Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Diesel-Heuchelei der USA

Hadmut
24.9.2015 23:12

Mal ein paar andere Sichtweisen zur Einheits-Skandal-Meinung zum Dieselgate. [Nachtrag]

Lesenswerte Webseite vom Arbeitgeberverband zum Dieselgate, die zwar sicher auch nicht so neutral und interessenlos ist, aber gut geschrieben ist und vor allem auch mal ein paar technische Aspekte beleuchtet.

Was mich an der ganzen Diskussion aber sehr wundert, ist, dass niemand erwähnt, dass viele US-Amerikaner aus Protest gegen Obamas Umweltpläne ihre Geländewagen und Trucks ganz absichtlich so verstellen und umbauen, dass sie möglichst viel schwarzen Qualm erzeugen. Meterhohe Dreckfontänen aus dem Auspuff sind da ein absolutes Muss, die bauen sich extra Schornsteine ans Auto. Die bieten sogar spezielle Umbausätze an, damit die Karren möglichst viel Dreck erzeugen. Besonders Toyota Prius gilt als Hassobjekt und wird gnadenlos eingeräuchert, wenn er nebenher fährt.

Ging bei uns vor ungefähr einem Jahr mal quer durch die Presse, erinnert sich aber wohl keiner mehr dran (oder will nicht):

SPIEGEL, nochmal SPIEGEL, Süddeutsche, Tagesanzeiger, BILD, Wirtschaftswoche, ein Autoblog, … haben die jetzt komischerweise alle vergessen, auf einmal sind die USA die absoluten Saubermänner.

So sieht ein VW Jetta aus, wenn nach US-Stil umgebaut:

Als ich mal in den USA Leute wegen Autos gefragt habe (schon länger her, könnte sich geändert haben), hieß es noch, dass es dort praktisch keine Zulassungsregeln und keinen TÜV oder sowas gibt, weshalb ich in den 90er Jahren dort noch die übelsten Kisten habe herumfahren sehen. Damals hieß es, man kann verkaufen und fahren was man will, wird alles über die Haftung geregelt, wenn’s dann kracht. Scheint immer noch so zu sein, denn bei uns dürften solche Dreckschleudern gar nicht fahren und würden aus dem Verkehr gezogen, während die im ach so sauberen Amerika völlig ungehindert herumfahren dürfen – sogar absichtlich und böswillig verändert, um Dreck zu produzieren.

Videos: Auf youtube und im Internet gibt’s hunderte, nach rollin coal und ähnlichen Begriffen suchen.







Nachtrag:

Ach, ich seh gerade, ein Leser hat sich auch an die Coal Roller erinnert und auf eine schöne Doku bei Galileo verlinkt:

85 Kommentare (RSS-Feed)

bildungsbürger
24.9.2015 23:23
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“Diesel Dave”: So stellt man sich den debilen Amihinterwäldler vor. Sind die wirklich so bekloppt oder ist das fake? In Amifilmen werden die Einheimische auch oft so ‘schlicht’ dargestellt, da denkt man immer ‘naja Klischee halt’, die Realität dürfte noch viel schlimmer aussehen. Irgendwo muss ja auch das Kanonenfutter herkommen, bei den ganzen Kriegen wo die Amis immer drinnhängen.


peter
24.9.2015 23:46
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harr, harr, die haben statt Nitro- eine Schweröl-Einspritzung. Wahrscheinlich tanken die Schiffsdiesel … ach was … Teer.
Btw., hab mir mal erzählen lassen, dass so ein Tanker/Kreuzfahrtschiff auf einer Tour mehr Partikel aus dem Schornstein jagt, als alle Diesel-PKW in DE zusammen in einem Jahr.


LeLiLu
24.9.2015 23:58
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Ich hab mal so ein YT-Video gesehen, wo der Coaler einem (offen fahrenden) Cabriofahrer an der Ampel den Dreck direkt ins Gesicht gedrückt hat.
Da wäre bei mir als wehrfähiger Ami Notwehr-Exzess angesagt: Dem Arschloch eine Kugel reinjagen!
Diese Coaler sind elende Asoziale (wir reden hier noch nicht einmal von der Umwelt).


Hadmut
25.9.2015 0:00
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> Ich hab mal so ein YT-Video gesehen, wo der Coaler einem (offen fahrenden) Cabriofahrer an der Ampel den Dreck direkt ins Gesicht gedrückt hat.

Ja, habe ich auch gesehen, aber leider nicht wieder gefunden.

> Da wäre bei mir als wehrfähiger Ami Notwehr-Exzess angesagt: Dem Arschloch eine Kugel reinjagen!

Kann dort passieren…


user unknown
25.9.2015 0:04
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Es soll auch Leute geben, die sich auf das extra magere Putenschnitzel eine Suppenkelle Majo häufen.

Darf der Fleischlieferant deswegen beim Fettgehalt schummeln?


Andy
25.9.2015 0:36
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USA-Zulassungen: fast null federal, die einzelnen Bundesstaaten variieren stark, die Kalfornier´bekanntermassen sind stringenter als Europa, in Texas kannste die die komplette AGA mit KAT und Schalldämpfern ab Hosenrohr abbauen und straight pipes nach hinten ziehen. Legal.


Manfred P.
25.9.2015 0:51
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Diese “moralische Entrüstung” ist wieder so typisch deutsch und lächerlich. Genetischer Dachschaden.


Stakhanov
25.9.2015 1:16
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Am besten hat mir natürlich “Cummins Rollin Coal on a Prius” gefallen. Da saß bestimmt ein(e) Gender Studies-Professoxxx drin und hat nachher Briketts ins Taschentuch gehustet LOL.

Was aus den zukünftigen Strafmaßnahmen und Gruppenklagen wird, mal schaun. Rechtsanwalt hätte man werden sollen, mit LL.M., dann hätte man ausgesorgt. Dem gemeinen Amerikaner geht die Geschicht sowieso am Arsch vorbei, weil (siehe oben).


Borstie
25.9.2015 3:04
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Ich habe so was ähnliches mal auf dem Sachsenring gesehen. Da wurde ein GSX-R Motor auf ein Gestell geschraubt – die Krümmer auf rot geheizt, und dann Altöl in eben diese eingefüllt.
Der Effekt sah eben so aus.


Klaus
25.9.2015 5:57
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Es geht doch darum den Europäern und speziell den Deutschen eins reinzuwürgen.

Die US Autoindustrie hat doch längst den Anschluß verloren. Hätten die nicht Ford (D) und Opel, gäbs doch von denen nur Motoren im 90 Jahre Stil (siehe Corvette oder Mustang).

Ich seh das immer noch im Zusammenhang mit der Stationierung der US Atom Waffen.

cu


Dirk Moebius
25.9.2015 7:03
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@Rolling Coal:
So bescheuert muss man erst mal sein, sich selber nur aus Trotz einzunebeln – das bedient wieder saemtliche Gary-Larson-Klischees.


Hier ganz entspannter Konservativer
25.9.2015 7:26
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Nebenaspekt: Dank rolling coal bekommt man eine Idee, wieviel Abgas überhaupt aus dem Auspuff kommt. Man sieht das ja sonst garnicht.


Cassandra
25.9.2015 7:52
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Der wahre Grund ist, VW hat ein Motorenwerk in Russland Anfang September 2015 eröffnet. http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2015/09/VW_Kaluga.html


Norbert_G
25.9.2015 8:10
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Auf EIKE gibt es auch einen lesenswerten Artikel zum Thema mit wissenschaftlichen Hintergründen zur Sinnhaftigkeit der Abgaswerte:

“Großauftrieb der Heuchler VW-Skandal und Klimalügen: Wie Ideologie die Naturwissenschaft korrumpiert”

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/grossauftrieb-der-heuchler-vw-skandal-und-klimaluegen-wie-ideologie-die-naturwissenschaft-korrumpiert/

Ein Oldtimer-Dieselfahrer sgate mal zu mir: “Meiner hat keinen Feinstaub, bei dem kommen nur Bröckelchen hinten raus!”


SteffKo
25.9.2015 8:19
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Es geht ja darum das VW mit besonders niedrigen Werten geworben hat. Das wird als Betrug am Kunden gewertet.


EinInformatiker
25.9.2015 8:25
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Natürlich ist Umwelt ein Theam. D. h. auch ich glaube nicht, dass man sie allein wirtschaftlichen Überlegungen überlassen kann, wiewohl man durchaus darüber nachdenken könnte ob das vielleicht nicht doch der beste Weg wäre. Ob das sich System nicht eher am besten selbst regulieren würde. In vielen Fällen ist so was der Fall. Wieso z. B. eine Stromsteuer einführen um den Verbrauch zu drosseln und die Leute nicht selbst entscheiden lassen wann sie die Kosten wegen Verbrauchs nicht mehr tragen könne usw. Aber so was läßt sich wohl nicht unbedingt auf andere Bereiche übertragen. Aber In Grunde genommen ist es überall dasselbe. Die Leute in den Schmarotzer-Tätigkeiten (Politiker, Verordner usw.) die im übrigen mit dem Feminismus extrem zugenommen haben, überziehen und stellen diejenigen denen sie ihre hochdotierte Existenz verdanken vor immer größere und am Ende unlösbare Probleme. Wodurch sie sich freilich irgendwann selbst die Schmarotzer-Grundlage entziehen werden. Nur leider reißt es dann auch die Produktiven mit bevor es von vorne beginnt.


Lercherl
25.9.2015 8:30
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Verrückte Privatpersonen sind meiner Meinung nach keine Rechtfertigung für Betrug durch Großkonzerne.

1987 fuhr ich in Chicago einen uralten riesengroßen Buick, Verbrauch 35 l/100 km, um es in europäischen Maßen auszudrücken. Die Karre war ständig knapp vor dem Auseinanderfallen, was niemanden interessierte. Zum Abgastest musste ich aber schon und habe ihn bestanden (ein Kollege mit nagelneuem VW Golf ist durchgefallen).


Chefin
25.9.2015 8:52
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@peter

Und wenn du nochmal drüber nachdenkst wirst du feststellen, wie Blödsinnig deine Aussage ist. Wenn ich 1kg Brennstoff verbrenne können keine 2Kg Kohlenstoff rauskommen. Und ein Kreuzfahrtschiff hat ca 50.000 – 100.000PS, die brauchen dank hoher Effizienz gerade mal ein paar Tonnen/Std an Schweröl. Das sind vieleicht 100-200t/Tag. Wir brauchen aber in Deutschland 30Millionen t Diesel im Jahr. Das sind täglich 82.000t/Tag. Das ist mehr als ein Kreuzfahrtschiff wiegt.

Da frage ich mich manchmal echt: wo ist das Hirn geblieben als er geschrieben hat. Ich vermute mal, das alle Schiffe der Welt zusammen den Brennstoffverbrauch haben wie wir Deutsche im Auto für unseren Individualismus verbrennen. Und so irgendwas mal irgendwo gelesen hat und dann in seinem Kopf die Information an seine Paranoia angepasst.


Knirsch der Hirsch
25.9.2015 8:52
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Ah, Rauchzeichen ! Indianer ? Athmosphärisch gesehen muss man das
aber noch als sublimen, feinstaubigen Humor betrachten,
würde ich sagen.

Und stimmt, die Abgaswerte mancher Hafenstädte werden niemals
grün werden, selbst wenn alle zu Fuß gehen.
Gammelfleischtanker a la Costa Fastgarnix heißen jetzt ja auch schon “Mein Schiff”, gendergerecht. ( Haus, Auto, Pferd )
Die paar Kerle, die so eine Fress & Animationstortour freiwillig mitmachen, werden doch dafür bezahlt. Direkt oder indirekt.
Don’t disturb.


OB
25.9.2015 8:58
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dieser mist ist zumindest de jura nciht ganmz erlaubt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Rolling_coal


Axel Kugler
25.9.2015 9:04
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Diese Coal Rollers sind zwar auffällig, aber für einen Passanten weniger gesundheitsschädlich als ein moderner VW-Fakerdiesel.
Ich will diese Hillbillies und Rednecks jetzt nicht übermäßig verteidigen, aber deren Zahl ist insgesamt nicht relevant für das Klima, sie stellen keinen repräsentativen Querschnitt der amerikanischen Gesellschaft dar und es ist nicht so schlimm wie es aussieht. Feinstaubpartikel eines VAG-Diesels dringen ungehindert in die Atemwege ein


Chris Borckholder
25.9.2015 9:39
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Ich halte den Artikel des Arbeitgeberverbandes für reine PR. Dem Leser werden irrelevante technische Details und Allgemeinplätze (Moderne Dieselmotoren sind kompliziert! Autos können heute ohne Software gar nicht mehr fahren! Werte vom Prüfstand werden in der Realität sowieso nicht erreicht!) an den Kopf geworfen um die krude These vom Angriff der NGOs/US-Autobauer/Regierung auf Deutschland (!) anzubringen.

Der Kern des Ganzen, dass VW bewusst Tests im Rahmen des Zulassungsverfahrens manipuliert hat, wird unter den Tisch fallen gelassen. Das Klagen über unerreichbare Höchstwerte muss man als Schutzbehauptung zurückweisen.


Hadmut
25.9.2015 18:19
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> Das Klagen über unerreichbare Höchstwerte muss man als Schutzbehauptung zurückweisen.

Also ohne jede Prüfung, ob es stimmt oder nicht?


Emil
25.9.2015 9:41
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Diese Coal Roller sind m.E. ein infantiler und untauglicher Versuch, sich gegen die links-grüne Bevormundung zu wehren, die immer größere Lebensbereiche durchdringt. Die Amis sind in dieser Beziehung wohl etwas empfindlicher als die Deutschen.


yasar
25.9.2015 9:46
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Interessant wäre es, wenn zumidest die Sammelklagen abgewiesen werden würden, wenn da nachgewiesen werden kann, daß welche dabei sind, die Ihr Auto “frisiert” haben.


Dirk S
25.9.2015 9:57
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@ LeLiLu

Da wäre bei mir als wehrfähiger Ami Notwehr-Exzess angesagt: Dem Arschloch eine Kugel reinjagen!

Auch in den US-Bundesstaaten ist das Führen von Schusswaffen streng reglementiert, im allgemeinen braucht man eine Erlaubnis zum Führen von Waffen. Wild West ist schon lange vorbei und Hollywood zeigt nicht die Realität. Und Einräuchern wird nur in DE als legensbedrohend angesehen, also Notwehr kannst da da mit Sicherheit knicken und dass der dich drohend angesehen hat, wird dir aufgrund des undurchsichtigen Qualms keiner abnehmen. Also solltest du es bleiben lassen, mit einer Kanone rumzufuchteln oder rumzuballern. Jedenfalls solange, wie du nicht auf einem einsamen Wüstenhighway bist. Oder Sherrif.

Qualmende Grüße,

Euer Dirk


MS
25.9.2015 10:02
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Sorry, aber das ist doch wieder Äpfel mit Birnen verglichen, was haben denn bitte diese Roalling Coal Spinner mit den Behörden zu tun welche die Einhaltung von Abgasgesetzten durch die Hersteller überwachen?

Das ist als würde man behaupten die Bundesregierung heuchelt nur links zu sein weil im Land eine paar Neonazis rumlaufen die Hitler verehren.


Zaphod B.
25.9.2015 10:02
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Wenn man bedenkt, dass diese Software, welche erkennt, dass das Fahrzeug sich gerade auf einen Prüfstand befindet schon seit 10 Jahren im Einsatz ist – und dass nicht nur bei VW! so fragt man sich schon warum da jetzt so ein Riesengeschrei veranstaltet wird.

Dass bei den vom Herstellern angegebenen Verbrauchswerten alles totaler Schwindel ist, weiß doch inzwischen jeder. Dazu braucht es keinen BUND, ADAC oder sonst wen sondern hier reicht ein Blick auf Tachometer, Tankquittung und einfacher Dreisatz.

Wenn also der Verbrauch faktisch nicht geringer wurde, wie sollen da plötzlich so super tolle Abgaswerte zustande kommen? Die Katalysatoren oder auch Partikelfilter schalten sich jedenfalls nach wie vor allesamt bei 130 km/h ab. Auch hinsichtlich Verbrennung wurde in den letzten Jahren zwar Fortschritte erzielt allerdings nicht so enorm als dass sie diese “wundersamen” Abgaswerte erklären können.

Sprich – jeder der es wissen wollte, wusste über diesen Schwindel bescheid. 10 Jahre hat es keine Sau interessiert.

Dem Winterkorn konnte jedenfalls doch nichts besseres passieren. Mit 68 in Rente – vorher schon ein fettes Gehalt (12 Mille jährlich?) kassiert und noch ne fette Rente obendrauf. Der kommt doch vor lauter Lachen gar nicht mehr in den Schlaf.


Dirk S
25.9.2015 10:04
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@ Hadmut

Das Problem bei VW ist, dass die Diselmotoren nicht den Zulassungsbestimmungen für Neuzulassungen entsprochen haben, als die das erste mal in Verkehr gebracht wurden. Was danach ist, ist dann Sache und Verantwortung des Besitzers (eigentlich des Halters). Und dann gilt das Recht des Bundesstaates, was für Vorschriften in Bezug für die Abgaswerte einzuhalten sind. Bastelleien der Besitzer werden auch in den USA nicht dem Hersteller angelastet, jedenfalls nicht von Behördenseite. Sind also 2 verschiedene Paar Stiefel. So einfach kommt VW aus seinem Betrug nicht heraus, jedenfalls nicht so billig wie in DE.

Rußfreie Grüße,

Euer Dirk


Benutzername
25.9.2015 11:17
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“Dieselgate” pfft.

Es gibt Lügen, verdammte Lügen und Benchmarks. Kennt man doch aus der Computer Branche, daß Treiber an die Tests angepasst werden. Oder die Firmware von Festplatten. War klar, daß das auch bei Motor Steuerungen gemacht wird. VW wurde halt erwischt. Jetzt gucken die staatlichen Stellen genauer hin und völlig überraschend findet man Hinweise auf solche Manipulation auch bei Ford, Hyundai, Volvo, Opel bisher. Die Franzosen mit ihren kleinen Dieselautos schummeln bestimmt auch.

Gibt es einen Benchmark wird für diesen optimiert.


Elux
25.9.2015 11:25
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Der Artikel zum “Dieselgate” ganz oben ist wirklich gut geschrieben, wenngleich er m.E. nur die Spitze des Eisberges beleuchtet.
Die ganze Diskussion um PKW-Abgase wird -wie bei eigentlich allen öffentlichen Diskussionen- “emotional” geführt und an Fachargumenten besteht -wie immer- kein Interesse. Die ganze Situation erinnert mich stark an die hier beschriebenen Vorgänge um die “Internet-Kinderpornosperre”. Und daher sehe ich das ganze Geweine um den angeblichen Betrug von VW nur mal wieder als “Sau, die durch das Dorf getrieben wird” und/oder als Abzocken deutscher Konzerne im Ausland -speziell USA- an.
“Betrügen” bei den Abgaswerten tun doch ALLE!
Beispielhaft soll an die Vorgänge um die Fa. GAT erinnert werden!!!
Ich habe schon vor langer Zeit in der Software eines MSG eines französischen Herstellers scheinbar sinnlose Bereiche gefunden, deren Funktion zunächst rätselhaft war…
Des Weiteren stellt VW meines Wissens keine Einspritzsysteme her; die Ings. (und Bachelors…) von VW (oder der IAV, -> Outsourcing auch hier…) applizieren nur die angelieferten Systeme, d.h. die Systemsoftware auf dem Strg. kommt vom Hersteller des Systems, die Daten (Kennfelder) vom Motorhersteller (Ein Lieferant von BMW bspw. ist die Fa. Delphi -> Amerikaner?!).
Was in dem o.g. Artikel auch völlig richtig herausgearbeitet wurde ist die Frage der Normen und der Motivation dazu. Aus meiner Sicht war die EURO3 Abgasnorm die letzte, die eine echte Schadstoffreduzierung bewirkte, denn der technische Aufwand (der bei der Produktion der erforderlichen Systeme ja wohl auch nicht unerhebliche Schadstoffmengen erzeugt) steht in keinem Verhältnis zum erzielten “Nutzen”, wie eine Studie von BMW zum Thema nachwies (habe leider die CD mit der Studie nicht mehr…).
Aber darum geht es ja wohl auch nicht primär. Diese Betroffenheitsheuchelei deutscher Politiker stinkt zum Himmel!
Aber wo immer auch Politiker ihre Finger mit drin haben, ist Ahnungslosigkeit, Ignoranz, Korruption, Kriminalität und Schlimmeres mit dabei.
Im Übrigen (zu den Coal Rollers): die USA haben ca. 317 Mio Einwohner, was sind da schon 15.000 oder 20.000 Spinner, die ihre Diesel rauchen lassen…
Viel schlimmer finde ich die Umweltschäden, die amerikanische Politik oder amerikanische Kriege in anderen Ländern hinterlassen (z.B. abgereichertes Uran aus verschossener Munition) oder die Hinterlassenschaften aus militärischer Forschung, wie z.B. in Krümmel (wie in einem früheren Beitrag bereits angesprochen…).

Just my 3 Cents…


Olivetti
25.9.2015 12:26
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Hm, das wird jetzt auch sicher die Mehrheit der knapp 320 Millionen Amerikaner sein.


Dirk S
25.9.2015 12:44
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@ Andy

[…] in Texas kannste die die komplette AGA mit KAT und Schalldämpfern ab Hosenrohr abbauen und straight pipes nach hinten ziehen. Legal.

Ist dann aber nicht mehr Sache des ursprünglichen Herstellers. Wie sieht das eigentlich aus, wenn ein Texaner mit seinem Ofenrohrpickup in Califonien einreitet? Muss der dann an der californischen Grenze wieder die Abgasreinigung einbauen? Ok, kratzt einen echten Texaner vermutlich nicht, was die Westcoast-Softcakes wollen. 😉

Schallgedämpfte Grüße,

Euer Dirk


O.T.
25.9.2015 12:50
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Wo bleiben eigentlich die ganzen Grünen und Umweltbewegten und fordern die Schließung von VW?

Ach ja, ist ja ne deutsche Bude – Schuld sind natürlich die primitiven Kapitalisten aus Amerika wenn der deutsche Michel wieder mal Scheiße baut.

Ach, in ein paar Jahre wird das ganze dann der junge Mohamed aus Syrien (bzw. Pass) schon richten.


Knut
25.9.2015 14:16
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Man fragt sich schon, was das soll.
Das es nett ist, wenn die Karre gut läuft, auch wenn die Werte dann nicht so gut sind, kann ich ja verstehen, aber so einstellen, das besonders viel Dreck entsteht mit Mehrverbrauch und Minderleistung ist doch reichlich beknackt.

Da fragt man sich, ob ein kleiner Hochdruckwasserwerfer mit CS-Gas nicht auch erlaubt ist. Macht ja keine bleibenden Flecken und als Nichtmilitär ist die Verwendung ja nicht verboten. Meinetwegen auch Capsaicin Lösung. Oder Schwefelwasserstoff.


ErikL
25.9.2015 14:39
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Tut mir leid, aber der Artikel ist sehr verallgemeinert. Solche “Tuner” gibt es in jedem Land. Sowohl in den USA, als auch in DE, Griechenland oder Israel. Sich dann genau die Videos rauszupicken und dann in seinen Erinnerung zu kramen, dass dann zusammen als – so ist es in Amerika wirklich, hinzustellen, ist halt auch nicht besser als jeder BILD-Beitrag…

Fakt ist, auch in Amerika gibt es Abgasvorschriften, in jedem Bundesland und in Amerika wird man für viel weniger von den Cops rausgezogen und sein Auto “impounded”, wenn es nicht den Regularien entspricht. Keiner dieser “Coalers” fährt unter Volllast an einem Polizeiauto vorbei, genauso wie es hierzulande keiner machen würde.

Und 1000 PS Autos gibt es hierzulande genauso wie dort. Beide genauso schädlich. Du musst nur nach anderen Begriffen bei YouTube suchen.


ErikL
25.9.2015 14:43
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Falls sich jemand für die andere Seite interessiert. “rollin coal illegal” bei google bringt das http://truckyeah.jalopnik.com/the-epa-just-said-that-this-whole-rolling-coal-thing-is-1601808499


anon
25.9.2015 15:11
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@Peter: Die Schiffahrt (drei f sind eins zu viel) ist einer der größten Umweltverschmutzer…
“Of total global air emissions, shipping accounts for 18 to 30 percent of the nitrogen oxide and 9 percent of the sulphur oxides.”
https://en.wikipedia.org/wiki/Environmental_impact_of_shipping

In Küstennähe: “Je nach Abgastyp … Anteil an der Luftverschmutzung, etwa 20 bis 50 Prozent.”
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/rueckschau/Wie-gesundheitsgefaehrdend-sind-Schiffsabgase,kreuzfahrtschiffe131.html

Auch interessant ist, dass der Anteil der PKWs am gesamten Ausstoß von Stickoxiden gestiegen ist. Und zwar aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Diesel-PKW…
https://www.statistik-bw.de/Veroeffentl/Monatshefte/PDF/Beitrag04_07_10.pdf
und aktueller
https://www.statistik-bw.de/Veroeffentl/Monatshefte/PDF/Beitrag10_04_08.pdf


Dieter
25.9.2015 16:07
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Was ist denn hier los?!

Achso ich bin in Deutschland! 😀

Wenn man da sein Altöl in die Restmülltonne kippt, weil man damit sein Statement und Müllgebühren spart, weil die Müllverbrennungsanlage hiermit weniger Gas/Kohle nachfeuern muss, weil der normale Hausmüll zu nass ist (Brennwertproblem)… so what?!

…die USA hat so viele Aspekte die es lohnt, assimiliert von ihr zu werden!

Wie gehts eigentlich dem deutschen Raumfahrtprogramm? lol Vom deutschen Spaceshuttle hört man gar nichts mehr! lol

Deutschland ist einfach nur so peinlich, sich für so groß zu halten, die ganze Welt zu retten und zu schulmeistern!

Insofern, tut die ANTIFA genau das richtige. Nur aus den falschen Gründen. 🙂

Und wenigstens sind wir dank der USA eine “Atommacht light” …ohne die Bombe ist man sowieso nur der Dreck unter den Nägeln der Weltpolitik… siehe Bosnien, siehe Lybien, siehe Syrien, siehe Ukraine…


Hannes
25.9.2015 16:30
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Und jetzt kommt auch noch die DUH angeschissen und droht Beweise für weitere Manipulationen zu veröffentlichen.

http://www.presseportal.de/pm/22521/3130996


Hadmut
25.9.2015 18:53
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> Und jetzt kommt auch noch die DUH angeschissen und droht Beweise für weitere Manipulationen zu veröffentlichen.

Zitat:

Bereits im Jahr 2011 wurde bei ein 1er BMW mit Benzin-Direkteinspritzung eine 30-facheÜberschreitung der NOx-Grenzwerte gemessen und klare Indizien für eine illegale Abschalteinrichtung des Katalysators ermittelt

„klare Indizien ermittelt” – wenn ich so’n Scheiß schon höre.


pjüsel
25.9.2015 17:36
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Da hatte der Postillon neulich auch was drüber 🙂
http://www.der-postillon.com/2015/09/mehr-abgase-als-gedacht-vw-dieselautos.html

Yeeeehaaa!


Frank
25.9.2015 18:39
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Und weiter geht der Krieg -jetzt knöpfen sie sich die Deutsche Bank vor!


peter
25.9.2015 19:17
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@Chefin: > Wenn ich 1kg Brennstoff verbrenne können keine 2Kg Kohlenstoff

ich habe “Partikel” geschrieben. Wenn wir schon genau sein wollen, Madame. Und tatsächlich kann bei einer Verbrennung die Masse der erzeugten Gase größer sein, als die Masse des eingesetzten Brennstoffes. Aber das weißt du mit deinem großen Hirn sowieso.


Hadmut
25.9.2015 19:40
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> @Chefin: > Wenn ich 1kg Brennstoff verbrenne können keine 2Kg Kohlenstoff

> Und tatsächlich kann bei einer Verbrennung die Masse der erzeugten Gase größer sein, als die Masse des eingesetzten Brennstoffes.

Sagen wir Produkte, muss ja nicht gasförmig sein.

Verbrennung heißt halt immer Oxidierung, also Verbrauch von Sauerstoff. Und den muss man schon mit einrechnen. Deshalb verbrennt Kohle zu schwererem Kohlendioxid.


Andy
25.9.2015 19:33
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> illegale Abschalteinrichtung des Katalysators ermittelt

Ein Katalysator ist fest im Luftstrom der Abgasanlage verbaut. Wie soll man den dann abschalten.

Die werden in seltenen Fällen durch die Gemischanreicherung so geregelt das sie am effizientesten filtern aber er ist nicht abschaltbar.

Dieser ganze Blödsinn ist eh auf dem Mist der Downsizing Idee gewachsen. Kauft wieder Sechszylinder und alles wird gut.


Chris Borckholder
25.9.2015 19:35
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>> Das Klagen über unerreichbare Höchstwerte muss man als Schutzbehauptung zurückweisen.

> Also ohne jede Prüfung, ob es stimmt oder nicht?

Wenn es nicht klar ist, mein Kommentar bezieht sich auf den verlinkten Artikel des Arbeitgeberverbandes. In diesem Kontext – ja!
Das vorsätzliche Umgehen von Zulassungsvorschriften im Nachhinein damit zu rechtfertigen, dass die Grenzwerte unerreichbar seien ist nicht in Ordnung.

Unabhängig vom aktuellen VWGate und bei entsprechenden Nachweisen kann/muss man natürlich über Grenzwerte nachdenken. Aber die fallen ja nicht vom Himmel, sondern entstehen in durchaus umfangreichen Gesetzgebungsverfahren. Dass die Autobauer dort keinen Einfluss haben kann man auch nicht behaupten, regelmäßig gilt eher das Gegenteil.
Zu bedenken ist auch, dass Grenzwerte nicht unbedingt den Zweck haben erfüllbar zu sein – u.U. verhindern es solche Auflagen eben unverhältnismäßig schädliche Produkte herzustellen.


LeLiLu
25.9.2015 20:09
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@Andy, 25.9.2015 19:33
“Ein Katalysator ist fest im Luftstrom der Abgasanlage verbaut. Wie soll man den dann abschalten.”

Sind Sie jetzt hier der neue Forentroll, der Alles und Jeden in Frage stellt?
Jesus Christ! Benutzen Sie Google, es ist nicht unser Job, Sie auszubilden (Sie sind doch kein Flüchtling! :p).


Knirsch der Hirsch
25.9.2015 20:13
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@peter
Genau, aber ausserdem noch Volumen, nicht Masse, bzw. Dichte.
Und wenn man will, darf man noch die Kreuzfahrer Passagiermengen vergleichen mit der Anzahl der im Strassenverkehr bewegten Personen.
Ein schönes Beispiel für die ( ebenfalls vorhandene ) Beliebigkeit
der Naturwissenschaften, zumindest in der Praxis.
Aber selbst das hat noch den Auflösungsfehler, das keine Sau weiss,
wie viele der üblicherweise 4 Sitzplätzen im Auto auch benutzt wurden,
oder wieviele davon blödsinnige Paranoia hatten.
Manche leben ja z.B. im Emsland, da fahren die Kreuzfahrer
auch mal mitten durch die Schafherde, je nach Perspektive.


Hirschfeierabend
25.9.2015 20:28
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Ach verdammt,
das hatte ich doch glatt noch vergessen: Die “gesamte” Schiffahrt
besteht mitnichten nur aus Spaßpassagieren 😉
Eher größere Anteile davon transportieren stattdessen
z.B. fossile Energieträger durch die Gegend….


Peter
25.9.2015 21:36
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PS: die verbrennen Schweröl, dagegen ist der PKW-Diesel Eau de Toilet. Aber das kann man ja bestimmt gleichsetzen, McBrain?
Ich fahr jetzt erst mal tanken mit meinem SUV 🙂


Fernand
25.9.2015 21:46
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Wäre es für VW nicht einfacher gewesen Dezent auf entsprechende Tuning-Angebote hinzuweisen und den Tuning-Firmen entsprechende Firmware-Konfigurationen zuzuspielen? Oder entsprechende Konfigurationsdateien einfach in Deutschland nur auf der deutschen Händlerwebseite zu veröffentlichen?


Stefan
25.9.2015 21:55
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Was soll ich sagen. Da wird überall so viel gelogen/geschönt – und grade bei den Europäern. Die Euro-Normen dienen nur dem Absatz von Neufahrzeugen. Hier wäscht eine Hand (Autoindustrie) die andere Hand (Politiker). Der Kunde will das so! Selbstbetrug ist nämlich der schönste Betrug.

Nicht die Amis sind hier die Heuchler, sondern die Europäer/Deutschen. Mit dem Durchschnitts-Ami kannst du das nicht so einfach machen. Die wählen ihre Vertreter direkt und viele mögen die Federals überhaupt nicht.

Und zum Thema ein paar links:
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-09-23/volkswagen-s-other-diesel-ruse-premium-pricing
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-09-24/how-smog-cops-busted-volkswagen-and-brought-down-its-ceo
http://www.transportenvironment.org/publications/vw%E2%80%99s-cheating-just-tip-iceberg


EinInformatiker
25.9.2015 22:27
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Ich bitte um Verständnis für ein OT:

Obwohl formal paßt es. Die Welt soll jetzt nicht nur dazu verpflichtet werden keine Schadstoffe mehr auszustoßen, sondern dazu verpflichtet werden Armut und Hunger zu beseitigen.
Ich wollte gerade den WDR abschalten, als ich das so halb in den Nachrichten mitbekam.

Es kam mir surreal vor. Aber ich bin sicher ich haben nicht geträumt, habe es aber nicht vollständig von Beginn an mitbekommen.

Ich wollte es erst nicht glauben. Es muß irgendeine Veranstaltung geben auf der auch Merkel ist. Dort wurde vereinbart, dass die Welt grundlegend verändert werden soll (da wurde mir surreal). Genau so sagte es die Nachrichtensprecherin (WDRII). (ich dachte einen Moment: Klima usw.) Nein dann kam: bis 2030 sollten Hunger und Armut beseitigt sein.
Das ist der totale Durchknall. Man tut jetzt also so als wenn man Armut und Hunger gezielt per Termin beseitigen kann, so wie man es für Klimaziele formuliert, wa ja auch bereits absurd ist. Weiter hieß es die Wirtschaft solle dazu zur Nachhaltigkeit (eine Standardphrase) verpflichtet werden (so ähnlich).
Nochmal im Prinzip wird dort nicht die Industrie dazu verpflichtet Normen einzuhalten. Die Wirtschaft (und alle sonst) werden quasi verpflichtet bis 2030 Hunger und Armut (per Termin) zu beseitigen. Welche Veranstaltung das war wird sicher jemand herausfinden. Ich habe mich nicht verhört.


Hadmut
26.9.2015 0:33
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@EinInformatiker: Ich weiß nicht mehr wo, aber ich habe irgendwo gelesen, die Aussage, dass Hunger bis 2030 zu beseitigen wäre, stamme von Bill Gates.


Andy
25.9.2015 22:38
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@Le,LiLu, schonmal einen Schraubenschlüssel in der Nähe eines Autos gehalten?

Ein Kat ist nicht abschaltbar. Punkt. Daher geben Tuner haufenweise Geld für OEM-passende Teile aus mit niedrigzelligen Sportkats oder Katrohren gleich ganz ohne Kats.

Benutze ich mal google finde ich eine vollumfängliche Bestätigung dieses Sachverhalts, erklärt von Profis, auf der ersten Seite. Der Kat filters immer. Es geht gar nicht anders, weil der Motor sonst die Abgase nicht loswird.

http://sowirdsgemacht.com/etzold-archiv/abschalten-ist-unmoeglich

Das ist natürlich das Problem wenn man Leute wegen anderen Meinung auf das Niveau von Idioten abstempelt. So wie die Linken die “Nazis”. Man befasst sich nicht mehr mit den Argumenten. Die schon erwähnte Echokammer…


Andy
25.9.2015 22:49
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> Die werden in seltenen Fällen durch die Gemischanreicherung so geregelt das sie am effizientesten filtern aber er ist nicht abschaltbar.

Korrektur:
Die werden in seltenen Fällen durch die Gemischanreicherung so geregelt das sie etwas weniger effizient filtern aber er ist nicht abschaltbar.


Kaffeetrinker
25.9.2015 23:42
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Der Tod des Diesels, weil zukünftig geplante Abgasgrenzwerte mit vertretbarem technischem Aufwand nicht mehr einzuhalten sind, wird in Autoforen schon seit Jahren diskutiert. Das Problem ist (übrigens auch bei Benzinern) die Direkteinspritzung, die lungengängigen Feinstaub in die Luft pustet. Die rauchenden Dieselbenze von Bauer Ewald aus alten Zeiten stanken zwar, aber der Mist war nicht lungengängig und fiel auch schnell Richtung Boden. Durch die diversen Versuche, Diesel stärker, sauberer und sparsamer zu machen, sind die Motoren zudem immer anfälliger geworden (die Downsize-Benziner natürlich ebenfalls). Umweltschutz, wer’s glaubt…

Recht interessant ist diese Einschätzung eines Börsenfritzen: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Mr-Dax-VW-Skandal-ist-gar-keiner-article16002516.html

Vor allem die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellt sich, Zitat aus dem Text: „Machen wir uns bei allem Blutrausch dieser Stunden noch einmal klar, dass wir über geschönte Abgaswerte sprechen. Lassen wir die Kirche im Dorf und helfen wir den Mitbewerbern jenseits des Atlantiks nicht noch dabei, unsere eigene Wirtschaft in den Boden zu stampfen. Bei General Motors und Ford dürften dieser Tage die Champagnerkorken knallen. Die defekten Zündschlösser bei GM führten zu 174 Toten und wurden mit einer Strafe von 900 Millionen US-Dollar geahndet. Bei Volkswagen spricht man nun über 18 Milliarden US-Dollar Strafe wegen geschönter Abgaswerte.“

Das ist einfach ein Wirtschaftskrieg und wir Deutschen beklatschen das auch noch.


Fan der Antike
26.9.2015 0:47
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@Hadmut die Aussage ist aus Mitte 2015 und kam im Zusammenhang mit Werbung für die “Super Produkte” der Firmen Monsanto und Co., was daher davon zuhalten ist dürfte klar sein.


sponleser
26.9.2015 3:35
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@Kaffeetrinker:
GM hatte da aber auch sehr viel “Glück”…
Zum einen wurde entschieden, dass nur Forderungen verhandelbar sind, die nach der “Pleite” (Chapter 11, die “toxischen” Sachen wurden ausgelagert) entstanden sind, zum anderen hatte es anscheinend keine Auswirkungen, dass GM trotz Wissens um den Defekt, damit vorsätzlich, jahrelang nichts unternommen hat.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/general-motors-muss-fuer-defekte-zuendschloesser-nicht-haften-a-1028851.html

Ansonsten gibt es, etwas VT muss sein, auf 1) eine Übersicht welche Fahrzeuge betroffen sind/waren bspw. der Jetta ab 2009 mit 2.0 TDI Motor.
2) liefert die Liste der Motoren (betroffen sollen die EA 189 sein) mit Herstellern der Motorsteuerung… Anscheinend Bosch und Siemens/VDO. Wo die u.a. auch ihre Serienfertigung betreiben lässt Raum für weitere Spekulationen…

1) https://en.wikipedia.org/wiki/Volkswagen_emissions_violations
2) https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Volkswagen_Group_diesel_engines


EinInformatiker
26.9.2015 7:34
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>> Ich weiß nicht mehr wo, aber ich habe irgendwo gelesen, die Aussage, dass Hunger bis 2030 zu beseitigen wäre, stamme von Bill Gates.

Das ist nicht dieselbe Aussage. Auch ich war um 1988 noch davon überzeugt, dass man den Hunger beseitigen könne. Und wer würde das nicht wollen. Ich rede aber nicht mehr darüber, weil ich nicht mehr daran glaube, dass das möglich ist. Das heißt ich möchte mich nicht hypermoralisch überhöhen indem ich darüber rede. Aber auch das ist nicht mein Punkt. Das “Problem” ist dann auf die Spitze getrieben, wenn man es quasi als Aufgabe mit Termin definiert. Das ist dann eine neue diesseitge Heilsorientierung (wir stecken im übrigen ohnehin längst mittendrin) wie ehemals der Sozialismus. Wohin diese Heilslehren (Klimaziele und Abgasnormen gehören im weitesten Sinn auch dazu) führen ist bekannt. Jedenfalls für Menschen mit gesundem Menschenverstand die gegen Heilsorientierungen (irgendwann) immun sind. Wir haben jetzt die Stufe erreicht, dass die Heilsorientierungen global geworden sind. Es ist wie ich gerade gesehen habe die Agenda 2030 der UN. Und alles macht mit und wen wundert es Deutschland will führend sein (Großmannssucht oder Schuldkult(stolz)?). Aber jeder denkende Mensch weiß, dass das nie erreichbar ist (wiewohl man natürlich daran arbeiten muß, es gibt keine Alternative nachdem der Humanismus in die Welt gekommen ist). Der Unterschied ist halt wird still und “seriös” daran gearbeitet oder wird es zur Ideologie erhoben. Und es zur Ideologie zu erheben daran arbeiten natürlich auch Leute wie Bill Gates mit. Wie Prominente im allgemeinen (-> Til Schweiger). Prominente die nicht offen mitmachen (sondern einfach schweigen) werden darauf öffentlich angeprangert (-> Helene Fischer durch die Huffington Post). Google spricht von “Do no evil”. Wers glaubt wird selig. Es ist diese Öffentliche Verpflichtung auf das Heil, dass wenn sich das nicht ändert analog zu den lokalen Katastrophen des Sozialismus nur zu einer globalen Katstrophe führen kann.


EinInformatiker
26.9.2015 7:47
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Korrektur: Man kann vielleicht immer noch davon überzeugt sein, das man den Hunger beseitigen kann (obwohl dazu sicher viele Randbedingungen erfüllt sein müssen) denn es ist ja möglich Nahrungsmittel im Überschuss zu erzeugen. Die Armut aber mit Sicherheit nicht, jedenfalls nicht die Unterschiede, also die relative Armut. Das kann allein deshalb schon nicht gehen, weil die Menschen in ihren Fähigkeiten zu unterschiedlich sind und der Unfähige nicht partizipieren kann. Und es ist einfach zu vermessen es als erreichbares Ziel festzuschreiben, das führt in eine Katastrophe.


TOPCTEH
26.9.2015 9:05
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Stefan
26.9.2015 9:21
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Das ist kein Wirtschaftskrieg. Diesel-Kfz ist ein ganz kleiner (aufstrebender) Markt in den USA, ca. 5% des Auto-Kuchens.
VW hat nur mit Umweltversprechungen geworben, die sie nicht einhalten können (die anderen Diesel-Auto-Hersteller auch, nur nicht ganz so krass).

car sales USA (all types):
2014 7,918,601
2013 7,780,710
2012 7,243,654
http://www.statista.com/statistics/199974/us-car-sales-since-1951/

clean diesel car sales USA :
2014 489,612
2013 442,658
http://www.statista.com/statistics/387314/sales-of-clean-diesel-cars-in-the-united-states/

> autoblog.com: Jul, 18th 2014 :
> Oddly, Volkswagen – a leader in the US clean diesel initiative – saw a sales decrease of about eight percent from a year earlier to about 42,000 units. That said, sister company Audi boosted diesel sales almost fourfold to more than 8,100 units. And the Chevrolet Cruze Diesel has moved almost 3,000 units through June. Check out the Diesel Technology Forum’s press release, below.
http://www.autoblog.com/2014/07/18/us-diesel-vehicle-sales-up-25-percent/


JochenH
26.9.2015 10:46
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Zu dem Problem mit “Hunger” gibt es ein gutes Beispiel. In Wien waren vor etlichen Jahren sehr viele halb verhungerte Tauben zu sehen. Die Stadt wollte einfach das Futter verdoppeln und fragte Konrad Lorenz, den Experten für Tierverhalten, ob das eine gute Idee wäre. Lorenz sagte “Nein”, weil es dann doppelt so viele fast verhungerte Tauben geben würde … Wien hat damals das Futter verdoppelt und Lorenz behielt recht.

In unserer Welt sind 7 Milliarden Menschen zu viel. Es geht aber zügig weiter RIchtung 10 Milliarden und mehr. Damit bleibt das Problem Hunger wohl immer gleich, da mehr Nahrungsmittel zu mehr armen Menschen führen.


Gast$FF
26.9.2015 11:50
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Der Anstieg des Anteils an Dieselmotoren bei den PKW Neuzulassungen in Deutschland von rund 15% auf nahezu 50% in den letzten 20 Jahren ist vielen aus diversen Gründen ein Dorn im Auge. “Umweltschutz” ist da eher als Feigenblatt zu sehen, wie in so vielen Bereichen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hinzu kommt wahrscheinlich, dass VW sich bisher nicht durch besonders deutliches Unterstützen des aktuellen Hypes um Elektromobilität ausgezeichnet hat. Was in D ja derzeit Chefsache und Gegenstand aktueller Privilegierungspolitik ist (eigene Parkplätze, Benutzung von Busspuren, und was da nicht noch so alles in Diskussion ist). Da nimmt es nicht Wunder, wie Politik und Medien jetzt auf diesen sorgfältigst inszenierten Skandal reagieren.


Gast$FF
26.9.2015 12:43
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@Chris Bockschießer:

Zu bedenken ist auch, dass Grenzwerte nicht unbedingt den Zweck haben erfüllbar zu sein – u.U. verhindern es solche Auflagen eben unverhältnismäßig schädliche Produkte herzustellen.

Wahnsinn. Die Ideologen können es heute ganz ungeniert und offen zugeben, es gibt keinen Widerstand mehr. Nichtmals in einem Informatiker-Blog, dessen Publikum ich eine gewisse Technikaffinität, Wissenschaftlichkeit und Faktentreue unterstellen würde. Das ist so gut, dass ich es hier gleich nochmal wiederhole:

Zu bedenken ist auch, dass Grenzwerte nicht unbedingt den Zweck haben erfüllbar zu sein – u.U. verhindern es solche Auflagen eben unverhältnismäßig schädliche Produkte herzustellen.

Man muss es sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.

Da schlichtes gesetzliches Verbieten oder “Steuern durch Steuern” (Besteuerung) unpopulär geworden ist, wird es einfach durch technisches Verunmöglichen ersetzt. Wenn die Wertschöpfenden dann aus Wirtschaftlichkeitsgründen aussteigen müssen, da der zu betreibende Aufwand längst überproportional zum noch erzielbaren Effekt gestiegen ist, drehen alle in einer Unschuldsgeste die Handflächen gen Himmel und verweisen auf den Gesetzgeber, dessen Verhalten mit Verweis auf den gerade gängigen Ersatz-Jesus als “alternativlos” begründet wird. Das Ganze schön flankiert mit gekauften Gutachten irgendwelcher polittreuen Wissenschaftshuren, oder wahlweise auch gleich ganz faktenfrei. Nebenbei lässt sich damit auch noch befreundeten Betreibern von Beratungs- und anderen Dienstleistungsunternehmen (z. B. Umweltanalytik) und “Instituten” ein schönes Auftragsvolumen zuschanzen. Wenn die entsprechenden Ausschreibungen dann noch artig in Compliance mit “Gender Budgeting” laufen, und der Verkauf der ganzen Chose ans gemeine Volk über sorgfältig konstruierte Propaganda folgsamer Massenmedien erfolgt, ist der korrupte Kreisschluss perfekt und die Trittins, Künasts, und Gabriels dieser Welt können sich angesichts des vollbrachten Werkes hoch zufrieden, siegesgewiss, und mit dem wohligen Gefühl tiefster Erfüllung bei ihrem Lieblingsitaliener mit einem Glas Rotwein in der Hand im Sessel vor dem Kamin zurücklehnen.

Kein Wunder, dass sich Politik und Wissenschaft in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise befinden.


EinInformatiker
26.9.2015 13:40
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>> Zu dem Problem mit “Hunger”

wie gesagt aus humanitären Gründen bleibt einem gar nichts anders übrig als Hunger zu bekämpfen. Und natürlich muß man auch in einer aktuetn Notlage zusätzlich helfen (obwohl man privat rational überlegt nicht spenden muß (das machen dann ja andere, so kommt man da raus), auch wenn klar ist, dass dadurch in der Tat der Hunger (ohne zusätzliche Maßnahmen) weiter steigen wird. Auch mit zusätzlichen Maßnahmen würde er kurzfristig weiter steigen. Nur langfristig könnte man etwas mit zusätzlichen Maßnahmen ausrichten. Aber diese zusätzlichen Maßnahmen müßten umsetzbar sein. So locker zu verkünden wie das gestern Abend in den 22h Nachrichten geschah (mittlerweile sind die Meldungen merklich “normaler” geworden) “die Welt würde grundlegend geändert” garniert mit der Phrase der Nachhaltigkeit und “Hunger und Armut” seien bis 2030 beseitigt ist eine ideologische hypermoralische Anmaßung sondergleichen. Aber man wird für diese Anmaßungen höchst bezahlt als (schmarotzender) Mitarbeiter der UN. Im Grund genommen sind die UN eine Organisation einer globalen humanistischen Heilslehre, die wie jeder Sozialismus zum Scheitern verurteilt ist. Zu dieser humanistischen Heilslehre gehören ja auch Feminismus und Genderismus, auch von der UN verordnet.


Andy
26.9.2015 14:12
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@EinInformatiker,

> Ich wollte es erst nicht glauben. Es muß irgendeine Veranstaltung geben auf der auch Merkel ist. Dort wurde vereinbart, dass die Welt grundlegend verändert werden soll (da wurde mir surreal). Genau so sagte es die Nachrichtensprecherin (WDRII). (ich dachte einen Moment: Klima usw.) Nein dann kam: bis 2030 sollten Hunger und Armut beseitigt sein.
> Das ist der totale Durchknall.

Sie reden hiervon.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/uno-gipfel-17-ziele-fuer-die-welt-armut-hunger-klima-a-1054605.html

Ich bin verwundert das noch keiner vor mir die Veranstaltung zugeordnet und verlinkt hat. Das war jetzt nicht so wirklich eine Geheimveranstsaltung. Aber dennoch wird sie folgenlos bleiben wird, man unterhält sich halt mal drüber, und alle Ziele die beschlossen werden sind halt optional. Keine Sanktionen bei Nichterreichen. Das ist einfach eine gute Entschuldigung um mal einen coolen Betriebsausflug zu machen, mehr nicht. Keiner der Teilnehmer glaubt inm Ernst an den Blödsinn der da geredet wird.

Einfach mal die Bilderreihe durchklicken, auch wenn es ein böses Systemmedium ist. Ich verspreche Ihnen, da sind noch viele andere Punkte dabei bei denen den hier versammelten die Hutschnur hochgehen wird.


LeLiLu
26.9.2015 17:41
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@JochenH, 26.9.2015 10:46
“Zu dem Problem mit “Hunger” gibt es ein gutes Beispiel…”

Danke, eine Stimme der Vernunft!
China war (ist?) in Bezug auf Geburtenkontrolle mW der einzige verantwortungsbewusste Nationalstaat.

@all: Ja, es ist brutal, z.B. eine Mrd Menschen verhungern zu lassen! Aber es ist weit brutaler 3 oder 5 Mrd verhungern zu lassen.


Emil
26.9.2015 18:11
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Die Feministinnen kommen auch schon aus den Löchern gekrochen:

Ein Mann hat Volkswagen in die schwerste Krise seit Bestehen gebracht, ein Mann soll es retten: Die absolute Normalität, mit der Frauen von den Führungspositionen unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden, ist atemberaubend.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gleichberechtigung-das-maerchen-von-managerinnen-kolumne-a-1054506.html


Andy
26.9.2015 20:38
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>> @JochenH, 26.9.2015 10:46
>> “Zu dem Problem mit “Hunger” gibt es ein gutes Beispiel…”

Das auf das heutige Problem der Menschheit mit Hunger und Überbevölkerung nicht anwendbar ist. In niedrig entwickelten Ländern gibt es das Problem das nicht nur normale sondern gar gesteigerte Fortpflanzung stattfindet damit die Elterngeneration im Alter (wg Fehlen von Rente und Sozialstaat) abgesichert ist. Je problematischer die Lage desto mehr Kinder.

Wir wissen aus dem menschlichen Verhalten das es eigentlich nur einen Zustand gibt der eine Reduktion der Familiengröße nach sich zieht: Wohlstand.


Dirk S
26.9.2015 20:56
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@ anon

Die Schiffahrt (drei f sind eins zu viel) ist einer der größten Umweltverschmutzer…

Schifffahrt mit 3 “f” ist nach neuer Rechtschreibung richtig, auch wenns blöd aussieht. Aber in der Sache hast du Recht, Schiffe verbrennen Zeug, das schon beim Ansehen Krebs verursacht. Die norddeutsche Luft ist durch den Schiffsverkehr inzwischen von saumäßiger Qualität. Nix mehr mit frischer Seebrise, da kann man sich auch hinter einen VW-Diesel stellen…

Brisige Grüße,

Euer Dirk


Kaffeetrinker
26.9.2015 22:22
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@Stefan:
>> Das ist kein Wirtschaftskrieg. Diesel-Kfz ist ein ganz kleiner (aufstrebender) Markt in den USA, ca. 5% des Auto-Kuchens.

Es geht ja nicht um die paar Dieselkarren, die VW in den USA verkauft, es geht darum, einen großen deutschen Konzern empfindlich zu schädigen. Deutschland ist an vielen Stellen erpreßbar – wie wir sehen, auch an dieser.


Emil
26.9.2015 23:03
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@Andy
> Wir wissen aus dem menschlichen Verhalten das es eigentlich nur einen
> Zustand gibt der eine Reduktion der Familiengröße nach sich zieht: Wohlstand.

Andererseits gibt es die Tendenz bei Alpha-Männchen ihre Gene möglichst weit zu verbreiten. Der Wohlstand wird dazu genutzt, dieses Ziel zu erreichen. Sieht man zum Beispiel bei den Saudis, die ja nicht gerade am Hungertuch nagen, wo der olle König Abd al-Aziz 37 (legitime) Söhne und etliche Töchter von 17 Frauen hatte. Der jetzige König Salman ist einer von ihnen.


Uwe Bieser
27.9.2015 3:07
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@Zaphod

“Wenn man bedenkt, dass diese Software, welche erkennt, dass das Fahrzeug sich gerade auf einen Prüfstand befindet schon seit 10 Jahren im Einsatz ist – und dass nicht nur bei VW! so fragt man sich schon warum da jetzt so ein Riesengeschrei veranstaltet wird.”

Es wird behauptet, dass generell Software bei allen Herstellern zum Einsatz kommt. Es fehlen jedoch nach wie vor harte Beweise, dass es alle Hersteller tun. Das ein BMW X5 – der ja nicht gerade optimale Voraussetzungen mitbringt – den US-Grenzwert im Strassenverkehr eingehalten hat ist klar ein Indiz das dagegen spricht. Allerdings hat ein US-X5 aufgrund realistischerer Tests und schärferer Abgasnormen eine andere Abgasreinigung an Bord, bestehend aus LNT (NOX-Katalysator) und SCR (NOX Aufspaltung mittels Harnstoff). In Europa verwendet BMW üblicherweise entweder nur eine Abgasreinigung mittels LNT oder SCR.

Was auch gegen manipulierte Software auf breiter Basis spricht, ist das Abschneiden diverser Fahrzeuge bei einem ADAC-Test (in Zusammenarbeit mit dem ICCT) nach dem bisherigen NEFD und nach dem zukünftigen und anspruchsvolleren WLTP Standard. Die Tests wurden auf dem Prüfstand ausgeführt. Wäre generell eine Software im Einsatz gewesen die den Testbetrieb erkennt und die Abgasreinigung anpasst, hätten alle Fahrzeuge beide Tests einigermassen bestehen müssen. Einige der Fahrzeuge haben jedoch beim WLTP Test >6-fach höhere Abgaswerte geliefert. Dies Fahrzeuge haben den NEFD-Test hingegen voll bestanden Das belegt, das eher von einer Abstimmung auf Kante auszugehen ist, als von Softwaremanipulation.

In Europa geht man wohl aus Konkurrenzdruck und Gewinnmaximierung leider den einfachen Weg geht. Die Lastvorgaben im Prüfzyklus sind lasch und praxisfern. Die erreichen die Autos relativ leicht. Die Hersteller haben das dankbar aufgegriffen, weil es Kosten gespart hat. Jedoch fällt ihnen dies nun auf die Füße. Wie erkläre man den technisch wenig versierten Konsumenten die schlechten Praxiswerte oder das die Autohersteller sich nicht um die Praxiswerte gekümmert haben?

“Dass bei den vom Herstellern angegebenen Verbrauchswerten alles totaler Schwindel ist, weiß doch inzwischen jeder. Dazu braucht es keinen BUND, ADAC oder sonst wen sondern hier reicht ein Blick auf Tachometer, Tankquittung und einfacher Dreisatz.”

Ich fahre meinen E46 330D Touring (BJ 2004) im Schnitt mit 6,9L/100km. Die Herstellerangabe liegt bei 6,8L. Dabei fahre ich weder übertrieben langsam, noch habe ich hohe Landstraßenanteile in meinem Streckenprofil. Im Gegenteil habe ich häufig eine Durchschnittsgeschwindigkeit unter 30 km/h, was für den Verbrauch nicht gerade vorteilhaft ist. Der Minimalverbrauch betrug 5,29L/100km. Allerdings fahre ich auf der Autobahn in der Regel nicht schneller als 140 km/h. Ich versuche Schwung möglichst nicht in Reibungswärme zu verwandeln, sondern die Schubabschaltung auszunutzen. Das geht bei meinem Fahrzeug aufgrund des hohen Leergewichtes auch sehr gut. Ich beobachte regelmäßig in großer Zahl Autofahrer, die es bis heute nicht verstanden haben ein Auto ökonomisch zu bewegen. Es wird hektisch gefahren. Erst kurz vor der Einmündung wird das Gaspedal gelupft. Bei derartigen Fahrweisen ist natürlich nicht damit zu rechen, dass ein Verbrauchswert der auf genormten und defensiven Fahrverhalten beruht, erreicht werden kann. Das es Abweichungen nach oben geben kann, will ich nicht in Abrede stellen. Aber 40%, wie es das ICCT nun behauptet, halte ich für völlig überzogen. Das ICCT nutzt die Aufmerksamkeit, die es derzeit erhält für unseriöse, unzulässig verallgemeinerte und nicht belegbare Behauptungen.


EinInformatiker
27.9.2015 9:25
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Nochmal zurück zum möglichen Vershwörungsaspekt in der Agelegenheit, die deutsche Automobilindustire auszuschalten.

Habe gerade von einem Bekannten folgende Informationen erhalten:

Er meint, dass eine “protektionistische Intrige anders abgelaufen wäre.:

“Die kalifornische Umweltbehörde CARB schon 2014 mit VW Kontakt aufnahm und die Firmenleitung von Verdachtsfällen in Kenntnis setzte. Daraufhin rief VW im vorigen Jahr schon “freiwillig” 500.000 Fahrzeuge zurück. Nachdem weiterhin Ungereimtheiten auffielen, bat CARB um Treffen mit Konzernvertretern um die Probleme zu bewältigen. Dabei versuchten diese lediglich die verdächtig hohen Abgaswerte auf technische Macken zu schieben und das bei MEHREREN Treffen. Erst nachdem die bundesweite Umweltbehörde EPA aufmerksam wurde und drohte die Zulassung neuer VW Modelle zu verweigern, gab das Unternehmen schließlich am 3. September 2015 zu seit 2009 manipuliert zu haben.”


EinInformatiker
27.9.2015 9:42
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>> Wir wissen aus dem menschlichen Verhalten das es eigentlich nur einen Zustand gibt der eine Reduktion der Familiengröße nach sich zieht: Wohlstand.

Der jetzt von außen dort geplant und gezielt durch Nachhaltigkeit erzeugt wird, nachdem 50 Jahre lang nichts geklappt hat. D. h. die Apo-Linke hat ja die richtige Methode, so wie sie ja auch den richtigen Sozialismus kennt. Wie ich schon mal an anderer Stelle schrieb: Linke können sich auch her eigentlich nicht beschweren. Merkel will doch alles das was Linke wollen und sie formuliert es auch in der Öffentlichkeit. Jetzt muß nur noch die linke Wunder-Mehtode offen gelegt werden, da Merkel und Co das ja nur politisch korrekt vortäuschen (was freilich sogar stimmt). Praktischerweise ist jeder der irgendwas anderes sagt sowohl für Merkel als auch für Linke ein Rassist und Fremdenfeind. Eine praktische Symbiose. Was hier im Blog freilich nicht so praktiziert werden kann, da hier ja einer aufpaßt. Freilich können wir die linken Methoden hier nicht diskutieren, da das Thema dann zu OT würde. Aber die Ansiedlung Afrikas und Arabiens in Deutschland ist ja auch eine Merkel Methode. Also auch hier bstehet kein Grund zur Klage für Linke. Läuft doch alles wie geschmiert.


Andy
27.9.2015 16:17
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> Wenn man bedenkt, dass diese Software, welche erkennt, dass das Fahrzeug sich gerade auf einen Prüfstand befindet schon seit 10 Jahren im Einsatz ist – und dass nicht nur bei VW! so fragt man sich schon warum da jetzt so ein Riesengeschrei veranstaltet wird.

Eigentlich gibt es sowas schon seit mechanischen Zeiten. Mikroschalter an der Drosselklappe die auf den damaligen Testzyklus zugeschnitten waren und so die Leistung gesenkt haben um bessere Werte zu erreichen. Mit der Software wurde es einfacher.

> Ich fahre meinen E46 330D Touring (BJ 2004) im Schnitt mit 6,9L/100km. Die Herstellerangabe liegt bei 6,8L.

Ist das “Anzeigewert BC” oder errechneter Wert beim Tankstellendreisatz? Aber letztlich haben Sie Recht, es ist tatsächlich so, die Autos von vor zehn Jahren waren ehrlicher, konnten ehrlicher sein. Da wurde der Ausstoß halt gemessen und per KFZ-Steuer über die EURO-Normierungen finanziell besteuert. Das hat nicht gereicht, jetzt gibt es die CO2-Limitierungen die die gesamte Flotte betreffen, also muss man alle Hebel in Bewegung setzen um die Werte niedrig zu halten, gerade bei den “dreckigen Dieseln”. Dieselpartikelfilter, Harnstoffreinigung usw usf. Und alles nur für die gefühlte Ersparnis an der Tanke, denn viele der Dieselfahrer unterschreiten die kritische Distanz ab der sich der Diesel wirklich lohnen würde finanziell…

Schöne Verarschung.


Uwe Bieser
27.9.2015 18:57
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@Andy

Der Bordcomputerwert meines Fahrzeuges liegt sogar um 0,5 – 1,5 Liter über dem realen Wert. Ich wollte das mal korrigieren lassen aber auch der Vertragshändler hat keinen Zugriff mehr auf den Korrekturfaktor. Bis zum BJ. 2000 konnte man das noch selbst im Wartungsmenü durchführen. BMW hat diese Funktion zum Glück deaktiviert. Immerhin konnte man vor einem Verkauf in den Bordcomputer unrealistischen Korrekturfaktoren eingeben und potentielle Käufer täuschen.

Modernere PKW Diesel brauchen in der Tat weniger. Würde ich bei jedem kürzeren Halt oder an der Ampel den Motor abstellen, wäre der Durchschnittsverbrauch nochmals niedriger (dafür ist der Anlasser aber nicht ausgelegt). Und das moderne Einspritzssysteme bei Drücken jenseits 2000 Bar mit Piezo-Einspritzdüsen und bis zu 5 Einspritzvorgängen/Verbrennung nochmals effizienter arbeiten ist durchaus naheliegend. Immerhin werden die Fahrzeuge auch immer leistungsstärker bei gleichem Hubraum.

Das Problem ist eher das Konsumenten diese Mehrleistung auch dankend annehmen und sich nicht darauf beschränken diese nur als hohe Reserve abzurufen. Und weil kompakte Diesel jetzt Werte erreichen, wie einst die Sportwagen, wollen die Sportwagenfahrer auch wieder mehr Leistung. Was vor 20 Jahren noch Glücksgefühle verursachte reicht jetzt nicht mehr. Da überrascht es nicht, dass TESLA ausgerechnet mit Angaben über Beschleunigungswerte den Rodster angepriesen hatte und der in meinen Augen technologisches Mittelmaß ist.


Andy
28.9.2015 11:48
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> Der Bordcomputerwert meines Fahrzeuges liegt sogar um 0,5 – 1,5 Liter über dem realen Wert. Ich wollte das mal korrigieren lassen aber auch der Vertragshändler hat keinen Zugriff mehr auf den Korrekturfaktor. Bis zum BJ. 2000 konnte man das noch selbst im Wartungsmenü durchführen. BMW hat diese Funktion zum Glück deaktiviert.

Bei meinem E82 12er geht das witzigerweise wieder. Die Vertragshändler können übrigens erstaunlich wenig, bzw. dürfen es meist nicht und behaupten es geht nicht (z.B. bei mir Gurtwarner, 3 Minuten mit einer App und einem BT Adapter obwohl vorher drei Händler abgewinkt haben… scheinbar gibt es alleine für den Pieper und die rote Lampe bereits einen Punkt im NCAP Crashtest und es wurde aus der hauseigenen Software ausgebaut…)

> Würde ich bei jedem kürzeren Halt oder an der Ampel den Motor abstellen, wäre der Durchschnittsverbrauch nochmals niedriger (dafür ist der Anlasser aber nicht ausgelegt)

Wär ich mir nicht sicher. Bei langen Haltephasen am Bahnübergang, vermutlich ja. Aber Start-Stopp Automatik ist ja nicht nur eine optimierte Batterie und ein starker Anlasser, sondern da wird ja auch die Nockenwelle beim Halten in einer bestimmten Stellung in Position gebracht und ein Zylinder bereits mit zündfähigem Gemisch gefüllt so das der Anlasser nur halbe Arbeit zu leisten hat. Beim Abschalten ohne Start-Stopp ist das quasi “random”.

Aber gut Autonerderei ist nicht Thema hier im Blog. Dennoch viele Grüße an die anderen Fahrer bajuvarischer Meisterstücke.

(Habe mir btw gerade einen custom Aufkleber für den Bereich über den Auspuffendrohren bestellt… “Leise Autos töten Kinder” muss jetzt erstmal weichen gegen “360 V6 PS and still less emissions than a VW Diesel”


Knut
28.9.2015 15:56
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Das Geheule über nicht erreichbare Grenzwerte kann ich nicht verstehen. Die Lobby erreicht doch sonst jeden Quatsch, wie z.B. die Energieeinstufung nach zulässigem Gesamtgewicht statt nach Zuladung. Oder die Infrastruktursteuer (KFZ-Steuer) nach CO2-Ausstoss statt nach beanspruchtem Parkraum oder Masse (Höhere Last => Höherer Verschleiß des Verkehrsraums).
Und da die Werte ja durch einen X5 erreichbar waren, kann es ja eigentlich nur um den Preis gehen. Beim Harnstofftank war davon die Rede, das fünf Liter “nur” für zwei Tankfüllungen reichen. Also etwa 2000km. Also für 20000km 50 Liter. In einem Auto mit 1600 Liter Laderaum werden sich doch 45 Liter Raum finden lassen. Insbesondere da der Behälter ja nahezu beliebig geformt sein darf. Harnstoff ist ja nicht explosiv oder ätzend, so dass ein Aufplatzen bei Unfall nicht das Problem ist.

Da mein Auto von 2006 ist, kann ich zum aktuellen Beschiss wenig sagen. Letztendlich verbraucht der Wagen im Sommer bis zu 0,5 Liter mehr als das Prospekt sagt, aber ich habe auch breitere Reifen drauf, also die Minimalvariante. Im Winter ist es ein satter Liter mehr als im Sommer, der nur zum Teil mit der Fahrweise zu erklären ist. Das Auto ist wohl mehr für Südfrankreich konzipiert und friert unter 15 Grad. Aber selbst das sind nur etwa 20% mehr als der Prospektverbrauch. Übers Jahr gemittelt werden knapp 10% draus’, die mit Alter und breiteren Reifen durchaus im Rahmen des erklärbaren liegen.


Knut
28.9.2015 16:10
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Die irrwitzige Höchstleistung aktueller Fahrzeuge irritiert mich auch. Mein alter Mercedes hatte 115 kW und das reichte um auf der Landstrasse zu überholen oder 200 zu fahren. Der aktuelle Turbodiesel mit 50 kW kann zwar nur knapp 170 und die besser nicht, weil ab 140 das Saufen beginnt, zieht aber bis 110 sehr gut durch, das hatte ich in den 90ern mit mehr Leistung schon schlechter.

Bei neuwertigen Leihwagen hatte ich dann aber auch den Eindruck, dass die eher für Rennfahrer sind. Bei niedrigen Drehzahlen ziehen die nicht besser durch als meine 50 kW Karre trotz doppelter Endleistung. Vielleicht sollte man sich in Deutschland doch mal dem Hybrid zuwenden, denn mit Hilfe eines Elektromotors kann man dem fehlenden Durchzug durchaus abhelfen. Wenn es dann auch noch im Stau nützt, ist es ja ok. Wobei ich nicht glaube, dass die Staupendelei in Deutschland so verbreitet ist, wie anderswo. Über eine Stunde Stop&Go morgens und abends müssten mir schon sehr schön vergoldet werden.


thogo
1.10.2015 14:08
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Kleiner Nachtrag zum Verbrauch / CO2. Das hat zwar mit der aktuellen NOx Debatte beim Diesel nichts direkt zu tun. Aber ich sehe das als größeren Beschiss am Kunden an weil es direkt seine Brieftasche trifft, denn die erhöhte CO2 Abgabe geht ja direkt auf einen erhöhten Spritverbrauch zurück.

http://www.transportenvironment.org/publications/mind-gap-2015

BTW – schön wäre auch wenn die EU-Lobbyverbände auch mal amerikanische Autos untersuchen würden oder kennt da jemand halbwegs belastbare(!) Untersuchungen?


Andy
6.10.2015 19:50
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Naja, das in dem NEFZ jeder so soweit schummelt wie es geht und der Wert für die meisten eine Illusion hat sich mittlerweile rumgesprochen. Von daher ist die Metrik mit dem Verbrauch pro 100 oder dem CO2 Ausstoß schon wieder sinnvoll und relevant weil sie immer noch innerhalb der Fahrzeugklassen einen Vergleichswert bietet. Einen relativen, keinen absoluten. Aber immerhin.

Wenn irgendwann echt mal ein neuer Fahrzyklus als Referenz eingeführt wird fangen wieder alle an zu wurschteln. Wenn ein Benchmark existiert wird darauf hin gebaut.