Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Suche

Kategorien

Spenden

Wer mein Blog unterstützen möchte, kann spenden:


Per Überweisung:
Hadmut Danisch
Berliner Bank
Konto 305193500
BLZ 10070848
IBAN DE45100708480305193500
BIC/SWIFT DEUTDEDB110


Per Paypal:


(Paypal zieht Provision ab)

Die CCC/29C3-Peinlichkeit Britta Schinzel

Hadmut
28.12.2012 21:56

Immer wenn ich denke, der CCC könnte nicht noch weiter abrutschen, werde ich eines Besseren belehrt. Heute musste man sich fast schon schämen unter die Bezeichnung »Informatiker« zu fallen. (Nachtrag)

Ich habe mir vorhin per Live-Streaming den Vortrag „Was ist, was kann, was soll Gender Studies Informatik?“ der Professorin Britta Schinzel angesehen (ich wollte an dieser Stelle eigentlich einen Link auf ihre persönliche Seite setzen, aber nicht mal der Link auf der Institutswebseite funktioniert). Leider ist der Vortrag noch nicht als Video-Download verfügbar, und selbst wenn er das ist, komme ich nicht vor nächster Woche zum Download, weil ich gerade unterwegs bin und nur eine schwindsüchtige Internetverbindung per UMTS habe. Ich muss daher aus dem Gedächtnis und ein paar Notizen arbeiten.

Ich empfehle dem interessierten Leser dringend, sich den Vortrag herunterzuladen und anzuschauen, sobald verfügbar. Hoffentlich lassen sie die peinliche Nummer der als „Urgestein der Informatik“ angekündigten Professorin im Umgang mit dem Presenter am Anfang drin. Bettelt hilflos um Hilfe eines Mannes und beschwert sich dann, dass sie als Informatikerin nicht für voll genommen wird. Ich empfehle vor allem Britta Schinzel selbst, sich ihren Vortrag mal anzuschauen und dann zu erklären, auf welcher Grundlage sie überhaupt erwartet, für voll genommen zu werden.

Schon der Vortragsstil war eine Katastrophe (und wenn man Twitter verfolgt hat, haben nicht nur ich, sondern ungefähr 90% der Kommentatoren das genauso gesehen). Die sitzt da wie ein Häufchen Elend und weiß nicht will sie oder soll sie. Nuschelt und stammelt da was vor sich hin, weiß selbst kaum, ob sie eine Folie überspringen soll oder nicht, wirkt desorientiert, planlos. Wenn mir damals an der Uni jemand so einen Seminarvortrag geboten hätte, hätte ich den/die erst mal unterbrochen, ihm/ihr gesagt, mal richtig Luft zu holen, die Zähne auseinanderzunehmen und vor allem mal in ganzen Sätzen zu reden, die man sich vorher überlegt hat und nicht vom Satzanfang aus dem Rest des Satzes hinterzustolpern. Und sich vor dem Vortrag überhaupt mal zu überlegen, was man eigentlich sagen will. Und das, wohlgemerkt, obwohl Gender ja aus fast nichts anderem als Rhetorik besteht. Lest’s Euch mal die Twitter-Kommentare unter #29c3 durch.

Auch der Vortrag und die Folien selbst waren hundsmiserabel schlecht. Überhaupt keine Linie, kein Gedankengang, kein Ziel, kein Thema. Einfach eine Aneinanderreihung von irgendwelchen Behauptungen, die mir jedenfalls beim ersten Sehen ziemlich zusammenhangslos erschienen. Und vom Niveau her auf dem Stand der lausigen handgemalten Overhead-Folien der 80er Jahre. Eigentlich war es gar kein Vortrag, und ich könnte mich jetzt auch nicht erinnern, irgendwas von ihr selbst gehört zu haben. Das war einfach nur über gewisse Zeit hinweg alles aufgesammelt, was man irgendwo gefunden hat und was irgendwie zum Thema Gender passen würde, alles in eine Kiste geworfen und dann einfach in der Reihenfolge vorgelesen, in der man es in der Kiste gefunden hat. So „was ich schon immer mal erzählen aber noch nie jemand hören wollte”. Der Vortrag war dann auch nicht zu Ende sondern nur vorbei.

Man muss sich das mal bewusst machen, dass die Frau Professorin ist und damit seit Jahren und bis ins Grab aus Steuerzahlerkosten dafür bezahlt wird und nicht mal in der Lage ist, einen ordentlichen Vortrag zu halten. Bei mir hätte sie dafür nicht mal einen Seminarschein bekommen. In Freiburg bekommt man gleich ne Professur.

An nur eine einzige vernünftige Aussage Schinzels kann ich mich erinnern, die aber – gemessen an Twitter und der Publikumsgeräuschkulisse – sonst niemandem aufgefallen zu sein schien, die einem aber auch nur ins Auge springt, wenn man sich intensiv mit Gender beschäftigt hat: Ziemlich am Anfang sagte sie nämlich etwas davon, dass ihre Gender-Aussagen auf einer Arbeitshypothese beruhen. Das heißt, dass nichts von dem, was sie sagte, wirklich geprüft oder als wahr anzunehmen wäre, sondern nur auf der Prämisse, der willkürlichen Annahme beruht, dass es eben so wäre, nämlich dass Geschlecht usw. kulturell bedingt wäre. An der Stelle hätte man sie eigentlich schon unterbrechen und wegen Unwissenschaftlichkeit nach Hause schicken, aber immerhin im Vergleich zu anderen Genderisten wegen Ehrlichkeit loben müssen. Denn wenn das alles auf einer Hypothese beruht, dann muss man alles in die »was-wäre-wenn«-Formulierung packen und erklären, warum man die Hypothese noch nicht überprüft hat. Andere Genderisten tun immer so, als ob das alles die wissenschaftliche Wahrheit wäre, und man muss schon sehr viel und sehr genau lesen um Stellen zu finden, an denen zugegeben wird, dass das nur ein utopischer Entwurf, nur ein Lebensmodell-Angebot sein soll, dass man annehmen möge. Gender ist vor allem der große Schwindel, das Publikum zu belügen und eine frei erfundene Utopie durchsetzen zu wollen, indem man sie als angebliche Tatsache und Wahrheit ausgibt. Insofern muss man schon fragen, was das eigentlich für ein Publikum dort war, wenn niemand nachgefragt hat, worauf die Annahme beruht, dass die Hypothese wahr sein soll und was folgte, wenn sich die Hypothese als unwahr erweist. Beachtlich war, dass gemessen an den Twitter-Kommentaren ein Großteil des Publikums sehr kritisch und ablehnend eingestellt war, aber diesen Hammer nicht bemerkt hat, während der kleine Teil der Gender-Begeisterten völlig kritiklos jeden Käse als Faktum verbreitete. Insofern war der Vortrag ein hervorragendes Beispiel, mit wie wenig Substanz und großen Löchern einem eingebildet kritischen Publikum jeden Mist auftischen kann und die es nicht mal merken, wenn man es dazusagt.

Apropos auftischen: Auffällig war auch, dass Schinzel nichts von dem, was sie behauptete, irgendwie belegen konnte. Sie redete sich da immer mit irgendwelchen Formulierungen wie „würde hier zu weit führen”, „exemplifizieren” (oder so ähnlich) und irgendwelche Verweise heraus, die man eh nie nachprüfen kann. Aber wie soll sie eine Hypothese auch belegen können? Könnte sie es belegen, wäre es ja keine mehr. Der für vor Weihnachten angekündigte Weltuntergang war auch eine Arbeitshypothese. Mit Arbeitshypothesen kann man einfach alles behaupten. Ich etwa pflege die Arbeitshypothese, dass es nächstes Jahr grüne Elefanten mit Pfefferminzgeschmack regnen wird.

Ich weiß auch nicht, in welchem Wald Schinzel die letzten 20 Jahre verbracht hat (in dem sie anscheinend schon den Schritt von Overhead zu Beamer verpasst hat). Sie sagte, der Code verbärge die Verantwortlichkeiten. Da ist schlichtweg falsch. Jedes ordentliche Softwarerevisionssystem archiviert, von wem welche Codezeile stammt. (z. B. git help blame).

Und im Bletchley Park hat man den deutschen „code” auch nicht decodiert, sondern dechiffriert. Decodieren und dechiffrieren sind unterschiedliche Dinge. Von wegen „Urgestein der Informatik”. Blutige Anfängerin.

Natürlich kam auch wieder der typische Gender-Blödsinn, die Informatik als weiblich anzusehen, weil man drei oder vier Frauen aufzählen kann, mal wieder Ada Lovelace und noch irgendwer, hab den Namen nicht notiert (war es Grace Hopper? Nee, ich glaube sie hatte einen anderen Namen gesagt). Neulich haben sie irgendwo im Internet behauptet, das Internet sei nicht von Männern, sondern von Frauen erfunden worden, weil sie irgendwo eine Frau gefunden haben oder das irgendwie ohne Ada Lovelace nicht gegangen wäre. Tausende Männer haben an der Informatik, am Internet, an Linux gebaut, aber wenn sie drei Frauennamen aufzählen können, behaupten sie gleich, die Informatik wäre weiblich. Eine zunächst reine Koinzidenz aus einen statistisch völlig unsignifikanten Einzelfall, bei dem überhaupt kein erkennbarer Zusammenhang zwischen Geschlecht und Leistung erkennbar ist, wird sofort auf alle Frauen verallgemeinert – Ada Lovelace hat die Informatik erfunden, also ist Informatik immanent weiblich und alle Frauen begabte Informatikerinnen. Das besonders Lächerliche daran ist ja, dass man auf hunderten von Gender-Webseiten immer wieder dieselbe Graphik von xkcd.com findet, nämlich

http://imgs.xkcd.com/comics/how_it_works.png,

in der man anprangert, dass wenn eine Frau in einem technischen Fach schlecht sei, man das unzulässig auf alle Frauen verallgemeinere, nicht jedoch bei Männern. Tausende von Männern können an etwas gebaut haben, aber man erkennt es den Männern nicht zu. (was an sich richtig ist) Kaum haben aber irgendwo drei Frauen mitgemacht, wird es sofort als weiblich vereinnahmt und sofort auf alle Frauen verallgemeinert. Eine typische Wahrnehmungsstörung, das positive zu verallgemeinern, das negative zu individualisieren. Beispielsweise wollen die Deutschen immer so gerne das Volk der Dichter und Denker sein, obwohl wir davon nur zwei oder drei Dutzend nennenswerte hatten und die schon lange tot sind. Dagegen haben wir aktuell Tausende von Alkoholikern, Kriminellen, Nazis, aber ein Volk der Säufer, Schurken und Nazis wollen wir nicht sein, das seien ja Einzelfälle, die könne man nicht verallgemeinern. Das gleiche Wahrnehmungsproblem. Ein Volk der Denker (und Denkerinnen) sind wir ganz sicher nicht.

Und Schinzels Statistik-Fehler wurden immer grostesker.

Da bringt sie den Vergleich, dass in der DDR (!) der Frauenanteil viel höher gewesen sei, als er bei uns wäre. Allein um diesen Schwachsinn auszuleuchten bräuchte ich einen separten Blog-Artikel. Das ist so von der Kategorie »nachts ist es kälter als draußen«. (War wahrscheinlich zu lange im Wald oder im Elfenbeinturm. Hat ihr schon jemand gesagt, dass das mit der DDR schon 22 Jahre her und der Krieg auch schon vorbei ist?)

Die DDR unterscheidet sich von uns heute in so vielen Eigenschaften, dass es unmöglich ist, das auf eine Eigenschaft zurückzuführen. Zeit, Technik, Politik, Alternativen und so weiter.

Beispielsweise hätte es die DDR nie zugelassen, dass – wie bei uns – Frauen in so hohem Anteil nutzlose Studienfächer wie Soziologie belegen, die nicht produktiv sind. In der DDR mussten Frauen produktiv arbeiten. Die haben sich nicht für Soziologie, Literaturwissenschaften oder solchen Pseudokram entschieden, um sich durchfüttern zu lassen. Aus dem gleichen Grund gab es (was Schinzel auch nicht erwähnte) in der UdSSR erheblich mehr Traktoristinnen als bei uns. Trecker fahren als Lebensmodell für Frauen. Irgendwo gab es sogar eine Untersuchung, dass der Frauenanteil in technischen Fächern umso niedriger ist, je freier Frauen in der Wahl ihres Berufes sind. Die logische Konsequenz wäre die Zwangseinweisung von Frauen in das Informatikstudium bzw. produktive Ingenieurfächer, wie es in jeder halbwegs ordentlichen Diktatur der Fall ist. Das erwähnt Schinzel freilich nicht.

Schinzel erwähnt dabei auch nicht, dass das Informatik-Studium in der DDR viel weniger technisch war, denn Computer hatten sie ja kaum. Gegen Ende der DDR sind sie gerade mal auf einen popeligen Z80-Klon und wenn ich mich recht erinnere, einen popeligen 8088-Abklatsch gekommen. Es war sehr stark auf Formales, Mathematik und Algorithmen ausgelegt, sehr Mathematik-nah. Dafür oft auf russisch und nicht selten an russischen Unis. Schinzel sagte aber selbst, dass in der Mathematik der Frauenanteil höher ist. Und sie sagte, dass der Frauenanteil in der Informatik bei uns mit der Einführung des PCs abgestürzt sei, der PC somit männlich (und frauenabstoßend) sein müsse. In der DDR hatten die aber so gut wie keine PCs. Wenn Schinzel also schon selbst behauptet, dass es am PC liegt, dann kann sie nicht gleichzeitig behaupten, dass es in der DDR besser war.

Überhaupt, das Thema DDR so hinzuwerfen ist pure Desinformation. Ich war zwar nie DDR-Bürger, aber immerhin über 4 Jahre in Dresden tätig als fast einziger »Wessi« in einer Firma, und habe mir natürlich von den Kollegen sehr viel erzählen lassen, wie’s in der DDR so war. Denn die Kollegen in meinem Alter (oder jünger) hatten da ja alle schon erwachsene Kinder und teils schon Enkel. Denn in der DDR war es üblich, dass die Frauen gleich nach der Schule/Abitur gleich Kinder kriegen. Da wurde gar nicht lange gefackelt, die wurden gleich gepackt und geschwängert, wenn sie das nicht schon von selbst angingen. Eine Kollegin erklärte mir, warum das so war: Weil man erst mit Kind einen Anspruch auf eine eigene Wohnung hatte und bis zur Geburt bei den Eltern wohnen bleiben musste. Sie wollte dringend bei den Eltern ausziehen, ist aber immer wieder mit ihrem Wohnungsantrag abgeblitzt, bis sie sich halt ihren Freund geschnappt und mit 19 ein Kind produziert hat, um dann endlich eine eigene Wohnung zu kriegen. Sie fand das dann wunderbar weil sie beim Berufseinstieg wieder völlig frei und ihre Tochter schon ziemlich selbständig war. Und das war da Standard, das war üblich. Und das hat dazu geführt, dass Frauen in der DDR bei Abschluss eines Ingenieurstudiums alle schon fertig waren mit dem Kinderkriegen und die Kinder meist schon so alt waren, dass man sich nicht mehr tagsüber um sie kümmern musste. Deshalb gab es bei denen diese Kollision zwischen Kind und Beruf erst gar nicht. Deshalb konnten die auch viel leichter technische Berufe ergreifen und berufstätig sein. Nur erwähnt Schinzel das auch nicht. Wenn man also schon die DDR als Vergleich heranzieht, müsste man den Frauen konsequenterweise aufgeben, erstens einen produktiven Beruf und nicht solche nutzlosen Laberfächer zu studieren, und zweitens ihre Kinder vor dem Studium zu kriegen, damit die nach dem Studium schon im Schlüssel-Alter sind. Dann klappt’s auch mit der Informatik.

Aber sich einfach hinzustellen und zu sagen, in der DDR war die Frauenquote in Informatik viel höher, ist einfach nur falsch und richtig dämlich. An Dämlichkeit nur übertroffen von denen, die den Quatsch kritiklos weitertwittern.

Dabei waren das sowieso alles Null-Aussagen. Von dem Standard-Fehler, dass eine Koinzidenz noch keine Korrelation und eine Korrelation noch keine Kausalität ist, will ich hier erst gar nicht anfangen. Der Fehler ist, dass sie immer nur Prozentzahlen verglichen hat. Damals war der Frauenanteil x%, heute ist er nur noch y%.

Was sagt das? Nichts.

Denn „damals” gab es ja viel weniger Informatik-Studenten. Hat man in einem Jahrgang eine Studentin und drei Studenten, hat man schon einen Frauenanteil von 25% (genauer gesagt nicht mal das, sondern irgendwas zwischen 0 und 50%). Hat man heute 100 Studentinnen und 600 Studenten in einem Jahrgang, hat man hundertmal so viel Frauen wie damals und trotzdem nur 14%. Diese Prozenteturnerei ist reine Augenwischerei, reiner Schwindel. (So wie alle Gender-Statistiken, die mir bisher untergekommen sind. Gender ist nicht Wissenschaft, Gender ist die Rhetorik des Schwindels.) Man müsste mal erfassen, wieviel Prozent der weiblichen Studenten in die Schwafel-Fächer abrutschen, und dann eben auch solche Gender-Informatik-Professorinnen mit dazuzählen, die nur so tun, als wären sie Informatikerinnen, aber in Wirklichkeit auch zur Sozioschwafeltanten sind.

Und dann könnte man sich mal überlegen, woran das liegt. Ob die überhaupt studierfähig sind, oder ob man da nicht über die Frauenpolitik Frauen in ein Studium gedrängt hat, die nicht studiumstauglich sind. Oder ob es nicht sogar einer der vielen Tricks zur Senkung der Arbeitslosenquote war, um solche Leute aus der Arbeitslosenstatistik zu bekommen, die eigentlich zu gar nichts nutze sind und sich eigentlich nicht selbst ernähren können. In der DDR hat man solche Leute einfach per Planwirtschaft in die Betriebe gesteckt. In der BRD wurden die früher einfach verheiratet und in die Küche gestellt. Beides geht bei uns heute nicht mehr. Früher waren die Haus- oder Ehefrau, heute sind sie arbeitslos. Heute muss man denen einreden, dass sie per Quote Karriere machen können, Professorin, Vorstand, Frauenbeauftragte und sowas. Hat den Vorteil, dass man sie los ist und sie nie wieder in der Arbeitslosenstatistik auftauchen.

Fast vom Stuhl gefallen bin ich dann, als Schinzel sich nach einer ganzen Reihe übelster Statistik-Fehler, die mich schwer daran zweifeln ließen, dass diese Frau jemals wie behauptet Mathematik studiert haben kann, auch noch anmaßt, anderen Forschern Statistik-Fehler vorzuwerfen. Da sollte sie erst einmal vor der eigenen Tür kehren.

Bei vielem, was sie sagte, ist mir auch überhaupt nicht klar, was das eigentlich mit Informatik zu tun haben soll. (Außer der Tatsache, dass die Informatiker als Männer natürlich wieder mal an allem schuld sein sollen.) Da erzählt sie was davon, dass irgendwer im Dialog mit einem Eliza-Abklatsch (ich glaub, das war Siri, aber am Dialog unverkennbar ein Eliza-Klon) wissen wollte, ob man es mit einem Männle oder einem Weible zu tun hätte. Geschlechterstereotypen zu beklagen. Ach gar. Ich lese gerade Daphne Patai, Heterophobia, Sexual Harrassment and the Future of Feminism, immer in der U-Bahn. Ausgerechnet heute kam ich an folgender Stelle (Kindle-Position 1752) vorbei:

While interviewing students for my 1994 book Professing Feminism, I was told by an undergraduate in women’s studies that one of her teachers habitually referred to her „partner”, without ever using a pronoun. Assuming, along with the whole class, that this professor was a lesbian, the student was shocked, and felt deceived, when she accidently discovered that her professor was in fact heterosexual, married, and a mother. [...] Another instance, small but telling: Following the publication of one of my early articles criticizing feminist excesses, I received a letter from a male academic who told me that he and his wife, also a professor, had been very active in setting up a women’s center on their campus. When it came time to celebrate the center’s anniversary, his wife had asked him not to attend the event, saying, „I don’t want to flaunt my heterosexuality.”

Daher muss man fragen, ob Feministinnen wie Schinzel solche Geschlechterrollen nicht noch viel stärker zementieren, als jeder andere es tun würde, nur dass sie alle Rollen strikt weiblich besetzen, und damit noch viel schlimmer sind als die, die sie beschuldigen.

Und sowas wird in diesem unserem Lande Professorin für Informatik. Ich fass es nicht. Ich glaub, ich steh im Wald.

Und als ob das alles noch nicht grotesk genug wäre, beklagt sich Schinzel da auch noch, dass sie sich weder als »richtige Frau«, noch als »richtige Informatikerin« wahrgenommen fühle.

Unglaublich. Tischt so einen hanebüchenen Mist auf, und wundert sich, dass sie nicht als Informatikerin wahrgenommen wird. Dunning-Kruger-Effekt in Reinkultur. Die völlige Unfähigkeit zur Selbstwahrnehmung, zur Selbstkritik. Jahrelang manipuliert durch das Gender-Geschwätz, unfähig geworden (oder geblieben), sich selbst einzuschätzen. Ermöglicht im Elfenbeinturm, dem Ort der völlig qualitäts- und leistungsfreien unkündbaren Festbezahlung.

Und passt zum CCC wie „Arsch auf Eimer”, um eine Fefe-CCC-übliche blumige Metapher zu gebrauchen. Denn die leiden ja auch unter grenzenloser Selbstüberschätzung, Doppelmoral und Selbstwahrnehmungsstörungen. Hätte ein Minister sich so geäußert wie Schinzel, hätte der CCC ihn öffentlich an den Pranger gestellt und mit Häme überzogen.

Aber da reicht’s dann für Saal 1.

Würde der CCC auch nur ansatzweise dem Anspruch gerecht, den er erhebt, würde er lautstark kritisieren, dass man mit solchen »Professorinnen« die technologische und gesellschaftliche Zukunft des Landes verheizt, statt solchen Leuten auch noch ein Forum und eine Projektionsfläche zu bieten. Man fragt sich, von welchem Geiste der CCC ist und ob er – ich habe in einem früheren Blog-Artikel die Parallele zu den Piraten schon gezogen – schon selbst vom Feminismus übernommen und in geistige Umnachtung gestürzt wurde.

(Wie gesagt, das war die schnelle Kurzversion, was mir beim Schauen so nebenbei eingefallen ist. Irgendwann werd ich mir den Videomitschnitt nochmal in Ruhe anschauen und gründlich kommentieren.)

Nachtrag 1: Seit dem Tag des Vortrages (also „gestern” in Bezug auf diesen Nachtrag, was aber mehrdeutig wäre, weil Nachträge hier kein eigenes Datum bekommen) hat Britta Schinzel sogar einen Wikipedia-Lobpreisungs-Eintrag bekommen. Erstellt von einem gewissen „Tillwe”, bei dem es sich anscheinend um einen Till Westermayer von der Uni Freiburg handelt, was mal wieder meine These belegt, dass die Wikipedia in Bezug auf Professoren nichts anderes als billiges PR-Geschwafel der Universitäten ist und die Wikipedia eigentlich als Dauerwerbesendung gekennzeichnet sein müsste. Laut seinem Lebenslauf Mitarbeiter am Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft (da lag ich mit „Wald” ja voll richtig :-D ) und „parlamentarischer Berater” der Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg für Medien, Netzpolitik, Kultur, Wissenschaft und Forschung.

Was nebenbei auch mal wieder meine Einschätzung der der Grünen bestätigt, die sich als Medienberater einen Sozial-Förster holen. Das Netz muss grüner werden. :-D Und was mal wieder bestätigt, dass aus der grün-linken Ecke Medienmanipulation und Wikipedia-Pflege getrieben wird. Naja, für Wikipedia ist ein Förster vielleicht sogar das richtige. Schön gießen.

Nachtrag 2: Erhellend ist auch der Tweet zum Vortrag einer gewissen, einschlägig bekannten „Schwarzblond”:

In Hamburg wird beim #29c3 erklärt, warum ich mein Informatikstudium in Hamburg vor 8 Jahren auf eine Minimum reduziert hab.

Und dann wundern und beschweren die sich darüber, dass man sie als Informatikerinnen nicht für voll nimmt. Und schieben anderen die Schuld dafür zu.

Informatik ist nicht frauenfeindlich. Informatik ist Faulen- und Dummenfeindlich. Man kann mit einem „Minimum” nicht tauglicher Informatiker werden. Darum geht es beim Feminismus, als Anerkennung für Leistungen zu erpressen, die man nicht erbracht hat. Deshalb sind die auch so versessen darauf, die Informatik zu enttechnisieren und zum Soziallaberfach umzubauen, weil sie gleichzeitig Informatikerinnen sein aber mit Informatik nichts zu tun haben wollen.

Man könnte übrigens auch mal die Frage aufwerfen, ob es nicht ein Widerspruch ist, dass Leute wie Schinzel oder Schwarzblond sich darüber beschweren, dass der Frauenanteil in Informatik so niedrig ist, während sie sich alle Mühe geben, die Informatik als frauenfeindlich hinzustellen und madig zu machen. Niemand hält mehr Frauen vom Informatik-Studium ab als solche Leute. Das Problem, das sie beklagen, produzieren sie selbst.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass Abiturientinnen, die diese Gender-Pampe und dieses Lamentieren unfähiger Pseudoinformatikerinnen hören, die Lust auf Informatik schnell vergeht.


122 Kommentare (RSS-Feed)

Svenska
28.12.2012 22:39
Kommentarlink

> wirklich geprüft oder als war anzunehmen wäre
Da fehlt ein ‘h’. :-)

> Irgendwo gab es sogar eine Untersuchung, dass der Frauenanteil in technischen Fächern umso niedriger ist, je freier Frauen in der Wahl ihres Berufes sind
Das war in Brainwash/Hjernevask mit drin.

> Hätte ein Minister sich so geäußert wie Schinzel, hätte der CCC ihn öffentlich an den Pranger gestellt und mit Häme überzogen.
Mag ja sein, aber im Parlament wäre großartiger Applaus mit der Aufforderung zur Umsetzung gekommen. Und wenn die Zuschauer/Zuhörer gemeinsam der Meinung sind, dass das Schrott war, dann ist auch dem CCC klar, was er sich da eingetreten hat.

Vielleicht ist der Mangel an technischen Vorträgen wirklich auf einen Mangel an technischen Vorträgen zurückzuführen – und nicht auf eine Bevorzugung von nichttechnischen Vorträgen. Ich weiß nicht, welche von beiden Vorstellungen deprimierender ist.


Hadmut
28.12.2012 22:45
Kommentarlink

> Da fehlt ein ‘h’.

Danke!

> dann ist auch dem CCC klar, was er sich da eingetreten hat.

Ich hatte es ja schon vorher gesagt. Aber auf mich hört der CCC ja nicht.


Alexander Roslin
28.12.2012 23:07
Kommentarlink

Die Nutzlosigkeit der “Forschungen” von Frau Prof. Dr. Schinzel scheint auch der Freiburger Universität aufgegangen zu sein: Goldener Handschlag und Schadensbegrenzung, scheint mir:

*1991 wurde Schinzel auf die Professur für Informatik und Gesellschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg berufen,[4] die sie bis zum Eintritt in den Ruhestand 2008[5] innehatte. Mit der Professur war die Abteilung Modellbildung und Soziale Folgen des Instituts für Informatik und Gesellschaft der Universität Freiburg verknüpft, die mit Schinzels Ausscheiden aufgelöst wurde.*

http://de.wikipedia.org/wiki/Britta_Schinzel

Aufgelöst – aha.

Nach dem Ausscheiden.

Nachdem man offenbar 17 Jahre lang Geld hineingekippt hat.


xyz
28.12.2012 23:13
Kommentarlink

> (…) sonst niemandem aufgefallen zu sein schien, die einem aber auch
> nur ins Auge springt, wenn man sich intensiv mit Twitter beschäftigt
> hat: Ziemlich am Anfang sagte sie nämlich etwas davon, dass
> ihre Gender-Aussagen auf einer Arbeitshypothese beruhen.

Statt “Twitter” sollte hier glaub ich “Gender” stehen


Hadmut
28.12.2012 23:20
Kommentarlink

@xyz: Oh, ja, danke!

Wieder mal einer dieser speziellen Tippfehler, über die ich schon so häufig geschrieben habe, bei denen die Finger ganze Silben oder Worte gegen andere, ähnlich klingende austauschen. Scheint, als würde das Gehirn die Handbewegungen für die Tastatur für ganze Silben über den Silbenklang ablegen. Passiert mir leider hin und wieder.


Usul
28.12.2012 23:23
Kommentarlink

Ich frage mich manchmal auch, wie die Raumverteilung zustande kommt. Entweder man verschätzt sich massiv im bestehenden Interesse, oder man möchte nicht in den vermeintlichen Fettnapf treten, ein politisch/sozial sensibles Thema scheinbar dadurch abzuwerten, indem man ihm den kleineren Raum gibt. Gerade bei dem Vortrag, um den es hier geht, soll wohl der kleinere Raum 6, wo es um rechtliche WLAN-Fragen ging, bedeutend mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man sich hierbei im bestehenden Interesse verschätzt hat, so dass eigentlich nur die zweite Erklärung zutreffen kann.

Eigentlich müsste die Raumverteilung anders laufen, durch eine Abstimmung im Vorfeld, welcher Vortrag welches Interesse weckt.

Ich habe auch mal kurz in den Stream geschaut, ganz am Anfang, und als ich das XP-Hintergrundbild sowie die Supportversuche sah, konnte man sich den Rest schon fast denken …

Schön erfrischend und ein gutes Kontrastprogramm fand ich allerdings auch, dass im übernächsten Vortrag im gleichen Saal bei einem beinharten Informatik-Thema (RSA, Verschlüsselungen allgemein etc.) zwei Damen und ein Mann referierten. Ich habe leider erst am Ende zugeschalten, werde mir aber den gesamten Vortrag nochmal in der Aufzeichnung anschauen. Ich bin in dem Thema nicht so drin, dass ich mir da ein fundiertes Urteil über die Qualität der Fakten erlauben könnte, aber ich fand ihn sehr gut gemacht. Hier der Link zur Vortragsbeschreibung:

http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5275.en.html


Hadmut
28.12.2012 23:32
Kommentarlink

> zwei Damen und ein Mann referierten

Na, warum denn auch nicht?

Es ist ein übles, von Genderistinnen ausgestreutes Gerücht, dass Frauen in Informatik geschlechtsspezifisch schlechter wären. Stimmt aber nicht.

Es ist nur so, dass es bei Frauen – ebenso wie bei Männern – welche gibt, die’s können, und welche, die’s nicht können. Und die doofen versuchen eben, ihre individuelle Inkompetenz auf alle Frauen zu verallgemeinern, um ihre Inkompetenz als Frauendiskriminierung auszugeben.

Deswegen braucht man auch keine „Behinderteninformatik” für Frauen.


xyz
28.12.2012 23:56
Kommentarlink

@Hadmut: Vertipper mit (teilweise sogar mehreren) ganzen Wörtern kenne ich auch nur zu gut.

Hab mir übrigens gerade mal das Twitter-Feedback angeschaut. Interessanterweise wurde der Talk selten als inhaltlich schlecht, sondern hauptsächlich als formal schlecht bewertet. Überfrachtete Folien, unbekannte Begriffe, allgemein unverständliche Sprache – das waren so die Stichwörter. Die Frage ist: Ist das Inkompetenz oder sogar gewollt? So kann man ja die inhaltlichen Mängel von Gender ganz gut vertuschen…


Hadmut
29.12.2012 0:02
Kommentarlink

> Ist das Inkompetenz oder sogar gewollt?

Beides!

Denn es geht bei Gender zum einen darum, die weitgehende Fachinkompetenz zu kaschieren und zu tarnen, denn Ziel von Gender ist ja nicht die angebliche Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern der Karrierefahrstuhl für Totalinkompetente. Deshalb hocken die auch immer in irgendwelchen „interdisziplinären” Gender-Zirkeln zusammen, in die sonst keiner geht, damit sie die perfekte Ausrede dafür haben, dass sie sich in keinem der Fächer blicken lassen. Ein riesiger Schwindel.

Aber auch taktisch geht es darum, weil Gender in der internen, nicht für die Öffentlichkeit gedachten Darstellung als ausdrückliches Ziel hat, „Verwirrung zu stiften”. Gender beruht auf Verwirrung. Deshalb lernen die rhetorisch, so bescheuert daherzuschwätzen, dass der Ungeübte erst gar nicht merkt, was für einen Mist die erzählen.

Der dritte Grund ist natürlich das „moving target”. Sie wissen schon, dass das alles keinerlei Fundament hat und wissenschaftlich nicht haltbar ist. Deshalb ändern sie ständig den Standpunkt, lassen sich auf nichts festnageln, weichen ständig aus, definieren ständig und beliebig um, wollen, dass jeder da eine andere Meinung hat. Und das geht natürlich nicht, wenn man sich klar ausdrückt.

Ein vierter Grund ist, dass sie eigentlich nichts zu sagen haben bzw. einige wenige Kernbehauptungen endlos wiederholen. Das bedarf des Füllmaterials.


flippah
29.12.2012 0:14
Kommentarlink

Das witzige ist, dass ich beruflich einige Frauen kenne, vor denen ich als Programmierer den Hut ziehe. Insbesondere einige Kolleginnen, die wirklich was können. Allerdings würde keiner von denen einfallen, das irgendwie als was besonderes darzustellen. Natürlich können Frauen gute Entwickler sein, warum sollten sie es nicht. Aber ebenso natürlich können Männer das auch.
Geschlecht und Befähigung zum Entwickeln von Programmen haben schlicht herzlich wenig mit einander zu tun.


MichaB
29.12.2012 0:49
Kommentarlink

Knorka Kinte
29.12.2012 1:23
Kommentarlink

Hallo Hadmut,

allgemein zu Gender könnte dieses Interview zum Thema Homöopathie interessant sein. Diese ist genauso eine Esoterische Lehre, die sich wissenschaftlichen Erkenntnissen verschließt.

In dem Interview wird ein interessanter Begriff definiert: “Scientabilität” , demnach ist Homöopathie direkt abzulehnen, da man das, was dort behauptet wird, weder in Einklang mit erwiesenen Erkenntnissen steht, noch sich vernünftig überprüfen lassen. Demnach soll man es nicht mal mehr überhaupt untersuchen, da das grundsätzlich aufgrund der Voraussetzungen schon nicht fruchtbar sein kann.

Für Gender gilt aber genau das Gleiche. Man kann da ganz ähnlich argumentieren. Nur warum spricht das niemand an?

hier mal der link:
http://blog.gwup.net/2012/12/23/die-homoopathie-luge-ein-interview-teil-2/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+gwup-die-skeptiker+%28gwup+|+die+skeptiker%29


Hanz Moser
29.12.2012 3:14
Kommentarlink

Ich muss ja gestehen, dass ich erst vermutet hatte, dass du den Vortrag schlechter gemacht hast, als er tatsächlich war. (Man achte auf dem Komparativ.) Ganz einfach weil du dich auf den Genderkram ja schon ein wenig eingeschossen hast.

Aber das ist ja wirklich eine absolut grauenvolle Scheiße. Die einzigen Momente, in denen ansatzweise ganze Sätze kommen, sind die, in denen sie 1:1 von den Folien abliest. Bereits bei dem Versuch die Namensnennung der Autorin in einen Leitsatz einzuflechten, der ansonsten unverändert vorgelesen wird, verhaspelt sie sich hoffnungslos.
Gefühlt ohne Pause schmatzt und “ähmt” sie ins Mikrofon. Dazu der müde, lustlose und gleichbleibende Tonfall.
Die Folien sind auch handwerklich in jeder Form misslungen. Alleine die Vielzahl an fehlenden Leerzeichen spricht Bände.

Es ist auch kein Wunder, dass die Kritik sich stark am formalen Vortrag orientiert. Jeder, der nicht wirklich fest entschlossen ist sich das anzuhören, schaltet nach kürzester Zeit ab, weil der Vortrag formal nicht nur schlecht, sondern völlig unzumutbar ist.

Die vernichtende inhaltliche Kritik trifft auch noch voll zu. An keiner Stelle ist irgendein innerer Zusammenhang des Vortrags erkennbar.

Die Kritik an der Studie von Shaywitz ist in der vorgetragenen Form kompletter Unfug. Die Aussage, dass die Studie nicht alle möglichen Gehirnbereiche umfasst und es Bereiche geben könnte, die nicht geschlechtsspezifisch funktionieren, wird als Widerspruch zur Aussage hingestellt, dass die Daten klar belegen, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Das ist kompletter Unfug. Wenn ich einen Teilbereich untersuche und dort eklatante Unterschiede feststelle, ist das sehr wohl ein Hinweis auf Unterschiede, auch wenn ich den Rest nicht vollständig untersuche.
Dass sie danach “statistisch ausgewählt” mit “zufällig ausgewählt” gleichsetzt ohne anzugeben, welche Form der Zufallsauswahl benutzt wurde, kann man als sprachliche Schwäche oder als inhaltliche Bankrotterklärung sehen, ich tendiere aber zu Letzterem.

Der ganze Vortrag erinnert mich ganz extrem an das, was ich aus der Esoterikszene aus der Klasse der “werbenden Hausfrau” kenne. Alleine der Sprachfluss, stotternd, in Halbsätzen, durchbrochen von flüssig vorgetragenen “Fachtermini”, ist auffällig ähnlich. Bei allem was begrifflich nicht dem eigenen “Fachgebiet” entspringt werden Begriffe meistens mit möglichst wenig Kontext verwendet. Falls doch zeigt sich sofort, dass diese inhaltlich falsch verwendet werden oder bereits sprachlich unrichtig eingeflochten sind.
Das Fehlen eines inhaltlichen Fadens und das Kritisieren von Dingen, die nur eindimensional beleuchtet werden und bei denen man die Methode der Kritik nicht verstanden hat sind genauso typisch.

Wenn es ein Pferd wäre…


FullHD
29.12.2012 3:57
Kommentarlink

Wow, wiedereinmal beeindruckend, wie schnell und intellektuell treffsicher so ein Beitrag verfasst werden kann. Kompliment!
Ergänzen möchte ich lediglich, dass nach dem Vortrag nicht wie üblich Fragen aus dem Auditorium und Internet zugelassen wurden. Schnizels schwache Hypothesen auf ihren wirren Folien sind spielend leicht auseinander zunehmen und sie hörte einfach nicht auf fortwährend mehr Esoterik abzusondern. Doch mir tat die alte Frau bereits nach kurzer Zeit einfach nur noch Leid, wie sehr sie sich zum Opfer stammelte. Unter Tränen des Mitgefühls musste ich zwischendurch den Saal verlassen und zur Stimmungserhellung meine schicken roten “Creepermove”-Karten zu einer künstlerischen Kollage an eine Wand bringen.


Leon Müller
29.12.2012 4:48
Kommentarlink

So wie es aussieht, lassen sich nicht alle Nerds auf dem 29c3 von den Feminazis beleidigen:

https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/File:Anticreeperkarte.jpg

Man erlebt beim Congress gerade interessante Entwicklungen, ich gebe den CCC noch nicht verloren :-)


Robert
29.12.2012 5:14
Kommentarlink

Und hier für alle, die noch kein IPv6 können: http://29c3.ipv6only.org.ipv4.sixxs.org/releases/mkv/%5B5396%5D%20Was%20ist,%20was%20kann,%20was%20soll%20Gender%20Studies%20Informatik%3f/

Die Domain ist ja irgendwie etwas wirr zusammengesetzt. Erst kommt “ipv6only” und kurz darauf “ipv4″. WTF.


Stefan W.
29.12.2012 6:42
Kommentarlink

Hier auch ein Link zu einem Torrent: http://wtf1.muling.lu/29c3/Saal_1/Day_2/5396-gender_studies_informatik.wmv.torrent ohne diese Prozent-Orgien. Am gleichen Ort auch ohne Torrent.

Zum Intro: Zur Hilfe hat sie erst eine Frau gerufen, und gestern habe ich auch einen Mann gesehen, der beim Vortrag Schwierigkeiten mit der Technik hatte. Ihr hier einen Strick drehen zu wollen ist ziemlich arm, zumal sie sich den selbst später selbst dreht.

Dass alles nur Hypothese ist verstehe ich als dem radikalen Konstruktivismus geschuldet, dem sie sich verpflichtet fühlt. Das Weltbild der anderen ist nicht die Realität, sondern nur eine, nur deren Realität, aber auch die eigene Kritik wird konsequent nur als Hypothese begriffen.

Als kritische Grundhaltung kann ich das zwar nachvollziehen, aber dann darf sie m.E. nicht ‘die Entwickler’ als männliches Stereotyp verwenden. Später viel stärker beim Siri, wo sie behauptet, der männliche Geschäftsreisende ohne Kindeserziehungspflichten stünde hier als Kunde Pate. Das ist m.E. unredlich: Wenn es für Frauen nicht prinzipiell unmöglich ist kinderlos eine Geschäftsreise in die Nähe eines Restaurants zu unternehmen, dann perpetuiert sie, in dem sie den Mann als Rollenvorbild in den Raum stellt das Stereotyp, welches sie anderen vorhält. Microverantwortung nennt sie das.

Mir sind andere Hauptaussagen im Gedächtnis geblieben:
a) Frauenbiografien in der Informatik, wobei aber Männerbiografien offenbar nicht unter Gendergesichtspunkten produziert werden. Wieso nicht? Haben nur Frauen ein Geschlecht?
b) Der protestantische Kapitalismus als Verstärker für Geschlechterdiffernenzen. Ich kann’s nicht nachvollziehen. Die BRD ist heute ca. drittelig katholisch, protestantisch und anders- oder ungläubig. Wenn überhaupt, dann war die DDR mit höherem Frauenanteil i.d. Informatik protestantischer. Die USA ist ebenfalls mit mehr Frauen eher stärker protestantisch geprägt.
c) Diese Hirnregionbetrachtung. Das klang einleuchtend, aber wer bitte kennt diese Studie, und wer orientiert sich daran? Das soll seit 20 Jahren unser Bild v.d. Frau prägen, als Person, die von Natur aus uninformatisch ist – allenfalls für WI geeignet?

An diesem Punkt begeht sie auch den Fehler, den sie der Studie vorwirft, die 8 Frauen unter den Tisch fallen läßt, die nicht mit 2 Hirnarealen Reime analysieren: Sie bemerkt es zwar einmal nebenbei, aber dann spricht sie 20 Minuten von den Männern (und Frauen?) die ein holzschnittartiges Stereotyp pflegen stellvertretend für das Ganze. Männer und Frauen, denen das Geschlecht iherer Kollegen wurscht ist, kommen nicht mehr vor.

d) Dieser Siricyborg, welcher, weil er dem weiblichen Stereotyp entspricht – ja – was ist eigentlich damit? Dass es eine weibliche Rolle ist wird hier doch wieder aus dem Stereotyp hergeleitet, in dem man sich die sexistische Sichtweise zu eigen macht, die man dann später in der Welt entdeckt.

e) Männer werden in Computerspielen nach Schauspielern modelliert, Frauen abstrakt. Was heißt letzteres, eigentlich? Anatomisch unmöglich große Brüste bei Wespentaille? Und was leitet man daraus ab? Ich sehe hier etwas, was bei Genderthemen auch nicht selten ist – oder soll ich sagen Verschwörungstheorien? Einem geschlechtsspezifischen Unterschied, der empirisch erkannt wird, wird eine Bedeutung beigemessen, so als wüsste der 22jährige, männliche Programmierer etwas über geheimnisvolle Wirkungsmechanismen die sich entfalten, wenn man männliche Helden nach Hollywoodstil modelliert, und Frauen abstrakt.


Heinz
29.12.2012 7:38
Kommentarlink

“Der dritte Grund ist natürlich das „moving target”.”

Das „moving target” finde ich besonders fies.
Wenn dann nämlich jemand zur Diskussion kommt und sagt ,,Ich hab hier mal ein paar Genderthesen widerlegt” heißt es gleich das sei ja nicht das echte Gender™ und auf die Frage, was denn das ,,echte Gender™” sei kommen nur leere Sprechblasen, die oft mit Fremdwörtern ohne jeden Zusammenhang und Behauptungen ohne jeden Beleg gefüllt werden, um schlau und wissenschaftlich zu wirken.


Heinz
29.12.2012 7:39
Kommentarlink

hier gibts die Videomitschnitte auch zum Download – ihr könnt euch sogar die Qualität aussuchen:
ftp://ftp.ccc.de/congress/29c3/


Sven
29.12.2012 8:10
Kommentarlink

Es gab warscheinlich wenig inhaltliche Kritik, weil der Vortrag mit das langweiligste war, dass ich je gesehen habe. Was dazu geführt hat, dass ich nebenbei was anderes machte und den halben Vortrag geistig übersprang. Vielleicht ist das ja auch Strategie. Man versteckt, in der hoffnung, dass die Leute wenig fragen bekommen, den Vortrag in einer Langweiligen Hülle und hofft, keiner kann ich an genug erinnern um ne Frage zu stellen.

Aber ich hab auch öfters da gesessen und mich gefragt “Wo ist der Beweis”. Zum Lachen brachte sie mich dann am ende mit Siri. Das ja Sexistisch sein muss, da sie sich ja unterwürfig entschuldigt.


Hadmut
29.12.2012 8:44
Kommentarlink

@Stefan W.: Ja, nach Gender-Weltbild sind nur Frauen mit Geschlecht geschlagen, Männer sind geschlechtslos, frei und neutral. Weil Männer ja Herrenwesen und Geschlecht ein Unterdrückungswerkzeug ist.

Deshalb reden sie von Geschlecht auch immer nur im Singular. (Näheres dazu im Buch)


Johanna
29.12.2012 11:32
Kommentarlink

Tja, das Wort “Hypothese” zu kennen und es schreiben zu können, reicht eben nicht. Mir hat Ende November ein Praktikant (Student, der sich so langsam auf die Master-Arbeit vorbereitet) gestanden, dass er noch nie (!!!) in der Instituts- oder Uni-Bibliothek war, sondern “nur die Folien gelernt” habe. Ist doch nicht verwunderlich, dass jemand, der freiwillig keine Bücher anfasst und nur von Prüfung zu Prüfung lernt, nie das wissenschaftliche Arbeiten erlernt haben kann. Folglich weiß so jemand auch nicht, was “Hypthese” oder “Arbeitshypothese” genau bedeutet. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, das sowas heute ein “Einzelfall” ist – was die beobachtete und hier im Artikel kritisierte unkritische Haltung des Publikums evtl. erklärt.


Svenska
29.12.2012 13:10
Kommentarlink

Johanna: Das hat mit dem Unterrichtsstil an Universitäten zu tun. Es ist äußerst vorteilhaft für die eigene Note, die Worte und Folien des Professors auswendig zu können. Kennt man aber andere Ansichten und Widersprüche zum vermitteltem Stoff aus Büchern, revanchieren sich manche Professoren mit schlechten Ergebnissen.

Studenten sind ja nicht blöd…


Hadmut
29.12.2012 13:15
Kommentarlink

Ja. Mehr machen diese Gender-Tussis dann auch nicht und erwarten dann, für „richtige Informatikerinnen” gehalten zu werden. Und wenn man es nicht tut, ist man ein Misogynist. Dabei ist man nur Misoblödist.


Joe
29.12.2012 13:25
Kommentarlink

Niemand hält mehr Frauen vom Informatik-Studium ab als solche Leute.

Solche Leute halten nicht nur Frauen vom Informatikstudium ab – um die ist ja nicht schade. Sondern diese CCC-Gender-Antifa-Piraten-Spezln halten auch fähige Männer vom Informatikstudium ab, denn die Aussicht auf eine wissenschaftliche Karriere nach viel mühsamer, brotloser Arbeit ist in diesem Milieu inzwischen eher gering – irgendwann wird so einer dann von einem Genderquotengremium abgeschossen und alles war umsonst.


Gerhard Meier
29.12.2012 13:34
Kommentarlink

Lieber Hadmut,

wärst du so gut, und verpasst den Nachträgen einen Anker? Dann könnte man da Prima hinlinken:

<strong id=”n1″>Nachtrag 1</strong>

sollte reichen.


Hadmut
29.12.2012 13:38
Kommentarlink

Ist erledigt…


Theodor W.
29.12.2012 14:31
Kommentarlink

“wissenschaftliche Wahrheit”
lol’d


Philipp
29.12.2012 15:15
Kommentarlink

Hier das ganze Video uncut:

http://youtu.be/GbWvUxhklvs

Bei Minute 34 gehts los.


Markus
29.12.2012 15:19
Kommentarlink

Nachdem ich mir den Vortrag kurz angehört habe stoße ich auf diesen Satz:

“Das Geschlechterkonzept das Ich hier verwende iss eine Arbeitshypothese die [undefinerbarer-2-4-sekunden-andauernder-brummlaut] eine Hypothese ist, nämlich eine konstruktivistische Hypothese das Geschlecht als dynamische Einheit von in Wechselwirkung von biologischen und soziokulturellen Formung Hergestellten darstellt”

ftp://ftp.ccc.de/congress/29c3/mp4-h264-HQ/29c3-5396-de-en-gender_studies_informatik_h264.mp4 (02:50)

Hab es mir mehrfach angehört und Wort für Wort so aufgeschrieben.

Mein Bullshit Detektor ist gerade durchgeknallt. Sowas habe ich schon lange nichtmehr gesehen. Ich hätte gerne im Auditorium gesessen und Gegenredner gespielt.

Ich hoffe das die ganze Geschichte ein sehr gut eingespielter Scherz ist!

Ich komm aus dem Grinsen nichtmehr heraus. Ich habe im Uni Zirkus längst aufgegeben. War die richtige Entscheidung.

Neuer Vorschlag, warum geben wir das “Wissenschaftliche Arbeiten” nicht einfach auf? Solange sowas bei rauskommt verlieren wir nichts.


euchrid eucrow
29.12.2012 16:20
Kommentarlink

Es ist äußerst vorteilhaft für die eigene Note, die Worte und Folien des Professors auswendig zu können. Kennt man aber andere Ansichten und Widersprüche zum vermitteltem Stoff aus Büchern, revanchieren sich manche Professoren mit schlechten Ergebnissen.

aus eigener erfahrung kann ich dem nur zustimmen. manche professoren verstehen ihre in vorlesungen vermittelten lehrinhalte als definition und wollen diese in prüfungen eins zu eins wiedergegeben sehen. wer abweicht fällt durch. in meinem studium habe ich mehr als einmal das ‘nicht bestanden’ in ein ‘gut’ nach prüfungseinsicht umwandeln können.

„der goldene mittelweg verläuft mit vorliebe im sande.“ prentice mulford

es ist aber leider auch der, auf dem man den geringsten widerstand zu erwarten hat um seine ziele zu erreichen.


euchrid eucrow
29.12.2012 16:25
Kommentarlink

hilfe hadmut, ich habe schachtelzitiert! dabei habe ich doch nur zwei tags gesetzt. oder habe ich den schrägstrich vergessen? kannst du das bitte ändern?


Hadmut
29.12.2012 16:41
Kommentarlink

Nicht von unterwegs per Handy…


Johanna
29.12.2012 16:45
Kommentarlink

@Svenska: Wahre Worte im Bezug auf das erfolgreiche “Abstauben” guter Noten, aber “blöd” sind solche Studenten mit dieser Strategie eigentlich schon. Denn wie Hadmut bereits festgestellt hat, wird dadurch das kritische Studium und damit das kritische Hinterfragen von Informationen von vornherein verhindert. Es reicht nunmal nicht, immer erst hinterher zu bemerken, dass einem gerade Unsinn erzählt worden ist. Auf einem Kongress wie hier beim CCC schadet so ein Mangel nicht weiter, im Berufsleben hingegen sehr wohl: Unser (ehemaliger) Praktikant wird bei uns keine Masterarbeit schreiben – dazu fehlen einfach elementare Fähigkeiten (zum kritischen Denken) und Arbeitstechniken, und wir können es uns nicht leisten, das wie bei einem Lehrling nachzuholen und dabei auch noch dafür zu bezahlen (und einem Institut doppelt Arbeit abnehmen: externe Masterarbeit ermöglichen UND auch noch elementare Lehrinhalte nacharbeiten). Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Das lässt sich nicht auf ALLE Studenten verallgemeinern, ich habe aber (kurz vor der Rente) den Eindruck, dass derartiges in den letzten zehn Jahren massiv zugenommen hat.
Schaffen es nun noch andere Menschen, diesen Mangel auszunutzen, um ihren Blödsinn als bare Münze unter das Volk zu bringen (wie hier im Bereich “Gender”), dann erwächst daraus aber nicht nur ein persönliches Problem einzelner, sondern ein politisches Problem für uns alle.


georgi
29.12.2012 17:07
Kommentarlink

…mal wieder so ein Artikel von Hadmut Danisch, wie man es von ihm gewohnt ist:

1. eine kurze Biographie von Till Westermayer in Wikipedia über die Person Britta Schinzel ist für Hadmut “Lobpreisung” und der Beweis, daß “linksgrüne” Typen nichts unversucht lassen, alles mit ihrer “linksgrünen Ideologie” zu indoktrinieren.

2. Britta Schinzel hat nix aufm Kasten, behauptet Hadmut. Bei Till Westermayer steht, sie hätte in Mathematik promoviert und habilitiert, sich mit Komplexitätstheorie und KI beschäftigt. Das habe ich auch mal. Hadmut kennt diese Bereiche bestimmt auch. Etwas härteres als Komplexitätstheorie kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Hadmut kann das sicherlich bestätigen, denn vollkommen ahnungslos von Komplexitätstheorie sollte jemand, der sich mit Verschlüsselungstechnik beschäftigt, nicht sein. Da finde ich Programmierung und Linux-Systemprogrammierung beträchtlich anspruchsloser.

3. Hadmut traut sich bestimmt zu, einige von Seiten von Judith Butler oder irgendeinem anderen angesagten modernen Philosophen zu lesen, und jemandem anderen verständlich zu machen, was er da gerade gelesen hat. Ich könnte das nicht. Über die Wissenschaftsfeindlichkeit dieser Philosophen sind wir uns allerdings einig.

4. Ich finde es wenig zielführend, Menschen in ein Ingenieurstudium “zwangseinzuweisen”. Es nützt nämlich wenig, unmotivierte und untalentierte Menschen zu so etwas zu zwingen. Das hat man auch zu DDR-Zeiten nicht gemacht.

5. Überhaupt die DDR-Zeiten. Deine Kollegen haben natürlich recht. Die andere Seite aber ist, daß es ausreichend institutionalisierte, qualitativ hochwertige Kindererziehung gab, die in Westdeutschland zwar von Ministerin von der Leyen versprochen wurde, aber immer noch nicht in ausreichendem Umfange existiert.

6. Auch früher: Informatik war früher tatsächlich ein dröges, langweiliges Frauenfach. Die Gurus waren natürlich alles Männer; die Unix-Hacker, der Seymour Cray, der aus dem Kopf hexadezimal das Betriebssystem seines von ihm selbst entwickelten Großrechners einhackte etc. Aber das Archivieren, Wechseln und Reinigen von Wechselplatten, das Daten bereitstellen, das Bänder einlegen und viele andere Tätigkeiten waren eher Frauensache.

7. Das änderte sich natürlich mit dem Aufkommen der PCs. Ich aber denke, die Inkompetenz, Anmaßung und Arroganz der damaligen Admins dürfte diejenige von Britta Schinzel weit in den Schatten stellen. Das waren die ersten Informatiker, die nicht programmieren konnten, also die ersten nur teilwertigen Informatiker. Damals begann auch das kommerzielle BWL-Grunzen.

Ich könnte noch vieles anmerken. Lasse es aber mal gut sein.


gnu
29.12.2012 17:44
Kommentarlink

Im Groben kann ich deinen Text gut verstehen und unterstützen. Leider finden sich aber einige krasse Schnitzer im Feinen, z. B.:

“Frauen in so hohem Anteil nutzlose Studienfächer wie Soziologie belegen, die nicht produktiv sind.” und “um solche Leute aus der Arbeitslosenstatistik zu bekommen, die eigentlich zu gar nichts nutze sind und sich eigentlich nicht selbst ernähren können.”

Was zur Hölle sollen denn bitte nutzlose Menschen sein? Menschen, die sich wegen geistiger oder körperlicher Andersartigkeit nicht so gut verwerten können wie die Normalbürger?

Und zu den nutzlosen Studiengängen möchte ich dir ganz dringend Weizenbaums “Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft” ans Herz legen. Hier nur der kürzeste Teilaspekt: Was bringt uns denn der ganze technische Fortschritt, wenn wir vergessen haben, wozu wir hart und lange arbeiten? Weshalb betreiben wir den Aufwand, die Forschung, die Produktion? Also, wo soll es hingehen? Dafür brauchen wir Soziologie, Philosophie, etc.


Joe
29.12.2012 18:31
Kommentarlink

Neuer Vorschlag, warum geben wir das “Wissenschaftliche Arbeiten” nicht einfach auf? Solange sowas bei rauskommt verlieren wir nichts.

Die Wissenschaft muß einfach aus den Fängen der marxistischen Staatskrake befreit werden. Es kann auch komplett privat ohne Finanzierung durch den Steuerzahler wissenschaftlich gearbeitet werden.

Nur die Eitelkeit bedienende (Doktor-)Titel gibt es dann natürlich nicht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. ;-)


Bernd
29.12.2012 19:00
Kommentarlink

Schön zu sehen, dass wenigstens einige “Bernds” sich von der momentan irgendwie omnipräsenten* Eso- und Spinnerhorde**, zu der dieses Feminazipack ebenfalls gehört, nicht überrollen lassen. Ich stimme Leon zu, ganz aussichtslos scheint es noch nicht zu sein. Das sollten aber bitte dann auch mehr als ein paar tun und sich auch ruhig mal außerhalb vermeintlich anonymer Refugien klar äußern. Persönliche Erfahrung: Von 100 Leuten hassen einen danach eigentlich nur die drei Feminazis selbst und eventuell finden einen eine handvoll anderer dann komisch. Die übrigen ~90 werden einem zustimmen, und zwar geschlechts- und lagerunabhängig. Also einfach mal trauen “nein” oder auch “verpisst euch” zu sagen. Das ist zum Glück noch nicht strafbar und wird es auch nicht werden, wenn man halt mal den Arsch hochnimmt.

Tatsächlich ist es ja so, dass diese Exemplare jetzt nicht zum ersten mal aus ihren Löchern kommen, geschweige denn mit irgendwelchen neuen “Argumenten” oder Erkenntnissen. Wer alt genug ist, wird sich noch an die letzte Eso- und Feminazi-Welle erinnern, die damals in der Umweltbewegung und in Konsequenz natürlich bei den Grünen wie der sprichwörtliche Krebs wucherte und erst für längere Zeit abebbte, als die Obermadonna statt “Schwanz ab”-Aufklebern “Bild”-Kolumnen machen durfte.

* Man könnte im Moment wirklich meinen, dass diese Spezies sich in so ziemlich jede Gruppe reinparasitiert, der man ohne allzuviel hellseherisches Talent eine künftig steigende gesellschaftliche/politische Relevanz zutrauen kann. Ich bin sogar sicher, dass das der Fall ist. Liegt ja auch nahe, wer in dieser Gesellschaft nichts kann (vgl. **), muss ja besonders emsig sicherstellen, dass die tägliche Brot (sic) gesichert ist.
** Eigentlich kann man Hadmuts Definition der Feminazispinner (sinngemäß “bleiben den eigentlichen Lehrveranstaltungen fern, um sich in fachkenntnisbefreiten Pseudowisschenschaften zu üben”) auf so ziemlich alle übertragen, die in den letzten Jahren jede mehr oder weniger wichtige und begrüßenswerte gesellschaftliche Bewegung fluten. Vgl. insbesondere Piratenpartei, die da zweifellos ein Paradebeispiel sind. Und es liegt auch wirklich nahe, dass es da primär um persönliche Bereicherung bzw. Karriereplanung geht. Gerade im Falle Piraten kann man das eigentlich an allen Ecken sehen, wenn man denn mal will. Das gilt wie gesagt nicht nur für die buchstäblichen Feministinnen, sondern auch für ihre Entourage und vergleichbar inhaltsleere Spinner anderer “Fach”-Bereiche.


Hadmut
29.12.2012 19:57
Kommentarlink

@gnu: Du begehst mehrere Denkfehler.

> Also, wo soll es hingehen? Dafür brauchen wir Soziologie, Philosophie, etc.

Nein, dafür brauchen wir sie nicht. Das ist nur deren Existenzvorwand. Das behaupten die nur, damit man sie bezahlt.

Du tust Ihnen aber auch keinen Gefallen, wenn Du ihnen eine Aufgabe zumisst. Denn bisher sind sie nur nutzlos und überflüssig. Gibst Du Ihnen eine Aufgabe, dann sind sie auch unfähig. Denn die von Dir formulierte Aufgabe erfüllen sie nicht.


gnu
29.12.2012 22:16
Kommentarlink

@Hadmut: Welche Denkfehler begehe ich denn? Oder meinst du den Rest deiner Antwort? Falls ja …

Würden mal ein paar mehr Menschen die Schriften lesen und versuchen die Vorschläge umzusetzen, dann würde auch die aktuelle Gesellschaft nicht immer dem Lobbyisten-Entwurf der Soziologen vor 100 Jahren entsprechen. Wesentliche Erkenntnisse für mich kamen z. B. von Erich Fromm, Bertrand Russell, Horst-Eberhard Richter, André Gorz, Immanuel Wallerstein, Karl Polanyi, Horst Stowasser, Gustave Le Bon und Noam Chomsky (ja, der hat neben seiner Hierarchie auch super politische Bücher geschrieben; Lest den Kram!).
Hätte man auch nur einen Bruchteil davon zu Anwendung gebracht, bräuchten wir uns heute nicht mehr mit Mindestlohn, Finanzkrise, Staatsbankrott, Arbeitslosigkeit und weiteren Krisengebieten herum zu schlagen.

Aber dir scheint auch die geschichtliche Dimension von Geisteswissenschaftlern wie Charles Fourier (nein nicht der mit den Transformationen), Pierre-Joseph Proudhon, Karl Marx und Immanuel Kant leider nicht bekannt zu sein. Dabei haben ihre Schriften, die Welt in der wir aktuell leben maßgeblich beeinflusst.

Außerdem waren Geisteswissenschaftler die Väter aller Naturwissenschaft! Atome wurden z. B. vom Prinzip (und nach dem Namen) schon 300 v. Chr. von Epikur erdacht. Mathematik war eine urphilosophische Disziplin und auch im heutigen Philosophiestudium sind 2 Semester Logik Pflicht.

Wer als Wissenschaftler glaubt sich vollständig von Geisteswissenschaften trennen zu können wird Schiffbruch erleiden, ohne Erkenntnistheorie, ohne eine Theorie der Wahrheit, ohne Sprachphilosophie, ohne Kenntnis des Leib-Seele-Problems … Was dann für ein Unfug bei (vermeintlichen) Naturwissenschaftlern herauskommt, sieht man ja z. B. bei Dawkins oder Wissenschaftlern, die an ihre Wertneutralität glauben.


Hadmut
29.12.2012 22:24
Kommentarlink

Es würden sicherlich mehr Leute sowas lesen, wenn die Geisteswissenschaftler erstens mal lernen würden, normal und verständlich zu schreiben, und zweitens mal ihr eigenes Metier lernen würden, dann müssten sie nämlich ihre schreckliche Inkompetenz nicht hinter Geschwurbel verstecken.

Vergleiche mal die von Dir aufgezählten Leute mit dem Gesindel, was an deutschen Fakultäten herumläuft. Die Philosophie mit solchen Leuten zu rechtfertigen ist so albern, wie Deutschland wegen Goethe und Schiller als Land der Dichter und Denker hinzustellen.

Ob die Schriften die Welt wirklich so beeinflusst haben, weißt Du nicht, weil Du die Vergleichswelt ohne deren Werke nicht hast. Typischer Denkfehler, auf den Geisteswissenschaftler fast immer reinfallen. Bei Marx steht das außer Zweifel, aber ohne ihn wäre die Welt mit einiger Wahrscheinlichkeit eine bessere gewesen. Maßgeblich zu beeinflussen heißt noch lange nicht, gut zu sein. Hitler hat die Welt auch „maßgeblich beeinflusst”. Das allein ist also eine Null-Aussage, weil sie nicht sagt, ob gut oder schlecht.

Es stimmt auch nicht, dass die Geisteswissenschaftler die Väter der Naturwissenschaft waren. Erstens gab es damals diese Trennung noch nicht, es gab Universalwissenschaftler. Zweitens war die Naturwissenschaft damals auf Minimalniveau und wurde erst gut, als sich die Geisteswissenschaftler herausgehalten haben. Drittens sind die Geisteswissenschaftler total ins Absurde abgestürzt, seit sie sich von der Naturwissenschaft verabschiedet haben. Viele Geisteswissenschaften sind nur noch hirnloses willkürliches Geschwafel in völliger Beliebigkeit. Weil der Bezug zur Naturwissenschaft fehlt.


O.
29.12.2012 22:27
Kommentarlink

Hallo Hadmut,

danke für diesen tollen Artikel.
Ich habe mehrfach laut und brachial lachen müssen.
Du hast ein paar saftige Formulierungen benutzt. :-)
(Das mit dem Land der Dichter und Denker musste auch mal klar gestellt werden, danke. :-))

Ich habe den Vortrag zum Teil gesehen, und war entsetzt.
“Häufchen Elend” trifft es sehr gut.
Da dachte ich schon: Au, ein typisches Frauenklischee
in Persona sitzt davorne und bestätigt die Vorurteile,
gegen die sie an”kämpft” (gegen die sie anjammert?)
und technisch bekommt sie ihre Präsentation nicht zum Laufen
und konnte noch nicht mal aktiv nach Hilfe rufen und musste
betuddelt werden.

Das war so peinlich, diese ganze Nummer, und ich dachte schon,
“wenn das die Darstellung von gender-Informatik ist, dann gute Nacht!”.

Man darf ergänzen, daß auch andere Leute bei ihrem Vortragsstart Problem hatten (komisch, waren auch Frauen … aber ich habe zu wenig Datenmaterial, um hier mehr als meinen Eindruck zu schildern, da ich nur einige der Vorträge gesehen habe.).

Was “Feministinnen” und das verfestigen von Rollenstrukturen angeht, ja, das seh ich schon lange so. Früher, als sie noch Frauenrechtlerinnen hiessen, hatten sie noch konkrete Probleme, die anstanden. Heute, wo die Bedingungen viel besser sind, kommen die Generationen der Nachäfferinnen, die mit Blahblah und dem Perpetuieren der alten Rollenmodelle dann gegen diese selbst geschaffenen Probleme angehen können.
Es gibt zwar noch genügend Männer, die dem kritisierten Bild entsprechen, aber die meisten Männer sind heutzutage wesentlich weiter, als manche dieser “Feministinnen” wahrhaben wollen.

Und wenn die mit ihrem alten Scheiß kommen, an dem sie selbst noch so gerne festhalten, fassen sich viele Männer an den Kopf.

Wer sich von den alten Modellen nicht lösen kann, sind wohl eher jene “Feministinnen”, die andauernd diese Modelle neu hervorbringen, indem sie sie thematisieren.
Das ist schon wie eine Manie.

Daß Frau Schinzel und andere Frauen tatsächlich unter dem Geschlechterverältnis leiden oder litten, kann durchaus zutreffen.
Wenn man eine schlechte Kindheit hatte mit einem übermächtigen oder gar übergriffigen Vater oder anderen männlichen Personen, dann kann das ja sehr prägend sein.
Manch einer Frau, die als Häufchen Elend von Frauenbefreiung redet, würde ich eher eine Psychotherapie empfehlen, um an den eigenen Problemen zu arbeiten; denn womöglich gab es ganz konkrete Vorfälle, die zu so einem Häudchen-Elend-Dasein geführt haben.
Wenn das dann geklärt ist, ist der Kopf frei für eine unvoreingenommene herangehensweise… vielleicht wirds dann auch was mit der Informatik, oder der Mathematik.

Aber das eigene Leiden and er Welt ausschliesslich auf ein Geschlechterverhältnis zurück zu führen – selbst wenn es als ihr persönliches Problem sich so darstellt – und dies zu verallgemeinern, ist wirklich armselig.
man hilft dieser Frau nicht, indem man ihren schwafeligen Untersuchungen zuhört und sagt, wie toll und wichtig es denn sei.
man würde ihr mehr helfen, sie zum Psychologen zu schicken.

Das meine ich ganz ernst und das ist auch in keiner Weise verächtlich gemeint. Vielleicht hat sie ja schreckliches erleben müssen.
Oder vielleicht hat sie schon immer so eine schwächliche Konstitution gehabt, dann ist das bemitleidenswert, ist aber noch kein Grund, die Informatik als männlich-okkupierte, eigentlich originär weibliche Domäne anzusehen, die es mit Gender-Informatik wieder zu verbessern gäbe.

Die Gegenüberstellung
* Informatik = reational, engstirnig, tot, primitv,monokausal
vs.
* Gender-FooBar: weltoffen, polykausal , …
* GenderInformatik: Fusion aus Informatik und Gender-FooBar

ist schon einer der ersten großen Fettnäpchen gewesen.

Btw: das mit der Hypothese habe ich auch klar wahrgenommen;
ich kenn es aber so, daß man Hypothesen an bestimmten Punkten in so einem Vortrag anbringt, wo man sich nicht sicher ist, während der Großteil eines Vortrags das abdeckt, was man schon erforscht hat.
Daß sie alles also unter den Hypothesenvorbehalt stellt, spricht für sie, insofern ist “unwissenschaftlich” nicht unbedingt so sagen.
Allerdings hat, das deutest Du ja an, die gesamte Art des Vortragens, und das quasi ALLES als Hypothese beruht, den eindruck erweckt, es SEI SCHON alles erforscht und belegt.
Es war also dann korrekt, den Hypothesenstatus zu benennen… die Art des Vortrags *kontakarierte* dann aber diese anfangs gemachte Aussage.
Formal könnte man sagen: es war korrekt von ihr; aber wie gute Werbung oder PR oder Zauberkünstler kann man – obwohl man die Wahrheit sagt – beim Zuhörer/Zuschauer einen ganz anderen Eindruck erwecken.
In dem Sinne war es formal OK, dennoch von der Vorgehensweise/Vortragsweise Betrug am Publikum.

Zum CCC: Hadmut, bitte nicht den CCC mit FeFe gleichsetzen.

Im Chat zu den Kongressen findet man immer wieder mal Ausdrücke wie “Femnazis”. Das Weiberkommando geht da manchen Kerlen wohl ganz gehörig “auf den Sack” ;-)
Manche eher harmlosen Äußerungen mancher Männer (wenngleich womöglich dümmlich) werden auch im Chat immer wieder angemahnt.
Und manchmal gibt es auch wirklich widerliche Macker-Sprüche, die
ich auch als Mann für bescheuert halte.
Aber die als “Femnazis” bezeichnete Feministinnenfraktion ist wohl auch nicht selten überaktiv.
Daß Leute auch schon bei einigermassen seichten Äußerungen bzgl. ihres Sprachgebrauchs ermahnt werden, das deutet auf eine Problematik hin: Der CCC als Gegner eines Orwellschen 1984 leidet doch selbst unter einer orwellschen Viruserkrankung mit FemViren und deren Sprachgängelung a la Neusprech.
(Womit ich manche der Macker-Sprüche nicht als gut bewerten will, aber womöglich sind das eh pubertierende Hansel.)

Was das “Frauen müssen sich in der Informatik mehr beweisen” angeht: vielleicht ist das ja auch persönliche Wahrnehumng mancher selbstdarstellerischer Frauen,

Wenn ich mir die “Kackscheiß”-Tourette-Spezialistin der Piraten anschaue, ist doch da sehr auffällig, daß sie sich (zumindest bei Lanz in der Sendung) ganz besonders heraus geputzt und ihre weiblichen Attribute extrem herausgestellt hat, dann aber auf die
(womöglich ironisch gemeinten?) Sprüche, die auf ihre Schönheit abzielten, allergisch reagierte.

Ebenso mag es sein, daß die eine oder andere Frau, die meint, sie müsse sich so ganz besonders beweisen, vielleicht mit ihrer herausgekehrten Weiblichkeit (Balzverhalten) nicht die entsprechend guten Noten bekam und dann meint, sie müsse sich besonders beweisen.
Ja, sie muss wie alle anderen auch FACHLICH was bringen, mit dem Hintern wackeln und Augengeklimpere allein reicht nicht.
Und würde es reichen, wäre das ja auch was, was kritisiert würde.
Sie müssen sich auch fachlich beweisen, wie alle.
Wenn das gegenüber dem Augenklimpern “besonders” ist, stimmen die Äußerungen sogar. ;-)
Damit wiederholen sie genau die Rollenbilder, gegen die sie anmeckern.

Wir hatten in unserem Studium (nicht Informatiuk, aber auch technisch; an einer FH) leider auch nur wenige Frauen.
Die paar, die wir hatten, waren teils gut, teils nicht gut.
Wie auch bei den Männern. Ich kann mich nicht entsinnen, daß eine der Frauen sich damals irgendwie ALS FRAU schlecht behandelt fühlte.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Situation so viel schlechter geworden ist, die letzten Jahre über. Es kann aber schon sein, daß es von Bundesland zu Bundesland, oder Uni zu Uni starke Unterscheide gibt.

Aber wenn ich mir diese Tourette-Piratin so anschaue,
extrem geschmickt und aufgehübscht und dann darüber jammernd,
daß man sie darauf anspricht, ist das ein typisches Beispiel
von Verwirrspiel. Eine eigene Art von Balzverhalten.

Was die Anzahl von Frauen im Informatik-Studium angeht: wenn sie nach ein paar Semestern hinschmeissen und ihr Studium nicht abschliessen, sondern abbrechen, brauchen sie sich auch nicht wundern, daß so wenige Frauen in dem fach bleiben.
Die Frau Schinzel hat, soweit ich mich erinnere, auch erwähnt, daß sie *gewechselt* ist von Mathematik weg. Das klingt nicht nach Abschluß des Studiums, eher nach Flucht. Vielleicht war Mathe ihr ja auch zu schwer….

Wenn ich mir anschaue, was in Indien los ist, dann kann ich das nachvollziehen, daß die Frauen demonstrieren für ihre Rechte.
Und auch Männer demonstrieren da mit, auch wenn das ins Weltbild
der westlichen (Mainstream-)”Feministinnen” nicht rein passt.

Hier sind die bedingungen für Frauen wesenltich besser, auch wenn vielleich tnicht alles ideal ist. Aber hier führen diese Meckerweiber sich fast schon hysterisch auf.

Ich habe selbst Frauen kennen gelernt, die mir gegenüber solche Frauensprüche abliessen (obwohl ich noch eher liberales Denken an den tag lege, als jene Frauen). Und dann stellt sich heraus, diese Frauen haben richtige Macker-Arschlöcher als Freunde.

Statt also ihre persönlichen Erfahrungen (wieso sind die mit so einem Macker-Arschloch denn zusammen und halten es jahrelang aus / ertragen ihr Schicksal “willig”?!) für sich aufzuarbeiten und sich nach moderner eingestellten Männern umzuschauen, bleiben sie mit ihrem Feindbild in Beziehung und lassen anderen Männern gegenüber dann feministische Sprüche ab.
Da werden also diejenigen in “Sippenhaft” genommen, die garnix dafür können, und den Arschlöchern gegenüber ist man hörig.

Was auch bei der Frau scinzel auffiel: sie berief sich zwar u.a. auch auf konstruktivistische Ansätze, die sie sogleich auch okkupierte, wie aich bveiles andere (Beispiel: nicht monokausale Ansätze zu vertreten usw. einverleibt aus Konstruktivismus und anderen richtungen, umdeklariert in Gender-FooBar; Plagiatentum!).
Andererseits hat sie eine grundlegende Sache des Konstruktivismus übersehen: Daß die Wahrnehmung der Welt vom Subjekt selbst ausgeht.

Bei ihrem ganzen Vortrag wäre es mal gut gewesen, wenn sie die okkupierten Ansätze des Konstruktivismus (u.a.) nicht nur phrasendrescherisch genannt hätte (um schöne Begriffe zu benutzen; und hier trifft Deine Sammelbox gut zu, Hadmut).
Es wäre auch sinnvoll gewesen, diese zu VERSTEHEN und mal AUF SICH SELBST anzuwenden.

Dann hätte sie sich fragen müssen, wieso ihre persönliche Konstruktion von Welt wie sie sie wahrnimmt, so aussieht, wie sie aussieht, und wieso sie diese immerhin als Hypothese erkennt/benennt, aber nicht merkt, daß diese übermäßig groß ist, wie ein Wasserkopf,
oder ein mit Wasser gefüllter Luftballon, bevor er platzt.

Konstruktivismus – sinnvoll eingesetzt – würde ihren eigenen Beobachterstandpunkt hinterfragen, statt nur platt zu behaupten “die bösen Anderen konstruieren Geschlecht aus dem Nichts heraus”.

Alles in Allem ziemlich peinlich, die ganze Nummer.
Sie hat es übrigens geschafft, so viel rum zu labern,
daß keine Zeit für Fragen und Antworten mehr waren.
Psychologisch gesehen war das wohl eine Art Selbstschutz….

Die Fragen zu stellen, die die Feministinnen und Gender-Leute stellen, ist OK. Aber mein Eindruck ist doch eher, daß sie zuerst die Antworten hatten, und nun im Nachhinein Forschungsfragen dazu erfinden. So nach dem Motto: “Wenn ich meine (kruden) Überzeugungen und Meinungen irgendwie hoffähig machen will, muß ich ihnen ein wissenschftliches Antlitz verleihen”.

Das Vorgehen kennt man ja aus der Politik.
Statt: “Wir braucehn Untersucjhungen und Statistiken, um heraus zu finden, was wir machen müssen,” geht man den Weg: “wir brauchen eine Staatistik, die uns genau das belegt, was wir ohnehin vorhaben durchzuziehen”.
Es geht also nicht um herausfinden, was fakt ist, sondern darum, faktisch *erscheinen* zu lassen, was man ohnehin als Meinung hat.


gnu
29.12.2012 23:56
Kommentarlink

@Hadmut: Derjenige der keine Ahnung hat, würde von Informatikern wohl auch sagen, dass sie unverständlich schreiben. Außerdem haben Geisteswissenschaftler zusätzlich das Problem, nicht bei jeder neuen Definition ein neues Wort erfinden zu können, sodass z. B. Geist oder a priori bei Kant z. B. eine ganz bestimmte Bedeutung haben (genauso wie SATA bei PCs), nur muss man das eben in einem Kant-Lexikon nachschlagen muss (und nicht in Wikipedia findet). Aber ich gebe zu, dass manche Geisteswissenschaftler nicht leicht verständlich schreiben wollten (Adorno z. B.), aber keiner von denen, die ich genannt habe. Außerdem war es ja auch eine andere Zeit.

Wie sehr die Schriften von Kant uns beeinflusst haben, kannst du in der Menschenrechtserklärung oder im Grundgesetz nachlesen: “frei und gleich an Würde geboren”, das sind quasi Zitate. “Zum ewigen Frieden” (Kant) gibt maßgeblich die Idee der UN (leider aber nicht vollständig umgesetzt).

Außerdem scheinst du Marx für einen schlimmen Übeltäter zu halten, hehe … ich glaube, du hast noch nicht viel von ihm gelesen. Marx wollte die damals grausame Unterdrückung der Arbeiter beenden, wollte Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und eine klassenlose Gesellschaft (willst du etwa eine Macht- und Herrschafts-Elite?). Was Lenin, Stalin und Mao daraus gemacht haben war Terror und hatte wenig zu tun, aufgeflogen wäre das den Leuten, die das mal gelesen hätten. Auch heute noch werden diese Despoten viel zu wenig im Geiste von Marx angegriffen. Aber am Stammtisch ist Marx natürlich gleich kommunistischer Terror (weil die Springer-Presse es ja darstellt).

Der dritte Absatz von dir erscheint mir als reine Polemik. Natürlich war das damals Universalwissenschaft (unter dem Namen Philosophie). DIE Geisteswissenschaftler sind also ins Absurde abgestürzt … Aha. Welche denn? Wohin denn? Ich finde Geschlechterforschung teilweise auch unwissenschaftlich, aber deswegen gleich die ganzen Geisteswissenschaften abzuwatschen, halte ich (gerade bei deinem Kenntnisstand dazu) für unklug.

Andersherum gibt es übrigens Informatiker wie Herbert A. Simon und Alan Newell, die seit 1958 behaupten demnächst “lernfähige” Programme zu entwickeln, die schon in naher Zukunft “denken” können wie Menschen. Und auch heute gibts noch KI-Forscher, die an Programmen forschen, die menschliche Sprache “verstehen” oder automatisch übersetzen sollen (gleichwertig zu einem prof. Übersetzer und nicht wie google translate). Was wir uns für Forschungsgelder sparen könnten, wenn diese Fachidioten mal Weizenbaum oder einschlägige Philosophen lesen würden, die genau beschrieben haben, dass Computer das nicht schaffen können! Es gibt da eine ganz Latte an Gegenargumenten, die ich auf Wunsch ja im nächsten Post aufführen kann. (Einzig bisher bekannte Möglichkeit eines denkenden/verstehenden Programms müsste Großteile der menschlichen neuro-bio-chemischen Vorgänge simulieren, die wir noch gar nicht kennen und wozu wir selbst mit Moore’s law noch lange nicht die nötige Rechenleistung hätten [siehe Weizenbaum dazu].)

Kurz wir brauchen Leute, die von beidem eine Ahnung haben. Chomsky, Einstein, Weizenbaum, Russell z. B. könne da als Vorbild dienen (das sind nur die, die mir spontan eingefallen sind).


Hadmut
30.12.2012 0:04
Kommentarlink

@gnu: Ja, das ist bei Informatikern manchmal ein Problem.

Informatiker schreiben aber gar nicht an die Öffentlichkeit, sondern nur an Informatiker, deshalb ist das unkritisch. Denn Informatiker haben nicht das Ziel, der Gesellschaft Werte und Ziele vorzugeben. Deshalb müssen sie nicht verständlich schreiben. Das ist bei Philosophen ganz anders. Denn ein Philosoph produziert ja nichts. In dem Moment, wo er nicht an die Öffentlichkeit schreibt, ist er gänzlich nutzlos.

Ich habe auch nicht gesagt, dass Marx ein Übeltäter war, sondern dass die Welt ohne ihn wahrscheinlich eine bessere gewesen wäre. Das ist eine völlig andere Aussage.


gnu
30.12.2012 0:33
Kommentarlink

@Hadmut: Geisteswissenschaftlicher_innen und Mathematiker_innen “produzieren” halt Wissen, aber eben nicht durch messen oder entdecken, sondern durch Denken.

Ja zumindest wäre uns ohne Marx die SPD erspart geblieben ;-)


“Beispielsweise hätte es die DDR nie zugelassen, dass – wie bei uns – Frauen in so hohem Anteil nutzlose Studienfächer wie Soziologie belegen, die nicht produktiv sind.”

Genau, deshalb gab es auch die hochproduktiven Studienfächer wie Marxismus-Leninismus.

“Ich war zwar nie DDR-Bürger, aber immerhin über 4 Jahre in Dresden tätig als fast einziger »Wessi« in einer Firma, und habe mir natürlich von den Kollegen sehr viel erzählen lassen, wie’s in der DDR so war. ”

Oh ja, Wissenschaft pur. Beweis durch Anekdote, was?

“Ansichten eines Informatikers”

Upps, du bist ja Informatiker, also kein Wissenschaftler.

“Denn ein Philosoph produziert ja nichts. In dem Moment, wo er nicht an die Öffentlichkeit schreibt, ist er gänzlich nutzlos. ”

Uiuiui, Informatiker und Wissenschaft passen offenbar überhaupt nicht zusammen, nur weil man ein bißchen in Powerpoint rumfrickeln kann oder compiler baut hat man noch lange keine Ahnung von Wissenschaft oder dem Sinn der Philosophie. Also überlass derartige Überlegungen lieber richtigen Wissenschaftlern (Philosophen, Soziologen) und verpeste nicht das Internet mit deiner plakativ zur Schau gestellten Dummheit. Auch wenn dir das als Besserwessi schwer fallen wird. Aber den Rassismus hat die BRD ja nie bekämpft.

“Und sowas wird in diesem unserem Lande Professorin für Informatik. Ich fass es nicht. Ich glaub, ich steh im Wald.”

Kein Wunder, Informatik hat ja auch mit Wissenschaft nix zu tun, wie du in deinem zusammegefrickelten Text eindrucksvoll zeigst. Keine Ahnung von nix, aber ein große, dumme Fresse. Typisch Wessi halt.

” Laut seinem Lebenslauf Mitarbeiter am Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft (da lag ich mit „Wald” ja voll richtig ) und „parlamentarischer Berater” der Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg für Medien, Netzpolitik, Kultur, Wissenschaft und Forschung.”

Recht so, Wikipedia darf in Zukunft nur noch von Herrenmenschen editiert werden die in deiner Eliteschule “wissenschaftlich” ausgebildet wurden, heh?. So eine Art Kader-Napola von Hadmuts Gnaden?

“Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass Abiturientinnen, die diese Gender-Pampe und dieses Lamentieren unfähiger Pseudoinformatikerinnen hören, die Lust auf Informatik schnell vergeht.”

Wer sich für Wissenschaft interessiert sollte nach deinem Dummgesülze auch unbedingt die Finger davon lassen Informatik zu studieren. Es sei denn man will unbedingt Panzerwaffen oder Gaskammern optimieren.


Hadmut
30.12.2012 10:29
Kommentarlink

@Karoline: Bist Du die Vorhut des feministischen Pöbel-Kommandos? Dannn hast Du vergessen „Sexistische Kackscheiße!” zu schreien.

> Genau, deshalb gab es auch die hochproduktiven Studienfächer wie Marxismus-Leninismus.

Erstens war das auch Sicht der DDR ein produktives Fach wie Betriebswirtschaftslehre. Zweitens war es, so wie mir erzählt wurde, in aller Regel kein eigenständiges, sondern nur ein Zusatzfach, das alle belegen mussten, was auch mit der Wikipedia-Darstellung übereinstimmt. Kann es sein, dass Du da nicht so richtig informiert bist?

> Oh ja, Wissenschaft pur. Beweis durch Anekdote, was?

Geschwätz und Trollerei. Denn es war ja keine Anekdote, sondern ich habe mir das sehr analytisch und systematisch von Leuten erzählen lassen, die das miterlebt und teils eben auch studiert hatten.

Davon abgesehen war es keine wissenschaftliche Aussage, sondern nur die reine Weitergabe von an mich übermittelten Wissens. Du vermittelst auf mich nicht den Eindruck, dass Du weißt, was Wissenschaft ist.

> Uiuiui, Informatiker und Wissenschaft passen offenbar überhaupt nicht zusammen, nur weil man ein bißchen in Powerpoint rumfrickeln kann oder compiler baut hat man noch lange keine Ahnung von Wissenschaft oder dem Sinn der Philosophie.

Du hast offenbar nicht die geringste Ahnung davon, was Informatik ist. Du bist so eine richtige Dummschwätzer-Nuss, die nicht ansatzweise weiß, was Informatik ist. Herzlichen Glückwunsch, Du hast dank Frauenquote beste Berufsaussichten. Damit wirst Du sofort Informatik-Professorin.

> Also überlass derartige Überlegungen lieber richtigen Wissenschaftlern (Philosophen, Soziologen) und verpeste nicht das Internet mit deiner plakativ zur Schau gestellten Dummheit.

Es gibt eine ziemliche Menge von Leuten, die weder die Philosophen, noch die Soziologen der Wissenschaft zuordnen. Und meines Wissens nehmen das nicht mal alle Philosophen selbst für sich in Anspruch.

Finde ich aber nett und typisch feministisch, dass Du mir hier die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit beschneiden und den Mund verbieten willst. So richtig schön totalitär.

> Keine Ahnung von nix, aber ein große, dumme Fresse. Typisch Wessi halt.

Eine nette Kostprobe von Stereotypen und erlesener Wortwahl. Du bist zweifelsohne Feministin.

> Recht so, Wikipedia darf in Zukunft nur noch von Herrenmenschen editiert werden die in deiner Eliteschule “wissenschaftlich” ausgebildet wurden, heh?. So eine Art Kader-Napola von Hadmuts Gnaden?

Es geht darum, Wikipedia nicht mehr als Enzyklopädie, sondern von den Universitäten selbst gemachten wertlosen PR-Leinwand zu bewerten.

> Wer sich für Wissenschaft interessiert sollte nach deinem Dummgesülze auch unbedingt die Finger davon lassen Informatik zu studieren. Es sei denn man will unbedingt Panzerwaffen oder Gaskammern optimieren.

Sprach die feministische Expertin für Informatik. Du hast so unglaublich wenig Ahnung davon, was Informatik ist, dass Du dich perfekt als Gender-Informatik-Professorin qualifizierst.

Dein Beitrag war sehr unterhaltsam und aufschlussreich. Gerne mehr davon.


Johanna
30.12.2012 11:37
Kommentarlink

@gnu: Ich bin beispielsweise Ingenieurin und keine Informatikerin. Und trotzdem muss ich mich gelegentlich mit deren Werken “herumschlagen”. Sie haben Recht, es ist manchmal kaum zu verstehen. Der Unterschied von Informatikern zu Sozialwissenschaftlern oder Philosophen ist aber der, dass das, was sie schreiben, zwar kompliziert und unverständlich ist, man aber bis auf wenige Ausnahmen mit etwas Mühe und Arbeit in ihre Sprache, die meist der Mathematik entlehnt und mit ein paar Anglizismen angereichert ist, einsteigen und damit ansatzweise verstehen kann, was sie sagen. In anderen Bereichen (bleiben wir bei meinem Beispiel der Sozial- und Geisteswissenschaften) ist das völlig anders: Dort wird fabuliert, latinisiert und Halb- und Relativsätze in hunderten Ebenen ineinander verschachtelt. Nicht, weil das, was man zu sagen hat, so bedeutungsvoll wäre, dass man es anders nicht hätte schreiben können, nein, nur um wichtig zu tun und zu verbergen, dass man gar nichts neues zu sagen hat. Das ist ein auf den ersten Blick auffallender Unterschied.

[Endgültig OT:] Bleiben noch zwei mir auffallende Lager unter Informatikern selbst: Die einen scheinen der Ansicht zu sein, dass Informatik eine reine Nebendisziplin der Mathematik sei, die anderen behaupten, man müsse das auch in der Praxis umsetzen und anwenden können. Die einen sehen sich also als Spezial-Mathematiker, die anderen als Spezial-Ingenieure. Und der eine Typ Informatiker weiß vor allem eines: Alle anderen sind keine Informatiker. Bei Hadmut Danisch scheint diese Denkweise auch mal wieder durch, ist wohl so eine Art unschädliche “Berufskrankheit”…


Hadmut
30.12.2012 11:41
Kommentarlink

@Johanna: Ja.

@gnu: Der Denkfehler ist, „Unverständlichkeit” als eine eindeutige, einheitliche Kategorie anzusehen.

Informatiker-Sprech ist oft für Laien unverständlich, weil Informatiker die Fachsprache brauchen, um Sachverhalte sowohl kurz und prägnant, als auch eindeutig und (für Interne) unmissverständlich und unmehrdeutig auszudrücken.

Die Unverständlichkeit der Geisteswissenschaftler ist das genaue Gegenteil, sie dient dazu, kleinste Aussagen endlos aufzubauschen und zu suggerieren, und sich ins Diffuse zu retten, sich im Ungefähren zu halten, sich möglichst viele Ausflüchte, Hintertüren und Interpretationsmöglichkeiten offenzulassen, falls Kritik kommt.

Beides über die Bezeichnung „unverständlich” gleichsetzen zu wollen und Unsinn.


Joe
30.12.2012 12:35
Kommentarlink

Der CCC als Gegner eines Orwellschen 1984 leidet doch selbst unter einer orwellschen Viruserkrankung mit FemViren und deren Sprachgängelung a la Neusprech.

Der CCC wird ganz entscheidend daran mitwirken, den orwellschen Überwachungsstaat technisch zu verwirklichen, um politische Ziele (Marxismus-Feminismus) mittels Gewalt durchzusetzen.

Bei der Piratenpartei bin ich mir sicher, daß die bei der Errichtung einer wirksamen Internetzensurinfrastruktur ganz vorn dabei sein werden. Dabei wird es natürlich nicht um Raubkopien gehen, sondern um dissidentische Meinungen – ähnlich wie in China.

Bitte nicht von der Schönwetter-PR dieser Vereine ablenken lassen. Es sind Interessengruppen mit ganz spezifischen Zielen am Werk, die weitgehend inkompatibel mit einer freiheitlichen Grundordnung sind.


Andreas Spengler
30.12.2012 12:53
Kommentarlink

@georgi: “5. Überhaupt die DDR-Zeiten. Deine Kollegen haben natürlich recht. Die andere Seite aber ist, daß es ausreichend institutionalisierte, qualitativ hochwertige Kindererziehung gab…”

An diese Stelle begrüßen wir auch die Besucher aus den verschiedenen Parallelunversen.

Die DDR-”Kinderverwahranstalten” als “qualitativ hochwertig” zu beschreiben erklärt natürlich, warum der allgegenwärtig politisch verwaltete Mangel in D im neosozialistischen Neusprech als “fürsorgender Sozialstaat” gepriesen wird…

P.S. “Kein Mensch darf zurückbleiben”

P.P.S. “Versöhnen statt spalten”

P.P.P.S.


Hadmut
30.12.2012 12:55
Kommentarlink

@Joe: Exakt. Dazu hab ich auch schon was in Arbeit, ist aber noch nicht reif.


Phil
30.12.2012 16:00
Kommentarlink

@Andreas

Wie kommst du dazu das DDR Bildungssystem als Verwahranstalten zu bezeichnen?
Zentrale Prüfungen, Begabtenförderung, etc haben in den meisten Fällen sehr gut funktioniert. Die meisten DDR Bürger haben nach der Wende wieder schnell eine neue Stelle gefunden, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg.
Natürlich gab es auch politische Einmischung, aber die gab es im Westen genauso, wenn auch oft subtiler. Auch körperliche Misshandlungen waren (insbesondere in den speziellen Anstalten) im Westen auch an der Tagesordnung.

p.s. meine ehemalige CDU Schuldirektorin ist von dem DDR Bildungssystem sehr angetan (natürlich ohne die schlechten Seiten, sondern so wie es sein sollte)


Heinz
30.12.2012 16:36
Kommentarlink

@Hadmut
,,ist aber noch nicht reif.”
schade – hört sich spannen an


Skeptiker
30.12.2012 19:09
Kommentarlink

clic … krchch … test test …. Ja, ich unterbreche die Debatte mal kurz für einen Beitrag, der echt HOT ist (halb off-topic)…

Auf dem 29c3 gab es wohl nicht nur Gendermüll, sondern auch echte praxisrelevante Technik, jedenfalls relevant für viele der Teilnehmer, nämlich hier z.B. den Versuch, einige der Vorgänge beim Essenkochen zu automatisieren. Voll geeky. Nix reine Theorie, sondern gleich mit Prototyp bzw. Versuch zum POC. Gut und vielfach richtig gedacht, wie ich finde, gleichwohl mit einiger Bescheidenheit und diversen Warnhinweisen vorgetragen. Sympathisch. Nur eben noch nicht 100%. Hier meine Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/everycook-auf-dem-29c3-kochtoepfe-fuer-geeks-a-875108.html.

Ich weise besonders auf den letzten Satz hin: “Eine Zuhörerin merkte allerdings an, die Sache mit dem Abwasch könnte in Anbetracht der vielen Elektronik im Deckel noch zum Problem werden.”

Malt Euch das mal aus, *diese* Szene auf *dieser* Veranstaltung! Das Debatten- und Kabarettpotential ist unermesslich!! Ich möchte so weit gehen, der unbekannten Zuhörerin, wenn das denn alles so passiert ist, hier an diese Stelle ein symbolisches Sträußchen Blumen zu überreichen, und hoffe im Gegenzug natürlich auf einen symbolischen Teller Bratkartoffeln.

Ich gebe zurück zur Genderinformatikdebatte.


Georg
30.12.2012 22:01
Kommentarlink

“Der CCC wird ganz entscheidend daran mitwirken, den orwellschen Überwachungsstaat technisch zu verwirklichen, um politische Ziele (Marxismus-Feminismus) mittels Gewalt durchzusetzen.”

In welcher Form wird der CCC diese Gewalt wohl anwenden, und was werden dann seine Mitglieder dazu sagen? Oder wird es dann schon zu spät sein, und der Vorstand lebt unabwählbar in einem Bunker?

Immerhin ist es dem CCC bisher sehr gut gelungen, all diese versteckten Agenden durch diametral entgegengesetztes Handeln zu verschleiern, selbst mir als langjährig aktivem Mitglied sind diese bislang verborgen geblieben.


Hadmut
30.12.2012 22:06
Kommentarlink

> In welcher Form wird der CCC diese Gewalt wohl anwenden

Sie verteilen kleine rote Karten, auf denen jedem, der eine andere als die marxistisch-feministische Einheitsmeinung äußert, angedroht wird, dass man ihm ins Gesicht schlägt.


euchrid eucrow
30.12.2012 22:23
Kommentarlink

apropos rote karte. die autorin ist feministin und mitglied des ccc münchen sowie des ccc.


Jens
30.12.2012 23:18
Kommentarlink

3. Hadmut traut sich bestimmt zu, einige von Seiten von Judith Butler oder irgendeinem anderen angesagten modernen Philosophen zu lesen, und jemandem anderen verständlich zu machen, was er da gerade gelesen hat. Ich könnte das nicht.

Wenn es da gar nichts zu verstehen gibt, kann Hadmut es vermutlich auch nicht.

“Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.” (Mephisto)


Hadmut
30.12.2012 23:21
Kommentarlink

Ich habe das Buch von Judith Butler gelesen und in meinem Buch einiges darüber geschrieben.

Allerdings erscheint es mir lausig schlecht, wirr und unsortiert, und ich kann nicht nachvollziehen, warum die alle Judith Butler so hochloben. Die ist nicht mal mittelmäßig. Aber Leute finden es toll wenn ihnen jemand das sagt, was sie hören wollen.

Es gibt übrigens auch in den USA Leute, die der Meinung sind, dass Butler sich (als Rhetorik-Professorin!) nicht verständlich ausdrücken könne und man das alles erst mal in normale Sprache übersetzen müsse.


gnu
31.12.2012 0:13
Kommentarlink

@alle, die meinen Geisteswissenschaft sei unverständlich:

Folgender Aufsatz von einem der Autoren, die ich auch schon zuvor genannt habe: 2 Seiten von Russell über Sein und Erscheinung:
http://www.loske.org/html/school/philo/russell.pdf

Was ist daran unverständlich? Wieso sollten solche Erkenntnisse überflüssig sein? Im Gegenteil, ich glaube jeder Informatiker, der diesen Text zuvor nicht gelesen hat und sich blauäugig an ein Programm zu visuellen Erkennung von Tischen manchen will, wird früher oder später zur gleichen Erkenntnis kommen (oder nicht, aber dann wird sein Programm wahrscheinlich nie vernünftig Tische erkennen können, weil es die geometrischen Formen nicht mittels eines optischen Modells auswerten kann)

Wie Dinge sind und wie sie uns erscheinen ist eben ein großer Unterschied. Ich finde Russell hat das in diesem kurzen Text gut beschrieben.

Wer sich der Geisteswissenschaft bedient ist klar im Vorteil (Ich bin auch Informatiker und profitiere enorm davon…)


Hadmut
31.12.2012 0:19
Kommentarlink

@gnu: Ganz ehrlich?

Ganz seichtes Geblubber, Trivialerkenntnisse und Allgemeinplätze. Unterhaltungsblaba. Grausig.


gnu
31.12.2012 0:23
Kommentarlink

Und natürlich gibt es auch philosophische Fachdiskussionen, die man als Normalmensch nicht versteht und die man auch nicht benötigt. Braucht ein Informatiker zu wissen wie ein Transistor funktioniert? (Offizielle meinen nicht, wurde schließlich aus dem Bachelor-Studium gestrichen, trotzdem halte ich es für Vorteilhaft)

Sucht euch halt nicht den gröbsten Mist aus, den ihr in von der Philosophie lest. Als Informatik 1. Semester tut man sich ja auch nicht gleich den x86 ASM an. Und wo wir gleich beim verkacken sind: Wieso gehen uns denn jetzt die IPv4 Adressen aus? (Ich weiß der Erfolg des Netzes war damals nicht vorhersehbar, aber genau solche Konstellationen gibt es in Geisteswissenschaften auch und die hatten schon viel mehr Zeit zu verkacken)


Heinz
31.12.2012 0:24
Kommentarlink

@Hadmut
“Sie verteilen kleine rote Karten, auf denen jedem, der eine andere als die marxistisch-feministische Einheitsmeinung äußert, angedroht wird, dass man ihm ins Gesicht schlägt.”

Naja, die Karten wurden nicht vom CCC/Orga verteilt – das war eine Aktion von einzelnen Personen.
Wird z.B. im Closing Event gesagt – ich war vor Ort und kann das bestätigen.

@Georg
“In welcher Form wird der CCC diese Gewalt wohl anwenden, und was werden dann seine Mitglieder dazu sagen? Oder wird es dann schon zu spät sein, und der Vorstand lebt unabwählbar in einem Bunker?

Immerhin ist es dem CCC bisher sehr gut gelungen, all diese versteckten Agenden durch diametral entgegengesetztes Handeln zu verschleiern, selbst mir als langjährig aktivem Mitglied sind diese bislang verborgen geblieben.”

Das frag ich mich auch.


Jens
31.12.2012 0:27
Kommentarlink

Ich lese gerade, dass die Baer “Recht im Kontext” co-leitet. Das erklärt (mir) gerade Einiges …


Hadmut
31.12.2012 0:29
Kommentarlink

@gnu: Du redest gerade einen ziemlichen Stuß daher.

Ja, ein Informatiker muss wissen, wie ein Transistor funktioniert.

Und ich habe damals im Vorlesungszyklus die Einführung in den 68000-Assembler in Informatik II gehalten.

Und warum die IPv4-Adressen ausgehen hat mit Informatikerin nichts zu tun. Bedanke dich im Gegenteil eher dafür, dass trotz des enormen Fortschrittes ein 30 Jahre altes Protokoll noch immer prima funktioniert. IPv4 ist ein exzellentes Beispiel dafür, dass vorausschauendes Denken gutes Zeug liefert.

Übrigens ist es eine typische Laiendummheit, die IPv4-Knappheit auf mangelnde Voraussicht oder unerwarteten Erfolg zurückzuführen. Als IPv4 entwickelt wurde, war jedes Bit kostbar und die Router-Technik noch sehr primitiv. Selbst wenn man damals genau gewusst hätte, dass IPv4 nicht reicht, wäre es trotzdem die richtige und notwendige Entscheidung gewesen, die Adressen nur 32 Bit lang zu machen, weil die Technik damals einfach noch nicht zu mehr in der Lage war.

Du liegst also grottenfalsch.


Hadmut
31.12.2012 0:31
Kommentarlink

@Heinz:

> das war eine Aktion von einzelnen Personen.

Es war eine vom Veranstalter geduldete und vom CCC durch Genderfasel gestützte Aktion. Der CCC hat es gebilligt. Denn hätte er es nicht, wären die Akteure sofort mit Hausverbot rausgeflogen.


gnu
31.12.2012 0:37
Kommentarlink

Mh, das war jetzt zu seicht und allgemein. (aber wnigstens schon mal nicht unverständlich, hehe)

Vielleicht hätte ich dir gleich dies geben sollen: kurz, prägnant und hat eine 2000 Jahre alte Erkenntnis, nämlich das Wissen wahre, gerechtfertigte Meinung ist, über den Haufen geworfen:

Is JustifiIs Justified True Belief Knowledge? von Edmund Gettier (2,5 Buchseiten):
http://www.philosophie.phil.uni-erlangen.de/qualitaet/arbeitsmittel/HABsp2_Gettier.pdf

Ich vermute mal das ist nicht zu seicht!


gnu
31.12.2012 0:40
Kommentarlink

sorry falsche Link. Hier der richtige zum original Gettier:
http://rintintin.colorado.edu/~vancecd/phil1000/Gettier.pdf


Hadmut
31.12.2012 0:41
Kommentarlink

Du, ich hab gerade wichtigeres zu tun als auch noch diesen Schrott durchzugucken. Bei mir türmt sich die Arbeit, ich komm kaum mit der Mailbox hinterher und Du schmeißt mir jetzt noch dieses Geschwafel da an den Kopf.

Sag mir mal einen vernünftigen Grund, waurm ich damit jetzt noch Zeit vergeuden soll. Der Müll hat ja nicht mal nen Abstract. Keine Einleitung, keine erkennbare Aufgabenstellung.

Und dieser Bockmist soll eine „Beispielhausarbeit” sein?


Hadmut
31.12.2012 0:47
Kommentarlink

*Gähn* Selbst hinter dem richtigen Link lauert nur seichtes Blabla.

Der soll mal Aussagenlogik lernen. Zu meiner Zeit waren die Informatik-Erstsemester da schon besser drauf, solche Aufgaben haben wir damals zum Aufwärmen bekommen bzw. gestellt.

Vielleicht guckst Du Dir erst mal an, auf welchem Niveau ordentliche Informatik abläuft, bevor Du mich mit solchem Zeugs bombardierst.


gnu
31.12.2012 0:48
Kommentarlink

Und zu IPv4: Wie begeistert wärst du denn, wenn alle 30 Jahre das gesamte Rechtssystem über den Haufen geschmissen wird? oder die Staatsgrenzen? oder es alle 30 Jahre ein Krieg gäbe?

Naja, die Geisteswisschenschaften haben halt genauso Macken wie die Informatik (nur eben ihrem Fach entsprechend). Auch dort gibt es sinnlose Diskussionen, schlechte Bücher, etc.

Ich nehme mir doch auch nicht das nächst beste Markt&Technik-Buch (der Verlag ist bekannt, oder?) und sage nachher Informatik machen nur Idioten, weil die nicht mal vernünftige Screenshots in ihre Bücher verwenden können.


gnu
31.12.2012 0:51
Kommentarlink

@Hadmut: Na dann sag mir doch bitte, wie du die Gettier-Fälle (also die in denen Wissen eben nicht wahre gerechtfertigte Meinung ist) lösen würdest.


gnu
31.12.2012 0:52
Kommentarlink

@Hadmut: Wie würde deine Definition für Wissen lauten?


Hadmut
31.12.2012 1:00
Kommentarlink

> Und zu IPv4: Wie begeistert wärst du denn, wenn alle 30 Jahre das gesamte Rechtssystem über den Haufen geschmissen wird?

Du redest einen Scheiß, das ist einfach unglaublich.

IPv4 ist nicht Informatik, das ist nur das Werk von ein paar Informatikern. Und da sich in den 30 Jahren die Hardware und Technik, die Anforderungen komplett geändert haben, ist das nicht verwunderlich.

Und es wird auch nicht das ganze System über den Haufen geschmissen, sondern lediglich ein etwas anderer Schicht-3-Header eingesetzt. Du redest einen Quatsch, dass es einem die Socken auszieht.


gnu
31.12.2012 1:01
Kommentarlink

@Hadmut: Als Hinweis: Nicht nur aus der Philosophie können wir lernen, dass eine wasserdichte Definition aus *notwendigen* Kriterien besteht, die zusammen *hinreichend* sein müssen.


gnu
31.12.2012 1:06
Kommentarlink

@Hadmut: Geschlechterwissenschaft ist nicht Geisteswissenschaft, das ist das Werk von ein paar Geisteswissenschaftlern. Und da sich die Gesellschaft mühsam aus einer patriarchalen weiterentwickelt, haben sich die Handlungsmuster und die Sprache noch nicht genug an die aktuellen Anforderungen angepasst, das ist nicht verwunderlich.


gnu
31.12.2012 1:22
Kommentarlink

@Hadmut: Wie willst du Wissenschaft betreiben (und verteidigen) wenn du keine Definition für Wissen hast?

Du kannst die Gettier-Lösungsmöglichkeiten ja gerne auf Wikipedia nachlesen, aber sei dir dann bewusst, dass du die Erkenntnis von Philosophen verwendest.

(Wenn dir die phil. Texte zu einfach waren, dann liegt das daran, dass ich dir Erstsemesterstoff gereicht habe, was wieder daran liegt, dass du dich zuvor über die Unverständlichkeit beschwert hast; Und ja du kannst davon ausgehen das Gettier Prädikatenlogik kannte.)


Daniel
31.12.2012 2:59
Kommentarlink

@gnu
Ich weiß ja nicht an was für Hochschulen du so verkehrst, aber hier an der Uni Stuttgart haben wir im ersten Semester Bachelor Informatik sehr wohl gelernt, wie ein Transistor funktioniert; wäre ja auch schlimm wenn es anders wäre.
Die Kommilitonen von der Softwaretechnik lernen das zwar nicht, aber die haben, wie man schon am Namen sieht, auch einen anderen Schwerpunkt im Studium.


Hadmut
31.12.2012 7:39
Kommentarlink

@gnu: Ich habe eine Definition. Steht in meinem Buch. Und nun hör auf, hier rumzutrollen. Merkst Du nicht, das Du nervst und nichts beiträgst?


Joe
31.12.2012 8:56
Kommentarlink

Naja, die Karten wurden nicht vom CCC/Orga verteilt – das war eine Aktion von einzelnen Personen.
Wird z.B. im Closing Event gesagt – ich war vor Ort und kann das bestätigen.

Behauptung widerlegt durch:

https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/Creepercards

Das muß sich die Truppe offiziell zurechnen lassen.


Andreas Spengler
31.12.2012 10:58
Kommentarlink

@Phil: Lies doch noch mal was ich geschrieben habe. Ich sprach gar nicht vom DDR-Bildungssystem, sondern von den Kinderbetreuungseinrichtungen…


O.
31.12.2012 15:59
Kommentarlink

Kristina Schröder und die Hoppenstedts
http://jennifernathalie.blogspot.de/2012/12/kristina-schroder-und-die-hoppenstedts.html

Ich wunderte mich, was da Grimms Märchen und Pippi Langstrumpf stand.

Ich fand dann bzgl. Grimm folgendes:

Kristina Schröder und die ach so sexistischen Märchen
http://www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/schaemt-euch-gebrueder-grimm-kristina-schroeder-und-die-ach-so-sexistischen-maerchen_aid_885811.html


O.
31.12.2012 16:14
Kommentarlink

@Phil:
“p.s. meine ehemalige CDU Schuldirektorin ist von dem DDR Bildungssystem sehr angetan (natürlich ohne die schlechten Seiten, sondern so wie es sein sollte)”

Ja, CDU und DDR liegt eh ganz nah beieinander.
Wenn das Thema Stasi kommt, sagt Springer immer: “Die Linke!”,
und wenn dann CDU&&Stasi als Thema kommt, hält Springer die Fresse.

“natürlich ohne die schlechten Seiten”
=> Es war ja nicht alles schlecht im ….

Das wird doch ohnehin alles immer DDR-mäßiger hier.

Ein ehemaliger Kollege aus der DDR, als er damals bei einem großen deutschen Konzern (die große Elektrobank mit S am Anfang) arbeitete, meinte in Ende der 90er schon, als er die Bürpkratie des Arbeitsalltags erlebte (und auch die damalige Politik betreffend), daß das immer mehr Richtung DDR ginge, und er fragte sich, was denn ihre “Revolution” gebracht habe… und ob nicht bald wieder eine neue nötig wäre.

Was früher sozialistischer Neusprech war, erledigen heute Rhetoriker der neoliberalen Marktpropheten und der Gender-Laberei.
Gleichzeitig will man das Religiotentum aktiv verbreiten, damit wir alle Glauben statt Denken. Papst im Bundestag nur als ein krudes Beispiel.
Letztlich ist egal, welche Ideologie man einsetzt, solange es die Leute hörig macht….


Phil
31.12.2012 16:36
Kommentarlink

@Andreas es war vom DDR Bildungssystem die Rede

Welche Verwahranstalten meinst du denn dann? Weisenhauser oder Heime für schwer erziehbare Kinder? Beides gab es auch in der BRD mit genau den gleichen Problemen.

Oder meinst du Kindergärten? Da ist mir aber im Moment nichts Negatives bewusst. Zumindest gab es welche, auch mit ausgebildeten Erziehern … hier im Westen betreuen (ungebildete) Tagesmütter immer noch die <3 Jährigen.


Joe
31.12.2012 17:35
Kommentarlink

Oder meinst du Kindergärten? Da ist mir aber im Moment nichts Negatives bewusst.

Nur die Spätfolge des grassierenden Alkoholismus bei der erwachsenen Erwerbsbevölkerung (was die niedrige Produktivität noch weiter runterzog).


Mal eine andere Frage: Wie hast du diesen Artikel hier geschrieben? Einfach so aus der Hand von oben nach unten geschrieben, oder erst einmal sortiert und dann wohl überlegt niedergeschrieben?


qed
1.1.2013 10:21
Kommentarlink

Wenn man das hier liest:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/chaos-communication-congress-wenn-die-festplatte-schlaeft-12010219.html

könnte man meinen, Du bist auf einem anderen Vortrag gewesen.
Immerhin ein Leserbrief, der eher Dir zuneigt…


Hadmut
1.1.2013 11:37
Kommentarlink

@Frauenhaus: Fast von oben nach unten runtergeschrieben.

Das ist ja nur ein Blog und meine Zeit dafür begrenzt. Fast alle Artikel schreibe ich einfach und ziemlich schnell so von oben nach unten runter, und oft nicht mal kontrollgelesen. Deshalb auch ab und zu mal Schreibfehler, Wortverwechsler und sowas.

Bei dem Artikel war es so, dass ich mir während des Live-Streamings ein paar Stichworte aufgeschrieben habe, ein dünn beschriebenes A4-Blatt. Danach bin ich mit der U-Bahn unterwegs gewesen, habe dabei aber das besagte Buch weitergelesen und besagte Stelle gefunden, wo mir gleich einfiel, dass das doch direkt passt. Ich habe mich dann abends an den Rechner gesetzt und das so im wesentlichen in der Reihenfolge der Notizen (und damit so ungefähr in der Reihenfolge aus dem Vortrag) runtergeschrieben, dann allerdings noch ein paar Worte ergänzt, weil ich noch eine Weile gebraucht habe, bis ich die Quelle für die Karrikatur wiedergefunden habe.


@Hadmut (((“Das ist ja nur ein Blog und meine Zeit dafür begrenzt. Fast alle Artikel schreibe ich einfach und ziemlich schnell so von oben nach unten runter”)))

Dann meinen allerhöchsten Respekt dafür. Denn selbst dein “Runterschrieb” ist erstaunlich hochqualitativ.

Warum genau bist du so gut? Hältst du viele Vorträge oder schreibst du beruflich viel?


Hadmut
1.1.2013 14:39
Kommentarlink

Ich habe früher einige Vorträge und Vorlesungen gehalten, aber das ist eigentlich auch schon 10 Jahre her, inzwischen bin ich sogar ziemlich aus der Übung.

Beruflich schreibe ich eigentlich auch nicht viel in dieser Art.

Aber ich bin eben seit 1998 dabei, wissenschaftlichen Schwindel aufzudecken und zu analysieren, und seit inzwischen einigen Jahren am Bloggen. Und bei den jahrelangen Prozessen mit der Uni Karlsruhe habe ich auch immer wieder Gutachten, Aussagen usw. zerlegen müssen. Im Laufe der Zeit bekommt man da natürlich schon gewisse Übung. Auch ein Grund, warum ich blogge.


Asd
1.1.2013 15:09
Kommentarlink

Ob das jetzt schon vorkam, weiß ich nicht; unter folgendem Link laesst sich der Vortrag, um den es im Post von Hadmut geht, ansehen: ftp://ftp.ccc.de/congress/29C3/mp4-h264-HQ/

Der Titel lautet 29c3-5396-de-en-gender_studies_informatik_h264.mp4

Die Dame kann sich nicht verstaendlich ausdruecken, baut endlos lange Saetze zusammen, die keinen Anfang und kein Ende haben; dazwischen stottert sie unablaessig herum und ließt teilweise ihre eigenen Praesentationsfolien vor, die zugedroehnt sind mit Text. Sie ließt es aber tatsaechlich vor, das merkt man daran, wenn sie sich verliest. Sagt sie etwas, das nicht auf der Folie steht, baut sie viele “aah” und “ääh” und “ah-ah-ah aaah” ein. Aber Hadmut hat das ja schon ausfuehrlich beschrieben und was zum Inhalt gesagt – das Durchhaltevermoegen hab ich nicht und daher schon nach der Haelfte abgebrochen.

Find ich super, dass sie sich da so hinstellt, da kann die ganze Welt den Irrsinn mitverfolgen.


Ralf
1.1.2013 16:14
Kommentarlink

Ich finde es gut, dass Britta auf dem Congress etwas zum Thema gebracht hat.


Hadmut
1.1.2013 16:15
Kommentarlink

Warum? Weil da jeder gemerkt hat, was für ein Senf das ist?


Heinz
1.1.2013 20:12
Kommentarlink

@Hadmut
“Warum? Weil da jeder gemerkt hat, was für ein Senf das ist?”

Einige haben leider nur den Vortrag selbst kritisiert(z.B. Fefe), mehrere Leute sagten sogar, sie seien nur wegen den Gendervortrags von Schinzel auf den Congress gekommen – hoffentlich bleiben die das nächste Mal weg.


Hadmut
1.1.2013 20:28
Kommentarlink

Fefe hat den Vortrag selbst kritisiert? Wo denn?

Ich dachte, der fährt voll auf diese Gender-Esoterik ab. Schimpft ja auch hin und wieder über Frauenfeindlichkeit. Wäre mir neu, dass der Kritik daran zustandebrächte.


Gerhard Meier
1.1.2013 20:41
Kommentarlink

Als IPv4 entwickelt wurde, war jedes Bit kostbar und die Router-Technik noch sehr primitiv. Selbst wenn man damals genau gewusst hätte, dass IPv4 nicht reicht, wäre es trotzdem die richtige und notwendige Entscheidung gewesen, die Adressen nur 32 Bit lang zu machen, weil die Technik damals einfach noch nicht zu mehr in der Lage war.

Hört sich da aber anders an:

http://www.networkworld.com/community/blog/why-ipv6-vint-cerf-keeps-blaming-himself

“It’s enough to do an experiment,” he said. “The problem is the experiment never ended.”


Hadmut
1.1.2013 20:47
Kommentarlink

Nee, hört sich nicht anders an.

Bedenke mal, was Speicher damals gekostet hat und dass die Routing-Tabellen zwischenzeitlich so groß waren, dass sie an die Grenzen der Speicherkapazität gestoßen sind. Und dass man das Routing teils in Hardware implementieren musste.

Ich halte es für die effizientere Entscheidung, die ersten 30 Jahre mit 32 Bit zu arbeiten und dann auf 128 Bit zu erweitern, als gleich mit 128 Bit zu arbeiten. Denn das hätte die Sache 30 Jahre lang nutzlos verkompliziert und verteuert.

Man hat ja auch den Herstellern von Fernsehern und Radios keine Vorwürfe gemacht, dass sie ihre Geräte nach dem damaligen Stand der Technik und nicht für 30 Jahre in die Zukunft gebaut haben.

Denk mal dran, dass sogar Microsoft der Meinung war, dass das Internet nur ein Hype ist, der sich nicht hält. Ich halte dieses IPv4-Gemecker für extrem billig und einfach, halt so von den Typen, die immer im Nachhinein an etwas rummeckern, wenn’s einfach und risikolos erscheint.


Skeptiker
1.1.2013 21:14
Kommentarlink

@gnu, bin selbst kein Philosoph (auch kein Informatiker), aber wenn das Erstsemesterstoff ist, den du da verlinkst (Russell und Gettier), dann sieht mir das eher wie eine Testreihe aus: Wie lange sind die Studenten in der Lage, Stuss als Stuss zu erkennen? Im wievielten Semester kommt ihre persönliche Singularität?

Was Russell da schreibt, haben andere in den Jahrtausenden vor ihm auch schon geschrieben. Natürlich ist es nicht falsch; jeder Mensch (eigentlich jedes Kind) muss diese Erkenntnis für sich gewinnen. Banal. Bla. Halt mal nicht unverständlich, so what?

Gettier & Co sind logischer Müll, sorry. Davon abgesehen, dass der Wahrheitswert einer Aussage im wahren Leben und erst recht in den Naturwissenschaften eher ein nasses Stück Seife ist und die kritisierten Wissensdefinitionen alle schon an der ersten der drei Bedingungen scheitern (und also eher Sokrates gilt – oder war es Plato? – “Ich weiß dass ich nichts weiß”):

– Erstens wechselt die Argumentation ständig die Perspektive zwischen Wissen und Wissen über Wissen (Metawissen), was zu nichts führen *kann* außer zu viel Text. “Was kann man wissen?” ist ja wohl eine hochrelevante Frage, und ich weiß jetzt immerhin: So geht’s wohl nicht.

– Zweitens werden in den Beispielen á la “der Ford von Mr Nogot” nicht die beobachtbaren Aussagen auseinandergenommen, sondern eine Schlussfolgerung daraus. Das ist keine Philosophie, das ist Rabulistik.

Und mit sowas kann man ein paar Tausend Euro im Monat verdienen? Verbeamtet, keine Existenzsorgen? Geil. Aber ist ja nur Steuergeld, niemand wird zurechenbar geschädigt. Kein Problem.


Jens
1.1.2013 22:45
Kommentarlink

FullHD
1.1.2013 23:13
Kommentarlink

@hadmut

Fefes formuliere diplomatische Kritik in seinem Weblog. Übrigens hatte er es übrigens nicht geschafft, den Vortrag bis zum Ende anzuhören.

Nach deinen schlechten Erfahrungen mit der Gender-Sekte bei den Piraten kannst du wohl möglich nachvollziehen, dass niemand allzu gerne in deren Ziel geraten möchte. Zudem haben diese unentspannten Sprachfäkalisten für den “englischen Humor” von Nerds keinerlei Verständnis. http://pastebin.com/TWVPYtrZ

Und überhaupt hat diese aggressiv auftretende sexistische Gruppierung mit “Feminismus” im eigentlichen Sinne kaum etwas zu tun, sondern hat den Begriff lediglich für ihre repressiven Zwecke vereinnahmt. Ähnlich wie es einst der Bolschewismus mit dem Marxismus tat. Sieh bitte einfach auf Twitter nach, wie viele geniale Frauen von der Gruppierung auf dem Kongress diskriminiert wurden. Was diesem Kongress gefehlt hat, um sich unvoreingenommen ein Bild von dem kontroversen Thema zu machen, war eventuell ein Vortrag von so jemanden. http://pastebin.com/P5vfxPnq

Das Gewaltandrohungen von der Orga geduldet worden waren, ist einfach das Allerletzte!

Wenn alle Leute endlich einmal anfangen würden, sich nicht für besser als andere zu halten, wäre dem Weltfrieden im Großen wie im Kleinen sehr gedient.


FullHD
1.1.2013 23:17
Kommentarlink

@hadmut

Fefes formulierte diplomatische Kritik in seinem Weblog. Übrigens hatte er es nicht geschafft, den Vortrag bis zum Ende anzuhören.

Nach deinen schlechten Erfahrungen mit der Gender-Sekte bei den Piraten kannst du wohl möglich nachvollziehen, dass niemand allzu gerne in deren Ziel geraten möchte. Zudem haben diese unentspannten Sprachfäkalisten für den “englischen Humor” von Nerds keinerlei Verständnis. http://pastebin.com/TWVPYtrZ

Und überhaupt hat diese aggressiv auftretende sexistische Gruppierung mit “Feminismus” im eigentlichen Sinne kaum etwas zu tun, sondern hat den Begriff lediglich für ihre repressiven Zwecke vereinnahmt. Ähnlich wie es einst der Bolschewismus mit dem Marxismus tat. Sieh bitte einfach auf Twitter nach, wie viele geniale Frauen von der Gruppierung auf dem Kongress diskriminiert wurden. Was diesem Kongress gefehlt hat, um sich unvoreingenommen ein Bild von dem kontroversen Thema zu machen, war eventuell ein Vortrag von so jemanden. http://pastebin.com/P5vfxPnq

Das Gewaltandrohungen von der Orga geduldet worden waren, ist einfach das Allerletzte!

Wenn alle Leute endlich einmal anfangen würden, sich nicht für besser als andere zu halten, wäre dem Weltfrieden im Großen wie im Kleinen sehr gedient.


Hadmut
1.1.2013 23:20
Kommentarlink

@FullHD: Nein, irgendwo stand bei ihm, dass er rausgegangen sei, weil er ans Telefon musste.

> kannst du wohl möglich nachvollziehen, dass niemand allzu gerne in deren Ziel geraten möchte

Nein. Denn wenn jemand so eine große Klappe wie Fefe hat und so über die Piraten herzieht, sollte er auch ein paar Eier in der Hose haben und demselben Sermon standhalten können. Wenn er das nicht kann, bitte, muss jeder selbst entscheiden. Dann soll er aber das Maul halten und nicht über Leute herziehen, die da offener agieren und sagen, was sie denken.

> Das Gewaltandrohungen von der Orga geduldet worden waren, ist einfach das Allerletzte!

Yup. Aber was erwartest Du vom CCC? Über prügelnde Polizisten regen sie sich auf, aber wenn im eigenen Laden Prügel angedroht werden, finden sie das gut. Was ein verlogener Saftladen.


FullHD
2.1.2013 16:39
Kommentarlink

@hadmut

Vielleicht hast du recht, vielleicht nicht, oder sowohl als auch. Bei Shakespeare heißt es, zu unserer Besserung bedürfen wir eines Spiegels. Gedacht werden könnte von deinen Kritikern, du hättest dich weg geduckt und möchtest nicht mehr zur Piratenpartei hingehen. Wegen deiner Bedenken zur Sicherheit, wenn ich mich recht erinnere. Was ich teils nachvollziehen kann, bei dem Mobberverein. Obendrein weißt du selbst, wie schwer psychisch gestört selbsternannte FeministInnen sein können. Ich z.B. möchte keiner von der Sorte, wie Valerie Solanas persönlich begegnen und schreibe gelegentlich unter Pseudonym.


p.s. mein vorletzte Beitrag war nur ein Entwurf, welcher gerne entfernt werden darf.


Phil
2.1.2013 21:48
Kommentarlink

Hi,

Fefe hast sich mit einem Blog-Post in danisch Länge zu Wort gemeldet… http://blog.fefe.de/?ts=ae1a50a0
Er thematisiert insbesondere die Creeper Karten ;)


Hadmut
2.1.2013 22:44
Kommentarlink

Jui, da hat er sich aber gleich intellektuell verausgabt.

Zwar hat er inhaltlich völlig recht. Aber er hat’s auf die schmerzhafte Tour gelernt. Als ich im Sommer über die Probleme mit den Gender-Pöblerinnen bei den Piraten berichtet habe, hat er sich noch darüber lustig gemacht. Jetzt ist es ihm selbst so ergangen. Manche lernen eben nur durch Schmerz. Wie so ein Kind, das lacht, wann man ihm sagt, es soll nicht auf die Herdplatte fassen, bis es eben selbst drauflangt.

Bleibt die zutreffende Erkenntnis, dass diese Gender-Kommandos letztlich nur zum Pöbeln und Stören da sind und reihum falsche Beschuldigungen erheben.

Und es zeigt – was die bisher auch nicht kapiert haben – dass der CCC unter der gleichen vulnerability leidet wie die Piraten, nämlich die kritiklose Offenheit. Und die wurde eben wieder mal exploitet. Nur mit dem Unterschied, dass die das vorher hätten wissen können, weil man es bei den Piraten ja gesehen hat.


akinom
3.1.2013 19:49
Kommentarlink

Warum eigentlich so viel Aufregung um einfache Wahrheiten? Und anstatt dann wenigsgtens den Versuch zu unternehmen kritisch differenziert zu diskutieren, fallen den meisten hier interessanterweise nur diffamierende Allgemeinplätze, übelste Beschimpfungen und Begriffe wie “Genderismus”, “Feminazis”, “Sekte”, “Esoterik” usw. ein. Mit dieser faschistischen Rhetorik wird Geschlechterforscherinnen und Feministinnen unterstellt, totalitäre und exkludierende Nicht-Wissenschaft zu betreiben – das ist wirklich lächerlich. Faschistisch übrigens deshalb weil beispielsweise der Begriff “Genderismus” aus der Neonaziszene und deren Esoterik-Richtung, dem so genannten ‘Neuheidentum’ kommt. Nur nebenbei erwähnt: so etwas erforschen die nutzlosen Geistes-und Sozialwissenschaften….
Aber die Frage bleibt, was ist eigentlich das Problem? Dass mehr Frauen Informatik studieren sollen/ wollen? Dass einfach ausgesprochen wird, dass Informatik ein männerdominiertes Fach ist? Britta Schinzel scheint ja trotz aller technischer Probleme und ‘ähs’ die Befindlichkeiten der hier Diskutierenden exakt getroffen zu haben, oder warum sonst soviel Getöse um Tatsachen, die längst öffentlich (und sachlich!) aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden?
P.S. Falls jemand antworten sollte: versucht es doch mal ohne Beschimpfungen (wie gegenüber Karoline), sondern mit echten Argumenten – sonst kann ich das und Sie/euch wirklich nicht ernst nehmen.


Hadmut
3.1.2013 20:02
Kommentarlink

@akinom:

> wenigsgtens den Versuch zu unternehmen kritisch differenziert zu diskutieren

Oh, den „Versuch” gibt es längst. Aber am Genderismus ist nichts kritisch differenziert zu sehen. Ich befasse mich seit April sehr intensiv damit und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass er monolithisch blöd ist und genau so auch zu behandeln ist. Man kann nicht dummes Zeug daherreden und dann noch verlangen „kritisch differenziert diskutiert” zu werden. Denn das würde voraussetzen, dass wenigstens ein paar richtige Einsprengsel dabei sind. Sind aber nicht. Man kann nicht nur Mist liefern, dann aber verlangen, dass daran auch was positiv gesehen wird.

Übrigens stellt sich die Frage, ob 500 Seiten nicht „differenziert” genug sind.

> übelste Beschimpfungen und Begriffe wie “Genderismus”, “Feminazis”, “Sekte”, “Esoterik” usw.

Genau das beschreibt aber, was da vor sich geht. Genau das trifft es exakt.

> Mit dieser faschistischen Rhetorik wird Geschlechterforscherinnen und Feministinnen unterstellt

Gender arbeitet mit faschistischen Methoden und beruht allein auf Kampfrhetorik. Und Du wirfst das den Gegnern vor?

> wird Geschlechterforscherinnen und Feministinnen unterstellt, totalitäre und exkludierende Nicht-Wissenschaft zu betreiben

nicht unterstellt, sondern vorgeworfen. Denn genau das tun sie.

> Aber die Frage bleibt, was ist eigentlich das Problem? Dass mehr Frauen Informatik studieren sollen/ wollen?

Nein, denn Frauen sind ja kein Problem. Entgegen übler Gerüchte sind Frauen bei Informatikern sehr gerne gesehen. Frauen die sich benehmen können und eine gewisse Mindestintelligenz aufweisen.

Genderisten und die mit ihnen einhergehende Verdummung der Fächer bis auf Null, und deren dummdreistes, ordinäres Fäkalbenehmen sind das Problem.

> Dass einfach ausgesprochen wird, dass Informatik ein männerdominiertes Fach ist?

Nein. Sondern dass behauptet und gefordert wird, dass sich die Informatik in einen Haufen dämlichsten Schwachsinns verändern müsste, um frauenkompatibel zu werden. Und dass Frauen eingeredet wird, dass Informatik erst nach ihrer Verschwachsinnigung frauentauglich wäre. Dass man Frauen etwa einredet, dass sie in der Informatik sexuell belästigt würden und all so demagogischer Blödsinn.

> sonst kann ich das und Sie/euch wirklich nicht ernst nehmen.

Das ist mir schnurzpiepegal. Denn diese völlig argumentlose Emotionalerpressung (sonst kann man Dich nicht ernst nehmen) gehört zu den allerabgelutschtesten und dreckigsten Rhetorik-Figuren. Damit gewinnst Du hier gar nichts. Mit solchem Emotionsgedudel biste hier falsch.


Skeptiker
3.1.2013 22:15
Kommentarlink

> (es) wird Geschlechterforscherinnen (…) unterstellt, (…) Nicht-Wissenschaft zu betreiben

@akinom, ich suche wie andere hier nach Belegen, dass das Wissenschaft ist, was die machen. Du weißt schon: Empirie, Messungen, Theoriebildung und sowas. Nicht vom gewünschten/unterstellten Ergebnis ausgehen, sondern von offenen Fragen. Andere Erklärungen suchen. Sachlich argumentieren, Kausalitäten herausarbeiten, Fehler einsehen und sowas. Hilfst Du mir suchen?


Skeptiker
3.1.2013 22:30
Kommentarlink

> dass Informatik ein männerdominiertes Fach ist

Und Ökotrophologie (vulgo Haushalts- und Ernährungswissenschaften) ist weiblich dominiert. Das finde ich erstmal weder gut noch schlecht, sondern interessant. Warum ist das so? Zumal mann da doch Menschen kennenlernen kann, die die im Leben eines Mannes typischerweise auftretenden Herausforderungen gut fundiert zu bewältigen lernen. Was umgekehrt auch mehr Frauen (als Nebenfach versteht sich) in die technischen Disziplinen locken sollte!

Jaja die Klischees.

Hey ich schlage einfach mal vor, dass wir eine großangelegte Kampagne starten, um den Männeranteil in H+E zu steigern. Dass unser geringer Anteil auf Benachteiligung beruht, weil das so schrecklich einfach ist (muss nicht stimmen, behaupten reicht, schon mal Fremdwörter raussuchen), dass wir ganz falsch für die Herausforderungen des Lebens sozialisiert werden, und das obwohl (ODER WEIL??? VERSCHWÖRUNG??) fast alle Einflusspersonen in dem Prozess weiblich sind? Hebamme, Mutter, Kindergärtnerin, Grundschullehrerin, erste Freundin? Alles Indoktrinatorinnen!! Das Niveau in H+E muss deutlich erhöht werden, damit wir überhaupt eine Chance da haben. Herd bauen, Brennholz schlagen, Wildbret erlegen alles schon im Grundstudium bzw Bachelor. Etc pp da fällt uns sicher einiges ein.

Also, Hintern hoch! Auf in die Talkshows! Besetzt das Feuilleton! Entert die Parteien! ALLE Parteien natürlich!!

p.s. fast alle bedeutenden Köche sind Männer. Wo liegt mein Fehler???


Hadmut
3.1.2013 22:35
Kommentarlink

> p.s. fast alle bedeutenden Köche sind Männer.

Nicht nur die bedeutenden. Auch die meisten gewerblichen.


Roland
4.1.2013 9:31
Kommentarlink

Hata “akinom” jetzt die Sprache verschlagen?


Marius
5.1.2013 0:13
Kommentarlink

Hadmut,

du musst anfangen bei dem was Du CCC nennst ein bisschen zu differenzieren. Das ist ein Verein in dem jeder Honk Mitglied werden kann der den Beitrag zahlt. Da ist an Ideologien und Hintergründen alles vertreten.
Genauso sind die Leute auf dem CCCongress nicht alles CCCler, bin der Meinung es sind sogar immer viel mehr Nicht-Mitglieder anwesend. Somit ist das mit dem “Der CCC macht/sagt immer..” etc., einfach nicht eindeutig.
Auch Kurz, Rieger und Fefe sind nur Einzelpersonen und nicht unbedingt mit dem Club oder gar den Besuchern auf dem xC3 gleichzusetzen.

Und: Ich glaube dass Fefe und Du mehr gemeinsam haben als Euch beiden lieb wäre :)


Hadmut
5.1.2013 0:20
Kommentarlink

@Marius:

> Das ist ein Verein in dem jeder Honk Mitglied werden kann der den Beitrag zahlt. Da ist an Ideologien und Hintergründen alles vertreten.

Eben. Das ist doch der CCC. Oder machst Du gerade den Fehler von mir zu erwarten, dass ich den CCC nur nach einzelnen ausgewählten Edel-CCClern beurteilen möge?

Wie ich schon sagte, wird der CCC gerade in derselben Weise unterwandert und zersetzt wie die Piratenpartei. Beide haben den Fehler, dass jeder Honk Mitglied werden kann, der den Beitrag zahlt (bzw. nicht mal das, denn ein Problem der Piraten ist ja, dass die meisten den Beitrag nicht mal zahlen.) Zu große Offenheit ohne Abwehrmechanismen gepaart mit blauäugiger Naivität macht angreifbar gegen den Ideologischen Müll, der da draußen herumschwirrt.

> Auch Kurz, Rieger und Fefe sind nur Einzelpersonen und nicht unbedingt mit dem Club oder gar den Besuchern auf dem xC3 gleichzusetzen.

Denk mal drüber nach, was Du da sagst. Einerseits soll ich den CCC nicht nach der Masse seiner Mitglieder (Honks) beurteilen. Nach den Führungsköpfen aber auch nicht. Was soll denn dann noch übrigbleiben, was den CCC ausmacht und wonach man ihn bewerten sollte? Das Wunschbild, was in den Köpfen so rumschwebt, vom CCC als Retter aller Internet-Nutzer? Oder willst Du darauf hinaus, dass man ihn gar nicht mehr beurteilen sollte, indem Du jedes Kriterium als unzulässig erklärst?

> Und: Ich glaube dass Fefe und Du mehr gemeinsam haben als Euch beiden lieb wäre.

Oh Herrje, herrjemine. Du machst mir Angst.


Marius
5.1.2013 1:17
Kommentarlink

> Das ist doch der CCC. Oder machst Du gerade den Fehler von mir zu erwarten, dass ich den CCC nur nach einzelnen ausgewählten Edel-CCClern beurteilen möge?

Eben nicht aber es hört sich oft so an. (z.B.) Fefe sagt was also sagt der CCC was.

> Wie ich schon sagte, wird der CCC gerade in derselben Weise unterwandert und zersetzt wie die Piratenpartei. Beide haben den Fehler, dass jeder Honk Mitglied werden kann, der den Beitrag zahlt

Dem stimme ich zu und es ist nicht schön mit anzusehen. Das ist dieses Jahr sehr deutlich geworden.

> Einerseits soll ich den CCC nicht nach der Masse seiner Mitglieder (Honks) beurteilen. Nach den Führungsköpfen aber auch nicht. Was soll denn dann noch übrigbleiben, was den CCC ausmacht und wonach man ihn bewerten sollte?

Es geht einfach nicht, wie auch, es gibt nicht das CCC-Mitglied sondern so ziemlich alles was man gern hätte.
Man kann eine Meinung zu einzelne Personen (egal ob edel oder nicht. die weniger edlen sind sicher auch die von denen man weniger hört) und ihren Aussagen haben.
Das ist alles.

Btw. ich bin nicht im CCC, aber schon lange im Umfeld und habe manchmal das Gefühl dass Du Leuten Unrecht tust mit zu pauschalen Aussagen.


Heinz
5.1.2013 18:44
Kommentarlink

Noch ein Tweet zum 29c3-Sexismus(inkl. Kommentaren)
https://twitter.com/reticuleena/status/285728814087147523

“und habe manchmal das Gefühl dass Du Leuten Unrecht tust mit zu pauschalen Aussagen.”
das seh ich ähnlich.

hier der Post auf refefe – also mit Kommenmtaren:
http://blog.refefe.de/?ts=ae1a50a0
Ich hab Fefe vor ein paar Tagen in einer Mail, mit Verweiß auf die Kommentare, gefragt, ob man/der CCC sich nicht vielleicht mal von Gender distanzieren sollte – eine Antwort habe ich noch nicht – werde ich wohl auch nicht bekommen und das obwohl er in dem Blogpost was von mehr Kommunikation geredet hat…

Aufgrund des Spamfilters muss ich den Post in zwei aufteilen.


Heinz
5.1.2013 18:45
Kommentarlink

Der 2. Gendervortrag vom 29c3, den Fefe richtig gut findet: http://youtu.be/pQiA8XymmKM
irgendwie wirkt er ziemlich unsicher, wenn auch nicht ganz so schlimm wie Schinzel, sein Perl/_innin-Vergleich ist… naja ist recht weit am Anfang.

Die rote Karte am Anfang (vor dem Perl-Vergleich; auf seiner Folie) ist die hier:
http://femwatch.tumblr.com/post/39088299053/die-alternative-zu-creeper-move-karten-ganz-frei

und hier nochmal Fefes Post zu dem Thema:
http://blog.fefe.de/?ts=ae1a50a0


Heinz
5.1.2013 20:16
Kommentarlink

CCC-Tweet:
“If you visited a talk or saw the recoding, please use the feedback form for the according event. Thank you!”
http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events.en.html
aber gerne doch – mir fallen ganz konkret zwei Vorträge zum Bewerten ein…

Von dem Referenten des zweiten Vortrags Anatol Stefanowitsch gibt es übrigens so tolle Forderungen wie:
“[Wir fordern] die Schaffung einer angemessen finanzierten Anti-Diskriminierungs-Stelle im Fernsehrat”

“angemessen finanziert” als erstes genannt, man merkt richtig wie es ihm um die Sache™ geht…
“Anti-Diskriminierungs-Stelle” übrigens im Bezug auf “Sexismus”.


Skeptiker
6.1.2013 12:42
Kommentarlink

“Hal Faber” hat auf heise.de den Bericht einer Frau vom 29C3 verlinkt, der dadurch in der Branche jetzt rum sein dürfte, trotzdem: http://tageshauschaos.blogspot.de/2013/01/mal-luft-machen-und-doch-danke-sagen.html

Geht ein wenig ans Herz, stimmt. Ein subjektiver Blick auf den Kongress, ja, man kann zu den möglichen Nebenbedeutungen von “Mitleid” und “Toleranz” auch eine differenziertere Meinung haben als die Schreiberin bzw ihre Kommentatoren. Freundlichkeit und Höflichkeit scheinen auf dem Kongress bzw in diesem Teil der Gemeinde aber bei den allermeisten Leuten hohe Güter zu sein. War nie da, klingt aber plausibel.

Interessant ist der Text vor allem auch als Stellungnahme zu dieser unsäglichen Sexismusdebatte.


quarc
7.1.2013 21:22
Kommentarlink

Nachdem ich habe mir den Vortrag jetzt mal angesehen habe, glaube ich, dass er ein wertvoller Beitrag zur Medizin sein kann: Schäfchen zählen und Schlaftabletten werden überflüssig, einfach die Aufnahme anschauen und einschlafen.

Im Ernst, ich kann mich nicht erinnern, jemals einen derart lustlos und fahrig heruntergeleierten Vortrag erlebt zu haben. Wobei ich jetzt nicht beurteilen kann, was nun äußere Faktoren (Übermüdung, Alter, Österreicherin?) dazu beigetragen haben. Lediglich in dem Teil, wo sie diese windigen neurologischen Studien angegangen ist, ist sie etwas wacher erschienen. Das war auch der einzige Teil, in dem ansatzweise Argumente präsentiert wurden. Der Rest war mehr oder weniger Schwachsinn.

In Erinnerung geblieben ist mir ein gruseliges Detail: im Rahmen einer Studentenbefragung hatten befragte Studentinnen angegeben, in ihrem Informatikstudium ein Interesse an Technik entwickelt zu haben. Das wurde dann in der Studie als *negative* Auswirkung des männerdominierten Informatikstudiums aufgeführt. Unfassbar.

Insgesamt fand ich es mitleiderregend, wie sie da einsam und verlassen auf der vollkommen überdimensionierten Bühne (die wohl eher für Diskussionspanel gedacht war) herumsaß und sich durch den Vortrag quälte. Mangels Schwenk auf das Publikum weiß ich nicht, wie es aus Sprecherperspektive aussah. Ich glaube, dass man ihr mit dem Riesensaal einen Bärendienst erwiesen hat. Wer mal sehen will, wie man trotz hohem Alter und Gebrechlichkeit noch einen kurzweiligen Vortrag zustandebringt, kann sich Peter Hilton unter
http://www.colossus-computer.com/video/alanturing2006.mp4 (ca. 400MB).
anschauen.

Ich würde jetzt nicht aus einem missglückten Vortrag auf Schinzels Kompetenz zu schließen versuchen. Aber es sieht schon ein wenig nach intellektuellem Abstieg aus: erst eine Promotion bei Gröbner in einem damals aktuellen Bereich, dann (nach wenigen Jahren Industrietätigkeit) der Abstieg in die theoretische Informatik. Dort hat sie durchaus noch interessante Ideen eingebracht, aber dann scheint das ganze irgendwie versandet zu sein, bis es dann in Freiburg endete. So eine Art schrittweise Flucht in anspruchslosere Gebiete. So ein Abstieg ist nicht unbedingt ein Zeichen für Inkompetenz, es gibt halt harte finanzielle Randbedingungen, derentwegen man aus einem finanziell “armen” Fach in ein “Geldfach” wie die Informatik abwandert. Nur besteht mangels wissenschaftlicher Kohärenz in der Informatik für Seiteneinsteiger immer die Gefahr, sich dort in einer kleinen Nische einzurichten, die sehr schnell veröden kann.


euchrid eucrow
18.1.2013 0:08
Kommentarlink

Was zur Hölle geht in den Verstrahlten mit ihren Creepercards vor, dass sie zum 29C3 und nicht zur katholischen Kirche gehen?

eijeijei!

ich grabe deinen beitrag nur noch mal zur schell info aus. gute nacht.


Heinz
22.1.2013 16:46
Kommentarlink

>> dann ist auch dem CCC klar, was er sich da eingetreten hat.

>Ich hatte es ja schon vorher gesagt. Aber auf mich hört der CCC ja >nicht.

Als ich auf Twitter darauf hingewiesen habe schrieben sie mir, dass sie mich auf dem 29c3 nicht sehen wollen und haben mich geblockt.

…bin natürlich trotzdem hingegangen und gab auch keine Probleme.