Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wahl zur Miss Ugly

Hadmut
13.5.2013 21:40

Wahnsinn. Es wird immer verrückter. Sie drehen immer mehr durch. Es wird immer absurder. Oder schon wieder so eine Pseudo-Satire.

Is ja der Hammer. Ein Leser weist mich gerade auf diesen Artikel hin, wonach die Rechtsanwältin und Grünen-Abgeordnete Marianne Burkert-Eulitz aus dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen Vorstoß gegen Miss-Wahlen unternommen hat. Friedrichshain-Kreuzberg ist der Klapsmühl-Bezirk, in dem sie kürzlich auch die dritte Klo-Tür eingeführt haben.

Burkert-Eulitz regt sich angeblich darüber auf, dass bei Miss-Wahlen schlanke, junge, hübsche Frauen teilnehmen und gewinnen, was ja die weniger schönen ausschließe. Das müsse man ändern, meine sie, auch weniger schöne müssten eine Chance haben.

Äh, wie meinen? Jeder Wettbewerb basiert darauf, in irgendwas den Besten, Stärksten auszuwählen und ist damit zwangsläufig eine Ausgrenzung derer, die bei dem, was der Maßstab ist, schlechter abschneiden. Es ist ja der Sinn und Zweck eines solchen Wettbewerbs, Ungleichheit festzustellen und auszuzeichnen.

Wie sollte denn ein Wettbewerb aussehen, bei dem alle gleichberechtigt gleichgestellt sind? Dieser Blogger schrieb dazu schon so treffend: Auch Leichtathletikwettbewerbe grenzen die langsameren aus und selektieren die, die schnell rennen können. Auch die Langsamen müssten eine gleiche Chance haben, die Goldmedaille bei Wettbewerben zu gewinnen. Das ist überhaupt eine Idee. Ich kann zwar nicht gut rennen und bin nicht mehr der Jüngste, aber ich tät schon gerne mal bei Olympischen Spielen die 100 Meter mitlaufen (200 wären mir schon zu weit) und gleiche Chancen auf die Goldmedaille haben.

Ja, wie sollte denn eine solche Miss-Wahl dann aussehen?

Nach dem Zufallsprinzip auswählen? Jede zieht ein Los und irgendeins davon gewinnt?

Oder doch nach irgendeinem Kriterium? Welches denn? Ginge es nicht darum, wer in den Augen der Jury am besten aussieht? Will man Ästhetik jetzt vorschreiben?

Oder doch andere Kriterien? Wahl der Miss Pottwal? Der Queen of Cellulite? Mehr breit als hoch?

Hat man da im Gleichstellungswahn das Prinzip nicht verstanden? Oder pfeift man jetzt auf jeden Sinn und Zweck, Hauptsache gleich?

Wie dem auch sei, es würde mich sehr interessieren, wie so eine Miss-Wahl nach Vorstellung der Grünen ablaufen würde. Wie sollte man da Punkte vergeben, wenn man in der Jury sitzt?

(Wahrscheinlich wie bei ihrem Frauenstatut: Die Wahl muss völlig geschlechtsneutral und gegendert ablaufen, damit auch alle Transen und Tunten teilnehmen können, aber auf ungeraden Plätzen und damit auf Platz 1 muss immer eine Frau stehen usw.)

Wieder mal völlig hirnleer.

40 Kommentare (RSS-Feed)

Leif
13.5.2013 21:55
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Jaja, die Grünen. Wenn sie doch wenigstens Gewichtsklassen vorgeschlagen hätten: Die Champigonie der Miss Gleichstellung im Superschwergewicht ist die Cindy aus Marzahn.

oder so….


O.
13.5.2013 22:01
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Heute wieder Miss Piggy bei Schweine im Weltall 🙂


matthie
13.5.2013 22:30
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die Kanzlei die Ideengeberin ist unter

http://www.burkert-eulitz.de/ erreichbar, interessante Tätigkeitsschwerpunkte (nehmemal an das sie für diese >”Rechtsgebiete” Mandate übernimmet


Joe
13.5.2013 22:53
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Natürlich ging es beim Feminismus schon immer primär darum, häßlichen und unfruchtbaren Weibchen Vorteile gegenüber hübscheren und fruchtbaren zu verschaffen. Nicht von dem “Frauenrechte”-Gesabbel verwirren lassen.

Miss-Wahlen sind deshalb Antifeminismus in Reinform.


Lohengrin
13.5.2013 23:10
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> Wie sollte denn ein Wettbewerb aussehen, bei dem alle gleichberechtigt ist?

gleichberechtigt oder gleichgestellt?


Hadmut
14.5.2013 0:06
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> gleichberechtigt oder gleichgestellt?

Stimmt. Danke!


Ursula
14.5.2013 0:18
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Miss-Wahlen ohne Wettbewerb um Schönheit, egal welche Kriterien gerade gelten, sind natürlich grober Unfug. Dass Schönheitswettbewerbe aber ein Ideal propagieren, das von den meisten Mädchen immer weiter weg rückt, ist tatsächlich ein gesellschaftliches Problem. Ich denke, das ist es, worauf Burkert-Eulitz letztlich hinaus wollte.

Jugendliche lernen am ehesten durch Nachahmung. Und was wird den Mädels vorgeführt, in der Werbung, in Filmen, bei Casting-Shows? Schön sein zählt, wer schön ist, hat Erfolg, mit Schönheit allein kann man Karriere machen. Dass das nicht stimmt, dass man sehr erfolgreich sein kann, auch ohne gängigen Idealbildern zu entsprechen (gilt ja auch für Männer), und dass umgekehrt Schönheit keineswegs automatisch Erfolg nach sich zieht, lernen sie höchstens später.

Da ist der Schaden aber schon angerichtet, besonders offensichtlich an der stark gestiegenen Rate der essgestörten Mädchen. Weniger offensichtlich ist, dass Mädchen, die lernen, dass sich für Frauen alles im Leben um Schönheit dreht und dass man diese Schönheit erreichen kann, wenn man nur die richtigen Klamotten und Kosmetika kauft und, besonders frustrierend und damit paradoxerweise psychisch bindend, einem unerreichbaren Schönheitsideal nachhechelt, überproportional viel Energie genau dafür aufwenden. Warum sollte man sich auch mit Mathematik, Technik oder meinetwegen klassischer Literatur beschäftigen, wenn man davon träumen kann, Model, Superstar oder mindestens reiche Gattin zu werden?

Es ist nur eine Facette, aber eben auch eine und eine sehr wirksame, die alte Rollenmuster immer wieder aufleben lässt. Schöne neue Warenwelt …


DerdieBuchstabenzählt
14.5.2013 0:42
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Für die Spinnerei gibt es sogar einen Namen!
Lookismus oder so.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lookism

Da ist es doch nur logisch, dass Frau Gender Prof. Baer
auch den “Fachkenntnismus” bekämpft!


Skeptiker
14.5.2013 7:32
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@Ursula, ist nicht falsch. So wie sportliche Jungs ihrem Ideal “Profisportler” hinterherträumen, statt sich um ihr Leben zu kümmern. Vielleicht nicht ganz so dramatisch (Bulimie macht kaputt und ist auf dem Arbeitsmarkt unverkäuflich, während mit leerer Birne und prallen Muskeln immer was geht), aber ähnliche Erscheinung.

Wer sich an Modelwettbewerben stört, muss also auch die Bundesliga abschaffen. Dann gibts nur noch Frauenfußball und Bodybuilding.

Wieso dürfen an Misswahlen eigentlich nur Frauen teilnehmen?


Wollte ich Dir auch schicken — aber Deine Kunden wollen mehr Bitbändigerei sehen als Genderkams.

Diese Wettbewerbe gibt es längst! Jeder Test der Stiftung Werbetest muß Vorteile und Nachteile aller Testobjekte aufführen. Wie sich das dort liest weiß jeder. Übertragen wir das lieber mal:
“Die Kandidatin Gisela hat zwar Plattfüße, dafür aber pralle Möpse. Eine häuslicher Typ ist die Marion, dafür kommt sie nur auf einen Meter und achtundsechzig…”[zensiert]
Außerdem dienen die Tests der Stiftung Werbetest nur der Darstellung gegen die Konkurrenz, deshalb auch die Vortests vor den Tests und die gezielten Einkäufe geeigneter Konkurrenzprodukte.

Preisfrage, was stimmt bei dieser Kandidatin nicht?
http://kuerzer.de/ZTdB2MWzc

Carsten

[Pussy Riot]
“Stellen Sie sich vor, daß diese Mädchen zum Beispiel in eine Moschee gegangen wären. Sie wären da nicht mehr lebend rausgekommen. Selbst in der katholischen Welt wäre das schrecklich geworden. Aber wenn ich das in Frankreich sage, dann hält man mich für einen Idioten.”
Gérard Depardieu


yasar
14.5.2013 7:59
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Also wer die Frauen die bei “normalen” Mißwahlen gewählt werden schön findet, muß einen an der Klatsche haben. Das sind meist Skelette mit etwas Haut außenrum. Von weiblichen Reizen meist keine Spur. Abgesehen davon, daß äußerliches Schönheit nciht alles ist. Ein paar Fettpölsterchen an den richtigen Stellen sind meist viel interessanter, auch wenn viele frauen das nicht wahrhaben wollen. 🙂


yasar
14.5.2013 8:01
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Ach ja, ich wollte schon immer mal die Goldmedaille im 5000-Meterlauf. Nur war mir das bisher immer zu blöd wie ein Idiot zu rennen. ein gemütlicher Spaziergang sollte da völlig ausreichen müssen, um die zu bekommen.


Ein paar Fettpölsterchen an den richtigen Stellen sind meist viel interessanter, auch wenn viele Frauen das nicht wahrhaben wollen.

Da weiß Mann wenigstens, wo Mann reinbeißen soll.


Anonym
14.5.2013 9:14
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Schöne Menschen sind im Schnitt gesellschaftlich und beruflich erfolgreicher und werden besser bezahlt.
Frauen sind aber vor allem deshalb relativ stark auf äußere Schönheit fixiert, weil Männer ihre Partnerinnen besonders nach diesem Maßstab auswählen (signalisiert Gesundheit und gute Gene). Intelligenz und Status sind Männern an Frauen nicht so wichtig, wie umgekehrt. Das hat die Evolution aus uns gemacht. Alle Faktoren (Intelligenz, Schönheit, Status, Charakter) sind beiden Geschlechtern wichtig, aber die Gewichtungen sind eben unterschiedlich.

Prof. Karl Grammer: Evolutionsbiologe und Attraktivitätsforscher | SWR1 Leute: http://www.youtube.com/watch?v=CUhcERZyXVM

Frauen legen mehr Wert auf den sozialen Status ihrer Partner: http://www.youtube.com/watch?v=49exFWWPQqs


Flusskiesel
14.5.2013 10:26
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@Ursula
Ich finde solche Miss-Wahlen auch blöd, weil dort nach willkürlichen, nur sehr bedingt veränderbaren Kriterien ausgewählt wird.
Bei einem sportlichen Wettkampf geht es immerhin auch (!) um Trainingsdisziplin usw.

Wenn Frau Burkert-Eulitz Miss-Wahlen kritisieren will, dann soll sie das doch tun und nicht so einen Quatsch vorschlagen. Außer, der Vorschlag ist satirisch gemeint, aber dafür scheint er mir nicht überhöht genug und wäre sicher auch nicht sonderlich klug, da die Ironie auf sie selbst und ihre Partei zurückschlagen würde.


el
14.5.2013 10:26
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und hier ein Bild von der grünen Grazie, die (oder doch der?) bei ihrer Forderung wohl egoistische Motive hatte.

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/gruene-wollen-miss-wahl-auch-fuer-weniger-schoene-article1678304.html?vote=voted_1678635#box_1678635

Ph.


Dieter
14.5.2013 11:12
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@Ursula

“Jugendliche lernen am ehesten durch Nachahmung

Warum sollte man sich auch mit Mathematik, Technik oder meinetwegen klassischer Literatur beschäftigen, wenn man davon träumen kann, Model, Superstar oder mindestens reiche Gattin zu werden?”

Vorbilder sind zunächst mal die Eltern!
Wenn ich es als Erwachsener -meist aus Bequemlichkeit- hinnehme, das meine Kinder alltäglich den allerniveaulosesten Schrott in Fernsehen und Internet konsumieren, muss ich mich über die Konsequenzen nicht wundern.

Wenn die Tochter das zwingende Bedürfnis hat sich an einer Miss-Wahl zu beteiligen und von einer Model Karriere träumt dann ist in den meisten Fällen bereits im Vorfeld einiges schief gelaufen.

Das ist ungefähr genau so, wie wenn ich meinen Kindern jeden Tag Junk-Food, Chips, Cola und Süssigkeiten vorsetze, dreimal die Woche mit denen zu MC-Donalds oder Burger King
gehe und mich am Ende beschwere, dass die doofen Bälger alle fettleibig und zuckerkrank sind und obendrein keine intakten Zähne mehr im Mund haben.

Für die Erziehung ihrer Kinder sind meiner Ansicht immer noch die Eltern verantwortlich. Gegebenenfalls müssen die Eltern an ihre (Eigen-)Verantwortlichkeit erinnert werden. Wenn Staat oder Behörden dies alles übernehmen soll, dann haben wir ganz schnell die DDR wieder.


Tacco
14.5.2013 11:48
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Schaut euch doch mal bitte die Burkert-Eulitz auf Bildern genau an. Ausgerechnet von ihr kommt diese sinnfreie Forderung.


Full xD
14.5.2013 13:54
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Wenn eine neurotische homosexuelle Minderheit der Gesellschaft ihr pathologisches Schönheitsbild vorschreiben will, sollte dem von der Mehrheit widersprochen werden. In der Evolution hat sich das Schönheitsideal aus der ewigen Konkurrenz und Selektion bei der Wahl des Sexualpartners geformt. Nun wird von den Trägern epigenetische Erbschäden und Päderasten umgepolten Randgruppe das Ideal der Mehrheit diktiert. Immer mehr junge Mädchen fallen in Magersucht, weil schwule Modedesigner Modells mit Knabenkörpern bevorzugen und diese medial als Ideal preisen. In einigen Ländern gibt es daher bereits Gesetze für ein Mindestgewicht für Modells. Zudem sollte geregelt werden, dass Modells nur noch Wurst-essend abgebildet werden. All die missionierenden Vegetarier gehen mir mittlerweile auf dem Geist, obwohl ich selbst dazu neige, wenig andere Tiere zu fressen. Bei Fleischfressern zeigt sich evolutionsbiologisch ein Vorteil darin, weswegen Raubtiere den notorischen Pflanzenfressern in ihrer Intelligenz überlegen sind. Sind deswegen mehr Frauen Vegetarier?
Genderismus monothematisch langweilt mich nur nur noch, denn es ist hinreichen intellektuell seziert und diagnostiziert worden. Interessant wird es nur als ideologischer Aspekt sexueller Behinderungen, subsumiert unter der Kategorie Sexualität.
Bei meinen Studien zuletzt im Internet als tabulose Fake-Frau zeigen die Ergebnisse der gewünschten sexuellen Neigungen von herkömmlichen Männern auf. So wünschte sich jeder unwissentlicher Proband Oral- und Anal-Verkehr. Jeder Zweite wünschte sich Praktiken, die euphemistisch als “Natursekt” bezeichnet werden.
Ferner zeigt sich als Ergebnis, eine halbwegs attraktive Frau die tabulos all den gewünschten Sexualpraktiken eines Mannes einwilligt, kann ohne weiteres ein einfaches Luxusleben führen, ohne jemals arbeiten gehen zu müssen.
An dieser Stelle eine Korrektur zu meiner Einschätzung der politisch Linken in der Feminismusgeschichte. Die Sozialdemokratie in der BRD hatte lange die Forderung, Arbeiterfrauen sollten wie bürgerliche Frauen leben ohne einer Arbeit nachzugehen.
Das Thema Bigotterie und Sexualität ist nach Auswertung der für mich überraschenden Ergebnisse ein großer Brocken, welcher mit der postmodernen feministischen Prüderie wieder größer werden scheint. Mit Blick auf tiefenpsychologischen Auswirkungen auf eine solchen Gesellschaft, ist staatlicherseits ein umfassendes Pflichtfach Sexualkunde einzuführen, damit Heranwachsende nicht ebenfalls zu Klemmies mit Doppelmoral werden und vor gefährlichen Abweichungen durch Bekanntmachung gewarnt sind.


Peter Suxdorf
14.5.2013 16:59
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Iiiiiiih. Der hat ja ´nen Bart…Müßt Ihr solche Fotos publizieren?


Karl Marx
14.5.2013 17:05
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@Anonym

[…] Männer [suchen] ihre Partnerinnen besonders nach diesem Maßstab [der äußeren Schönheit] auswählen (signalisiert Gesundheit und gute Gene).

a) Wem werden gute Gene signalisiert? Wurden die auch schon signalisiert, als man Gene noch nicht kannte?

b) Gilt das auch für Frau Jolie?
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/brust-amputation-angelina-jolie-trifft-eine-mutige-entscheidung-a-899753.html

c) Warum lebt Paul Kuhn noch? (OK, er ist keine Frau)


Karl Marx
14.5.2013 17:17
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Jeder Wettbewerb basiert darauf, in irgendwas den Besten, Stärksten auszuwählen und ist damit zwangsläufig eine Ausgrenzung derer, die bei dem, was der Maßstab ist, schlechter abschneiden. Es ist ja der Sinn und Zweck eines solchen Wettbewerbs, Ungleichheit festzustellen und auszuzeichnen.

Absolut richtig. Man kann sogar in vielen Fällen sagen, dass es Zweck des Wettbewerbs ist, die Ungleichheit herzustellen. Schönheitswettbewerbe fallen in diese Kategorie.

Wenn man das Ergebnis von solchen Wettbewerben nicht will, würde man doch vernünftigerweise ihre komplette Abschaffung fordern aber doch nicht die Abmilderung der Ungleichbehandlung.


Knorka Kinte
14.5.2013 18:12
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“Schaut euch doch mal bitte die Burkert-Eulitz auf Bildern genau an. Ausgerechnet von ihr kommt diese sinnfreie Forderung.”

ich glaube, Burkert-Eulitz ist ein Mann. In Wahrheit heißt er Burkhart Eulitz. Das Problem ist, dass dieser sich nicht mal auf innere Werte berufen kann. Der Vorschlag lässt nämlich Ernüchterndes über selbige erahnen.


euchrid eucrow
14.5.2013 19:01
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@tacco

Schaut euch doch mal bitte die Burkert-Eulitz auf Bildern genau an. Ausgerechnet von ihr kommt diese sinnfreie Forderung.

das ist ja auch ein problem. selbst wenn diese quotzen bei einem wettbewerb zur wahl der missraten oder misslungen antreten würden, würden sie schon aus dem vorentscheid fliegen bzw. es garnicht erst dahin schaffen.
ich empfehle dazu die pressekonferenz der piratinnenkon. da gibts noch mehr vom selben kaliber, die der normale mann nicht mit der kneifzange anfassen würde.


Anonym
14.5.2013 20:08
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@ Karl Marx: Der visuelle Faktor Schönheit signalisiert jedem Menschen gute Gene und Gesundheit (Männern wie Frauen). Deshalb sind einige auch bei HIV-Kranken so überrascht, denen man die Krankheit gar nicht angesehen hat. Natürlich wusste man früher nicht, dass es Gene gibt. Die Natur hat es aber offenbar so eingerichtet, dass die Menschen als schön empfunden werden, die gute Voraussetzungen für den Nachwuchs liefern (dazu zählt auch das Erbmaterial). Gute Gene verursachen anscheinend ästhetische Proportionen. Kosmetik ist in dieser Hinsicht der Versuch, bessere Bedingungen vorzutäuschen, um sich den Partner sequentiell aussuchen zu können. Äußere Schönheit ist da sozusagen der einzige Trumpf der Frauen. Tendenziell ist es nämlich für Männer bei der Partnerwahl weniger wichtig, wie intelligent oder reich Frauen sind, also bleibt nur noch das eine übrig. Siehe oben verlinkte Videos.
Angelina Jolie wird durch ihre Amputation – sofern man davon weiß – weniger attraktiv für das männliche Geschlecht, da sie mit ihren Implantaten wohl kaum den Nachwuchs stillen kann. Auch wenn man darüber nicht bewusst nachdenkt, das biologische Programm läuft wahrscheinlich so ab. Schon 2007 schreibt der Focus, dass das Stillen für Jolie nervig war (“Jolie gibt ungern die Brust
“).
Paul Kuhn ist womöglich ein zäher Brocken.


Leif
14.5.2013 21:01
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Facepalm-Link des Abends: http://2tu.us/6okd


Ich bin aber nicht bei Facepalm. Was nun?


Thomas M.
15.5.2013 6:40
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Darum geht es doch beim Feminismus: Das, was hübsche und gefällige Frauen als Privilegien gewährt bekommen, wollen die häßlichen und garstigen Feminazis als Grundrecht für sich. Das ist ungefähr so als würde man Hundehaufen per Dekret zu Goldnuggets umdeklarieren wollen…


Trude
15.5.2013 7:43
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Der von Dir zitierte Blogger ist übrigens niemand anderes als der Schriftsteller Andreas Eschbach (einer der wenigen fortschrittsfreundlichen SF-Autoren).


Norbert
15.5.2013 11:22
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Hier noch eine schöne Kolumne auf Achtgut von Monika Bittl:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/werdet_haesslich_werdet_gruen

Zitat:
Wir Frauen können ja eigentlich nur wirklich frei und gleichberechtigt sein, wenn wir überhaupt keine Körperlichkeit mehr haben, also weder schön noch hässlich noch hochgeistig sind, also vollendet asketisch jegliche körperliche Differenz mutigst nivellieren und zu einer nonnenhaften Reinheit gelangen, also zur Jungfrau Maria oder Mutter Theresa mutieren.

Ich persönlich finde das zwar nicht so toll, weil ich einfach schon immer gerne eine Frau war und es ziemlich genoss, neues Leben in meinem Körper wachsen zu spüren. Ja, und auch Flirten und der schlimme Hetero-Sex hat mir immer gut gefallen – aber das ist wahrscheinlich so antik wie getrennte Toiletten ohne Transgender-Option.


Karl Marx
15.5.2013 12:07
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@Anonym:

Der visuelle Faktor Schönheit signalisiert jedem Menschen gute Gene […]

Noch einmal: Was macht einer, der keinen Begriff vom Gen hat, mit dem Signal? Dem signalisiert Schönheit nur Schönheit. Und diejenigen, die wissen, dass Schönheit gar nicht völlige genetische Intaktheit signalisiert (Jolie), dem signalisiert Schönheit ebenfalls nur Schönheit.

Du denkst dir einfach den Zusammenhang Schön = Gesund dazu. Das nennt man wohl eine Ideologie. Das ist dieselbe Schublade wie Natur = Gesund. Auch das wird auch immer wieder runtergebetet – allen Pilzvergiftungen und Allergien zum Trotz.

Gute Gene verursachen anscheinend ästhetische Proportionen.

Ich sehe diesen Anschein nicht. Es ist doch vielmehr so (Jolie), dass auch schlechte Gene ästhetische Proportionen nicht verhindern. Die weit überwiegende Mehrzahl aller Gene ist “gut” (funktional), sonst hätte der oder die Betreffende erst gar keinen Stoffwechsel. Falls das mit “gesunde Gene” gemeint ist, dann hat aber auch der Hässlichste gute Gene.

Angelina Jolie wird durch ihre Amputation – sofern man davon weiß – weniger attraktiv für das männliche Geschlecht, da sie mit ihren Implantaten wohl kaum den Nachwuchs stillen kann.

Ich denke, dass die Attraktivität fürs männliche Geschlecht nur von der Größe und der Qualität der medizinischen Arbeiten abhängt. Dass Frau Jolie nun in Ihnen einen potenziellen Fortpflanzungspartner weniger hat, wird dem wohl keinen Abbruch tun 😉


Alex
15.5.2013 13:24
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Ich denke das Argument bei den bilogischen Hintergründen bei der Partnerwahl ist etwa das folgende:

Ein Partner mit geeignetem (also positiv für die Nachkommen) Genpool wird auf die meisten Menschen attraktiver wirken, als ein möglicher Partner, mit weniger passendem Genpool.

Diese (subjektive) Eignung wird unterbewusst wahrgenommen, und bei uns Menschen mit Begriffen wie Schönheit belegt.

Zum Beispiel scheint das Verhältnis von Brustumfang zu Tailie von 1.6 (böse Zungen würden Sqrt(5)+1 /2 als idealwert einwerfen) — welches etwa von 90-60-90 erfüllt wird — ein Zeichen von Fruchtbarkeit der Frau zu sein.
(Und da Fruchtbarkeit der Frau objektiv für jeden Nachkommen wichtig ist würden auch alle Menschen dieses Kriterium als schön empfinden)

Nunja, das ist eine Hypothese für die es auch Gründe gibt, aber ich bin ziemlich sicher, dass dahinter nicht die alleinige Wahrheit steckt 🙂


Anonym
15.5.2013 17:50
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@Marx: Die Frage ist doch, warum man Schönheit an Menschen als solche wahrnimmt und attraktiv findet.
Da haben Sie natürlich recht: Auch jemand der nicht weiß, was ein Gen ist, sieht die Schönheit und fühlt sich von ihr angezogen, eben weil diese Schönheit bei Menschen ein Hinweis (kein Beweis) dafür ist, dass diese Person gesund und geeignet für eine Partnerschaft und den eigenen Nachwuchs ist. Ungesunde Personen weisen oft auch Asymmetrien auf und die finden wir überwiegend nicht schön. Krankheit macht fast nie schöner und fast immer sieht man schlechter aus. Aber zu symmetrisch darf es auch nicht sein, denn das wirkt unmenschlich. Sieht man, wenn man mal die eine Gesichtshälfte auf einem Photo horizontal spiegelt und wieder zusammensetzt, sodass man ein Gesicht mit zwei Hälften hat, die sich exakt gleichen. Äußere Schönheit ist natürlich nicht der einzige Hinweis, der einem den richtigen Partner anzeigen soll, denn über den Geruchssinn und über Interaktion/Kommunikation nimmt man ebenfalls viele Informationen über eine Person auf, die einem meist nicht bewusst sind. Das äußert sich dann in Zuneigung oder Aversion (“den kann ich nicht riechen”). Partnerwahl erfolgt nicht nach dem Zufallsprinzip. Es ist ein biologisches Programm. Dass das mit Genen zu tun hat, ist nur eine weitere Information, die wir heute kennen.
Über das Schminken und Haarefärben lassen sich natürlich bestimmte Regionen hervorheben, die eine Attraktion erzeugen. Irgendwann werden sie es auch mit den Gesichts-OPs gebacken kriegen und wenn dann noch mit Pheromonen gearbeitet wird, hat man kaum noch eine Chance, jemanden in der Hinsicht richtig einzuschätzen.
Woher das Schönheitsempfinden bei Gegenständen oder der Natur kommt, ist immer noch ein Rätsel. Jedoch hat es sich gezeigt, dass bestimmte Proportionen, die besonders bei schönen Menschen gefunden wurden, ebenfalls in der Natur als ästhetisch empfunden werden. Photographen zum Beispiel ist der Goldene Schnitt (oder der Golden Ratio) in diesem Zusammenhang ein Begriff, der sich aus unbekannten Gründen überall in der Natur (z.B. beim Wachstum und bei Formen von Pflanzen oder kristallinen Mineralienformen) ebenso wie in den Körperproportionen des Menschen wiederfindet.

Hat Schönheit Regeln – Der goldene Schnitt:
http://www.youtube.com/watch?v=2I7dbgXfNh8

Zu Jolie: Ob sie gute oder schlechte Gene hat, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute aber stark, dass die meisten Männer eine natürliche Brust einer operierten vorziehen, sofern beide gleich aussehen und man von der Operation weiß. Möglicherweise wegen der unbewussten Assoziation, dass die Frau ihren Nachwuchs nicht stillen kann. Oder einfach weil man nun weiß, dass ihre sekundären Geschlechtsmerkmale gefälscht sind.


Dingsi
15.5.2013 21:48
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“Eine Misswahl mit Transen und Tunten” wäre bestimmt mal interessant. Die Bikini-Mode kommt ganz zum Schluss 🙂


Dingsi
15.5.2013 21:50
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“dass ihre sekundären Geschlechtsmerkmale gefälscht sind.”

ist die Jolie dann jetzt so eine Art Transe?


Ano Nym
15.5.2013 22:21
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@Alex:

Ein Partner mit geeignetem (also positiv für die Nachkommen) Genpool wird auf die meisten Menschen attraktiver wirken, als ein möglicher Partner, mit weniger passendem Genpool.

Mal eine ganz dumme Frage: Einer findet Frau Jolie attraktiver als andere mögliche Partnerinnen. Ist es dann positiv für die weiblichen Nachkommen aus dieser Beziehung, wenn sie den Defekt am BRCA1 [1] erben und wie die Mutter von Frau Jolie nach zehn Jahren Kampf mit 56 Jahren versterben? Also ich würde spontan sagen: Nein.

Aber auch angesichts der Zahl von 23.000 menschlichen Genen [2] ist es schon kaum nachvollziehbar, wie das denn funktionieren soll, dass Schönheit die Geeignetheit (also Positivität für die Nachkommen) repräsentieren können soll.

@Anonym:

Da haben Sie natürlich recht: Auch jemand der nicht weiß, was ein Gen ist, sieht die Schönheit und fühlt sich von ihr angezogen, eben weil diese Schönheit bei Menschen ein Hinweis (kein Beweis) dafür ist, dass diese Person gesund und geeignet für eine Partnerschaft und den eigenen Nachwuchs ist.

Tipp: Wenn Sie jemandem Widersprechen wollen, dann geben Sie ihm nicht erst Recht. Schönheit ist auch kein Hinweis auf Gesundheit. Wenn man an der Schönheit die Gesundheit erkennen könnte, hätten es die Ärzte für Geschlechtskrankheiten und ihre Patienten leicht.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/BRCA1
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Genom#Genomgr.C3.B6.C3.9Fen


Hadmut
15.5.2013 22:32
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@Ano Nym:

> Ist es dann positiv für die weiblichen Nachkommen aus dieser Beziehung, wenn sie den Defekt am BRCA1 [1] erben und wie die Mutter von Frau Jolie nach zehn Jahren Kampf mit 56 Jahren versterben?

Das spielt evolutionär und selektiv eigentlich gar keine oder kaum eine Rolle, weil Frauen mit 46 oder 56 keine Kinder mehr bekommen und sich das kaum auf die Fortpflanzungsfähigkeit und nur gering auf die Brutpflegefähigkeit auswirkt. Nur in Populationen mit Spätgebährenden oder Familienverbünden mit Großmüttern wirkt sich das überhaupt aus.

Bedenke, dass Menschen bis vor kurzem eine Lebenserwartung von gerade mal 30 bis höchstens 40 Jahren hatten. Da spielte sowas überhaupt keine Rolle.

Im Gegenteil: Du weißt ja gar nicht, ob das Gen nicht irgendeinen anderen Vorteil hatte, der das sogar aufwiegt.

Und ebenso ist zu bedenken, dass die Medizin der Auslese gerade ins Handwerk pfuscht.

> Schönheit ist auch kein Hinweis auf Gesundheit. Wenn man an der Schönheit die Gesundheit erkennen könnte

Doch, ist es. Und dass man nicht jede Krankheit am Aussehen diagnostizieren kann, heißt noch lange nicht, dass Aussehen und Gesundheit nicht korrelieren.

Es geht dabei ja nicht nur um Infektionen usw., sondern auch um gesundes Wachstum, Ernährung, gute Gene usw. Fahr mal in ein Dritte-Welt-Land. Da sieht man auch als Laie sehr schnell, wer gesund und wer krank ist. Beispielsweise sind auch Körpersymmetrie und Proportionen ein wichtiger Indikator für Gesundheit.


Alex
16.5.2013 2:10
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Erinnert mich an den noch mitdenkenden Menschen, der auf die Frage des ansteigenden Herzinfarktrisikos in zweit-welt Ländern meinte, dass das ein Grund zum Jubeln sei:
Endlich verrecken die Leute nicht mehr vor 50 🙂


Dingsi
16.5.2013 17:47
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Lagarde hat sich das Herz amputieren lassen, aus Angst Mitgefühl zu entwickeln

http://www.der-postillon.com/2013/05/aus-angst-mitgefuhl-zu-entwickeln-iwf.html


Ich sehe diesen Anschein nicht. Es ist doch vielmehr so
(Jolie), dass auch schlechte Gene ästhetische Proportionen nicht
verhindern. Die weit überwiegende Mehrzahl aller Gene ist “gut”
(funktional), sonst hätte der oder die Betreffende erst gar keinen
Stoffwechsel. Falls das mit “gesunde Gene” gemeint ist, dann hat
aber auch der Hässlichste gute Gene.