Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gibt es noch eine Therapie für Soziologen?

Hadmut
28.1.2015 21:15

Mmmh. Ich will’s mal so sagen:

Ich glaube, die Soziologen sind nicht mehr zu retten. Das Fach ist hoffnungslos abgestürzt und komplett und korruptiv durchverdummt.

Soziologen sind für die Wissenschaft, was die Griechen für den Euro: Beide sind faktisch pleite (die einen wissenschaftlich, die anderen finanziell), extrem peinlich, lügen und betrügen, ihr Schwindel ist aufgefallen, sie leben auf Kosten unserer Steuern, beide wollen Geld von Merkel, beide erheben ständig Nazi-Vorwürfe, beide bestehen nur noch aus dem endlosen Rezitieren einer besseren Vergangenheit, von der nur noch ein paar Ruinen übrig sind, beide können kein Deutsch, beide haben Realitätsverlust, beide hätte man nie reinlassen dürfen und beide drohen das ganze System in den Abgrund zu reißen. Und inzwischen kann man sogar sagen, dass beide links außen sind.

Der einzige Unterschied: Ich geh gerne zum Griechen essen, zum Soziologen nicht.

Sciencefiles.org sieht das anders: Die meinen, da wär noch was zu retten, indem man Professoren anschreibt und sie damit konfrontiert, dass bei der Berufung von Professoren an Frauen noch viel niedrigere Anforderungen gestellt werden als an Männer. (Was ich erstaunlich finde, denn die Soziologie konnte ja nur so weit abrutschen, indem man da einfach generell nichts mehr verlangt. Dass es da nochmal drastisch unterschiedliche Abstufungen von »nichts verlangen« gibt, erstaunt dann doch. Es gibt das normale nichts für Männer, und dann nochmal das viel tiefere gar nichts für Frauen.)

Wobei: Seinen Reiz hat es ja schon, Soziologen spüren zu lassen, dass sie gerade selbst soziologisch als Korruptionstäter betrachtet und untersucht werden. Und dass ausgerechnet die Soziologen, die anderen sogern Diskriminierung und Ungleichbehandlung vorwerfen, es selbst am wüstesten treiben, das … sagt alles über das Fach.

Schaut’s Euch an, bildet Euch eine Meinung und kommentiert, wer da richtiger liegt.

74 Kommentare (RSS-Feed)

O.
28.1.2015 21:26
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“Ich glaube, die Soziologen sind nicht mehr zu retten. Das Fach ist hoffnungslos abgestürzt und komplett und korruptiv durchverdummt.”

So wie bei den Informatikern.
Die glauben ohnehin daran, die Welt bestünde nur aus 0 und 1.
Wie amüsant 😉


Hadmut
28.1.2015 21:49
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@O: Du bist ein Dummkopf.

> So wie bei den Informatikern. Die glauben ohnehin daran, die Welt bestünde nur aus 0 und 1.

Kein ernstzunehmender Informatiker glaubt das. Das glauben nur Laien und solche mit Frauenquoten-Abschluss.

Erstens können Informatiker die Welt mit jedem beliebigen Zeichenvorrat beschreiben. Thema: Codierungstheorie.

Zweitens ist die Sache mit einem zweielementigem Zeichensatz am einfachen zu beschreiben und es ist am einfachsten, ein Rechenwerk zu bauen. Es geht nämlich gar nicht darum, ob etwas aus 0 und 1 besteht, sondern ob man es mit 0 und 1 beschreiben kann.

Daraus folgt: Du bist entweder ein Laie oder ne Quotenfrau. Was auf’s gleiche rauskommt.


Thomas Schmidt
29.1.2015 0:53
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Nicht zu vergessen der Realitätsverlust unter dem Hadmut Danisch leidet, weil er glaubt die Steuergelder der Deutschen gehen zur griechischen Bevölkerung, anstatt an Banken, insbesondere an die Deutsche Bank. Sein Beispiel ist daher weder eine Korrelation noch eine Kausalität. 😉


Hadmut
29.1.2015 0:56
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> Nicht zu vergessen der Realitätsverlust unter dem Hadmut Danisch leidet

Ui, jetzt kommt die social media Eingreiftruppe zum Scheibeneinwerfen vorbei. Scheint, als hätt ich was getroffen.


ST_T
29.1.2015 1:34
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@Thomas

Du bist eine hohle Nuss.

Die deutschen Banken haben 20, höchstens aber 30 Milliarden in Griechenland. Die Schulden wurden schon lange abbezahlt. Der größte Teil waren übrigens alleine durch die KfW, die den Aufbau mitbezahlt hat mit rund 15 Milliarden.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Das-haben-deutsche-Banken-im-Feuer-article14392711.html

Hättest du dich mal weiter informiert, wäre dir aufgefallen, dass der größte Teil der Schulden nur zwei simple Gründe hat, die nur bei den Griechen selbst liegen:

1.) Stimmt die Ausgabenseite nicht: Ein Land, dass neben Mazedonien und der Türkei liegt, sich aber einen Lebensstandard fast auf deutschem Niveau leisten kann…ähh womit?
Wirtschaftlich ist nichts Relevantes vorhanden. Dafür aber hat man jahrelang auf Pump ausländischer Banken gelebt. Und das meine ich wortwörtlich. Die Auslandsschulden liegen bei über 350 Milliarden. Davon ist nur ein sehr geringer Bruchteil durch Deutschland entstanden.

Viel größer sind die Schulden dank etwaiger “Sonderimporte” und anderer schöner Dinge, die man seit 30 Jahren falsch macht. So war es etwa bis 2010 ganz normal, dass man 30 Millionen Euro an Exporten hatte, aber z.T. über 30-60 Milliarden bei Importen. Es gibt viel zu viele Beamte. Die öffentlichen Löhne sind viel zu hoch. Die Krankenkassenleistungen können unmöglich so finanziert werden, wie man sich das denkt.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/15657/umfrage/import-von-guetern-nach-griechenland/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/15699/umfrage/export-von-guetern-aus-griechenland/

Jedes Jahr sind das über 30 Milliarden Unterschied. Griechenland lebt schlicht vollkommen über seine Verhältnisse.

2.) Stimmt die Einnahmensseite nicht: Alleine seit 2010 sind über 261 Milliarden Euro Schwarzgeld aus Griechenland transferiert worden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schwarzgeld-griechen-sollen-milliarden-ins-ausland-geschafft-haben-a-853425.html

Dazu kommt noch eine Kultur des “Nicht-Steuerzahlens”, eine Unfähigkeit zur Problemlösung, die weltweit Ihresgleichen sucht sowie eine Vetternwirtschaft und Korruption, die Ihresgleichen auf der Welt sucht.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kampf-gegen-korruption-in-griechenland-das-geld-gehoert-dem-volk-1.1855956

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/steuerhinterziehung-in-griechenland-beamte-verschieben-milliarden-ins-ausland-2149250.html

Während der Wahl bzw. davor haben übrigens viele Bürger extra keine Steuern gezahlt, da sie dachten, eine neue linke Regierung würde sie retten.
Alleine das sollte doch bereits alles sagen, was man über Griechenland in der Hinsicht wissen muss.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/griechenland-steuern-haushaltsloch

Damit auch der letzte Punkt auf der Einnahmensseite: Steuerhinterziehung, die seit Jahrzehnten Teil der griechischen Kultur ist:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-steuerhinterziehung-in-tourismuszentren-blueht-weiter-/8619740.html


ST_T
29.1.2015 1:36
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Kleines Edit: Nicht 30 Millionen sondern eher Milliarden. Ändert aber nichts an dem dicken Handelsbilanzdefizit jedes Jahr.


Leon
29.1.2015 1:41
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@Thomas Schmidt
@Hadmut

Es stimmt schon, dass die “Rettungsgelder” überwiegend an die Gläubiger fließen. Das ändert aber nichts an der Pleite Griechenlands oder daran, dass die dort noch mehr Geld von Mutti werden haben wollen..


Wildlife
29.1.2015 3:32
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Nicht die Soziologie ist hoffnungslos abgestürzt, sondern der Absturz besteht schon darin, überhaupt Soziologie zu betreiben. Die Soziologie muss nämlich an einem unlösbaren methodischen Problem scheitern:

Die Soziologie befasst sich einerseits mit Individuen, deren Verhalten durch ihre jeweilige Eigenart bestimmt wird, deren jeweilige Eigenart die Soziologie also als empirisches Eingangsdatum berücksichtigen muss. Sie befasst sich andererseits mit diesen Individuen in der Menge; die Menge bringt aber Möglichkeiten der Dynamis mit sich, die sich aus den jeweiligen Eigenarten ihrer Individuen allein nicht ableiten lassen.
Die Dynamis eines sozialen Systems wird also gleichzeitig von seinen “Teilchen” und von seinem Ganzen her bestimmt, ohne dass eine dieser Bestimmungen völlig über die andere dominiert. Denn weder ist ein soziales System gleichsam ein aus seinen Individuen zusammengestzter starrer Körper, noch sind seine Individuen zahlreich genug, und die Bedingungen, unter denen sie leben, gleichartig genug, als dass Statistik sich in Dynamis übersetzen würde.

Damit steht die Soziologie vor der Aufgabe, am konkreten sozialen System das Verhältnis der Bestimmung seiner Dynamis vom Ganzen her zur Bestimmung seiner Dynamis von seinen Individuen her zu ermitteln. Wenn man einmal versucht, diesbezügliche falsifizierbare Arbeitshypothesen zu finden, wird man die praktische Unmöglichkeit von Soziologie einsehen.
Und spätestens wenn das politische Individuum in Betracht kommt, das sein Handeln auf das soziale System oder seine angenommene Dynamis bezieht, wird Soziologie auch prinzipiell unmöglich: Denn die Bestimmung der Dynamis des sozialen Systems vom politischen Individuum her ist an die Bestimmung der Dynamis des sozialen Systems von seinem Ganzen her rückgekoppelt, so dass Chaos entsteht.

Die Soziologen müssen versuchen das dargestellte Problem mit willkürlichen Annahmen zu umgehen. So kommt es sowohl zu Spiralen idiotischer Festschreibungen über die gesellschaftlichen Verhältnisse als auch – durch die ethische Dimension der willkürlichen Annahmen – zu Ideologien.
Wer Soziologie betreibt wird naturnotwendig verrückt – so ist das.


Michael
29.1.2015 3:52
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Kein beschreibendes System ist vollständig. Ausser der Koran, selbstverständlich.


Kein Meckerossi
29.1.2015 4:39
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@Thomas Schmidt
*facepalm*
Schrammelst am Thema vorbei und bietest null Inhalt und das auch noch zum falschen Thema.
Empfehle Dir mal unter Google nach ‘Asoziale Soziologen’ zu googeln.
Das ist ein Teil des Themas. Hilft das weiter?

>Hadmut
Viel Vergnügen mit derselben Suche. Sozusagen Insiderwissen.

Bei Wohnungsmaklern in Frankfurt/M kann man sich zusätzlich Praxisnah und einschlägig informieren.
Die sind immer begeistert…..


Volker
29.1.2015 7:11
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> …die Steuergelder der Deutschen gehen zur griechischen Bevölkerung, anstatt an Banken …<

Das Argument kommt immer wieder und wird so auch stimmen.

ABER:
Warum haben den die Griechen Schulden bei dt. Banken?

Wohl einfach deshalb, weil sie sich dort Geld geliehen haben, und es jetzt nicht mehr zurückzahlen können.

Wenn die Griechenrettuns-Euros nun tatsächlich direkt an die Griechen ausgezahlt würden statt an die bösen Banken, dann hätten die Griechen doch 2x Geld bekommen, oder sehe ich das falsch?


Lass Dich von solchen Witzfiguren nicht nerven oder provozieren, Hadmut. Je mehr solche Gender- und Sozio-Trolle aufschlagen, desto richtiger liegt man… 😉


Fredi
29.1.2015 7:52
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@Hadmut: Mal dran gedacht, dass .O vielleicht einen Scherz gemacht hat? Der Smiley dahinter hat ja schon eine gewisse Aussagekraft, möchte man meinen.
Thomas Schmidt auch so. Aber wahrscheinlicher ist wohl, dass die Welt hinter dir her ist, das gebe ich zu.


Fritz
29.1.2015 9:19
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Die Evolution: Sozi-alpath-ologen >> Soziologen


user
29.1.2015 9:41
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@ Thomas Schmidt: Die kreditfinanzierten Gelder wurden natürlich vom griechischen Volk verfrühstückt, jetzt geht es nur um das Zurückzahlen nach dem x.ten Schuldenschnitt nur noch eines kleinen Restbetrags.

http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/griechischer-wahn-in-7-punkten/


yasar
29.1.2015 9:52
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Nachdem es Berlin ähnlich wie Griechenland geht, könnte man doch Berlin einfach “Ausgemeinden” und denen statt Geld Berlin “schenken”. Das würde zumindest für “Rest-Deutschland” eine Win-Win-Situation sein.


yasar
29.1.2015 9:54
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Nachtrag: Berlin natürlich inklusive der Schulden, der HU und den Bundespolitikern.


Missingno.
29.1.2015 11:42
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> Der einzige Unterschied: Ich geh gerne zum Griechen essen, zum Soziologen nicht.

Also da musste ich schmunzeln. 🙂


peter
29.1.2015 12:28
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Hehe, OT, muss aber raus weil gerade mein Reizwort “Berlin” gefallen ist: habe Ende der 80er einen Test in (damals hieß das noch) Sozialkunde schreiben müssen. Thema war: Berlin, Westteil behalten oder Westberlin der DDR schenken (mit Begründung)? Dem Anschein nach eine offene Frage. Also hab ich meine Meinung zu dieser Sache geschrieben: Westberlin abschreiben, mit Begründungen wie Finanziellem Aufwand, Wehrpflichtsflucht, Sonderstatus usw.
Böser Fehler, gab 5-. Richtige Antwort war laut Lehrerin: Westberlin behalten, weil darum.
Damals habe ich was über unser Bildungssystem und Soziologie gelernt.


Leo
29.1.2015 12:35
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Harry Hirsch verdient 600 € im Monat. Das ist ihm zu wenig, er geht zu seinem Chef und sagt ihm das.

Das ist doch gar kein Problem, sagt der Chef: Geh´ zur Bank und nimm ´ einen Kredit auf.

Er geht also zur Bank und bekommt anstandslos einen Kredit, 1000 €.

Im nächsten Monat verdient Harry Hirsch immer noch 600 €. Er geht wieder zur Bank und bekommt weitere 2000 € Kredit.

Im nächsten Monat verdient Harry Hirsch immer noch 600 €. Er geht wieder zur Bank und bekommt weitere 10000 € Kredit.

Im nächsten Monat verdient Harry Hirsch immer noch 600 € im Monat. Er hat aber noch Geld und geht nicht zur Bank. Daraufhin ruft ihn der Bankmanager an und drängt ihm 20000 € Kredit auf.

Einige Monate später ruft ihn ein Prokurist der Bank an. Er habe da so eine gute Freundin, die flotte Angela. Die hat da so eine Fabrik, aber der Absatz laufe nicht so richtig. Ob Harry Hirsch da nicht mal so einen richtig guten großen Bananenpflücktriebwagen als Sonderangebot kaufen wolle, den Kredit würde er natürlich bekommen.

Harry Hirsch bestellt den Bananenpflücktriebwagen. Leider gibt´s in der Gegend keine Bananen, so dass der Wagen vor sich hingammelt.

Aber, naja, war ja ein Sonderangebot.

Harry Hirsch bekommt einen weiteren Anruf. Da gäbe es so Jemanden, der hat eine Fabrik für Schiffe, und aktuell hätte der gerade einen Eisbrecher im Sonderangebot. Könnte man ja immer mal brauchen, irgendwann mal.

Wird auch gegenfinanziert, Harry muss nur 500 Millionen zahlen. Und die bekommt er natürlich als Kredit, alles kein Problem.

Harry verdient jetzt 605 € im Monat, er hat jetzt aber einen richtig guten großen Bananenpflücktriebwagen und auch noch einen Eisbrecher.

Ach ja, und 2 Mrd. € Kreditschulden.

Irgendwann wechselt bei der Bank der Vorstand und mit ihm die Firmenphilosophie. Der neue Vorstand stellt fest, dass da ein gewisser Harry Hirsch, mit 605 € Monatsgehalt auf Krediten von mehreren Milliarden € sitzt.

Das stimmt den neuen Vorstand nachdenklich. Bei ihm stellt sich der hässliche Verdacht ein, dass es da, nur evtl. natürlich, vielleicht noch so den einen oder anderen weiteren Harry Hirsch geben könnte.

Er geht zum Prokuristen, um den zu fragen, und kommt grün im Gesicht wieder zurück.

Die Kredite werden also fällig gestellt. Harry Hirsch verdient immer noch 605 € im Monat, kann also nicht so viel zurückzahlen.

Daraufhin werden ihm wegen der Gegenfinanzierung der Bananenpflücktriebwagen und der Eisbrecher weggenommen. Das wird ihm aber auch angerechnet: Seine Schulden sinken von 2 Mrd. auf 1,95 Mrd.€.

Das dürfte so ungefähr die Situation sein, in der Griechenland zur Zeit ist.

Klar, dieser Harry Hirsch ist anscheinend ein bisschen langsam in der Birne. Er hat das mit dem Geld und der Wirtschaft wohl auch nie so richtig verstanden.

Nun stellen sich 2 Fragen:

1. Ist für alles, was nach dem 2. Kredit kommt, nicht eigentlich
jemand anderes zuständig?

Dass der Harry sich da übernimmt, ist doch wohl völlig offensichtlich gewesen. Der, der ihm in der Situation noch einen Kredit gibt, hat eine Meise und ist selbst schuld.

2. Wie soll Harry Hirsch die Summe je wieder zurückzahlen? Egal, was er macht, es wird nicht reichen.

Darauf zu beharren, dass er es zurückzahlt, ist entweder reine Rechthaberei oder Zeichen dafür, dass der Betreffende die Sache mit dem Geld und der Wirtschaft genauso wenig verstanden hat wie Harry Hirsch.

Leo
—————————


Hadmut
29.1.2015 12:46
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Ja, klar. Schuld sind immer die anderen.

Es gibt nur keine Harry Hirsch, der 2 Milliarden Kredit bekommt und 600 verdient. Spätestens da hätte der irgendwo am Meer noch ne richtig schöne Villa.

Oder anders gesagt: Du musst Beispiele aus der Realität, nicht aus Deiner ideologisierten Traumwelt bringen.

Ein Beispiel aus der Realität ist, dass viele Griechen schöne große Grundstücke mit schönen Häusern drauf haben, und dafür überhaupt keine Steuern zahlen, weil sie da irgendwo eine winzige Alibi-Kapelle hinstellen, und man dann in Griechenland von der Grundsteuer befreit ist.

Hier in Deutschland zahlen die Leute immer höhere Grund- und Grunderwerbsteuern, die dann nach Griechenland gehen, während die Leute dort selbst dann, wenn sie riesige Anwesen haben, mit solchen Tricks gar nichts zahlen.

So sieht’s aus.


Leo
29.1.2015 12:39
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P.s: Der vorige Text ist für evtl. Übernahmen von meiner Seite aus frei

Leo


Hadmut
29.1.2015 12:47
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> P.s: Der vorige Text ist für evtl. Übernahmen von meiner Seite aus frei

Ich glaube nicht, dass das irgendwer haben will.


Heinz
29.1.2015 13:18
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> Hier in Deutschland zahlen die Leute immer höhere Grund- und Grunderwerbsteuern, die dann nach Griechenland gehen, während die Leute dort selbst dann, wenn sie riesige Anwesen haben, mit solchen Tricks gar nichts zahlen.

Die Reichen/Besserverdiener nutzen auch bei uns alle möglichen Steuertricks/-Hinterziehungen und zahlen immer weniger.


yasar
29.1.2015 14:01
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@Hadmut:

Das dürfte das Grundproblem sein:

Man hat zwar die Währung vereinheitlicht, aber nicht die grundlegenden (Steuer-)Gesetze, die dafür sorgen, daß alle gleichbehandelt werden. jedes Land durfte ja seine Steuerhoheit behalten.


Leo
29.1.2015 14:21
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Hadmut schrieb: “Ich glaube nicht, dass das irgendwer haben will.”

Muss ja auch nicht, Hadmut. Ist ja nur für alle Fälle, weißt Du?


Leo
29.1.2015 14:27
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Hadmut schrieb: “Es gibt nur keine Harry Hirsch, der 2 Milliarden Kredit bekommt und 600 verdient.”

Hadmut, ist nicht genau das das Problem in Griechenland gewesen?

Kredite über Kredite an Empfänger, die das nie zurück zahlen können.


Hadmut
29.1.2015 15:09
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@Leo:
> Hadmut, ist nicht genau das das Problem in Griechenland gewesen? Kredite über Kredite an Empfänger, die das nie zurück zahlen können.

Nein. Das mag zwar ein Problem dort gewesen sein, aber das ist nicht das, was Du beschreibst.

Denn wieso sollten die Banken an Krediten verdienen, die sie nicht zurückbekommen? Dadurch machen sie Verlust und nicht Gewinn.

In Deinem Modell kommt die Frage überhaupt nicht vor, wo die 2 Milliarden geblieben sind. Die verschwinden bei Dir einfach so. Tatsächlich aber gibt es in Griechenland eine extreme Korruption (wie hießen die Dinger? Fakelaki oder so ähnlich?), bei der sich so ziemlich alle, vor allem Ärzte, Beamte usw. die Taschen vollstopfen. Ein großer Teil der 2 Milliarden, die Du so einfach wegkehrst, als hätten sie sich in Luft aufgelöst, landen in Griechenland durch die grassierende Korruption in privaten Taschen. Neulich haben sie herausgefunden, dass viele Rentner schon tot sind, und die Familien einfach weiter deren Rente kassieren. Viele zahlen einfach gar keine Steuern usw.

Würden alle Griechen das Geld, was sie durch Korruption und dreckige Gesetze zum Steuersparen usw. privat eingesackt haben, zurückzahlen, hätten die vielleicht gar keine Schulden mehr.

Das siehst Du aber nicht bzw. verschließt davor die Augen, wieviel in Griechenland durch Korruption und Kriminalität in den Privatbereich läuft.


WikiMANNia
29.1.2015 17:16
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Denn wieso sollten die Banken an Krediten verdienen, die sie nicht zurückbekommen? Dadurch machen sie Verlust und nicht Gewinn.

Es gibt ein schönes Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten!”
Das will sagen, dass es besser ist bei dem zu bleiben, was man kennt.

Wer beispielsweise ein Eigenheim für 1 Mio. finaniert, hat im Durchschnitt der Bank am Ende 2,5 Mio. zurückgezahlt.
Wenn nun aber eine Bank schon 1,5 Mio. an Zins und Zinseszins eingenommen hat, dann kann sie die Kreditsummer von 1,0 Mio. durchaus abschreiben (sind ja nur Buchverluste und keine realen Verluste) und hat trotzdem einen Gewinn von 500.000 zu verzeichnen.


Hadmut
29.1.2015 17:39
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@WikiMANNia: Liebe Güte, les mal Deinen eigenen Kommentar.

> dann kann sie die Kreditsummer von 1,0 Mio. durchaus abschreiben (sind ja nur Buchverluste und keine realen Verluste) und hat trotzdem einen Gewinn von 500.000 zu verzeichnen.

Das heißt, dass 1 Million in die fremden Taschen gesickert sind und nur 500.000 bei der Bank hängen geblieben sind. Also nur ein Drittel. Und trotzdem wird behauptet, nur die Banken wären die Kassierer.

Denk mal drüber nach.


WikiMANNia
29.1.2015 17:18
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Viele zahlen einfach gar keine Steuern usw.

Ich würde in einem korrupten System auch keine Steuern zahlen wollen.

Das ist doch eine zutiefst menschliche und rational nachvollziehbare Reaktion.


Hadmut
29.1.2015 17:37
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> Ich würde in einem korrupten System auch keine Steuern zahlen wollen.

Nachvollziehbar.

Aber warum soll ich dann für das korrupte griechische System (und noch das deutsche und all die anderen) Steuern zahlen, wenn man meint, dass es die Griechen selbst es nicht müssten?


WikiMANNia
29.1.2015 17:27
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Hier in Deutschland zahlen die Leute immer höhere Grund- und Grunderwerbsteuern.

Vielleicht haben ja auch hier in Deutschland die Leute eine Meise, eben weil sie Grund- und Grunderwerbsteuern zahlen.
Denn offenbar hat das Zahlen von Grund- und Grunderwerbsteuern auch in Deutschland nicht den Effekt, dass der deutsche Staat keine Schulden hätte. Der Staat HAT Schulden, OBWOHL in Deutschland die Leute Grund- und Grunderwerbsteuern zahlen.

Und jetzt kommst Du!


peter
29.1.2015 17:33
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Es ist die übliche Relativirerei “die Griechen haben gar nix von dem Geld, das geht alles direkt an die Gläubiger im Ausland blabla”.
Aber das Geld was vorher von den Gläubigern kam, das ging schon an die Griechen, oder? Das würde verkonsumiert. Wer früher als alle anderen Europäer in Rente geht, wer Legion von Menschen um Staatsdienst beschäftigt (ohne dass diese anwesend sind bzw. eine adäquate Gegenleistung erbringen), wer Lokführern den Weg zur Arbeit bezahlt, wer Uboote und Panzer kauft, der läuft nun mal Gefahr, mehr Geld auszugeben, als er hat. Und wenn er das über Jahrzehnte macht, dann ist halt am Ende die Rechnung milliarden-dick. Klar “verdienen” auch die Geldgeber noch etwas am Verleih (zumindest früher, heute zwingt es der Draghi ja jedem auf). Aber die fetten Schulden kommen nicht vom Schuldendiebst, die kommen vom Konsum. Und dafür sind nur die Griechen selbst verantwortlich.
Die Argumentationslinie: “die hätten uns kein Geld geben dürfen, die hätten doch wissen müssen, dass wir das nicht zurückzahlen können” lasse ich nur bei Kindern gelten.


Leo
29.1.2015 17:53
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Der Spiegel schrieb dazu:


“Und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat im amerikanischen Fernsehen noch mal vorgerechnet:

Als die Krise begann, machten die griechischen Staatsschulden 110 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Inzwischen stehen sie bei 170 Prozent.

Das Rezept, das Frau Dr. Merkel und die europäischen Chefärzte fürs Sparen den Griechen ausgestellt haben, war in Wahrheit Gift.”

http://www.spiegel.de/politik/ausland/augstein-kolumne-merkel-und-griechenlands-linkskurs-a-1015614.html


Tatsache ist, dass die Schulden der Griechen wegen der ungeschickten “Hilfe” nochmals stark zugelegt haben.

Dass die Griechen darüberhinaus ihre ganz eigenen Probleme haben, steht außer Frage. Klar gibt es da Korruption. Wie in vielen anderen Staaten auch. Klar gibt es da Steuerhinterziehung. Wie in vielen anderen Staaten auch. Damit kommt man aber nicht auf 310 Mrd. € Schulden in einem Land, dass 11 Mio Einwohner hat.

Die Bakschisch-Mentalität ist in manchen Länder weit verbreitet. Das da das “Bakschisch” öfters mal ausartet, ist nicht wirklich zu vermeiden.

Dieses Geld wird in aller Regel ja auch wieder im Land ausgegeben. Entweder, um selbst “Bakschisch” zu zahlen, oder um es entsprechend umzusetzen.

So ziemlich jeder nimmt dort ja offensichtlich “Trinkgeld”, je nach Aufgabe mehr oder weniger. Das ist also auch ein Kreislauf.

Bei uns gab es ja mal die Überlegung, für Friseure usw. sei ein sehr niedriger Lohn ausreichend, weil sie viel Trinkgeld bekämen. Das ist ungefähr auch der Hintergrund von dieser Bakschisch-Mentalität.

Und natürlich ist Korruption ein Problem. Korruption ist immer ein Problem.

Dieses Problem dürfte aber geringere Auswirkungen haben, als von uns unterstellt. Die Griechen machen das ja nicht erst seit dem Euro-Beitritt so. Die haben das seit Jahrhunderten so gemacht. Ohne, dass das System heiß lief.

Das Hauptproblem war doch von Anfang an ein Anderes. Dass die griechische Währung gegenwärtig grundsätzlich mit dem Euro nicht mithalten kann und konnte, war vor 10 Jahren auch schon klar.

Das mit der Gemeinschaftswährung so etwas herauskommen musste, eigentlich ebenfalls.

“Denn wieso sollten die Banken an Krediten verdienen, die sie nicht zurückbekommen? Dadurch machen sie Verlust und nicht Gewinn.”

Naja, wieso gab es denn Lehmann Brothers?

Wieso können denn immer wieder Blasen entstehen, die irgendwann geräuschvoll platzen?

Warum vergeben Banken immer wieder in gigantischem Umfang faule Kredite?

Übrigens, seit Jahrhunderten!

Zum Teil liegt es vielleicht daran, das da unterschiedliche Mitarbeiter mit befasst sind, die teilweise von der Kreditvergabe profitieren.

Der CEO, der jährlich millionenschwere Prämien für gesteigerten Umsatz / gesteigertes Kreditvolumen bekam, hatte auch nicht viele Gründe, die Bonität seiner Kunden zu genau zu prüfen.


dentix07
29.1.2015 18:21
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@ yasar
“Man hat zwar die Währung vereinheitlicht, aber nicht die grundlegenden (Steuer-)Gesetze, die dafür sorgen, daß alle gleichbehandelt werden. jedes Land durfte ja seine Steuerhoheit behalten.”
Was ja nicht heißt, daß es nicht trotzdem funktionieren kann!
Soweit ich weiß haben z.B. die Bundesstaaten der USA auch ein durchaus unterschiedliches Steuerrecht, und die sind auch souveräner als unsere Bundesländer.
Das grundlegende Problem ist eines, das jemand (Maggie Thatcher?) mal so formulierte: Der Sozialismus hat das Problem, daß ihm am Ende immer das Geld anderer Leute ausgeht!
Oder Milton Friedman: “There ist no such thing like a free meal!”


Thomas Schmidt
29.1.2015 18:25
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Ministerpräsident Tsipras ist vermutlich in finanziellen Angelegenheiten so unberechenbar, weil er mit einer Informatikerin verheiratet ist. Informatiker haben von Kreditgeschäften keine Ahnung.


Hadmut
29.1.2015 19:51
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> weil er mit einer Informatikerin verheiratet ist. Informatiker haben von Kreditgeschäften keine Ahnung.

Boah, muss ich da getroffen haben, wenn ich so die Trolle aus den Löchern treibe.

(Übrigens habe ich mich mal juristisch sehr ausgiebig mit Kreditgeschäften befasst und kann da vielen Anwälten noch was erzählen.)


jd.
29.1.2015 18:38
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@peter:
> Hehe, OT, muss aber raus weil gerade mein Reizwort “Berlin” gefallen ist: habe Ende der 80er einen Test in (damals hieß das noch) Sozialkunde schreiben müssen. … Richtige Antwort war laut Lehrerin: Westberlin behalten, weil darum.

Die DDR war in diesem Punkt wenigstens ehrlich und hat in der Fächerbezeichnung “Staatsbürgerkunde” ausgedrückt, was verlangt war.

@Hadmut:
> Das heißt, dass 1 Million in die fremden Taschen gesickert sind und nur 500.000 bei der Bank hängen geblieben sind.

Die Bank reicht an den Häuslebauer 1Mio liquide Mittel aus (abzgl. mit der Kreditvergabe zusammenhängende Gebühren, versteht sich), die sie zum großen Teil nicht besitzen muß, sondern schöpfen kann. Der Häuslebauer erhält diese <1 Mio. Im Laufe der Zeit entstehen daraus Forderungen der Bank von 2,5 Mio (von denen 1,5 Mio aus Zinsen bestehen, also _nicht_ von der Bank ausgereicht wurden). Davon begleicht der Häuslebauer 1,5 Mio, die er irgendwoher nehmen muß. Dumm für ihn, er kann das Geld nicht schöpfen, also nimmt er es vorzugsweise von Hartz IV und Kindergeld (als Migrationshintergründler) oder wahlweise direkt von Mutti (als Grieche). Die restliche Million wird aus den Büchern gestrichen – als Geld hat sie nie existiert. Ich sehe hier keine Million, die irgendwo "versickert" wäre, höchstens eine Million, die als Gegenleistung für ein Haus für Material und Arbeits gezahlt wurde, und die meinst Du hoffentlich nicht.

Zu "den Griechen": Ich nehme in manchen Kommentaren eine Pauschalierung wahr, die nahelegt, daß "die" (also viele oder die meisten oder alle?) Griechen von Mutti Angelas Geld (denn Deines ist es offenbar nicht, sonst wär' es nie nach Griechenland gelangt 😉 ) schicke Villen am Strand bauen. Dem ist ja nicht so, sondern es ist eine kleine Schicht Profiteure, die das tut. Der großen Mehrheit der Griechen geht es zunehmend beschissen, seit die Troika eingeritten ist, trotz der "Hilfen", und sooo ein üppiges Leben hatten die vor der Krise auch nicht. Mit Krediten und Rückzahlung hat das ziemlich wenig zu tun, denn wie ja oft genug dargestellt wurde, hat Griechenland eine viele Jahrzehnte währende Geschichte als "schlechter" Kreditnehmer. Hat nie jemand gestört, weil die Zinsen entsprechend hoch waren, da hat man als Bank/Kreditgeber eben ein paar Jahre einen guten Schnitt gemacht und einmal einen Schuldenschnitt, dann ging das Spiel von vorne los. Mit Einführung der EU klappt das nicht mehr, und die Banken/Kreditgeber wollen nach Möglichkeit den Kuchen essen (im Vorfeld der Krise im Vergleich hohe Zinsen kassieren) und behalten (kein Schuldenschnitt in der Krise), und scheuen sich nicht, dafür die EU zu erpressen. Den Typen in den Villen dürfte das schnuppe sein, die arrangieren sich mit der griechischen Politik genauso wie mit der Troika-Politik, die werden auch unter Tsyriza durchkommen, zur Not macht man halt wieder 'ne "bunte" Revolution mit Diktatur hinterher. Aus der Ukraine hat man ja aktuelle Erfahrungswerte, was das an der europäischen Peripherie so kostet und welche Art "Persönlichkeit" dafür ansprechbar wäre, nur dann ohne Rußland als Quer- und Kostentreiber.


Hadmut
29.1.2015 19:47
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@jd:

Und wenn das so ist, warum bedienen sich die Griechen nicht erst mal bei denen mit den Villen? Warum bleiben die ungeschoren, während ich, der ich keine Villa habe, zahlen muss?


Thomas
29.1.2015 19:04
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Zwar nicht Soziologie, sondern Politologie, aber ähnlich gelagert: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/mitarbeiter-und-studenten-protestieren-in-dresden-gegen-werner-patzelt-a-1015400.html
http://www.dnn-online.de/dresden/web/dresden-nachrichten/detail/-/specific/Studenten-kritisieren-Pegida-Politik-von-TU-Professor-Werner-Patzelt-2547231270
http://www.theorieblog.de/index.php/2015/01/pegida-pegida-kritik-und-die-dresdener-politikwissenschaft/
http://www.theorieblog.de/wp-content/uploads/2015/01/Stellungnahme-Mitarbeiter.pdf
https://www.addn.me/freiraeume/tu-studierende-mit-kritik-an-patzelt/
https://www.addn.me/uploads/2015/01/Kritik-an-Patzelts-Pegida-Analyse.pdf

Ein Dresdener Politologe namens Werner Patzelt wird in einem Flugblatt angegangen, weil er neben PEGIDA auch die Gegendemonstranten kritisierte.

Das beanstandete Zitat Patzelts: Er konstatierte, “dass oft genug aufgerufen wurde, Pegida-Demonstrationen überhaupt zu verhindern, und dass viele nachgerade stolz darauf waren, wenn sie in deutschen Städten Pegida-Demonstrationen verhindert haben.”

Andere Dresdener Politologen veröffentlichten daraufhin eine “Stellungnahme” gegen Patzelt. Dort heißt es: “Zugleich liegt uns gerade als Politikwissenschaftler_innen der TU Dresden sehr daran, den von Prof. Werner Patzelt in den letzten Wochen gegen Pegida-kritische Demonstrationen in Dresden erhobenen Vorwürfen entgegenzutreten, die auch den Ruf der Initiative und anderer Solidaritätskundgebungen für Flüchtlinge negativ beeinträchtigen.”

Der Vorwurf daraufhin: Er sei “mehr politischer Akteur denn Wissenschaftler”!

Die bloße Feststellung der rechtswidrigen (Ich nehme an, Nötigung?) Blockade legaler Versammlungen ist “politischer Aktivismus”, die Veröffentlichung von Pamphleten – aus Sorge um den Ruf ebendieser Blockierer – gegen jemanden, der diesen Rechtsbruch als solchen benennt, aber “Wissenschaft”?

Merken die überhaupt noch irgendwas?

(Thomas Schmidt von 0:53 Uhr und ich sind verschiedene Personen.)


Hadmut
29.1.2015 19:43
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> Merken die überhaupt noch irgendwas?

Wozu? Unkündbar verbeamtet und ohne Vorgesetzten. Hirn brauchen die nicht mehr.


Parzival von der Dräuen
29.1.2015 21:54
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@ Leo

“Darauf zu beharren, dass er es zurückzahlt, ist entweder reine Rechthaberei oder Zeichen dafür, dass der Betreffende die Sache mit dem Geld und der Wirtschaft genauso wenig verstanden hat wie Harry Hirsch.”

Gut abstrahiert. Im Endeffekt geht es nur darum, dass die Verluste der Anleger eur. durch Gelddrucken vorläufig sozialisiert werden. Die Konkursverschleppung für die Gläubiger Griechenlands wird ebenso wie für Schuldner aufgeschoben. In dem Zusammenhang ist es sicher kein Zufall, dass der Eurokurs sinkt. Wer wollte schon ein totes Pferd weiterreiten, wenn es um Rendite geht? Die Mär “to big to fall” klingt nicht anders als “es war einmal eine schöne Prinzessin”. Schönheit ist relativ und sehr eng an ein Verfallsdatum gebunden.


Joe
29.1.2015 22:01
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Böser Fehler, gab 5-. Richtige Antwort war laut Lehrerin: Westberlin behalten, weil darum.
Damals habe ich was über unser Bildungssystem und Soziologie gelernt.

Das war der Sinn der Übung. Man geht doch in die Schule zum Lernen, nicht wahr? 😉


jd.
29.1.2015 23:57
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@Hadmut
> Und wenn das so ist, warum bedienen sich die Griechen nicht erst mal bei denen mit den Villen? Warum bleiben die ungeschoren, während ich, der ich keine Villa habe, zahlen muss?

Frage 1: Weil die mit den Villen vor ihrer Zweitvilla an Zyperns Stränden liegen 😉
Frage 2: Weil Mutti und andere alternativlose Euro-P[ä|ay]er das so wollten.

Zu den Banken und der “Schuldfrage” (Schuld ist immer so ein schwieriger Begriff…) ist darauf hinzuweisen, daß vor der Aufnahme Griechenlands in den Euro-Raum Goldman Sachs an die gr. Regierung herangetreten ist mit dem Angebot, die Haushaltszahlen (aber nicht den Haushalt…) Maastricht-konform zurechtzubiegen, und andere Großbanken bereitwillig auf den Zug aufgestiegen sind. Banken _und_ Politik (allen voran haben da gerne alle Augen zugedrückt und den Süchtigen bereitwillig mit Stoff versorgt, wohl wissend, daß der Kater dank Euro diesmal nicht mit ein paar Aspirin behoben werden kann, sondern nur mit sehr bitteren Pillen in einer Langzeittherapie.


jd.
30.1.2015 0:07
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Korrektur:

Banken _und_ Politik (allen voran in der Politik der Eichel und die Brüsseler Eurokra[t|k]en)


Ron
30.1.2015 0:35
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http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/mitarbeiter-und-studenten-protestieren-in-dresden-gegen-werner-patzelt-a-1015400.html

Die Soziologen sind wirklich nicht mehr zu retten:

“Die Studentin, welche die Flugblattverteilung beobachtet hat, kennt Patzelt aus seinen Vorlesungen. Ihr geht es wie dem Wissenschaftler Angeli: “Wünschenswert wäre, dass Herr Patzelt mit seiner wissenschaftlichen Autorität darauf hinweist, dass nicht etwa Pegida-Anhänger ausgegrenzt werden, sondern vor allem Migranten oder Flüchtlinge.” Patzelt solle versuchen, “unsere Position zu verstehen”.”

Es kann nicht etwa sein, dass BEIDE von jeweils anderen Gruppen ausgegrenzt werden?

Und bezeichnend:
“Dass Pegida-Demonstranten ausgegrenzt würden, sei “blanker Hohn”, schreiben Angeli und Kollegen. Es sei nicht richtig, “dass Gegendemos für eine Zuspitzung der politischen Atmosphäre in Dresden verantwortlich sind”, zu denen auch die Universität alle ihre Mitglieder aufgerufen habe. Viele Wissenschaftler, die an Gegendemos teilgenommen hätten, fühlten sich von Patzelt zu Unrecht kritisiert, sagt Angeli.”

Die Pegida-Gegner dürfen demonstrieren, der Rest nicht… willkommen im Meinungsplualismus… wie im realem Sozialismus.


Dirk S
30.1.2015 8:39
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@ WikiMANNia

> Es gibt ein schönes Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten!”

<Klugscheißmodus on>

Das Sprichwort lautet: Schuster bleib bei deinem Leisten.

Der Schusterleisten ist das Teil, auf den der Schuh gefertigt wird. Das hat nichts mit der Leiste (Mehrzahl: die Leisten, der Grund für den Fehler) zu tun, die man als schmales Holzstück irgendwo rantackert, damit die toll aussieht.

<Klugscheißmodus off>

Klugscheißende Grüße,

Euer Dirk


El_Mocho
30.1.2015 10:20
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Bei uns geht es doch genauso; den Soli abzuschaffen ist unmöglich, aber irgendwelche Steuererhöhungen (für die Reichen) auch. Es ist politisch gewollt, dass die Reichen reicher werden und die anderen einschl. Mittelstand immer ärmer, die Bundesregierung will das so.

Reiche Deutsche, reiche Griechen und Banken werden sich schon einigen; ratet mal, wer das bezahlt.


peter
30.1.2015 11:34
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@Dirk niemand mag Klugscheißer


Fragen über Antworten
30.1.2015 13:07
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Wow, wie hier plötzlich wieder alle – ohne auch nur eine einzgige Bücherprüfung gemacht zu haben – zu Finanzexperten werden. So ganz ferndiagnostisch…

Den Griechen wirft man vor, sich betrügerisch in die EU geschlichen zu haben. Frage: hat das damals in der EU keiner mitbekommen oder kann es sein, daß es aus ideologischen Gründen niemand so genau wissen wollte (wie bei den osteuropäischen Ländern)? So wie die Ukraine wohl nicht gerade ein solide wirtschaftendes Land ist, aber unbedingt in die EU soll?

Wenn absehbar war, daß der griechische Staat die gewährten Kredite nicht zurückzahlen wird können: warum hat man sie ihm dann gewährt? Und wer hat das gemacht?
Was ist mit dem Geschäftsrisiko bei der Vergabe von Krediten? Wenn ich als kleine Bank hauptsächlich Kredite an arbeitsunfähige chronisch Kranke ohne Einkommen vergebe: darf ich dann hinterher klagen, mir würde nichts zurückgezahlt oder muß ich einsehen, daß ich keine Ahnung von solider Kreditvergabe hatte (oder LehmanBrothers-mäßig meine Bilanzen aufhübschen wollte, denen gemäß ich so unglaublich viele Kredite im letzten Quartal vergeben konnte, daß ich einen richtig dicken Bonus verdient habe)?

Der griechische Staat hat mit Sicherheit viel Unsinniges gemacht in der Sache, aber sicher nicht gegen tausende mahnende Stimmen, sondern vielmehr unter Deckung aller Beteiligten. Wer ist da nun der Hauptschuldige? Und wie ist mit den Mitschuldigen zu verfahren?

“Wir” finanzieren nun die Griechen? Ist mir lieber, als die Kriegstruppen aus Kiev zu finanzieren. Dooferweise müßen “wir” beides machen. Wurden “wir” zu einer der beiden Sachen mal gefragt? Nein? ist das vielleicht des Pudels Kern? Daß “wir” als ganzes Volk uns alles aufdrücken laßen, in online-Foren erbosen, sonst aber auch kaum viel mehr machen, aus Angst, Bequemlichkeit, Hoffnungslosigkeit, Kopf-in-den-Sand-Mentalität?

Und wurden “wir” Deutschen eigentlich im letzten Jahrhundert auch mal von irgenwem gerettet, der sich das auch locker hätte sparen und “uns” im Abgrund verschwinden hätte laßen können?


Hadmut
30.1.2015 13:59
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@Fragen über Antworten:

> Wow, wie hier plötzlich wieder alle – ohne auch nur eine einzgige Bücherprüfung gemacht zu haben – zu Finanzexperten werden.

Woher weißt Du das, dass das noch keiner hier gemacht hat?

> So ganz ferndiagnostisch…

Betreibst Du nicht gerade selbst, was Du anderen vorwirfst, nämlich die Ferndiagnose (noch nie eine Buchprüfung) gemacht zu haben?

Ich geb Dir mal einen kleinen Denkanstoß:

Hier sind Leute unterwegs, die freiberuflich tätig sind oder waren und damit meist auch schon Buchprüfungen hinter sich haben. Und hier sind Leute aus dem Bereich Sicherheit unterwegs, was auch auf Buchprüfungen hinauslaufen kann, nur mit der Einschränkung, nicht drüber reden zu dürfen.

> Wenn absehbar war, daß der griechische Staat die gewährten Kredite nicht zurückzahlen wird können: warum hat man sie ihm dann gewährt? Und wer hat das gemacht?

Sollte man das nicht aufklären, anstatt wie Du es hier tust, Leuten den Mund verbieten zu wollen?

Du stellst gleichzeitig Fragen und sprichst Leuten Legitimation und Befähigung ab zu sprechen.

Ich für meinen Teil würde das sehr gerne wissen, wer da warum wem welches Geld hinterhergeworfen oder die Griechen überhaupt in den Euro aufgenommen hat.


Mercator
30.1.2015 13:12
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Ich gehe mit und erweitere um die Frage: gibt es eine Therapie für unsere sonstigen Wissenschaften?


Hadmut
30.1.2015 13:59
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> gibt es eine Therapie für unsere sonstigen Wissenschaften?

Nein. Denn die sind verbeamtet.


maSu
30.1.2015 15:26
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Zu dem Artikel:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/mitarbeiter-und-studenten-protestieren-in-dresden-gegen-werner-patzelt-a-1015400.html

und speziell dem Zitat:
“Dass Pegida-Demonstranten ausgegrenzt würden, sei “blanker Hohn”, schreiben Angeli und Kollegen.”

Also PEGIDA demonstranten werden nicht ausgegrenzt, aber sogenannte “Wissenschaftler” grenzen schon einen Kollegen aus (denn genau das bedeutet “sich von jemanden zu distanzieren” !), der sich nicht an der Hetze gegen PEGIDA beteiligt.

Ja, das ist wirklich blanker Hohn. Aber eben nur von den Verfassern dieses “offenen Briefes”.


Fragen über Antworten
30.1.2015 16:06
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Ich weiß, daß noch keiner eine Buchprüfung der griechischen Bücher gemacht haben kann, weil die unverfälschten Bücher sicher nicht öffentlich einsehbar sind, schon gar nicht für x-beliebige Ausländer. Ich hätte wohl deutlicher schreiben sollen, daß ich meine, noch niemand von uns hat in die Bücher der _Griechen_ geschaut.

Ich wollte auch überhaupt niemandem den Mund verbieten, wie kommen Sie darauf? Ich habe Fragen gestellt, nicht Imperativsätze verfaßt. Ich frage mich eben, woher alle ihr so gesichertes Wissen bezüglich der jetzigen speziellen Situation in GR haben wollen. Nach meiner Einschätzung kommt das bisher alles nur aus den Zeitungen. Deren Ansagen man zumindest auf diesen Seiten hier ja sonst auch zurecht nicht gerade den vollen Glauben schenkt. Aber bei GR gehen alle davon aus, uns werde da schon die Wahrheit gesagt. Während viele auch sehen, es geht bei der EU vor allem nur noch um Ideologie. Der Schluß, daß dies nun auch bezüglich der Informationen über GR der Fall sein könnte, ist so schwer ja nicht, wird aber nicht gezogen. Stattdessen meint man eben mit der Presse, die sein da unten alle faul und korrupt (und zwar wirklich alle) und das erkläre das ganze Riesendilemma, das da existiert.

Ich will das mal so sagen: wenn ich feststelle, ich habe eigentlich ein Defizit an Informationen, ohne welche ich mir gar kein fundiertes Urteil erlauben kann, dann erlaube ich mir auch kaum ein Urteil. Ich sage, ich nehme dieses oder jenes an.
Aber ich weiß nicht, wer da wie seine Finger noch mit im Spiel hatte, inwieweit es für “einfache” Leute oder den Großteil des Staates selbst im Grunde ohnehin nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera gab. Und ich nehme sehr stark an, daß kaum einer sehr viel mehr Infos hat als ich. Hat er solche, beruft sich darauf, sagt aber nicht die Quelle oder zeigt die Infos vor, dann kann er sich gleichsam aber nicht über mein Mißtrauen beschweren. Da könnte sonst jeder kommen und sagen: ich habe super geheime Infos, die ich Dir aber nicht zeigen darf, Du mußt mir aber trotzdem glauben.

Ich für meinen Teil würde auch sehr gerne wissen, wohin das ganze Geld eigentlich gewandert ist. Aber ich sage dann eben nicht: solange ich das nicht weiß, gehe ich davon aus, die Griechen – und zwar alle vollkommen gleichermaßen und vorsätzlich – haben es willkürlich verbraten und wie die Assgeier untereinander verteilt, reiben sich jetzt alle ob “unserer” Dummheit die Hände, weil sie so unendlich niedere Subjekte seien.
Normalen Menschen würde ich dies mein Unbehagen gar nicht mehr mitteilen, aber bei Ihnen denke ich, Sie haben ja noch etwas im Kopf. Ich frage mich dann: wieso macht er es sich hier nun so einfach und platt (gemessen zb. an der Komplexität ihrer Klage wegen der Dissertation oder ihrem andauernden, den Genderwahnsinnigen das Leben schwer machenden Nachbohrungen)?

Ich sage, daß wir alle eigentlich kaum die Befähigung zum fundierten Urteilen haben (da Informationsmangel) und daher gerade eher verschiedenen Institutionen aufs Dach steigen müßten, um an diese Informationen zu kommen, anstatt dem ganzen Gerede der sonst auch so bemisstrauten Presse blind zu folgen. Mich wundert einfach, daß man bei GR so bereitwillig die verfügbaren Informationen für bare Münze nimmt und wesentlich mit in den Haupttenor der sonst so arg beäugten Politik von BRD, EU und “Troika” (d.h. auch IWF, d.h. USA) miteinstimmt. Zumal bei klugen Leuten verwundert mich das sehr.


Michaela
30.1.2015 16:44
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Ferndiagnose
30.1.2015 17:10
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“(Übrigens habe ich mich mal juristisch sehr ausgiebig mit Kreditgeschäften befasst und kann da vielen Anwälten noch was erzählen.)”

Oh je Danisch, das Paradebeispiel für Dunning-Kruger. Von nix ne Ahnung, ein bischen Infos aus der Presse (von seinem Lieblingsdeppenblatt Fokus) und dann im Blog die Fresse aufreissen, weiss alles, kann alles, alle anderen Deppen und ahnungslos, nur der Danisch kennt sich nat. aus, in allem überall bis ins kleinste Detail alle anderen sind doof, inkompetent, faul, dumm,…
Halbwissen gepaart mit Voruteilen, das was er bei anderen immer kritisiert aber selber immer bis zum Knie in das selbe Fettfass stampft. So isser unser Danisch. Geh mal besser zum Psychologen, der hilft dir weiter.

Kein Wunder dass sie dich bei der Promotion abgesägt haben, so ne halbwissende Nervensäge erträgt man eben nicht.


Hadmut
30.1.2015 17:22
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@Ferndiagnose

> Von nix ne Ahnung, ein bischen Infos aus der Presse (von seinem Lieblingsdeppenblatt Fokus)

Du bist ein Dummkopf.

Ich habe mich damit mal mehrere Jahre beschäftigt, und zwar aus juristischer Fachliteratur, der kompletten Rechtsprechung dazu und war an Prozessen bis zum BGH beteiligt, habe dabei auch vor einem OLG einen Prozess gewonnen, der von einer einschlägigen Anwaltskanzlei vorher als aussichtslos eingestuft worden war.

Würdest Du mein Blog kennen, anstatt hier nur rumzutrollen und rumzupöbeln, dann wüsstest Du, auf welchem Level ich arbeite und mein Wissen beziehe, und dazu in der Regel die Rechtsprechung im Volltext lese.

Schon bemerkenswert, aus welchem Bodensatz die linken Truppen ihre Schmiertrolle rekrutieren, die sie hier vorbeischicken. Wenn das alles ist, was sie aufbieten können, hängen sie noch schlimmer da, als ich dachte.

Manche werden fragen, warum ich solchen Kommentarmüll überhaupt durchlasse.

Ein zentrales Thema des Blogs ist die Manipulation der öffentlichen Meinung und Unterdrückung von Kritik. Solche Idioten wie „Ferndiagnose“ sind nicht zufällig hier, denn die kommen immer nur dann, wenn man bestimmte politische Vorgänge kritisiert. Die sind sowas ähnliches wie die Antifa, die Leute angreift und bewirft, und dafür hintenrum finanziert wird.

Es ist mittlerweile Standard, dass die Politik solche Pöbeltruppen finanziert und losschickt. Das ist der Krieg gegen die Meinungsfreiheit.

Deshalb lasse ich sowas durch.


jd.
30.1.2015 19:34
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@Fragen über Antworten
>Ich wollte auch überhaupt niemandem den Mund verbieten, wie kommen Sie darauf? Ich habe Fragen gestellt, nicht Imperativsätze verfaßt. Ich frage mich eben, woher alle ihr so gesichertes Wissen bezüglich der jetzigen speziellen Situation in GR haben wollen. Nach meiner Einschätzung kommt das bisher alles nur aus den Zeitungen.

Der Komplex, den ich oben angeschnitten habe (Aufnahme Griechenlands in den Euro-Raum und die Rolle verschiedener Politiker und Institutionen) ist recht gut aufgearbeitet und anhand von Dokumenten und Äußerungen nachvollziehbar. Gerade in Deutschland sollten einige Vorgänge dem aufmerksamen Beobachter aufgefallen sein, da es 1998 schon einen Versuch gab, den Beitritt zu gewähren, bei dem sich Waigel als damaliger Finanzminister querstellte und sich mit Rückendeckung hochrangiger Bundesbank-Funktionäre gegen Kohl und Genscher innerhalb Deutschlands und diverse ausländische/Eu-Akteure durchsetzen konnte. Dann kamen Goldman Sachs (für schöne Zahlen), Schröder und Eichel für’s “richtige” politische Momentum, auch die Bundesbank hatte einige Personalien gewechselt, und die Sache nahm ihren Lauf. Die EU z.B. hat in der Folge keine Sondergutachten für Griechenland (im Unterschied z.B. zu Bulgarien) eingefordert, hat also bewußt auf angeratene Buchprüfung verzichtet. Inzwischen gestehen praktisch alle Beteiligten öffentlich ein (soweit ihnen das möglich ist, ohne Gefahr zu laufen, in Haftung genommen zu werden), daß damals der politische Wille stärker war als die Regeltreue. Ist/war bei der Krise


jd.
30.1.2015 19:37
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Das ist/war in der Krise immer noch so, das praktisch einzige Argument, das ich in den Medien für den Verbleib Griechenlands in der EU vernommen habe, war der “europäische Gedanke” und daß man die Einigkeit der EU nicht gefährden dürfe. Und dafür alle möglichen sonstigen (finanzpolitischen) Regelbrüche gestatten müsse. Willkommen, Herr Draghi…


jd.
30.1.2015 19:54
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Sorry – Kinkel statt Genscher. Aber Kinkel war irgendwie nie so … gewichtig 😉


Leo
30.1.2015 19:59
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Ministerpräsident Tsipras ist vermutlich in finanziellen Angelegenheiten so unberechenbar, weil er mit einer Informatikerin verheiratet ist.

Hey, tatsächlich? Mit einer Informatikerin?

Der Mann wird mir immer sympathischer. Er holt sich das notwendige know how unter höchstem persönlichen Einsatz an Board, äh Bord.

Ich glaube, die Griechen haben da zum ersten mal seit Jahrzehnten eine gute Wahl getroffen. Geben wir dem Mann, und den Griechen ganz generell, doch einfach mal eine Chance.

Politisch haben die ja wirklich einen Neuanfang gemacht.


Leo
30.1.2015 20:05
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Oder, wie es ein anderer sehr bekannter Informatiker sagt:

Mehr als unfreundlich gucken kann die Merkel da kaum machen. Greif mal einem nackten Mann in die Tasche!

Das ist doch immer das Grundproblem: Die Griechen haben nix, was man ihnen wegnehmen könnte. Also sollte man doch konstruktiv in die Zukunft schauen.

Immerhin sind die Griechen nur 11 Mio, soviel können die uns gar nicht kosten. Wenn es erst mal andere EU-Staaten -oder gar die Ukraine- trifft, können wir uns immer noch beklagen.

Dann werden wir nämlich erst wirklich Grund dazu haben!


Leo
30.1.2015 20:12
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Dirk S meinte: “Das Sprichwort lautet: Schuster bleib bei deinem Leisten.”

jetzt überlege ich gerade: Hat so ein Schuster denn nur einen Leisten?

Für alle Schuhgrößen?

Das kommt mir fragwürdig vor, allerdings habe ich noch keinem Schuster so genau zusehen können.


Leo
30.1.2015 20:27
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Na, guck mal: Die Griechen haben wirklich konstruktive Ideen:

“Wir brauchen eine machbare Lösung, um die öffentlichen Schulden in den Griff zu bekommen”, (…) Kopplung der Rückzahlung der Schulden an das Wachstum des Landes.”

(Wirtschaftsminister Stathakis) laut Spügel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/griechenland-unter-tsipras-bundesregierung-zu-neuem-hilfspaket-bereit-a-1015922.html


Leo
31.1.2015 0:13
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Hoppla, die machen wirklich ernst:

“Griechen verzichten auf mehrere Milliarden Euro”

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Griechen-verzichten-auf-mehrere-Milliarden-Euro-article14427286.html


Küstennebel
1.2.2015 20:17
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Ihr habt hier ja so einen ganz speziellen Blick auf Soziologen.

Vielleicht passt in diesen Beitrag meine persönliche Anektdote.

Ich wollte eigentlich Soziologie studieren, aber wenn ich das erwähnte haben immer wieder Leute gesagt: Ey! Mach das nich! Da wirste gänzlich verblödet. :o)

Hab lange gebraucht bis ich das verstanden hatte, heut seh ich das durchaus ähnlich und empfinde den Verzicht auf die entsprechenden universitären Lehrgänge nicht unbedingt als Verlust.

amüsierter Küstennebel

MFG


Dirk S
2.2.2015 9:10
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@ peter

> niemand mag Klugscheißer

Dafür ist einem mit der Ankündigung des Klugscheißmodus die Aufmerksamkeit sicher. 😉
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob WikiMANNia nun dem weit verbreiteten Fehler aufgesessen ist oder es sich nur einfach um einen kleinen Rechtschreibfehler handelt (von denen ich selbst mehr als genug produziere). Daher wollte ich die Aufmerksamkeit auf die korrekte Form lenken, ohne dabei den Eindruck zu erwecken, dass ich mich an einem Schreibfehler hochziehe (mach ich nur, wenn was halbwegs lustiges bei rauskommt). Und so erschien mir der Klugscheißmode am geeignesten. 🙂

@ Leo

> jetzt überlege ich gerade: Hat so ein Schuster denn nur einen Leisten?

Jeder halbwegs erfolgreiche Schuster sollte mehrere haben. Ansonsten gibts ein paar Infos unter http://de.wikipedia.org/wiki/Leisten , da gibts auch etwas zum Sprichwort.

Sprichwörtliche Grüße,

Euer Dirk


Leon
3.2.2015 12:00
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@ Dirk:

Aber wenn er mehrere Leisten hat, dann wäre wikimannia´s Pluralform doch richtig?


Klaus
3.2.2015 18:30
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Gerne beim Griechen essen?
Hab ich einmal gemacht. Nie wieder (wg. Durchfall).

Aber immer noch besser als Soziologen.
Noch schlimmer sollen ja Psychoanalytiker sein.


erster
3.2.2015 23:15
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> Jeder halbwegs erfolgreiche Schuster sollte mehrere haben.


erster
3.2.2015 23:16
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>Jeder halbwegs erfolgreiche Schuster sollte mehrere haben.
sonst könnte er nur einbeinige Kundschaft bedinen.


Dirk S
4.2.2015 10:31
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@ Leon

> Aber wenn er mehrere Leisten hat, dann wäre wikimannia´s Pluralform doch richtig?

Bei diesem Sprichwort nicht, vielleicht kannte der alte Plinus nur Schuster mit einem Leisten (was bei römischen Sandalen durchaus reichen würde). Na ja, das Sprichwort besagt, wie wikimannia richtig beschrieben hat, dass man bei dem bleiben soll, wovon man Ahnung hat. Und ein Schuster kann nun mal mit nur einem Leisten zur Zeit arbeien. Also soll er bei seinem einen aktuellen Arbeitsleisten bleiben und nicht rumnöhlen. 😉

@ erster

> sonst könnte er nur einbeinige Kundschaft bedinen.

Seperate Schuhe für links und rechts (also die Füße) sind relativ neu, früher waren die Schuhe für beide Füße gleich (http://de.wikipedia.org/wiki/Schuh#Rechts-Links-Unterscheidung). Also konnte ein römischer Sandalenschuster durchaus mit einem Leisten auskommen.

Leistenfreie Grüße,

Euer Dirk