Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Filmkritik: Star Trek – Into Darkness (3D)

Hadmut
10.5.2013 0:31

Ich will mal eine alte Gewohnheit von mir aus meiner Vor-Blog-zeit wieder ausbuddeln: Filmkritik. Ich war gerade im Kino.

Warum eigentlich noch ins Kino?

Komischerweise stand für mich heute während und nach des Kinobesuchs nicht die Frage im Vordergrund, ob ich den Film gut fand, sondern ob man überhaupt noch ins Kino gehen sollte.

Früher war ich leidenschaftlicher und häufiger Kinogänger. Gerade damals in Karlsruhe als Student und vor allem als Mitarbeiter an der Uni oder danach bei XLink bin ich sehr häufig – manchmal dreimal die Woche – mit Freunden ins Kino gegangen, auch weil auf dem gemeinsamen Nach-Hause-Weg lag und unsere typische Feierabend-Zeit so lag, dass man noch kurz was essen gehen konnte und dann direkt ins Kino. In der Schauburg gab’s sogar Studentenpreise, wenn ich mich recht erinnere, haben wir damals für manche Filme 1,50 gezahlt. D-Mark, wohlgemerkt.

Kinos waren damals preisgünstig, es gab noch nicht diese großen Kinotempel mit Monopolcharakter und kartellartigen Absprachen, sondern viele kleine Kinos mit oft nur einem einzelnen Kinosaal, wie man sie früher, teils noch in der Vorkriegszeit gebaut hatte. Viele davon sind dann pleite gegangen, weil die großen Tempel ihnen erst mit Dumpingpreisen und Zusatzangeboten die Kunden wegnahm, und dann die Preise hochgezogen hat. Und der Knabberkram wird auch immer teurer.

Und Kino war damals alternativlos. Damals waren wir noch auf dem technischen Stand von PAL und dem VHS-Rekorder, Kaufkassetten waren teuer und qualitativ grausam schlecht, und erschienen – ebenso wie Filme im Privatfernsehen – oft erst Jahre nach dem Kinotermin.

Und Filme waren damals einfach besser. Weil handlungsorientiert und mit einem interessanten Plot. Noch nicht diese charakterlose US-Massenware, die am laufenden Band produziert und in die Medien gedrückt wurde. Damals musste man Filme machen, weil die Tricktechnik noch nicht viel hergab. Heute kommt alles aus dem Computer, Dialoge beschränken sich auf hastige kurze Sätze und alles mit Krach-Bumm-Zack und hohem Handlungstempo, das vor allem visuell und akkustisch, und nicht durch Handlung vorangetrieben wird. Filmklassiker gibt es kaum noch.

Was mir auch aufgefallen ist, dass mir Kino immer unangenehmer geworden ist. Und ich glaube nicht, dass das nur subjektiv an mir selbst liegt. Früher waren die Leute das einfach gewohnt, sich zu benehmen, sich rücksichtsvoll zu benehmen und auch mal 90 oder 100 Minuten einfach ruhig zu sitzen. Früher konnten sich die Leute im Kino einigermaßen ruhig benehmen (abgesehen von der Karlsruher Schauburg, da ging das nie). Immer mehr Leute können inzwischen nicht mehr ruhig sitzen, sind nervös, stören, oder stinken nach Zigaretten. Es ist mir schon mehrfach passiert, dass ich neben Leuten saß, die die 90 Minuten nicht mehr durchhielten und alle 10 Minuten rausrannten, um sich draußen schnell eine reinzuziehen, und dann jedesmal aufs Neue so stanken, dass mir hundeübel wurde. Handy abzuschalten, nicht mit leuchtendem Display Mails zu lesen und einfach die Schnauze zu halten ist auch nicht jedem gegeben.

Deshalb gehe ich inzwischen nur noch alle 2-3 Jahre mal ins Kino. Und selbst da war ich beim letzten Kino-Besuch auch nur dort, weil ich eingeladen war.

Heute habe ich mir die Eintrittskarte über das Internet vorher gekauft. Immerhin weiß man dann, ob man noch einen guten Platz bekommt, bevor man überhaupt losfährt und womöglich vergeblich hinfährt, die vermeintliche Sicherheit hat sich aber aus anderen Gründen als trügerisch erwiesen. Gekostet hat die Kinokarte 14 Euro (13,50 für die Karte plus 0,50 Internetgebühr). Könnte ich wie Mr. Spock im Film in die Vergangenheit fahren und mit mir selbst als jungem Mann sprechen, ich hätte mich damals für verrückt erklärt, einmal rund 28 D-Mark für eine Kinokarte zu zahlen. Da ist ja selbst die Bluray meist billiger.

Der Sitzplatz war ärgerlich. Bei meinem letzten 3D-Film saß ich zu weit vorne, in einem Kino mit riesiger Leinwand, und wenn das Bild zu groß und zu nah ist, funktioniert der 3D-Effekt nicht richtig. Deshalb habe ich mir heute einen Platz in einer Reihe gesucht, die ca. 2/3 der Reihen vor sich und 1/3 hinter sich hatte, kannte das Kino aber vorher nicht. Die Leinwand war da gar nicht so groß, und von der Entfernung war das eignetlich in Ordnung. Aber die Leinwand war ziemlich tief und in etwa der hinteren Hälfte des Kinos musste man tatsächlich leicht nach unten sehen statt wie früher üblich nach oben. Direkt vor mir saßen aber ein paar große Leute und ich hatte deshalb deren Köpfe im Bild. Gerade bei 3D ist das überaus störend, weil es nicht nur Bildinformation abdeckt, sondern die 3D-Wirkung stört. Ein Kino, bei dem man die Leinwand nicht voll sehen kann, ist meines Erachtens schlichtweg nicht 3D-geeignet. Ich hätte mich weiter vorne hinsetzen sollen, was man aber bei einer Platzbestellung im Internet nicht sehen kann.

Links neben mir saßen zwei ruhige, aber höchst unansehnliche Typen, beide mit einem zwar leichten, aber merklichen Schweiß- und Zigarettengeruch. Irgendeiner von denen war dann noch so ein nervöses Hinkel und hat zwanghaft ständig und schnell mit einem Bein gewackelt. Gibt ja so Leute, sieht man auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Und die merken das oft selbst nicht mal mehr oder kriegen das selbst nicht mehr unter Kontrolle. Dummerweise wackelt dann die ganze Sitzreihe und sowas nervt mich ganz enorm. Keine Ahnung, was die Ursachen für dieses Gezappel sind.

Rechts neben mir saß eine junge, bildhübsche, unglaublich gut aussehende Frau. Die Freude war verfrüht, denn sie verströmte ein vernehmliches Knoblauch-Aroma. Tragischerweise ist es im Kino dunkel und man konnte sie nicht sehen – aber riechen.

Erfreulich war da nur, dass es außer Filmtrailern keine Werbung gab (macht man das heute nicht mehr?) und da auch kein aufdringlicher Eisverkäufer rumlief.

Das muss man sich dann aber ernsthaft fragen, ob einem sowas 14 Euro pro Person wert ist. Mir eigentlich nicht. Zumal man inzwischen die DVD und Bluray oft schon nach wenigen Monaten oder gar Wochen bekommt und dafür oft schon zum Start nicht mehr als 14 Euro bezahlt, und beide Sprachversionen hat, sich das beliebig oft mit beliebig vielen Leuten ansehen und ausleihen kann.

Der einzige Vorteil, den ich im Kino noch sehe, ist der 3D-Effekt, den man zuhause selbst mit dem besten Fernseher so nicht hinbekommt, weil beim Fernseher Schärfedistanz und Blickwinkeldistanz nicht übereinstimmen. Ich persönlich finde den 3D-Effekt aber gar nicht so toll. Ich merke, dass ich bei Kamerablickwinkelwechseln oder Szenenwechseln manchmal kurz brauche – geschätzt vielleicht 0,3 oder 0,5 Sekunden am Anfang des Filmes, später wird es dann besser – bis sich der 3D-Effekt optisch einstellt, weil man eben merkt, dass Hirn und Auge permanent kämpfen, weil es eben doch nicht ganz der Realität entspricht. Sie nennen es zwar 3D, es ist aber nicht 3D. Es ist stereoskopisch mit zwei planen Bildern, und das stimmt einfach nicht mit der Realität überein, auch wenn die Diskrepanz im Kino weit geringer als am 3D-Fernseher ist. Dafür fällt mir oft negativ auf, dass man Szenen nicht dramaturgisch aufbaut, sondern 3D-Effekte pushen will. Auch in diesem Film waren wieder einige Szenen, die nur auf 3D-Heischerei hinausliefen. Sogar der unvermeidliche Speer wurde ins Publikum geworfen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der negative Einfluss auf das Drehbuch den Reiz des 3D-Effektes deutlich übertrifft.

Ob man dafür 14 Euro pro Person ausgibt?

Wie gesagt, ich gehe nur noch alle Jubel-Jahre ins Kino und kaufe mir Filme – wenn überhaupt noch – auf DVD. Da habe ich nämlich noch den Vorteil, sie auf deutsch und englisch zu haben. Heute habe ich im Kino gleich einen Kollegen getroffen, der ging allerdings in die englische Version und ich bin in die deutsche gegangen. Keine Ahnung, warum ich das nicht in Betracht gezogen habe, eigentlich hätt ich die englische nehmen sollen. Auf DVD bekommt man für einen Preis beide.

Und der Film?

Die Star-Trek-Kinofilme hatten zuletzt immer stärker an Qualität abgenommen. Der doch ziemlich fett gewordene William Shatner konnte schauspielerisch nicht glänzen, und die TNG-Crew hatte auch nichts bewegendes mehr. Als der letzte Film die alte Original-Crew in deren Zustandekommen aber mit neuen jungen Schauspielern wiederbelebte, war das eigentlich ein toller, furioser Neuanfang. Nur dann kam nichts mehr. Man hatte den Eindruck, ihnen fällt nichts mehr ein. Und den Eindruck hatte ich heute in diesem Film auch.

Der Film ist zwar handwerklich und tricktechnisch sehr gut gemacht, Kamera tadellos. Ich hatte nur einmal den Eindruck, dass der Maskenbildner geschlampt hatte und bei Spock die spitzen Ohren unsymmetrisch angeklebt hatte, sie deshalb in unterschiedlichen Winkeln vom Kopf abstanden. Geschenkt. Die optische Qualität ist sehr hoch.

Ansonsten alles wie gehabt. Ich hatte regelrecht den Eindruck, dass ihnen nicht nur nicht viel Neues einfiel, sondern ihnen auch das Publikum wegbleibt (die letzte Star-Trek-Serie „Enterprise”, die vor TOS angesiedelt war, wurde ja trotz vergleichweise hoher Qualität vorzeitig abgebrochen, weil die Zuschauer wegblieben). Vielleicht ist der Zeitgeist einfach weitergerückt. Ich hatte den starken Eindruck, dass sie einfach alle die alten Klischees, Erkennungsmuster und Anspielungen auf Ereignisse der früheren Kinofilme und Serienepisoden aneinandergereiht haben, um wenigstens die Gewohnheits-Trekkies ranzuholen.

Natürlich rennen sie anfangs wieder – Anspielung an TOS – auf irgendeinem seltsamen Planeten herum, mit seltsamer Vegetation und seltsam aussehenden Bewohnern, die technisch hinter uns sind, und treiben dort irgendwas. Wie so oft geht es darum, die Population des ganzen Planeten zu retten, die – wie so oft – aus ungefähr 30 Individuen besteht. Optisch ist das allerdings viel besser gelungen, fremde Planeten kommen jetzt aus dem Computer und werden nicht mehr wie früher aus Pappmachee, Maschendraht und Sperrholz im Studio zusammengepappt. Und wie immer die Unlogik, dass die Enterprise zwar hunderte Leute Besatzung hat, gefährliche Außeneinsätze, bei denen man wie ein Wilder durch den Wald rennt, aber stets von den allerwichtigsten Offizieren der Brücke selbst und zusammen unternommen werden. Wofür schleppen die eigentlich immer hunderte Leute Besatzung und so ein Riesenschiff durchs All? Was allerdings fehlte war der unbekannte Statist vom Sicherheitspersonal, der mit dem Captain runter, aber nicht mehr raufbeamt – „Er ist tot, Jim!”

Die Enterprise haben sie diesmal (ich hab irgendwie nicht mitbekommen, warum eigentlich) nicht im Standard-Orbit geparkt, sondern in einem Ozean versteckt (Scottie schimpft auf das Salzwasser) um dann sehr imposant und kraftvoll aus dem Meer heraus zu starten. Hat mich massiv an Raumpatrouille Orion erinnert.

Was es auch gab, auch schon ein Klassiker, dass sie wieder einmal in neuen Uniformen herumrennen. Diesmal eine Kreuzung aus Fahrenheit 451, 1984, dem US-Marinecorps und alten DDR-Grenzer-Mützen vom Flohmarkt.

Richtig geil dagegen ist der knallenge Latex-Raumanzug, in dem Uhura mal kurz herumläuft. Sabber, davon hätten sie mehr bringen können. Die sieht echt super lecker aus (und dabei bleibt es nicht, sie spielt es auch sehr gut).

Und was sie auch hatten – bitte nicht schon wieder – war das schon gar zu sehr kinostrapazierte Schema von der Bombe, die gleich hochgeht, dafür außen ein superdramatisches herunterzählendes Display angebracht hat, und bei der man im letzten Augenblick den richtigen von mehreren Drähten durchschneiden muss. Ich halt’s nicht mehr aus.

Und, wie so oft in Weltraum-Science-Fiction tragen sie innenbeleuchtete Drama-Helme. Kein vernünftiger Mensch würde in einem Helm eines Raumanzuges eine Innenbeleuchtung anbringen, die dem, der im Anzug steckt, direkt ins Gesicht leuchtet. Das wäre nämlich bescheuert, weil ihn das blendet und man dann nichts mehr sieht. In der Realität bringt man die Beleuchtung außen an und sie leuchtet dorthin, wo man hinguckt, und nicht ins Gesicht. Eine Taschenlampe hält man ja auch dahin, wo man was sehen will, und leuchtet sich nicht selbst ins Gesicht. Aber in einen echten Helm könnte der Zuschauer ja kaum reinsehen und die Gesichter nicht erkennen. Also müssen im Film die Helme – wie schon in so vielen Raumschiff-Filmen und sogar manchen Katastrophenfilmen mit Bio-Schutz-Anzügen – innenbeleuchtet sein, weil der, der sieht, nicht der im Film, sondern der Zuschauer im Kino ist. Immerhin gehen sie mit der Zeit. Früher hatten sie Birnchen oder kleine Leuchstoffröhren drin, nun haben sie rundherum LEDs eingebaut. (Besonders drastisch etwa bei Kampfstern Galactica, wo die Helme Intensivbeleuchtung, aber nicht mal ein Visier hatten.)

Und diverse Anspielungen und Wiederverwendungen alter Rollen und Begebenheiten.

Der Bösewicht ist schon wieder Khan. Den hatten sie schon in einer TOS-Folge und im zweiten Kinofilm (Zorn des Khan), allerdings inhaltlich einigermaßen stimmig. Da es hier ja um Begebenheiten geht, die unmittelbar vor den TOS-Folgen spielen (am Ende gehen sie auf die bekannte 5-jährige Reise der Enterprise durch das Universum), achten sie darauf, dass Khan am Schluss nicht stirbt, sondern wieder mit seiner Besatzung (die eingefroren bleibt, außer einem Gesicht sieht man von denen nichts) eingefroren und gelagert wird, damit er dann in der alten TOS-Folge ja wieder auftauchen kann. Ich weiß nur nicht mehr, ob Kirk Khan in der TOS-Folge schon kannte. Müsste er ja.

Was man allerdings sagen muss ist, dass Benedict Cumberbatch den Khan verdammt gut spielt (das ist der, der auch diesen modernisierten Freak-Sherlock-Holmes in der Serie spielte, die mal in der ARD kam). Das ist schon top. Wenngleich auch der Name nicht mehr passt, weil der asiatisch-indische Teint aus der TOS-Folge und auch das seltsam kriegerische aus dem zweiten Kinofilm fehlen. Sowas braucht Cumberbatch alles gar nicht. Der kommt da völlig neutral im grauen Anzug daher und macht das alles mit seiner Gestik und Mimik. Kurioserweise spielt der tatsächlich alle an die Wand, indem er fast gar nicht spielt. Während die Enterprise-Crew und insbesondere Kirk ständig in Bewegung sind und herumhampeln, steht Cumberbatch oft nur wie ein Fels da und macht einfach gar nichts, und wirkt dadurch enorm. Und wenn er spricht, sind Gestik und Mimik einfach der Brüller. Toll zu sehen, wie – und wie rasend schnell – der in seinem Gesichtsausdruck zwischen Überlegenheit, Arroganz, Beben und fiesem v-förmigem Grinsen wechseln kann.

Noch ein alter Bekannter, mit dem ich da gar nicht gerechnet habe, war ein Tribble. Pille hat tatsächlich einen Tribble. Als Anspielung auf einer der genialsten TOS-Folgen und eine noch genialere DS9-Bearbeitung.

Auch Klingonen laufen kurz rum, die haben sie ebenfalls aufgemöbelt und in ihrer Klingonität gegenüber den TNG- und DS9-Folgen deutlich reduziert. Kamen mir so vor wie bei den Autoherstellern, die ihre Automodelle in der Mitte ihrer Lebenszeit äußerlich etwas aufmöbeln und modernisieren. Die waren denen im Verhalten dann doch wohl zu albern übertrieben gewesen, weshalb sie sie in ihrer Klingonität deutlich reduziert und von der Maske etwas aufgefrischt und dem neueren Kino-Stil angepasst haben. Meistens sieht man die Gesichter aber nicht mal, die laufen jetzt mit Masken-Helmen rum. Man hat den Eindruck, als wären die nur der Vollständigkeit halber dringewesen, nicht der Handlung wegen. Als ob man sie nicht hätte drinhaben wollen, aber auch nicht draußen.

Und dann der ultimative Super-Schmalz: Kennt Ihr die Szene am Ende des zweiten Kino-Films (Der Zorn des Khans), in der sich Spock opfert und in den Reaktor steigt, um da was zu reparieren, dabei die Enterprise und die Besatzung rettet, dann verstrahlt stirbt, von Kirk durch eine Glasscheibe getrennt, um dann später durch seltsamen Voodoo-Zauber wiedererweckt zu werden? Genau denselben Käse spielen sie hier – teils sogar mit wörtlicher Wiederholung der Dialoge – nochmal nach, nur mit vertauschten Rollen. Jetzt ist Kirk drin und Spock draußen. Nur mit dem Unterschied, dass Kirk schon im selben Film wiederbelebt wird und es kein Sequel „Auf der Suche nach Kirk” gibt.

Apropos Spock: Als ob’s der Aneinanderreihung der Klischees und Selbstzitate noch nicht genug wäre, holen sie sogar Leonard Nimoy als alten Spock wieder kurz per Videokonferenz mit dazu, der sein junges Ego mal eben aus der Zukunft berät. Wieder mal so der Vollständigkeit halber, damit auch möglichst viele Trekkie-Wiederkennungspunkte drin sind. Obwohl genau das gerade gar nicht so nötig wäre, weil der neue Spock seine Rolle ziemlich gut spielt. Aber von der alten TOS-Riege leben halt auch nicht mehr so viele (als Schauspieler und Figur), und da muss halt dann Old Spock wieder ran. Wie gut, dass es da die Videotelefonie schon gab.

Und was sie halt auch schon wieder einmal haben: Raumgeballer zwischen Raumschiffen, bei denen es rummst, das Schiff wackelt, irgendwas explodiert und die Enterprise heftig Schaden nimmt. Waffen, Schilde und Antrieb fallen wieder mal aus. Geht nicht ohne. Immerhin haben sie jetzt mal so einen richtig tollen großen Maschinenraum, der den Namen verdient, und nicht so eine komische Kulisse mit Leuchtstoffröhren und komischen Knöpfen wie bei TOS.

Was ist mir an Neuigkeiten aufgefallen? Nicht allzuviel.

Der gesamte Look der Enterprise, der Klamotten, der Gänge usw. wurde stark aufgemöbelt und sieht – wie ich finde – recht gut aus. Als Enterprise erkennbar, und doch deutlich aktualisiert und an die neueren Techniken angepasst.

Die Raumschiffe und Shuttles sehen nun deutlich realistischer aus, weil sie nun – ganz was neues – dreckige Scheiben bekommen haben.

Und zwar fliegen die Leute wieder mal bei jedem Treffer durch die Gegend, aber zumindest für die wichtigsten Leute hat die Enterprise jetzt tatsächlich Gurte zum Anschnallen. (Ich bin mir aber nicht sicher, ob es die nicht schon im letzten Film gab. Das die TOS-Enterprise keine Gurte hatte, lag wohl eher daran, dass in den 60ern Autos auch keine hatten und das den meisten nicht geläufig war, und es die Schauspieler behindert hätte.)

Auch ihr Verhältnis zur Physik hat sich gebessert, wenn auch nicht perfektioniert. In einer Enterprise mit Schaden und Schlagseite kann tatsächlich die Gravitation mal von der Seite kommen und sie an den Wänden statt auf dem Boden entlangrennen. (Was allerdings die Frage aufwirft, warum man dann ein Raumschiff nicht von vornherein so baut, dass man auch in diesem Notfall noch einigermaßen durchkommt.) Wobei mich die Frage mal interessieren würde, wie sich ein Körper von der Form, der Größe und dem Gewicht der Enterprise bei einem Sturz durch die Atmosphäre bewegen würde, ob der ständig beschleunigt (und damit innen relativ zur Enterprise niedrigere Gravitation herrschen müsste) oder ob der sich noch innerhalb der Atmosphäre auf eine konstante Geschwindigkeit einpendeln könnte wie die meisten fallenden Körper, und auf welche.

Und dann ist da eben der Feministische Gender-Quoten-Einschlag.

In TOS war damals Uhura die Political Correctness-Brecherin und Quoten-Vorreiterin: Doppelte Neuigkeit, eine Frau in einer Crew und noch eine Schwarze in einer Weißen Crew, die auch noch – Skandal! – zum ersten Mal im amerikanischen Fernsehen als Schwarze einen Weißen küsste – Uhura küsste Kirk. Wahnsinn. Da trat sogar der für damalige Verhältnisse skandalöse Russe Checkov als Crew-Mitglied in den Hintergrund.

Heute reicht eine Frau in der Crew nicht mehr. Frauenquote.

Also musste noch eine weitere her, die sehr blonde Dr. Marcus.

Und nicht nur Spock fragte sich im Film, wozu die eigentlich an Bord gekommen war, auch dem Zuschauer erschließt sich nicht, wozu die eigentlich da war. Die war eigentlich völlig überflüssig und – allerdings sehr attraktiv und gut aussehend – als Dekoration und Ausstellungsstück da, einmal sogar kurz in Unterwäsche. So nutzlos sie war, am Schluß begrüßen sie sie als neues Mitglied der „Familie”, sie wird also wohl auch in künftigen Folgen dabei sein, um die Frauenquote zu heben.

Dabei ist ihr Auftreten genau so, wie man es sich von einer Quotenfrau vorstellt: Sie ist überflüssig, bringt die Handlung nicht voran, keiner weiß, warum und wozu sie da ist, es ist unklar, was sie eigentlich kann, und sie hat sich durch falsche Angaben in die Stelle geschwindelt – aber ist promoviert und steht jetzt dauerhaft auf der Gehaltsliste.

Womöglich hat es auch feministische Gründe, dass Uhura zwar immer noch rumknutscht, aber nicht mehr mit Kirk (das könnte man als heterosexuell und Machtausübung auslegen, und das ist ja jetzt verboten) sondern mit Spock. (Außerirdische vom Vulkan kommen bisher im feministischen Feindbild noch nicht vor, deshalb geht das vorläufig noch.)

Naja, jedenfalls knutschen und streiten Spock und Uhura miteinander, der übliche Beziehungssermon, und Kirk steht dabei und guckt genervt. Wobei die neue Uhura ja schon verdammt gut … und gerade in ihrem geilen, knallengen Latex-Anzug … da kann auch die blonde Dr. Marcus in Unterhosen nicht mithalten. Wie gut, dass es jetzt doch HD-Fernsehen gibt.

Und die Handlung?

Äh, pff, ja, vielleicht sollte ich dazu gar nicht zu viel sagen, um die Spannung nicht … ach was, pfeif drauf, wenn man die bisherigen Folgen und Kinofilme kennt, ist es klar, worauf es hinauslaufen muss, zumal außer Pike keiner sterben kann, die werden ja alle noch gebraucht. Und so ne richtige Handlung gibt’s ja auch nicht. Kirk und Spock halten sich nicht an die Regeln, man nimmt ihnen die Enterprise ab, dann kommt der Böse, man gibt ihnen die Enterprise zurück um die Welt zu retten, sie fliegen in den klingonischen Raum, haben Maschinenschaden, der Böse ist eben böse, der Admiral ist böse, Kirk und Spock retten wieder mal die Welt, aber schrotten dabei die Enterprise (diesmal nur fast, nicht wieder komplett), es wird geballert und gebeamt, und am Schluss kommt der Standard-Spruch vom Raumschiff Enterprise, das die Tiefen des Weltalls erforscht, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, und so weiter. TOS-Musik. Was sonst. Scottie und Checkov als seine Vertretung richten es im Maschinenraum und bringen den Antrieb wieder zum Laufen, wie in jeder Folge, Pille grummelt, fummelt an Leuten rum und flickt zusammen, Sulu zeigt, dass er böse werden kann, Uhura dass sie verdammt gut aussieht und auch kämpfen kann, Spock zeigt, dass er feuerfest aber nicht gefühlsfest ist, und die neue Dr. Marcus zeigt, dass sie blond ist und nicht die Wahrheit sagt.

Eigentlich spielt die Handlung keine wesentliche Rolle. Der Film wird von Situationen, Dialogen, an manchen Stellen doch etwas Komik, der Optik und der Wirkung von Cumberbatch als Khan getragen. Was genau die da eigentlich machen, ist nicht wichtig. Eigentlich machen sie auch nicht viel. Sie kämpfen. Mal da, mal bei den Klingonen. Gegen Khan, mit Khan gegen den Admiral, dann wieder gegen Khan, und dann gegen den Warp-Antrieb. Eigentlich nichts wirklich überraschendes bis auf den Aspekt, dass es zwei Böse gibt und man nicht so ganz erkennt, wer der Bösere ist.

Ach ja, bevor ich es vergesse, wie bei Star Trek so üblich, gab es auch wieder mal ein Aufblitzen von Moralfragen. Lässt man ein Crew-Mitglied in einem Vulkan sterben oder verletzt man die Direktive, indem man die Enterprise zu dessen Rettung aus dem Meer auftauchen lässt, wonach sie von den Eingeborenen gesehen werden kann und als Gottheit angebetet wird?

Darf man einen wirklich üblen Bösewicht (Bin Laden und Co. lassen grüßen), der sich in der Wüste versteckt, einfach so per Raketenbeschuss liquidieren, wenn man sonst keine unschuldigen Dritten dabei treffen kann, oder muss man ihn doch einfangen und vor ein Gericht stellen? Und wenn man ihn hat, darf man ihm dann aus Rache für den getöteten Kollegen noch eben die Fresse polieren?

Und überhaupt, was halten Klingonen eigentlich davon, wenn man ihren Planeten unangemeldet torpediert?

Und, wie war’s?

Mmmh, ja, geht so. 14 Euro war’s jedenfalls nicht wert, wenn man nicht gleichzeitig Star-Trek-vernarrt und 3D-geil ist. Das ist einfach zu teuer.

Für Nicht-Trekkies bringt der Film eigentlich gar nichts, weil er für sich betrachtet eigentlich überhaupt nichts hat, was einen geschlossenen Film so ausmacht. Man braucht den Star-Trek-Kontext, an dem mit dem Film wieder ein paar Ergänzungen vorgenommen werden. Ohne Kontext versteht man den Film, die Handlung, die Rollen und die Anspielungen gar nicht.

Für Trekkies hingegen stellt sich die Frage erst gar nicht, ob der Film gut ist, die gehen sowieso rein.

Meine Empfehlung wäre zu warten, bis die die DVD oder Bluray für 11,95 raushauen, sowas geht ja inzwischen schnell. Zusammen mit mehreren Leuten deutsch und/oder englisch gucken, und sich dann ausleihen. Oder in Trekkie-Manier 20 Mal gucken, bis man ihn auswendig kann. So passt’s dann. Oder warten, bis er auf Sat.1 kommt.

Ein zwingender Grund für mich, meine Kino-Frequenz wieder zu erhöhen, war’s eher nicht.

Ich werd ihn mir auf DVD/Bluray kaufen, wenn der Preis in die niedrigeren Regionen gerutscht ist, und ihn mir dann nochmal anschauen. Weil er nicht so prägnant war, dass ich bis dahin die Handlung wahrscheinlich längst wieder vergessen habe.

Einer der wichtigen Klassiker in der Reihe der Enterprise-Filme wird’s wohl eher nicht, auch wenn sie diesmal einen wirklich gelungenen Bösewicht haben. Das war mehr so ne Fleißübung als Lückenfüller zwischen dem ersten Kinofilm der neuen Besetzung und der alten TOS-Serie. Sowas wirklich Neues ist ihnen nicht eingefallen, das war mehr so ein Versuch, alte Trekkie-Reflexe wieder aufzuwärmen oder warmzuhalten.

Das ist halt immer das Problem, wenn man einen Film in einen bestehenden Handlungsplot reinflickt und zu viele Kontext-Anspielungen reinnimmt, dass man nicht mehr überraschend sein kann, weil es ja reinpassen muss.

Ach ja: Vor dem Film kamen ein paar Trailer für neue Filme, darunter auch ein Science Fiction namens „Elysium” mit Jodie Foster und Matt Daemon. Zumindest nach dem Trailer erschien der mir interessanter.

37 Kommentare (RSS-Feed)

Jens
10.5.2013 1:25
Kommentarlink

“Das muss man sich dann aber ernsthaft fragen, ob einem sowas 14 Euro pro Person wert ist.”

Wieso? Du hast doch nur einmal 14 Euro gezahlt, und dafür wurden Dir gleich mehrere unangenehm riechende Personen geboten …


Luc
10.5.2013 2:46
Kommentarlink

Ohje ohje Herr Danisch 😀

1. Es gilt unter Leuten, die sich (professionell) mit Filmkritik beschäftigen als ganz schlechter Stil in einer Filmkritik zu spoilern, ohne das in der Einleitung zu erwähnen. So in etwa wie in einem Vortrag für Laien Fachbegriffe vorauszusetzen.

2. Into Darkness Einfallslosigkeit im Plot vorzuwerfen ist wie Erdbeerjoghurt vorzuwerfen, dass er nach Erdbeeren schmeckt. Abrams hat in unzähligen Interviews genau das bekräftigt: sein Reboot ist erklärtermaßen ein Puzzle aus Versatzstücken und neuen Teilen. Die alternative Zeitlinie der Filme soll gerade die Chance eröffnen alte Figuren, alte Geschichten neu zu erfinden. Der Nostalgie-Effekt für alte Fans, ohne Neueinsteiger zu überfordern. Eben z.b. alte Figur (Khan) neu gedacht.

Das kann man kritisieren, aber dann eben das ganze Konzept. Es ist keine Einfallslosigkeit, sondern Absicht.

3. Dr. Marcus ist eine Hommage an eine gleichnamige Figur aus TOS. Ebendort hat Kirk sogar ein Kind mit ihr. Sie einzubauen ist, bei aller Paranoia die man zwangsläufig entwickelt wenn man sich mit dem Genderkomplex beschäfigt, nichts weiter als ein Versatzstück für alte Fans und im Charactersheet ein Gegengewicht für Uhura (die Kirk ja obv. nicht zur Verfügung steht 😉

Filmkritik die den Namen verdient speist sich wie letztlich alles tatsächlich profesionelle und fundierte aus dem Wissen, dass man über die Regeln guter Filmkritik und die Entstehungshintergründe des Films selbst besitzt. Falls dich das tatsächlich interessiert hast du auf dem Gebiet Nachholbedarf 😉 Ich beschreibe diesen Anspruch allerdings nur weil das Niveau deines Blogs im Übrigen eben sehr hoch liegt.


Hadmut
10.5.2013 7:25
Kommentarlink

> Dr. Marcus ist eine Hommage an eine gleichnamige Figur aus TOS. Ebendort hat Kirk sogar ein Kind mit ihr.

Ach Herrje, das soll ja die sein, die später das Genesis-Projekt macht, und mit der er diesen Sohn hat, der da von Klingonen umgebracht wird.

Deren Namen wusste ich jetzt wirklich nicht mehr und und widererkannt habe ich sie auch nicht – dann hat sie nämlich auch den falschen Beruf, sich nämlich von der Biologin zur Waffenexpertin verwandelt. Das würde zwar zu Genesis auch passen, schmälert aber den Wiedererkennungswert. Immerhin ein Zusammenhang mit Film 2 und 3.


Kaiser
10.5.2013 2:46
Kommentarlink

>Für Trekkies hingegen stellt sich die Frage erst gar nicht, ob der Film gut ist, die gehen sowieso rein.

Niemals! 🙂


Martok
10.5.2013 2:50
Kommentarlink

Joa, “war’s nicht wert” ist irgendwie das Standardfazit nach jedem Kinofilm in letzter Zeit. Könnte an den Preisen liegen…

2 Dinge kurz: Klingonen müssen zu dieser Zeit “flach” sein, da das mal in den Kanon aufgenommen wurde [1]. Ist also in-universe durchaus richtig so, und wäre eher blöd wenn sie aussehen würden wie zu späteren Zeiten.
Und Dr. Marcus ist schon irgendwie wichtig, zumindest wird sie das für Kirk. Immerhin werden die Beiden einen Sohn gehabt haben. Keine Ahnung wie sie hier rüberkommt, aber Original hat sie schon ganz schön was auf dem Kasten. Erfindet immerhin das Terraformingdingsbums…

Den Film werd ich übrigens Englisch gucken. Hier auf dem flachen Land ist das eher schwierig im Kino, wird also auf irgendwas digitales hinauslaufen, und das dürfte noch etwas dauern…

[1] http://www.ex-astris-scientia.org/misc/artikel-klingonen.htm
[2] http://en.memory-alpha.org/wiki/Carol_Marcus


Patrix
10.5.2013 6:10
Kommentarlink

Der alte Spock hat im letzten Film einen Zeitsprung gemacht, der Videoanruf kommt nicht aus der Zukunft.


Hadmut
10.5.2013 7:15
Kommentarlink

@Patrix: bekannt.


Michael Vogt
10.5.2013 7:17
Kommentarlink

Danke fuer die Rezension! Dann kann ich mir die 15 Euro ja sparen und darauf warten, dass er in die Bibliotheken kommt.

Eigentlich war ich nie ein Star Trek Fan, als Jugendlicher hat man es halt gesehen, aber irgendwie fand ich damals die Thunderbirds besser.

Aber es gibt ja offensichtlich noch viele Trekkies, also warum sollte man die nicht melken?

Einzig ein Film aus der Kinoreihe ist mir unvergessen geblieben, wo Checkov auf russisch einen Polizisten nach dem Standort der US-Atomflotte fragt, oder Scottie verzweifelt den Computer vollquatscht und schlussendlich merkt, dass er die Tastatur benutzen muss, der war klasse!

Mick!


Niko
10.5.2013 7:51
Kommentarlink

Ich bin ja eher ein “Mittel-Trekkie”, begeistere mich also eher für TNG, DS9 und VOY (habe hiervon auch alle Staffeln in Englisch auf DVD, Amazon.co.uk sei dank); TOS war mir schon in den 80ern zu antik und ENT (“Akiraprise”) war mir (wie jetzt auch die neuen Filme) zu sehr auf Effekte ausgelegt um mein Trekkie-Herz zu erwärmen.

Dennoch fand ich die beiden neuen Filme jetzt nicht sooo unterirdisch; sie sind beide handwerklich gut gemacht und entsprechen halt dem aktuellen SciFi-Zeitgeist (“wenn einer sagt, das sind genug Special Effects, müssen wir die Anzahl verdoppeln!”); es mangelt aber halt am Herzblut. Dennoch (oder deswegen?) ist der Film wohl doch massentauglich genug, auch Nicht-Trekkies anzusprechen; mein Freund zumindest, sonst ein ausgesprochener SciFi-Desinteressierter, fand den Film gut gemacht und den Plot spannend.

Anders gesagt: Auch wenn man sein Essen sonst aus fairgehandelten Bioprodukten zubereitet, kann einem Fastfood manchmal dennoch schmecken.

“Startrek – Into Darkness” bekommt von mir wie der Vorgänger 6 von 10 Popcorntüten: Entertainment für einen Abend, aber nichts was man sich vor Erreichen der Budgetpreisklasse ins DVD-Regal stellt. 🙂

0.02 EUR
Niko


Knut
10.5.2013 9:41
Kommentarlink

Das mit den Bomben ist in Filmen so wie mit den Helmen:

Sonst ist die Gefahr ja nicht sichtbar !

Mal abgesehen davon, dass man in einer Bombe ja ein Innenraumwarnsystem, wie in vielen Autos, installieren könnte, so dass ein Eingriff ins Innere eher nicht möglich ist.

Da kann man dann immer noch über eine Sicherheitslücke im Serviceport, irgendwie muß die Bombe ja aktiviert werden, entschärfen, aber durchgeknipste Drähte wirken halt bombiger.


Dieter
10.5.2013 10:21
Kommentarlink

Als Ergänzung zu den erwähnten vermehrten Unarten / Unhöflichkeiten einiger Kinobesucher währe neben dem rumzappeln und reden, dass immer mehr Leute verspätet eintrudeln wenn der Hauptfilm längst angefangen hat, dann im Dunkeln umständlich nach ihren Plätzen suchen und dabei einen Mordsradau machen.

Zu den 3D Filmen muss ich sagen, dass die mich inzwischen nicht mehr sonderlich interessieren. Bei Avatar war es noch ganz nett. Aber inzwischen brauch ich das nicht mehr und schaue mir die üblichen 2D Varianten an.

Was die Logik anbelangt, so habe ich bei Actionfilmen ohnehin keine großen Erwartungen. Wichtig ist mir, dass ich während des Films gut unterhalten werde und die Handlungen nicht unnötig in die Länge gezogen werden wie es bei den inzwischen 2 Stunden+ Filmen immer häufiger vorkommt.


yasar
10.5.2013 10:30
Kommentarlink

Wir als Familie haben uns das mal angetan, in einen 3D-Film zu gehen.

Fazit: Die 3D-Effekte stören nur und sind meist nur Show und unerheblich für die Handlung. Außerdem bekommt meine Tochter Kopfweh davon. Also werden wir in zukunft nur in 2D-versionen gehen, sofern wir überhaupt ins Kino gehen.

Eindrucksvoller war es dagegen im IMAX-3D, da weiß man aber auch, daß es da eher um die Effekte als um die “Handlung” geht.


Johanna
10.5.2013 11:39
Kommentarlink

“Handy abzuschalten, nicht mit leuchtendem Display Mails zu lesen und einfach die Schnauze zu halten ist auch nicht jedem gegeben.”

Stimmt. Aber das ist ja kein Wunder, wenn der Betreiber das stillschweigend duldet. Denn seitens des Personals auf das eigene Hausrecht zu pochen, Störer auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen und sie gegebenenfalls bei Wiederholung herauszuschmeißen, ist auch nicht jedem Kinobetreiber gegeben. Da steht mittlerweile oft sogenanntes “Sicherheitspersonal” im Kassenbereich, aber im Saal kommt nach gefühlten drei Stunden Werbung nur der nervtötende Eisverkäufer, sonst lässt sich da niemand blicken…


Joe
10.5.2013 12:39
Kommentarlink

Das Lustige ist, daß ich vom Release des neuen Films gar nichts mitbekommen habe. Das letztemal war ich 2009 im Kino, um noch für weniger als 10 Euro “Star Trek” auf einer runtergenudelten 35mm-Kopie anzusehen. Der Saal war ein besseres Heimkino (6 m Bild) und sonst waren auch nur fünf Leute dort und die restlichen der geschätzt 70 Sitze leer. Weil davor auch schon eine achtjährige Pause lag, wußte ich nicht, was mich erwartet.

Mittlerweile habe ich sogar mehrfach Einladungen abgelehnt, weil ich mir das nicht mehr antun will. Dabei bin ich noch in den 90ern gern selbst in die blödsinnigsten Filme (“Independence Day”) reingegangen, aber die liefen eben noch auf der 20 m Leinwand (eine andere gab’s nicht). Das wirkt dann schon ganz anders.

Für den aktuellen Streifen müßte ich für O-Ton > 50 km fahren, der wird vor Ort gar nicht angeboten und eine 2D-Version gibt es auch nicht. Und beides in Kombination liefe vermutlich wieder auf einen Liebhabervorstellungsraum mit Zuhause-Beamer hinaus. 😉

Als jemand, der TNG und DS9 verschlungen hat, werde ich also einen Rip runterladen und damit hat sich’s. Und in Hollywood darf weiter gejammert werden.


@Danisch (((“Und dann ist da eben der Feministische Gender-Quoten-Einschlag. In TOS war damals Uhura die Political Correctness-Brecherin und Quoten-Vorreiterin: Doppelte Neuigkeit, eine Frau in einer Crew und noch eine Schwarze in einer Weißen Crew”)))

Bei Uhura und Dr.Marcus sollte man nicht von Frauenquote sprechen, denn eine der Hauptfunktionen von Frauen ist es, Sexobjekt zu sein, und wenn man eine Frau als Sexobjekt einsetzt, dann ist das keine Quote sondern bestimmungsgemäßer Gebrauch.

Die wahre Treks Quotte war und bleibt Capt. Kathryn Janeway. Eine echte Spacebitch mit eigener Star Trek Serie. Alte Kriegswunden brechen auf, wenn man ihrer rauchigen Stimme lauscht und an ihrer einnehmenden Art teilhaben darf. Sowohl im Englischen als auch Deutschen ist sie unausstehlich und “ungewöhnbar”.

Dagegen sind Uhura und Marcus harmlos.


Hadmut
10.5.2013 16:20
Kommentarlink

Ich fand Janeway aber gar nicht mal so schlecht.

7 of 9 war natürlich sehr dekorativ, aber gut.


Rainer
10.5.2013 14:54
Kommentarlink

Mich irritiert etwas, dass da soviele Anspielungen sind und weiterhin versucht wird, die Geschichten so anzupassen, dass sie in den Kanon passen. Dabei hätte man in Anbetracht der neuen Zeitlinie doch unzählige Möglichkeiten für unzählige neue(!) Geschichten, ohne dabei irgendetwas erwähnen zu müssen, was – nach der alten Zeitlinie – in der Zukunft passieren wird.

Klar kann man jetzt etwas mit Kahn machen, aber warum erfindet man die Geschichte dann nicht neu? Warum wird es zwanghaft so gestaltet, dass es am Ende auch stimmig ist mit den Szenen in TOS und ST2? Ich denke nicht. Es könnte doch auch etwas völlig anderes passieren. Aber: dann beschweren sich ja wieder die Zuschauer, bis man ihnen erklärt, dass das ja nun eine alternative Zeitlinie ist, und dann grummeln sie rum und sagen „das ist aber doof“. Genau das ist das Problem mit diesen blöden Reboots. Nochmal neu, und nochmal neu. Gerade bei Star Trek mit einem zeitlich nachliegenden Universum von bereits gesendeten 526 Serienfolgen (TNG, DS9, VOY) kann man das eigentlich nicht machen. Zudem gibt es bei den Zuschauern eben _keine_ alternative Zeitlinie. Die kennen die 500 Folgen, und daher werden die Drehbuchautoren einen Film so oder so gestalten müssen, dass es trotz alternative Zeitlinie noch in den Kanon passt.

Dabei hätte man doch soviel mehr daraus machen können. Die große Veränderung – die Zerstörung von Vulkan – aus ST11 hätte so viel Möglichkeiten für neuen Stoff und neue Abenteuer gegeben. Abenteuer, mit denen man ein komplett neues Universum hätte hochziehen können. Aber nein, man sucht sich wieder Kahn und Klingonen aus und ist damit nicht besser als die Autoren von ST2. Eigentlich noch einfallsloser.


Felix aus Frankfurt
10.5.2013 15:03
Kommentarlink

Ich gehe heute noch gerne und oft ins Kino, allerdings hat sich mit dem Alter meine Sehgewohnheit geändert:

Bei mir um die Ecke gibt es ein Programmkino, das von einem Verein betrieben wird. Ein Saal, eher rustikales Ambiente, relativ (zu anderen Kinos) älteres Publikum, keine Werbung (außer ganz selten mal für einen anderen Film) und der “Vorraum” ist im Prinzip eine Gaststätte/Bar/Café, wo man auch kleine Snacks bekommt zu vernünftigen Preisen. (“Loungeartig” würde man wohl sagen, wenn das Zielpublikum jünger wäre).

http://www.malsehnkino.de/

Eintritt ist mit “Gildepass” (so’ne Art Rabattprogramm von vielen Programmkinos, kostet einmalig 8(?) Euro im Jahr) 6 Euro. Meistens gehe ich gezielt rein, hab aber die Erfahrung gemacht, dass man sich auch gut mal einen Film angucken kann, von dem man vorher nichts gelesen hat, oft sind die auch gut. Und häufig gibt es nach dem Film eine Fragerunde mit einem anwesenden Regisseur, Schauspielern, Produzent.

Ausländische Filme sind meist OmU, stört mich persönlich aber kaum, es gibt auch oft dokumentarisch angehauchte Filme. Viele Filme alaufen dann später im Fernsehen, weil sie vom ZDF (kleines Fernsehspiel) oder Arte finanziert/co-produziert sind.

Einziger negativer Punkt: Man muss halt kleine, günstige Produktionen mögen, muss sich ggf. auch mal auf “verrückte” Ideen einlassen und darf keine hollywoodartigen Special-Effeces erwarten.


Felix aus Frankfurt
10.5.2013 15:11
Kommentarlink

Nachtrag, weil ich es gerade sehe und es gut in den ingenieurwissenschaftlichen Kontext hier paßt:

Heute z.B. 18:00 Uhr läuft “The End of Time”, ein “Filmessay über die Wahrnehmungen und Vorstellungen von Zeit”, CERN spielt auch eine Rolle…


Oppi
10.5.2013 16:30
Kommentarlink

” zumal außer Pike keiner sterben kann, die werden ja alle noch gebraucht”

Das Zitat mal stellvertretend. Das stimmt so nicht. Wir sind zwar einerseits in einem Prequel, gleichzeitig aber in einer parallelen Zeitlinie, abgespalten durch die im letzten Film beschriebenen Ereignisse. Im Prinzip tauchen eine Menge Charaktere auf, die in der Film Zukunft auch drin sein müssten (Dr. Marcus, Khan etc), es müssen sich aber überhaupt nicht die gleichen Dinge ereignen.

“Für Nicht-Trekkies bringt der Film eigentlich gar nichts, weil er für sich betrachtet eigentlich überhaupt nichts hat, was einen geschlossenen Film so ausmacht.”

Im Gegenteil. Für Trekkies bringt der Film eigentlich gar nichts, weil er nichts hat, was die alten Star Trek Filme ausmachte. (Nicht jeder der die Filme alle gesehen hat ist ein “Trekkie”, wohlgemerkt.) Kein spontanes um sich werfen mit kompliziertestem technischen bla bla als Problemlösungsstrategie für akute Notsituationen mehr, beispielsweise. (“Captain, wir könnten einen XYZ-Impuls benutzen um die BlaBla-Strahlung zu irgendwassen, das würde das Blubberdiblubbfeld der Klingonen destabilisieren und ihre Schilde zusammenbrechen lassen.”) Das war immer DAS StarTrek Erkennungsmerkmal, dass immer irgendwelche “wissenschaftlichen” Erklärungen und Lösungsansätze gebracht wurden, um dem Zuschauer das Gefühl von einer “realistischen” SciFi Welt zu geben. Die beiden neuen Filme sind davon völlig weg und wirken mehr wie normale moderne SciFi Filme, in denen die ganze fortschrittliche Technologie irgendwie nur am Rande überhaupt vorkommt. Meiner Meinung nach ziemlich gute, unterhaltsame SciFi Filme, aber wer nur rein geht, weil er die alten Filme und die alten Serien mag, der wird wahrscheinlich eher entäuscht sein.

Da ich einerseits kein totaler Trekkie bin, andererseits aber alle Filme gesehen habe und den größten Teil davon durchaus mochte, wusste ich aber durchaus die ganzen (teilweise ja einfach irgendwie “gespiegelten) Anspielungen auf frühere Episoden zu schätzen (Dr. Marcus, Kirks Strahlungs”tod”, Spocks “Khaaaaaaaaaaaaan”) und einzuordnen, und fühle mich im Nachhinein gut unterhalten.

Ja, die verdammten Kinobesuche werden immer teurer, mit Knabberkram bin ich für den Abend immer so nen 20er los, aber ein Abend in meiner Stammkneipe kommt mich auch nicht wesentlich billiger, und hinterher stinken meine Klamotten nicht nach Rauch. Klar ist dann manchmal die DVD nachher billiger als der ursprüngliche Kinobesuch, aber auf nem Fernsehbildschirm wirken viele Bilder auch nicht so wie auf der Kinoleinwand. Es fühlt sich einfach anders an als auf der heimischen Flimmerkiste. Mir ist es das nach wie vor wert.


Heinz
10.5.2013 17:22
Kommentarlink

> (13,50 für die Karte plus 0,50 Internetgebühr)

Das ist ja spottbillig.
Bei unserem Kino haben wir 2,50€ Internetgebühr – je Karte, nicht je Bestellung.
Sprich: selbst wenn man mehrere Karten kauft rechnet sich das nicht, im Gegenteil.
Bei drei Kinokarten bezahlt man dann mal eben 7,50€ Internetgebühr.
Da lohnt es sich ja schon fast Zwei Tage vorher zum Kino zu fahren, um die Karten dort zu kaufen, aber das sollte nicht der Sinn der Internetfunktion sein.

> war das schon gar zu sehr kinostrapazierte Schema von der Bombe, die gleich hochgeht, dafür außen ein superdramatisches herunterzählendes Display angebracht hat, und bei der man im letzten Augenblick den richtigen von mehreren Drähten durchschneiden muss. Ich halt’s nicht mehr aus.

Das hatten die in 007 Goldfinger gut gemacht – alle anderen Umsetzungen dieses Klischees, die ich bisher gesehen habe wirkten sehr aufgesetzt.


HF
10.5.2013 17:28
Kommentarlink

“… weil beim Fernseher Schärfedistanz und Blickwinkeldistanz nicht übereinstimmen.”
Reine Übungssache. Die Schärfeeinstellung kann sich von der Blickwinkeleinstellung entkoppeln, beim Betrachten von Stereogrammen ohne Hilfsmittel funktioniert das auch. Schnell bewegte Bilder eignen sich zum Neujustieren allerdings schlechter als ein scharfes, detailreiches 3D-Standbild.


Joe
10.5.2013 17:56
Kommentarlink

Bei mir um die Ecke gibt es ein Programmkino, das von einem Verein betrieben wird. […] Eintritt ist mit “Gildepass” […] 6 Euro.

Das klingt ja ganz nett, aber…

Das Kino hat 80 Plätze.

8 Sitze in 10 Reihen vor einem Projektor qualifizieren bei mir nicht als “Filmpalast”. Das ist was man als Vortragsraum in jedem Hotel buchen kann, inkl. Beamer und genausowenig beeindruckend ist es auch. Dafür bezahle ich keine 6 Euro pro Vorstellung.


Joe
10.5.2013 17:59
Kommentarlink

Klar ist dann manchmal die DVD nachher billiger als der ursprüngliche Kinobesuch, aber auf nem Fernsehbildschirm wirken viele Bilder auch nicht so wie auf der Kinoleinwand.

Auf dem Fernsehbildschirm vielleicht nicht, aber auf der privaten Leinwand schon. Das ist primär eine Frage des Betrachtungsabstandes. Außerdem ist das Bild scharf und der Ton nicht zu laut/leise.

Wenn man Pech hat, ist der Saal im Multiplex auch nicht größer, als der eigene Keller.


Michl
10.5.2013 18:08
Kommentarlink

> Die waren denen im Verhalten dann doch wohl zu albern übertrieben gewesen, weshalb sie sie in ihrer Klingonität deutlich reduziert und von der Maske etwas aufgefrisch

In TOS waren das Menschen mit Bärten und glitzernden Klammoten, in den ersten Filmen hatten sie leichte Stirnwülste, erst in TNG wurden sie zu den heute bekannten Klingonen. Wenn das vor TNG spielt, (soll doch die alternative Zeitlinie vom letzten Film vor TOS sein?) müssen sie weniger Wülste haben und sich menschlicher benehmen, damits in die Reihe passt.

> , darf man ihm dann aus Rache für den getöteten Kollegen noch eben die Fresse polieren?

Da fällt mir Boston ein. Der obduzierende Arzt stellte fest dass er die Schüsse in dem Verdächtigen nicht mal mehr zählen konnte und dass er an einigen der Schüsse und an stumpfen Schlägen gestorben sei. Dass die alle durchsieben, wenn ein einschuss gelangt hätte, weiß man ja. Aber stumpfe Schläge als Todesursache? Drum gekümmert hat sich keiner.

Insgesamt bestätigt Dein Bericht meine Erwartung, dass das nach dem letzten nichts mehr werden kann und ich ihn mir nich ansehen werden, obwohl ich sonst alles davon kenne.


ein anderer Stefan
10.5.2013 18:21
Kommentarlink

Ohne jetzt auf Star Trek und Trekkies eingehen zu wollen (ist nicht so mein Ding), scheint mir hier ein Grundproblem vieler jüngerer Filme (öder älterer Zuschauer?) angesprochen sein: Den wichtigsten Part haben die Spezialeffekte. CGI und 3D sind vielfach wichtiger als Figuren oder Handlung. Die Handlung und die Figuren werden sowieso oft nur nach Schema F zusammengebaut, wobei das Setting und die Details austauschbar sind. Und damit das nicht so auffällt, wird die Leerstelle mit bunten Bildern und lauten Explosionen gefüllt. Wenn sich eine Mischung mal als erfolgreich erwiesen hat, wird sie dann auch bis zum Umfallen ausgereizt (Pirates of the Caribbean fällt mir da spontan ein).
Das liegt auch daran, dass Filme heutzutage als Investment betrachtet werden und Rendite bringen müssen. Also: Keine Experimente.


Juergen Sprenger
10.5.2013 18:57
Kommentarlink

Also zum Thema Zuschauer könnte ‘God Bless America’ nach Deinem Geschmack sein. Der offizielle Trailer ab 1:23

> http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=GEFj0Pngu_E#t=84s

Zwar etwas off-topic in Bezug auf Startrek, aber zum Thema Gender darf ich anmerken, dass die gute alte Raumpatrouille mit der Gleichberechtigung damals schon viel weiter war als Startrek heute.

> http://de.wikipedia.org/wiki/Raumpatrouille

Schon damals eine Frau in Führungsposition, zum Beispiel Charlotte Kerr als General Lydia van Dyke, Befehlshaberin der schnellen Kampfverbände. Frauenquote bei der Stammbesatzung der Orion 33%.

Der Automatisierungsgrad war ebenfalls höher als bei Startrek, die sind nicht mit 400 sondern mit sechs Besatzungsmitgliedern geflogen.

Aber am liebsten sehe neben Raumpatrouille noch das originale, alte Startrek, wahrscheinlich bin ich hoffnungsloser Nostalgiker.

Nach Deiner Kritik werde ich den Film jedenfalls nicht im Kino ansehen, allenfalls auf DVD/Bluray warten falls ich mir das mal mit Freunden irgendwann ansehen will.

Danke für die Besprechung.


Juergen Sprenger
10.5.2013 19:21
Kommentarlink

@Hadmut

>Ich fand Janeway aber gar nicht mal so schlecht.

Die habe ich immer als etwas ölig und betulich empfunden.

> 7 of 9 war natürlich sehr dekorativ, aber gut.

Meiner Meinung nach eher ‘gut und dekorativ’. Bei dem Verstand hätte sie auch ein drittes Auge oder ein Holzbein haben können um bei mir anzukommen.

Kann logisch und selbständig denken, hat technisches Verständnis und löst Probleme statt welche zu machen.


node14u
10.5.2013 22:16
Kommentarlink

ICH HATTE WENIGSTENS GLÜCK
Am Mittwoch gab es bei uns das DOUBLE FEATURE. YEEEE Teil 1 und danach oh wunder…

Meine Frau schlief ein und ich fragte mich wie Hadmut:
war das nun ein werbefilm für 3D ?
.. oder gab es noch eine Handlung von der ich nichts mitbekam?

Der Bösewicht war böse und gut… aber sonst… kaum ein bleibender Eindruck.


nullplan
10.5.2013 23:49
Kommentarlink

Kirk kannte in der TOS-Folge “Space Seed” Khan definitiv noch nicht: Er hilft mit beim Auftauen, aber er erkennt ihn weder da noch als er seinen Vornamen preisgibt.

Aber gut, die ganze Geschichte mit dem Zeitsprung soll wohl kleinere Unebenheiten entschuldigen. Und irgendwie müssten sie noch den Startzeitpunkt von Khans Raumschiff retconnen, denn in “Space Seed” haben sie angesagt, das Schiff sei in den 1990ern gestartet. Was, wie wir jetzt wissen, ja nicht sein kann.

Interessant eigentlich, der ganze Plot vom Zorn des Khan könnte in der derzeitigen Zeitlinie gar nicht erst passieren…

Davon abgesehen: Enterprise soll hochqualitativ gewesen sein? Naja…

Enterprise hatte 4 Staffeln, und davon waren die ersten drei Staffeln durchwachsen bis ganz schlecht. Die meisten Episoden dieser Zeit wurden ausschließlich von Brannon Braga geschrieben, und das merkt man halt auch. Die Plots sind häufig dumm und basieren darauf, dass niemand einen intelligenten Gedanken hegt, mit so wundervollen Episoden wie “Unexpected”, wo Tucker auf einem fremden Raumschiff offensichtlich kurz vor einer Ohnmacht steht (das Schiff bekam ihm wohl nicht) und seine Reaktion ist, sich erstmal deren Maschinen anzusehen. Genau, ich mach auch immer meine beste Arbeit, wenn ich zu krank zum Denken bin. Oder auch “Dear Doctor”, wo Phlox und Archer zusammen Völkermord durch Untätigkeit begehen und das im Ergebnis auch noch moralisch korrekt nennen. Oder auch “Observer Effect”, wo eine unglaublich weit fortgeschrittene Rasse dieses Prinzip mal auf die Enterprise-Crew anwendet, als die alle im sterben liegen, und Archer seinen Fehler partout nicht einsehen will.

Die letzte Staffel Enterprise war sogar ziemlich gut. Sie kam aber leider zu spät.


DavidXanatos
11.5.2013 10:28
Kommentarlink

Ich frage mich wieso die unbedingt solche Murks Reboot versuchen, anstelle einfach eine anständige Staffel zu machen die nach VOY spielt.
Ich meine mit dem modernen CGI Effekten und etwas Phantasie für behinderst geile Zukunfts-Tec, könnten sie eine so richtig Hammer mäßige Sci-Fi Serie produzieren.

Ich meine da sind der Phantasie ja keine grenzen gesetzt, z.B. ein großer Krieg gegen die Borg. Also jetzt so richtig das ganze kollektiv zerlegen. Deren Entstehungs-Geschichte beleuchten, etc…

Oder weit weit in der Zukunft, die Menschen haben endlich die Singularität erreicht, und ihre Körper bestehen ausschließlich aus Naniten, die endgültige Überwindung aller unterscheide, jeder kan sein körper formen wie er will und per software upgrade sich jede intellektuelle Fähigkeit aneignen die er mag.
Und die Q als neuer Erzfeind!

Oder so was in der Art. Halt etwas kreativ sein!

David X.


DavidXanatos
11.5.2013 10:31
Kommentarlink

PS: automatische rechtschreib korrektur SUXXX


Oppi
11.5.2013 19:18
Kommentarlink

“Auf dem Fernsehbildschirm vielleicht nicht, aber auf der privaten Leinwand schon. ”

Was hast du denn für ne Leinwand ? Oder anders gefragt, was für mickrige Kinosäle gibts bei euch ? ^^

Hab auch nen bekannten mit Heimkino im Keller, klar, macht schon mehr her als Fernseher, aber mit dem Kinosaal kann das trotzdem nicht konkurrieren.


Grundgesetz
12.5.2013 10:23
Kommentarlink

Nur der Hinweiß, die Realaufnahmen wurden in 2d gedreht und später konvertiert. Mir sind merkwürdige Proportionen der Gesichter in manchen Nahaufnahmen aufgefallen. Die wirkten manchmal etwas breit.

Das war mein zweiter digitaler projezierter Film im Kino. Kontrast und Schwarzwert haben im Vergleich zur Filmrolle einen Rückwärtsgang eingelegt.

Mir hat der Film gar nicht gefallen. Krachender Actionfilm im Sience Fiction-Gewand. Die Dialoge bestanden nur aus Floskeln, die man schon tausendmal gehört hat.


Dieter
12.5.2013 13:26
Kommentarlink

Da ich beruflich genug mit 3D Darstellungen zu tun habe, habe ich mir gestern den Film in 2D angesehen. Insgesamt fand ich den Film nicht so schlecht.

Meine Erwartungen an Mainstream / Popcorn Kino sind aber auch nicht so sonderlich hoch. Wenn ich tiefschürfende, geschliffene Dialoge haben will schaue ich mir andere Filme abseits des Mainstreams an oder gehe ins Theater. Letztere werden aber in aller Regel sehr stark mit öffentlichen Geldern gefördert, während die Mainstream Filme zumindest ihre Kosten wieder einspielen müssen – andernfalls droht dem Produzenten der finanzielle Ruin.

Sicherlich gab es schon bessere Star Treck Filme als den letzten – aber auch durchaus schlechtere.

Was mir generell an heutigen Mainstream Filmen auffällt ist, das die Länge zwar immer mehr zugenommen hat (inzwischen ist man fast bei 2,5 Stunden) aber die Handlung nicht immer über diese Zeit trägt.


Joe
12.5.2013 15:19
Kommentarlink

Nur der Hinweiß, die Realaufnahmen wurden in 2d gedreht und später konvertiert.

Hualp, damit ist das Ding endgültig gestorben.

Das war mein zweiter digitaler projezierter Film im Kino. Kontrast und Schwarzwert haben im Vergleich zur Filmrolle einen Rückwärtsgang eingelegt.

Wenn man ihn wie bei mir vor Ort nur mit Shutterbrille angeboten bekommt, spielt der Kontrast sowieso keine Rolle mehr. Ich frage mich, wer sich das freiwillig antut.

Was mir generell an heutigen Mainstream Filmen auffällt ist, das die Länge zwar immer mehr zugenommen hat (inzwischen ist man fast bei 2,5 Stunden) aber die Handlung nicht immer über diese Zeit trägt.

Für die Länge kann man mehr kassieren, trotzdem fällt den Drehbuchschreibern natürlich nicht viel mehr ein.


Peter
13.5.2013 21:36
Kommentarlink

Also mit der Logik hatten es die Startrekker noch nie. Wenn da einer auf irgendeinem Planeten abstürzt, dann ist die Atmosphäre, der Druck und die Gravitation immer tiptop, d.h gerade so, wie es für den Menschen zuträglich ist. Nur mal so als ein Beispiel unter vielen, die hier angeführt werden könnten. Und ja, dass der Captain und seine ersten Offiziere immer alles selbst erledigen müssen, na ja. Und das Zeitreiseparadoxon? Nun ja, wir wollen mal nicht kleinlich sein. Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit? WORB-Antrieb, aha. Und warum kracht es im All? Schallwellen? Humm. Undsoweiterundsofort.
Aber was solls, damit finde ich mich ab, wenn die Story gut ist. Leider ist aber der neuste Into Darkness einfallslos. Der Vorgänger war besser.