Ansichten eines Informatikers

Frauen in Führungspositionen

Hadmut
30.9.2016 18:23

Hieß es nicht mal, Frauen in Führungspositionen seien deshalb so wichtig, weil sie über größere „Sozialkompetenz” verfügen?

War wohl nichts.

Woher kommt überhaupt das nie belegte Gerücht, Frauen hätten eine höhere „Sozialkompetenz” als Männer? (Ich krieg inzwischen Pickel, wenn ich dieses saudumme Sozio-Geschwafel von *-kompetenzen höre.)

Das wurde mal in Umlauf gesetzt, um Alternativqualifikationen von Frauen zu fingieren. Männer sind in Technik, Mathe, harten Themen besser. Also hat man einfach eine fiktive Gegenqualifikation erfunden und sie „Sozialkompetenz” genannt. Gibt ja so Versuche, nach denen Frauen Gesichtsausdrücke emotional schneller erfassen als Männer.

Ich persönlich habe die höhere Sozialkompetenz von Frauen noch nie beobachten oder bestätigen können. Im Gegenteil, ich finde, man muss Frauen deutlich öfter darauf hinweisen, dass sie gerade jemanden verärgert, verprellt, beleidigt, abgewertete oder sonstwas haben ohne es zu merken als Männer. Ich finde auch, dass viele Frauen häufig schlechteres Benehmen haben (was nun sicherlich ausnahmsweise mal eine Gender-Thematik wäre, weil das wohl nicht geschlechtlich bedingt ist, sondern schlicht an Erziehung als Prinzesschen und Feminismus liegt). Viele Frauen können sich einfach nicht benehmen. Manche gleichen das dann mit Aussehen und weiblichen Reizen aus.

Auch in anderer Hinsicht fällt mir diese fehlende Sozialkompetenz häufig auf. Es mag zwar sein (und wird ja von den Feministinnen und Genderisten immer wieder als Beleg angeführt), dass Frauen schneller und genauer fremde Emotionen erfassen können, etwa am Gesichtsausdruck. Aber dann, wenn der andere schon sauer ist, dann ist es halt auch schon zu spät. Dann nutzt es nicht mehr viel, es zu erkennen. Im Vermeiden, dass der andere sauer wird, sind meiner Beobachtung nach Männer deutlich besser. Nicht nur, weil sie ehrlicher sind und ein höheres Gerechtigkeitsempfinden haben. Nach meiner Beobachtung denken sich Männer früher, besser, tiefer in die Situation und die Absichten des anderen rein und nehmen eher Rücksicht darauf, gehen beispielsweise aus dem Weg. Ich habe viel häufiger den Eindruck, dass Frauen irgendwo im Weg herumstehen (sich am liebsten an der allerengsten Stelle versammeln, obwohl nebendran jede Menge Platz ist und sowas oder langsam nebeneinander gehen und die ganzen Gehweg blockieren, so dass man fragen muss, um vorbei zu kommen. Komischerweise fallen mir auch meistens Frauen dadurch auf, dass sie auf dem Gehweg in Schlangenlinien hin und her laufen, so dass man nie so genau weiß, ob man links oder rechts überholen soll und dabei noch eine Kollision riskiert, wenn man nicht schnell genug überholt und sowas.)

Sagt man dann was, bekommen sie einen Schreck, Oh, Entschuldigung, selbstverständlich, bitte… Es ist oft nicht mal böse gemeint. Ich habe aber oft den Eindruck, dass Frauen einfach nicht merken, wenn jemand irgendwo durch will, weil sie den anderen zwar auf sich zukommen sehen, es aber irgendwie kein vorausschauendes Denken auslöst, sie irgendwie nicht extrapolieren, wo der hinläuft, wenn er geradeaus weiterläuft. Und sowas würde ich persönlich auch als „Sozialkompetenz” und „Teamfähigkeit” einstufen. Freilich merken sie dann sofort, wenn man sauer wird oder auch nur genervt dreinschaut. Da sind sie gut. Aber dann ist es eigentlich schon zu spät dafür.

Es ist eine interessante Frage, wie man es geschafft hat, das Gerücht als Gewissheit zu etablieren, Frauen hätten eine höhere Sozialkompetenz. Mit meinen Beobachtungen stimmt es jedenfalls nicht überein.