Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Testosteron – einfach ein geiles Zeug

Hadmut
4.2.2015 23:27

Alle wollen es, aber nur manche haben genug davon.

Interessanter Artikel, auf den mich ein Leser hinwies, über Testosteron, das angeblich auf dem besten Weg ist, zur Droge der Zukunft zu werden, und einen Arzt, der auf Testosteron-Arzt umsattelte. Zitat:

Testosterone is not just any drug. It’s not nitrous oxide out of a balloon at a Phish show or a little weed in a brownie. “T,” (as it is known) is, by most accounts, as close to a direct anti-aging medication as science has yet produced. It can be manufactured cheaply in large quantities, and the risks seem manageable for most people. Users report increased energy, more muscle mass, decreased body fat, greater sex drive, and a general sense of well-being. In short, it’s one of the most transformative substances a human can take.

“Testosterone is ridiculously powerful,” Campion says. “I can tell you from experience, the feeling of well-being, of focus, and of masculine energy are massively increased. It’s like you’re back to being 35.”

Haha. Da schimpfen sie gerade alle so auf die Männer, die Maskulinitität und das böse Testosteron, das angeblich Menschen zu brutalen Monstern macht, und gleichzeitig entwickelt sich ein Massenmarkt, weil die sich alle das Zeug reinpfeifen.

33 Kommentare (RSS-Feed)

Svenska
4.2.2015 23:39
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Na, dann weißt du doch jetzt, warum die Femilesben so aussehen, wie sie aussehen… und warum sie so drauf sind. 😉


Emil
5.2.2015 0:03
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Ich dachte, von zuviel Testosteron bekommt man ne Glatze. Das muss ja nun auch nicht sein.


ST_T
5.2.2015 0:05
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Höheres Testosteron soll auch angeblich eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Untreue belegen, abzulesen an der Länge des Ringfingers im Verhältnis zum Zeigefinger:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/studie-zu-untreue-von-natur-aus-ein-filou-13409224.html

Was man nicht alles liest…


Ron
5.2.2015 0:20
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Mmmh, verlor man aber nicht durch hohe Testosteronspiegel das Haupthaar? Und Östrogen schützte vor Alzheimer?


Andy
5.2.2015 0:46
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Auch bei Testosteron macht die Dosis das Gift. Testosteron ist im Metabolismus des Haares verwickelt, aber Glatzenbildung ist immer noch grossteilig durch die Erbanlagen bedingt. Zuviel Testosteron soll übrigens auch die Anfälligkeit für Prostatakrebs fördern. Mal gucken ob da bald eine Welle auf die Konsumenten zu rollt. Interessant ware zu wissen ob da wirklich jeder behandelt wird, oder ob Leute die einen für das Alter noch hohen Spiegel haben vertröstet werden. Und vor allem was für Dosierungen verordnet werden… Dazu fand ich leider nirgendwo eine Ansage…


Collin
5.2.2015 4:32
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Korreliert ein niedriger Testosteron-spiegel nicht mit Langlebigkeit?


nullplan
5.2.2015 6:08
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Wenn ich mich recht entsinne, müssen Frauen, die das nehmen, aber aufpassen, dass bei ihnen der Bartwuchs nicht einsetzt.

Ich habe keine Ahnung, wie das passieren kann, da Frauen keine Testosteronrezeptoren haben, aber man hört ja so Sachen. Vor allem von zu stark gedopten Sportlerinnen.


wollepelz
5.2.2015 8:24
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Testosteron… Eine Geschichte voller Missverständnisse.

Es wird auf dem Testosteron nur so herumgehackt, weil es Männer in einer viel höheren Dosierung im Körper haben als Frauen.

Das andere ist das Y-Chromosom, auf dem die letzte Zeit auch immer wieder drauf herumgehackt wurde.

Ich gehe von feministischen Märchen bei beiden Themen aus.

Du hattest hier ja auch schon öfter etwas über Testosteron, wenn ich mich entsinne, das dem ganzen Gerede widerspricht. Was wären Frauen aber, wenn sie nicht über typisch männliche Gegebenheiten motzen könnten?


EinInformatiker
5.2.2015 8:32
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> Ich dachte, von zuviel Testosteron bekommt man ne Glatze. Das muss ja nun auch nicht sein.

Nein, die (Über)Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber einem Abbauprodukt (des Testosteron) Dihydrotestosteron soll die Ursache sein, habe ich vor vielen Jahren mal gelesen. Den neuesten Stand der Theorie habe ich jetzt nicht gegen-gecheckt.


CountZero
5.2.2015 9:12
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https://www.youtube.com/watch?v=iSY0RWnkZJY

Testosteron ist ein Hormon. Das reimt sich nicht nur prima (s. Link), viele körperlichen (und durch die körperliche Wirkung auch psychischen) Vorgänge werden durch Hormone gesteuert.

Wie stabil das (eigene) komplexe Steuerungssystem gegen Störungen (zusätzliche Zufuhr von Hormon) ist, ist die essentielle Frage. (Neben der, wohin das destabilisierte System fährt, wenn es sich denn ab einer bestimmten Dosis oder Anwendungszeit als instabil gezeigt hat 🙂 ).


Dirk S
5.2.2015 10:23
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@ Hadmut

> weil die sich alle das Zeug reinpfeifen.

Eigentlich eine gute Nachricht, dann werden auch die Damen mal kooperativer und gesellschaftsnützlicher. Ich bin dafür, den Konsum von Testosteron bei Frauen zu fördern. Man könnte es beispielsweise zum verpflichtenden Bestandteil von Kosmetika machen. Die Welt kann so nur besser werden.

@ ST_T

> Höheres Testosteron soll auch angeblich eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Untreue belegen,

Ist Blödsinn. Treue hat mehr mit dem Charakter denn dem Hormonspiegel zu tun. Selbst bei Frauen, die erheblich stärker hormongesteuert sind als Männer.

@ Ron

> Mmmh, verlor man aber nicht durch hohe Testosteronspiegel das Haupthaar?

Jain, Testosteron föderte die Umstellung von Haupt- auf Körperhaar. “Testosteron-Glatzen” haben meißt einen Flaum auf dem Kopf und kräftigen Bartwuchs. Erfahrene Frauen wissen, was das bedeutet. 😉

> Und Östrogen schützte vor Alzheimer?

Habe ich noch nie von gelesen. Östrogene sollen bei älteren Männern eine positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System haben. Andersrum, lieber mit 82 nach einem aktiven männlichen Leben ohne Östrogene sterben als mit künstlichen Östogenen mit 84 nach 10 Jahren Pflegeheim das Siechtum beenden. (Und als Ex-Zivi im Altenheim weiß ich, was das heißt. Da ist echt nicht lustig.)

@ Andy

> Testosteron ist im Metabolismus des Haares verwickelt, aber Glatzenbildung ist immer noch grossteilig durch die Erbanlagen bedingt.

Der Hintergrund der (genetisch bedingten) Glatzenbildung (eigendlich Halbglatzenbildung) ist altersabhängig. In jungen Jahren eher eine hormonelle Sache (schon vorher angerissen), in älteren Jahren eine mechanische. Im Alter weitet sich bei vielen Männern das Schädeldach, wodurch die Kopfhaut gespannt und schlechter durchblutet wird, was zum Absterben der Haarfollikel führt. Da kann man nichts machen. Die Quelle dafür sind übrigens Hutmacher, ältere Männer haben eine größere Hutgröße als jüngere.

@ Collin

> Korreliert ein niedriger Testosteron-spiegel nicht mit Langlebigkeit?

Eher nicht. Statistiken zu solchen Sachen sind oft sehr unsauber, mehr Ideologie denn Erkenntnisgewinn. Solche Statistiken werden oft nicht von Statistikerfahrenden gemacht, sondern von Medizinern, echte Statistklaien.

Um das mal zu verdeutlichen: In welcher Gesellschaft lebt es sich besser, in einer, in der der viele Menschen an Krebs sterben oder in einer, in der bei nur wenigen Krebs die Todesursache ist? Antwort: In der, in der viele an Krebs sterben. Scheint erst einmal unserem Gefühl entgegenzulaufen. Ist aber richtig, denn Krebs ist (allen Medienberichten zun Trotz) immer noch eine Erkrankung Älterer und damit im höhren Alter eine häufige Todesursache. Nur muss man erst einmal so alt werden und das geschieht in den Gesellschaften, in denen wenige Menschen an Krebs sterben eben nicht, dort stirbt man jung. Deshalb sagt die Krebsquote an den Todesursachen viel über die Entwicklung einer Gesellschaft aus und (ausgehend davon, dass man in einer entwickelten Gesellschaft besser lebt als in einer weniger entwickelten) auch, dass man in einer Gesellschaft mit vielen Krebstoten besser lebt, als in einer mit wenigen.
Das gilt natürlich nur für den derzeitigen Stand der Medizin, sollte es eine phänomenalen Durchbruch in der Onkologie geben, dann kann sich das schlagartig ändern. Was ich gut finden würde.

> Zuviel Testosteron soll übrigens auch die Anfälligkeit für Prostatakrebs fördern.

Also im Vergleich zum Testosteronspiegel von Frauen mit Sicherheit. Wie viele Frauen bekommen Prostatakrebs? Zugegeben, das war polemisch, aber ich bin der Ansicht, Mediziner sollten ihren Rüssel aus statistischen Untersuchungen raushalten. Die können das nicht, müssen sie auch nicht, sollten aber einsehen, dass sie das nicht können. Und solide, validierbare Untersuchungen dürfte es kaum geben. Auch die WHO veröffendlicht viel Blödsinn. (Warum ist die Zunahme von Zivilisationskrankheiten in Entwicklungsländern [anders als die WHO behauptet] eine gute Nachricht? Na, wer weiß es? Oben habe ich schon einen Hinweis gegeben 😉 .)

@ nullplan

> Wenn ich mich recht entsinne, müssen Frauen, die das nehmen, aber aufpassen, dass bei ihnen der Bartwuchs nicht einsetzt.

> aber man hört ja so Sachen. Vor allem von zu stark gedopten Sportlerinnen.

Früher, als ich jung war (so kurz nach der Erfindung des Rades 😉 ) konnte man bei Ostblocksportlerinnen der Schweratletik immer einen Bartschatten erkennen und irgendwie sahen die überhaupt nicht mehr im entferntesten weiblich aus. Auch bei der Schulterbreite konnten die sich mit westdeutschen männlichen Athleten messen.

@ wollepelz

> Testosteron… Eine Geschichte voller Missverständnisse.

Eher eine Geschichte von ideologischen Behauptungen. Früher machte Testosteron den starken Jäger, heute den brutalen Schläger. Nur mit der Realität hat das alles nichts zu tun.

> Es wird auf dem Testosteron nur so herumgehackt, weil es Männer in einer viel höheren Dosierung im Körper haben als Frauen.

Es wird auf dem Testosteron herumgehackt, weil es gerade opportun ist und die Testosteronforschung noch am Anfang steht und dort auch enden soll. Denn die Forschungsgelder für die Testosteronforschung würden die “Genderforscher” gerne für sich selbst abgreifen. (Keine Verschwörungstheorie, nur normaler Egoismus.)

> Das andere ist das Y-Chromosom, auf dem die letzte Zeit auch immer wieder drauf herumgehackt wurde.

Das Y-Chomosom ist singulär und damit ein guter Ort für Mutaionen, die eine biologische Weiterentwicklung der Menschheit ermöglichen könnte. Und das wollen alle Besitzstandswahrer (und dazu gehört auch die Femi-Branche) nicht, Weiterentwicklung ist deren größter Feind.
Übrigens würde ich prsönlich vermuten, dass der erste Homo Sapiens männlich war, denn eine Frau kann ihre Gene an vielleicht 10 bis 15 Nachkommen weitergeben, ein erfolgreicher Steinzeitmann konnte das 5- bis 10-fache schaffen. Und bei dem damaligen Schwund an Nachkommen vor deren Familiengründung ist das ein wichtiger Faktor für die Ausbreitung neuer Gene.

> Ich gehe von feministischen Märchen bei beiden Themen aus.

Märchen und Unwissenheit: Ja. Leider nicht nur bei Feministinnen…

> Was wären Frauen aber, wenn sie nicht über typisch männliche Gegebenheiten motzen könnten?

Unglücklich?

Glücklichmachende Grüße,

Euer Dirk


Bernd Kraut
5.2.2015 10:29
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qwerty
5.2.2015 10:38
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Mal als Laie zum Glatzentestosteronthema: Eine Glatze bekommen ja vor allem Männer in steigendem Alter. Der Fakt, dass es hauptsächlich Männer betrifft spricht zwar für die These, aber das Alter dagegen, sonst würden Männer ja vor allem in der Pupertät ihre Haare verlieren, da ist nämlich das körpereigene Testosteron auf maximalem Niveau.
Zum Testosteronarzt: Der Mann will etwas verkaufen, so sind auch seine Aussagen zu bewerten. Testosteron hat sicher wichtige biochemische Effekte von denen einige erwünscht sind, aber ich wäre vorsichtig mit irgendwelchen Versuchen dies künstlich zu regulieren. Es soll ja auch schon Bodybuilder gegeben haben, die sich das Zeug in rauen Mengen verabreicht haben um dann zu sehen, dass ihre Hoden schrumpfen und ähnliche Schauergeschichten. So ganz abwegig ist das auch nicht, die ganze Biochemie des Körpers funktioniert im gesunden Zustand homöostatisch. Bei künstlicher Testostertonzufuhr fährt der Körper dann die Eigenproduktion herunter, Testosteron wird vor allem im Hoden produziert.


Frank
5.2.2015 12:02
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In den USA (speziell Florida) sind Testosteron und Wachstumshormone bei wohlhabenden Rentnern gang und gebe- damit steigt Kraft und Wohlgefühl, sichtbare Verjüngung stellt sich ein.
Stallone ist nicht umsonst mit Mitte 60 so fit!
Beide Hormonspiegel fallen ab 35 und man kann spekulieren warum das männliche Sexualhormon unters Betäubungsmittel Gesetz fällt wärend sich die Weiber mit gefühlten Hunderten Östrogenen totschmeissen können?!
In den 90gern gab’s in deutschen Apotheken noch Dutzende anabole Steroide (alles Abkömmlinge von Testosteron mit unterschiedlich verteilter anabolen /androgenen Wirkung) und heute ist nurnoch Testo übrig und das auch nur in der Depotvariante.
Dazu kommt daß Betäubungsmittelgesetz und dementsprechende Auflagen für Apotheken.
Auch die Pille (Spritze für den Mann) wird nicht wirklich entwickelt, einerseits wäre das böses Testosteron, das aus der Öffentlichkeit ja verbannt werden soll, andererseits wo kommen wir hin wenn Mann sicher verhüten kann (ohne Spassbremse Kondom) und Frau nicht alleine durch “vergessen “der Pille die Familienplanung bestimmt?
Halten wir fest :Männern werden alle möglichen Steine (Urologen mit demütigenden Prostata Untersuchungen Plus eindeutig zu niedriger Testospiegel) in den Weg gelegt um an ein stärkendes Wohlfühl Medikament zu kommen -wärend Frauen ab 12 bis zur Kiste Östrogene hinterhergeschmissen kriegen!
Ach ja -die Doping Ausrede -ist ähnlich wie legale /illegale Waffen, das verschärfte Waffengesetz dient auch nicht dem Schutz.
Also keine Sorge -die staatlichen Genderkastraten hacken eher allen die Schwänze ab eh man Testo einfach kaufen kann!


Wolf-Dieter Schleuning
5.2.2015 12:51
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Über Testosteron wird in den Medien viel Unsinn verbreitet. Hier ein paar Punkte zur Klärung:

-Testosteron ist ein Steroidhormon mit einem Rezeptor im Zellkern.Reagiert das Hormon mit dem Rezeptor wird die Transkription bestimmter Gene aktiviert oder gehemmt.

– Sowohl Männer als auch Frauen produzieren Testosteron, Männer allerdings 10-fach mehr. Testosteron wird im Hoden, im Ovar und in der Nebennierenrinde gebildet. Testosteronrezeptoren gibt es in fast allen Zelltypen.

-Männer mit einem defekten Testosteronrezeptor entwickeln einen weiblichen Phänotyp mit fehlender Schambehaarung (testikuläre Feminisierung).

-Testosteron fördert Knochen und Muskelwachstum und erhöht die Libido,
bei Frauen allerdings stärker als bei Männern.

– Testosteron ist nicht oral bioverfügbar (muss i.m. injiziert Werden). Es gibt aber seit Jahrzehnten oral bioverfügbare Analoga (Anabolika), z.B. Primobolan und Nandrolon. Diese Substanzen sind beliebte Dopingmittel v.a. bei Kraftsportlern und Bodybuildern.

– Testosteron ist kein Karzinogen befördert aber das Wachstum eines durch Mutagenese entstandenen Prostatakarzinoms.

– Auf Frauen wirkt Testosteron virilisierend. Ich vermute die feministische Ikone Frida Kahlo produzierte zu viel Testosteron (Damenbart und starke Libido).

– Die Formulierung gewalttätigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund “tropfe das Testosteron aus den Ohren” ist Stuss. Biodeutsche produzieren genauso viel Testosteron. Hier will man ein kulturelles und soziales Defizit biologisieren und damit entschuldigen.

– Testosteron wäre vermutlich ein gutes Arzneimittel um Alterungsprozesse zu verzögern, aber Pharmafirmen scheuen die Entwicklung. Als Dopingmittel haben Anabolika ein Schmuddelimage, außerdem gibt es Hinweise auf negative Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem.

– Perkutan wirksames Testosteron gibt es rezeptfrei in Apotheken zu kaufen (Testogel). Ob die Dosis wirksam ist weiss ich nicht.


Daimyo
5.2.2015 14:18
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Testosteron gegen chronische Schmerzen

Was starke Männer in der Urzeit schmerzunempfindlicher und kampfesbereit machte, kann heute für die Schmerztherapie genutzt werden. Forscher haben herausgefunden, dass das männliche Hormon Testosteron Beschwerden ausblendet.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/maenner/02_07_starke_maenner.php

Und dann behaupten immer noch sehr viele Menschen und Medien, dass Männer sehr viel schmerzempfindlicher als Frauen wären. Besonders gilt es, wenn es um das Thema Geburt geht. Es gibt auch zahlreiche Artikel und Diskussionen im Internet, welches Geschlecht besser Schmerzen aushalten kann, wobei sehr viele Schreiber auf das weibliche Geschlecht tippen.


Ludwig
5.2.2015 15:26
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Ab ~35 bricht der natürliche Testosteronspiegel mit jeden Jahr mehr ein. Deshalb sollte jeder seinen Testosteronspiegel in den 20er messen lassen. Und ab den Zeitpunkt konstant beobachten und auf dem gemessenen Wert halten. Der beste Jungbrunnen den man haben kann. Sich ein Leben lang wie 20 fühlen…


Stefan Müller
5.2.2015 20:10
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Wenn eine hohe Testosteronkonzentration im Alter gut währe, wurde sie sich beim älter werden nicht verringern. Wie kann man nur ständig die Evolution unterschätzen?

Tausende Frauen haben eine Hormaonersatztherapie mit Karzinomen und Herz-Kreislauferkrankungen bezahlt.


Hadmut
5.2.2015 20:36
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> Wenn eine hohe Testosteronkonzentration im Alter gut währe, wurde sie sich beim älter werden nicht verringern. Wie kann man nur ständig die Evolution unterschätzen?

Erstens interessiert es die Evolution einen ziemlichen Scheiß, was im Alter nach Ende der Fortpflanzung noch gut ist.

Zweitens hat die Evolution ein Alter jenseits der 40 gar nicht erst bearbeitet. Das gibt’s nämlich noch nicht lange genug, um evolutionswirksam zu sein. Alterskurzsichtigkeit erfüllt auch keinen evolutionären Zweck.


ein anderer Stefan
5.2.2015 21:03
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Also, ob Testosteron für Prostatakrebs verantwortlich ist, weiß ich nicht. Aber man kann u.U. das Wachstum des Tumors mit einer Antihormontherapie aufhalten oder verlangsamen. Insofern würde ich als Laie da zumindest einen Zusammenhang vermuten.


Stefan Müller
5.2.2015 21:51
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Erstens interessiert es die Evolution einen ziemlichen Scheiß, was im Alter nach Ende der Fortpflanzung noch gut ist.

Äh, Ende der Fortpflanzung bei Männern? Jean Pütz oder Sky Dumont waren über 60 beim Kinder machen. Die beiden sind keine Ausnahmen, die meisten Männer in dem Alter sind noch fruchtbar. Wenn man mal davon ausgeht, das Männer mit 60 Jahren das Ende ihrer Fortpflanzungsfähigkeit erreichen, aber ihre Kinder noch bis zur Geschlechtsreife mit etwa 15 Jahren erziehen sollen, ergibt sich ein evolutinäres “Wunsch-sterbe-Alter” von 75 Jahren. Zurzeit sterben Männer in Deutschland im Schnitt mit 74,5 Jahren.

Zweitens hat die Evolution ein Alter jenseits der 40 gar nicht erst bearbeitet. Das gibt’s nämlich noch nicht lange genug, um evolutionswirksam zu sein. Alterskurzsichtigkeit erfüllt auch keinen evolutionären Zweck.

Während die Hormonkonzentration aktiv vom Hypothalamus gesteuert wird, die Testosteronkonzentration also mit “Absicht” bei zunehmenden Alter verringert wird, handelt es sich bei der Alterskurzsichtigkeit um eine Verschleißerscheinung wie Falten, schlaffes Bindegewebe oder kaputte Zähne. Der Vergleich taugt nichts.


_Andreas
5.2.2015 22:46
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Nur weil der Vergleich besonders hinkt, ist das Argument von Hadmut doch nicht falsch.

Ich halte die Anzahl der Generationen seit Menschen so gut leben, das Alter jenseits der 40 regelmässig erreicht werden auch für zu gering, als das dies schon populationsweit Auswirkungen haben könnte.

Wunsch-Sterbe-Alter… Mein Bauch fragt sich da erst mal “WER wünscht sich hier denn was?” Die ganze Konstruktion stinkt nach intelligent design, denn wenn ein Plan da ist, muss ja auch ein Planer da sein…

Und wenn das nun vom Hypothalamus planvoll gesteuert wird, wer sagt denn, das es nicht vielleicht ein Kill-Switch für zu erfolgreiche “Silberrücken” ist? Wäre doch genauso gut als Motiv für einen Planenden.


Dirk S
6.2.2015 8:56
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@ Hadmut

> Alterskurzsichtigkeit erfüllt auch keinen evolutionären Zweck.

Doch: Deine auch nicht mehr ganz taufrische Partnerin sieht subjektiv immer noch ganz gut aus. Alterssichtigkeit lässt einen Mann die vielen kleinen Fältchen nicht so richtig wahrnehmen (den Rest besorgt die Phantasie). 🙂

Alterssichtige Grüße,

Euer Dirk


Dirk S
6.2.2015 9:00
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@ Frank

> das verschärfte Waffengesetz dient auch nicht dem Schutz.

Doch, dem der Kriminellen.

Kriminalitätsfreie Grüße,

Euer Dirk


Emil
6.2.2015 9:27
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@Wolf-Dieter Schleuning
> Es gibt aber seit Jahrzehnten oral bioverfügbare Analoga (Anabolika),
> z.B. Primobolan und Nandrolon.

Aber von dem Zeug bekommt man doch angeblich einen weichen Schniedel, also das genaue Gegenteil von “männlicher Virilität”. Wie passt das zusammen?


yasar
6.2.2015 13:16
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@Stefan Müller:

Ob ein Mann mit 60 oder später noch Kinder zeugt oder nciht ist im Prinzip für die vorangegangene Evolution irrelevant. Wie Hadmut schon sagte ist es noch nicht so lange her, daß die meisten Männer älter als 40 werden.


Frank
6.2.2015 14:54
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@Emil

Nadrolon und Primobolan sind klassische Anabolika bei denen die androgene (grob gesagt männlich virile Wirkung) zugunsten der anabolen (rein Muskelaufbauenden) Wirkung reduziert wurde.
Bei Dauergebrauch fährt der Körper die Eigenproduktion runter und dann folgt der Deka Dick, (Deka =Nandrolon).
Ist alles nochn bißchen kompliziert aber ich bin kein Mediziner und möchte nicht mit “Internetwissen “glänzen.
Parabolan zb ist ein extremes Steroid bei dem beide Wirkungen Testosteron weit übertreffen, man wird nichnur unnatürlich geil sondern auch stark, fettfrei und hart.


Dirk S
6.2.2015 15:03
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@ yasar

> Wie Hadmut schon sagte ist es noch nicht so lange her, daß die meisten Männer älter als 40 werden.

Ich muss dir etwas widersprechen. Ich habe mich früher mal auf alten Friedhöfen rumgetrieben und da ist mir eins aufgefallen: Auf alten Grabsteinen von vor 1900 waren die Männer meiß über 60 Jahre alt geworden, die Frauen meißt unter 50 oder über 70. Anders dürfte in unserer Evolution auch nicht gewesen sein, wenn jemand nun dias Kindesalter überstanden hat und nicht gerade einem Unfall zum Opfer fiel, lebten die Männer länger als die Frauen. Das hat erst die moderne Medizin (wie du weißt eine Errungenschaft des “weißen Mannes”) geändert. Frauen werden erst seid vielleicht 100 Jahren älter als Männer. Eventuell bist du (so wie viele andere, kein Vorwurf) auf die durchschnittliche Lebenserwartung reingefallen. Die war früher kurz, richtig, aber unter anderem auch, weil die Wahrscheinlichkeit älter als 5 Jahre zu werden um die 50% betrug.

Lebenserwartende Grüße,

Euer Dirk


Claus Thaler
6.2.2015 17:33
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@yasar
> Ob ein Mann mit 60 oder später noch Kinder zeugt oder nciht ist im Prinzip
> für die vorangegangene Evolution irrelevant.

Für die Art ist es aber durchaus relevant, ob er nach der Zeugung noch solange lebt, dass er seine Brut beschützen und durchfüttern kann, solange sie selbst nicht dazu fähig ist. Und das bedeutet beim Menschen etliche Jahre.


yasar
6.2.2015 19:06
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@Dirk. 100 (oder auch 200 Jahre) sind für die Evolution nicht wrklich “lang”, obwohl es bei manchen Arten inenrhalb weniger Jahre Anpassungen gibt.

Auch ist es so daß die meisten Männer schon ab dem zweiten lebensjahrzehnt zeugungsfähig sind und Kidner in die Welt setzen können. Damit haben sie Ihre Gene schon weitergegeben. Ob die dann dafür sorgen, daß man 100 jahre alt wird oder schon mit 40 über den Jordan geht, ist dann unerheblich.


yasar
6.2.2015 19:17
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@Klaus Thaler:

Nicht wenn jemand Kukuckskinder hinterläßt.

Außerdem haben früher 10 bis 15 jahre gereicht, damit die Kinder in einem Alter sind, das sie sich allein durchschlagen können.


Dirk S
9.2.2015 10:32
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@ yasar

> 100 (oder auch 200 Jahre) sind für die Evolution nicht wrklich “lang”, obwohl es bei manchen Arten inenrhalb weniger Jahre Anpassungen gibt.

Da stimme ich dir zu, ich wollte nur darauf hinaus, dass früher Männer (im Schnitt) älter wurden als Frauen und, wenn sie erst einmal das Erwachsenenalter erreicht hatten, locker die 50 überschreiten konnten, also nach damaliger Sicht sehr alt werden konnten. Bei dem Alter der ältesten Männer hat sich auf den Grabsteinen nicht allzuviel getan, bei den Frauen schon.

Alternde Grüße,

Euer Dirk


Tom
22.7.2015 21:18
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Ich nehme ja auch Testosteron um meinen Pump im Fitnesstudio zu steigern. Konnte aber noch nicht feststellen, dass ich mich so verändert hätte, außer mein Äußeres vielleicht 😉
Sachen wie, mehr oder weniger “Fremdgehgedanken”, Agressivität oder andere Symtome kann ich nicht feststellen.
Die Sache mit dem “langen” oder “kurzen” Ringfinger find ich persönlich absurd.
Beste Grüße Tom