Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

IKEA Katalog-Fake

Hadmut
11.12.2014 10:52

Wo wir’s gerade von Roboter-Journalisten und sowas hatten:

Focus will herausgefunden haben, dass die Fotos im IKEA Katalog überwiegend nicht echt, sondern am Rechner gerendert sind. – Nein! – Doch! – Ohhhh!

Das sieht beim IKEA-Katalog zwar wirklich nicht so aus, ich hab’s mir gerade eben nochmal angeguckt. Man sieht sogar, dass die Schränke manchmal etwas schief zusammengebaut sind (was ja auch Taktik sein könnte, damit’s echt aussieht). Aber bei manchen Möbeln ist die Maserung im Katalog viel stärker als in Wirklichkeit, und das sind dann keine Naturunterschiede, wenn’s mit Folie beklebter Pressspan ist.

Spätestens aber dann, wenn man im Online-Katalog die isolierten Produktbilder sieht und Schränke in verschiedenen Farben oder verschiedenen Höhen exakt deckungsgleich sind, auch dann, wenn Produkte später dazukommen, wenn man dazwischen hin- und herschaltet, muss einem klar sein, dass man das so nicht fotografieren kann.

Außerdem muss einem bewusst sein, dass das, was man im Katalog sieht, im ganzen Mode- und Möbelzirkus noch nie das war, was man bekommt, weil die Katalogbilder vor der Produktion hergestellt werden und teils erst mal der Auswahl dienen, ob man das Produkt beauftragt. Die können das Produkt nicht fotografiert haben, weil es das zu diesem Zeitpunkt noch nicht oder höchstens als handgefertigtes Einzelexemplar oder Vorserie gab (von langjährigen Produkten mal abgesehen, aber selbst da verwenden die ungern die Produkte aus dem Vorjahr, weil es gelegentlich auch Produkt- oder Zuliefereränderungen gibt, was der Kunde nicht merken soll. Das IKEA-Billy-Regal gibt es auch angeblich seit Jahren, trotzdem sieht es fast jedes Jahr etwas anders aus.).

Das ist beispielsweise eben in der Modewelt schon seit zig Jahren so. Man wundert sich, warum der Anzug, das Kleid, der Bikini da an diesem Model auf dem Werbeplakat so toll aussieht und man selbst drinhängt wie ein nasser Sack. Man schimpft dann gerne auf die Supermodels mit ihren unnatürlichen Maßen und redet sich ein, dass man selbst halt ein Normalmensch sei, merkt aber nicht, dass man was anderes gekauft und angezogen hat, als man gesehen hat. Denn diese Fotos werden immer vorab gemacht, und die Klamotten, die man sieht, sieht von hochbezahlten Profis hand- (und oft maß-)gefertigte Einzelstücke. Da geben sich die Hersteller besondere Mühe, weil die das ja der Handelsmarke verkaufen wollen. Arbeitszeit zählt da nicht, das wird perfekt hergestellt. Wenn’s der Marke gefällt, bestellen die das und verwenden das Bild gleich für die Werbekampagne. Dann werden die Arbeitsabläufe optimiert, manchmal sogar das Material gewechselt, und was dann irgendwo die Akkord-Näherinnen in Billiglohnländern in Bangladesh, Indien oder Pakistan in irgendwelchen miesen Hinterhof-Buden draus machen, ist halt einfach nicht das, was im Katalog gezeigt wird, auch wenn’s auf den ersten Blick so aussieht. Achtet mal drauf, wenn ihr mal wieder in der Einkaufspassage Shopping Mall seid und vor irgendeinem Damen-Mode-Laden steht. Da hängen dann die Riesenplakate von irgendwelchen Top-Models in irgendeinem Kleid, Bikini oder sonstwas, mit irgendwelchem Tünnef und irgendwelchen Verzierungen dran, die den Wiedererkennungswert steigern sollen. Und die sehen darin dann so geil aus. Nebendran steht dann der Kleiderständer mit dem Krempel, den man dann an besagten Tünnef und Klimbim besonders gut wiedererkennen kann. Ah, wow, das ist ja genau das auf dem Foto. Guckt man aber genau hin, dann sieht das Kleid auf dem Bild aus wie 799,- und das am Kleiderständer wie 19,90.

Ich habe vor Jahren mal einen Bericht darüber gelesen, wie ein Hersteller von Tonbandgeräten seine Katalogfotos macht. Ja, ich meine so richtig diese altmodischen Dinger mit den großen, sich drehenden Tonbandspulen, aber schon im modernen schwarzen High-Tech-Design. Die haben sich alle Mühe gegeben, aber haben einfach keine so richtig guten Produktfotos hinbekommen, weil die Dinger halt mit ihren vielen Kleinteilen und den Plastikfenstern vor den Aussteuerungsanzeigen so verdammt schwer auszuleuchten sind und manche durchsichtigen Plastikteile zwar in Natur gut, aber unter so künstlichen Lichtbedingungen einfach einfach nach nichts aussehen. Irgendwann sind sie drauf gekommen, dass gerenderte Bilder viel besser aussehen als fotografierte, und man da die Schärfentiefe nach Belieben einstellen und Lichtquellen einfach mitten in die Luft pappen kann, auch gegen die Physik. Seitdem sahen deren Tonbandgeräte einfach endgeil aus. Ist für Hifi-Freunde ja ganz wichtig, dass das Zeug geil aussieht.

Selbiges auch im Schmuckbereich, besonders bei teuren Armbanduhren. Die kann man in Natura nicht so fotografieren, dass durch das Uhrglas schräg hindurch trotzdem jedes noch so feine Detail auf dem Zifferblatt sichtbar wird, und Staub wegzuretuschieren ist da auch verdammt schwer. Makroaufnahmen und Schärfentiefe ist eh ganz schwierig, da versucht man ja auch, eine Aufnahme aus zig Einzelaufnahmen mit unterschiedlicher Schärfe zusammenzurechnen. Zumal viele Uhren dann doch irgendwo eine Winzigkeit von Kratzer oder sowas haben. Deshalb werden die gerendert. Da gibt man das Design des Zifferblatts direkt rein und kann die beliebig detailliert und in perfektem Glanz ausrendern. Nicht nur bei den ganz teuren Arbanduhren. Auch bei solchen austauschbaren Massenprodukten wie Swatch.

Autos.

Schon mal drüber nachgedacht, wie die perfekt staub-, fehler- und schmutzfreie Autos mitten in den Wald stellen? Das Auto war nie im Wald. Nicht jedes Auto existierte real. Und auch nicht unbedingt jeder Wald.

Schöne neue Welt.

17 Kommentare (RSS-Feed)

slowtiger
11.12.2014 10:54
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Das ist schon ein Weilchen bekannt, siehe http://www.cgsociety.org/index.php/CGSFeatures/CGSFeatureSpecial/building_3d_with_ikea , aber der Qualitätsjournalismus eben …


art4
11.12.2014 11:08
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Weil ich grade beruflich genau damit zu tun habe: Hier ein Video, wie einfach das heutzutage ist: https://www.youtube.com/watch?v=KnqHOMSgUI4

Ab 5:40 sieht man dann auch gut, wie leicht man sein Auto/Motorad an die verschiedensten Orte zaubern kann.


m
11.12.2014 11:55
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Freund von mir ist Retoucher. Die haben schon im letzten Jahrzehnt angefangen echte Packshots durch CG zu ersetzen. Angefangen mit Zigaretten, als man für’s Rauchen noch nicht auf dem Schaffot gelandet ist.


Gerd
11.12.2014 12:19
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Ming Thein fotografiert u.a. Uhren, extrem professionell und künstlerisch hervorragend. In seinem Blog beschreibt er, wie das geht. Unbedingt mal reinschauen!


olav
11.12.2014 12:38
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Das Thema DAB+ hatte mich gestern dazu veranlasst, doch mal wieder nach aktuellem Gerät Umschau zu halten. Bei Amazon waren dann aber überwiegend nur gerenderte Abbildungen der Apparate zu sehen. Man muss immer erst noch eine Google-Bildersuche hinterherschicken, um realistische Eindrücke zu erhalten. Sonst ärgert man sich z.B. über ein kontrastarmes Display, das im Produktbild noch knackscharf aussah.


claus
11.12.2014 13:16
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Hadmut: “Schon mal drüber nachgedacht, wie die perfekt staub-, fehler- und schmutzfreie Autos mitten in den Wald stellen? Das Auto war nie im Wald. Nicht jedes Auto existierte real. Und auch nicht unbedingt jeder Wald.”

Mittlerweile ist viel in der Autowerbung CGI. Einer der Spitzenreiter ist RTT (mittlerweile Dassault) in München. Ich hatte mit denen mal gesprochen. Sie verwenden Pathtracing und rendern viel auf GPUs. Ein kleines Beispiel (man sehe sich auch mal die anderen an):

http://www.rtt.ag/de/referenzen/projekte/audi-a1-animation

Die Wälder und Naturlandschaften in solchen Bildern und Filmen sind aber echt, Hadmut. Sie lassen sich noch nicht durch CGI bei einem vertretbaren Aufwand realistisch darstellen.

Auch viel CGI: Broschüren von teuren Eigentumswohnungen.


Zaphod B.
11.12.2014 14:00
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Der Photorealismus in der Computergraphik hat in den vergangenen 20 Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Aus Forschungssicht gilt das Thema Realismus mittlerweile als weitestgehend erledigt. Inzwischen ist es eigentlich nur noch eine Frage von Zeit und Rechnerleistung um selbst komplexere Szenen so realistisch zu rendern, dass nur noch erfahrene Experten einen Unterschied erkennen.

Bei Produkten wie z.B. Möbel, Autos, Hifi-Anlagen etc, die sowieso am Rechner geplant, entworfen und konstruiert werden, bietet es sich ja an im Anschluss noch die Rechner über Nacht laufen zu lassen um hübsche Bilder zu erzeugen.

In anderen Bereichen, wie z.B. Mode ist es nur noch eine Frage der Zeit bis auch hier sich CGI Techniken durchsetzen. Virtuelle Mensch-Modelle kann man sich jedenfalls schon seit einiger Zeit aus dem Netz laden.


Hadmut
11.12.2014 14:06
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Ich habe neulich irgendwo Bilder aus dem Bereich Akt, Erotik, Fetish gesehen, und erst bei genauerem Hinschauen gemerkt (viele haben es gar nicht gemerkt), dass das keine Fotos waren, sondern vom Rechner erzeugt.

Da gibt es heute solche Figuren als Software-Modelle zu kaufen, die eine Grundperson darstellen, und zu der man dann alles mögliche dazukaufen oder selbst machen kann (Frisuren usw.). Da hat sich dann einer dran verkünstelt und noch beängstigend echt wirkende Umgebungen (Designer-Zimmer mit Edel-Ausstattung) gebaut, die ein völlig stimmiges Bild ergaben. Dass da was faul ist, ist mir zuerst daran aufgefallen, dass das gleiche (bzw. selbe) Buch mehrfach im Regal stand. Eine leicht zu behebende Nachlässigkeit.


erich wander
11.12.2014 15:24
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das ist doch schon ein alter hut


Pete
11.12.2014 16:33
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Einer der Klassiker der geschoenten Katalogbilder scheinen die Kataloge der einschlaegigen Versandgaertnereien zu sein. Dort konnte man schon vor mehr als zehn (oder >20?) Jahren verdaechtig viele abgebildete Pflanzen sehen, die mit jeder Menge identischer Blueten oder Fruechten gesegnet waren. Muss zu den Zeiten der Vor-Computer-Bildbastelei eine nette Arbeit gewesen sein 😉 Die oft uebertrieben wirkenden Farbwerte kommen noch hinzu.


Knut
11.12.2014 16:45
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Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass CG so schnell billiger als richtiges Fotografieren wird. Für einfache Objekte war das klar, aber das sich recht komplizierte Szenen im Alltagsgeschäft so einfach modellieren lassen, hätte ich nicht gedacht. Da hat die Filmindustrie vieles vorangetrieben.

Das Problem mit den durchsichtigen Teilen habe ich auch gerade. Entweder ist der Glanz weg, man sieht die Kamera oder die Reflektion überlagert den Hintergrund. Man selbst sieht das Teil in einer Bewegung und hat daher alles gleichzeitig in der Wahrnehmung. Und die Spiegelung des Kopfes ist zwar da, wird aber vom Verstand ausgeblendet. So etwas plastisch und brilliant zu fotografieren ist sehr schwierig. Eventuell mit retuschieren. CG mit unsichtbarer Kamera und Lichtpunkten ist da einfach überlegen.


maddes8cht
11.12.2014 19:45
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mnjia…
Es ist halt immer eine Frage des Abwägens.
Ist zwar richtig, dass man mit software wie Poser relativ einfach Figuren in eine Position bringen kann – aber eben “relativ”.
Wie schon erwähnt: So ein komplettes Auto liegt zu der Zeit, wenn Prospekte gemacht werden, ohnehin schon als Computermodell vor. Es extra für die Werbung zu machen wäre schon recht aufwändig. Aber es ist ja schon da.
Das selbe gilt natürlich auch für Uhren.
Und klar liegt dann auch eine billige Swatch als Modell vor.
Unter diesen Umständen ist es natürlich einfacher, die Bilder schnell mal am Rechner ausgeben zu lassen und in eine beliebige Landschaft zu stellen.

Aber Artikel aus Mode oder Fetish liegen nicht ohne weiteres als Modelle bereit.
Und wenn es dazu noch flexible Materialien wie Stoff oder Leder sind, dann ist da durchaus eine Menge an Anpassungsarbeit notwendig, bis das perfekt mit dem Körper synchron geht.
Metall und überhaupt starre Körper sind natürlich ein Kinderspiel.
Logisch dass sowas wie Transformermäßige Tricks so beliebt sind und man das dann auch gern mit ner Uhr oder anderen Geräten macht.
Aber Stoffe und Kleider-
Da ist es dann doch einfacher, schnell mal einen Menschen zu nehmen und zu fotografieren.

Was natürlich trotzdem gemacht wird:
Mischung aus Real-und gerendertem Bild.

Die Fotos werden natürlich unter definierten und neutralen Bedingungen aufgenommen, in Greenscreeen oder Bluescreen..
Danach kann man natürlich jede beliebige Umgebung drumherum bauen.
Z.B. halt ein superaufwändiges SM-Studio.


claus
11.12.2014 19:45
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Zaphod B.: “Der Photorealismus in der Computergraphik hat in den vergangenen 20 Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Aus Forschungssicht gilt das Thema Realismus mittlerweile als weitestgehend erledigt. Inzwischen ist es eigentlich nur noch eine Frage von Zeit und Rechnerleistung um selbst komplexere Szenen so realistisch zu rendern, dass nur noch erfahrene Experten einen Unterschied erkennen.”

Ja, das stimmt mit dem Fortschritt und das Ganze ist ein ganz spannendes Kapitel in der Geschichte der IT. Bahnbrechende Entwicklungen wurden an der “Wüstenuniversität” Utah schon Anfang der 1970er Jahre gemacht. Das Gouraud-Shading und das heute noch verwendete Phong-Shading und das Phong-Beleuchtungsmodell wurden an der University of Utah entwickelt (auch bekannt durch den Utah Teapot). Aus dieser Universität gingen Bushnell (Gründer von Atari), Catmull (Gründer von Pixar), Clark (Gründer von Silicon Graphics) hervor. Dort promovierte auch James T. Kajiya. Er stellte 1986 mit der Rendering Equation die 3D-Computergrafik endgültig in einer Art Fundamentalsatz auf eine physikalisch-wissenschaftliche Basis. Im gleichen Jahr veröffentlichte er den Pathtracing-Algorithmus (eine Erweiterung des Raytracing), der heute die wesentliche Grundlage für photorealistische Darstellungen ist.

Abgeschlossen ist die Forschung aber noch lange nicht. Manche Objekte bereiten noch große Probleme. So erscheinen Blätter von Pflanzen wegen der noch nicht ganz verstandenen Transluzenz (translucency) nicht sehr realistisch berechnet werden. Das betrifft auch menschliche Haut (s.u.).

Hadmut: “Ich habe neulich irgendwo Bilder aus dem Bereich Akt, Erotik, Fetish gesehen, und erst bei genauerem Hinschauen gemerkt (viele haben es gar nicht gemerkt), dass das keine Fotos waren, sondern vom Rechner erzeugt.”

Ich kenne das, aber auch nur von (kleinen) Vorschaubildern. Schaut man sich das in voller Auflösung an, weiß man sofort, dass das CGI ist. Das hat hauptsächlich zwei Gründe: erstens ist es nicht gerade einfach, die sich über ein Knochengerüst mitsamt Innereien und Fett spannt, geometrisch immer exakt zu modellieren. Man sieht das an der “Nahtstelle” zwischen Schenkeln und Oberkörper bei sitzenden Figuren (Skinning): die 3D-Modelle lassen den eher fließenden Übergang vermissen.

Wesentlich größer ist das Problem, menschliche Haut in einem Beleuchtungsmodell zu simulieren. Haut kann man nämlich nicht nur durch eine geschickte Textur nachbilden. Denn die äußeren Schichten der Haut sind zunächst lichtdurchlässig. In tieferen Schichten trifft dann das Licht auf Pigmente oder Adern oder sonstnochwas und wird dann wieder nach außen (zum Betrachter) reflektiert. Je nach Blickwinkel des Beobachters und dem Winkel der Lichtquellen oder ambienten Licht ergibt sich eine andere Darstellung (subsurface scattering). Ein Problem, das auch bei der Simulation von Pflanzen auf tritt.

Henrik Wann Jensen (Photon Mapping) hat hier gute Arbeiten dazu geliefert. Hier hat er Haut berechnet:

http://graphics.ucsd.edu/~henrik/images/imgs/layered_skin_model.jpg

Ein wenig mehr allgemein über subsurface scattering (dabei mal wieder der legendäre Utah Teapot *g*):

http://graphics.ucsd.edu/~henrik/images/subsurf.html

Was das Ganze noch spannender macht, ist ein psychologischer Effekt, der “Uncanny Valley” genannt wird. Der sogenannte Effekt beschreibt ein paradox erscheinendes psychologisches Phänomen: man könnte annehmen, dass künstliche Figuren (virtuelle Figuren in Zeichentrick oder auch CGI) umso mehr vom Zuschauer angenommen werden, je realistischer ihre Darstellung ist. Das ist aber nicht der Fall. Gänzlich unrealistische Figuren wie Mickey Mouse werden angenommen, während viel realistischere (aber schlechte CGI) abgelehnt werden. Erst wenn der Realismus eine gewisse Hürde überschreitet (z.B. Gollum in Herr der Ringe) steigt die Akzeptanz wieder.

Das hat man sehr wohl in der Filmindustrie verinnerlicht. Die CGI-Serie “Star Wars – Clone Wars” verzichtet wohl (meine Einschätzung) absichtlich auf mehr Realismus, genauso wie Disney-Produktionen wie “Ice Age 1~unendlich”.

Dazu:

http://de.wikipedia.org/wiki/Uncanny_Valley

Ich hoffe, das war informativ. Ich bin aber auch nur ein Laie auf diesem Gebiet.


Kosendey
12.12.2014 8:49
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@claus
Danke für die sehr informative Zusammenfassung des aktuellen Status Quo beim CGI. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Modellieren(und vor allem Texturieren!) von “echt” wirkenden Personen, die “Königsdisziplin” des CGI ist.
Ich hatte mich mal, im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs, an einer Cartoonversion der Merkel zu schaffen gemacht…die möchte ich als kleine Erheiterung hier darbieten 😉 😀


Kosendey
12.12.2014 8:50
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ups… hat mit dem link irgendwie nicht funktioniert
http://abload.de/img/merkel_final_marked0kie1.jpg


Hadmut
12.12.2014 10:03
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> http://abload.de/img/merkel_final_marked0kie1.jpg

Wo soll da der Witz sein? Ich sehe da gar nichts, was irgendwie das Hirn kitzeln würde…


Kosendey
13.12.2014 13:46
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Muss eine Karikatur immer einen Witz enthalten? Manchmal reicht auch`n Grinsen… 😉