Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Hat der Feminismus die USA zugrunde gerichtet?

Hadmut
30.6.2015 18:59

Gestern hatten wir hier einen Link auf einen Artikel, der Feminismus als eine Hauptursache für den Ruin Griechenlands sehen will. Heute

weist mich ein Leser auf einen Artikel hin, wonach der Feminismus auch die USA zugrunde gerichtet habe.

Er ist aber ziemlich lang und mir fehlt gerade die Zeit, ihn zu lesen. Wer Lust hat, kann ja mal lesen und hier kommentieren, was davon zu halten ist.

25 Kommentare (RSS-Feed)

Aber ja doch! Der Text war mein Weckruf!

Hier nacherzählt auf deutsch:

Futurist:

http://www.frau-ohne-welt.de/die-blase-wird-platzen/#more-82


zqu74
30.6.2015 20:48
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Dass Frauen in jeder Beziehung gewöhnlich ein Minusgeschäft sind, ist ja ein offenes Geheimnis. Jeder weiß es, nur aussprechen darf man es nicht. So plündern die Frauen aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung z.B. überproportional die Rentenkassen, obwohl sie selbst weniger als die Männer eingezahlt haben. Dass Frauen in allen Bereichen quersubventioniert werden müssen, weil sie alleine nicht lebensfähig sind, war schon immer so und hat nichts mit dem Feminismus zu tun.

Feministen sehen diese schon immer vorhandenen Pamperungen des Geschlechtes in allen Lebenslagen (“Ladies first”, “Frauen und Kinder zuerst”, …) nur nicht, weil es schlicht nicht in ihr vollkommen ideologisch verblendetes Weltbild passt. Das Parasitäre ist somit keine Folge des Feminismus, sondern schon immer eine wesenstypische Eigenschaft des Geschlechtes gewesen. Folge des Feminismus ist nur, dass Frauen den “Geschlechtervertrag” aufgekündigt haben und meinen, dass sie einen gottgegebenen Anspruch auf ihre ganzen geschlechterspezifischen Vorteile alleine aufgrund ihrer bloßen Existenz haben, aber dafür keine geschlechterspezifischen Nachteile mehr in Kauf nehmen zu brauchen. Frauen wollen z.B. das gleiche verdienen, aber selbstverständlich weiterhin in der Partnerschaft vom Mann eingeladen werden. Sie wollen gleichberechtigt an der Waffe dienen dürfen (Bundeswehr, Polizei,…), aber im Krisenfall soll selbstverständlich der Mann den Kopf hinhalten. Warum sind in Afghanistan bei der Bundeswehr wohl nur Männer gefallen? Warum gibt es die (zur Zeit nur ausgesetzte) Wehrpflicht wohl nur für Männer? Warum ist das Verhältnis der tödlichen Arbeitsunfälle 9:1 zu Lasten der Männer? Weil die Absicherung der Frau selbstverständlich auch weiterhin vom Mann übernommen werden soll und hier an den Rollenverteilungen auch von keiner Feministin ernsthaft gerüttelt wird. Oder habt Ihr schon mal eine Feministin gesehen, die die Wehrpflicht ausschließlich nur für Männer und damit die staatliche Zementierung der historischen Rollenverteilungen der Geschlechter (Frau = schwach und zu beschützen / Mann = stark und Beschützer) für übelst diskriminierend hält? Natürlich nicht, da Frauen parasitär alle Vorteile ihres Geschlechtes gar nicht sehen und wie selbstverständlich einen gottgegebenen Anspruch darauf zu haben glauben. So ist das doch überall in jedem Job. Wenn es unangenehm, schwierig, anstrengend, dreckig oder gefährlich wird, bittet eine Frau gewöhnlich stets den männlichen Kollegen (“Kannst Du mal für mich …” dürfte eines der beliebtesten Satzeinleitungen von Frauen sein, den jeder Mann schon inflationär in seinem Leben in allen Lebensbereichen gehört hat.)

Also werden die Staaten nicht von Feministinnen ruiniert, sondern daran, dass Frauen im Allgemeinen schon immer in allen Bereichen quer subventioniert und gepampert werden mussten und sich das ein Staat auf Dauer nicht leisten kann, wenn man einerseits Frauen ein immer größeres Anspruchsdenken anerzieht (z.B. stärkere Pamperungen von Alleinerziehenden, …) und zugleich die schwächt, die das letztlich bezahlen sollen (z.B. Lebenszeitraub durch die Wehrpflicht).


informativ
30.6.2015 20:56
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Verdammt lang (bin noch nicht durch), verdammt gut und auf Logik basierend geschrieben aber nicht böse oder zynisch sondern analytisch. Etliche Verweise auf Quellen etc. und bezieht sich mitnichten nur auf die USA sondern auf die “westlichen” Gesellschaften. 5 Jahre alt aber ziemlich visionär IMHO. Vollumfängliche Empfehlung für den geneigten Leser der eines stellenweise recht elaborierten Englisches mächtig ist. 😉


quellwerk
30.6.2015 20:58
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Habe es quergelesen. Vieles davon hast du auch schon in deinem Blog behandelt. Unaufgeregte systematische Analyse, die männerfeindliche Tendenzen in der Gesellschaft belegt und voraussagt, dass ab 2020 der ökonomische Niedergang westlicher Geesellschaften beginnt, weil es erstens zuwenig Nachwuchs gibt und zweitens die nachfolgende Generation junger Männer nur noch ein Bruchteil ihrer Leistungskraft zum Wohle der Familie und Gesellschaft investiert.


petpanther
30.6.2015 22:02
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Dazu Karen Straughan bereits von einiger Zeit:

Femocalypse!

“..if we don’t change our attitudes .… Feminism will bring sooner or later a socio-economic collapse …”

http://www.youtube.com/watch?v=w__PJ8ymliw


Gerd
1.7.2015 0:44
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Das ist einer DER Texte, die jeder Mann gelesen haben muss. Sollte Schulstoff in der 3. Klasse sein.

Bernhard Lassahn hat es auf den Punkt gebracht: ein Weckruf!


Gast
1.7.2015 3:42
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Wo da Ursache und wo Symptom ist, wäre die Frage. Feminismus ist eigentlich nicht originell genug, sich über ein Jahrhundert zu halten, ohne inhaltliche Position und Weiterentwicklung. Ich würde deshalb eher in die andere Richtung denken: Feminismus ist ein nüztzliches Instrument zur Gesellschaftskontrolle:

1) Mit dem Feminismus ist der Arbeitnehmerkampf passé. Wo früher Arbeiter und Arbeiterinnen (hier mal notwendig in beiden Formen) für ihre Rechte gemeinsam kämpften, wird der erste Keil heute in die Arbeitnehmerschaft getrieben und immer die Geschlechterfrage gestellt und sich daran aufgerieben.

2) Durch den Feminismus lässt sich jede Maßnahme durchdrücken, auf Wunsch erstellte Studien bestätigen Geschlechterungerechtigkeit, und die erwünschte Maßnahme wird eine “erforderliche” Maßnahme. Ist etwas von der Fantasie der Bearbeiter abhängig, aber wie tausendfach gesehen, nichts ist zu blöd, um daraus nicht Frauenbenachteiligung zu konstruieren.

3) Feminismus und die daraus entstehenden Umstände eignen sich gut, Menschen beschäftigt zu halten. Scheidungsväter haben sicher kaum Zeit, Missstände in der Gesellschaft anzugehen oder sich für irgendwas stark zu machen.

4) Feminismus eignet sich auch gut als Rechtfertigung für an sich illegale Aktionen. Kriege in islamischen Ländern werden hierzulande mit Verweis auf Frauenunterdrückung gerechtfertigt.

5) Feminismus kann dazu benutzt werden, inkompetente Menschen in Entscheidungspositionen zu bringen, wo sie auf Grund ihrer Inkompetenz wie eine offene Tür funieren.

etc.

Feminismus ist eine Keule, die von verschiedenen Leuten geschwungen werden kann. Arbeitgeber, Industrie, unsere Freunde aus Übersee usw.


Owen
1.7.2015 8:05
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Der Text ist sehr gut, bei’m ersten lesen ist mir nichts aufgefallen was auf den ersten blick falsch wäre.


404 Not Found
1.7.2015 8:46
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Der Artikel ergibt bei mir auf einmal “Fehler 404″…

Aber bei Archive.org ist er noch zu finden:

https://web.archive.org/web/20150427004922/http://www.singularity2050.com/2010/01/the-misandry-bubble.html


Hadmut
1.7.2015 19:09
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> Der Artikel ergibt bei mir auf einmal “Fehler 404″…

Klar, das Internet vergisst nichts.

Außer Kritik an Feminismus, die ist immer sofort weg.


Dirk S
1.7.2015 10:31
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@ Gast

4) Feminismus eignet sich auch gut als Rechtfertigung für an sich illegale Aktionen. Kriege in islamischen Ländern werden hierzulande mit Verweis auf Frauenunterdrückung gerechtfertigt.

Was DE betrifft, war und ist das nur ein Hilfsargument, um die Beschränkungen des GG zu umgehen und die Militäreinsätze der Bevölkerung schmackhaft zu machen. Dass sich z.B. der Afghanistaneinsatz aus den eingegangenen Bündnispflichten ergab (und gleichzeitig die Wut der USA von DE ablenken sollte) ist nun nichts neues, war aber verfassungsrechtlich mehr als problematisch. Also griff man zu den Hilfsargumenten der “robusten Entwicklungshilfe” und des Frauenschutzes.

Ansonsten kannst du diese Kriegsgründe in den alten Bismarck-Spruch “Ein Anlass findet sich immer” stecken. Casus Belli und fertig. Als wenn das jemanden interssiert oder ob das jemand glaubt…

Friedenserhaltende Grüße,

Euer Dirk


Dirk S
1.7.2015 10:55
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@ zqu74

So plündern die Frauen aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung z.B. überproportional die Rentenkassen, obwohl sie selbst weniger als die Männer eingezahlt haben.

Und damit bist du bereits auf ein zerstörerisches Grundelement der Feminismus hereingefallen:
Frauen beziehen zwar im Schnitt tatsächlich mehr als sie eingezahlt haben, früher konnten sich Frauen nach der Heirat ihre Rentenbeiträge sogar auszahlen lassen, dies kommt aber daher, dass beide Ehepartner eine Wirtschaftgemeinschaft bilden, also die Rentenansprüche von dieser Gemeinschaft erworben werden. Ebenso ist diese Gemeinschaft krankenversichert etc.

Feministinnen wollen nun dieses Gemeinschaftdenken aufbrechen und zerstören, um so Vorteile daraus zu ziehen, sich selbst leistungslos Vorteile verschaffen.

Also, wer so wie du argumentiert, spielt diesen Gesellschaftszerstöreren in die Hände. Das Argument sollte sein, dass Ehefrauen über die Ehegemeinschaft abgesichert sind und das die Ehegemeinschaft eben ihre gemeinschaftlich erworbenen Ansprüche erhält. Dann können die Femis soviel herumjammern wie sie wollen, von wegen Frauen wären so viel schlechter gestellt usw. Es geht in solchen Fällen um nichts anderes als um Gemeinschaftsansprüche einer Wirtschaftsgemeinschaft. Ach ja, die sind übrigens bei der gesetzlichen Rente schlechter gestellt als alleinverdienende Frauen oder Männer, denn im Fall einer Wirtschaftsgemeinschaft muss die Rente für 2 Personen reichen, nicht für eine. Und meist sind es die Wirtschaftgemeinschaften, die die Aufgabe erbringen, eine neue Einzahlergeneration (ohne die die Umlagerente nicht funktioniert) hervorzubringen, Singles pflanzen sich eher selten fort.

Aber gut, Gemeinschaftsdenken ist so was von out. Muss man ja die vielen kleinen Egoismen zurückstellen. Igitt. Mach ja keine Spaß.

Spaßfreie Grüße,

Euer Dirk


LeserX
1.7.2015 12:01
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Nun, da steht nichts drin was man nicht auch auf deutschsprachigen Seiten lesen könnte. Selbst US spezifisches – z.B. das der militärische Sektor 5% des US GDP (Bruttosozialprodukt ?) kostet und der soziale 20% – ist auch in Deutschland nicht nennenswert anders. Woher auch, die Strukturen sind die gleichen.

Die Nettorechnung das Frauen aus den Sozialsystemen weitaus mehr entnehmen als Sie einzahlen war auch schon 2010 altes Brot. Interessant ist bestenfalls warum das totgeschwiegen wird.

Die “Argumente” der Femorassisten werden da dann noch zum hundersten mal widerlegt. So wie auf jeder anderen Seite auch die sich inhaltlich mit deren “Aussagen” beschäftigt.

Dann Unterscheidet dieser Artikel noch zwischen alpha und beta males, beta sind die Männer die sich von Weibergequatsche beeindrucken lassen. Davon gibt es in der Tat doch so einige, oder?

Nichts neues also, woher auch? Argumente und Ebenen sind bekannt, die Absurditäten der Femo Hate Group auch.

Warum das femorassistische Glaubenssystem derart promoted wird steht da aber auch nicht. Die paar dümmlichen Männerhasserinnen sind in ihrem Wahn jederzeit zu widerlegen. Darum müssen Sie auch zwangsweise Argumente durch das übliche gekeife von Weibern ersetzen die nicht mehr weiter wissen.

Da ist meiner Meinung nach der Hund begraben. Stichwort Drecksmedien (Lügenpresse ist mehr als schmeichelhaft).

Keine Ahnung warum das zugelassen wird. Männer kommen in Diskurs und Medien ja nicht vor. Zumindest die Sorte nicht die einen Mann von einem Looser unterscheidet.


tuka
1.7.2015 14:04
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@Gast “Feminismus ist ein nüztzliches Instrument zur Gesellschaftskontrolle”

Du denkst zusehr in linken Klassenkampf-Schablonen. Wenn Du Dich mit der Geschichte des Feminismus beschäftigst, wirst Du früher oder später auf August Bebel, Joseph Stalin und Friedrich Engels treffen. Und Du wirst feststellen, dass es deren Idee war Frauen in die Betriebe zu bekommen und auf diese Weise den großen Feind des marxistischen Kommunismus zu zerstören: Die bürgerliche Kleinfamilie.

Der Grund dafür ist, dass die bürgerliche Familie Kinder “reaktionär” sozialisieren würde. Marxisten waren daher von Anfang an an Frauenbildung, Frauen im Arbeitsleben und staatlicher Kinderbetreuung interessiert.

Es gibt noch andere Wurzeln des Feminismus. Eine Wurzel war zum Beispiel schlichte Langeweile von Mittelstandsfrauen. Eine andere Wurzel war die typisch weibliche Hypergamie in Verbindung mit Hypoagenzie. Aber Frauen als solches sind zu faul einen Feminismus aufzubauen, dafür brauchte es Männer.


Christian
1.7.2015 14:19
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Guter Artikel. Danke Hadmut.
Im Zusammenhang mit dem, was Gast wohl zutreffend feststellte (wer finanziert den Feminismus – und wozu dient er) hatte ich ja schon mal Alain Soral verlinkt, der die Feministen als “nützliche Idioten” des Kapitalismus bezeichnete, die den Klassenkampf durch einen Geschlechterkampf ablösten, der langfristig zu Lasten beider geht – d.h. zu Lasten von Männern und Frauen.
https://www.youtube.com/watch?v=Do5zrdTb-yI
Da kann man schon zum VTler werden.
https://www.youtube.com/watch?v=0hXL1XY1IDQ
LG
C


Martin
1.7.2015 17:07
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Bin noch nicht durch. Aber insgesamt ein ziemlich einseitiger Artikel der vorwiegend mit extremen Argumentiert und daher wahrscheinlich an 90% der Bevölkerung vorbei zielt. Als Beispiel:

“while avoiding scrutiny of the fact that the parent who is choosing divorce is clearly placing the long-term well-being of the children at a very low priority.”

Meine Erfahrung mit Scheidungskindern ist (nicht bei allen!), dass die am Ende froh sind, dass sich die Eltern trennen und der Meinung sind, dass diese das schon viel eher hätten tun sollen. Denn auch wenn die Eltern das verbergen wollen bekommen die meisten Kinder doch mit, dass was nicht stimmt. Und leiden dann auch darunter, weil die Eltern natürlich alles andere als entspannt sind in so einer Zeit.
Aber wie gesagt, das trifft natürlich nicht auf alle zu, aber das zitierte “Argument” sieht das halt überhaupt nicht.
Und mit solchen “Argumenten” ist der Beitrag halt voll.
In sofern sollte man ihn sehr kritisch lesen und hinterfragen. Er bringt aber auch ein paar Interessante Punkte über die man mal (kritisch) nachdenken sollte. Z.B. die Bedeutung von Heirat auf die Gesellschaft und warum diese als so heilig angesehen wurde/wird.


tuka
1.7.2015 20:37
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@LeserX: “Dann Unterscheidet dieser Artikel noch zwischen alpha und beta males, ”

Der Artikel definiert Alpha und Beta derart, dass früher nur 40% aller Männer Kinder bekamen, aber 80% aller Frauen. Das bedeutet das 60% Beta sind und 40% (Alpha) jeweils zwei Frauen hatten.

Und dann kam das Christentum, welches eine 1:1 Relation zwischen Männern und Frauen herstellte, Scheidung und Fremdgehen extrem schmerzhaft für Frauen machte und damit den Beta-Männern zu Frauen verhalf. Die Folge war, dass die geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Beta-Männern nun in viel stärkerem und produktiverem Maße der Gesellschaft zu gute kamen, wodurch letztlich die wissenschaftlich/technische Revolution im Westen möglich wurde.

Im Artikel geht das es dann weiter darum, dass dieser Gesellschaftsvertrag “1:1” durch den Feminismus aufgekündigt wurde. Aber das nunmehr eben nicht eine neue Horde von Betas entsteht, sondern sich Männer weiterentwickelt haben zu PUAs und MGTOWs, die Frauen schlicht den Stinkefinger zeigen. Mit der Folge, dass es diesen Männer extrem gut geht, sowohl psychisch als auch materiell, dass gleichzeitig die nächste Generation von Frauen in extreme Armut stürzen wird und das insgesamt die Wirtschaft im Westen kollabieren wird.


zqu74
2.7.2015 2:18
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@Dirk S
>>> bist du … hereingefallen: früher … Wirtschaftgemeinschaft … Gemeinschaftsdenken …

Ja früher waren die Frauen abhängig von den Männern, waren für den Haushalt zuständig und mussten sich um die Kinder sorgen und wurden gesellschaftlich geächtet, wenn sie die “Gemeinschaft” verlassen haben. Und ja, früher waren die Männer auch von den Frauen abhängig, denn auch sie hatten im Falle einer Trennung einen gesellschaftlichen Ruf zu verlieren und aufgrund der Scheidungsregelungen stellte die Trennung für ihn finanziell Belastung dar.

Und ja, damals waren die Regelungen gerechtfertigt, dass Einkommen des Mannes als ein Art gemeinschaftliches “Familieneinkommen” anzusehen, so dass es damals auch noch gerechtfertigt war, dass diesbezügliche Transferleistungen stattfanden. Denn die Frau diente dem Mann, hielt ihm den Rücken frei und begab sich in seine Abhängigkeit, bekam dafür dann aber auch seine Absicherung.

Ja, insoweit bin ich tatsächlich auf den Feminismus “hereingefallen”, dass ich es gut und richtig finde, dass jeder – egal ob Mann oder Frau – die gleichen Chancen im Leben haben sollte und keiner in derartige Abhängigkeiten bzw. Zwangsgemeinschaften gedrängt werden sollte, weil sonst die finanziellen bzw. gesellschaftlichen Nachteile katastrophal wären. Ich finde es daher gut und richtig, dass jeder die Möglichkeit hat, sich zu bilden bzw. finanziell selbst versorgen zu können.

Die früheren starken Zwangsabhängigkeiten innerhalb der Gemeinschaft (Ehe) gibt es somit meiner Meinung richtigerweise nicht mehr. Soweit gehe ich den Weg des Feminismus gerne mit und insoweit bin ich dann auch gerne auf den Feminismus hereingefallen. Das mag für das Institut der “Ehe” nicht gut gewesen sein, dass man aufgrund geringerer gegenseitiger Abhängigkeiten sich heute leichter wieder trennen kann. Und es mag auch für die Geburtenraten keine gute Entscheidung gewesen sein, weil man das finanzielle Risiko “Kind” immer weniger eingehen möchte, wenn aufgrund der geringeren gegenseitigen Abhängigkeiten und den hohen Scheidungsraten die Entscheidung für ein Kind nicht mehr strebenswert erscheint, weil man ungerne zum faktischen Zahlsklaven werden möchte und zwar auch dann, wenn die Gemeinschaft aufgelöst wieder wurde.

Ich halte es trotzdem für vollkommen richtig, das jeder Mensch grundsätzlich gleiche Rechte haben sollte, so dass ich die negativen Folgen auf die Ehe bzw. die Geburtenraten durch die Schaffung von mehr Gerechtigkeit schlicht für in Ordnung halte. Denn auch, wenn üble Dinge irgendwo auch positive Folgen haben, rechtfertigt das nicht die üblen Dinge. Denn ansonsten könnte man auch die Versklavung bestimmter Personengruppen rechtfertigen, weil das für die Gesamtgemeinschaft vielleicht positiv wäre (z.B. bessere Konkurrenzfähigkeit auf den Weltmärkten durch günstige Arbeitskräfte) und sich dann darüber auskotzen, dass eine Abschaffung der Versklavung dem Gemeinschaftsdenken zuwider laufen würde.

Gemeinschaft bedeutet im Großen (Staat) und im Kleinen (Ehe), dass jeder Rechte und auch Pflichten hat. Eine Absicherung in Notzeiten (z.B. Arbeitslosenversicherung durch die Gemeinschaft) führt auch zur Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft, sich nach Kräften um Arbeit zu bemühen, nicht durch eigenes Verschulden zum Leistungsbezieher zu werden und auch in seinen guten Zeiten seine eigenen Beiträge zur Arbeitslosversicherung zu leisten. Und es ist garantiert nicht im Sinne der Gemeinschaft, wenn bestimmte Bevölkerungsgruppen standardmäßig das Minusgeschäft in der Mischkalkulation sind, denn wenn größere Gruppen es für selbstverständlich halten, dass sie aus der Gemeinschaft mehr erhalten, als sie im Normalfall auch ohne unverschuldete Krise selbst einzahlen, dann zerstört das jedes Gemeinschaftsdenken. Denn es demotiviert die zahlende Fraktion, wenn andere das System bewusst zum eigenen Vorteil “missbrauchen”.

Und, wenn Frauen heutzutage nicht mehr abhängig sind und für ihre eigene Versorgung selbst sorgen können, besteht auch keine Legitimation mehr, dass diese das gewöhnliche Minusgeschäft in der Mischkalkulation darstellen und dann auch noch herumheulen, dass sie doch angeblich das Opfer der Gesellschaft seien. Das sind die zersetzenden Kräfte jeder Gemeinschaft.

Das wäre so, als würde jemand durch freiwillige eigene Lebensentscheidungen seinen Beruf aufgeben und herumheulen, dass das Arbeitslosengeld doch viel so gering ist. Ausgerechnet das Minusgeschäft in der Mischkalkulation meint auch noch einen gottgegebenen Anspruch auf die Bepamperung durch die Gemeinschaft zu haben und sich über das angeblich fehlende Gemeinschaftsdenken zu beschweren, weil er ja schließlich als Verbraucher und durch seine Ausgaben seines Arbeitslosengeldes die Wirtschaft ebenfalls mitfördere!

>>> Das Argument sollte sein, dass Ehefrauen über die Ehegemeinschaft abgesichert sind und das die Ehegemeinschaft eben ihre gemeinschaftlich erworbenen Ansprüche erhält.

Genau das ist doch der Fall, oder irre ich mich? Und genau das ist auch der Grund, weshalb Frauen motiviert werden, selbst nicht oder nahezu nichts in die Gemeinschaftskassen einzuzahlen und sich trotzdem auf eine Absicherung durch den Mann (Unterhalt) oder den Staat (ALG, Übergang von Rentenansprüchen, Witwenrente, Kindergeld, …) verlassen können.

Die Gemeinschaft (= Ehemann und Staat) soll also den durch eigene Wünsche und Lebensentscheidung selbst verschuldeten Leistungsausfall der Frau in der Gemeinschaft mittragen. Dass der Ehemann, der die Lebensentscheidung der Frau irgendwie ja mitzuverantworten hat, ihren Leistungsausfall mit abzusichern hat, kann ich ja noch nachvollziehen. Wieso aber die Gesamtgemeinschaft den Lebenswusch mitzufinanzieren hat, ist kaum erklärlich.

Jetzt wird sicherlich das Argument mit dem Rentensystem kommen, dass Frauen durch ihren selbst verschuldeten Leistungsausfall für die Gemeinschaftssysteme ja auch neue Einzahler produzieren und somit damit ihren Beitrag für die Gemeinschaft leisten würden.

>>> Und meist sind es die Wirtschaftgemeinschaften, die die Aufgabe erbringen, eine neue Einzahlergeneration (ohne die die Umlagerente nicht funktioniert) hervorzubringen, Singles pflanzen sich eher selten fort.

Das Argument war klar, es ist aber eine Milchmädchenrechnung, die gerade Feministinnen gerne propagieren, um den selbst verschuldeten Leistungsausfall der Frauen und deren Plünderungen der Gemeinschaftssysteme durch die Frauen zu rechtfertigen. Insoweit fallen Sie somit auf die Argumentation der Feministinnen herein.

Zunächst habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht einen einzigen Menschen gesehen, der ernsthaft erklären würde, er würde seine Kinder für das Umlagesystem produzieren wollen. Genauso wie kein Hundehalter erzählen wird, dass er sich einen Hund hält, um über den Kauf von Hundefutter die gegenwärtige Industrie im Gang zu halten.

Aber gehen wir das Ganze doch mal durch:

Nimmt man die durchschnittlichen Leistungseinzahlungen aller Singles in die Gemeinschaftssysteme als Maßstab, so leistet 1 Single im Schnitt 1 mal voll in die Leistungssysteme ein (= 100%).

Eltern (= 2 Personen = 2 mögliche Leistungsbezieher) verursachen durch ein Kind hingegen erst einmal eigenverschuldet eine Leistungsschwächung. Geht man davon aus, dass ein Elternteil singleähnliche Einkünfte haben wird und das andere Elternteil durch die berufliche Karriere aussetzt oder Teilzeit arbeitet und auch nach Ende der Kindererziehung im Vergleich zum Single nicht mehr die gleichen Karrieremöglichkeiten bzw. Ambitionen hat, so bewerte ich die Lebens-Leistungseinzahlungen dieses Partners jetzt einfach mal (vermutlich zu großzügig) mit 0,8 im Vergleich zum Durchschnitt der Single-Lebensleistungseinzahlungen in die Gemeinschaftssysteme. 2 mögliche Leistungsbezieher leisten somit nur noch 1,8 Leistungen in die Gemeinschaftssysteme. Letztlich ist das vollkommen egal, was wir hier ansetzen. Genau genommen müsste man hier noch berücksichtigen, dass aufgrund des Karriereaussetzens die Wahrscheinlichkeit, mal Leistungsbezieher zu werden steigt. Es dürfte vermutlich jedenfalls unstreitig sein, dass ein Single im Durchschnitt mehr in die Leistungssysteme einzahlt, weil seine Leistungsfähigkeit nicht durch ein Kind verringert wurde und auch die Wahrscheinlichkeit, Leistungsbezieher zu werden, geringer ist. Und auch die Produktion neuer Kinder ändert an der Betrachtung nichts. Denn selbst die Zeugung von 100 Kindern durch ein Ehepaar würde zwar 100 neue Einzahler produzieren, aber auch genauso viele mögliche Leistungsbezieher. Selbst, wenn man davon ausginge, dass die 100 Kinder alle singleähnliche Einzahlungen in die Gemeinschaftssysteme vornehmen werden, was unwahrscheinlich ist, dann werden im Schnitt trotzdem nie die Einzahlungen des Singles erreicht. Denn ein Ehepaar mit 100 Kindern sind insgesamt 102 Leistungsbezieher, aber aufgrund der Leistungseinschränkung nur 101,8 Leistungseinzahler. Die Produktion der neuen Kinder ist im Gesamtsaldo für die Gemeinschaft somit ein reines Nullsummenspiel, da immer genausoviele neue Einzahler wie mögliche Leistungsbezieher produziert werden, die die Leistungseinschränkung durch die Produktion im Schnitt nicht mehr ausgleichen. In der Gesamtbetrachtung zahlt der Single aufgrund seiner nicht vorhandenen Beschränkungen somit im Durchschnitt immer mehr in die Gemeinschaftssysteme ein, vollkommen egal wie viele Kinder und somit wie viele möglichen Leistungsbezieher Eltern auch produzieren. Und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass die produzierten Kinder im Schnitt nicht die durchschnittlichen Einkünfte der Singles einbringen werden, da auch diese zu einem bestimmten Prozentsatz Eltern werden und die eigene Leistungsfähigkeit schwächen. Und dabei ist erst recht nicht berücksichtigt, dass aufgrund der heutigen Scheidungsquoten auch die Wahrscheinlichkeit erhöht wurde, Leistungsbezieher zu werden und Leistungsbezieher zu produzieren. Gerade bei Alleinerziehenden hört man ja, dass diese überdurchschnittlich viele Leistungsbezieher produzieren, die nicht selten auch anderweitig das Gesamtsystem schädigen (> Straftaten).

Man kann es drehen und wenden, wie man es will, der Single leistet trotzdem vergleichsweise mehr in die Gemeinschaftssysteme ein und ist vergleichsweise seltener Leistungsbezieher aus den Gemeinschaftssystemen.

Problem ist nur die Umlagefinanzierung, weil Singles nicht die eigene, sondern die Rente eines jetzigen Rentners einzahlen und das System somit weitere Kinder benötigt, um die morgigen Renten bezahlen zu können. Das ändert aber alles trotzdem überhaupt nichts daran, dass in einer Gesamtbetrachtung ein Single insgesamt durchschnittlich mehr in die Gemeinschaft einbringt und sich sogar eher die Eltern gemeinschaftswidrig verhalten, wenn diese selbst verschuldet ihre eigene Leistungsfähigkeit schwächen und die Gefahr erhöhen, Leistungsbezieher zu werden.

So sind Alleinerziehende, die überdurchschnittlich oft ALG2 beziehen und überdurchschnittlich oft neue ALG2-Bezieher produzieren ein desaströses Minusgeschäft für die Gemeinschaft. Und Feministinnen werden trotzdem nur die angebliche Leistung dieser Mütter zu Gunsten der Gemeinschaft betonen, die faktisch tatsächlich nicht existiert. Denn der Alleinerziehende hat sowohl eigenverschuldet seine eigene Leistungsfähigkeit verringert, als auch weitere Minusgeschäfte für das Gesamtsystem produziert, die letztlich insbesondere auch die Singles mit bezahlen dürfen.

Und weil neue Kinder nur (maximal) ein Nullsummenspiel darstellen, weil genausoviele neue Leistungserbringer wie mögliche neue Leistungsbezieher produziert werden, handelt letztlich nicht der Single gemeinschaftswidrig, sondern eher der Elternteil, der seine berufliche Karriere einschränkt und damit eigenverschuldet durchschnittlich geringere Leistungen in die Gemeinschaftssysteme einzahlt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, selbst mal Leistungsbezieher zu werden.

Von daher dürfte der Staat unter diesem Gesichtspunkt ein großes Interesse daran haben, dass kein Elternteilseine berufliche Karriere einschränkt und beide möglichst umgehend wieder voll arbeiten. Das hätte auch den Vorteil für den Staat, dass wieder neue Arbeitsplätze im Rahmen der Kinderbetreuung geschaffen werden und die Kinder eine frühe systemnahe Erziehung erhalten.

Und ich vermute, dass das auch ein Grund dafür sein könnte, weshalb der Staat den heutigen Feminismus (der über die Gleichberechtigung hinausgeht) bzw. den Unfrieden zwischen den Geschlechtern so fördert. Denn offenbar will der Staat genau diesen Unfrieden erreichen, weil die Zerstörung der Gemeinschaften vermutlich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine Frau ihren komfortbereich wieder verlassen und arbeiten gehen muss, wenn die Beziehungen kaputt gehen. Frauen, die sich voll und ganz der Kindererziehung widmen und auch danach nie wieder richtig arbeiten gehen, aber trotzdem die Gemeinschaftssysteme belasten sind halt ein völliges Minusgeschäft für die Gemeinschaftssysteme, weil die Produktion der Kindern ihren gemeinschaftswidrigen Leistungsausfall niemals ausgleichen können.

Und so verfolgt der heutige Feminismus in Wahrheit keine Interessen der Frauen mehr, sondern will den Frauen tatsächlich nur ihre bisherigen Möglichkeiten rauben und sie dazu zwingen, schnell wieder arbeiten gehen zu müssen, um der Gemeinschaft nicht mehr so stark auf der Tasche zu liegen. Und das Schönste für den Strategen daran ist, dass die Frauen es gar nicht merken, dass sie mittels des Feminismus höchst selbst dafür kämpfen, sich ihre eigenen Vorteile zu rauben, weil Frauen gar nicht erkennen, dass ihr Kampf um angebliche Frauenrechte mittelbar langfristig viel mehr Nachteile als vermeintliche Vorteile für die Frauen bringen. Denn ihr angestrebtes Lebensglück wird auf diese Weise immer unwahrscheinlicher. Die Feminisstinnen von heute sind faktisch das Schlimmste, was den Frauen passieren konnte und sie merken es nicht einmal.


Gast
2.7.2015 4:06
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@tuka

>>@Gast “Feminismus ist ein nüztzliches Instrument zur Gesellschaftskontrolle”
>Du denkst zusehr in linken Klassenkampf-Schablonen.

Nö.

>Wenn Du Dich mit der Geschichte des Feminismus beschäftigst,

Habe ich.

>wirst Du früher oder später auf August Bebel, Joseph Stalin und Friedrich Engels treffen. Und Du wirst feststellen, dass es deren Idee war Frauen in die Betriebe zu bekommen und auf diese Weise den großen Feind des marxistischen Kommunismus zu zerstören: Die bürgerliche Kleinfamilie.

Die Leute hatten zudem die Idee, Arbeit als Privileg zu betrachten, der Mensch definiere sich durch die Arbeit. Was auch etwas mit der Industrialisierung und Technisierung zu tun hat – die Frauendomäne der bürgerlichen Familie, das Haus, wurde immer mehr technisiert und weniger arbeitsaufwändig, die Rolle der Frauen wurde dafür “emotionalisiert” (die Ratgeber dieser Zeit “das Heim für den Mann erholsam gestalten”, in “ständiger Sorge” um Kinder und Mann usw.), aber es gab schlicht nichts mehr für sie zu tun. Katharina Rutschkz hat das in “Emma und ihre Schwestern” herausgearbeitet: Es gab schlicht nichts mehr für die Frauen im Haus zu tun, sie aus der häuslichen Sphäre treten zu lassen war der logische Schrittt. Aber: Das war nicht die folge tapferer streitender Feministinnen (feministischer Mythos) auch nicht die marxistische Ideologie, sondern schlicht die Modernisierung und Technisierung des Lebens (und erklärt auch, warum Feminismus in anderen Gegenden der Welt trotz Ideologieexport nicht funktioniert hat – die Frauen wissen, dass sie ihre Männer brauchen und wollen sich nicht gegen sie aufhetzen lassen, um westliche Hilfen zu bekommen).

Ich sehe aber nicht, wo das ein Widerspruch zu dem Zitat meines Ursprungsbeitrags ist, scheint mir eher eine Bestätigung – Feminismus ist ein Intstrument zur Gesellschaftskontrolle (unter anderen).


tuka
2.7.2015 15:38
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zqu74@ “was den Frauen passieren konnte und sie merken es nicht einmal.”

Lies Dich mal in MGTOW-Seiten ein. Die denken ähnlich. Was zu der interessanten Situation führt, dass radikale MGTOW ausdrücklich und explizit feministische Programme unterstützen. Denn auch wenn es die Feministinnen (noch) nicht wissen. Der Feminismus hat kurzfristig viel Ärger für Männer gebracht, die gedanklich am alten, christlichen, weißen Konzept der gegenseitigen Verantwortung hängen. Aber langfristig ist der Feminismus vor allem eine Männerbefreiung.

Es gibt Leute, die die These in den Raum gestellt haben, dass Feminismus (von Männern) genau aus diesem Grund auch erfunden wurde. Ehemänner kennen diese Denkweise privat. Getreu dem Muster “Lass sie reden, lass sie es selbst ausprobieren und danach wird sie wissen, dass sie es nicht kann. Und wenn sie es doch kann … umso besser”.

Mal ganz ehrlich: Welcher Mann geht denn freiwillig in ausgerechnet dem Job arbeiten, in dem er arbeitet. Ich für mich würde viel lieber den sprichwörtlichen Töpferkurs in der Toskana machen.


LeserX
2.7.2015 16:06
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@tuka

>Der Artikel definiert Alpha und Beta derart, dass früher nur 40% aller Männer Kinder bekamen, aber 80% aller Frauen. Das bedeutet das 60% Beta sind und 40% (Alpha) jeweils zwei Frauen hatten.

Das habe ich weggelassen weil ich es für methodisch zweifelhaft halte. Auch ist die Bezeichnung Alpha von Alphamale besetzt was in diesem Zusammenhang unzutreffend ist. Es verzerrt somit die Aussage.

Möglich wäre auch das Paare oder Gruppen die ihre Kinder nicht ernähren oder schützen konnten einer natürlichen Selektion zum Opfer gefallen. Tauchen also genetisch nicht mehr auf. Kann auch sein, wer weiß?

Davon abgesehen halte ich das ganze auch für Mythologie. Wie es wirklich war kann keiner wissen und es kann auch von Clan zu Clan vollkommen unterschiedlich gewesen sein.

Die Funktion das bei monogamen Ehen in denen die Trennung negativ Sanktioniert wird mehr Männer zum Zug kommen ist trivial. Auch das die Emanzipation (nicht der Feminismus da wohl jeder eingesehen hat das Frauen die im Haushalt durch die Maschinen wegrationalisiert worden sind und nur auf dumme Gedanken kommen wenn Sie zu viel Freizeit haben andere Aufgaben benötigen) in erster Linie die Männer befreit hat und die Frauen ins Joch der Arbeit und weitreichender Verpflichtungen gekettet hat.

Aber es stimmt natürlich das der Westen mit seinen monogamen Ehen die treibende Kraft der Entwicklung der vergangenen Jahrhunderte war. Nur ist eine Korrelation noch keine Kausalität. Andere Kulturkreise haben auch keine Polygamie, warum sind die nicht auf dem gleichen Level?

Persönlich arbeite ich übrigens schon seit 20 Jahren max. 3 Stunden/Tag und lebe dafür bescheiden (und hatte ausreichend 10er Weiber da die ja ihre Kohle selbst verdienen und andere Eigenschaften präferieren).


Blindtrampel
2.7.2015 21:25
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Ein längerer Artikel, schwer zu sagen, wie man es bewerten soll. Den Leuten gefällts scheints.

http://www.theoccidentalobserver.net/2015/07/jenji-kohan-and-the-jewish-hyper-sexualization-of-western-culture/


zqu74
2.7.2015 23:30
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@tuka:
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr neige ich tatsächlich zum Ergebnis, dass der Feminismus weder zu Gunsten von Frauen, noch zu Gunsten von Männern dienen soll, sondern zu Gunsten der Gemeinschaftschaftssysteme. Denn die Frau ruiniert die Gemeinschaftssysteme, da sie diese überdurchschnittlich plündert, obwohl sie unterdurchschnittlich einzahlt. Denn wie bereits geschrieben, ist die Produktion von Kindern für das Gesamtsystem eine Milchmädchenrechnung. Sie klingt schön, ist im Gesamtsaldo aber ein Nullsummenspiel, da man die künftigen Leistungen der Kinder nicht den Leistungen der Eltern zurechnen kann, weil ansonsten im Falle einer Zurechnung zu den Eltern die Kinder keine eigenen Leistungen für das System mehr erbringen würden und dann die Kinder als Schädigung für das Gesamtsystem angesehen werden müssten. Die Leistungen der Kinder gleichen somit tatsächlich nur die eigenen Ansprüche der Kinder gegen das Gemeinschaftssystem wieder aus, so dass auch den Eltern nur die eigenen Einzahlungen in die Gemeinschaftssysteme zugerechnet werden können. Und so führen Kinder also dazu, dass die Eltern selbstverschuldet die eigene Leistungsfähigkeit schwächen und weniger in die Gemeinschaftssysteme einzahlen.

Da Frauen bei solchen Wahrheiten bzw. Kritik jedoch sofort zu heulen anfangen würden (vgl. Hunt) und bei Männern bei heulenden Frauen der Beschützerinstinkt einsetzt, würde keine Regierung Frauen zu mehr Eigenleistungen in die Systeme zwingen können, wenn man die Wahrheit aussprechen würde.

Und so ist der Feminismus fast schon eine geniale Strategie. Die Frauen glauben, sie würden für ihre eigenen Rechte kämpfen und sich nur neue Möglichkeiten eröffnen. Denn im ersten Moment klingt es ja für eine Frau auch toll, dass sie scheinbar frei wählen kann, ob sie sich einen Mann sucht und klassisch die Mutterrolle einnehmen möchte oder aufgrund ihrer Bildung bzw. Unabhängigkeit auch andere Lebensmodelle wählen kann und sie diesbezüglich wegen vermeintlicher Benachteiligungen alle möglichen Förderungen bzw. Bevorzugungen in Anspruch nehmen kann. Und Männer haben ohnehin diesen Beschützerinstinkt und sich noch nie ernsthaft gegen die Pamperung von Frauen in allen Lebenslagen gewehrt (z.B. Wehrpflicht nur für Männer / “Frauen und Kinder zuerst” / “Ladies first” / …). Männer lassen sich ja sogar (auch) zum Schutze der Frauen in Kriegen abschlachten. Wenn Männer somit ohnehin quasi jede Männerdiskriminierung in Kauf nehmen, um Frauen zu beschützen, dann ist auch klar, weshalb von ihnen auch gegen den Feminismus keine Gegenwehr zu erwarten ist. Wenn es um die Pamperung der Frau geht, machen Männer alles mit (sogar den eigenen Tod).

Im ersten Schritt hat der Feminismus Frauen somit erst einmal nur aus ihrer Abhängigkeit vom Mann befreit, in die sich Frauen aufgrund ihrer Kinderwünsche in Wirklichkeit vollkommen freiwillig begeben bzw. offenbar sogar gewöhnlich von selbst hinstreben. Und um diese selbst angestrebten Abhängigkeiten zu verhindern, müssen Frauen erst einmal gebildet werden (= Schulpflicht) und in allen Bereichen besonders gepampert (z.B. Quoten) werden, um sie besonders zu motivieren, sich nicht in eine Abhängigkeit zu begeben. Und wie erreicht man das bei einem 3 Jährigen? Ganz einfach, indem man einen Bösen erfindet (= Mann, Patriarch), der einen angeblich niederträchtig unterdrücken möchte und man sich daher gegen die böse Unterdrückung wehren muss, indem man immer versucht, unabhängig zu bleiben. Denn auch ein 3-Jähriger vertraut sich nicht gerne einem Bösen an und passt daher besser vor dem auf, was ihm erklärt wird, was böse ist. Durch besondere Förderungen der Frauen und das Einreden der Opfer/Täterrollen erreicht man es daher, dass Frauen bestrebt sind, durch eigene Ausbildung zumindest erst einmal eine solide Grundlage für eine Unabhängigkeit zu erhalten. Und so verkauft man den Frauen die Unabhängigkeit erst einmal als eine Befreiung von ihrer angeblichen jahrtausendjahrelangen Unterdrückung, obwohl Frauen zu den Abhängigkeiten aufgrund eigener Wünsche selbst tendierten. Für Frauen erscheint die eigene Ausbildung und somit die solide Basis einer Unabhängigkeit jedoch erst einmal nur als eine weitere Möglichkeit bzw. Option, da sie ja auch weiterhin unproblematisch ihren Traum der vom Mann finanzierten Mutterrolle einnehmen konnte. Im ersten Schritt kämpfte der Feminismus somit scheinbar nur für die Schaffung von mehr Möglichkeiten für die Frau, die man ihr als Befreiung verkaufte. In Wirklichkeit wollte man nur verhindern, dass Frauen aufgrund ihrer Wünsche nach Kindern von sich aus in die Abhängigkeit des Mannes strebten und zum finanziellen Minusgeschäft für die Gemeinschaftssysteme werden.

Und im zweiten Schritt muss man Frauen zwingen, ihre geschaffene Unabhängigkeit auch zu Gunsten der Gemeinschaftssysteme zu nutzen. Denn ersichtlich streben die Frauen auch weiterhin von sich aus danach, ihre Partnerwahl trotz guter eigener Ausildung weiter nach oben hin auszurichten um auf diese Weise sich die Möglichkeit zu eröffnen, sich weiterhin in seine Abhängigkeiten begeben bzw. sich langfristig und dauerhaft für die Mutterrolle entscheiden zu können.

Frauen haben ein derartiges Partwahlverhalten ja nicht, weil sie eine nachteilige Untrderückung anstreben, sondern weil sie es in Wirklichkeit als Vorteil empfinden, vom Mann finanziert sich ihren Traum erfüllen zu können.

Und wie zwingt der Staat Frauen nun dazu, trotz guter Ausbildung und funktionierender Beziehung/Ehe, sich trotzdem vom Lebenstraum der vom Mann finanzierten dauerhaften Hausfrau- und Mutterrolle zu verabschieden und eigene Leistungen zu Gunsten der Gemeinschaftssysteme zu erbringen? Von sich aus tun Frauen das ja kaum! Das funktioniert nur, wenn man den treusorgenden Finanzierer ihres Lebenstraumes wieder beseitigt, weil nach einer Trennung Frauen nun eher gezwungen sind, wieder arbeiten gehen zu müssen umd ihre Unabhängigkeit auch zu Gunsten der Gemeinschaftssysteme zu nutzen.

Und auch hier hilft wieder der Blick in den Kindergarten. Wenn man einem 3-Jährigen immer wieder mit plakativen Begriffen (z.B. “angry white men”, “gender pay gap”, “gläsernde Decken”, “Gewalt gegen Frauen” …) einhämmert, dass sein bester Freund “unterdrückend” bzw. “böse” sei und man zugleich NUR den angeblich “Unterdrückten” mit besonderen übervorteilten Rechten ausstattet (z.B. nur die Frau darf abtreiben und sich ihrer Unterhaltspflicht entledigen / Frauenparkplätze / Frauenhäuser / Frauenschwimmzeiten / Frau darf sich auch nachträglich noch vergewaltigt fühlen, während selbst ein schwangerwerden gegen den Willen des Mannes straffrei ist / …), so schafft man selbst zwischen den besten Freunden irgendwann genug Unfrieden, damit die Freundschaft irgendwann daran zerbrechen wird. Denn irgendwann werden auch zwischen den besten Freunden mal Konflikte entstehen und spätestens dann wird sich der angeblich Unterdrückte daran erinnern, dass man ihn ja schon immer zu besonderer Vorsicht vor dem “bösen” Freund gewarnt hatte und man sich überhaupt nichts gefallen lassen dürfe. Und natürlich wird der angeblich “Unterdrückte” sich dann auch aller seiner übervorteilten Sonderrechte bedienen, denn er ist ja schließlich das “opfer” und braucht daher auch nicht moralisch gegenüber dem Täter zu sein (z.B. Falschbeschuldigungen), denn das Schwein hat es ja letztlich auch verdient.

Und so ist es dann auch kein Wunder, dass die Scheidungsquoten inzwischen gigantisch sind und den Frauen der eigene Lebenstraum nach einer dauerhaften Mutterrolle ohne eigene Erwerbstätigkeit, finanziert durch einen treusorgenden Ehemann, letzlich durch den Feminismus vernichtet wird. Denn Frauen sollen gezwungen werden, entgegen ihren eigenen Bestrebungen und Wünschen wieder arbeiten gehen zu müssen.

Und es ist auch kein Wunder, dass der Staat nichts dagegen unternimmt, dass das Institut der “Ehe” für Männer faktisch nur noch Nachteile hat und immer weniger Männer sich auf ein deratiges Risiko ohne echte eigene Vorteile mehr einlassen wollen. Denn je weniger fest die Beziehungen sind, desto eher müssen Frauen ihre eigene Unabhängigkeit weiter aufrecht erhalten.

Und so kämpft der heutige Feminismus in Wahrheit gar nicht zu Gunsten der Frauen, sondern nur dafür, den Frauen ihren Lebenstraum zu zerstören, um diese auf diese Weise zu zwingen, selbst eigene Einzahlungen in die Gemeinschaftssysteme vorzunehmen und nicht mehr so stark die Gemeinschaftssysteme zu plündern.

Und wie gesagt das Schönste für den Strategen ist, dass Frauen nicht einmal merken, dass sie sich ihren Lebenstraum selbst zerstören. Denn sie glauben ja, der Feminismus würde für sie kämpfen und ihnen nur mehr Möglichkeiten verschaffen wollen. Und richtig genial an der Strategie ist, dass selbst die meisten Männer den Feminusmus mittragen. Denn wie gesagt, wollen Männer offenbar von Natur aus Frauen beschützen. Wenn eine Frau daher anfängt zu heulen, kann man sich sicher sein, dass sehr schnell Männer aus dem Umfeld zur Hilfe eilen werden. Und der Feminismus sorgt ja gerade dafür, dass Frauen sich in jeder Lebenslage als unterdrückte Opfer fühlen und heulen dürfen. Und schon kann der Mann wieder versuchen, die Frau zu beschützen, indem er mithilft, ihr die gewünschten Vorteile zu verschaffen (z.B. schwachsinnige Frauenparkplätze, schwachsinnige Vergewaltigungsregelungen, schwachsinnige Quotenregelungen, …).

Und so trägt der Großteil der Bevölkerung den Feminismus einfach mit, da (a) Frauen glauben, sie würden angebliche Benachteiligungen abbauen und sich bessere Möglichkeiten verschaffen und (b) Männer glauben, sie könnten den Frauen damit helfen bzw. sie beschützen, damit Frauen nicht mehr so viel herum weinen müssen.

Und so kann der Staat mittels des Feminismus die Ziele erreichen (> Frauen aus ihrer Komfortzone locken und zur Arbeit zwingen), die sie ansonsten niemals umgesetzt bekommen würden, weil jede Regierung sofort in die Wüste gejagt werden würde, die offen ansprechen würden, dass Frauen für die Gemeinschaftssysteme in Wirklichkeit die Minusgeschäfte in der Mischkalkulation darstellen und daher gezwungen werden müssen, selbst in die Gemeinschaftssysteme einzuzahlen. Es kann sich auf Dauer kein Land mehr leisten, dass quasi eine Hälfte der Bevölkerung von der anderen Hälfte der Bevölkerung mit finanziert wird. Das ginge nur bei steigenden Bevölkerungszahlen, was im Anbetracht der weltweiten Überbevölkerung keine wirkliche Alternative darstellen kann.

Genial ist, dass der Feminismus scheinbar zu Gunsten von Frauen kämpft und in Wirklichkeit das Gegenteil erreichen soll.


[…] Hat der Feminismus die USA zugrunde gerichtet?. […]


Blindtrampel
4.7.2015 21:34
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Ich hab mir grade diesen Text durchgelesen, der nich gänzlich schlecht ist.
https://schwertasblog.wordpress.com/2015/07/02/die-sexuelle-utopie-an-der-macht-teil-4/#more-32414

Darin wird ein altgriechisches Theaterstück erwähnt, Ecclesiazusae. Nie davon gehört, gegoogelt, aber jetzt, vergleicht mal bitte diese beiden (kurzen) Wikipedia Einträge, englisch und deutsch. Krass, da wird das selbe Werk beschrieben!?

https://en.wikipedia.org/wiki/Assemblywomen

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weibervolksversammlung