaft made in Germany. Das ist hier „exzellent“. Versinkt alles in Geschwätz, Gefasel und Emotionen.

Was ist eigentlich deren Ziel? An sich das gleiche wie immer im Genderismus. Schaut man nämlich auf die verlinkte Webseite KoMMa.G sieht man, dass die fürstliche Stipendien vergeben:

Scholarships offered: 15 Georg-Lichtenberg-grants for PhD students (1.500 EUR per month for up to 3 years), funded by the Ministry of Science and Education, Lower Saxony

1.500 Euro im Monat für Studentinnen.

Wieviele hart arbeitende Leute kommen auf soviel netto? Ich habe als Student gearbeitet und zwischen 600 und 800 D-Mark im Monat gehabt.

Und dann geht es um Durcheinander in der Handtasche und ob Stahl männlich oder weiblich ist?

Naja, Steuergelder eben. Und wie immer geht es bei „Frauen in der Wissenschaft“ nicht um Wissenschaft, sondern um Geld für Frauen. Der „wissenschaftliche“ Teil wird da immer zur lächerlichen Witznummer.

Erstaunlich übrigens, dass Heise da schon öfters berichtet hat. Schon am 10.3. schrieb Heise über „Das Geschlecht der Maschine“.

Sorry, wenn ich es mal so ganz direkt sage: Wenn man zu Funktion und Wesen einer Maschine so wirklich gar nichts beizutragen hat und einfach gar nichts vernünftiges dazu zu sagen weiß, dann beschäftigt man sich mit deren „Geschlecht“. Und wird mit sowas Professorin.

Macht Euch mal klar, wie absurd das ist, wie weit unter Null man die Anforderungen drückt, um Feministinnen in die Technik-Fächer zu bringen.

In der Genderforschung gehe man doch davon aus, dass die Geschlechtlichkeit alles durchdringe, also eine fundamentale Kategorie sei, keine Ergänzung, mit der ein Forschungsergebnis am Ende noch etwas aufpoliert werden könne.

Ein Rückfall in das Zeitalter mythischer Legenden. Hört sich an, wie wenn Yoda einen von der Macht erzählt. Möge das Geschlecht mit Dir sein. Der Krieg der Gender-Ritter gegen die bösen männlichen Klon-Krieger. Merkt eigentlich niemand, dass hier ein Plot aus der Märchen- und Legendenwelt durchgezogen wird? So eine religiös-spiritiuelle Sekten-Nummer?

Die Bemerkung brachte die zentrale Herausforderung des auf drei Jahre angelegten Kollegs auf den Punkt: KoMMa.G will untersuchen, “wie Mensch-Maschine-Konfigurationen entstehen, die Ungleichheit und Ungerechtigkeit unterstützen” und dabei die Kategorie Geschlecht in den Mittelpunkt stellen.

Mal abgesehen davon, dass es noch nie wissenschaftlich war, das Ergebnis vorwegzunehmen, es stinkt doch gewaltig, wenn man sich auf diese Weise in die Technik-Fächer drängt. Der zentrale Mechanismus ist nämlich der:

Der Dialog zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften, wo die Genderforschung hauptsächlich angesiedelt ist, und Ingenieuren ist aber nicht so einfach.

Es ist ja auch kein Dialog. Es ist Stalking, Überfall, Plündern. Niemand hat die eingeladen. Die Geistes- und Sozialwissenschaften haben massenhaft Idioten gezüchtet, wissen nicht, wohin mit ihnen und wie sie sie ernähren sollen, und schicken sie jetzt los, die Arbeit und Finanztöpfe anderer zu plündern.

Damit einher geht ein massiver inhaltlicher Schwenk, den man gerade – mit Hilfe von Politik und Presse – unter den Teppich kehrt: Nämlich dass man bisher strikt geleugnet hat, dass es biologische Unterschiede gäbe, und das alles nur sozialisiert ist und dekonstruiert werden müsse, weil es Geschlechter gar nicht gäbe.

Damit holt man aber kein Geld. Deshalb haben sie zwischendrin mal eine komplette Wende hingelegt und behaupten nun, dass sie genau das tun, was sie bisher immer geleugnet haben, nämlich biologische Unterschiede zwischen Geschlechtern zu untersuchen, etwa wie im Artikel erwähnt Hirnaktivitäten. Gender Studies heißt vor allem, völlig willkürlich das zu behaupten, wofür man gerade Gelder bekommt. Völlig egal, ob es frei erfunden oder widersprüchlich oder was auch immer ist.

Gender Studies sind nach meiner Beobachtung und Einschätzung im wesentlichen eines: Eine Ausbildung zum Betrüger. Opferrhetorik und Erpressung. Im Ostblock gibt es Trainingscamps für Diebe und Bettler, in denen sie lernen, wie sie die Mitleidsmasche durchziehen. Bei uns kann man das an der Universität studieren. Mehr als dialektisch-rhetorische Übungen, aus jedem x-beliebigen Text oder Ding ein Gender-Opfer-Gejammer und Vorwürfe zu machen, ist es nicht. Und es reicht halt nicht, das Abkassieren nur zu lernen, man muss auch zum Geld. Deshalb drängen sie in die Technik-Fächer.

Die Grünen wollen das gerade forcieren, wie der Tagesspiegel schreibt.

„Die Genderforschung steht unter Druck: Einerseits fehlt ihr eine systematische und kontinuierliche Förderung.

Sie wollen mehr Geld. Noch mehr Geld. Wir haben ungefähr 200 Gender-Professoren (nach einer schon länger zurückliegenden Zählung), an vielen Universitäten auch Leute aus anderen Bereichen, die da mitmachen (meist so 60 bis 100), das ganze seit 10 bis 20 Jahren, und die Ergebnisse sind: Gleich Null. Sie wollen einfach immer mehr Geld dafür, dass sie nichts zustandebringen, es nicht einmal versuchen.

Andererseits wird sie von der ,Neuen Rechten‘ angefeindet, diffamiert und per Forschungsverbot infrage gestellt“, kommentiert Kai Gehring, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion. Solche Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit weist die Fraktion zurück und mahnt an, die Geschlechterforschung „endlich angemessen zu stärken“.

Werden sie von „Neuen Rechten“ angefeindet, oder ist es nicht andersherum, dass man nämlich als „Rechten“ diffamiert, der deren völlige Wissenschaftslosigkeit anspricht?

Was ist eigentlich „angemessen“ für ein Fach, das keinerlei wissenschaftliche Ergebnisse liefert und nicht einmal ein Curriculum hat? Von dem nicht mal die Dozenten selbst sagen können (dazu in den nächsten Tagen hier Näheres!), was sie eigentlich da gelehrt haben wollen? Wäre da nicht „angemessen“, sie einfach rauszuwerfen, nachdem sie auch nach 20 Jahren nichts vorlegen können?

Ein Fach, das aus nichts anderem besteht als andere Fächer zu plündern und sie mit Vorwürfen und Beschuldigungen zu überziehen?

Ein Fach, das nichts anderes ist als der Bruch der Forschungsfreiheit, nämlich ein politischer Eingriff in die Wissenschaft?

Die Grünen fordern ein BMBF-Forschungsprogramm für Geschlechterforschung, ein Nachwuchsprogramm für Genderforscher und Genderforscherinnen und die Durchsetzung von Frauenquoten etwa nach dem Kaskadenmodell. Danach sollen in den Forschungsorganisationen die Anteile von Wissenschaftlerinnen in den jeweiligen Karrierestufen den Anteil der darunter liegenden Stufe erreichen. Darauf hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) die außeruniversitären Institute verpflichtet.

Heißt: Dass die eigentlich für die Wissenschaft vorgesehen Gelder für Nichtstuer und Politagitatoren verwendet werden. Und damit im Prinzip zur illegalen Parteienfinanzierung veruntreut werden.

Die Grünen schlagen vor, dies bei einer Fortsetzung des Pakts für Forschung und Innovation ab 2021 verbindlich zu machen: Ein Teil der Finanzierung solle daran gekoppelt werden, inwieweit Zielquoten erreicht werden.

Der direkte Bruch des Art. 33 Abs. 2 GG

Mittelfristig sollte die Quote bei „mindestens 40 Prozent jedes Geschlechts auf allen Ebenen und in allen Fachbereichen“ liegen, fordern die Grünen.

Und da sie ja auch behaupten, dass es ja so um die 4000 Geschlechter gibt… (Komisch, nur wenn’s um Quoten geht ist plötzlich alles auf Mann-Frau reduziert).

Vorbereiten und flankieren wollen die Grünen die Programme mit einer Begutachtung des Wissenschaftsrats zur Situation der Geschlechterforschung in Deutschland und mit einem Fortschrittsbericht zur Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung in jeder Legislaturperiode.

Was sie nicht fordern, ist eine Begutachtung der Gender Studies selbst, ob sie irgendeine wissenschaftliche Substanz haben. Ich habe mir das inzwischen 5 Jahre lang angesehen, und da ist einfach gar nichts. Es geht um nichts anderes als ihnen Zugang zu Geldtöpfen zu geben.

Dabei ist es sicherlich auch nur reiner Zufall, dass an dem Projekt 5 Professoren von der Ostfalia University of Applied Science, wo die doch so wunderbare Dinge erfinden wie FREIE ENERGIE FÜR ALLE MENSCHEN !, und das wird auch näher erläutert:

Die Idee »Freie Energie für alle« klingt für manchen erstmals wie ein Traum und ein unlösbares technisches Problem. Das technische Problem ist für den Physiker Turtur gelöst. Notwendig für eine Umsetzung der »Freien Energie« ist nach seiner Einsicht aber weniger eine technische als eine soziologische Voraussetzung: Es ist die geistige Reife, die die Menschheit entwickeln muss, bevor die »Freie Energie« umsetzbar wird. Jetzt ist die Zeit dafür, denn lange wird der Planet Erde die Ausbeutung und den Missbrauch durch die Menschen nicht mehr dulden.

»Seit vielen Jahren bereits wird das Phänomen der ›Raumenergie‹ diskutiert. Bis heute fehlt ein belastbarer und generell anerkannter Nachweis, dass sich damit nutzbare Energie gewinnen lässt.«.« – so die Antwort des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung.

Energie sei kein technisches, sondern ein soziologisches Problem, und alles, was uns zur Energiegewinnung noch fehlt, sei die „geistige Reife“. Na, das passt ja wunderbar zusammen. Wenn alles von „Freier Energie“ durchdrungen ist, für die uns nur noch die geistige Reife fehlt, dann liegt das auch auf der Hand, dass alles von Geschlecht durchdrungen ist. Und weil aller guten Dinge stets drei sind: Von Geld sind sie auch durchdrungen. Steuergeld.

Da kann ja nichts mehr schief gehen.

Und das feministische Handy zu entwickeln wird sicherlich auch viel leichter, wenn die keine Akkus mehr brauchen, sondern von „Freier Energie“ durchströmt sind. Ich verstehe nur nicht, warum Genderisten dann noch Strom brauchen. Die müssten doch von selbst leuchten.

Wundert mich auch, dass die Grünen da nicht schon längst drauf gestoßen sind. Raumenergie.

Sogar im Clarendon Laboratory der Oxford University klingelt seit 1840 ununterbrochen eine batteriebetriebene Klingel, und die Forscher verstehen nicht, woher die Energie kommt. Der Autor des vorliegenden Artikels hat einen elektrostatischen Rotor mit einem Wirkungsgrad von 5050 % als Forschungsgast im Labor der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg verifiziert.

Uni Magdeburg … ach nee, das Thema hatten wir die Woche schon. Aber dass die dort Wirkungsgrade weit über 100% erreichen, glaub ich denen sofort. Alles andere wäre ja auch patriarchalisches Wissenschaftsdiktat, und dass die in Magdeburg strikt genderistisch drauf sind, wissen wir ja inzwischen.

Aber warum zum Geier entwickeln die nicht, wenn sie doch alles beisammen haben, ein feministisches Genderkraftwerk, das die Energieprobleme der Welt löst? Muss ja nicht rechteckig sein, und wenn’s funktioniert, soll darin ruhig ein Durcheinander wie in einer Damenhandtasche herrschen. Das wäre doch ein Coup. Warum machen die Grünen das dann nicht, wenn alles da ist?

Völkerwanderung in die Informatik

Es steckt insgesamt aber insgesamt viel mehr dahinter, nämlich eine künstliche Völkerwanderung von den Geisteswissenschaften in die Informatik.

Das Problem: Man will eine völlig verfehlte und zutiefst vermurkste Bildungspolitik korrigieren.

Man hat immer mehr Leute in die Universitäten gestopft, aber nie dafür gesorgt (oder gefordert), dass sie etwas lernen. Denn es herrschte ja der soziologisch-genderistisch-philosophische-poststrukturalistische Ansatz, dass es Wissenschaft gar nicht gibt und das alles nur so ein Soziotop ist, in dem Leute einfach so tun, als wären sie Wissenschaftler und gewisse Verhaltensweisen an den Tag legen, also muss man ihnen nur einen weißen Kittel anziehen und druntermischen, der Rest passiere von Alleine. Wozu müssten Frauen auch irgendwas lernen, es reicht ja, dass sie Frauen sind. Quote drüber, es reicht, wenn man Männer zwingt, Frauen reinzumischen, fertig. Bedingungsloses Volleinkommen. Eine Lebensplanung wie Hartz-IV mit einer Kommastelle nach links verschoben. Lebenslange Vollversorgung ohne Anstrengung.

Aber, ach.

Es hat nicht funktioniert. Scheiß Planwirtschaft.

Das Ergebnis ist, dass wir jede Menge Sozio-Schwätzer haben (und es rapide steigend immer mehr werden), die keiner braucht und keiner will, und auf der anderen Seite einen Riesen-Bedarf an Programmierern, den wir nicht decken können. Weil man den Leuten ja seit der Schulzeit einredet, Mathe wäre nicht so wichtig und das sowieso nur alles Männerkonstrukt zur Frauenausgrenzung.

Man konnte ja nicht voraussehen, dass es mal Computer geben würde, ist ja „Neuland“.

Deshalb gibt es jetzt das Projekt, Geisteswissenschaftler zu Programmierer zu erklären. So eine Art Wirtschaftsflüchtlinge als Billiglöhner.

Und so schreibt die ZEIT über die „Zukunft“, dass das Hurra im Programmieren läge und beschreibt Lehrämtler, die sich grämen, wie sie in das Business des Codeschreibens kämen auch ohne Code zu schreiben. (Geht sogar, seit Scrum gibt’s ne Menge solcher Leute, ich kannte mal einen Historiker, der als Scrum-Master unterwegs war.)

Was hat Carina Mentrup, die angehende Lehrerin, auf einem Hackathon zu suchen? Stimmt schon: Wer jetzt in den Beruf einsteigt und etwas von IT versteht, hat gute Chancen. Kaum eine Gruppe umwerben viele Firmen derzeit so stark wie jene Absolventen, die Informatik studiert haben und sich für Apps und neue Technologien interessieren.

Frauenförderung wächst nicht so stark wie die Zahl der Frauen an der Uni, also muss die Karawane jetzt zu Apps weiterziehen.

Apps. Alles dreht sich um Apps. Wir haben noch nicht genug davon.

Schon seit Jahren wird von der Digitalisierung gesprochen und wie sie Unternehmen verändert. Aber inzwischen sind damit nicht mehr nur Apple oder Google gemeint, sondern auch der deutsche Mittelstand. Heute brauchen nicht mehr nur große Soft- oder Hardware-Unternehmen Entwickler und Programmierer für neue Technologien, sondern fast jede Firma. Sogar viele Gärtnereien, zum Beispiel, haben eine Internetseite, viele Firmen brauchen eine App oder einen Onlineshop, um im Markt konkurrenzfähig zu bleiben.

Ich will’s mal so sagen: Hätten wir eine Regierung, die diese Bezeichnung verdient, hätten wir das vor 20 Jahren schon erkannt. Aber vor 20 Jahren hat man die Informatik noch kurzgehalten und gestört, da war das nicht erwünscht und es ging nur darum, Kryptographie zu verbieten. Im Kopf von Politikern kam da nichts an. Die haben nur alle ihr Partei-Internet-„Experten“, die kaum mehr als Twittern können, aber Frauenquoten erfüllen. Internet ist für uns alle „Neuland“. Und plötzlich erwischt’s uns ganz kalt. Kam so überraschend wie Weihnachten.

Müsste man nicht mal die Frage stellen, warum uns die Parteien der letzten Jahre so gegen die Wand gefahren haben?

Ich habe das ja zu Genüge beschrieben, dass man in den 90er Jahren die IT-Sicherheitsforschung massiv gestört und die Leute vertrieben und die Professuren mit Inkompetenten und Windbeuteln besetzt hat. Die Informatik erst systematisch kaltgestellt, dann als Männerverein beschimpft und dann per Frauenquote völlig kaputtgemacht. Mir schreiben Leser von verschiedenen Universitäten, dass an vielen Universitäten eine ordentliche Informatikausbildung nicht mehr gegeben ist. Da gibt’s inzwischen ganze Quotenfraueninstitute, die zwar so tun, als würden sie alle Vorlesungen anbieten, aber immer nur denselben Sozioquatsch erzählen. Schaut Euch mal an, was diese Corinna Bath so macht, die da hinter dieser Geschlechter-Nummer steckt, die ich eingangs betrachtet habe. Die sitzt da in einem Lehrstuhl für Flugführung und erzählt was vom Geschlecht von Maschinen. Kann man die politisch induzierte Verblödung der Informatik deutlicher illustrieren? An anderer Stelle gibt’s noch eine, die ernstlich behauptet, die Turing-Maschine sei frauenausgrenzend, weil sie keine Interrupts hat, Frauen aber auf Interaktivität stünden und dazu Interrupts bräuchten. Was haben solche Leute an einer Universität verloren?

20 Jahre lang hat man Idioten in die Informatik gedrückt, und jetzt merkt man plötzlich, dass man die Informatiker bräuchte, die man über Quote, BND-Manipulationen, politischen Einfluss und sowas alles rausgedrückt hat.

Nur mal zur Erinnerung: Die Grünen haben lange Jahre alles frontal bekämpft, was nach Computer riecht, ISDN, Mobilfunk und sowas, und heute wollen sie so tun, als wären sie die große IT-Partei. Warum schmeißt man die, die das alles so verbockt haben, nicht endlich mal raus?

Auf dem Hackathon in Hannover bekommt man eine Ahnung vom Arbeitsmarkt der Zukunft.

Falsch.

Auf dem Hackathon findet man die Leute, die vom Arbeitsmarkt der Zukunft (und der letzten 20 Jahre) erst jetzt was merken.

Sie wollen junge Talente finden, die am besten nicht nur Befehle in Programmiersprachen beherrschen, sondern digital denken und mit viel Spaß und wenig Schlaf Projekte entwickeln wollen.

Wenn jemand in der Informatik junge Talente sucht, heißt das auf deutsch: Billige, anspruchslose Dauerarbeiter, die sich mit Cola und Pizza betreiben lassen. Leute, die was können, würde man auf so einem „Hackathon“ ganz sicher nicht finden. Das ist mehr so eine Amateur-Börse.

Carina Mentrup möchte für ihre Masterarbeit eine virtuelle Welt entwerfen. Schüler der Unterstufe sollen darin sehen und verstehen, welche Auswirkungen ein zu hoher Plastikkonsum hat – auf die Weltmeere und das Leben eines Fisches.

Sie schlägt also ein digitales Projekt vor, ohne selbst programmieren zu können. Und das ist hier auch gar nicht notwendig: Wie die anderen Teilnehmer hat Carina zu Beginn des Hackathons ihre Idee vor allen gepitcht. Für die VR-App zur Umweltbildung konnte sie fünf Teilnehmer gewinnen, die gemeinsam mit ihr versuchen, die Idee an diesem Wochenende umzusetzen.

Sie kann nicht programmieren. Aber sie hat ihre Idee gepitcht.

Na, toll.

Programmieren kann also nur die Hälfte der Gruppe, aber das scheint nicht wichtig, weil auch andere Fähigkeiten gebraucht werden: Einer muss das Team koordinieren und Ideen sammeln.

Und so entstehen dann später Softwareprojekte für Kraftwerke.

“Ich bin keine Technikexpertin”, sagt Carina. Sie sei aber von neuen Technologien fasziniert und habe die Hoffnung, dass das Lernen mit Virtual Reality für Kinder manchmal spannender sei, als bloß Arbeitszettel im Unterricht auszufüllen.

Ja, wär’s dann nicht besser gewesen, dieser Carina in der Schule Mathe und Programmieren beizubringen anstatt „Frauenförderung“ durch Entwertung und Herabstufung von Mathematik zu betreiben? Vielleicht war sie ja auch eine von denen, die ihr Abitur frauenbegünstigend mit Yoga und Kunstreiten gemacht hat.

Schon vor vier Jahren warb Barack Obama für die Hour of Code, eine NGO, die möglichst viele Menschen auf der Welt für Informatik und das Programmieren begeistern möchte. In Onlinekursen und Workshops können Kinder und Erwachsene coden lernen.

Wenn ich das „Coden“ höre, bekomme ich tief drinnen in den Eingeweiden Krämpfe. Hört sich an wie Koten mit Schreibfehler. Wer das Wort so aus dem englischen coding herübergetragen und etabliert hat, muss ein ziemlicher Idiot gewesen sein, zumindest einer, der vom Programmieren nicht viel versteht.

In Deutschland gründeten Thomas Bendig, Geschäftsführer des Fraunhofer-Verbundes für Informations- und Kommunikationstechnologie, und Journalist Ranga Yogeshwar den Arbeitskreis “Jeder kann programmieren”.

Oh, den Yogeshwar mit seinem „Jeder kann programmieren“ hab ich echt gefressen. Diese milde lächelnde Gutmenschenmonster. Wie kann man so einen Mist verkünden? Hätte man wenigstens gesagt „Jeder kann programmieren lernen“. Aber dass jeder das könne, ist schlichtweg falsch. Wir haben in Deutschland Millionen von Analphabeten und in der Regierungsumgebung „Internetexpertinnen“, die nicht wissen, wie das Internet funktioniert. Wir sind heute so weit, dass selbst viele Leute mit Informatik-Master nicht programmieren können. Sprecht mal mit den Personalabteilungen von IT-Firmen, wieviele Bewerbungsgespräche die führen müssen, bis sie jemanden haben. Trotz (oder umgekehrt wegen) des angeblich so drastischen Fachkräftemangels müssen die lange suchen, bis die jemanden finden, der tauglich erscheint.

Sagen wir es so: Ich wünsche Rangar Yogeshwar, dass er in einem Auto oder Flugzeug reist, neben einem Kraftwerk wohnt, oder mal einen Herzschrittmacher bekommt, die von so einem „Jeder“ programmiert wurden. Während die SPD das „Internet-of-Things“ fördert und Ursula von der Leyen eine große Cyberwar-Truppe anlegt, die versuchen soll, diesen großen ganzen Haufen Software-Müll vor Angreifern und das Internet vor dem Software-Müll zu schützen. Es gab ja kürzlich in den USA schon das Problem, dass wichtige Dienste über Denial-of-Service-Angriffe lahmgelegt wurden, die wesentlich über faule IoT-Geräte lief. Würde man jemals diese Jeder-kann-programmieren-Schwätzer dafür zur Rechenschaft ziehen?

Sagen wir es so: Man merkt, dass Yogeshwar beim Fernsehen arbeitet.

Erst im Oktober vergangenen Jahres verabschiedete Bundesbildungsministerin Johanna Wanka den sogenannten Digital-Pakt: Damit sollen in den kommenden fünf Jahren fünf Milliarden Euro in die digitale Ausstattung von Schulen gesteckt werden. Das Ziel: Kinder sollen das Programmieren bereits im Unterricht in der Grundschule lernen wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Man versucht jetzt, die Schäden aus Feminismus und linker Bildungspolitik wieder zu beheben. Wenn noch jemand wüsste, wie man Lesen, Schreiben und Rechnen lehrt…

Irgendwie scheint das Thema manche Medien generell zu beschäftigen, die ZEIT schreibt in einem anderen Artikel:

Man kann Kunst studieren und später Apps in einem Start-up programmieren: Berufswege scheinen heute weniger geradlinig. Kann man sich überhaupt noch richtig auf den Berufseinstieg vorbereiten?

Gegenfrage: Kann man Apps programmieren, wenn man vorher Kunst studiert hat statt sich auf einen Berufseinstieg vorzubereiten?

Grundsätzlich wandeln sich Berufsbilder heute sehr schnell. Vor zehn Jahren war das Smartphone eine Innovation, inzwischen ist App-Entwickler fast ein klassischer Beruf.

Und deshalb studieren sie Kunst und Soziologie, was noch nie irgendwer ernstlich gebraucht hätte, und woran sich auch nichts ändern wird.

Und als ob das alles noch nicht genug wäre, kommt auch der Tagesspiegel um die Ecke und entdeckt, was man mit all den Geisteswissenschaftlern anfangen könnte: Sie auf Informatiker umschulen.

Geisteswissenschaften und Informatik rücken weltweit enger zusammen. Auch in Berlin gibt es schon enge Netzwerke, aber Studiengänge und Professuren fehlen noch.

Sie rücken nicht zusammen. Die Informatik wird von Geisteswissenschaftlern gestürmt. Das ist was anderes.

Wer geisteswissenschaftlich forscht, kommt an digitalen Werkzeugen kaum noch vorbei. Textverarbeitungsprogramme, Datenbanken, Online-Archive, digitale Editionen – überall steckt angewandte Informatik mit drin.

Ja, da staunt der Geisteswissenschaftler, was so ein richtiges wissenschaftliches Fach mit gesellschaftlichem Nutzen ist.

Übrigens kommen Geisteswissenschaftler auch nicht ohne die Gebäude der Bauingenieure, die Stromversorgung der Elektrotechniker, die Fahrzeuge der Maschinenbauer und die medizinische Versorgung der Ärzte aus. So sieht das eben aus, wenn ein Fach einen echten Nutzen hat und tatsächlich Wissen hervorbringt.

Vergleicht mal die Ergüsse der Soziologen und Genderisten damit. Nutzen die irgendwem oder stören die nur?

Bedenkt dabei, dass die Informatik im Gegensatz zu den genannten Wissenschaften erst vor ca. 30 bis 40 Jahren so richtig angefangen hat. Nicht mal die Luftfahrt oder das Automobil haben in so kurzer Zeit so viel Umbruch und Nutzen hervorgebracht.

Und das beschimpfen die als patriarchalisch, als frauenausgrenzende Männerverschwörung. Weil es nicht diversitätsgesteuert wäre. Hätte man sie damals so quotenschikaniert wie heute, wären all diese Techniken nie entstanden.

Mittlerweile sickert die computergestützte Forschung auch in die Literaturwissenschaft, die Musikwissenschaft, die Geschichtswissenschaft ein.

Hätten sie irgendwann mal „Danke“ gesagt, statt alles nur zu beschimpfen?

Doch wo steht Berlin bei all diesen Veränderungen, wie hat sich der Wissenschaftsstandort in den letzten Jahren im Bereich Digital Humanities positioniert? Die Bilanz ist durchwachsen: In den geisteswissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengänge der Hauptstadt schlägt sich der ‚digital turn’ bislang kaum nieder. Lehrangebote sind rar. „Wer sich als Historiker oder Germanistin in Richtung Statistik oder angewandte Informatik fortbilden will, muss das auf eigene Faust tun“, sagt Anne Baillot, Jurymitglied beim ifDHb und Koordinatorin des Berliner „digital humanist“-Netzwerks (www.digital-humanities-berlin.de/).

Tja. Jahrelang alles technische als Männerkram verachtet, und jetzt haben sie den Salat – und den Salat auch noch unkündbar verbeamtet. Unheilbar von Schwätzern durchseucht.

„digital turn“ nennen sie das jetzt.

Hätten sie mit Hirn auch schon vor 20 Jahren haben können.

Die Geisteswissenschaftler haben sich über Jahre durch Inkompetenz, Ideologie, vergorenen Schwachsinn und politischen Opportunismus tief in die Sackgasse gefahren, jetzt geht es nicht weiter.

Jetzt versuchen sie, auf die Informatik überzuspringen, und die Informatik wird von Dilettanten geflutet.

Willkommen in der Vulgärinformatik.

Nachtrag: Ein Leser weist mich gerade darauf hin, dass ich da mit den Männer- und Frauenhandy was falsch verstanden habe. Rechteckig müssten die beide sein. Männer bräuchten für Jacket-Taschen aber Handys im bekannten Hochformat, die höher als breit sind, während man für Frauenhandtaschen Handys im Querformat braucht, die also breiter als hoch sind. Die Bundesregierung habe deshalb einen Frauenfördertopf und 7 Sonderprofessuren aufgesetzt, um von den Männer-orientierten Handys im Hochformat wegzukommen und für Frauen Handys im Querformat zu entwickeln. Die ersten Promotionsstipendien seien bereits vergeben worden.

(Weil’s nicht alle gemerkt haben: Der Nachtrag ist Satire.)